Sind Hennen krankheitsanfälliger?



  1. #1
    häschen-86

    Sind Hennen krankheitsanfälliger?


    Hallo ihr Lieben,

    kann es sein, dass Hennen anfälliger für Krankheiten sind?
    Oder ist es Zufall, dass meine fünf Hennen alle krank waren.
    (Tumor, Kropfentzündungen,Gewichtsverlust,etc.)
    Die vier Hähne aber noch nie was hatten?

    Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

    Liebe Grüße



  2. #2
    Laura
    Hallo,

    allgemein kann man nicht sagen, dass Hennen krankheitsanfälliger sind. Es können natürlich geschlechtsspezifische Krankheiten auftreten, die Hähne nicht bekommen können (z.B. Legenot), andersrum verhält es sich allerdings ähnlich (z.B. Hodentumor).

    Wellensittiche sind durch ihre lange, intensive Züchtung auf Form und Farbe mitunter recht anfällig für Tumore. Das tritt völlig unabhängig vom Geschlecht auf und hat viel mehr mit den Genen und der Linie, aus welcher der Vogel stammt, zu tun. Andere Dinge, wie Infektionen, hängen vom Immunsystem ab - auch hier gibt es Vögel, die ein stärkeres Immunsystem haben als andere, egal ob Hahn oder Henne, wobei man hier auch durch die Ernährung gut unterstützen kann.

    Meine Erfahrungen sind insgesamt ausgewogen. Ich hatte bisher folgende Krankheitsfälle, in der genannten Reihenfolge:
    Henne mit Nierenversagen (verstorben)
    Henne mit Brustlipom (lebt noch und ist quietschfidel)
    Hahn mit Leberversagen (verstorben)
    Hahn mit Brustlipom (eingeschläfert)
    Henne mit Nierentumor (verstorben)
    Henne mit Pankreasinsuffiziens (lebt noch und ist wohlauf)

  3. #3
    Amber
    Hallo,

    ich würde es als ein unglückliches Zufall sehen, denn wie Laura bereits schrieb sind Wellensittiche sehr Krankheitsanfällig. Besonders Tumore und Organprobleme sind bei ihnen leider auch nicht selten.

    Bei meiner Schwester war es bisher eigentlich immer so, dass, wenn einer was hatte, etwa mehrere mit betroffen waren (Hahn und Hennen) oder, dass die Hennen einen hartnäckigeren Infekt hatten, der längere Zeit behandelt werden mussten.Häufiger Krankheitsanzeichen zeigten bisher aber eigentlich meist eher die Hähne, deren Immunsysteme wohl aus irgendwelchen Gründen nicht so gut intakt ist.


    Liebe Grüße
    Amber

  4. #4
    Thomas90
    Also generell kann man das so nicht sagen..!

    Aber aufjedenfall stecken sie sich leichter an.
    Also sobald bei einer eine krankheit auffällt, sie von den anderen wegnehemn und behandeln lassen (einzeln). Dann hat diese einzelne mehr chancen zu überleben und die anderen stecken sich nicht auch noch an.

    Das ist das was ich dazu beitragen kann, hoffe es hat wenigstens ein bisschen geholfen!

    Liebe Grüße

  5. #5
    Laura
    Hast du Belege dafür, dass Hennen sich angeblich leichter anstecken? Das hieße ja, dass ihr Immunsystem schlechter und sie damit eben doch krankheitsanfälliger sind, was du wiederum verneinst, also irgendwie widersprichst du dir selbst

    Zitat Zitat von Thomas90 Beitrag anzeigen
    Also sobald bei einer eine krankheit auffällt, sie von den anderen wegnehemn und behandeln lassen (einzeln). Dann hat diese einzelne mehr chancen zu überleben und die anderen stecken sich nicht auch noch an.
    Das ist aber Quatsch. Der kranke Vogel hat allein nicht mehr Chancen zu überleben als im Schwarm, der Verlust der Artgenossen ist auf keinen Fall förderlich für die Genesung. Ob und wenn ja wie schnell die Artgenossen sich anstecken können, hängt völlig von der Krankheit ab. Wenn bei einem Vogel Symptome ersichtlich werden, könnten die anderen sich längst angesteckt haben über Futter, Wasser, Schnäbeln, gegenseitiges Putzen, Aushusten und Einatmen von Erregern. Bei einigen Krankheiten ist es zudem kontraproduktiv, nur den betroffenen Vogel zu behandeln, da es überaus wahrscheinlich ist, dass Artgenossen ebenfalls betroffen sind, obwohl sie (noch) keine Symptome zeigen. Die Inkubationszeit ist mitunter sehr lang. Es gibt noch dazu Krankheiten, die lebenslang im Vogel bleiben und verbreitet werden können, auch wenn er keine Symptome zeigt.

  6. #6
    Amber
    Zitat Zitat von Laura Beitrag anzeigen
    Hast du Belege dafür, dass Hennen sich angeblich leichter anstecken? Das hieße ja, dass ihr Immunsystem schlechter und sie damit eben doch krankheitsanfälliger sind, was du wiederum verneinst, also irgendwie widersprichst du dir selbst
    Belege habe ich keine, es sind nur erfahrungen, die ich bei den Tieren beobachtet habe.

    Hier war es eigentlich schon immer so, dass etwa beide Geschlechter erkrankten und hierbei die Hennen schwerer betroffen waren als die Hähne oder es waren die Hähne, die nach einer einfachen Mauser immer wieder Symptome aufzeigten.

    Allgemein kann man sagen, dass bei uns die Hähne öfter, jedoch leichter erkrankten, z.B. bei bakteriellen Infekten.
    Die Hennen wurden hier eher seltener krank und wenn, dann zieht sich der Infekt meist dafür jedoch in die Länge oder der Befund fällt schlimmer aus.

    Bei den derzeitig Wellis könnte man es auf die Megabakterien schieben, weil diese Erkrankung angeblich das Immunsystem schwächt. Trotzdem fällt aber auch bei den derzeitigen dreien (2 Hennen und 1 Hahn) auf, dass die eine Henne, die schon einen Schub mit Megabakterien hinter sich hat, selten sich unwohl fühlt, im Vergleich zu ihrem Partner, der noch nie einen Megabakterien-Schub hatte, aber trotzdem alle paar Wochen aufgeplustert irgendwo in der Voliere sitzt.

    Bei den vorherigen Wellis war dies jedoch auch schon so und bei denen waren Megabakterien nie nachgewiesen worden.
    Warum es so ist, wissen wir nicht und vielleicht ist es auch purer zufall.


    Liebe Grüße
    Amber

  7. #7
    Laura
    Zitat Zitat von Amber Beitrag anzeigen
    Belege habe ich keine, es sind nur erfahrungen, die ich bei den Tieren beobachtet habe.
    Damit meine ich Thomas

    Infektionskrankheiten hatte ich dankenswerterweise noch keine im Bestand, daher kann ich bezüglich der Ansteckungssache nicht aus dem Nähkästchen plaudern. Ich denke aber, dass es wohl nicht am Geschlecht liegen wird, wenn ein Tier sich schneller ansteckt oder heftiger erkrankt, sondern an den individuellen Genen und Immunsystem. Denn wenn man es etwas dramatisiert, wäre es für das Bestehen einer Art extrem unvorteilhaft, wenn ein Geschlecht deutlich krankheitsanfälliger wäre.

  8. #8
    häschen-86
    Danke für eure Antworten.
    Dann hatte ich bisher wohl einfach nur Pech mit meinen Hennen.

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