Außenvoliere besatzung und Pflanzen



  1. #1
    ben.zin

    Außenvoliere besatzung und Pflanzen


    Abend....

    ich möchte mir demnächst eine Außenvoliere bauen. Die Voliere soll 6x4m groß sein, eventuell auch größer. Dazu ein Stall von 3x2m der in der volier ist.

    Möchte eine Mischbesatzung und hab an folgende Vögel gedacht:


    Kanarievögel
    Diamantenfinken
    Zebrafinken
    Schmetterlingsfinken
    Diamantentäubchen
    Japanische Mövchen

    Als Bodentiere möchte ich ein paar Wachteln oder Zwergwachteln, welche passen besser?

    Kann ich diese so zusammenhalten, wenn nicht welche passen nicht da rein?

    rauche ich für einen der Vögel eine Zuchtgenehmigung?


    Natürlich soll die Voliere nicht ganz kahl sein, sondern muss auch etwas Bewachsen sein. Welche Sträucher, Büsche oder kleine Bäume kann ich reinpflanzen die den Vögel nicht schaden?
    Ist Rasen gut oder wird das zu schnell abgefressen? Oder besser Kies/Rindenmulch?

    Wie kann man die Voliere noch verschönern, Teich, Bachlauf, was meint ihr?

    Wie kann ich die Vögel vor Marder/Waschbären/Fuchs etc schützen ohne diese ständig jede Nacht im Stall einzusperren, da Wiesen/Felder und Wald gleich in der Nähe sind?

    Mit einigen Vögel habe ich schon einige Jahre erfahrung


    Für Anworten und Tipps bin ich dankbar



  2. #2
    Farlo
    Hallo,

    eine "bunte" Vergesellschaftung ist immer so eine Sache, vor allem, wenn die Vögel aus verschiedenen Habitaten stammen und verschiedene Futteransprüche haben.

    Diamantfinken würde ich gar nicht vergesellschaften, die können ganz schön zickig sein. Zebrafinken und Mövchen gehen zusammen, auch die Diamanttäubchen. Kanarien würde ich nicht dazu nehmen, deren Futtersaaten sind zu fett/ölhaltig für die die anderen. Mit Schmetterlingsfinken kenne ich mich nicht aus.

    Zwergwachteln(werden monogam gehalten, immer nur ein Hahn, eine Henne) als Bodenbesatz geht, Legewachteln würde ich nicht dazu empfehlen, die bekommen zu proteinhaltiges Futter, was die Finken in Dauerbrutstimmung bringen würde. Ausserdem müffeln sie mehr, auch wenn man sie noch so sauber hält.
    Für Zwergwachteln muss der Boden gut und dicht bewachsen sein. Viele Wildgräser, kleine Büsche.... ein richtiges Dickicht.

    Als Bepflanzung eignen sich alle Obstbaumarten, Beerensträucher, Weiden, Hasel, sowie Zier- und Wildgräser, Binse, Schilf und Seggen uvm. Einige blühende Staudenarten (müsste ich erst raussuchen, welche)

    Zuchtgenehmigung brauchst du für keine der genannten Arten.

    Auf einen Teich oder Bachlauf würde ich verzichten, wenn Wachteln einziehen. Haben die mal Küken, ertrinken die Winzlinge schnell. Mir ist mal ein Küken in einem kleinen Schraubglasdeckel ertrunken- Wasserstand nur wenige mm Nimm lieber ein Vogelbad oder eine flache Schale, die du notfalls entfernen kannst. Hygienischer sind Stülptränken.

    Wenn du ländlich wohnst, muss die Voliere nach mehreren Seiten gesichert werden: rundum Doppelverdrahtung gegen Greifvögel, Katzen, Marder usw.

    Ein Rahmenfundament von 50 bis 80cm Tiefe(das schützt schon mal), darauf wird dann die Voliere gesetzt, im Volierenbereich hebst du eine gute Schicht Erde aus, verlegst Drahtgitter mit max. 12mm Maschenweite(das ist ein weiterer Schutz) und füllst wieder mit Erde auf. So kannst du bepflanzen, aber von unten kann sich niemand mehr durchbuddeln. Ein Mäuschen würde den Vögeln zwar nichts tun, aber durch ihre Gänge kann ein Mauswiesel folgen.

    Zur Gestaltung kannst du neben der Bepflanzung große und kleinere Steine, knorrige Äste, Baumstuppen, verrottende Baumwurzeln nehmen.

    Meine Voli vor fünf Jahren, da war es noch ziemlich kahl.









    Inzwischen ist am Boden alles zugewachsen, was die Zwergwachteln genießen





  3. #3
    karl-käfer
    Schöne Bilder von einer tollen Anlage. Welche Vogelarten wohnen außer den Wachteln noch dort?

  4. #4
    Farlo
    Danke Karl,

    inzwischen sieht es ganz anders aus. Neben bzw.über den Zwergwachteln leben Zebrafinken. Und ganz neu, weitere Australier: Wellensittiche.

    Hier ein Abgabepaar, beim Eingewöhnen



    Ich hatte erst Bedenken, weil man eigentlich keine Krumm- und Spitzschnäbel zusammen hält. Aber der eine Welli ist flugunfähig und die Zebrafinken zu schnell und wendig für den anderen Welli. Wie sich inzwischen gezeigt hat, haben beide Arten kein Interesse an einander, lassen sich in Ruhe und teilen auch die Äste.

    Für den flugunfähigen Welli musste ich viele zusätzliche Äste zum Klettern anbringen, dass er überall hin kann.



    Das ist eventuell auch noch was für den TE:
    Wie man sieht, ist ein Teil der AV mit Doppelstegplatten als Windschutz versehen. Im Winter wird der ganze Aussenbereich damit verkleidet, ausserdem gibt es dann Dunkelstrahler zum Aufwärmen im Aussenbereich, und im Schutzhaus gibt es dann eine Kükenwärmeplatte, falls die Wachteln sich mal wärmen wollen und einen Ölradiator für den restlichen Raum.... wegen der Wellis mussten die Kabel und Geräte nun schnabelsicher gemacht werden.

    Am Boden gibt es Steinhaufen und dickere Äste, sonst ist alles zugewachsen, nur eine Stelle von knapp 2m² ist frei für Sandbad, Wasserbad, Futternapf.

    Die Gräser haben im Winter gelitten, werden aber schon langsam wieder grün Die beiden Zwerge stört's nicht

    Wildgräser halten übrigens nicht bei Finken und Zwergwachteln, die werden sofort gefressen. Ziergräser mögen sie dagegen nicht, sind zu hart.



  5. #5
    Laura
    Wow, wirklich eine schöne Voliere!

    Was hat der Spaß insgesamt gekostet?

  6. #6
    Farlo
    Zitat Zitat von Laura Beitrag anzeigen
    Wow, wirklich eine schöne Voliere!

    Was hat der Spaß insgesamt gekostet?

    puhhh, das kann ich nicht genau sagen. Es ist ja nicht nur mit der Voliere getan. Zunächst hatte ich zwei junge Burschen mit den Erdarbeiten beauftragt, sie haben den Graben für das Rahmenfundament gebuddelt und dann auch gegossen. Da waren für Zement, Stahlgitter und Lohn schon die ersten Hunderter weg

    Voliere, techn. Zeug(Stromanschluss, dann die Heizgeräte), Isolierung Schutzhaus, Doppelstegplatten...der Gärtner hat ein paar Euronen für Bäumchen und Gräser bekommen.... ich denke, da kamen 2 bis 2,5 Tausender zusammen. Von laufenden Stromkosten reden wir mal lieber nicht.

    Das hätte mich auch ein Urlaub gekostet. Den hab ich nun jeden Tag ein paar- mehr oder weniger- Stunden

    ok, wir kommen etwas vom Thema ab. Aber der TE kann vllt. die eine oder andere Anregung noch mitnehmen. Wenn er sich denn noch mal blicken lässt

    Grad fällt mir noch was wichtiges ein: das Schutzhaus sollte unbedingt hell sein, große Fenster plus einen Strahler im Winter. Sonst mag da keiner rein.

  7. #7
    karl-käfer
    Deine sind also das ganze Jahr draußen? Auch die Zebras?

  8. #8
    ben.zin
    @ Farlo...

    Danke für deine Tipps, an denRahmenfundament hab ich garncht gedacht. Werde es auch machen.
    Hast mir mit deinem Beitrag ganz schön weitergeholfen.
    Was ich jetzt für Pflanzen nehmen kann weiß ich nun auch.

    Werde dann wohl Zebrafinken, Mövchen und Diamantentäubchen, eventuell auch Schmetterlingsfinken reinsetzen.


    anbei mal ein Bild wie die Voliere sein soll..

    Rot = Holzbalken
    Schwarz = Gitter
    Braun = Holzwand
    Grau = Tür
    Blau = Fenster

    Die Holzbalken sollten so ca in einem abstand von ca 1m sein, max 1,20m.
    Nur die Rundung muss ich mir noch überlegen wie ich das machen soll.

    Der Stall wird natürlich auch gedämmt und wenns nicht ausreicht im Winter geheizt.
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  9. #9
    ben.zin
    Könnte ich noch welche arten reinsetzten die sich vertragenwürden?

  10. #10
    Farlo
    Zitat Zitat von karl-käfer Beitrag anzeigen
    Deine sind also das ganze Jahr draußen? Auch die Zebras?

    Ja, alle bleiben draussen, auch die Zebras. Und das schon seit 5 Wintern, nun den sechsten Sommer. Ich füttere im Winter etwas ölhaltigere Saaten, wie Nigersaat, Hanf (bekommen sie aber nicht so gut auf) usw. Wichtig ist nur, dass es trocken und zugfrei ist, die Kälte ist nicht soooo schlimm. Sogar die Dunkelstrahler werden nur gelegentlich genutzt.
    Im Süden Australiens wird's im Winter auch kalt, mit deutlichen Minusgraden. Dann ziehen die meisten Vögel in den wärmeren Norden. Ist aber das Futterangebot auch im Winter ausreichend, bleiben sie. Wie einige Zugvögel bei uns auch.
    Mit Südamerikanern und Süd-Ost-Asiaten könnte/sollte man das nicht machen.

    EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

    Zitat Zitat von ben.zin Beitrag anzeigen
    Könnte ich noch welche arten reinsetzten die sich vertragenwürden?

    Wenn du Cardueliden (Stieglitze, Zeisige, Girlitze, Grünfinken, Hänflinge, Gimpel, Kreuzschnäbel, Kernbeißer) einsetzen würdest, müsstest du im Winter nicht mal das Schutzhaus heizen

    Wer sich wie verträgt, weiß ich aber nicht.

  11. #11
    karl-käfer
    "Werde dann wohl Zebrafinken, Mövchen und Diamantentäubchen, eventuell auch Schmetterlingsfinken reinsetzen. "

    Schmetterlingsfinken sind wunderschön, sollten aber nicht unter 16°C gehalten werden. Das selbe liest man auch von Mövchen.

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