Ab welchem Alter sollte man einen Rüden kastrieren lassen



  1. #1
    Kashya

    Ab welchem Alter sollte man einen Rüden kastrieren lassen


    hallöchen
    alsoooooooo ,, frisco (6 monate alt, labrador - border collie)
    da wir ihn irgendwann kastrieren lassen wollen ,, ( ich habe noch einen hovawarthündin ca. 12 jahre) ist nun die frage ,, wann ist das beste alter bzw zeitpunkt dazu ?
    mein tierarzt meinte etwa mit 10 monaten ... meine freundin meint wiederum das sei zu früh ich sollte es mit 14 monaten machen lassen ..
    was sagt ihr dazu ??,, wie sind eure erfahrungen ??,,



  2. #2
    Sofia-Lusia
    also unser Blacky wurde damals vom spanischen Tierheim mit 6 Monaten kastriert und er hat es auch gut verkraftet

  3. #3
    Pewee
    Bestenfalls wartet man, bis der Hund körperlich (und geistig) voll ausgereift ist. Das tendiert, je nach Hund, zwischen 1- 3 Jahren. Wenn man aber noch eine Hündin hat, die nicht kastriert ist und nicht gewährleisten kann, die beiden auseinander zu halten, sollte das natürlich früher passieren. Auch bei Hunden entwickelt sich die Geschlechtsreife unterschiedlich. Wobei jetzt zwischen 10 Monaten und 14 Monaten ja nicht so viel Unterschied ist
    Würde aber auch behaupten, dass zwischen 3/4Jahr und 1Jahr in dem Falle der beste Zeitpunkt ist. Mein Rüde wurde mit 12 Monaten kastriert, da wussten wir es allerdings nicht besser. Wir hätten es auf einen späteren Zeitpunkt geschoben, da wir zu dem Zeitpunkt auch noch keine Hündin hatten

  4. #4
    kleiner Falke
    Hallo

    Also mein Rüde wurde mit ca. 6-7 Monaten kastriert.
    Für mich war einfach klar, ich lasse es dann machen sobald er anfängt "Macho-Allüren" zu zeigen, sprich: viel markieren, andere Rüden machohaft anmachen, Hündinnen nachlaufen....

    Nun, mein Herr war recht frühreif und als der Punkt kam, wo ich mir sicher war, dass er sehr wohl weiss, dass er ein Rüde ist, beschloss ich, die Sache duchzuziehen. Ich habe es keine Sekunde bereut!
    Ich denke, es kommt also total auf den Hund an. Zu lange warten würde ich aber nicht, sonst hat er dann seine Machohaftigkeit schon so drin, dass auch eine Kastration nicht mehr hilft...

  5. #5
    Kashya
    danke schön für eure antworten ,
    bisher zeigt er nichts von makieren machogehabe o.a. ....aber sobald er anfängt werd ich meinen TA kontaktieren

  6. #6
    nudl
    also einen Rüden wegen rüdenhaftem Verhalten frühkastrieren zu lassen, finde ich mehr als egoistisch.
    Wenn man sich einen Rüde anschafft hat man mit diesem verhalten eben zu leben. Ist für mich genauso wenig verständlich, wie eine Hündin zu kastrieren, weil einen das Blut nervt.

    Ich würde niemals einem Hund, egal ob Rüde oder Hündin, die Chance nehmen sich geistig und körperlich voll zu entwickeln. Dazu brauch es nun mal Hormone, die mit einer Kastration genommen werden.

    An deiner stelle würde ich frühestens mit 12 Monaten kastrieren. Wenn deine Hündin läufig wird, musst du eben strikt trennen und wie ein Schießhund aufpassen.
    Du musst ja nur eine Läufigkeit überstehen, dann sollte er alt genug für die Kastra sein.

  7. #7
    kleiner Falke
    nudl, das ist ja schlussendlich genau das, was ich auch sage....
    und als der Punkt kam, wo ich mir sicher war, dass er sehr wohl weiss, dass er ein Rüde ist, beschloss ich, die Sache duchzuziehen
    ein Rüde soll nicht als Baby kastriert werden. Aber wenn er anfängt zu markieren und den Weibern nachrennt, dann denke ich, ist eine Kastration (wenn man das denn will!) angebracht.

    Meiner Meinung nach kastriert man einen Rüden, um ihm (und manchmal auch sich selbst) den ganzen Stress mit anderen Rüden (Konkurrenz, Pöbeleien) und läufigen Hündinnen zu ersparen. Wenn ich dann so lange warte, bis ich einen echten Macho da habe, hilft die Kastration oftmals auch nicht mehr viel.

    Ideal denke ich auch, ist etwa mit 1 Jahr. Aber es kommt halt schon immer auf den Hund an. Wenn einer mit 6 Monaten schon eine läufige Hündin zu besteigen versucht, dann hat er wohl kapiert, was er ist, dann denke ich, kann man es machen.... Wenn einer mit 14 Monaten noch ein totaler Kindskopf ist und nur 2x pro Spaziergang das Bein hebt, Hündinnen überhaupt nicht spannend findet, dann ist es sicher sinnvoll, ihm noch Zeit zu geben... Und dann wird das vielleicht auch mal ein Hund, der immer so bleibt, dann gibt es auch nicht unbedingt Gründe ihn zu kastrieren....

  8. #8
    Guybrush

    keine Kastration vor der geistigen Reifung

    Hi,

    normalerweise lese ich eher mit, anstatt mich zu beteiligen, aber was ich hier teilweise lese zwingt mich, meinen Senf dazu zu geben.

    Man sollte einen Rüden NICHT vor dem 2ten Lebensjahr kastrieren, da der Hund sich zuerst zu einem erwachsenen und ausgereiften Tier entwickeln sollte, bevor man ihn kastriert.
    Das ist ganz einfach zu erklären und eigentlich, wenn man darüber nachdenkt sehr plausibel.
    Wer weiterführende Biologie in der Schule hatte und dann auch noch aufgepasst hat, der müsste sich noch an die Abläufe im menschlichen Hirn während der Pubertät erinnern.
    Durch die erhöhte Hormonzufuhr von Testosteron oder Östrogen wachsen die geschlechtsspezifischen Merkmale und das Hirn beginnt sich umzustrukturieren.
    Aus dem Jungen(z.B.) wird ein Mann. Und das eben auch nicht nur körperlich, sondern geistig. Das ganze Gehirn verändert sich. Einstellungen, Verhalten...der Mensch reift.
    Also wer von euch kann im Nachhinein nicht sagen, dass er nach der Pubertät viel reifer und erwachsener war - bei denen die sie schon hinter sich haben.

    Tja, und genauso ist das logischerweise auch bei Hunden. Ein Hund, der zu früh kastriert wird, wird geistig immer ein Kind bleiben und körperlich oft auch. Ein Rüde sollte die Chance haben auszureifen, erwachsen zu werden. Und dazu ist es nötig die Hormonzufuhr nicht zu unterbrechen, sonst kann auch das Hirn nie reifen.
    Klar, man kann es sich einfach machen und sagen, ja, dann markiert er nicht mehr, aber man sollte sich auch überlegen, dass eine zu frühe Kastration auch soziale und ebenso körperliche Nachteile mit sich bringt. Denn eine durchlaufene Pubertät führt erst zum richtigen Ausbau der Muskulatur und vor allem zu einem reifen, gesunden Hund. Und die Pubertät eines Hundes bzw. die Entwicklung zum erwachsenen Hund ist erst im Schnitt (je nach Rasse und Art) mit ca. 2 Jahren abgeschlossen.

    Diesen Prozess kann ich sehr gut an meinem eigenen Rüden beobachten. Er ist inwzischen 1,5 Jahre alt und fast aus der Pubertät herausgewachsen. Er ist selbstbewusster geworden, hört gut und hat sozial absolut keine Probleme.
    Von wegen ein Rüde bekommt Streit mit anderen Rüden, wenn er nicht kastriert wird. Klar gibt es ab und zu mal eine Reiberei, aber nicht mehr als unter Hündinnen und in 99% der Fälle weiß er genau, wo er sich unterzuordnen hat, kennt die Grenzen und verhält sich angemessen und nicht aufdringlich anderen Hunden gegenüber. Das mit dem starken Geschlechtstrieb in der Pubertät lässt auch viel mehr nach und ob ein Hund viel oder wenig markiert ist auch eine Trainingssache.

    Also mein Appell an alle, die ihren Hund früh kastrieren lassen wollen:
    Tut es nicht, sondern wartet bis der Hund zur geistigen und körperlichen Reife gelangt ist, damit ihr kein ewiges Kind, sondern einen erwachsenen, selbstbewussten Hund an eurer Seite habt.
    Oft denken Tierärzte über diesen Aspekt nämlich nicht nach...

    Grüße

    P.S.: Einen Rüden zu kastrieren, damit man vom Markieren und Rumschnüffeln weniger genervt wird ist absolut egoistisch. Kastration dient der Geburtenkontrolle und nicht der Faulheit der Menschen. Wenn man mit den Eigenheiten eines Rüden nicht klar kommt, dann sollte man sich keinen zulegen. Mein Rüde wird auch kastriert, aber nicht, damit er sich nicht mehr verhält, wie ein Hund, sondern damit er sich nicht vermehrt, denn es gibt genügend Welpen die ein Zuhause brauchen. Bis dahin kann ich ihn aber sehr gut von heißen Hündinnen fern halten, auch wenn es manchmal nervt und anstrengend ist - Mensch, er ist nur ein Mann.

  9. #9
    kleiner Falke
    Hallo....

    Grundsätzlich bin ich ja total einverstanden und genau das habe ich oben ja auch bereits 2 mal klar betont! Auch ich finde, der Rüde sollte wissen, dass er ein Rüde ist, bevor er unters Messer kommt. Aber manche wissen das nun mal schon mit 6 Monaten....

    Mich interessiert hier zu dem Thema gerade mal noch, warum es denn zum Beispiel bei Pferden total normal ist, Jährlinge zu kastrieren?! Kann mir ja keiner sagen, dass ein Jährling schon ein voll ausgewachsener und ausgereifter Hengst ist. (ich verstehe was von Pferden und ich kann definitiv sagen, dass er es NICHT ist!)
    Und dennoch sind diese Wallache allseits beliebte Pferde, sind umgänglich und nett... DA ist sowas total normal. Naja, ist ja auch gut so. Stellt Euch mal vor, da laufen alles so verrückte Hengste rum, die sich gegenseitig anpöbeln wollen oder den Stuten hinterher stieren... Und wie die sich dann im Stall aufführen, wenn ne rossige Stute daneben steht. Naja, sicher auch nicht alle, aber ein Grossteil. Das würde gar nicht gehen. Sind aber auch Pferde und nicht ganz so leicht zu händeln wie Hunde. Haben etwas mehr Kraft.

    Das Prinzip ist aber genau das selbe. Konkurrenz gegenüber gleichgeschlechtlichen, Sexualinteresse beim Gegengeschlecht. Und wenn dann mal Hengste rumlaufen, stehen sie meist abgeschottet und einsam auf der Weide oder in einer zugegitterten Box. Ne, da würde ich auch lieber Wallach sein!

    Aber bei den Hunden..... Neeeee, da ist das ganz was anderes. Da soll der Rüde so richtig männlich werden, soll auch mal einen anderen anpöbeln, klar, ist doch ganz normal, wenn da ne läufige Hündin rumläuft und der halt nur noch rumwinselt und nicht mehr frisst.... Ach ja, ist halt ein Rüde, aber der soll Rüde sein, ist doch toll... DIE Erfahrung muss er doch mal machen, unbedingt, sonst wird das ja kein richtiger Rüde.... Und bevor er das nicht durchgemacht hat, kommt ne Kastra nicht in Frage... Hmmmmm, ok?! Wer das mag.... Ist nicht ganz mein Weg, ehrlich.

    Wenn ich sehe, wie locker und entspannt mein Rüde ist, wie toll ich mit dem arbeiten kann, wie lustig, verspielt aber doch auch sehr selbstsicher er ist (und er weiss sehr wohl auch, was eine läufige Hündin ist, auch wenn er mit 6 Monaten bereits kasteriert wurde!), ich würde nichts mehr anders machen. Sicher, ich würde einem anderen, nicht so frühreifen Rüden sicher mehr Zeit geben, kein Thema.

    Aber warten, bis der voll zum Macho wird, div. Läufigkeiten der Nachbarshündinnen schon heulend und jammend und fastend hinter der Türe verbracht hat----ne, das möchte ich meinen Liebling nicht antun! Wenn ich sehe, dass der markiert, dass der mal pöbelnd auf Rüden zugeht, wenn der anfängt, den Hündinnen am Hintern zu kleben oder sogar Aufreitversuche macht----DANN ist für mich spätestens der Zeitpunkt zur Kastra gekommen. Warum länger warten? Damit sich dieses Verhalten so richtig festigt?

    Der Vergleich mit dem Menschen macht sicher Sinn, da gibt es aber halt einen grundlegenden Unterschied: der Mensch ist ein Mensch, kann frei entscheiden was er tut, ist auf sich alleine gestellt. Der Hund, der lebt bei uns, wir müssen ihn kontrollieren können, sonst wird es für alle gefährlich.

    Wenn ein pubertierender Kerl einer hübschen Frau nachschaut und die gerne flach legen würde, ist das sein Problem und er muss das selber lösen....
    Wenn mein Rüde das hat, dann habe ich die Verantwortung für ihn. Der würde hingehen, mit der läufigen Hündin flirten, die findet ihn vielleicht toll, hält hin-----juhuuuu, 64 Tage später gehts ab...

    Das selbe mit den Jungs untereinander. Wenn sie 2 Jugendliche die Bierflaschen auf die Rübe hauen wollen, dann sollen die das. Sollen sie ihre ausgeschlagenen Zähne beim Zahnarzt wieder richten lassen----Eigenverantwortung!
    Aber wenn mein Rüde einen anderen anpöbelt, dann ist es immer noch MEIN Rüde, in meiner Obhut, in meiner Verantwortung. Ich kann ihn das nicht einfach selbst machen lassen, kann ihn nicht einfach alle Triebe ausleben lassen.
    DAS ist für mich der grundlegende Unterschied.

    Ich habe weiter oben 2x klar betont, dass ich auf jeden Fall auch warten würde, bis der Rüde weiss, dass er ein Rüde ist! Ich würde auch keinen Babyhund kastrieren! Von daher bin ich ja schon einverstanden. Aber warten unbedingt bis 2 jährig, das finde ich nicht ideal als Anhaltspunkt. Da wie gesagt, der eine Rüde schon mit 6 Monaten so weit ist, der andere braucht vielleicht wirklich länger.

    Der schwarze Flin, den ich öfter dabei habe, der wurde mit 1.5 Jahren kastriert. Nicht weil er Macho war sondern weil er laufend von unkastrierten Rüden attakiert wurde! Ja, ist so, sorry. Also beschloss die Besitzerin ihn kastrieren zu lassen. Seither ist gut, der kommt mit jedem Hund klar und die unkastrierten lassen ihn in Ruhe.

    Vielleicht kastrieren wir Menschen die Tiere wirklich aus Egoismus, ja klar. Weil es mir einfach nicht recht ist, meinen Hund ständig zusammenflicken zu lassen oder ihm zuzusehen wie er leidet, wenn eine läufige Hündin im Quartier ist.
    Ja, wenn das so ist, dann bezeichne ich mich hier gerne als Egoist----mein Rüde dankt es mir!

  10. #10
    Pewee
    Das Problem ist, glaube ich, dass viele Leute es nicht erlebt haben, wenn der Hund liebeskrank wird. Und damit meine ich nicht nur ein wenig Jammern und schlechterer Rückruf. Es gibt Hunde, die leiden sehr stark darunter, fressen nicht, jaulen, fühlen sich sehr sehr unwohl, haben teils Schmerzen etc. Wenn man das miterlebt hat, geht man "freiwillig" den Weg und riskiert eine frühere Kastra, als es die körperliche und geistige Reife zulassen möchten.
    Da spreche ich aus Erfahrung. 2 Rüden, die damit leben mussten. Bei Jerry war es für einen einjährigen schon schlimm, bei meinem 19 Jahre alten Rüden war es Horror, da erinner ich mich heute noch dran, obwohl ich noch klein war. Wäre Jerry nich schon so früh abgedreht, hätten wir ihn vielleicht nie kastrieren lassen (da wussten wir ja ewig noch nichts von Hanna).
    Der Hund der TE ist nun vielleicht nicht liebeskrank, aber es ist ja nun noch eine Hündin im Haus. Ok, da hätte man vielleicht vorher nachdenken sollen, oder zumindest garantieren, dass da keine Welpen geschaffen werden. Aber wenn man lieber auf Nummer sicher gehen möchte, ok, dann muss einer der beiden unters Messer. Das Kind ist in den Brunnen gefallen und die Hunde sind da. Hunde wurden schon aus "nichtigeren" Gründen kastriert...

    Entsprechend wurde mein Hund "frühkastriert" und ich muss dazu sagen: Er ist ganz normal weiter geistig ausgereift. Er war nie kindischer als er es in seinem Alter sein sollte und die körperliche Reife konnte er auch erleben Die "Tatsache", dass ein Hund nie ausreifen kann, wenn man ihn zu früh kastriert, ist also keine Tatsache mehr, sondern eine Vermutung, die nicht bei jedem Hund zutrifft!

  11. #11
    Lilly_79
    Offtopic:

    Zum Thema Hengst: weil es fast unmöglich ist, einen Hengst in den meisten Ställen artgerecht zu halten.
    Weil ein Hengst, meist, wesentlich schwerer zu handeln ist als ein Wallach (sind Stuten mE nach aber auch -.-) und entsprechend erfahrenere Leute braucht.
    Prinzipiel würde ich auch sagen, Hengst eher erst mit 6 J. legen lassen als mit 12 Monaten, aber das ist halt nicht realisierbar, weil man einen Hengst nur sehr schwer artgerecht halten kann. Schwer insofern, als das man keinen Stall findet, nur selten Herdenanschluss und selten Koppeln die Hengsttauglich sind.
    Man muss hier abwägen: 6 Jahre bei nicht ausreichender Haltung, die meist zu Aggressionen führt, oder eine (zu)frühe Kastration.
    Sicher ist auch ein Rüde der nicht kastriert ist aufwendiger (wobei ich das nich fand bei meinem), aber er ist in der Regel artgerecht haltbar und auch für den 'Ottonormalhundehalter' handelbar - ein Hengst ist nicht für einen 'Ottonormalreiter' handelbar. Zumindest die meisten nicht. Wobei es natürlich schön wäre, wenn alle Reiter sich so qulifizieren würden das sie das könnten, finde ich... LG Lilly

  12. #12
    kleiner Falke
    @ pewee: kann ich so unterschreiben! Auch ich kenne die liebeskranken Rüden und darum sage ich, wenn ich einem Hund dies ersparen kann, dann sehr gerne!
    Natürlich sind nicht alle so. Aber ich persönlich finde, es sind viele so und viele Leute nehmen das (meine Meinung!) zu locker und zu lustig.
    Wenn ich einem Rüden zuschauen muss, wie der alle, aber auch wirklich ALLE anderen Hunde anrammelt und wirklich total ins Zeugs kommt (der ist echt gestresst, das ist kein Spiel und auch kein Dominieren!) dann tut mir der sowas von leid während die Besitzer das einfach nur lustig finden.....
    Zuhause rammelt er dann sein Stofftier an, ja, ja ist suuuuuper lustig! (kenne ich wirklich, bzw. kannte ich, ist ein paar Jahre her)

    Unser Lakelandterrier, mit dem ich aufwuchs und den wir nicht kastrieren "durften" weil der aus einer seltenen Linie kam und das Ebenbild seines Vaters war (die Züchterin hatte mit ihm mal einen Wurf geplant---es kam dann aber doch nie soweit), der hat auch ständig Hosenbeine und Plüschtiere (und natürlich alle Hündinnen!) angerammelt und das war einfach "normal". Damals hab ich das auch noch nicht verstanden und fand das, als Kind und Jugendliche, auch ganz lustig. Heute kann ich über sowas nicht mehr lachen....
    War für mich damals auch normal, dass der total machohaft auf jeden Rüden zutrabte und sicher jeden zweiten mal packte. Was wir alles an Raufereien hatten mit dem, mann oh mann.
    Das hab ich mit meinem jetzigen Rüden einfach nicht!

    Offtopic:

    @ Lilly: ja, das ist ja genau das, was ich schreibe. Hengste sind schwerer zu händeln. Wenn ein Hengst zu einer rossigen Stute will, ja halt den mal....
    aber ein kleiner Hund, ja, ja, lustig, hängt sich ein bisschen auf in der Leine, easy....
    Ja, aber im Tier drin geht genau das gleiche vor. Ist für Hund oder Pferd genau der gleiche Stress....
    Und mal ehrlich: auch wenn Wallache oftmals leicht händelbar sind----es gibt viele, die ganz speziell im Charakter sind und die total hengstig wirken. Auch wenn sie schon früh kastriert wurden. Andere wiederum haben Hengste, denen würde man kaum ansehen, dass es ein Hengst ist. Inzwischen sind ja sogar in unserem Nationalzirkus Knie ein Teil der Pferde Wallache, weil sie einfach leichter zu händeln sind.
    Also darum auch hier. Man kann es nicht pauschalisieren, wann das beste Alter ist. Das ist von Rüde zu Rüde, von Hengst zu Hengst verschieden

  13. #13
    Guybrush
    Mein Rüde wird kastriert, wenn er sich fertig entwickelt hat und ich bin aus rein logischer Betrachtung davon überzeugt, dass er dies ist, wenn die Pubertät vollständig abgeschlossen ist.
    Auch mit dem liebeskranken Hund habe ich schon Erfahrungen gemacht.
    Guybrush wird immer ein Stadthund bleiben, soviel ist (leider) sicher und gerade in der Stadt ist die Gefahr noch größer, dass er auf der Fährte einer läufigen Hündin unter die Räder kommt oder Unfälle verursacht.
    Dennoch warte ich ab, bis er ein normaler erwachsener Hund geworden ist. Und die Kastration beinträchtigt nicht nur den Sexualtrieb, was ja an sich sehr angenehm für Mensch und Hund ist, sondern auch (und da könnt ihr mir nicht widersprechen) die körperliche und geistige Entwicklung. Das heißt nicht, dass der Hund nicht ruhiger wird und immer ein pubertierender, aufdringlicher Balljunkie bleibt...das kommt mit dem Alter.
    Man sollte einen Rüden sehr wohl kastrieren, wenn es für das Tier besser ist, aber bis zu diesem Zeitpunkt sollte man den Hund, wie gesagt, erwachsen werden lassen. Und ihr müsst nicht behaupten dass sich alle Rüden zu dominanten Rammlern und Machorüpeln entwickeln. Da hat der oder die Besitzer/in sehr wohl auch noch mitzureden. Der Hund ist zwar an sich ein triebgesteuertes Tier, aber lernfähig, intelligent und sollte seinem Besitzer gehorchen. Wenn man seinen Hund im Griff hat, dann kann man vieles vermeiden oder abtrainieren.
    Ich sage nicht, dass es einfach ist so lange zu warten. Es ist sogar oft sehr anstrengend, aber in weniger als 6 Monaten wird auch mein Rüde kastriert. Und dass es so sein wird, war mir klar, als ich mir einen Rüden angeschafft habe.
    Nicht weil ich es ätzend finde ab und zu zu warten, bis er markiert hat oder weil er sich mal mit einem anderen Rüden kabbelt, oder weil er vor dem Fenster seiner liebsten Damen winselt und bettelt, wenn diese in der Hitze sind, sondern weil ich nicht möchte, dass er sich fortpflanzt und weil es einfach gerade in der Stadt zu gefährlich wäre ihn von der Leine zu lassen, wenn im Frühjahr und im Herbst die Liebe ruft.

    Ich weiß nicht, welchen Hunden ihr begegnet seid oder wie sich eure Rüden unkastriert verhalten haben, aber mich verwundert von so vielen dominanten, aggressiven und triebgesteuerten Rüden zu hören. Ich bin jeden Tag mit meinem Hund unterwegs. Im Wald, auf der Hundewiese, oder auf den Feldern. Dort tummeln sich, gerade hier in der Stadt, immer sehr viele Hunde, weil es ansonsten wenig Möglichkeiten zum Freilauf gibt, aber ich bin vielleicht 1-2 mal einem solchen Rüden begegnet und hatte bisher noch nie ein solches Problem, obwohl mein Hund noch unkastriert ist.
    Und gerade, weil sich diese Hunde oft begegnen und schnell mal 5 Rüden auf einem Platz zusammen kommen, konnte ich bis jetzt immer ein gut ausgebildetes Sozialverhalten zwischen den Jungs beobachten. Und von denen ist im Schnitt vielleicht einer von zehn kastriert.

  14. #14
    *Mischling*
    Zitat Zitat von Guybrush Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht, welchen Hunden ihr begegnet seid oder wie sich eure Rüden unkastriert verhalten haben, aber mich verwundert von so vielen dominanten, aggressiven und triebgesteuerten Rüden zu hören.
    Danke, genau das dachte ich mir beim lesen hier auch gerade Mit "Machogehabe" scheint hier ja eindeutig pubertäres Verhalten gemeint zu sein, also kastriert man, sobald die ersten Anzeichen dafür da sind und das ist für mich eine Frühkastra. Ich verstehe auch nicht, wieso anscheinend die Entwicklung des Rüden hier immer so problematisch verläuft, mit angerammelten Stofftieren, pöbeln, dominieren und dergleichen. Ich hatte selbige Probleme noch nie, schon gar nicht bei einem 6 Monate alten Hund.

    Auch das hier das Markieren vermehrt als Grund für eine Kastra genannt wird finde ich aller Hand, zumal das nur dann aufhört, wenn man den Hund frühkastriert, also in seiner Entwicklung stört, denn es liegt in der Natur eines gesunden Rüden, sein Revier zu markieren, wer ein Problem damit hat, sollte sich keinen Rüden anschaffen.

    Mich schockiert das Ganze hier vor allem deshalb, weil mein Leo gerade 5 Monate alt ist und ich sicher noch keinen Termin für eine Kastra gemacht habe. Wenn ich ihn mir jetzt in seiner Entwicklung anschaue, muss ich doch mal fragen, welcher eurer Hunde mit einem halben Jahr überhaupt schon voll ausgewachsene Hoden hat? Kann man nicht wenigsten mit dem entfernen eines Körperteils warten, bis es gewachsen ist?

    Tut mir Leid, aber ich finde eine Kastra unter einem Alter von mindestens einem Jahr (kommt auf die Entwicklung und das Wachstum eines Hundes an) einfach nicht richtig.

    Zitat Zitat von nudl
    also einen Rüden wegen rüdenhaftem Verhalten frühkastrieren zu lassen, finde ich mehr als egoistisch.
    DANKE!

  15. #15
    Hundkatz
    Das hat mit Egoismus gar nichts zu tun !
    Sondern wenn das Tier darunter leidet.
    Übrigens der Tierschutz könnte soviele unkastrierten Hunde gar nicht halten.
    Timmy ist Frühkastrat weil der Trieb enorm war und es ein Massaker mit den Katzen gegeben hätte. Ich hatte einmal ein Erlebnis = ich bin ja Gärtner und bin von einem liebestollen Rüden ( Schäferhund ) während der Arbeit angerammelt worden. Der hat so stark geklammert das ich richtig Angst bekommen hab. Kein Besitzer weit und breit.
    Damals hatte ich noch nicht mal selbst einen Hund.
    So geht das auch nicht !

  16. #16
    nudl
    Ich kann Guybrush und Mischling nur voll und ganz zustimmen.
    Ich hatte Biologie weiterführend, sogar 5x die Woche als Leistungskurs. Ich weiß wie die Pubertät verläuft und ich weiß auch, dass es schlichtweg nicht möglich ist voll auszureifen, wenn keine Hormone mehr vorhanden sind.
    Ein Hund mit 6 Monaten ist auch mit Sicherheit nicht vollständig ausgereift. Das ist die Zeit in der die Pubertät gerade erst begonnen hat.
    Wenn ich also in diesem Alter kastriere, ersticke ich die weitere Reifung im Keim.

    Und zum Thema ich kastriere wenn rüdenhaftes verhalten eintritt:
    Miro hat mit 8 Wochen angefangen das Bein zu heben... soviel dazu.

  17. #17
    Hundkatz
    Das dürftest auch Du gelernt haben das es da sehr wohl Unterschiede gibt 1. von der Rasse her, und 2. vom Verhalten.
    Das hat mit spielerischen Aufreiten nicht zu tun.
    Und mit dem Pinkelverhalten auch nichts.
    Die Nachbarshündin hier pinkelt wie ein Rüde und meiner setzt sich ab zu zu hin.
    Das hat mit einem gesteigertem Sexualtrieb nichts zu tun.
    Um den geht es aber wenn man sein Tier kastrieren lassen will.
    Wenn der Leidensdruck groß ist ist die Kastration der einzige richtige Weg.

  18. #18
    nudl
    Versteckter Text: Anzeigen
    Ja, das dürfte auch ich gelernt haben... Das niveau ist mal wieder grandios.


    Das männliche wesen während der Pubertät einen gesteigerten Sexualtrieb haben, sollte eigentlich bekannt sein
    für mich definitiv kein Grund zu einer Kastration.

    Natürlich würde ich kastrieren, wenn ein Hund liebeskrank ist.
    Aber mit 6 Monaten kann ich das noch gar nicht feststellen.

  19. #19
    Hundkatz
    Vielleicht hast Du so einen Hund noch nicht erlebt, den dann würdest Du Deine Meinung ändern.

  20. #20
    nudl
    Und ob ich schon liebeskranke Rüden erlebt habe. Und ich ändere meine Meinung nicht.

    Eine Kastration bei einem liebskranken Hund ist natürlich angebracht, aber nicht vor einem Alter von 12 Monaten.

  21. #21
    Adam-und-Eva
    Zitat Zitat von nudl Beitrag anzeigen
    also einen Rüden wegen rüdenhaftem Verhalten frühkastrieren zu lassen, finde ich mehr als egoistisch.
    .
    Ich auch,

    wir wissen doch was wir uns anschaffen und ich finde die Kastration ist eine "bequeme " Entscheidung.
    Mein Rüde wird nun 9 Jahre, es ist nicht immer einfach gewesen aber auch an dem Verhalten kann man arbeiten, muß halt den Hund gut beobachten und Mensch meint immer Tier leidet, ist das wirklich so oder leiden wir Menschen weil es Stress gibt?
    Der Rüde sollte schon ausgewachsen sein bevor eine Entscheidung getroffen wird.

  22. #22
    Hundkatz
    Nein man weiß vorher nicht wie der Hund veranlagt ist.
    In unserem Fall war die Entscheidung richtig weil die Katzen sich das gerammle nicht länger gefallen ließen.

  23. #23
    Pewee
    Mhh dann fällt mein Hund wohl aus jeder biologischen Tatsache durch Denn er hat sich vollends entwickelt und ist ein normal erwachsener Hund

    Will damit auch keinen Streit anfangen, ich möchte nur sagen, dass ich auch einen 19 Jahre alten Hund hatte, der die letzten 10 Jahre seines Lebens stark gelitten hat. Machogehabe? Ne, das hatte er nicht. Aber Schmerzen, er konnte nicht mehr fressen, jaulte den Tag, hört nicht auf sich zu lecken. Kam nachts in unsere Zimmer um zu rammeln. Dennoch haben wir ihn nicht kastrieren lassen, weil wir angst hatten, dass er zu alt ist. In den letzten 5 Jahren brauchte er alle paar Monate Hormonspritzen, um es auszuhalten.
    Jerry fing früh an, ein ähnliches Verhalten aufzuzeigen (er war ca. ein 3/4 Jahr als es losging). In Relation gesehen war es bei ihm schlimmer als bei Andy. ist es also wirklich so verwerflich, dass ich ihn hab kastrieren lassen, weil er leidet? Ich finde, da muss man etwas toleranter sein, ich bin bei euren Hunden nicht dabei und ihr nicht bei meinen. Ich bin kein prinzipieller Befürworter von Kastras, aber mir zu sagen, dass mein Hund sich nicht richtig entwickeln konnte, finde ich ein wenig vermessen

  24. #24
    Hundkatz
    Zustimm, was auch nicht belegt ist das dem so ist.
    Dann wären alle Katzen nicht richtig entwickelt die man kastrieren läßt.
    Den bei der Katzenhaltung ist es normal das man mit 4 - 7 Monaten kastriert.

  25. #25
    *Mischling*
    Haben wir nicht schon an anderen Stellen festgestellt, dass man Hund und Katze nicht immer vergleichen kann? Ein Hund wird schließlich auch nicht dauerrollig und bei einem Freigänger MUSS die Kastra eben VOR der Geschlechtsreife gemacht werden, das trifft beim Hund nicht zu, da kann ich anders "verhüten".

  26. #26
    Hundkatz
    Das mag Deine Meinung sein ok.
    Ich habe den Vergleich wegen dem Alter genommen und nicht ob Kastration ja oder nein.
    Übrigens ein Kater wird nicht Dauerrollig.

  27. #27
    *Mischling*
    Zitat Zitat von Hundkatz Beitrag anzeigen
    Übrigens ein Kater wird nicht Dauerrollig.
    Danke, das weiß ich selbst. Nur mal so zum Vergleich zwischen Hund und Katze. Aber wenn du beim Kater bleiben willst, ok. Wenn ich einen Kater vor der Geschlechtsreife kastriere, markiert er mir nicht die ganze Bude, der Hund kann durchaus trotzdem draußen das Bein heben, das kratzt den nicht, ob er noch Hoden hat. Ein Kater marschiert in der Paarungszeit bis zu 20km, um eine geeignete Sexualpartnerin zu finden, den weitesten Weg, den ich von einem Hund kenne, ist ans andere Ende des Ortes. Bei einem Hund kann ich diverses Verhalten durch Erziehung unterbinden oder bessern (und ich rede nicht von extremer Liebeskrankheit), bei einem Kater nicht.

    Und dabei geht es jetzt nicht um die Kastra generell, sondern um die Kastra bei einem Hund mit 5, 6 oder sieben Monaten. Ein "Machoverhalten" im Sinne von pöbeln, bellen, markieren etc. ist für mich da kein Grund, den Hund zu kastrieren und je nach Charakter des Hundes im Zuge seiner Entwicklung völlig normal. Eine richtige Liebeskrankheit wurde meines Wissens nur von Pewee hier angeführt, deren Hund Stofftiere zur Hilfe nahm.

    Und dass du dafür bist ist ja klar, aus anderen Beiträgen konnte man ja schon herauslesen, dass du a la TS grundsätzlich für die Kastra jedes Tieres bist. Und wenn ich da an das TH denk, dass den vier Monate alten Rüden einer Bekannten kastrierte, kurz vor Abgabe mit unterzeichnetem Vertrag, und dann noch ein Danke erwartete, für diese tolle Leistung, wird mir übel.

    Aber auf meine Frage hat auch keiner geantwortet: Diese Rüden waren anscheinend schon mit einem halben Jahr ach so reif und wussten genau, was eine läufige Hündin ist usw., aber waren die Hoden schon ausgebildet?

  28. #28
    Pewee
    Offtopic:

    Stofftiere? Schön wärs, mein Bein musste herhalten *lach*

  29. #29
    *Mischling*
    Offtopic:

    o.O Komisch, dachte es wären Stofftiere gewesen, was wohl angenehmer gewesen wäre^^

  30. #30
    Pewee
    Offtopic:

    Aber hallo, für eine 10jährige gibt es schöneres, als von ihrem Hund angerammelt zu werden

  • #
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  • Diskussion zum Thema Ab welchem Alter sollte man einen Rüden kastrieren lassen im Forum Hunde Gesundheit bzw. Hauptforum Hunde Forum:
    hallöchen alsoooooooo ,, frisco (6 monate alt, labrador - border collie) da wir ihn irgendwann kastrieren lassen wollen ,, ( ...

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