Tumor an Milchdrüse



  1. #1
    nyeeroo

    Tumor an Milchdrüse

    Hallo ihr Lieben,

    ich war gestern beim TA weil meine noch nicht ganz einjährige Rattendame einen Tumor an der rechten Milchdrüsenleiste hat.
    Die TÄ meinte, es handele sich um einen gutartigen Milchdrüsentumor - dieser sollte jedoch entfernt werden, da die teils tennisballgroß werden könnten. Ich sollte mir das in den nächsten zwei
    Wochen mal überlegen, bevor der zu groß würde.
    Jetzt hab ich mal ein bisschen rundgelesen, (uA. hier http://www.rat-nose.de/ratten_krankheiten_operation.htm ) bin mir aber nicht so ganz sicher, was ich machen soll.
    So ne Narkose, und auch danach die Zeit mit Halskrause und Einzelhaltung, find ich nicht grade blendende Aussichten. Noch ist der Tumor ziemlich klein, aber ich weiss eben nicht ob die zwangsweise größer werden und im Endeffekt sowieso operiert werden müssen.

    Ich bin zudem sehr knapp bei Kasse, und der Eingriff soll 60€ kosten.. Wenn es Sammy hilft, bin ich auf jeden Fall bereit, die OP machen zu lassen!
    Aber ich habe früher mal eine Rennmaus operieren lassen und die machte nach der Narkose noch 2 Tage mit und ist dann leider gestorben. (Klar, anderes Tier, aber sitz im Hinterkopf..)
    Dann soll Sammy lieber noch (evtl was weniger) mit dem kleinen Ei weiterleben als sowas mit zu machen..


    Habt ihr Erfahrung mit sowas?
    Liebe Grüße



  2. #2
    Nienor
    Hey,

    wir haben hier schon einige Tumore operieren lassen, auch wegen Kastrationen und Abszessen lagen hier schon einige in Narkose - bis auf eine mit schwerer Gebärmutterentzündung ist niemand auf dem Tisch geblieben. Beim erfahrenen Arzt ist das Risiko gut kalkulierbar. Einzig von einer altmodischen Injektionsnarkose würde ich definitiv Abstand halten. Moderne, antagonisierbare Injektionsnarkose und Inhalationsnarkose sind in kompetenten Händen deutlich risikoärmer.

    Bei einem einjährigen Tier solltest du einen operablen Tumor immer operieren - sonst verkürzt der Tumor schnell die Lebenszeit erheblich. So ein Tumor wächst kontinuierlich weiter, der hört nicht bei Ei oder Tennisball auf, der wächst und frisst dem Tier die Energie weg, bis es stirbt. Das kann Monate dauern, das kann aber auch innerhalb weniger Wochen der Fall sein. Vom Entdecken bis zur Euthanasie meiner Juno mit einem über Ei grossen Tumor lagen gerade mal 20 Tage. Leider hatte sie ein inoperables Fibrosarkom, sonst hätten wir sie operiert.

    Wir hatten hier noch nie einen Halskragen bei einer Ratte - wenn sie nicht allein waren und es keine Wundheilstörung gab, liessen sie ihre Wunden auch in Ruhe. Wenn die Tiere fit sind, können sie zurück in die Gruppe (hier in der Regel am Abend zu Auslauf), das ist für das Tier deutlich besser als die aufgezwungene Einzelhaltung (zwei meiner Jungs frassen allein den ganzen Tag nichts, bis sie wieder zu ihren Kollegen durften - dann schlugen sie sich den Bauch voll). Richtig mit Schmerzmitteln abgedeckt gehen Ratten nämlich eher aus Langeweile selbst an die Naht als dass es Rudelkollegen tun würden. Und zur Not gibt es Bitterspray, dass einige davon abhält, vermehrt an der Naht rumzufummeln. Oder man nutzt Verbände. Ein Halskragen ist nur mit intensiver Pflege und regelmässigen Zeiten ohne ihne, in denen sich die Ratten putzen und vor allem normal fressen kann, zu vertreten.
    Wenn doch jemand aus der Gruppe an die Naht geht (daher gut beobachten), dann immer mind. mit einer unproblematischen Ratte separieren und jeden Tag unter Aufsicht im Auslauf zusammen lassen, damit sie den Kontakt zu Rudel nicht verliert!

  3. #3
    nyeeroo
    Hey Nienor,
    vielen Dank für die schnelle Antwort!
    Das mit dem Bitterspray scheint mir in der Tat eine gute Lösung zu sein und auch die Frage der Einzelhaltung hat sich damit geklärt..
    Die TÄ sagte, es sei eine Inhalationsnarkose und an für sich gut verträglich.
    Ich denke, unter den Umständen werde ich den Tumor rausnehmen lassen. Ich will ja noch was länger von ihr haben.
    Ich habe nur eine kleinere Transportbox, würdest du vorschlagen Gesellschaft mit zum TA zu nehmen oder ihr lieber die Ruhe lassen und sie abends wieder vereinen?

  4. #4
    Nienor
    Hey,

    zur OP gehen die Tiere hier allein. So kann ich sicherstellen, dass sie wirklich fit sind und unter Beobachtung, wenn sie auf ihre Kollegen treffen.
    Nach so einer OP sind die Tiere auch nach einer leichten Narkose oft noch recht fertig und schlafen, sobald sie zur Ruhe kommen. Der Stress ist nicht zu verachten.
    Wir fahren hier sehr gut mit dem Schema: morgens OP, danach allein in TB beim Tierarzt und später allein im kleinerem Krankenkäfig zuhause (wo bisher alle schnell tief und fest schliefen - bei Inhalationsnarkose harmlos, bei Injektion kann es zu einem gefährlichen Zurückfallen in Narkose kommen, da muss man ein Auge drauf haben) und am Abend dann normal in den Auslauf und normalerweise auch zurück ins Gehege.

  5. #5
    nyeeroo

    Lächeln

    Nächsten Mittwoch wird der Tumor entfernt!

  6. #6
    Nienor
    Wir werden Daumen und Pfoten drücken!

  7. #7
    nyeeroo
    Soll ich den Käfig ganz normal einstreuen oder für die ersten Tage Toilettenpapier oder sowas nehmen?

  8. #8
    Nienor
    Ich würde nur Zeitung und Küchenrolle anbieten, damit sie sich die Wunde nicht mit Streu paniert. Sie werden zwar nie hygienisch sauber sein, aber man muss nicht unnötig unhygienische Zustände fördern

  9. #9
    nyeeroo
    ja das dacht ich schon
    alles klar, danke!

  10. #10
    nyeeroo
    Aaaaaalso, wir sind dann mal seit 13uhr wieder gut zu Hause und sie steht im kleinen Käfig neben mir auf dem Schreibtisch.
    Es wurde genäht und geklammert.
    Ab und zu will sie mal an die Wunde gehen, sowohl vorsichtig kratzen als auch lecken, ich hab sie aber ganz gut konditioniert durch nen Stups mit nem Stift und "Nein!"
    Sie reagiert sehr gut darauf und überlegt teilweise sogar in der Bewegung noch, ob sies wagen soll. An für sich also kein Ding.

    Für den Moment geht das, aber jetzt muss ich morgen aber leider von 9-17Uhr arbeiten und heute Nacht auch irgendwie schlafen, meint ihr, dass das gut geht mit der Wunde? Sie wird ja schnell merken, dass wenn ich weg bin der blöde Stups ausbleibt..

    EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

    Ich hab vorhin schon versucht, ihr ne Art Strampler zu bausteln, wie so ne Windel, da ist sie aber in ner halben Minute wieder draußen..
    Ist es eine haaaalbwegs verantwortbare Lösung die Wunde evtl abzukleben - mit Hansaplast oder so? Naürlich nur im rasierten Bereich.

  11. #11
    Nienor
    Schön, ist alles gut gegangen =)

    Steht sie unter Schmerzmittel? Das ist wirklich das Wichtigste. Denn wenn die Wunde weh tut, gehen sie dran, fuddeln sich die Fäden raus, versuchen den Schmerz "wegzubeissen".

  12. #12
    nyeeroo
    Sie hat in jedem Fall nach der OP noch Schmerzmittel bekommen. Sie will das glaub ich eher untersuchen und das blöde Zeug weghaben. Schmerzen hat sie (soweit ich das erkennen kann) keine

    EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

    hab ihr grade mal Krankenbesuch beschafft, sie kuscheln und sind ganz gut drauf, Sammy futtert.

    EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

    Micki hat null Interesse an der Naht, juhu =)

    (Willkommen im Life-Ticker der Family )

    EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

    Sammy wird bisschen genervt wenn ich sie immer ermahne und reagiert sich an ner Klopapierrolle oder Gurke ab , aber sonst
    Also Luna is das auch so dermaßen egal. wenn das so weitergeht setz ich die heut nacht zusammen.

  13. #13
    Dakatsu
    Hallöchen nyeeroo,

    bin froh, dass es bei dir so gut geklappt hat und sich deine Kleine gut zu erholen scheitn ^.^
    Das gibt mir ein kleines bisschen Mut, denn meine älteste Dame Akki (1Jahr, 8 Monate ca) hat genau das selbe Problem.
    Durch diesen Thread wurden mir bereits viele Klarheiten zum Thema beseitigt ( ), habe aber trotzdem noch ein paar Fragen.
    Ich dachte, ich kapere dazu einfach mal diesen thread hier, da es im Prinzip das selbe Thema ist, lediglich eine andere Dame

    War zuerst unschlüssig, ob ich eine OP riskieren möchte, da der Eingriff für die Inhalationsnarkose anscheinend zu groß ist. Es würde sie zwar schlafen legen aber nicht zur Schmerzlosigkeit führen. Deswegen wird bei ihr ancheinend Inhalationsnarkose mit mit vorangehender Spritze mit "Schmerzmittel" (Da muss ich nochmal genau nachhaken, welches) angewandt.
    Das ist das erste mal, dass ich davon höre... Hat jemand von euch Erfahrung damit? Geht das? Für mich als OP-Laie hört sich das durchaus sinnvoll an...

    Ebenfalls finde ich es hart, wie sich die Preise unterscheiden. nyeeroo schrieb im ersten Post, dass der Eingriff bei ca 60€ liegt. Bei mir liegt der Kostenvoranschlag bei 150-180€. Ist das normal oder ist das vom Arzt, den Narkosemitteln oder gar von der Tumorgröße abhängig?

    Liebe Grüße
    Dakatsu
    (Falls Threadnapping nicht erwünscht it, dann werde ich gerne einen neuen aufmachen )

  14. #14
    nyeeroo
    Hallo Dakatsu!
    Also meine Sam hat es Alles super überstanden. Ist nicht an ihre Klammern gegangen und hüpft munter wie eh und je im Käfig umher.
    Meine Op hat in der Tat 60€ gekostet, inkl. Klammern und Fäden ziehen.
    Sie hatte 'nur' eine Inhalationsnarkose und anschließend Schmerzmittel und Antibiotikum, ist daraus auch zügig erwacht. Sie schien mir keine Schmerzen zu haben.

    Liebe Grüße

  15. #15
    Nienor
    Hey,

    Da bei Inhalation keine Schmerzausschaltung stattfindet, sollte generell vor der OP Schmerzmittel injiziert werden. Das ist also absolut korrekt und vorbildlich das hat auch nichts mit der Grösse zu tun - ob kleiner oder grosser Tumor, aufschneiden tut weh.

    Das Preise variieren, ist normal. Tierärzte nutzen mitunter andere Materialien/Medikamente, dazu können auch laut GOT verschiedene Sätze verwendet werden. Die GOT legt nur Mini- und Maximalpreis für jede Handlung fest.

  16. #16
    Dakatsu
    Hallö und vielen lieben Dank für die Antworten!

    Die OP verlief absolut nach Plan und Akki ist wieder daheim.
    Die TÄ hat mir empfohlen die Kleine, aufgrund ihres relativ geringen Körpergewichts, nach Möglichkeit noch für ein paar Stunden irgendwie warm zu halten. Deswegen schlepp ich sie in meinem Morgenmantel mit mir umher, damit meine Körperwärme sie etwas warmhält.
    Entgegen aller erwartungen scheint die Kleine absolut nicht müde zu sein. Bedaddelt und verwirrt, ja, kann fast nur Kriechen und fällt selbst dabei um... Will aber trotzdem auf die Schulter und streift umher und wundert sich, warum nichts so will, wie sie will xD
    Mittlerweile sitzt sie im "Krankenzimmer" und ich hoffe, dass sie demnächst einschläft und es ihr bald besser geht.

  17. #17
    Nienor
    Hey,

    Das ist aber untypisch für Inhalation - auch ein Schmerzmittel wirkt nicht so. Da wurde eindeutig per Injektion narkotisiert und der Körper baut das Mittel nun noch ab. Pass gut auf, dass sie nicht zurück in Narkose fällt, wenn sie einschläft. Und über Nacht regelmässig nach ihr schauen und Wärmekissen parat machen. Auch beim Fressen aufpassen, erhöhte Verschluckgefahr bei derart starker Ataxie. Die braucht aber Energie!

  18. #18
    nyeeroo
    Leg ihr eine Wärmeflasche oder ein Kirschkernkissen unter den Käfig, wenns geht

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