epilepsie erkrankung? suche tipps



  1. #1
    Ratqueen666

    epilepsie erkrankung? suche tipps

    Hallo ihr Lieben,
    gestern und heute waren für mich die Hölle da meine einenhalb Jahre alte Rattendame Stelle plötzliche Muskelzuckungen hatte und deshalb aus größerer Höhe abgestürzt ist.
    Heute ist das nochmals passiert (diesmal vom obersten Brett im Käfig aus, 1,50m hoch). Sie hat in der Hängematte geschlafen und ich hab zufällig hingeschaut.
    Sie hat sich plötzlich verkrampft und sich wie verrückt geputzt. Dann hat sie mit den Ärmchen gerudert und ist nach vorne übergekippt.

    Ich muss ehrlich zugeben das ich komplett außer mir war und mir schon ausgemalt hab wie sie gleich eingeschläfert werden muss.
    Ich hab sie sofort raus und beruhigt. Sie war sehr ruhig und ein bisschen orientierungslos.
    Hat aber nicht wild um sich gebissen sondern war eher verschreckt.
    Ich bin sofort mit ihr zum Tierarzt.
    Da kam ich relativ schnell dran obwohl mir die 10 minuten ewig vorkamen.
    Meine Sorge bestand darin das sie nach diesem Anfall Schmerzen leidet oder etwas gebrochen ist.
    Die Tierärztin hat sie abgehört, die Ohren angeschaut, abgetastet und konnte nichts festellen.
    Gewogen wurde sie auch. 230g.
    Sie hat gemeint das sie wenn es nochmal passieren sollte ihr ein Antibiotika geben will und je nach Situation eine Infusion.
    Ich hab sie nun in einen kleineren Käfig mit ihrer Schwester (ingesamt hab ich sechs Ratten) und einen Teppich als Bodeneinstreu + Zeitung/Klopapier rein.
    Damit wenn sie fällt weich landet.
    Meine Frage nun:
    Was kann ich tun damit Stella es besser geht?
    Ich möchte sie ungern in dem kleinen Käfig lassen eher den großen Käfig sicher machen.
    Außerdem: Kann etwas lautere Musik oder Straßenlärm ausschlaggegebend sein?
    Ich achte schon immer darauf das alles in normaler Lautstärke abgespielt wird.
    Bringen Bachblüten oder dergleichen Linderrung?
    Tut mir für den langen Text, meine Ratten sind meine Babys und ich möcht ihr einfach noch die Zeit so angenehm wie möglich machen.
    Vielen Dank im Vorraus,
    Sarah.

  2. #2
    Nienor
    Hey

    Da habt ihr ja was durch. Aber ich kenne das, hatte hier auch schon 2 Epileptiker. Der letzte war der Jeremy, der monatelang dann anfallsfrei war =) Leider bekam er im April dann einen schweren Anfall (der erste seit Monaten), von dem er sich nicht erholte und er bekam sogar noch weitere, sodass wir ihn gehen liessen, weil eine zunehmende Lähmung nach jedem Anfall eine Qual war.

    Den Käfig absturzsicher zu machen ist auf jeden Fall sehr sinnvoll. Es sollten auf jeden Fall ausschliesslich Volletagen in den Käfig und flache Rampen. Wenn du einen Kletterbereich hast, sollte dieser gut mit Hängematten gesichert werden.

    Außerdem: Kann etwas lautere Musik oder Straßenlärm ausschlaggegebend sein?
    Ja kann es. Alles, was das Tier stresst, kann einen Anfall auslösen. Teilweise nicht sofort, sondern auch mal erst, wenn das Tier zur Ruhe kommt.
    Es empfiehlt sich, ein Epi-Tagebuch zu führen und zu notieren, was an dem Tag passiert ist, wann der Anfall war, was unmittelbar davor passierte, wie der Anfall verlief, wie lange er dauerte, wie lang das Tier brauchte, bis es wieder normal was .. man kann nicht zu viel notieren. Auch die Dosierung des Epi-Medis habe ich darin festgehalten, sodass man gut beobachten konnte, welche Dosisänderung etwas brauchte.

    Bei meinem Jeremy war es so, dass die Strasse vorm Haus erneuert wurde, als er seine Epi-Anfälle bekam. Wochenlang hatten wir hier Baulärm und wochenlang hatte er immer wieder Anfälle. Als die Bauarbeiten abgeschlossen waren, verschwanden die Anfälle. Wir konnten das Epi-Medi auf ein Minimum reduzieren und nichts passierte mehr.

    Aber mal zur Behandlung:

    Sie hat gemeint das sie wenn es nochmal passieren sollte ihr ein Antibiotika geben will und je nach Situation eine Infusion.
    Infusionen sind schön und gut, die können der Erholung nach dem Anfall dienen. Aber sie helfen nicht, die Epilepsie zu behandeln.
    Auch ein Antibiotikum kann das eigentlich nicht. Wenn der Verdacht auf eine Infektion als Ursache liegt, sollte man mit der Behandlung auch nicht warten, sondern sofort damit loslegen. Infektionen als Ursache sind aber selten. In der Regel ist irgendwas im Hirn kaputt, was man nicht so recht behandeln kann. Man kann aber durch die Gabe von Epi-Medikamenten (wir hatten Aphenylbarbit, es gibt aber zahlreiche andere, alle NICHT direkt für Ratten zugelassen, aber für Hunde oder Menschen, sodass umgewidmet werden kann). Eine mögliche Dosierung für Aphenylbarbit findet deine Tierarzt im Standardwerk zur Nagerbehandlung (Ewringmann: Leitsymptome bei Hamster, Ratte, Maus und Rennmaus). Zusätzlich hat die TiHo Hannover Erfahrung mit anderen Epi-Medikamenten.
    Wichtig: Epi-Medikamente sind recht heftig. Eine Einstellung sollte daher nur vorgenommen werden, wenn es unbedingt nötig ist. Da ist das Abwarten deines Arztes nicht schlecht. Wenn es bei einem einmaligen Anfall bleibt, muss das Tier nicht eingestellt werden. Häufen sich die Anfälle oder sind sie sehr intensiv, ist eine Einstellung angebracht. Diese dauert aber seine Zeit. Daher ist es wieder wichtig, das Tagebuch zu führen, um Erfolge im Nachhinein besser zu sehen.

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