Umstellen aufgrund "eigener Probleme"?



  1. #1
    Keks1990

    Umstellen aufgrund "eigener Probleme"?


    Hallo liebe Foris
    Möchte euch ein bisschen was zu meinem Pferd und mir erzählen....
    Ich bin 25 und reite seit gut 20 Jahren (hatte schon zwei eigene Pferde) und bin seit einem Jahr wieder Besi eines Islandpferdes (mein erstes Gangpferd)
    Seit August stehen wir auf einem neuen sehr schicken Hof mit lauter Isis (2 Herden, insgesamt glaub 20 Pferde) Der Hof ist sehr familiär und ruhig, gezüchtet wird dort nicht mehr sondern nur noch Pensionsbetrieb.
    Zuvor standen wir auf einem Hof mit 40 Einstellern, großer Betrieb mit Zickereien und letztendlich schlechter Futterqualität weshalb ich mein Pferd dort wegstellte. Ich fand die Anlage zwar sehr angenehm mit Reithalle, Round Pen, großer Reitplatz usw. war aber der Meinung ich als Freizeitreiter nutze das kaum.

    Der neue Hof hat zwar eine Halle , welche aber Round Pen Größe hat und etwas provisorisch abgespannt mit Band (was mein Pferd sehr suspekt findet) der Platz ist leider ca. 1 km vom Hof entfernt auf einem Berg.
    Kurz und knapp, seitdem wir nun dort sind hat sich mein Pferd zum extremeren Kleber entwickelt, vor allem weil alles sehr "auseinander gerissen" ist, die Halle ist gut 500m Fußweg um Ecken und Kurven, der Platz auf einem Berg und überall hat mein Pferd kein Sichtkontakt zu den Anderen.

    Im Sommer stehen die Pferde auf riesigen Weiden (insgesamt ca. 50 ha) und im Winter sind sie im Offenstall am Hof. Der Anbindeplatz liegt auch um ein paar Ecken so dass auch hier mein Pferd oft ganz kirre wird wenn er kein anderes Pferd sieht.

    Zur Anmerkung, im letzten Stall war das ok. Der Anbindeplatz war mitten im Hof, nebenan Halle und Platz. Da war das Ausreiten zwar auch mal ein Kampf mit umdrehen aber es wurde immer besser.

    Tja im neuen Stall 8wo wir seit August 15 sind) ist das leider anders, alleine ausreiten kaum möglich, beim Spazieren gehen öfters aufgeregt aber nie unkontrolliert. Wir gehen viel raus, mit Knotenhalfter und arbeiten seit 1 Monat nach Pat Parelli.

    Unser Problem: Bubi klebt Das ist aber erst so extrem nach unserem jetzigen Stallwechsel, wobei die Bedingungen (wie Auslauf, Herrenkonstellation etc.) einfach top sind

    Aus dem Grund bin ich momentan sehr entmutigt und die Lust am Reiten ist mir auch vergangen da ich mittlerweile recht nervös bin weil ich die Erwartung hab Pony ist wieder mega hibbelig...Wir arbeiten viel dran! Viel Boden-und Longenarbeit, Schecktraining, Spaziergänge usw.
    Aber alles in allem wurschtel ich selbst rum. Die Stallbesitzer sind total nett und wirklich sehr bemüht bei allem in der Hinsicht fühl ich mich sehr wohl in dem Stall, der Preis ist ok und die Lage an sich auch.

    Knackpunkt ist 45 km einfach (wenns jetzt mit Jobwechsel klappt dann nur noch ca. 30 km) Weg an den Stall, was ich von vorne herein wusste. Gar keine Frage! Es gab hier nichts adäquates mit Weidegang und das wollte ich Bubi gönnen, hab gemerkt wie gut ihm das doch tut!

    Aber mittlerweile bin ich an dem Punkt zu sagen etwa ich stell das Reiten ein und lass ihn dort stehen, weil ich momentan so "erschöpft" bin und es mir eh nicht wirklich zutraue alleine rauszugehen. Fußbegleitung ist kaum möglich, erstens läuft Pony flott und das Gelände ist sehr hügelig. Oder ich mute ihm innerhalb eines Jahres einen dritten Stallwechsel zu was ich eigentlich gar nicht mag aber vll ein Stall der mehr beieinander ist und ihm dieses Kleben abnimmt? Wisst ihr was ich meine?
    Ansonsten hab ich mich schon fast damit angefreundet bei Zirzensik und Bodenarbeit zu bleiben, es ist nämlich nicht so dass ich Reiten Muss ich liebe es auch einfach mich so mit Pony zu beschäftigen. Reiten wäre ganz nett aber so ists auch ok (krieg zwar immer zu hörn du hast jetzt so ein teures Reitpferd aber naja)

    Als die Pferde im Sommer 24h draußen warn, war das alles auch kein Problem, da war er sehr ausgeglichen...aber kann das denn nur daran liegen?
    Fütterungstechnisch kriegt er im neuen Stall 2 mal am Tag Heu in der Gruppe (er ist recht ranghoch....seit Neuestem...also Heu kriegt er!) als Einstreu im Offenstall Stroh zum Knabbern und sonst nichts. Er ist auch recht mäkelig, das macht die Mineralfuttersuche nicht einfach Nach der Arbeit gibts ab und an mal eine Handvoll gehäkseltes Luzerne und sonst Karotten und Äpfel.
    Bin momentan einfach ratlos



  2. #2
    Bettina7
    Hallo Keks! Zuallererst möcht ich dir sagen wie schön ich es finde, dass du dich so um das Wohlergehen deines Pferdes bemühst! Ich verstehe aber auch deine Ratlosigkeit im Moment. Ich denke eines der wichtigsten Dinge ist, dass du mit deinem Pferd den für euch passenden Weg gehst, unabhängig davon, was andere sagen! Das ist streckenweise dann manchmal leider ein einsamer Weg (zumindest was die anderen Reiter betrifft) dich und dein Pferd wird es aber immer enger zusammen schweißen!
    Aber jetzt mal konkreter: Verhält sich dein Pferd seit dem Stallwechsel anders? Oder seit er nicht mehr auf der Koppel steht? Oder seit dem neuen Training nach NHS? (Ich persönlich bin da skeptisch eingestellt. Liegt aber sicher daran dass ich früher von einer sehr bekannten, zugleich aber, meines Erachtens nach, sehr inkompetenten NHS Trainerin unterrichtet wurde... Seither gibts bei uns nur noch positive Verstärkung! Aber es sind sicher nicht alle NHS Trainer gleich!)

    Ist der Offenstall strukturlos oder können sich die Tiere unterschiedlich beschäftigen. Hab z.B. eine sehr kluge Stute bei mir, die immer irgend was zutun braucht, sonst wird sie unrund. (Z.B.: Äste in die Gegend werfen, Karton zertrampeln, Leckerlibaum aufnaschen.

    Das Thema Pferdeverhalten ist ja sehr komplex, darum ist es echt nur ein Raten, was Ursachen sein könnten, ohne euch einmal gesehen zu haben, aber ist es vielleicht auch möglich, dass er deine Unsicherheit im neuen Stall fühlt und dich spiegelt?

    Du hast geschrieben, dein Isi hatte auch füher schon Probleme mit dem aus der Herde gehen. Wurde ihm deines Wissens nach jemals richtig gezeigt, dass er dem Menschen auch ohne Pferdegesellschft vertrauensvoll und gefahrlos folgen kann? Hast du deiner Trainerin das Problem mit dem alleine raus gehen geschildert? Wenn ja, welche Lösungsansätze hat sie euch mit auf den Weg gegeben?

    Und noch kurz zum Reiten: Bei uns leben 4 Pferde, drei davon meine eigenen. Ich bin sie noch nie geritten und habe das auch in Zukunft nicht vor. Seit dem Tod meines ersten Pferdes, das an Blutkrebs starb, saß ich auch auf keinem anderen. Und das obwohl ich früher unterrichtet habe. Meine Reitschüler haben ganz schön mit den Ohren geschlackert, als ich ihnen meine Entscheidung verkündet hab. Viele konnten es ewig nicht fassen, andere konnten es nicht akzeptieren, wieder andere verstanden meine Entscheidung.
    Weißt du ich will dir damit nur sgen: Es gibt nur einen vor dem du dich rechtfertigen musst, und ds ist dein Pferd. Denn er ist auf dich angewiesen! Lass dir aber auch die Zeit mit deinem Pferd von niemanden verderben bzw. nehmen, nur weil du andere Ansichten hast!
    Viele Fragen, aber ich hoff du kannst dir ein bischen was draus mitnehemen für deinen Lieben! Wenn du auf dich und ihn höst, findest du garantiert den richtigen Weg!

  3. #3
    SoylentGreen
    Die Entscheidung, ob du den Stall wechselst oder nicht, kann dir leider niemand abnehmen, das musst du dir für dich überlegen.
    Ich kann dir nur erzählen, wie ich die Sache sehe und was ich tun würde:
    Erstmal scheint ja weder dein Pony noch du besonders glücklich mit eurer Arbeit zu sein. Dein Pony zeigt dir das indem es nicht von der Herde weg möchte, du indem du regelrecht die Lust daran verloren zu haben scheinst, überhaupt in den Stall zu gehen. Daran solltest du unbedingt arbeiten. Vielleicht auch mal einen ganz anderen Weg einschlagen? Bei der ganzen Bodenarbeit und NHS-Geschichte finde ich es jedenfalls seltsam, dass das Pony so gar nicht mit dir allein sein mag. Da muss irgendwas schief laufen. Entweder ist die Arbeit für das Pony sehr frustrierend oder du machst ihm mit deiner Körpersprache sehr deutlich, dass es sich bei dir nicht sicher fühlen kann. Vielleicht solltest du es mal mit einem anderen Trainer probieren? Vielleicht auch eine andere Methode probieren?
    Ich wäre da ähnlich wie du total frustriert. Würde meine Art und Weise wie ich mit dem Pony arbeite auf jeden Fall überdenken und mich da in erfahrene Hände geben.
    Denn auch ohne das Pony zu reiten, ist sowas doch enorm anstrengend, da hätte ich keine Lust zu.

    Dann zum Thema füttern: Ich weiß nicht, was sich manche Stallbesitzer dabei denken oder ob sie überhaupt gedacht haben, aber 2 mal pro Tag füttern ist weder sinnvoll noch artgerecht. Das ist bestenfalls bequem fürs faule Personal... Es sei denn es wird so viel gefüttert, dass es höchstens zu einer Fresspause kommen kann aufgrund von anderen pferdigen Beschäftigungen und nicht aufgrund dessen, dass einfach nichts mehr da ist.
    Und auch das Füttern in der Gruppe halte ich bei nicht ad Libitum Fütterung für absoluten Blödsinn. Der Ranghohe schlägt sich den Bauch voll und die anderen haben das Nachsehen. Glückwunsch. Das soll heißen: Je nach dem wie es nun bei dir am Stall gehandhabt wird, ist das eventuell gar nicht mal so toll.
    Wenn ich schon gezielt Füttern möchte und nicht ad libitum muss ich da mindestens 3 mal, besser noch öfter, Futter in die Box schieben. Es muss ständig Futter ins Pferd, da führt kein Weg dran vorbei. Darauf ist der Verdauungtrakt dieser Tiere ausgelegt. Wenn man das aber ignoriert, kann das ernsthafte Folge haben z.B. ein Magengeschwür.

    Die langen Wege auf dem Hof finde ich jetzt allgemein nicht wirklich schlimm, bin ja schließlich da um mich zu bewegen. Die empfindest du ja lediglich als störend, weil das Verhältnis zwischen dir und deinem Pony aufgrund was auch immer nicht so innig ist. Daran könnte man arbeiten, damit es eben besser wird.

    Der lange Weg zum Stall von dir Zuhause aus würde mich aber stören. Das ist ja selbst mit dem Auto nicht mal eben so zu machen. Auch 30 km klingt jetzt nicht sooo prickelnd. Mir ginge das auf Dauer echt auf den Keks aber gut, das muss jeder für sich entscheiden.

    Was das angespannte Verhältnis zu den Miteinstellern angeht, so sind wir da wohl grundverschieden. Mir wäre das total egal, was die nun meinen oder nicht, bin ja schließlich wegen meinem Pferd da und nicht wegen den Leuten. Auch hier bist du wohl so "abhängig" aufgrund der Situation mit deinem Pony.

    Fazit: Meine Lösung für dich: Das Problem kreist hier doch im Prinzip immer nur darum, dass dein Pony ziemlich klebt und du deshalb total "erschöpft" bist. Warum also nicht hier nach einer Lösung suchen, statt zu flüchten und das eigentliche Problem ignorieren?

  4. #4
    Calimero
    Ich denke, Soylent Green hat da schon ziemlich recht, ihr scheint ja nicht nur im Stall, sondern auch mit der ganzen Situation nicht glücklich zu sein.

    Daran solltest du arbeiten und die Ursachen suchen. Aber guck dich doch mal ganz unverbindlich um, was es denn sonst so an Ställen gibt.
    Ich hab mit meinem den Umzug auch rausgezögert, weil ich es ihm nicht schon wieder antun wollte. Letztlich hat er sich super schnell eingewöhnt und der Umzug tat ihm sichtlich gut.
    Ich würde es jetzt nicht drauf anlegen, denn all eure Probleme löst das sicher nicht, aber ich finde der falsche Stall kann einem schon gründlich die Freude nehmen und das tut weder dir noch deinem Pferd gut...

  5. #5
    Keks1990
    Erstmal herzlichen Dank für eure netten Beiträge
    Tut gut mit "neutralen" Personen zu quatschen... Ich habe leider schon 90% der in Frage kommenden Ställe hier im Umkreis (30 km) abgegrast
    Ich dachte halt, wenn ich es doch schaff meinen Wallach in meine Nähe zu holen, dass wir öfters "üben" können und wir eine Beziehung aufbauen können Momentan schaff ich es in manchen Wochen 5 mal an den Stall, wenn ich viele Nachtdienste habe pack ich manchmal nur 3 mal.
    Im Winter ist das recht schwer, früher dunkel und oft Schnee am Stall, der etwas außerhalb liegt. Ich dachte Pony tuts gut, im Sommer diesen Weiden aber jetzt im Winter explodiert er förmlich. Gestern waren wir 20 min aufm dem Reitplatz (ja, wir haben uns hochgekämpft, mein Freund war dabei) da galoppierte mein Wallach erstmal 5min im wilden Renngalopp an der Longe. Danach war er dann ruhiger...
    Kurz zusammengefasst:
    Mir gibt das schon sehr viel Sicherheit wenn Jemand mit uns läuft aber mein Freund hat schließlich auch nicht immer Zeit, am Stall hab ich niemand und fast Tal einen RL zu holen der 30 Ecken will ist leider nicht drin

    Meine Überlegung war noch Beritt, also Korrektur wo man das Problem Kleben angeht (und zwar bei uns am Stall) dass ich event. 2 Monate einen Bereiter suche der mein Pferd ca. 3 mal die Woche bereitet und das Problem angeht?

  6. #6
    SoylentGreen
    Schön, dass du dich zurückmeldest Sehe gerade erst, dass du ja noch ganz neu hier bist und möchte dich daher hier im Forum herzlich Willkommen heißen!

    Um da mal etwas mehr in die Materie einsteigen zu können: Wie sieht denn der Bewegungsanreiz im Winter für die Pferde am Stall aus? Dein Pony steht also im Offenstall. Wie viele Pferde sind in der Gruppe und wie viel Platz haben sie? Wie siehts mit dem Boden aus: Viel Matsch oder trocken? Gibt es da zusätzlich noch Auslauf für die Pferde? Wo sind Tränken angebracht und wo bzw. wie gibts Futter? Wie alt ist dein Pony und wie alt sind seine Stallkumpels?

    Bei der Stallsuche bin ich leider raus. Komme nun so absolut gar nicht aus deiner Gegend, um dir da irgendwie hilfreich sein zu können.

    Dass die ganze Trainingbespaßung schön teuer ist, glaube ich dir gern. Aber ich denke, dass die Idee mit dem Bereiter, auch wenn es eventuell recht teuer werden könnte, doch ne ganz gut ist, damit du wieder Vertrauen in dich und dein Pony gewinnst. Wichtig ist nur, dass der dann auch zusammen mit dir das Problem angeht und nicht nur alleine herumdoktort.

    Vielleicht wäre ja auch ganz allgemein, wenn die Arbeit mit dem Bereiter abgeschlossen ist, eine erfahrene Reitbeteiligung etwas für dich. Dann hättest du Jemanden, der mit dir zusammen dein Pony betüdelt. Gerade wenn du mal wenig Zeit hast, ist dein Pony dann trotzdem gut versorgt bzw. beschäftigt.

    Mit dem Auspowern an der Longe solltest du vorsichtig sein. Pferde haben recht schnell raus, wenn man sie vor der Arbeit erstmal ne Runde freidrehen lässt. Das schafft für das Pferd eine Erwartungshaltung vor dem Training. So nach dem Motto "gleich darf ich, gleich darf ich!" Das sorgt schon für Unruhe, bevor du überhaupt begonnen hast. Der Weg zum Reitplatz wird dadurch gleich noch viel stressiger. Auch beruhigt es das Pferd nicht zwingend "wild" sein zu dürfen. Es führt lediglich irgendwann zu Erschöpfung und weitergehend dazu, dass das Pferd im Prinzip einfach nur "aufgibt", weil es merkt, dass es der Situation nicht entkommen kann, nicht aber zu der Erkenntnis kommt, dass doch alles in Ordnung ist. Das ganze frustriert ein Pferd durchaus und wird für den nächsten Anstieg zum Reitplatz schonmal im Kopf abgespeichert. Besser wäre, das Pony ruhig und bestimmt zur Mitarbeit zu bewegen.
    Ein weiterer Negativpunkt ist natürlich, dass du das Pony da "kalt startest", 10-20 Minuten Arbeit im Schritt sollte da defintiv drin sein, bevor du überhaupt anfängst mit "richtiger" Arbeit.
    Das heißt ja aber nicht, dass das langweilig sein muss. 20 Minuten den Reitplatz zu umrunden und dabei das Pony hinter sich herzuschleifen ist nicht nur für dich extrem fad, sondern auch fürs Pony. Du könntest doch z.B. direkt in die Bodenarbeit einsteigen. Was sich da vielleicht am besten anbietet wären Entspannungsübungen. Übungen bei denen du zu stark auf die Konzentration deines Pferdes angewiesen bist, würde ich hier erstmal weglassen. Auch so "Dominanzgeschichten" wie Rückwärts richten oder Seitengänge sind hier völlig fehl am Platz. Vielleicht hast du da ja bereits was in peto, das dein Pony total gut macht oder mit welcher Übungen du ihn recht schnell bei dir hast.
    So als Vorschlag: Was ich immer gern gemacht habe, sind "Abkauübungen". Dazu braucht dein Pferd lediglich eine Trense und du eine Gerte. Du gehst auf Höhe Gurtlage neben deinem Pony her, Zügel in die Hand wie beim Reiten (rechts und links des Widerrists), Hände kannst du bequemlich auf dem Pferd ablegen. Wenn du auf der linken Hand bist, kommt die Gerte in die rechte Hand, also quasi immer "nach außen". Die Gerte ist dazu da um die Hinterhand bei Bedarf "zu lenken" bzw. "einzurahmen. Anfangs kannst du die Gerte auch zum leichten Antippen benutzen oder etwas schnalzen oder Stimmkommandos geben, um das Pferd vorwärts zu bewegen. Die meisten Pferde sind erstmal etwas irritiert, dass sie laufen sollen, obwohl der Mensch nicht an der richtigen Position steht. Was du dann im Grunde genommen machst, ist nichts anderes als das Pferd durch spielen am Zügel immer wieder dazu zu ermutigen zu kauen und sich abzustrecken. Das kann je nach dem, was das Pferd so kennt oder wie lange es braucht um sich darauf einzulassen, etwas dauern. Sobald es sich dem Zügel entgegendehnt und/oder kaut, gibst du sofort nach und lässt die Dehnung zu. Da darf kein Gegendruck von deinen Händen kommen! Wenn es erst etwas verhalten ist, wiederholst du das ganze bis das Pony sich den Zügel einfordert. Dann Zügel hingeben, loben und ein paar Schritte laufen und es völlig in Ruhe lassen. Das macht eigentlich dann recht schnell Klick und das Pferd sucht die Tiefe. Positiv: Diese Übung entspannt total. Sowohl Pferd als auch Mensch.
    Diese Abkauübungen kann man aber auch im Stehen machen. Pfoten dazu direkt an die Gebissringe und vorsichtig spielen. Sobald das Pferd kaut, loben. Wiederholt man das ein paar Mal kann man regelrecht dabei zugucken, wie sich das Gesicht des Pferdes entspannt.
    Wichtig dafür, dass sich das Pferd entspannen kann, ist natürlich, dass man selber eine entspannte Haltung einnimmt. Im Stehen kann man z.B. lässig sein Gewicht auf ein Bein verlagern.

  7. #7
    Keks1990
    Ich habe nun die Chance mein Pferd beim Nachbarhof in Beritt zu geben Danke für eure Hilfe aber ich glaube der Weg wird der Richtige sein.

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