"Schwachstellen" bei Frettchen



  1. #1
    Sternlein

    "Schwachstellen" bei Frettchen


    Hallo zusammen,

    sicherlich gibt es zu folgender Frage zig Themen. Aber ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll zu lesen.
    Ich habe keinen Funken Ahnung von Frettchen. Wir wollten eigentlich nach und nach mit der Tierhaltung aufhören. Und nun - wo wir nur noch 2 Tiere haben - fühlen wir uns nicht mehr wohl.
    Jetzt erwähnte mein Mann "Frettchen". Und da muss ich mich erst mal 100% zu allem belesen.
    Wichtig sind mir unter anderem auch gesundheitliche Aspekte. Da würde ich die einen oder anderen "Kenntnisse" gerne zuvor haben.
    Es wäre sehr lieb wenn ihr mir ein paar Worte zu den häufigsten Krankheiten (Krankheitsbenennung würde mir schon reichen) geben würdet. Wo sind Frettchen am empfindlichsten? Atemwege? Magen-/Darm?
    Ich frage das jetzt einfach mal hier weil ich mir eh sicherlich noch viele Webseiten raus suchen und auch hier lesen muss. Nur so habe ich dann vielleicht schon die wichtigsten Punkte wonach ich dann gezielt suchen kann um mich zu informieren.
    Es geht mir unter anderem darum, dass ich mir auch ein Bild davon machen möchte, wie empfindlich Frettchen generell sind. Beispielsweise waren wir mit Ratten immer Dauergast beim TA. Und weiterhin wirklich richtig Dauergast beim TA zu sein, wäre emotional schlecht zu verpacken.

    Liebe Grüße,
    Sternlein



  2. #2
    Kasary
    Hallo Sternlein...
    deine Frage lässt sich pauschal leider nicht so einfach beantworten, da die Gesundheit der Tiere extrem viel mit der Haltung und der Herkunft zu tun hat.
    Wenn man etwas als typische Frettchenerkrankung bezeichnen könnte, dann sind das wohl Nebennierenerkrankungen oder Insulinome. Tumore generell kommen häufiger vor, genauso wie auchmal Giardien oder Kokzidien, also Parasiten. Dauerranz wäre auchnoch ein wichtiges Schlagwort, wobei man das ja ganz leicht ausschließen kann.

    Ich finde es aber irgendwie ein bisschen unglücklich mit der Beurteilung der Krankheitsanfälligkeit zu beginnen. Natürlich kann ein Tier krank werden und natürlich ist das auch immer sehr hart für den Besitzer, aber es heißt ja nicht, dass alle Tiere deshalb nur eine geringe Lebensdauer haben. Aktuell hab ich hier 4 Frettis und der Älteste ist knapp 4 Jahre alt. Ausser einem Schnupfen im Winter habe ich bei ihm noch nichts behandeln müssen. Eine meiner ersten Fähen dagegen starb schon mit 1,5 Jahren an FIP. Das ist eigentlich eine Katzenkrankheit und sollte bei Frettchen nicht vorkommen. Wir vermuten aber eine Inzuchtlinie, denn sie war generell sehr eingeschränkt, blind und körperlich nicht so fit.

    Liebe Grüße

  3. #3
    Gypsy01
    Hallo
    Ich kann dir nur raten Frettchen für Dummies zu lesen,da steht wirklich alles drinn was man wissen sollte bevor man sich Frettchen anschafft.

  4. #4
    Sternlein
    Hallo,

    erst mal vielen Dank für die Antworten.
    Ich habe jetzt nicht ausschließlich mit der "Beurteilung" der Krankheitsanfälligkeit begonnen. Ich habe mich heute auch etwas in die Themen "allgemeine Haltung", "Ernährung", "Käfig" und "Verhalten" eingelesen. Bei diesen Themen finde ich mich direkt auch besser zurecht als bei dem Thema "Krankheiten".
    Für mich spielt es aber auch eine Rolle wie krankheitsanfällig Frettchen sind weil ich beispielsweise bei unseren Ratten Dauergast beim TA war/bin obwohl ich wirklich alles tat um sie möglichst gesund und "artgerecht" zu halten. Das zehrt sehr an der Psyche. Und da überlege ich mir natürlich vorher ob eine Tierart für uns geeignet wäre die eventuell trotz möglichst "artgerechter" Haltung sehr empfindlich ist.

    Mit der Haltung könnte ich gesundheitlich sicherlich viel beeinflussen. Mit der Herkunft jedoch wohl weniger, glaube ich. Wir nehmen nur Tiere vom Tierschutz und von Notfallstellen auf. Dies würden wir auch bei Frettchen so machen wollen. Ich weiß zwar gerade noch nicht ob es bei Frettchen auch so viele Notfalltiere gibt. Aber dies lässt sich ja ganz einfach über den örtlichen Tierschutz und weiteren Tierschutzorganisationen heraus finden, denke ich.

    Ich werde mich aber zuvor noch weiter belesen. Wir hatten schon mal Notfalltiere bekommen (auf Anfrage vom Tierschutz) wo ich mir erst etwas Wissen aneignen konnte als entsprechende Tiere da waren da diese dann unerwartet und eines gar mitten in der Nacht kam(en).
    Bei einer mir so "unbekannten" Tierart wie Frettchen, möchte ich lieber nichts überstürzen und definitiv zuvor möglichst viel "Wissen" haben.

    Deine Antwort, Kasary, hat mir schon etwas weiter geholfen. Ich danke Dir.

  5. #5
    Kasary
    Hallo Sternlein,
    das für euch nur Notfalltiere in Betracht kommen, finde ich wirklich toll! Du wirst erstaunt sein wieviele Abgabefrettchen es tatsächlich gibt. Die meisten Frettchenhilfen quillen 95% der Zeit einfach über und haben die unterschiedlichsten Tiere. Von jung bis alt und von top fit bis zum schweren Krankheitsfall. Natürlich hast du bei einem Abgabefrettchen noch weniger Information über etwaige Gendefekte oder schlummernde Krankheiten, wie bei einer seriösen Zucht, aber deine Beiträge machen den Eindruck, dass du dir dessen bewusst bist.

    Wie du an meiner Signatur sehen kannst, hab ich auchschon 4 Sternchen in 5 Jahren Frettchenhaltung. Und ich hab jedes Mal Rotz und Wasser geheult, wenn einer meiner Lieblinge von mir gegangen ist. Ich hab allerdings auch die meiste Zeit eine relativ große Frettchengruppe von 4-5 Tiere gehabt und damit ist die Sterblichkeitsrate nunmal auch größer.

    Trotzdem würde ich mir Frettchen jederzeit wieder anschaffen, einfach weil es ganz tolle Tiere sind.
    Und meine Frettchen kommen alle aus dem Tierschutz oder aus einer privaten Auffangstation. Allein das Wissen, dass man diesen Tiere nocheinmal ein schönes und liebevolles Zuhause bieten konnte, ist jeden einzelnen Verlust wert.

    Aber schau doch einfach mal hier im Gesundheitsbereich nach, worüber die User bisher geklagt haben. Ich denke da wirst du schnell einen Überblick darüber bekommen, was da auf die zukommen KANN. Ich persönlich kenne mich mit Ratten leider nicht aus, würde aber sagen, dass Frettchen rein vom Hören sagen etwas stabiler in ihrer Gesundheit sind.

    Liebe Grüße

  6. #6
    frettchentina
    Ich lade dich ganz herzlich auf meine HP ein: www.frettchentina.de. Dort findest du umfassende & detaillierte Runduminfos zu allen Themen.
    Als "gesundheitliche Schwachstelle" würde ich bei Frettchen ihr absolutes Fehlen von Instinkt bezgl. Gefahren nennen. Sie fressen wirklich ALLES, was auch nur im entfernstesten fressbar erscheint - man kann sich also keinesfalls drauf verlasen, daß sie giftige Pflanzen o.ä. liegen lassen! Ebenso haben sie auch (je nach Charakter) wenig Angst vor Hunden, Katzen, Höhe, bzw. dem Absturz aus ebendieser, oder davor, sich irgendwo einzuklemmen...
    Man muß das Frettchenrevier (Zimmer, Wohnung, Gehege, wasauchimmer) also zum Schutz der Tiere absolut sicher gestalten!
    LG Tina

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