sture und temperamentvolle Stute



  1. #1
    P.-S.

    Frage sture und temperamentvolle Stute


    Vielleicht kann mir jemand Tipps geben,wie ich die Probleme bei meiner Reitbeteiligung verbessern kann ,bzw. loswerde.Problem ist folgendes:Sie lässt sich im starken Trab und Galopp nicht mehr richtig kontrollieren,beschleunigt extrem,starke Richtungswechsel und reagiert kaum auf den Zügel.Auf dem Platz reite ich dann im Trab immer Schlangenlinien und andere Bahnfiguren um ihr die Geschwindigkeit zu nehmen und nach einiger Zeit läuft sie dann auch entspannter,beschleunigt man jedoch etwas ,fängt es wieder von vorne an.Im Galopp verkleiner ich Zirkel.Im Gelände sind die Probleme manchmal schlimmer,sie ist mir auch schon einmal durchgegangen und ließ sich erst nicht kontrollieren(bei ihr muss man den Zeitpunkt, wo sie sich wieder fangen lässt erfühlen,sonst macht sie was sie will).Die Besitzerin hat die gleichen Probleme und das schon seit sie die Stute hat.In höheren Gangarten kann man sie auch nur mit kurzem Zügel reiten,sonst hat man keinen Einfluss auf sie.Währenddessen trägt die Stute auch ihren Kopf ziemlich weit oben.Am besten lässt sie sich reiten,wenn man bei Ausritten&Co. ganz vorne reitet,da läuft sie am entspanntestem (denke das liegt daran,dass sie Leitstute ist).

    Ich habe es jetzt schon hinbekommen,dass sie im langsameren,entspannten Trab den Kopf normal hält und ich sie mit normaler Zügellänge reiten kann.
    Die Stute ist ein älterer Andalusier.



  2. #2
    SoylentGreen
    Hallo!

    Hab da mal ein paar Rückfragen:
    Wurde von einem Tierarzt oder besser einem Sattler kontrolliert, ob der Sattel richtig passt?
    Hat das Pferd weiße Haare im Bereich der Sattellage (Widerrist ist recht häufig)?
    Ist von einem Tierarzt ausgeschlossen worden, dass das Pferd Rückenprobleme hat?
    Wann wurden die Zähne zuletzt gemacht? Sind die Zähne in Ordnung?

    Besteht das Problem nur beim Verstärken der Gangarten oder allgemein im Trab oder/und im Galopp?
    Springt das Pferd direkt in den Handgalopp?
    Wie sieht es mit Stellung bzw. Biegung aus, funktioniert das reibungslos auf beiden Händen?
    Wie oft nimmst du bzw. die Besitzerin Reitunterricht und wie ist der Trainer ausgebildet?
    In welchem Reitstil ist das Pferd ausgebildet, welchen Stil reitet ihr?
    Ist irgendwas über die Vergangenheit der Stute bekannt?
    Kannst du vielleicht mal so eine typische Reiteinheit beschreiben? Also: Wie sind deine Ziele? Wie gehst du genau vor?

    Hast du vielleicht ein kurzes Video von dem geschilderten Problem? Eine Ferndiagnose ist schwierig, erst recht, wenn man nur eine schriftliche Zusammenfassung hat. Manchmal übersieht man nämlich Dinge, die entscheidend für die Lösung des Problems sind, bzw. die zeigen, was genau das Problem ist, das das Rennen der Stute verursacht.

  3. #3
    ShiGi
    Soylent hat ja jetzt schon einen ganzen Katalog an Fragen gestellt. Ich möchte nur eine ergänzende Sache in den Raum werfen: Du schreibst, sie wird in höheren Gangarten ausschließlich am kurzen Zügel geritten. Hast du schonmal probiert, sie länger zu lassen? Kurze Zügel verstärken das Problem oft anstatt es zu lösen

  4. #4
    P.-S.
    Also der Sattel passt,Zähne sind in Ordnung und wurden erst vor kurzem gemacht.Das Problem besteht sowohl beim verstärken der Gangarten,als auch im normalen Trab/Galopp.Sie läuft nur im langsamen Trab ganz entspannt und wie ich es gerne hätte.Stellen und biegen lässt sie sich auf beiden Händen.Richtigen Reitunterricht nehme ich nicht,die Besitzerin ist selbst Reitlehrerin und hatte das Problem schon von Anfang an.Die Stute ist normal im englischen Reitstil geritten.Sie hat die Stute schon ziemlich seit Anfang an.
    Während einer Reitstunde reite ich zum Anfang erstmal am langem Zügel Richtungswechsel,Zirkel&Co. zum entspannen.Danach nehme ich die Zügel wider auf die Normallänge auf und reite Bahnfiguren,Schenkelweichen,Rückwärtsrichten und entspannten Trab (da geht auch alles gut und ich brauch die Zügel nicht verkürzen).Bei starkem Trab reite ich immer Schlangenlinien um Hütchen um ihr die Geschwindigkeit zu nehmen.Galopp,wenn es denn geht,am kurzem Zügel ,da man sonst komplett die Kontrolle verliert und dann immer Zirkel oder eine acht.
    Sobald ich sie antreibe und sie schneller laufen kann,will sie ihren Kopf durchsetzen und das Tempo selber angeben(ansonsten geht sie nur bei Traktoren durch,nur da kenne ich das Problem und weiß ,was ich machen muss ).

    EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

    Zitat Zitat von ShiGi Beitrag anzeigen
    Soylent hat ja jetzt schon einen ganzen Katalog an Fragen gestellt. Ich möchte nur eine ergänzende Sache in den Raum werfen: Du schreibst, sie wird in höheren Gangarten ausschließlich am kurzen Zügel geritten. Hast du schonmal probiert, sie länger zu lassen? Kurze Zügel verstärken das Problem oft anstatt es zu lösen

    Die Zügel länger lassen geht nicht ,weil sie dann macht was sie will und man die Kontrolle verliert.Im entspannten Trab klappt das inzwischen ganz gut.Im Arbeitstrab/Galopp trägt sie ihren Kopf ziemlich weit oben,sodass lange Zügel nachteilig wären.Man bekommt ihren Kopf dann aber auch nicht runter,außer man verringert die Geschwindigkeit.Das macht aber auch noch eine andere Stute am Stall (Araber).Ist aus ihnen einfach nicht rauszubekommen ,war schon immer so,am Anfang als sie zu ihrer jetzigen Besitzerin gekommen sind aber noch schlimmer.

  5. #5
    SoylentGreen
    Hm... Grundsätzlich bleibt nicht viel außer Spekulation und Unterstellungen. Nimm mir das nicht krumm, aber versuche mal einen Ansatz.

    Es hört sich danach an, dass das Pferd stark über den Zügel geritten wird. Das ist falsch. Der Zügel ist nicht zum Bremsen da, aber das weißt du bestimmt auch.
    Du solltest üben, die Stute für Gewichtshilfen zu sensibilisieren. Ein kleines Abkippen im Becken muss ausreichen, um das Pferd langsamer werden zu lassen. Die Stimme kann dabei die ersten Male unterstützen. Dabei ist Geduld ganz wichtig, es dauert, bis das Pferd versteht was dieses Zeichen bedeutet. Und selbst, wenn es das erstmal verstanden hat, kann es auch mal Rückschritte geben.
    Von Vorteil wäre es dafür, wenn die Stute sich gut Longieren lässt. Die entsprechenden Stimmkommandos kann man dann auch zunächst beim Reiten verwenden. Oder gleich mit Reiter oben drauf an der Longe üben, bis das sitzt.
    Ein auf Gewichtshilfen trainiertes Pferd ist nicht nur entspannter zu reiten, sondern auch wesentlich aufmerksamer. Und vor allem hast du dann die Hände für weiche Zügelhilfen frei. Um ein reell über den Rücken gehendes Pferd zu haben ist es nämlich leider nicht damit getan den Kopf runter zu ziehen oder ihn dort krampfhaft zu halten. Aber auch das ist dir sicher klar.
    Hierfür würde ich dir empfehlen dir einen Trainer zu suchen, der das mit dir übt - aber bitte nicht die Besitzerin, die kommt mit dem Problem ja immerhin auch nicht zurecht. Übrigens sollten auch Reitlehrer Unterricht nehmen, man ist ja schließlich deswegen noch lange nicht Alleskönner.

    Deine Achten und Wendung mildern zwar die aktuelle Situaion, sind aber keine Dauerlösung. Das ganze Gekreisel macht ein Pferd nämlich erst so richtig madig. Ja, es hält sich zwar hartnäckig, dass gesagt wird, wenn ein Pferd zu rennen beginnt, soll man auf die gebogene Linie gehen, da könne es nicht so rennen. Aber bei Leibe und wie es das kann, erstrecht, wenn es dann noch unfreiwillig ständig mit ihm geübt wird
    Ehrlich gesagt halte ich das sogar für gefährlich. Denn das Pferd könnte bei Übertempo in der Kurve wegrutschen und mit dir hinfallen.

    Ich finde, dass das Pferd soweit gute Voraussetzungen hat. Ich persönlich finde es sehr viel schwieriger ein triebiges Pferd für das Laufen zu begeistern, als ein von Haus aus fleißiges Pferd dazu zu bewegen, sich vermehrt auf feine Hilfen zu konzentrieren. Denn rein theoretisch ist so ein rennendes Pferd bereits höchst aufmerksam. Das merkt genau, wann du den Startschuss erteilst.

  6. #6
    Bettina7
    Hallo! Soylent Green hat schon ganz viel geschrieben dem ich mich nur anschließen kann!Zuerst noch 2 Fragen: Wie alt ist das Pferd? Wann wurde sie angeritten? Ich hätte noch die Anmerkung, dass dein Pferd sicher nicht den Kopf hochreißt, weil es stur ist, sondern weil es aus der Balance kommt und auf die Vorhand fällt!! Das ist auch für das Pferd eine mehr als unangenehme Situation. Denn wenn es so weiter läuft kann es nicht mehr untertreten, den Rücken nicht mehr rund machen und dich nicht mehr schmerzfrei tragen. Wenn dann auch noch die Zügel so kurz sind kämpfen beide Seiten oft nur noch. Das Pferd sehnt sich sicher mindestens so sehr nach einer Lösung wie du! Mein Traber verhielt sich bei der Arbeit ähnlich. Einfach aus Unvermögen! Wir lösen das Problem in der Freiarbeit. (Longieren müssen wir langsam aufbauen, da ihm anfangs für den Zirkel die Balance fehlte) Ich habe zuerst belohnt, dass er sein Gewicht auf die Hinterhand verlagert. Dann taktreinen gesetzten Trab. Nach einer Verstätkung in der Gangart sollte man meiner Meinung nach erst fragen, wenn das Pferd korrekt und problemlos das langsamere Tempo ausführen kann. Den Galopp hab ich bei ihm erst begonnen, als er nicht mehr auf die Vorhand fiel. Was ich damit sagen möchte, ich denke das Pferd ist überfordert und hat nie gelernt, wie es unter dem Reiter schmerzfrei (versammelt) laufen kann. Es bräuchte meiner Meinung nach eine Grundausbildung als Reitpferd. Kann es sein, dass der Stute auch die Muskulatur fehlt, um momentan unter dem Reiter in höherer Geschwindigkeit korrekt zu gehen? (das kenn ich wieder von meinem Traber) Ich an deiner Stelle würde mir einen einfühlsamen Reitlehrer/Ausbilder suchen, der ganz kleine Schritte in die richtige Richtung mit euch geht.

  7. #7
    Simply95
    Zitat Zitat von P.-S. Beitrag anzeigen
    Das macht aber auch noch eine andere Stute am Stall (Araber).Ist aus ihnen einfach nicht rauszubekommen ,war schon immer so,am Anfang als sie zu ihrer jetzigen Besitzerin gekommen sind aber noch schlimmer.
    Gehört diese Stute auch deiner Reitleherin???
    Auch ich hatte mal eine RB, die immer wieder losgerannt ist. Als wir dann mehr über die Vorgeschichte wussten, konnten wir dem Wallach endlich helfen, denn er war fast nur über den Zügel geritten worden und hatte tierische Angst vor den Schmerzen. Ausserdem würde ich Dir raten auch mal einen anderen Reitlehrer oder Trainer auf zu suchen, denn als Besitzer möchte man eigene Fehler nicht unbedingt gerne zu geben, oder hat vielleicht auch mal keine Idee, was man anders machen könnte. Da ist Hilfe von aussen manchmal einfach ganz gut, um neue Lösungsansätze zu finden.

  8. #8
    P.-S.
    Die Stute ist 25 Jahre alt aber noch top fit.Wann sie angeritten wurde,weiß ich nicht genau,denke aber nicht ,dass es zu früh war.Longieren tue ich sie auch mal hin und wieder,aber auch da merkt man das sie ab einem gewissen Punkt nicht mehr entspannt läuft und an der Longe galoppieren lassen kann ich sie nicht.Da läuft sie dann einfach zu schnell und kriegt die Kurven nicht so richtig.Die Besitzerin war mit ihren Problempferden auch schon bei einem Trainer bei Seminaren und es wurde auch besser,allerdings nicht mehr als es jetzt ist.Vielleicht ist das auch schon zu lange und sie hat sich da dran gewöhnt und kann nicht anders,ich weiß es nicht.Ich kenne ja schon viele verschieden Pferde,aber das sie so wenig auf den Reiter reagieren kenne ich nicht.
    Selbst Pferde,die kaum oder gar nicht auf Zügel zum Beispiel reagiert haben,wurden nach kurzer Zeit sehr weich im Maul,weil ich hauptsächlich nur Gewichts-und Schenkelhilfen gegeben habe und im Schritt und langsamen,entspannten Trab klappt ja auch alles super,nur nicht in höheren Gangarten.Insbesondere wenn man ausreitet kann es ein Problem werden,da man nur noch die Richtung,aber nicht das Tempo mehr vorgeben kann.
    Die Reitlehrer hier ,die ich kenne,wissen auch nicht genau,was man ändern könnte,da hab ich schon um Rat gefragt was man machen könne.
    Am Besten glaube ich wäre ja,wenn ich mit ihr eventuell ein Seminar bei einem guten Trainer machen würde oder etwas in der Art,nur da es nur eine Reitbeteiligung und nicht mein eigenes Pferd ist,dürfte es etwas schwierig werden.

  9. #9
    Bettina7
    Hallo P.S.! Wenn du so über die Stute schreibst kommt es mir immer mehr so vor, als wäre das Tier sehr schlecht/unpassend ausgebildet. Dass die Stute beim Longieren die selben Probleme zeigt lässt mich immer mehr vermuten, dass ihre Balance wirklich schlecht ist, bzw. dass sie sie nie gelernt hat, einen Kreis zu laufen. Kennst du die Website "Wege zum Pferd" ? Dort gibt es unter anderem einen ganz tollen Longenkurs, nachdem ich mit meinem Traber arbeite. Das lohnt sich wirklich! Vielleicht hast du mal Zeit und Lust, dir die Seite anzusehen?! Da ich denke, dass die Balance das Problem ist, in Kombination mit den Vorerfahrungen (das Problem besteht ja schon lang und hat sich auch im Pferd festgesetzt) würde ich wirklich versuchen, eine ganz neue Basis mit dem Tier zu erarbeiten. meiner Erfahrung nach ist es mit so genannten "Problempferden" so, dass sie oft eben so frustriert sind, wie die Menschen. Darum wäre es soo wichtig für alle Beteiligten, auch Dinge mit dem Pferd zu erarbeiten, die allen Spaß machen! Und dann kann man auch in ganz kleinen Schritten an den Problemen zu arbeiten beginnen. Oft heißt das, dass man dem Tier ganz neue Wege des Miteinanders zeigen muss bevor der Neustart klappt. Freiarbeit ist da oft super! HAst du in die Richtung schon mal mit ihr gearbeitet? Vielleicht geclickert? Wenn deine RB mein Pferd wäre, würde ich auf jeden Fall versuchen das Gebiss zumindest bis sich das Pferd im Verhalten ändert weg zu lassen.(würde eine weiche gebisslose Zäumung OHNE Hebel verwenden) Das klingt jetzt vielleicht komisch, weil du denkst, dann kann ich sie gar nicht mehr kontrollieren. Wenn die Basis stimmt, glaube ich das aber nicht! Im Gegenteil! diese Stute hat schon so schlechte Erfahrungen mit dem Gebiss machen müssen, dass auch das ein Grund für ihr Davonstürmen sein kann. Sie läuft den Schmerzen davon... MEin erstes Pferd wurde mir von meinem Reitlehrer geschenkt, weil er immer buckelte und für den Schulbetrieb nutzlos wurde. Zuvor verpasste man meinem Pferdchen immer schärfere Gebisse. Mein Wallach Woody wehrte sich immer heftiger. Als ich ihn übernahm, ließ ich alle Gebisse weg. Ich unterrichtete danach 7 Jahre mit ihm. Kleine Kinder galoppierten frei mit ihm über Feldwege und es ist NIE WIEDER jemand von ihm runter gefallen. Das Buckeln war vorbei. Ich mein jetzt nicht, dass du von jetzt auf gleich einfach nur mit Halfter auf das Pferd steigen sollst! Aber ob mit oder ohne Gebiss, der Weg aus dieser Stute ein fröhliches und zuverlässiges Pferd zu machen dauert sicher Monate und erfordert Geduld und konsequente Ruhe in der Arbeit! Da das Pferd beim Ausreiten so unzuverlässig ist, würde ich das nicht mehr mit ihr tun. Zumindest nicht wie bisher. Es gibt Pferde, die alleine beim Ausreiten viel entspannter sind, als in der Gruppe. Wie ist das bei ihr? Oder nur mit einem anderen Pferd, das sie beruhigt? Wie wäre es, wenn du mit ihr spazieren gehst, anstatt zu reiten. Das gibt euch vielleicht beiden Sicherheit. An der Hand kannst du sie auch ab und zu ruhig traben lassen. Nur ein paar Tritte und BEVOR sie schneller wird oder den Kopf hoch nimmt durchparieren und super toll LOBEN! So würde ich mit ihr auch am Reitplatz immer wieder an der Hand arbeiten(nicht mit Gebiss, sonder weichem Kappzaum) Kannst auch Stangen einbauen, damit sie im Takt bleibt.Anfangs nur ganze Bahn. Was am Boden klappt, dann langsam auf den Sattel übertragen. Und parallel würde ich mit ihr nach dem Longenkurs von "Wege zum Pferd" arbeiten. Was ein Seminar betrifft, meiner Erfahrung nach ist das gut, um sich kleine Tipps zu holen, aber auch ein Profi kann halt keinen Knopf am Pferd drücken und es läuft danach normal. Ein guter Trainer kann dir nur einen Plan zusammen stellen, nach dem du dann halt über lange Zeit hinweg arbeiten solltest. Das Problem ist dann oft, dass wir alle nicht unfehlbar sind und sich Fehler einschleichen, die man erst spät bemerkt und für deren Korrektur man wieder einen Trainer braucht... Sowas ist immer schwer, wenn es nicht dein Pferd ist. Zu guter Letzt noch der wichtigste Rat: Hör auf dein Bauchgefühl und mach nichts, bei dem sich einer von euch beiden nicht wohl fühlt. Vor allem nicht nur, weil irgend jemand anderes es dir vorschreibt! Um so sicherer ihr mit einander werdet, umso mehr wird problemlos möglich sein!! Alles Gute für eich!

  10. #10
    P.-S.
    Also Freiarbeit hab ich schon mehrmals probiert,nur findet sie alles andere spannender und lässt sich leicht ablenken.Die Idee mit der gebisslosen Zäumung hatte ich zwar auch schon,allerdings müsste ich das dann selber bezahlen,wenn es nichts nützt ist es dann etwas doof.Mit den Gebissen,bei was für einem Pferd sich welches eignet hab ich nicht so richtig die Ahnung.Sie hat aber eine doppelt gebrochen Wassertrense,ist die gut oder eher nicht so?(Hab da keine Ahnung.)Beim Ausreiten ist sie entspannter wenn andere Pferde dabei sind,vorausgesetzt,sie kann ganz vorne laufen.Wenn ich Tetenreiter bin klappt das Ausreiten am Besten.Ich war mal mehrere Wochen krank und bin in der Zeit mit ihr spazieren gegangen,später auch gejoggt und da ist sie total entspannt.Auf dem Platz hier kann ich mit ihr nur bedingt üben/reiten,da er im Moor ist und bei diesem Wetter eine einige Matschwiese.Ansonsten such ich mir mal einen guten Trainer der mir vielleicht Tipps geben kann und sich mit Problempferden auskennt.Die Internetseite schau ich mir jetzt mal an,danke Bettina7.

  11. #11
    Bettina7
    Hallo P.S. ! Zuallererst: Voll schön zu lesen, wieviel zwischen euch eigentlich gut klappt! Und toll dass du so viel ausprobierst! Darf ich dich fragen, wie du in der Freiarbeit bisher vorgegangen bist? Das Thema Gebiss ist immer ein schwieriges. Ich persönlich verwende seit Jahren keines mehr, nachdem ich in der Ausbildung bei Martin Haller das Bild eines Pferdemaulquerschnittes gesehen habe. Darauf war zu erkennen, dass es im Pferdemaul einfach keinen freien Millimeter gibt, in dem das Gebiss Platz hätte... Wenn doch Gebiss, dann kommt es sehr aufs Pferd und dessen Anatomie an. Die doppelt gebrochene Trense eignet sich sehr für Pferde die eher eine dicke/aufgewölbte Zunge haben. So kann sich die Trense der Zunge besser anpassen. Bei Pferden mit flacher Zunge sind hingegen ungebrochene Stangengebisse ohne Hebel besser geeignet. So hat es mir meine Barocktrainerin erklärt und das fand ich logisch. Was noch dazu kommt ist die Stärke des Gebisses. Oft hört man, umso dicker umso "weicher" ist ein Gebiss, weil die Auflagefläche größer ist. Das stimmt nur bedingt, weil im Pferdemaul so wenig Platz ist, dass ein dickes Gebiss oft wieder als unangenehm empfunden wird. Bei einem dünneren ist dafür die Auflagefläche so klein, dass es schärfer wirkt...
    Zu den gebisslosen Zäumen: Die Firma Sabro bietet z.B. für eine Leihgebühr Testzäume an, die du ausleihen kannst. Und wenn sich das Problem damit wirklich lösen ließe, hätte vielleicht auch die Besitzerin Interesse, in einen guten gebisslosen Zaum zu investieren? Ich hab ja mit nem einfachen Stallhalfter angefangen, das Problem dabei ist aber, dass es sehr schnell ins Auge des Pferdes rutscht. Oder hat vielleicht ein Stallkollege einen gebisslosen Zaum, den man ausborgen könnte? Welche Halftergröße hat dein Pferdchen denn? Wenn du mir hoch und heilig versprichst, dass ich den Zaum zurückbekomm, würd ich euch auch einen borgen, wenn einer von meinen Pferdchen passen könnte.[IMG]file:///C:\Users\Bettina\AppData\Local\Temp\msohtmlclip1\0 1\clip_image002.png[/IMG] Du brauchst ja auch Zeit für die Umstellung und musst ihr die neue Kommunikation in Ruhe erklären! Am besten in Situationen, die ganz problemlos sind. Da solltest du keinen Stress haben, dass du den Zaum zurück schicken musst.
    Da du ja nicht die Besitzerin bist und somit leider auch nicht entscheiden kannst, hab ich noch nicht gefragt, aber wie wird die Stute denn gehalten? Umso mehr Freiheit ein Pferd hat und umso ausgeglichener es ist, umso besser kann man es dann auch aus den verschiedensten Gründen reiten. Könnte die Haltung in eurem Fall Einfluss auf das Verhalten haben? lg

  12. #12
    P.-S.
    Also zum Anfang hab ich mit Natural Horsemanship angefangen und von einer Freundin einfache und nützliche Zirkuslektionen.Klappt auch eigentlcih gut,aber nur wenn man alleine am Stall ist,ansonsten lässt sie sich schnell ablenken und findet alles andere interessanter.Das Gebiss dürfte eine Stärke von 14mm haben wenn ich richtig liege.Ansonsten schau ich mal nach den Testzäumen.Am Stall haben wir zwar auch eine Pferd,welches gebisslos geritten wird,nur ist dieser Zaum zu klein(ist Größe Vollblut und zu klein).Marbelle hat die Halftergröße COB.
    Die Stute steht zusammen mit 8 anderen Pferden auf der Weide mit einem großen wetterfesten Offenstall.Hat also genug Freiheit denke ich.

  13. #13
    ShiGi
    Ich will dir nicht zu nahe treten, vielleicht täusche ich mich auch (ist in der Ferndiagnose nur über Beschreibungen ja nicht unwahrscheinlich), aber für mich klingt das ehrlich gesagt ganz einfach nach einem schlecht ausgebildeten Pferd. In langsamem Tempo wird durch die Gegend geschlurft, sobald es schneller wird, fehlt entweder das Gleichgewicht und das Pferd wird deshalb schneller, oder das Pferd hat Schmerzen im Rücken oder im Maul und rennt deshalb weg. Deshalb auch meine Frage, ob du mal versucht hast, die Zügel einfach lang zu lassen

    Meines Erachtens wäre es am sinnvollsten, einen guten Trainer zu suchen, denn die Besitzerin scheint dem Problem nicht gewachsen. Mit diesem sollte dann an den Grundlagen gearbeitet werden. Zusätzlich schadet auch ein Osteopath nicht, der kontrolliert, ob das Pferd nicht doch irgendwo Schmerzen hat. Hierbei bist du aber natürlich auf die Besitzerin angewiesen...

  14. #14
    P.-S.
    Die Besitzerin hat die Stute nach der Ausbildung bekommen,was davor war lässt sich nicht mehr sagen,über Ausbildung und ähnliches.In langsamen Tempo läuft sie normal,ist aufmerksam und achtet auf den Reiter.Erhöht man das Tempo,hat sie,meiner Meinung nach,einfach kein Bock mehr das zu machen,was ich will und pest los.Reite ich sie mal ohne Sattel,ist es auch etwas entspannter.Sie am langen Zügel laufen zu lassen,geht nur wenn sie entspannt ist.Dann trägt sie den Kopf auch eher tief.Bei langen Zügeln im Trab trägt sie ihren Kopf wieder hoch.Nach einen Trainer schau ich mich grad um,nur wird das eher begrenzt sein,da ich dann,und nicht die Besitzerin die Kosten tragen müsste.Das Problem hat sie schon ja von Anfang an,durchgecheckt wurde sie auch,ergab aber nichts.Denke nicht,dass sie das nochmal machen wird.Allerdings haben auch (fast) alle ihre Pferde auch irgendwelche Probleme,da sie über mehrere Hände zu ihr gekommen sind oder schlechte Erfahrungen gemacht haben,was man immer noch etwas merkt.

  15. #15
    Calimero
    Naja aber ein Pferd lernt sein Leben lang. Sagen Sie Ausbildung wäre abgeschlossen und sie ist halt schlecht ausgebildet ist keine gute Ausrede.

    Passt der Sattel? Wundert mich, dass du sagst, sie läuft ohne Sattel entspannter. Vielleicht sollte man das mal angucken, das ist auch von den Kosten her überschaubar.

    Sonst hilft da meiner Meinung nach nur ein guter Trainer und viel Übung.

  16. #16
    SoylentGreen
    Zitat Zitat von P.-S. Beitrag anzeigen
    Erhöht man das Tempo,hat sie,meiner Meinung nach,einfach kein Bock mehr das zu machen,was ich will und pest los.
    Ich garantiere dir: Diese Reaktion hat nichts mit Bock oder keinen Bock zu tun. Sondern mit einem erlernten Verhalten z.B. durch Schmerz oder fehlerhafte Hilfen oder mit körperlichen Missständen z.B. eine unzureichend trainierte Rückenmuskulatur oder Verrenkungen im Rücken oder Halsbereich zu tun.

    Ich halte es für schwierig ein Pferd in dem Alter noch wieder "hinzukriegen", dann noch der unbrauchbare Platz... aber den Versuch hat die Stute definitiv verdient.

  17. #17
    Missymannmensch
    Ganz ehrlich, erhöhtes Tempo und pesen kenne ich ausschliesslich von nicht richtig ausgebildeten und nicht unter dem Reiter ausbalancierten Pferden.
    Das bekommt man in jedem Alter noch hin, unter Anleitung eines guten Trainers und mit guten Methoden.

    Wie viele Pferde gibt es, die z.B. in den Galopp rein rennen.

    Auch da kenne und reite ich persönlich genug, die nicht über einen guten Reitplatz/Halle verfügen und ausschließlich im Gelände ausgebildet wurden, nachdem es von "bereiter" und/oder Besitzer verhunzt wurde.
    Gegenzug alles, mit der nötigen Geduld/wissen/Geld.

  18. #18
    ShiGi
    Du solltest vor allem von der Annahme Abstand nehmen, dass das Pferd aus Boshaftigkeit rennt, bzw. weil es "kein Bock" hat. Das Wegrennen ist in der Regel ein Signal für Schmerzen und/oder Unausbalanciertheit. Es gibt zwar Pferde, die einfach gerne laufen, genauso wie es andere gibt, die sich eher ungern bewegen, aber das ist nach deinen Beschreibungen hier nicht der Fall. Das Pferd will sich dir eigentlich nicht wiedersetzen, es weiß sich einfach nicht anders zu helfen

    Der Plan, einen Trainer zu suchen, ist definitiv gut. Was die Kosten angeht, musst du es auch so sehen, dass Unterricht nicht nur dem Pferd nutzt, sondern auch bzw. vor allem du sehr viel lernen kannst

  19. #19
    P.-S.
    Also,ich bin die letzten Tage nur gebisslos geritten und es klappt damit genauso gut wie mit der Trense,wenn nicht sogar besser.Jetzt kann ich sogar mit ihr den normalen Arbeitstrab reiten,was vorher nie möglich war und auch beim galoppieren läuft sie jetzt viel entspannter als vorher.

  20. #20
    SunnyBountySpeedy
    Hi

    Ich hatte auch mal ein Pferd das schwer zu händeln war und immer den kopf hoch gerissen hat. Ich habe damals einen Tilemann Zügel reingemacht und es hat super geklappt.

  21. #21
    Bettina7
    Ich freu mich sehr, dass es ohne Gebiss besser für euch läuft!! Zum Thema Hilfszügel kann ich mir meine Meinung jetzt nicht verkneifen: Ich persönlich wär sehr vorsichtig einem schlecht ausbalancierten Tier oder einem Pferd mit Angst vor dem Gebiss einen Thiedemannzügel einzuschnallen. Damit kann man ganz viel gute Vrarbeit zunichte machen... So wie du es bei deinem Pferd beschreibst hat sie wohl einfach zum Ausdruck gebracht, dass ihr das Gebiss unangenehm ist! Wie schön, dass ihr eine für euch beide passende Lösung gefunden habt! Gratuliere euch zu eurem Erfolg und vor allem eurem Teamwork!Es ist oft für Pferd und Mensch nicht leicht, sich auf Neues einzulassen. Sehr schön, wenn es klappt!

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