Erstmalige Rattenhaltung: Erwachsene oder Jungtiere?



  1. #1
    m_frfs

    Erstmalige Rattenhaltung: Erwachsene oder Jungtiere?

    Hallo!
    Da ich mir demnächst mindestens drei Ratten zulegen werde, bin ich mich im Moment über die Haltung usw. am informieren. Vermutlich
    werde ich mich in Tierheimen nach einem Rudel umsehen. Mir stellt sich jedoch die Frage ob es als Anfänger ratsamer ist Erwachsene oder Jungtiere zu nehmen. Da Ratten (leider) nicht allzu alt und oft krank werden, würde es sich bei einer Erstanschaffung dann überhaupt "lohnen" Tiere im Alter von 1,5-2 Jahren aufzunehmen?
    Gibt es generelle Vor- oder Nachteile?

    Danke schon mal im Voraus! :-)



  2. #2
    phonixx
    Hallo
    Ich würde definitiv erstmal Tierheime abklappern. Dort gibt es meist schon zahme Abgabetiere die an den Menschen gewöhnt sind. Lass dich dort einfach mal beraten. Ich finde ältere Tiere super toll. Habe auch Senioren bei mir aufgenommen.


    Lg phonixx

    EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

    Ich würde dir als Anfänger der Rattenhaltung auch noch empfehlen, das du ein schon gefestigtes Rudel aufnimmst. So musst du keine Vergesellschaftung machen . Wie werden die kleinen denn bei dir leben? Hast du schon alles nötige. Wir helfen gerne

    Lg Phonixx
    Geändert von phonixx (08.09.2015 um 08:43 Uhr)

  3. #3
    m_frfs
    Vielen Dank für die schnelle Antwort! :-)
    Ein gefestigtes Rudel (oder bei Jungtieren eben Geschwister) hätte ich sowieso genommen, da ich vor einer Vergesellschaftung etwas Angst hab. Z.B. dass es nicht funktioniert, irgendetwas schief geht, etc.
    Bis ich mir Ratten anschaffe kann es allerdings noch ein paar Monate dauern und ich wollte mich nur schon einmal über alles informieren, deswegen habe ich noch garnichts besorgt.
    LG

  4. #4
    phonixx
    Meine leben zB in einem Savic L 115 x B 67,5 x H 153 cm. Mit viel Zubehör, Hängematten, Kuschelhöhlen, Korkröhren, Häuser, viele Versteck und Beschäftigungsmöglichkeiten. Kannst ja mal hier im Forum schauen bei "zeigt her eure Rattenkäfige".
    Da kann man sich schön umschauen, was es so für Möglichkeiten gibt .

    Weist du denn schon woher du die Ratten holen willst? Bitte nicht im Zoohandel, in Tierheimen oder Rattennothilfen gibt es viele Nasen die ein tolles zuhause suchen.

    Lg phonixx

  5. #5
    Amazing
    Also Senioren würde ich als Anfänger eher nicht nehmen, da man dann schon recht schnell eine erneute Vergesellschaftung machen muss, was bei erwachsenen Tieren nicht so einfach ist und oft ist dann der Gesundheitszustand auch nicht mehr so gut.

  6. #6
    phonixx
    Im Tierheim finden sich sicherlich auch etwas jüngere Ratten.

  7. #7
    littlemice
    Hi,

    ich wollte nur mal einwerfen, dass wenn du deine Tiere aus dem Tierheim holst, du nachfragen solltest, ob die Tiere schon immer zusammen sitzen bzw. zusammen abgegeben wurden. Oft werden nämlich einfach die neuen Tiere zu den "Alten" gesetzt und da sie im Tierheim meist weniger Platz haben, verstehen sie sich rein oberflächlich gut, aber sobald sie dann mehr Platz bekommen, kann es knallen.
    Ich würde dir raten, mal zu schauen, ob es in deiner Nähe Pflegestellen gibt, die können ihre Tiere auch meist besser einschätzen.

    LG

  8. #8
    Amazing
    Dem kann ich nicht so recht glauben schenken. Gerade auf engem Raum würden sich fremde Ratten durchaus tot beißen.

  9. #9
    littlemice
    Zitat Zitat von Amazing Beitrag anzeigen
    Dem kann ich nicht so recht glauben schenken. Gerade auf engem Raum würden sich fremde Ratten durchaus tot beißen.
    Das kenn ich anders und habe ich auch selber anders erlebt.
    Gerade weil sie auf engen Raum eingesperrt sind, trauen sie sich nicht die Rangordnung ect. zu klären, da es keine Ausweichmöglichkeit gibt. Es wird ja leider auch nicht ohne Grund vorgeschlagen, Ratten zur Integration in kleinen Hamsterknäste zu sperren


    Woher hast du deine Info?

  10. #10
    phonixx
    Ich habe noch nie davon gehört das man zur Vergesellschaftung, das Tier in einen Hamsterkäfig sperrt.
    Bei einer Rattenvergesellschaftung brauchen die Tiere trotz allem ausreichend Platz und getrennte Käfige, und eine Zusammenführung findet nicht im Käfig statt sondern erstmal auf neutralem Boden.
    Bin gerade ziemlich sprachlos, wie man auf solch eine Idee kommt.
    Es gibt zwar auch die Boxmethode, aber diese ist erstens keine Garantie und zweitens kann ich davon nur abraten bei Ratten. Würde es auch nie ausprobieren wollen. Viel zu stressig für die Tiere.

    Ratten sind Revierbezogen, und beissen auch durchaus ihre Gegenseite Tot.

    Ein Hamsterknast so wie es ihn leider noch zu kaufen gibt, ist selbst für eine Heuschrecke zu klein.


    Lg Phonixx
    Geändert von phonixx (09.09.2015 um 20:04 Uhr)

  11. #11
    Nienor
    Ich habe noch nie davon gehört das man zur Vergesellschaftung, das Tier in einen Hamsterkäfig sperrt.
    Sei froh. Im englisch-sprachigem Raum scheint das Gang und Gäbe (gern zusammen mit dem Parfümier-Tipp ), in der Schweiz wird es auch viel gemacht, in Berlin gibt es auch eine Hochburg von Blitz-Integrations-Befürwortern – und auch weit verteilt immer wieder Leute, die das machen.
    Ich kann davon auch nur abraten, weil die Tiere nie Zeit haben, die Stresshormone wieder abzubauen – man treibt sie förmlich in den Burn-Out. Die kommen nicht zur Ruhe. Ausser vielleicht nach Wochen. Und «Tierheim-Integrationen» zeigen, dass die Methode nicht unbedingt klappt. Es kommt immer wieder vor, dass die Tiere sich im neuen Heim, wenn sie dann endlich artgerecht (Gehegegrösse, Auslauf) leben, bis auf Blut bekämpfen. Dann muss die Gruppe getrennt und vom neuen Besitzer erneut integriert werden. Integrationen sind im Tierheim-Umfeld eigentlich nicht möglich - Ausnahmen sind Babies bis 8 Wochen, die eben auch noch kein Rudel- und Revierverhalten kennen. Die kann man einfach zusammensetzen. Aber sobald da eine erwachsene Ratte bei ist, riskiert man Tote, wenn man Tiere einfach zusammen steckt und machen lässt. Erst die Tage wieder gelesen, da wurde ein Bock blitzintegriert und hat die beiden Jungtiere nach 3 Wochen *glaub* totgebissen.

  12. #12
    littlemice
    Zitat Zitat von phonixx Beitrag anzeigen
    Ich habe noch nie davon gehört das man zur Vergesellschaftung, das Tier in einen Hamsterkäfig sperrt.
    Bei einer Rattenvergesellschaftung brauchen die Tiere trotz allem ausreichend Platz und getrennte Käfige, und eine Zusammenführung findet nicht im Käfig statt sondern erstmal auf neutralem Boden.
    Bin gerade ziemlich sprachlos, wie man auf solch eine Idee kommt.
    Es gibt zwar auch die Boxmethode, aber diese ist erstens keine Garantie und zweitens kann ich davon nur abraten bei Ratten. Würde es auch nie ausprobieren wollen. Viel zu stressig für die Tiere.

    Ratten sind Revierbezogen, und beissen auch durchaus ihre Gegenseite Tot.

    Ein Hamsterknast so wie es ihn leider noch zu kaufen gibt, ist selbst für eine Heuschrecke zu klein.


    Lg Phonixx
    falls es jetzt so rüberkam, dass ich das machen würde, kann ich dich beruhigen, ich geh den normalen weg mit 2 Käfigen, neutralen Auslauf usw.... Ich wollte damit nur verdeutlichen, dass sich Ratten, die sich in einem zu kleinen Käfig befinden und vorher nicht kannten eher "zusammenraufen" (mir fällt grad kein passendes Wort ein) und es dann knallen kann, wenn sie dann die Mindestmaße haben.
    Das sieht man ja auch eigentlich in den Intís, auf kleiner Fläche passiert noch nicht wirklich viel, wenn man aber zu früh die Flächezahl erhöht kann es wilde Hetzjagten ect. geben.
    Nienor hat es ja schon ganz gut beschrieben.


    LG

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