Rechtschreibung lernen



  1. #1
    Schattenseele

    Rechtschreibung lernen


    Hallo ihr lieben!
    Nach einer SternTV Sendung muss ich jetzt hier mal einen Thread erstellen.
    Es ging darum das Kinder in der Grundschule jetzt viel mit einer Anlauttabelle lernen und dadurch schwere Defizite entwickeln können was die Rechtschreibung betrifft.
    Mich würde interessieren ob jemand von euch damit Erfahrung hat?
    Und was ihr dazu sagt?
    Mich hat es ehrlich gesagt echt geschockt..

    Hier ist nochmal ein Bericht darüber..
    http://www.spiegel.de/schulspiegel/w...-a-906458.html

    LG
    Schatti



  2. #2
    Lisa&Lotta
    Den Bericht habe ich auch gesehen, kann mir garnicht vorstellen wie das klappen soll?!

  3. #3
    willi79
    Huhu,
    also bei uns lernen Die Kinder auch über die Anlauttabelle . Ich finde das klappt ganz gut. Und ich glaube dass die Kinder schneller lesen lernen,als
    Wir früher.

    Meine Große ist relativ gut in Deutsch- allerdings hab ich ihre Rechtschreibfehler verbessert, bzw ihr gesagt das das Wort anders geschrieben wird.
    Der Kleine ist ja im Sommer erst in die Schule gekommen, aber da werd ich es nicht anders machen.

    er auch schon einzelne Wörter lesen und schreiben.

  4. #4
    Schattenseele
    Ich finde das schlimm..
    Das Kind lernt durch eine Schlange, wie das SCH gesprochen wird.
    Und dann schreiben sie schpielen, weil spielen ja auch mit SCH anfängt (gesprochen)
    Gruselig.

  5. #5
    Smoothie
    Ich finde dieses System irgendwie nicht nachvollziehbar. Zuerst falsch lernen und in der dritten dafür Rüffel bekommen? Ich hab es noch ganz normal beigebracht bekommen. Zwar bin ich nicht das Genie in Rechtschreibung, dass hat aber weniger mit dem System wie mit Lehrern Zutun die für jeden Fehler fast nen Herzanfall beim brüllen bekamen.

    Ich denke es es ist wie der Bericht sagt; es ist unheimlich schwer es erst falsch zu lernen und dann Umdenken zu müssen.

  6. #6
    Lisa&Lotta
    Ja, da graust es mir auch vor... erst lernt man wie es "falsch" geschrieben wird - prägt sich alles schön ein und dann soll man nochmal von vorne anfangen.

  7. #7
    Schattenseele
    Eben, das dachte ich auch.
    Sie lernen alle falsch um auf ein Level zu kommen und dann muss man das wieder ausbügeln?
    Oder wie soll ich das verstehen?
    Ich hab auch nach der alten Methode gelernt und bisher sind ja auch alle ganz gut damit gefahren..

  8. #8
    guusama
    Oh Gott, schreib, wie du spricht? Ich find das furchtbar. Ich hab als Kind gelispelt und selbst heute fällt es mir immer noch unheimlich schwer bei gleich klingenden Buchstaben die Wörter richtig zu schreiben. Ich muss im warsten Sinne des Wortes manche deutsche Worte lernen wie ein Ausländer, weil ich einfach den Unterschied nicht höre und das ist schon für mich als Erwachsener stellenweise frustrierend (da einfach zu sehr falsch eingeprägt). Kirsch und Kirche kann ich gar nicht unterschiedlich aussprechen, ich muss jedesmal aktiv nachdenken, welches Version jetzt gebraucht wird. Wenn ich mir jetzt vorstelle, die Kinder lernen erst mal schön die Wörter falsch und dann sollen die das alles Mühsam wieder umlernen? Ich lern doch auch keine Fremdsprache total falsch und verbring dann wieder Zeit damit meine antrainierten Fehler aus dem Gehirn zu verbannen....

  9. #9
    Pewee
    Ich hatte den Bericht auch gesehen und war erschrocken. Vor allem als ich die Abschlussarbeiten von angehenden Lehrern gesehen hab Die sollen mal meine Kinder unterrichten. Na Prost

    Die Talkrunde fand ich allerdings etwas sehr unsauber. Die Lehrerin fand ich zwar total unsympathisch, aber es war auch nicht gerade fair, sie gegen 3 Typen antreten zu lassen, die eindeutig gegen dieses Lese- und Schreibsystem waren. Klar, ist man dann automatisch auf der Seite der Gegner dieser Methode.

    Ich halte es für zu einfach, das alles auf die Grundschule zu schieben. Zwar sehe ich es auch so, dass das nicht allein Aufgabe der Eltern sein sollte, aber wer im Studium noch 15 Fehler +/- pro Seite (!!) in seinen Abschlussarbeiten macht, der ist für mich einfach selbst dran schuld. Viele sind einfach auch nur super faul, leben von SMS und Twitternachrichten und wundern sich, dass sie keine schöne und korrekte Schreibe haben. Ich hatte früher auch eine richtig miese Schreibe (dank ICQ usw.) und mir wars dann nur noch peinlich, als meine Texte korrekturgelesen wurden. Danach hab ich mich rangesetzt und seitdem läufts auch.
    Es ist immer super einfach, sowas auf Uni und Schule zu schieben, aber man muss nicht viel tun, um die groben Regeln zu kennen und halbwegs anständige Sätze mit Sinn zu schreiben.

    "Schpielen" fand ich übrigens nicht einmal so schlimm. Das find ich sogar in den Augen eines Grundschülers noch nachvollziehbar mit oder ohne dieser Tabelle. Ich hab früher auch eher "lihbe Mama" statt "liebe Mama" geschrieben. Fand ich sinnvoller^^ Was gar nicht ging war "Fatatak". Sollte ursprünglich "Vatertag" bedeuten. Oder "Fösch" statt "Fisch".

  10. #10
    Infano
    Für mich gerät diese Methode einfach schon an die Grenzen, sobald da ein Dialekt im Spiel ist, der nun nicht so viel mit dem Hochdeutschen gemein hat. Ich meine, ich kann da 1000mal "Örflsoloud" hinschreiben, es wird doch kein Mensch verstehen dass ich Kartoffelsalat meine...

    Und natürlich kann man nicht alles auf die Schule schieben. Aber eben doch einen gewissen Teil. Als ich noch bei einem Kind babysittete, der auf die Waldorf-Grundschule ging war ich entsetzt, wie wenig der lesen oder schreiben musste. Die hatten einfach für alles Arbeitshefte wo man immer mal ein einzelnes Wort hinschreiben musste, der Hauptteil war aber anmalen oder unterstreichen. Das geht einfach nicht. Klar, dass der dann seinen Legastheniker-Schein bekommen hat ^^
    Das Wichtigste beim Lesen und Schreiben lernen ist eben, dass man liest und schreibt. Und das bitte korrekt, so schwierig ist das in 90% der Fälle nun auch nicht.

    Den Ansatz, nicht nur auf den Fehlern der Schüler rumzureiten, finde ich aber schon gut.

  11. #11
    seven
    Oh, Leute, jetzt aber mal ganz langsam, ja?

    Hat irgendwer von Euch jemals mit der Anlauttabelle unterrichtet?
    Nein?
    Also.

    Ich war am Anfang auch skeptisch, weil ich auch dachte, das kann ja nix geben, wenn sie so schreiben, wie sie lustig sind.
    Aber: Das System funktioniert tatsächlich. Ich unterrichte seit 1999 - immer mit Anlauttabelle.

    Und es ist keinesfalls so, dass die Kinder es erst "falsch lernen" und hinterher dafür eins auf den Deckel bekommen. Im Gegenteil.
    Natürlich schreiben sie erst so, wie sie hören.

    Sie schreiben z. B. ganz am Anfang: "KTFL" - das sind halt die Laute, die sie gehört haben.
    Danach schreiben sie dann: "KATOFL" , dann "KATOFEL" - dann "KARTOFEL" - und damit sind sie schon fast perfekt.
    Warum man "Kartoffel" mit 2 f schreibt, lernen sie im 2. Schuljahr.
    Im ersten Schuljahr geht´s wirklich erstmal darum, die Laute zu den Buchstaben zu sortieren - und wenn dann ein Kind schreibt: "Ich hap gestan mit mainem froint fusbal geschpilt" - dann sieht das auf den ersten Blick wirklich grausam aus - aber das ist dann einfach so - und es zeigt, dass das Kind die Beziehung Laut-Buchstabe begriffen hat und in der Lage ist, die gehörten Laute in Buchstaben und Wörter umzusetzen....
    Im zweiten Schuljahr geht´s dann an die Feinheiten - was sind Namenwörter, was sind Tuwörter, was sind Wiewörter. Welche Wörter werden groß geschrieben....
    Wie erkenne ich, dass man "Bild" mit "d" am Ende schreibt, wo man doch "t" hört - eben durch die Verlängerungsregel - bei "Bilder" hört man es.... Oder warum schreibt man Zäune mit "äu" und nicht mit "eu" - eben genau, weil es sich von Zaun ableitet.... usw. usf...
    Diese Regeln werden dann Schritt für Schritt eingeführt (nach kurzem Vokal ein Doppelkonsonant usw....) Und das funktioniert.
    Bei den einen besser, bei den anderen schlechter, aber das war früher auch nicht anders.
    Von meinen Zweitklässlern erwarte ich derzeit, dass sie fehlerfrei ABschreiben - denn hingucken kann jeder. Wenn sie eigene Texte schreiben, achte ich inzwischen darauf, dass sie Namenwörter groß schreiben (wir haben episch breit behandelt, was Namenwörter sind und woran man sie erkennt), und dass sie eben nicht mehr "schtehen" sondern "stehen" und nicht "schpielen" sondern "spielen" schreiben - (wobei das "ie" noch ´ne zusätzliche Hürde ist ) - eben weil wir die Regel kennen gelernt haben, dass es kein "schp" und kein "scht" gibt, sondern dass das eben, wenn man das so hört "sp" und "st" geschrieben wird.

    Und das Gerücht, dass sich falsche Schreibung einprägt und die Kinder später umlernen müssen, hält sich leider auch noch hartnäckig - dem ist nicht so. Ein Kind kann in ein und demselben Text mindestens 10 verschiedene Schreibweisen des Wortes "Fahrrad" verwenden - es prägt sich keine davon ein, es lautiert halt jedes Mal neu und kommt jedes Mal zu einem anderen Ergebnis.
    Wenn es später gelernt (und begriffen) hat, dass
    1) Fahrrad ein Namenwort ist und deshalb groß geschrieben wird
    2) FaHrrad ein Dehnungs-H hat, weil es ein langer Vokal davor ist
    3) FahRRad mit 2 R geschrieben wird, weil es ein zusammengesetztes Namenwort ist
    4) FahrraD am Ende mit D geschrieben wird, weil der Plural "Fahrräder" lautet - DANN kann es unter Einhaltung der erlernten Rechtschreibregeln das Wort auch richtig schreiben.

    Früher war es so, dass einem die Wörter einfach erstmal eingebläut wurden - man hatte sie so zu schreiben, man hatte aber keinen blassen Schimmer, warum man das so tun musste... Das war reines Auswendiglernen, und der eine konnte sowas eben besser, der andere schlechter...

    Bevor Ihr hier also irgendwas verteufelt, guckt Euch erstens Eure eigene Rechtschreibung an und dann die, die insgesamt so in Foren und sonstigen Portalen herrscht - und dann werft ruhig weiter Steine auf die Lehrer, denn die tragen eh für alles die Schuld...

    Kopfschüttelnde Grüße,
    seven

    edit: Übrigens haben sich das Ganze nicht die bösen Lehrer ausgedacht, sondern man kann es in den Richtlinien und Lehrplänen nachlesen (zumindest für NRW)....

  12. #12
    McLeodsDaughters
    Ich hab das auch gesehen.

    Besonders schlimm fand ich auch eher die Arbeiten der angehenden Lehrer... Das man bei manchen Wörtern vll. überlegen muss, auch als Erwachsener ok. Aber die einfachsten Sachen sollten doch machbar sein.

    Es gibt ja schon Schreibweisen, die noch ok sind. Aber manches...

    Die meisten von uns werden doch sogar noch die alte Rechtschreibung gelernt haben?! Zumindest ich gehöre noch dazu. Und wir haben es doch auch gebacken bekommen, die Wörter eben zu lernen, wie sie dann neu geschrieben werden. Dass das die alten Leute nicht hinbekommen ist ja was anderes (meine Oma schreibt halt so, wie sie es gelernt hat).

  13. #13
    Pewee
    Die meisten von uns werden doch sogar noch die alte Rechtschreibung gelernt haben?!
    Lustigerweise hat mir meine Mutter heute noch einen Zettel in die Hand gedrückt, den ich abtippseln sollte, auf dem tatsächlich "..., daß" stand. Weiß gar nicht, wann ich das letzte mal "dass" mit "ß" gesehen habe

    Das Problem haben übrigens nicht nur Kinder und Absolventen. Habt ihr euch mal eure Lieblingsblogs oder Websites angesehen und gesehen, wie viele Fehler da sind? Ich rege mich heute noch über vermeintliche Redakteure mit 15 Jahren Berufserfahrung auf, die "seid" und "seit" nicht unterscheiden können, geschweigedenn "dass" und "das"... und das von Menschen, deren Schreibe das Brot nach Hause bringt

  14. #14
    McLeodsDaughters
    Meine Mutter fragt mich auch schon mal " Schreibt man das jetzt zusammen oder auseinander".

    Versteckter Text: Anzeigen
    Was schreibt man eig. noch mit "ß"

  15. #15
    simone
    Zitat Zitat von McLeodsDaughters Beitrag anzeigen
    Versteckter Text: Anzeigen
    Was schreibt man eig. noch mit "ß"
    Versteckter Text: Anzeigen
    Laut meiner jungen studierten Kollegin "Schlüßel" .

  16. #16
    Pewee
    Offtopic:

    Eine genaue Regel kenne ich nicht, aber "ß" folgt meistens auf einen langgezogenen Vokal bzw. "ie". Wie "schließlich". Bei einem kurzen Vokal schreibt man eher "ss" wie "schluss"

  17. #17
    McLeodsDaughters
    Versteckter Text: Anzeigen
    Stimmt. "schließlich", Aber sonst...

  18. #18
    Casimir
    Huhu!

    Straße schreibt man noch mit ß. Wobei ich neuerdings auch nicht mehr mitkomme, was jetzt aktuell wie geschrieben wird. Ich schreibe es so, wie ich es gelernt habe. Was ich allerdings gar nicht leiden kann, sind die Fehler bei "dass" und "das". Das sieht doch schon extrem falsch aus, wenn man es falsch nutzt! Oder "seid" und "seit"- genauso schlimm.
    Zu der neuen Regelung kann ich leider gar nichts sagen. Ich hab keine Ahnung mehr, wie wir das damals gelernt haben. Oder wie mein Bruder das vor ein paar Jahren gemacht hat

    Meiner Meinung nach hilft es bei der Rechtschreibung immernoch enorm viel, wenn man viel liest. Und damit meine ich nicht Comics, Blogs oder in Foren- sondern richtige Bücher. Damit bekommt man ein Gefühl für Wörter, Zeichensetzung und Ausdruck und hat es später dann auch leichter, größere Texte zu schreiben.

  19. #19
    simone
    Zitat Zitat von McLeodsDaughters Beitrag anzeigen
    Versteckter Text: Anzeigen
    Stimmt. "schließlich", Aber sonst...
    Vielleicht hilft es ja:

    http://www.dasinternet.net/liste_scharfes_s.php

  20. #20
    Kendra
    sind die Fehler bei "dass" und "das"
    Was ich nie lernen werde....:/

  21. #21
    Pewee
    Straße schreibt man noch mit ß.
    Macht Sinn, finde ich. Man sagt ja Straaaße und nicht Strasse mit kurzem A wie bei "an". In der Uni hatte ich Phonetik-Kurse, die haben mir ziemlich gut geholfen, was sowas angeht. Da hab ich auch die IPA gelernt, bei der auch gut erklärt wird, wann man was nimmt. Hilft enorm. Ist aber natürlich noch nichts für Grundschulkinder. Mein Freund hat das in groben Zügen nachher im Englischunterricht auf dem Gymi gelernt.


    Kendra: "das" kann man meist mit einem "welches" ersetzen. Daran kann man sich anfangs orientieren. Sowas wie "Das Tier, das den Apfel frisst" - "Das Tier, welches den Apfel frisst". Klingt natürlich sau doof, ist aber prinzipiell so inhaltlich ersetzbar, was bei "dass" nicht geht: "Ich sagte, dass ich kommen werde" - "Ich sagte, welches ich kommen werde".

  22. #22
    seven
    Also die Regel zum "ss" und "ß" ist nun wirklich so ziemlich die logischste, die man mit der Rechtschreibreform eingeführt hat

    Nach kurzem Vokal steht grundsätzlich "ss" (wo früher "ß" stand) - also z. B. Fass, Kuss, Nuss, muss, isst,....
    Nach langem Vokal und Umlauten und ie steht "ß" - also fließen, Füße, Fuß, grüßen...

    Und das mit dem "dass"/"das" ist eigentlich auch einfach, wenn man die Regeln kennt und sich beim Schreiben ein wenig Mühe gibt...

    "dass" steht immer dann, wenn man "das" nicht durch "dieses, jenes, welches" ersetzen kann.
    Das war schon so, als man "dass" noch "daß" schrieb...

    Das Haus, das ich mir angeschaut habe.
    Hier könnte ich auch sagen: Das Haus, welches ich mir angeschaut habe.
    Oder: Das Haus da drüben, das finde ich toll.
    Hier könnte ich auch sagen: Das Haus da drüben, jenes finde ich toll.
    Oder: Das Haus da, das möchte ich mir kaufen.
    Hier könnte ich auch sagen: Das Haus da, dieses möchte ich mir kaufen.

    Und bei allem, wo es ums Wünschen/Wollen geht - kann ich das nicht ersetzen - z. B.: "Ich möchte, dass...." Ich wünsche mir, dass....", Ich hoffe, dass...." , Ich denke, dass...." usw....
    (Es sei denn wiederum, ich möchte sagen: "Ich denke, das Haus will ich mir kaufen." - Denn dann könnte ich auch wieder sagen: "Ich denke, dieses/jenes Haus will ich mir kaufen." )

    Eigentlich nicht schwer.... finde ich....
    LG, seven

    (Püwüü war schneller, aber ich war ausführlicher )

  23. #23
    Kendra
    Kendra: "das" kann man meist mit einem "welches" ersetzen. Daran kann man sich anfangs orientieren. Sowas wie "Das Tier, das den Apfel frisst" - "Das Tier, welches den Apfel frisst". Klingt natürlich sau doof, ist aber prinzipiell so inhaltlich ersetzbar, was bei "dass" nicht geht: "Ich sagte, dass ich kommen werde" - "Ich sagte, welches ich kommen werde".
    Hätte ich wohl mal irgendwann gelernt. Mal gucken ob ich es künftig besser umgesetzt bekomme.

  24. #24
    Pewee
    Bei Seven wars pädagogisch wertvoll, bei mir hatte es Crashkurs-Stil

  25. #25
    Casimir
    Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mir diese "dass" Regel auch erst im Deutsch Leistungskurs eingeprügelt habe, nachdem meine Tutorin mir das in den Klausuren ständig angestrichen hat- irgendwann wars dann doch peinlich

  26. #26
    Nienor
    Also die Regel zum "ss" und "ß" ist nun wirklich so ziemlich die logischste, die man mit der Rechtschreibreform eingeführt hat
    Noch logischer wäre es gewesen, es wie die Schweizer abzuschaffen
    SZ-Regeln kenn ich gar nicht mehr, ich schreib auch kein SZ mehr, denn auf meiner Tastatur hat es keines mehr

    Die ganzen Rechtschreibreformen haben mich aber auch enorm irritiert vermutlich hab ich meine echten Defizite in der Getrennt-/Zusammenschreibung. Eben weil ich optisch schreibe und es optisch passt.

    Ich bin aber mal gespannt, wie meine Nicht, die nächstes Jahr eingeschult wird, sich beim Schreiben macht.

    Klar, wenn man es anders herum lernt - eben über die Regeln, kann das Vorteile haben. Von den Regeln habe ich aber keinen blassen Schimmer *schulterzuck* vermutlich hat man uns die nie beigebracht.
    Aber gibt es jetzt schon Schulabgänger, mit mit Anlauttabelle schreiben gelernt haben ? Kennen die die Regeln noch ?

    Ich schreibe ja aus dem Gedächtnis. Wenn ein Wort komisch für mich ausschaut, dann schau ich nach, obs auch korrekt geschrieben ist.
    Dazu gehört aber dann eben auch, dass man viel viel liest, damit man die Worte auch oft genug gesehen hat.

    Wie ist das denn bei den Kleinen ? Lesen sie viel ? Können die "spielen" mit "schpilen" assoziieren ? Oder gibt es Probleme ?
    Gibt es die gute alte Fibel mit den Bildchen im Text noch ?

  27. #27
    Casimir
    Zitat Zitat von Nienor Beitrag anzeigen
    Gibt es die gute alte Fibel mit den Bildchen im Text noch ?
    Mit der haben wir noch gelernt, mein Bruder glaub ich auch noch. Wenn ich mir das heute anschaue, kapier ich gar nicht, mit welchem Wort genau ich jetzt das Bild ersetzen soll

    Das mit dem "sieht blöd aus" mache ich in Englisch immer so. Da gehe ich auch meistens danach, was richtig klingt und was nicht. Die ganzen Regeln dazu konnte ich mir nie merken- mich braucht auch keiner zu deutschen Grammatikregeln befragen, da steig ich in der Theorie nicht durch.

  28. #28
    seven
    Nee, das "ß" ganz abzuschaffen, hätte ich auch irgendwie doof gefunden....
    Wie war das noch mit den "Massen" und den "Maßen"?
    Ich finde, das erleichtert das Lesen doch schon ungemein

    Und ja, es gibt durchaus schon Schulabgänger, die mit Anlauttabelle schreiben gelernt haben - wie gesagt, ich hab´ mein Referendariat 1999 angefangen - das ist jetzt 14, fast 15 Jahre her - aber ich hab´ nicht nur mit Erstklässlern gearbeitet, sondern auch mit Viertklässlern, die ebenfalls mit Anlauttabelle gelernt hatten. Und die sind nun definitiv mindestens 18 Jahre alt und waren sicher nicht die ersten, die so angefangen haben zu lernen Und außerdem sind sie ja nicht ohne Rechtschreibregeln groß geworden - die wurden und werden ja parallel auch nach und nach vermittelt...

    Ich selber hatte übrigens auch nie Ahnung von Rechtschreibregeln - ich hab´ den Luxus, dass ich ein Wort einmal lese und dann weiß, wie es geschrieben wird - selbst bei komplizierteren Wörtern.... Viele Regeln hab´ ich bewusst wirklich erst während des Unterrichtens gelernt - weil ich es den Kiddies ja beibringen musste.... Und es gibt bis heute Regeln, die mir so gar nicht wirklich bewusst sind...
    (Ich hab´ z. B. in der Schule nie gelernt, dass nach einem kurzen Vokal maximal zwei Konsonanten stehen können - also entweder ein Doppelkonsonant ("essen") oder zwei verschiedene Konsonanten ("Ast", "Mist"...)
    Ausnahmen sind dann wieder diese Dinge wie "isst" - weil´s eben von "essen" kommt....
    Ich hab´s immer intuitiv richtig gemacht, die Regeln waren tatsächlich völliges Neuland für mich (weil sie mich zu meiner Schulzeit nie interessiert haben).... aber wenn man eben nicht so sicher ist, dann können sie eine große Hilfe sein - und überwiegend sind sie auch tatsächlich logisch - Ausnahmen gibt es eben immer und überall...
    Z. B. die ganzen Wörter, die man mit "V" am Anfang schreibt - wenn es nicht gerade welche sind, die als Vorsilbe "Vor" oder "Ver" haben - dann muss man sich die eben einfach merken....

    LG, seven

    edit: Ach so - ja klar gibt´s die Fibel noch. Nicht mehr so wie damals "Uli, der Fehlerteufel" - weil man eben davon weg ist, die Fehler zu verteufeln, sondern sie als Schritt im Lernprozess sieht - aber es gibt sie noch
    Und leider lesen die Kiddies von heute nicht mehr viel - WII, X-Box, Playsi und was es alles gibt ist viiiieeeel spannender....

    Und das Verfahren mit der Anlauttabelle heißt nicht umsonst "Lesen durch Schreiben" - d. h., sie lernen im Prinzip erst schreiben, können aber nicht lesen, was sie geschrieben haben - weil sie ja in der Anlauttabelle immer das Zeichen suchen, das zum Laut passt - wenn sie´s dann lesen wollten, müssten sie das Ganze rückwärts machen.
    Ihr könnt´s ja mal ausprobieren, ich such da gleich mal was raus, mit dem ich das für die Eltern auf dem Elternabend immer verständlich mache

    Aber: Wenn der Knoten einmal geplatzt ist (und durch das ständige Suchen auf der Tabelle prägen sich die Buchstaben irgendwann ein - bei manchen schon nach 2, 3 Wochen, bei anderen eben erst später....) - dann können sie plötzlich auch lesen. Das geht dann wirklich Schlag auf Schlag....

    Noch´n edit: Hier ist ein Beispiel für eine solche "Erwachsenen-Anlauttabelle": http://www.google.de/imgres?client=f...9,r:0,s:0,i:82

  29. #29
    MilkyWay04
    Also ich meine, ich habe es damals auch so gelernt. (Grundschule 1995-1999) Ich hatte auch ziemliche Probleme mit der Rechtschreibung in der 5&6 Klasse. Aber mittlerweile meine ich, dass man mein Geschriebenes (zumindest von der Rechtschreibung her ) versteht ^^

    Ich meine mich daran erinnern zu können, dass wir deshalb schreiben sollten wie wir es gehört haben um generell ans Schreiben zu kommen. Viele Kinder tun sich damit wohl schwer. KA bin ja kein Lehrer ^^
    Aber es kam mit der Zeit. Ob es nun am Bücher/Comics/Zeitschriften lesen kam oder durchs viele Chatten später.
    Und es war auch nicht so, dass wir komplett im Dunklen stehen gelassen worden sind. Diktate etc. wurden immer und immer wieder vorher geübt und dann die Fehler auch angestrichen. Und wenn wir so in Hausaufgaben was falsch gemacht hatten (oder auch bei anderen Aufgaben) wurde es angestrichen. Aber nicht wirklich schlechter bewertet deswegen. Dass kam dann ab der 5. Klasse erst.

  30. #30
    seven
    Zitat Zitat von MilkyWay04 Beitrag anzeigen
    Ich meine mich daran erinnern zu können, dass wir deshalb schreiben sollten wie wir es gehört haben um generell ans Schreiben zu kommen. Viele Kinder tun sich damit wohl schwer. KA bin ja kein Lehrer ^^
    Aber es kam mit der Zeit.
    Genau so ist es.
    Aber viele Kinder tun/taten sich genauso schwer, gleich von Anfang an Wörter rechtschriftlich "auswendig" zu lernen.
    Da fällt mir das Beispiel aus der Berufsschule ein (ja, vor meinem Studium hab´ ich ´ne Banklehre gemacht).
    Da gab´s dann eben auch das Fach "Buchführung".
    Unser Lehrer hat von Anfang an gesagt: "Leute, es hilft euch nix, die Buchungssätze auswendig zu lernen, ihr müsst sie verstehen."
    Und genau so war es.
    So, wie man Wörter "auswendig lernen" kann, so kann man es natürlich auch mit Buchungssätzen.
    Aber irgendwann wurde die Menge an Buchungssätzen so überwältigend groß, dass diejenigen, die gemeint hatten, sie könnten es trotzdem mit Auswendiglernen probieren, hoffnungslos gescheitert sind, weil sie nur noch Bahnhof verstanden.
    Hatte man jedoch die Regeln begriffen, die hinter den Buchungssätzen standen, konnte man sich das Ganze wunderbar herleiten, auch als es dann später komplizierter wurde...
    Daher halte ich es für sinnvoller, die Kinder nach und nach mit den Regeln vertraut zu machen, als ihnen von vornherein die Rechtschreibung einzupauken und alles rot anzustreichen, was sie dann doch noch falsch geschrieben haben, weil sie eben gar nicht wussten, warum man es so schreibt....
    (Zurück zum Beispiel mit den Doppelkonsonanten nach kurzem Vokal: Wenn ich das einmal drin habe, dann weiß ich, dass ich "Hammer" mit 2 m und "Schlitten" mit 2 t usw. zu schreiben habe. WENN ich die Regel kenne und sie mir gemerkt habe. Kenne ich sie nicht - joar, dann viel Spaß beim Auswendiglernen sämtlicher Wörter, die einen Doppelkonsonanten haben....)

    Ich denke schon, dass man einen gesunden Mittelweg finden muss - und ich finde, der ist mit der Anlauttabelle durchaus gegeben. Ich hab´s immer so gehalten, dass wir freies Schreiben mit der Anlauttabelle praktiziert haben und parallel dazu trotzdem jede Woche (ca.) einen neuen Buchstaben ganz bewusst kennen gelernt haben und mit den auf diese Weise gelernten Buchstaben dann auch lesen geübt haben.... ich bin damit immer gut gefahren...

    LG, seven

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