Kanarienvogel zugeflogen; weiteres Vorgehen?



  1. #1
    33mg

    Kanarienvogel zugeflogen; weiteres Vorgehen?

    Hallo,

    uns ist vor kurzem ein Kanarienvogel zugeflogen und nach den Versuchen einen möglichen Besitzer ausfindig zu machen, wird er wohl hier bleiben und hat
    dazu schon den passenden Käfig bekommen.
    Nun möchte ich ihm einen Kollegen dazustellen, nur bin ich mir unsicher, wie ich das am besten angehe. Der Vogel scheint männlich zu sein, jedenfalls singt er ausgeprägt, ausdauernd und laut, was Weibchen wohl eher nicht tun.
    Die Idee war, ein Weibchen aus einem Tierheim zu ihm zu stellen. Passt das so, oder wäre das ein Fehler? Wenn das passt, wie stelle ich das am besten an?

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    Hast du schon mal in dem Ratgeber von Thomas Haupt geschaut? Dort steht viel Interessantes zur Auswahl und Kauf, zur richtigen Haltung und Pflege, zur ausgewogenen Ernährung, zur abwechslungsreichen Gestaltung des Vogelheims sowie zur sinnvollen Beschäft



  3. #2
    Laura
    Hallo,

    schön, dass ihr den Vogel aufgenommen habt. Wenn ihr den Fund bei Polizei und Tierheimen gemeldet habt und sich trotzdem kein Besitzer gefunden hat, sollte der nächste Schritt vor dem Dazusetzen eines Zweitvogels sein, den Findling untersuchen zu lassen. Er könnte sich draußen Parasiten eingefangen habe. Bei einem vogelkundigen Tierarzt sollten Kotproben und Kropfabstriche genommen und untersucht werden. Wenn die Ergbenisse negativ sind, steht einer Partnerin nichts mehr im Wege.
    Hier findet ihr Adressen vogelkundiger Tierärzte: http://vogeldoktor.de und https://www.welli.net/tierarzt-liste.html

    Dass ihr eine Henne aus dem Tierheim aufnehmen wollt, ist eine gute Idee. Bei der Vergesellschaftung solltet ihr nach Möglichkeit erst zwei Käfige nebeneinander stellen, sodass die beiden sich durch das Gitter kennenlernen können. Dann verläuft die direkte Zusammenführung harmonischer.

    Ich würde euch noch dazu raten, euch im Vorraus darüber zu informieren, wie man Kanarienvögel vom Brüten abhält und was zu tun ist, wenn doch Eier gelegt werden. Bei zwei Vögeln unbekannter Herkunft solltet ihr Nachwuchs vermeiden.

  4. #3
    Nordfrau
    Hallo!

    Wahrscheinlich habt Ihr schon einen zweiten Vogel zu Eurem Findling
    dazugesellt, doch vielleich helfen Euch meine Erfahrungen trotzdem weiter.

    Mir ist es Ende Februar diesen Jahres ähnlich wie Euch ergangen, denn
    mir ist auch ein Kanarienvogel zugeflogen, den keiner vermisst oder
    gesucht hat... Mein Mann und ich haben dann entschieden, ihn zu
    behalten. Was hätten wir auch sonst tun sollen? Hätten wir ihn wieder
    im Garten freigelassen, hätte er die Nacht nicht überlebt, und das
    wollten wir nicht. Also sind wir losgefahren und haben im nächsten
    Baumarkt den größten Käfig gekauft, den wir finden konnten.

    Schon am nächsten Tag trällerte unser Schützling munter drauf los,
    also war es ein Hahn (es soll allerdings auch singende Hennen geben).
    Wir gesellten ein paar Tage später eine Henne dazu, und jetzt (6
    Wochen später) haben wir noch einen Käfig und ein zweites
    Kanarienpärchen dazugesellt. Damit haben wir eine kleine Gruppe und
    damit soll gut sein.

    Ich habe bewußt KEINEN TIERARZT aufgesucht, sondern habe Kontakt zu
    erfahrenen Kanarienzüchtern aufgenommen. Ein erfahrener Züchter hat
    mehr und besseres Wissen, als ein Tierarzt, weil er über Jahre viele
    Vögel zu betreuen hat!

    Schon am Anfang des Gespräches merkt man, ob man es mit einem Züchter
    oder einem Vermehrer zu tun hat! Ein erfahrener und guter Züchter hilft
    einem immer, auch wenn man keinen Vogel bei ihm kauft!

    Viele Züchter haben auch gute Web-Seiten, auf denen man sich viele
    nützliche Informationen holen kann (es ist aus meiner Sicht sinnvoll,
    einen Züchter in der Nähe ausfindig zu machen, denn dann kann man mit
    einem Vogel mal kurz hinfahren, damit er ihn sich ansieht, falls das mal
    erforderlich sein sollte).

    So, nun zu den Empfehlungen, die mir von erfahrenen Züchtern gegeben
    wurden, die ich alle befolge.

    1. Käfig

    Ein Käfig kann nie zu groß sein. Länge und Breite sind wichtiger als
    Höhe, da Kanarien keine Senkrechtstarter sind. Verschieden dicke
    Naturäste, keine glatten Stangen, so werden Krallen gut abgenutzt und
    die Muskulatur trainiert. Nicht in die Fensterbank stellen, wegen
    Zugluft und zu starker Sonneneinstrahlung.

    Und das WICHTIGSTE IST DER FREIFLUG, EGAL WIE GROSS DER KÄFIG IST!!!

    Wir haben das erste Pärchen sofort zusammen in den Käfig gelassen,
    ohne "Kennenlernen in verschiedenen Käfigen". Das hat auch beim
    zweiten Pärchen bestens funktioniert. Allerdings werden erst nach der
    Brutsaison alle Vögel zusammen Freiflug haben, wegen der Hähne. Das
    ist auch der Grund, warum wir zwei Käfige haben, damit wir die Paare
    während der Brutsaison trennen können.

    2. Freiflug

    Ich habe auf Spaziergägen Naturäste gesammelt, ein paar Tage im
    Heizungskeller getrocknet und an unseren Bücherregalen im Wohnzimmer
    angebracht, darunter liegen Zeitungen aus.

    Die Fenster sind mit Jalousien versehen, damit die Vögel nicht dagegen
    fliegen. Die Küche ist tabu (zu viele Gefahrenquellen wie heiße
    Herdlatten oder Kochtöpfe). Einige unser Zimmerpflanzen mußten auch
    verbannen, weil giftig oder potentiell giftig.

    Alle Lampen sind mit LED-Birnen versehen, weil diese nicht heiß werden.
    Alle Bücherregale stehen direkt an der Wand, damit es keine Spalten gibt,
    in die die Vögel reinfallen könnten. Unsere Kanarien haben täglich
    mindestens 2 Stunden Freiflug.

    Bei www.kippfensterschutzsysteme.de habe ich einen Kippfensterschutz
    mit der Erweiterung für Vögel bestellt. Ist eigentlich für Katzen
    gedacht (bei Bedarf einfach Herrn Aust anrufen und mit ihm
    besprechen).

    WICHTIG: DIE VÖGEL WERDEN NUR IM KÄFIG gefüttert!! Dann gehen sie
    auch wieder hinein. Außen an den Türen habe ich Schraubäste
    angebracht (gibt es in jeder Zoohandlung), damit die Vögel erstmal
    darauf landen können und dann von dort aus in den Käfig
    zurückhüpfen können. Anfangs kann es hilfreich sein, die offenen
    Türen mit Kreppband zu umkleben, damit sie besser gesehen werden.

    3. Futter

    Menge: Pro Vogel einen Teelöffel pro Tag, mehr nicht.
    Keine Knabberstangen von Vitakraft & Co, denn die sind mit Zucker
    besprüht. Wenn, dann Kolbenhirse, aber nicht zu oft.
    Kein Ei-Futter, denn das regt den Bruttrieb an!

    Wenn man einen Roten Kanarienvogel hat, und die rote Farbe erhalten
    will, dann muß man kurz vor der Mauser sogenanntes ROTFUTTER
    zufüttern. Doch Vorsicht: Der rote Farbstoff schädigt die Leber.
    Jeder Züchter wird bestätigen, dass diese Vögel eine kürzere
    Lebenserwartung haben als andere. Und jeder Vogel bekommt einen
    Rotstich, auch die gelben und weißen.

    Grünfutter: Da gehen die Meinungen sehr weit auseinander. Im Internet
    wird immer wieder empfohlen Äpfel, Paprika, Salat, Gurke, usw.
    zuzufüttern, doch Züchter raten davon ab. Kanarien sind Körnerfresser!
    1x pro Woche ein kleines Stück Apfel oder etwas Vogelmiere mehr nicht.
    Grünfutter macht zu weichen Stuhlgang oder Durchfall, dass schwächt das
    Immunsystem der Vögel.

    Im Vogelsand ist zwar GRIT enthalten, doch es wird empfohlen eine
    Schale mit Grit zusätzlich in den Käfig zu stellen (brauchen die
    Vögel für die Verdauung und die Henne zur Eierschalenproduktion) und
    eine Sepiaschale.

    4. Brutphase

    Ab März bis Anfang Mai. Die Henne wird Eier legen, DAS KANN NICHT
    VERHINDERT WERDEN.

    Nachwuchs aufzuziehen klingt zwar toll aber wohin mit den Jungvögeln???
    Wenn die kleinen Flügge sind, dann müssen sie von den Eltern getrennt
    werden, denn die Althenne wird ihre Kinder rupfen, wenn sie die nächste
    Brut beginnen will, und dann können die Jungen in die Stockmauser kommen!
    Spätestens dann braucht man einen zweiten Käfig.

    Wir haben uns gegen Jungtiere entschieden, so schön das auch wäre, doch
    bei einer Aufzucht ist so viel zu beachten, dass wir lieber noch ein
    erwachsenes Pärchen dazugesellt haben.

    Unsere Hennen bebrüten Plastikeier (bei Amazon oder im Zoohandel zu
    bekommen). Während die Hennen legen, wird jeden Tag Nestkontrolle
    gemacht und das gelegte Ei gegen ein Plastikei ausgetauscht. Da noch
    keine Emryos in den Eiern sind, werden diese einfach entsorgt. Wir
    lassen die Hennen so lange auf den Eiern sitzen, bis sie irgendwann
    abspringen, dann nehmen wir alles raus.

    In den Tagen danach müssen die Hennen gut beobachtet werden, damit sie
    nicht beim Freiflug irgendwo auf dem Schrank ein neues Nest bauen. Bei
    Bedarf muß das Nest wieder in den Käfig.

    Damit die Brutphase so kurz wie möglich bleibt, ist es ratsam alles zu
    vermeiden, was die Brutphase anregt: Lange Lichtphasen, viel Futter
    (besonders Eifutter!)

    Upps, so viel wollte ich gar nicht schreiben, doch vielleicht ist ja
    die eine oder andere Anregung für Euch dabei.

    Ich wünsche Euch viel Erfolg und noch mehr Spaß mit Euren Schützlingen.

    Die kleinen Scheißerchen machen uns auf jeden Fall viel Freude, wir
    möchten es nicht missen und ich würde jederzeit wieder so handeln und
    einen Kanarienvogel aus den Fängen der Spatzen, Heckenbraunellen,
    Meisen und Finken zu retten (als ich ihn bei uns im Garten fand,
    lieferte sich unser Honk gerade ein Duell mit einer Heckenbraunelle,
    welches er mit Sicherheit verloren hätte).

    Und da ich unsere Wohnung jetzt Freiflugtauglich gemacht habe für
    unsere neuen Mitbewohner, sagt mein Mann immer, er wohne jetzt in
    einer Vogelvoliere :-D

    Lieben Gruß
    Nordfrau

  5. #4
    33mg
    Ich danke dir, so einen "Leitfaden" hab ich noch gebraucht

  6. #5
    Mariama
    Hallo Nordfrau,

    herzlich willkommen und Forum und vielen Dank für deinen ausführlichen und informativen Bericht.

    Zwei kleine Anmerkungen habe ich dazu. Ein guter Züchter hat sicherlich viel Erfahrungen mit Vogelerkrankungen, den Facharzt für Ziervögel kann er aber nicht ersetzen, weil ihm wie jeder anderen Privatperson die diagnostischen Möglichkeiten fehlen.

    Du hattest geschrieben, dass ihr LED-Beleuchtung nutzt, weil die Lampen nicht heiß werden. Leider sind LED's für Vögel nicht geeignet, da ihr Licht von Vögeln als flackernd wahrgenommen wird.

    Wir haben auch lange recherchiert, welche Beleuchtung für unser Wohnzimmer, in dem auch die Vögel leben, geeignet wäre und mussten feststellen, dass es die optimale Beleuchtung zur Zeit noch nicht gibt. Die althergebrachten Glühbirnen gibt es nicht mehr in der erforderlichen Helligkeit, Energiesparlampen mögen wir eigentlich gar nicht und LED's stressen die Vögel.

    Am Ende haben wir uns dann mangels besserer Alternativen doch für ein Energiesparsystem entschieden.

    Hallo 33mg,

    habt ihr schon einen zweiten Vogel aufgenommen?

  7. #6
    Nordfrau
    Guten Morgen Mariama!

    Danke für den Tipp mit den LED's, dass war mir nicht bekannt. Da muss dann wohl eine andere Lösung her.... Auch wenn die LED's teuer waren.
    Doch Sparlampen werden heiß und wir haben hauptsächlich nach ofen offene Stehlampen. Ich habe Sorge, dass die Vögel sich verbrennen könnten.
    Hast Du mal über diese Tageslichtlampen nachgedacht, die auch Reptilienhalter benutzen??
    Ein Zoohändler hat sie mir empfohlen.

    Lieben Gruß

    Christiane

  8. #7
    Mariama
    Hallo Christiane,

    schau mal, hier gibt es eine Anleitung zur optimalen Beleuchtung für Vögel von einem sehr kompetenten Fachmann:

    http://vogelkauf-info.homepage.t-onl...eleuchtung.pdf

    Wir hatten uns vor der Renovierung des Wohnzimmers von ihm beraten lassen und auch über die Reptilienlampen nachgedacht. Aber die sahen uns einfach nicht schön genug genug aus. Deshalb haben wir uns als Kompromisslösung für an der Decke befestigte Energiesparspots zur Grundausleuchtung des Zimmers entschlossen und direkt über der Voliere eine Birdlamp installiert.

    Der Vogelbaum, auf dem sich unsere Vogel fast den ganzen Tag lang aufhalten, steht direkt am Fenster.

  9. #8
    Nordfrau
    Guten Morgen Mariama!

    Wir haben die LED's rausgeschmissen und mit Sparbirnen und 3 Birdlamps ersetzt.
    Zusätzlich haben wir unseren kleinen, vollverglasten Balkon vogeltauglich gemacht, indem wir Gitter für die Fenster gebaut haben. Dort steht jetzt auch ein Vogelbaum, und wir haben auch festgestellt, dass die Vögel dort am liebsten sitzen.

    Danke für deine Tipps und lieben Gruß

    Christiane (Nodrdfrau)

  10. #9
    Mariama
    Hallo Christiane,

    das hört sich richtig gut an.

    Die teuren LED's könnt ihr bestimmt in den anderen Zimmern verwenden.

  11. #10
    Nordfrau
    Hallo 33 mg!

    Wie sieht' bei Euch aus? Habt Ihr schon einen zweiten Vogel dazugesellt?
    Ich habe in der letzten Zeit öfter an Dich gedacht und wie es Euch und dem Findling so geht.

    Lieben Gruß

    Nordfrau

  12. #11
    33mg
    Hallo,

    erstmal danke für die ganzen Antworten Bisher kam es leider noch nicht dazu, auch weil Tierheime und ähnliches leider keine (weiblichen) Kanarienvögel hatten. Auf Züchter oder ähnliches wollten wir verzichten, aber anscheinend sind die unumgänglich. Nun wird demnächst ein größerer Käfig gekauft und dann hoffentlich eine passende Kollegin.
    Ansonsten geht es dem Vöglein ziemlich gut Er isst viel und normal, wird langsam etwas mutiger und die Gegend im Zimmer erkundet er auch regelmäßig und fliegt umher. Nur sind seine Krallen mittlerweile länger geworden, aber Menschen nähert er sich wirklich überhaupt nicht und einfangen, ohne dass er viel Angst bekommt, wird definitiv nicht möglich sein. Wie handeln wir da am besten?

  13. #12
    Nordfrau
    Hi 33mg!

    Als ich unseren Honk fand, hatte er ebenfalls zu lange Krallen, dass haben wir aber auch erst bemerkt, als er in seinem Käfig war.
    Nach ein paar Tagen habe ich mir dann ein Herz gefasst und habe ihn in seinem Käfig gefangen. Natürlich war er in Panik, und ich konnte ihn nur fangen, weil er ins Badehäuschen geflogen ist, sonst hätte ich keine Chance gehabt!!

    Obwohl ich im Internet nachgelesen hatte, wie man die Krallen schneiden soll, war es doch nicht so ganz leicht. Zum Glück hat Honk helle Krallen, so dass ich abschätzen konnte, wo das Leben anfängt. Mit meinem Nagelknipser (den ich auch für meine Fingernägel benutze ) habe ich mich dann langsam rangetastet, indem ich immer nur kleine Stückchen abgeknipst habe. Das hat dann auch gut geklappt.

    Als wir Fiona aus dem Zooladen retteten, musste ich dann die ganze Prozedur bei ihr wiederholen, weil auch sie zu lange Krallen hatte. Und auch hier hat sich das Badehäuschen bewährt, nur diesmal habe ich vorher das Wasser herausgenommen. Auch ihr habe ich so lange Stress gemacht, bis sie ins Badehäuschen geflüchtet ist, und da hatte ich sie.

    Als Vorbeugende Maßnahme, damit die Krallen nicht wieder zu lang werden, wird empfohlen auf die glatten Sitzstangen zu verzichten und statt dessen Naturäste im Käfig zu verwenden. Sie sollten so dick sein, dass die Vögel sie mit den Krallen nicht ganz umschließen können. Die Rinde der Äste soll für einen natürlichen Abrieb sorgen... Soweit die Empfehlung.

    Ich habe Honk und Fiona vor 3 Monaten die Krallen geschnitten und sie sind immer noch okay.



    Lieben Gruß

    Nordfrau

  14. #13
    Cerridwen
    Zitat Zitat von Nordfrau Beitrag anzeigen
    Als Vorbeugende Maßnahme, damit die Krallen nicht wieder zu lang werden, wird empfohlen auf die glatten Sitzstangen zu verzichten und statt dessen Naturäste im Käfig zu verwenden. Sie sollten so dick sein, dass die Vögel sie mit den Krallen nicht ganz umschließen können. Die Rinde der Äste soll für einen natürlichen Abrieb sorgen... Soweit die Empfehlung.
    Wenn das so einfach wäre! In meiner Voliere habe ich Äste von Korkenzieherweide und Apfel verbaut, die von 0,5cm bis 4,5cm im Durchmesser haben. Leider haben 2 meiner Kanaris immerzu zu lange Krallen, sodass ich sie 1-2x im Jahr einfangen und die Krallen selber schneiden muss. Die anderen beiden beobachte ich regelmäßig, wie sie ihre Krallen durch Knabbern selber kürzen. Ob das eine charakterliche Eigenschaft ist oder sonstwie individuell, ob und wie ein Vogel seine Krallen abnutzt?

  15. #14
    33mg
    Und eine weitere Frage, wie zahm sind eure Kanarienvögel so? Leider lässt meiner wirklich gar nicht an sich ran bzw. fliegt immer auf einen anderen Ast, wenn man ihm zu nahe kommt. Es ist keine panische Reaktion, aber Berührung bzw. zu nahe kommen ist ihm sichtlich unangenehm.

  16. #15
    Nordfrau
    Hi!

    Also meine lassen sich nicht anfassen oder kommen auf die Hand. Haddock, der Five-Hahn, ist sehr neugierig und fliegt mir manchmal auf die Schulter, doch er lässt sich eben nicht freiwillig anfassen.

    Zum Krallenschneiden muss ich meine Kanarien fangen, und ja, sie sind dann auch in Panik.

    Allerdings nehmen sie mir das nicht übel und flüchten, wenn ich mich im Raum bewege oder zeigen anschließend sonst irgendwie, dass sie nach der Prozedur Angst vor mir haben.

    Lieben Gruß

    Nordfrau

  17. #16
    Cerridwen
    Hi,

    In all den Jahren hatten wir nur einen wirklich zahmen Kanari, der auf die Hand kam. Ein anderer, ein Hahn, war zahm oder faul genug, dass ich ihn am Schwanz anstupsen musste, damit er seinen Popo mal beiseite trägt und ich den Futternapf auswechseln kann.
    Die anderen gestehen mir mehr oder weniger ein Duldungsrecht zu. Ich darf mich in "ihrem" Raum aufhalten und bewegen, und wenn ich ihnen zu nahe komme, weichen sie, aber nur so weit, wie unbedingt nötig. Meine Henne Heidi ist vertrauensselig genug, dass ich 10cm neben ihr hantieren kann oder in ebensolchem Abstand an ihr vorbeilaufen kann, wenn sie auf dem Fußboden herumspringt (macht sie gerne). Der Hahn und die anderen Hennen, v.a. das junge Volk, sind da schon misstrauischer und gehen schon in Habacht-Stellung, wenn ich mich auf 1m nähere.

  18. #17
    33mg
    Genau, Duldungsrecht beschreibt das ganz gut Er weicht zurück, wenn ich zu nahe komme, mehr aber zum Glück auch nicht.
    Was ich aber zur Zeit beobachte: Er säubert (?) sich öfters im Federkleid, d.h. er hebt den Flügel und steckt seinen Kopf rein, ab und zu hat er dann auch kurz eine Feder im Mund. Zeichen der Mauser? Dafür wäre es aber zu früh, oder?
    Ansonsten geht es ihm relativ gut, fliegt aktiv umher, isst viel und bewegt sich auch viel und gerne im Zimmer, wenn er mal kann

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