Wie viel nagen Weibchen?



  1. #1
    Samcu

    Wie viel nagen Weibchen?

    Hallo Leute,
    ich bin momentan noch Mäusehalter, will aber in den nächsten Monaten auf Ratten "upgraden".
    Ich bin mir bei der Wahl des Geschlechts noch nicht zu 100% sicher, da
    ich mir Weibchen wünsche, aber weiß, dass diese sehr viel nagen.
    Generell habe ich da nichts gegen, aber da mein Käfig Marke Eigenbau ist, besteht er nun mal (abgesehen vom Gitter und Nägeln) komplett aus Holz.
    Würden Ratten dann auch den Käfig annagen, besteht Gefahr, dass sie sich sogar ein Loch nach draußen nagen?
    Wenn ja, kann ich irgendwie dagegen vorgehen?
    Meine oberste Etage wird ein kleiner Klettergarten, den ich aus Holzresten zusammenbaue, Alternative hätten sie also eigentlich genug.

    Ich bedanke mich jetzt schon einmal für eure Antworten



  2. #2
    Nienor
    Hey

    Das Nageverhalten ist sehr sehr individuell bei Ratten und hat wenig mit dem Geschlecht zu tun. Es gibt Weibchen, die nagen gern, andere weniger. Das Gleiche gilt auch für Böcke. Wobei Böcke eben durch das Übergewicht oft fauler werden und daher wohl als weniger aktiv dargestellt werden. Aber wenn man drauf achtet, dass die Tiere nicht verfettet, stehen sie an Aktivität den Damen nichts nach – positiv wie negativ
    Das Einzige, was man allgemein sagen kann: Wilde und HaWis nagen mehr als Farbratten und sollten zur Sicherheit direkt in Vollmetallgehegen untergebracht werden. Das war's dann aber schon wirklich.

    Es kommt wirklich auf die Tiere an, ob sie sich aus deinem EB nagen werden oder nicht. Kanten etc. die frei liegen, werden sie vermutlich schon etwas benagen. Das ist für jede Ratten einfach zu verlockend.
    Verhindern kann man das nur, indem man keine Ansatzstellen bietet und mögliche Anfänge z.B. mit Weidebrücken als Opferholz verdeckt, die dann regelmässig getauscht werden. Alternativen brauchen sie sowieso, aber wenn eine Ratte sich rausnagen will, dann nagt sie sich raus, sofern die Möglichkeit besteht.
    Bei schlimmen Schadnagern hilft aber nur, auf einen Vollmetallkäfig aus Stahl (Aluminium schaffen sie auch und zwar nicht nur Wilde, sondern auch Farbis) umzusteigen.

  3. #3
    Samcu
    Vielen dank für die Antwort
    Es werden auf jeden Fall Farbratten, da es ja meine ersten werden und ich vorsichtig anfangen will.
    Viel Möglichkeit die Wände, ect. anzuknabbern haben sie jetzt nicht, also denke ich das wird schon klappen.
    Ich will nur kein Risiko eingehen, da es wie gesagt meine ersten Ratten werden und Mäuse und Ratten ja doch ziemlich verschieden sind.
    Ob Männchen oder Weibchen weiß ich immer noch nicht
    Aber immerhin ist diese Angst so ausgeschlossen ^^

  4. #4
    seven
    Also, sooooo doll verschieden finde ich Farbmäuse und Farbratten jetzt nicht Wir hatten ungefähr 4 Jahre lang Farbmäuse und knapp 2 Jahre parallel dazu Farbratten. Klar, im Gegensatz zu den Mäusen brauchen die Ratten Auslauf, sie werden meist deutlich zutraulicher und mit manchen Ratten kann man auch regelrecht Kunststückchen einüben, was bei Farbmäusen eher schwierig bis unmöglich bzw. eben auch einfach völlig unnötig ist, da sie sich am liebsten miteinander beschäftigen...
    Unsere Ratten hatten in ihrer Voliere nicht wirklich was zu nagen, da es eben eine Metallvoliere war - allerdings hatten sie Hanfmatte, die sie liebend gern zerrupft haben. Im Auslauf hätten sie an Holzstühlen oder Holzregalen nagen können oder die Couch zerlegen oder Tapete von den Wänden holen, haben sie aber nie getan.
    Ich glaube auch nicht, dass das am Geschlecht liegt, eher wohl dann am individuellen Charakter der einzelnen Ratte
    LG seven
    Ach so - unsere Mäusebande bestand aus Kastraten und Mädels, bei den Ratten hatten wir nur Mädels...

  5. #5
    Samcu
    Wir halten auch seit knapp 10 Jahren Farbmäuse, und nach allem was ich gelesen habe, sind Ratten doch wesentlich anspruchsvoller. Aber ich denkte mir fehlt da die praktische Erfahrung
    Ich habe das mit dem Nagen auf mehreren Seiten und in Erfahrungsberichten gelesen, aber es ist immer gut sich noch mehr Meinungen einzuholen
    Ich tendiere jetzt auch mehr zu männlichen Ratten. Warum, weiß ich nicht so genau...

    Kann es eigentlich zu Problemen bei der Umgewöhnung kommen, wenn ich mir "gebrauchte" Ratten holen, die bei einem Vorbesitzer aufgewachsen sind?
    Sie kommen dann ja in eine komplett neue Umgebung...
    Ich will auch nicht an bissige oder kranke Tiere kommen, wenn ich sie von Privatpersonen kaufe.

    Und wenn mir die Frage hier erlaubt ist:
    Gibt es hier irgendwo zufällig einen Leitfaden zum Kauf?
    Ich weiß, Zoohandlung ist scheiße und so, aber ich habe wenig Alternative.

  6. #6
    seven
    Huhu Samcu,
    unsere Ratten waren auch allesamt "gebraucht"
    Die beiden ersten stammten aus zwei verschiedenen Tierheimen, wo sie als angeblich nicht vergesellschaftbar in Einzelhaft saßen - koooomisch, bei uns haben sie sich dann angefreundet Dann starb leider die jüngere von beiden bei einer Tumor-OP, und da sich zu dem Zeitpunkt leider schon meine massive Mäuse- und Rattenallergie ausbreitete, haben wir aus einer Pflegestelle zwei "Leihratten" dazugeholt (die alte Omi-Ratte Chiqui wollten wir einfach nicht nochmal umtopfen, nachdem sie schon ihr halbes Leben im Tierheim verbracht hatte). Die beiden haben sich sofort rührend um Oma Chiqui gekümmert und sind nach deren Tod dann wieder zurück in die Pflegestelle gezogen, wo sie dann ein Wohnrecht auf Lebenszeit hatten...
    Das hat mit allen 5 Tieren super geklappt, die haben sich sehr schnell eingelebt und an uns gewöhnt...

    Zum "Kauf" der Ratten - ich würde wirklich die Tierheime Deiner Umgebung abklappern und nach Pflegestellen Ausschau halten (vielleicht kannst Du auch einen Rattenmod anschreiben und ihm Deinen Wohnort nennen, dann könnte der auch mal schauen, was so in Deiner Nähe wäre...)
    Von Zooläden würde ich weiträumig Abstand halten, und auch Privatpersonen sind immer seeeehr mit Vorsicht zu genießen, weil man da ganz schnell an irgendwelche "Kinderzimmervermehrer" gerät, die froh sind, wenn man ihnen preisgünstig ihren überschüssigen Nachwuchs abnimmt, damit sie munter weiterproduzieren können...

    LG seven

  7. #7
    Nienor
    Hey

    Ich kann dir nur gute Rattenhilfen ans Herz legen. Die kennen die Tiere (auch die in Tierheimen) oft recht gut und können einschätzen, ob ihr zusammen passt oder nicht.
    Die in meinen Augen besten Rattenhilfen in Deutschland haben sich zu den Rattenrettern zusammengeschlossen, hier sind sie aufgelistet: http://www.rattenretter.de/deutschsprachige-rattenhilfe
    Von den Stuttgartern haben wir hier auch 2 Zwerge sitzen <3

    Ansonsten bei der Geschlechterwahl bin ich etwas zu parteiisch, ich hab kein Herz an die Eierträger verloren und werde keine Damen mehr halten wollen. Jungs passen einfach besser zu uns.
    Und es gibt viel zu wenige Jungshalter, sodass viele Kerle unnötig kastriert werden

  8. #8
    Nienor
    Und – wie hast du dich entschieden?

  9. #9
    Samcu
    Sobald der Käfig umgebaut ist nehme ich drei Böcke auf

  10. #10
    Nienor
    Ui, toll. Willkommen im Club der Klötenfreunde
    Weisst du schon so grob, woher du sie nehmen wirst?

  11. #11
    Samcu
    Als erstes gucke ich dann im Tierheim, dann bei den "Kleinanzeigen" und wenn es dann immer noch aussichtslos erscheint, habe ich einen Züchter gefunden.

Diskussion zum Thema Wie viel nagen Weibchen? im Forum Ratten Verhalten bzw. Hauptforum Ratten Forum:
...

Ähnliche Themen Wie viel nagen Weibchen? Wie viel nagen Weibchen?

  1. Farbmauskastrat und Weibchen, zu viel Stress?
    Von Jessica13 im Forum Farbmäuse Haltung
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 30.08.2015, 17:28
  2. Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 30.01.2013, 17:31
  3. nagen , nagen , nagen
    Von Stell im Forum Hamster Haltung
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 10.01.2011, 20:54
  4. Nagen,nagen!!!!!!!!!hilfe!!!!!
    Von MöÖöÖöÖp pedro im Forum Hamster Verhalten
    Antworten: 20
    Letzter Beitrag: 24.05.2009, 18:58
  5. Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 30.10.2006, 01:07