Frei-Haltung



  1. #1
    Rea

    Frage Frei-Haltung


    Hallo zusammen (:

    ich hätte da mal eine Frage bezüglich der Vogelhaltung.

    wäre es theoretisch möglich, einen Vogel zu besitzen, dieser aber in der freien Natur leben würde?
    Ich habe nämlich einen Bericht gelesen, in denen es darum ging, dass ein Mann einen Raben besitzt und ihn regelmässig füttert...
    Aber der Vogel ist nicht in einem Käfig eingesperrt, sondern kann kommen und gehen wenn er will.

    ich traue der Sache nicht ganz über den Weg , darum wollte ich mal eure Meinung dazu sehen



  2. #2
    Canavar
    Hallo!

    So etwas in der Art hatten wir auch mal. Wir haben mehrere Dohlenjunge aufnehmen müssen und diese großgezogen. Später hatten wir sie im Garten in einer Voliere, bis sie Futterfest wurden und es so schien, dass wir sie auswildern konnten.

    Die Dohlen sind Anfang immer in der Nähe geblieben und sind zwischendurch vorbeigekommen um etwas zu trinken, oder sich noch ein bisschen Futter abzuholen. Irgendwann sind sie nur noch sehr selten und dann garnicht gekommen. Und eines der Tiere hat sich eine Elster als Partner ausgesucht

    Der Mann hat den Raben wahrscheinlich aufgenommen und dieser wurde dann auf ihn fehlgeprägt. Wir haben uns mit unseren nur zu den Futterzeiten "besucht" und da sie eben zu mehreren aufgewachsen war die Wahrscheinlichkeit einer Ernsten Fehlprägung gleich null(außer die Dohle die sich in die Elster verguckt hat...).
    Besonders die schlauen Rabenvögel neigen dann auf ein besonders menschen-fixiertes Verhalten.
    Bei einer Fehlprägung kann es dann passieren, dass die Vögel später irgendwelche Menschen angreifen und Städte richtig terrorisieren! Leider werden gerade Raben(ich denke "hatte" eine Rabenkrähe) werden gerne von Jägern geschossen

    Mit den Vögeln, die man als Haustier hält, halte ich das für gefährlich und auch nicht wirklich möglich. Außerdem kann es passieren, wie bei den Halsbandsittichen in Köln, dass die Vögel sich vermehren und in der Natur ansiedeln, und gerade neue Tier und Pflanzenarten können ganz schnell ein ganzes Jahrtausendealtes Ökosystem in kurzer Zeit zerstören(siehe Australien )

    Ich hab aber schon mal von Papageienhaltern gehört, die mit ihren Tieren nach langem Training dafür Freiflug in der Natur machen. Aber so etwas dauerhaft kann ich mir nicht vorstellen.

    Hoffe ich konnte ein bisschen weiterhelfen

  3. #3
    Micarusa
    Offtopic:

    Ich hab aber schon mal von Papageienhaltern gehört, die mit ihren Tieren nach langem Training dafür Freiflug in der Natur machen
    Das aber verboten ist (soweit ich weiß)

  4. #4
    Urizen
    Ob das möglich ist?
    Dauerhaft ganz klar: Nein.

    Du sprichst hier auf Corviden an, Kolkraben um genau zu sein.
    Kolkraben sind hochintelligente, hochsoziale und monogame Vögel.
    Man kann sie anfüttern, sodass sie über Jahre immer wieder den Garten aufsuchen- das ist möglich.

    Richtiger Freiflug ist nur mit einer sexuellen Fehlprägung machbar- und auch das nur zeitlich begrenzt, wie ich gleich noch erklären werde.
    Im Falle von Canavars Dohlen ist nur eine gewisse "futtergebundende" Fehlprägung entstanden, die sich ja auch nach eigenen Worten später wieder gelegt hat.
    Bei der sexuellen Fehlprägung in früher Aufzuchtsphase ohne Kontakt zu Artgenossen betrachtet ein Kolkrabe einen Menschen erst als Artgenossen und später als Partner.
    Das mag vielleicht so lange ganz witzig sein, wie der Rabe versucht seinen Menschen zu füttern, ihm die Wimpern putzt und ihm nicht mehr von der Seite weicht. Spätestens mit Eintritt der Geschlechtsreife und des Territorialverhaltens jedoch wird der Vogel Besuchern gegenüber aggressiv- er möchte Partner und Revier verteidigen-und zwar vor jedem, egal ob enges Familienmitglied oder Postbote.

    Ein Corvide, der so gehalten wird, ist schlichtweg gestört und es wird ihm niemals vergönnt sein ein normales Leben zu führen, auch nicht mit gut durchdachter Verwilderung und Resozialisierung mit Artgenossen.
    So ein Vogel ist für's Leben versaut und ich halte Menschen, die so etwas tun, für unverantwortlich und tierfeindlich.

    Zumal es auch schlichtweg nicht erlaubt ist einen gemeingefährlichen 60cm großen Singvogel auf die Menschen seiner Umgebung los zulassen.

  5. #5
    Fleckihund
    Ich habe mal ein Bericht von jemanden gelesen, der selbst zwei Papageien (oder so...) besaß, gelesen. Die hatten viel Freiflug in der Natur, lebten sozusagen dort wie die Wildvögel - nur gehörten sie beide ihm. Jeden Abend kamen sie immer wieder nach Hause (sozusagen Schlafplatz). Viel erinnere ich mich da nicht, nur dass der eine eines Tages verschwunden war und nie wiederkam. Den Bericht finde ich allerdings nicht mehr.

    Ich persönlich halte nichts davon.

  6. #6
    Rea
    Danke für eure Antworten!
    haben mir sehr geholfen

  • #
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