Pferd hasst anderes Pferd! Brauche dringend Hilfe!



  1. #1
    Hufeisen97

    Lächeln Pferd hasst anderes Pferd! Brauche dringend Hilfe!

    Hallo zusammen,
    Ich habe ein riesen großes Problem. Ich habe eine 5 Jährige Stute als Pflegepferd. Sie ist super lieb im Umgang und man kann wirklich alles mit ihr machen. Aber wir haben ein wirklich blödes Problem was mir echt Kopfzerbrechen beschert und mich schon des öfteren zum weinen gebracht hat.
    Ich reite sie jeden Montag und Donnerstag im Reitunterricht. Vor mir wird sie jeweils noch von einer anderen
    Person mit geritten. Somit geht sie nicht vollkommen kalt in die Stunde.
    Dann kommt das Problem dazu.... Es ist ein Friesen Wallach. Im Schritt ist noch alles super. Ein bisschen Giften hier und da ist ganz normal. Dann fangen wir an zu traben. Links rum ist auch alles super. Aber sobald ich die Richtung wechsel, geht der Spaß los. Alles was schneller ist als Schritt ist dann ne Katastrophe... Sobald dieser schwarze Friesen Wallach (ist auch bei anderen schwarzen Wallachen so) den Anschein macht, in unsere Richtung zu kommen, dreht sie sich sofort in die andere Richtung um oder rennt rückwärts. Ich bin wirklich am Ende...
    Ich habe auch schon alles versucht und alle anderen wissen auch nicht mehr weiter...
    - Dran denken und versuchen sie einfach weiter zu treiben
    - Ihr mit der Gerte zeigen dass es falsch war was sie getan hat
    - ganz locker und entspannt aufs Pferd steigen und es total vergessen

    Immer wieder passiert es. Und ich habe jetzt wirklich alles gemacht, was ich kann. Und bei einem Versuch letzte Woche mit einer anderen in dieser Stunde hat sie es nicht gemacht. Entweder Zufall oder es liegt an mir. Aber was kann ich machen?

    Würde mich über jede noch so kleine Antwort freuen...

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    Lächeln

    Hast du schon mal einen Blick in Pferde verstehen geworfen? Mit Achtung und Respekt Vertrauen zu deinem Pferd herzustellen, kann dir vielleicht helfen.



  3. #2
    Hufeisen97
    Bitte ich kann wirklich jede Hilfe gebrauchen....

  4. #3
    ShiGi
    Ich finde es etwas schwer, Tipps zu Schulpferden zu geben.
    1. Kannst du kein eigenes Trainingskonzept starten. Das Pferd gehört dir nicht und du reitest es, soweit ich das verstanden habe, ausschließlich in der Reitstunde, also unter Anleitung.
    2. Weißt du nicht, wie andere mit dem Pferd umgehen und wie es sich dort verhält. Wenn andere das Verhalten bestärken, ist es schwer, es dem Pferd abzugewöhnen. Vorallem wenn es nicht nur von 2-3 Leuten, sondern täglich von vielen verschiedenen Reitschülern geritten wird.

    Hast du mal mit deinem Reitlehrer darüber geredet? Eigentlich sollte er dir dabei zur Seite stehen. Er kann auch das Pferd besser berteilen als wir via Ferndiagnose. Zusätzlich solltest du als Reitschüler nicht für die Korrektur der Pferde verantwortlich sein, sie sollten regelmäßig von einem erfahrenen Reiter Korrektur geritten werden.
    Wenn dein Reitleher dich hierbei nicht unterstützen kann und die Pferde in der Reitschule nicht regelmäßig Korrektur geritten werden, würde ich an deiner Stelle ehrlich gesagt überlegen, mir eine andere Reitschule zu suchen. Denn sonst lernst du zum einen weniger als du könntest und kämpfst zusätzlich noch gegen Windmühlen, wenn du versuchst, auf eigene Faust ein Schulpferd zu korrigieren.

  5. #4
    SoylentGreen
    Hi!
    Kann sein, dass ich die Situation falsch verstehe, aber für mich klingt es eher danach, dass die Stute Angst hat und schlicht versucht sich zu schützen, in dem sie eben dir und dem Pferd deutlich zeigt, dass sie keinen Kontakt will.
    Dafür sprechen die Aggressionen im Schritt und die Fluchttendenzen in schnelleren Gangarten. Mir sind solche Anwandlungen von anderen Pferden bekannt, die sehr schlechte Erfahrungen mit anderen Pferden gemacht haben. Die sind mal schwerer verletzt worden durch ein anderes Pferd und haben nun eben ein Vertrauensproblem. Du schreibst, die Stute reagiert auch auf andere Rappen so? Daran könnte man arbeiten.
    Wenn andere das Problem nicht haben, kann es daran liegen, dass die Stute sich bei diesen Menschen sicherer fühlt. Etwas an deren Auftreten und Reitstil, macht der Stute klar, dass sie sich jetzt nicht zu fürchten braucht.
    Der Lösungsansatz hier besteht dann eben aus vertrauensfördernder Arbeit. Der Stute muss klar werden, dass du eine gute Leitstute bist und sie sich dir anvertrauen kann.
    Hast du da vielleicht Jemanden im Stall der dir da ein paar Dinge in Sachen Bodenarbeit zeigen kann? Damit könntest du schonmal anfangen. Das was du dir dann am Boden erarbeitet hast, kannst du dann später auch zu Pferd anwenden.

    Für die aktuelle Situation halte ich es für am besten, das Pferd nicht zu strafen. Es hat ja nicht aus Bosheit Angst. Damit verstärkst du die Angst eher, als dass du das Vertrauen förderst. Nichts desto trotz geht natürlich Sicherheit vor: Abstand halten zum betreffenden Pferd und andere Reiter warnen! Wenn es brenzlig wird, dann lieber einmal deutlich vorwärts schicken, als zu riskieren, dass ein Tier oder ein Mensch durch einen Tritt zu Schaden kommt.
    Ansonsten würde ich dem Tier ruhig zureden. Keine großen Vorträge ein lang gezogenen "Ist gut" oder was weiß ich sollte ausreichen oder die Situation auch unkommentiert lassen. Bloß nicht laut werden, laut werden ist ein Zeichen von Unsicherheit.
    Die Vermeidungstaktik kann man mal so durchziehen, langfristig aber, solltest du das Vertrauen zwischen dir und dem Pferd fördern. Da bist du gefragt an deiner Körpersprache zu arbeiten. Das kannst du wie oben beschrieben z.B. bei der Bodenarbeit mit einem vernünftigen Trainer.

  6. #5
    Tapa
    Pferde haben Antennen. Wenn Du dich verkrampfst, sobald der schwarte Wallach in der Reitstunde auftaucht, reagiert die Stute eben so, wie du es befürchtest.

    Aus der Nummer kommst du nur raus mit einer gewissen Portion Selbstsicherheit. Mein Tipp wäre: Erstmal nicht in der Stunde mitreiten, in der der Wallach aufkreuzt, sondern ohne ihn - damit DU erst einmal wieder merkst, dass du reiten kannst und locker und unbeschwert reitest. Und etwas mehr Mut aufbaust.

    Und wenn dann die besagte Begegnung bevorsteht: Locker bleiben. Das ist leichter gesagt als getan, weiß ich. Wenn jemand innerlich verkrampft, gerät als erstes unbewußt die Atmung durcheinander, man hält die Luft an oder atmet nur noch gepresst. Das kriegt man - auch wenn es sich sehr blöde anhört - am Besten durch Singen in den Griff - weil Du damit deine Atmung positiv beeinflusst. Allein mit Pferd im Gelände darf es auch mal richtig laut schallen - in der Reitstunde reicht fast unhörbares Summen, um die anderen nicht zu nerven.

    Das ist Punkt 1. Punkt 2: Konzentriere dich auf das, was du tust! Nicht: "Ich will mein Pferd davon abhalten, den Wallach anzugiften" sondern: "Ich will jetzt vorwärts reiten und dort vorn bei A in eine Volte abbiegen" Nur mal als Beispiel.

    Und da wären wir schon bei Punkt 3: Giften und sich blöd aufführen tun Pferde meistens, wenn sie zu wenig zu tun haben - sprich Zeit haben, sich Blödsinn einfallen zu lassen. Also beschäftige das Pferd. Sie darf gar keine Zeit haben, den Wallach anzugiften, und du darfst keine Zeit haben, dich davor zu fürchten...

    In erster Linie hilft in jeder Lebenslage vorwärtsreiten (korrektes und energisches treiben!) und Kurven reiten. Abbiegen in Volten, Schlangenlinien, aus der Ecke kehrt usw...immmer korrekt treiben, immer den äußeren Zügel dran haben, innen nicht festziehen, sondern spielen.

  7. #6
    Mii123
    Hey
    Ich habe genau das gleiche Problem.
    Ich kann dir 2 Tipps geben, die bei mir geholfe haben.

    1. Vor dem Reiten lässt du das Pferd zu den anderen mal hin, und sie sollen sich mal beschnuppern. (Am besten sogar, wenn du das Pferd gerade putzt.

    2. Wenn der Friesenwallach oder sonst ein Pferd in Anschein kommt, dann zuckel so ein bisschen an den Zügeln (Nicht ziehen), damit das Pferd das nicht macht.

    Ich hätte auch noch einen 3 Tipp
    3. Wenn dein Pferd sich umdreht, dann reite doch einfach ein paar volten, damit du zeigst, dass sie das nicht machen soll.

    Ich hoffe ich konnte helfen

    Liebe Grüße

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