Wie ihr zu euren Katzen kamt



  1. #31
    Chat_Sauvage

    Da mach ich auch mit!

    Katze Nr. 1 zog ganz unverhofft ein, da war ich noch ziemlich klein. Ich wollte immer ein Haustier haben, aber meine Eltern, eher gesagt mein Stiefvater, waren gänzlich dagegen. Also kam Samy nicht ungewollt, sondern nach langer Überredungskunst von mir und letztendlich auch von meiner Mutter.

    Leider haben meiner Meinung nach noch sehr viele Erwachsene keine Ahnung von Katzenhaltung... und ich war noch ein Kind. Die Kleine durfte ziemlich bald raus und war dann auch immer über nacht weg. Bis sie eben eines Morgens nicht mehr zurück kam...

    Umgezogen ins erste Haus, zog dann auch bald das nächste Kätzchen ein. Wie auch Samy viel zu jung, die Molly. Wieder war es ein langer Kampf mit dem Herrn Stiefpapa, aber Mutter hat ihn gewonnen und stand eines Tages mit der Kleinen in einem Weidenkörbchen vor mir. Sie kam vom befreundeten Bauern aus dem Dorf.

    Molly verstarb wie Samy viel zu jung, ich glaube sie waren beide kein Jahr alt. Sie lag einfach so unter unserem gestapelten Holz. Ziemlichj mysteriös. Keine Verletzungen, nichts. Auch sie wurde viel zu früh in den Freigang entlassen.

    So zog es sich weiter. Die Bettelei aber haben wir nicht mehr gebraucht. Katze Nr. 3 zog einfach ohne Vorwarnung seitens meines Stiefvaters ein. Sam, der erste Kater. Aus den Zeitungsannoncen. Er wurde wie die anderen auch viel zu früh von der Mutter getrennt.
    Nur Katze Nr. 4, Samy (2) war eifgentlich nicht geplant. Ein paar Tage bevor wir den Kater holen wollten, war ich mal wieder beim Bauern... Kätzchen gucken
    Nachdem meine Mutter mich so langsam vermisst hatte, woltle sie mich dort abholen. Da kam uns die Idee, warum nicht 2 Kätzchen

    Also die kleinste eingepackt, da diese von der Mutter verstoßen wurde von Anfang an. Musste mit der Flasche gefüttert werden. Den Heimweg hat sie im Fahrradkörbchen verbracht und Zuhause wurde sie gleich dem Stiefvater auf den Bauch gesetzt. Somit hatten wir auch schon gewonnen

    Sam und Samyy waren ein Traumpaar. Sie die ruhige, gelassene. Er der dusselige Tollpatsch. Zum ersten mal sah ich, wie es ist, zwei Katzenkinder zusammen aufwachsen zu sehen. Eine Wohltat für die Seele und Zucker pur

    Leider hatte auch Sam kein langes Leben. Freigang vor der Kastra.... Termin stand schon fest, zwei Tage zuvor fand ich ihn vor unserem Haus auf der Hauptstraße. Und diesen Anblick werde ich NIE vergessen. Es war einfach die EIGENE Katze, die da lag.. Zu dem Zeitpunkt dürfte ich 12 oder 13 gewesen sein.

    Also war die gute Samy wieder alleine. Wann genau weiß ich jetzt nicht mehrm, aber es zog dann noch die Paula ein. Zur Welt gekommen bei Minusgraden, draußen in der Kälte. 2 Geschwister erfroren, der Rest ziemlich bald überfahren...
    Wenigstens die Zicke konnten wir 'retten'. Katze Nr. 5 die viel zu jung war und natürlich auch wieder viel zu früh nach draußen gelassen wurde.

    Nur die liebe Samy hatte in der zwischenzeit ihr Sozialverhalten völlig verloren... wie sollte es auch anders sein. Sie war lange allein und sowieso ohne Mutter aufgewachsen.
    Und dann kommt da ein nerviges Katzenkind, dass gerne zeigt, wie verrückt es doch sein kann.

    Die beiden haben - ich schätze - 5 Jahre zusammen gelebt. Ohne einen Faucher oder eine Schelle war aneinander vorbeilaufen nicht denkbar.
    Samy zog sich mehr und mehr zu unserer Nachbarin zurück. Bis sie irgendwann krank wurde. Niesen, rotzen, husten. Zig Tierarztbesuche, leider erfolglos.

    Ich glaube sie war 7, als sie einfach nicht mehr nach Hause kam. Zu dem Zeitpunkt war ihr Zustand schlecht, aber wir konnten ihr unmöglich den Freigang verwähren.
    Die Nacht zuvor schlief sie noch in meinem Bett. Das hat sie eigentlich seit Paulas Einzug nie wieder getan. Nur in dieser Nacht. Und die Dicke hat mir freundlicherweise ein Schnurrhaar zurück gelassen..

    Paula war natürlich weniger traurig darüber, dass sie nun die einzige Königin Zuhause war.

    Und Katze Nummer 6, die wahrscheinlich letzte Katze für längere Zeit, kam sehr spontan. Es stand kurz davor, dass ich mit meinem damaligen Freund zusammen gezogen wäre. Katzen waren beide unser Ding und wir wollten natürlich in unserer Wohnung eigene haben. Er entschied sich für einen MC Kater aus schlechter Haltung und ich... ja ich erfüllte mir meinen lang ersehnten Traum. So kam ich zu meinem ersten, wirklich eigenen Kater. Einem Neva Masquarade Prinzen aus einer Zucht.

    Jede einzelne unserer damaligen Katzen war ein Diamant für sich. Ich bin mit ihnen aufgewachsen und sie mit mir. Alle habe ich auf eine betsimmte Weise geliebt. Aber dieses Seelentier, von dem oft gesprochen wird, hatte ich nie. Dieses besondere Gefühl, die Verbundenheit. Ich durfte das nie spüren.

    Ein Hund war immer mein großer Traum, dem Menschen viel mehr verbunden. Das sollte mein Seelentier werden, dachte ich mir. Mein erster eigener Hund.
    Aber dann zog der Prinz ein und eroberte mein Herz wie noch keine andere Katze es je zuvor geschafft hat.
    Wir beide waren unzentrennlich. Wie A**** und Eimer
    Saß ich am PC, lag er auf meinem Schoß. Durfte er nicht, lag er auf der Tastaturablage. Stand ich in der Küche, kletterte er mir die Füße hoch bis auf die Schulter. Und nacht, ja da kuschelte er sich dicht an meinen Nacken unter die Haare. Sein Schnurren bedeutete mir die Welt, ich schlief so gut ein wie noch nie.

    Leider kommt unverhofft bekanntlich oft und ich habe mich von meinem Freund getrennt. Tabasco kam mit zu uns nach Haue und Königin Paula war von dem Prinzen sichtlich wenig angetan. Vor zwei Jahren dann haben wir meinen Stiefvater 'verlassen' und sind in ein anderes Haus gezogen.
    Paula, die genau wie Samy keinerlei Sozialverhalten mehr hatte, blieb in ihrem Reich.

    Zeitgleich mit dem Umzug kam dann auch der erste eigene Hund. Tabs und Welpi haben sich geliebt. Der Prinz ging mit uns beiden gassi, ohne Scheu vor fremden Hunden. Hauptsache er durfte bei mir sein. Autotüre auf - Tabasco drin. Tierarzt war ohne Transportbox kein Problem. Er blieb IMMER bei mir. Natürlich durfte er, nachdem ich mit der Zeit schlauer geworden bin, erst mit ca. 10 Monaten das erste mal alleine raus.

    Er war wirklich vorsichtig, wir hatten schon zuvor lange mit Geschirr Kontakt zur Außenwelt. Wir zwei haben uns gegenseitig zur Ruhe gebracht, ich wusste endlich was es heißt, eine Seelentier bei sich zu haben. Er hat mir einfach die Welt bedeutet und auch mein größter Traum, der Hund, konnte das in dieser Weise nicht toppen.

    So oft habe ich mich gefragt was sein wird, wenn er irgendwann nicht mehr bei mir ist. Und dieses 'irgendwann' kam leider viel zu früh. Kurz nach seinem ersten Geburtstag wurde er in unserem eigenen Garten vergiftet. Die anschließende Zeit war für mich purer Horror. In der Arbeit bin ich erst zusammengebrochen, als ich dann Zuhause war und wir ihn begraben haben, war ich apathisch und ruhig. Für mich war das keine Realität. Ich war mir sicher, morgen wäre alles wieder wie immer. Nur war es nicht so. Kein herzzerreißendes Miauen wenn ich nach Hause komme, keine Flauschekugel über die man fällt, weil sie wieder seelenentspannt im Weg liegt... kein beruhigendes Schnurren mehr an meinem Nacken. Gott, wie lange konnte ich nicht mehr richtig einschlafen

    Spaziergänge absofort allein mit Welpi. Auch Nicki musste sich daran gewöhnen.. sie hat ihn lange überall gesucht.

    Mittlerweile ist der Alltag zurück, aber ich weine noch oft. Stehe jeden Abend an seinem Grab und es tut unendlich gut, mit ihm zu reden. Dieses Band zwischen uns hält über den Tod hinaus. ich fühle mich ruhig und geborgen, wenn ich dort stehe. Als wäre er ganz in der Nähe.

    So kam es nun, dass wir letzendlich 'katzenlos' sind. Mit meiner heutigen Erfahrund wird definitiv keine Katze mehr in Freigang gehalten, wenn es doch so viele Gefahrenquellen gibt. Zweiter Punkt wäre dann die Einzelhaltung, da Mutter niemals zwei Katzen zustimmen würde.

    Auch wenn ich bald ausziehe, wird das wohl nur mehr ein Wunsch bleiben. Mein jetziger Partner hat eine Allergie und wir kommen zusammen schon auf 3 Hunde.
    Mal sehen, sollten sich früher oder später doch wieder Tore öffnen.. dann werden auf jeden Fall zwei neue Prinzen einziehen.
    Die Züchterin wäre schon lange gefunden



  2. #32
    Simpat
    Ich hatte seit meinem 10.Lebensjahr immer Haustiere bis heute. Mit 14/15 ist mir die erste Katze zugelaufen, ein Streunerkater ca. 3-4 Jahre alt. Leider ist er 2 Jahre später auf Nimmerwiedersehen verschwunden. Der nächste Kater kam aus einer mißglückten Wohnungshaltung und war ca. 6 Monate alt beim Einzug. Leider wurde er schon in jungen Jahren überfahren.

    Dann bin ich von zuhause ausgezogen und es sind sehr viele Jahre ins Land gezogen bis ich mich wieder der Katzenhaltung zugewendet habe, davor gab es Wellensittiche, Fische, Zwerghamster, Meerschweinchen. Zugegeben, viele Jahre hatte ich den Gedanken auch völlig verworfen, weil für mich Wohnungshaltung nicht in Frage gekommen ist. Es hat Jahre gedauert mich damit anzufreunden, dass das auch möglich sein könnte und daher bin ich dann auch auf Rassekatzen gekommen, weil ich einer Katze den Freigang nicht verwehren wollte, ich wollte eine die erst gar keinen einfordert.

    Also als ich mich dann mit dem Gedanken angefreundet hatte, war die erste Wohnung definitiv zu klein für zwei Katzen, Wohnklo mit Kochnische 30 qm mit vielen Dachschrägen. In der nächsten Wohnung hätte ich nur eine Katze halten dürfen, die war knapp 50 qm groß, dass wollte ich bei Wohnungshaltung und ich ganztags arbeiten auch auf keinen Fall. Dann bin ich wieder umgezogen, musste auch noch eine Weile sparen und 2010 war es dann endlich soweit.

    Meine Katzen waren definitiv gewollt, wenn auch die dritte absolut nicht geplant war, aber es kam halt ganz anders als geplant. Geplant waren BKHs ein blau-weißer und ein creme-weißer Kater, soweit der Plan und bei der Züchterin habe ich mich dann auch über beide Ohren in einen blau-weißen Kater verliebt, es war Liebe auf den ersten Blick. Aber beim Beobachten der Kitten musste ich feststellen, dass er eigentlich trotz noch 3 weiterer Geschwister (1 Bruder, 2 Schwestern) und einem zweiten Wurf mit ebenfalls 4 Kitten (3 Kater 1 Katze) fast ausschließlich mit seiner entzückenden Schwester gespielt hat, die war blau-creme, eigentlich nur blau mit ganz wenig creme. Auch die Züchterin meinte, sie hatte selten zwei Geschwister die so aneinander hingen, noch dazu Bruder und Schwester, daher habe ich mich dann für die beiden entschieden, hätte es nicht fertig gebracht sie zu trennen.

    Leider musste Nico dann mit 5 1/2 Monaten wegen Fip eingeschläfert werden. So blieb Sue allein zurück, tot unglücklich, die beiden waren wirklich unzertrennlich und hat nichts mehr fressen wollen. Ich war total geschockt, gar nicht in der Lage klar zu denken und ich wollte mir auch eigentlich gar keine neue Katze aussuchen, ich wollte wie Sue Nico zurück. Da Sue nichts mehr gefressen hat, die Züchterin leider zu der Zeit keine Kitten hatte, mir das Tierheim aufgrund von Fip keine geben wollte und ohnehin nur in Freigang vermittelt, was bei mir nicht möglich ist, ich nicht erst einen neuen Züchter suchen wollte und und und hat mir die Züchterin von Sue und Nico dann eine Woche später ihren Liebling gebracht, einen cremefarbenen Kater mit 9 Monaten, der als Zuchtkater vorgesehen war und den sie noch zurückbehalten hat, um seine Entwicklung zu beobachten, daher war er auch schon gechipt und in Besitz eines EU-Impfpasses. Murphy ist ein Halbbruder von Sue und Nico. Sie hatte Tränen in den Augen als sie ihn mir brachte, er war ihr persönlicher Liebling, aber sie sagte dann zu mir, wenn er sich mit Sue gut versteht, wenn ich ihn lieb gewinne, obwohl ich ja keinen cremefarbenen Kater wollte, wenn es klappt mit uns (Sue, mir und ihm), dann darf ich ihn behalten. So zog Murphy bei uns ein. Die Zusammenführung dauert eine knappe Woche, Sue war noch ganz durch den Wind, aber schon nach wenigen Tagen, hat sie wieder angefangen zu fressen. Die beiden verstanden sich sehr gut, allerdings wollte Murphy immer wieder mit Sue nach Katerart raufen und balgen, Kater sind ohnehin meist körperbetonter und Sue hat zwar mit ihrem Brüderchen immer ständig gekuschelt, gebalgt und gerauft, aber mit Murphy wollte sie keinerlei Körperkontakt, außer Nasenküsschen zur Begrüßung und ein aneinander vorbeistreichen mehr wollte sie seither nicht mehr. Murphy war aber bestens sozialisiert und viel zu gut erzogen, er hat Sue nie ernsthaft bedrängt und immer sofort von ihr abgelassen beim ersten Faucher. Aber die beiden taten mir leid, er weil er immer wieder zurückgewiesen wurde und es ja gar nicht bös meinte und Sue, weil sie immer wieder bedrängt wurde. So habe ich dann noch einen zweiten Kater ins Haus geholt, einen Raufkumpanen für Murphy, deswegen ist Felix bei uns eingezogen, eine dritte Katze war bei nur gut 50 qm Wohnung wirklich nie geplant. Aber es hat bestens geklappt, bin sehr glücklich mit meinem Trio.

  3. #33
    Lidia
    Ich war mal in einer Whatsapptiergruppe, dort hat jemand bilder von den kätzchen einer freundin reingeschickt. meine oma wollte zu diesem zeitpunkt ein kätzchen haben, am besten ein rotes. in dem wurf waren 2 rote. eins behindert, das andere eine woche vor der abholung gestorben. wir haben dort dann twix abgeholt (2 stad fahrt) Also ja, er war auch "ungewollt". meine oma hat dann schließlich ein kätzchen von der straße bekommen

  4. #34
    paperclips
    Also wir hatten unseren Kater als kleines Fellknäuel von Bekannten bekommen. Damals wusste ich leider noch nicht viel über Katzenhaltung. Ich habe mir Urlaub genommen und den Kleinen bei uns eingewöhnt. Nach 2-3 Wochen tat er mir aber leid ohne Spielgefährte und mittlerweile hatte ich auch mehrmals gelesen, dass Wohnungskatzen und gerade so kleine Mäuse unbedingt einen Kumpel brauchen. Also ab ins Tierheim, um einen zweiten Kater zu holen. Dort wurden wir rumgeführt und es waren einfach so viele tolle Kater da! Die Helferin im TH fragte mich, ob ich mir auch mal noch die Kätzinnen angucken möchte - na klar. Also sind wir in den nächsten Raum. Von den 5 Katzen in diesem Raum waren bereits 4 vermittelt, was ich aber nicht wusste. Eine Katze aber stach aus der Menge hervor. Zuerst schmiegte sie sich an meine Beine, ich kniete mich hin und schwupps saß sie auf meinem Schoß, hat mich total umworben, geschnurrt und gekuschelt Da war es um mich geschehen. Ich wollte zwar eigentlich einen Kater haben, aber ich konnte sie nicht zurücklassen!

    Und heute weiß ich, das es die richtige Entscheidung war. Die beiden verstehen sich untereinander sehr gut und sie und ich vergöttern uns gegenseitig

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