Kleiner Hund und Parkett - wer hat Erfahrungen?



  1. #1
    cherry-lein

    Kleiner Hund und Parkett - wer hat Erfahrungen?


    Hallo zusammen!

    Gibt es hier jemanden der zu Hause Parkettböden liegen hat und einen kleinen Hund hat?

    Mein Freund und ich haben damals bei der Wohnungssuche etwas gesucht wo Hundehaltung erlaubt war und sind dann in ein kleines Haus mit Garten am Stadtrand gezogen mit vielen Laufwegen rundrum. Als wir eingezogen waren und einen Hund zu uns holen wollten (mittelgroßer Mischlingswelpe aus dem Tierheim) lehnte unsere Vermieterin das plötzlich ab weil sie Angst um ihr geliebtes Parkett hat bezüglich Kratzern durch die Krallen und hat uns vorgeworfen wir hätten das mit dem Hund ja vorher nie erwähnt obwohl wir gleich beim ersten Telefonat mit ihr die Hundehaltung abgeklärt und im Vertrag "Tierhaltung nach Absprache" aufgenommen haben
    Gestern war bei einer Familienfeier ein kleiner Mischling mit dabei in den wir uns total verguckt haben. Ursprünglich wollten wir gern einen mittelgroßen bis großen Hund aus dem Tierheim haben in Richtung Berner Senne oder Labrador auch gern Mischlinge aber jetzt haben wir uns geeinigt das auch ein kleiner Hund für den Anfang in Ordnung wäre.

    Unsere Frage ist jetzt: Schafft ein kleiner Hund unter 10kg es das Parkett mit seinen Krallen zu ruinieren?
    Drinnen soll nicht getobt werden, dazu ist der Garten und das Spaziergelände da außerdem ist eine Hundeschule gleich um die Ecke, ich könnte ihn mit zum Pferd nehmen und ich überlege zur Hundestaffel zu gehen sodass die Beschäftigung komplett draußen stattfinden kann und soll. Drinnen soll Ruhezone sein aber trotzdem lässt es sich ja nicht vermeiden das der Hund über das Parkett läuft und auch mal rennt oder hüpft wenn er sich z.B. über was freut. Ich habe überlegt das ein kleiner Hund ja auch nicht schwerer ist als z.B. ein Staubsauger und der Staubsauger beim ziehen über den Boden ja auch keine Kratzer hinterlässt, ich weis es ist ein blöder Vergleich aber irgendwie erschien mir das logisch. Das Internet sagt das man mit regelmäßiger Krallenpflege da eigentlich keine Probleme bekommen sollte aber uns interessiert natürlich ob das stimmt.
    Ich hoffe es gibt hier jemanden der damit Erfahrung hat und uns davon berichten kann

    Vorweg: Es soll nicht auf biegen und brechen ein Hund her, wir wollen uns nur informieren ob es unter diesem Kompromiss nicht doch möglich wäre einen zu halten. Wenn es gar nicht vereinbar ist müssen wir eben noch warten bis wir uns ein Eigenheim leisten können.



  2. #2
    Midoriyuki
    Easy: Ja.
    Auch ein kleiner Hund macht Kratzer.

    Meine Pinscher-Hündin hat knapp 4 kg gewogen, der Kleine meiner Mutter wiegt ebenfalls um den Dreh, der Chi einer Freundin wiegt knapp 2,5 kg - und alle machen Kratzer.

    Haustiere, Parkett und vollständige Kratzfreiheit sind kaum bis gar nicht möglich.

    Habe hier an einer Ecke auch Echtholzboden und da schafft es selbst mein 3kg-Kätzchen beim normalen schnelleren Rennen Kratzer rein zu bekommen.

    Entweder nimmt man die Kratzer hin und bessert sie vor einem Auszug wieder aus, man legt komplett PVC o.ä. drüber (der dann aber nicht fest verklebt, sondern nur schwimmend verlegt werden kann) oder man zieht um

  3. #3
    Kompassqualle
    Ich denke das kommt drauf an um was für ein Parkett es sich handelt, also zum einen die Holzart und zum anderen wie es behandelt ist.

    Wir wohnen mit einer Standard-Altbaudiele (ich denke das ist Kiefer), ein Zimmer haben wir beim Einzug geölt, das andere war bereits lackiert.
    Fazit, der geölte Boden kriegt tiefere Dellen, dafür sieht man diese trotzdem nicht so leicht wie einen Kratzer im Lack.
    Nachdem wir hier 15 Jahre wohnen haben die Dielen eh überall Abnutzungserscheinungen, vor allem natürlich da wo Stühle stehen, aber auch allgemein dort wo man eben am häufigsten langgeht.

    Ein Parkettboden nutzt nunmal ab, ob mit Hund oder ohne und ich wette zwei erwachsene Menschen nutzen einen Boden im Laufe der Zeit sogar viel stärker ab als ein kleiner oder mittelgroßer Hund.

    Dann kommt noch dazu, dass der Vermieter Abnutzungen im normalen Rahmen ja auch in Kauf nehmen muss (auch dafür zahlt man Miete) und es eben nicht so ist, das eine Wohnung nach 20 Jahren Anmiete bei der Übergabe exakt so auszusehen hat wie am Tag des Einzuges.

    Um des lieben Friedens Willen könntet ihr natürlich anbieten den Boden abzuschleifen wenn ihr auszieht, allerdings gehört das Aufbereiten des Bodens eigentlich rein mietrechtlich nicht zu den typischen Schönheitsreparaturen die euch der Vermieter auferlegen kann.
    ...natürlich könntet ihr euch dann beim Auszug an diese mündliche Absprache genauso halten wie die Vermietern an ihre anfängliche Hundezusage
    Entweder nimmt man die Kratzer hin und bessert sie vor einem Auszug wieder aus
    Wenn der Vermieter in die Tierhaltung eingestimmt hat muss er eigentlich auch die durch die Tiere verursachten Abnutzungserscheinungen am Boden hinnehmen.

    Die Einbauküche sieht nach 20 Jahren Benutzung auch nicht mehr so aus wie am ersten Tag, aber da würde ich dem Vermieter dann ja auch keine neue kaufen wenn ich ausziehe

    Es gibt übrigens Listen dafür, wie lange was in einer Wohnung halten muss. Bei Auszug schuldet man dem Vermieter immer höchstens einen Restwert. Wenn z.B. eine Einbauküche laut Tabelle 10 Jahre Lebensdauer haben sollte und der Mieter nach 8 Jahren auszieht und eine völlig zerstörte Küche hinterlässt, dann schuldet er dem Vermieter nur einen Restwertanteil von 20%.
    So machen es auch Versicherungen, wer den 15 Jahre alten Fernseher der Nachbarn versehentlich kaputt macht bekommt von der Haftpflicht nicht den Neuwert erstattet, sondern nur noch den Gegenwert zum Zeitpunkt des Schadens.

  4. #4
    Choupette
    Meine Eltern haben Parkett liegen. Bei Max (10-11 Kilo) haben wir nie etwas bemerkt, bei Pari (22 Kilo) waren sofort richtig dicke Macken drin.

    Ich fürchte aber, dass ihr mit Kratzern rechnen solltet und einen Weg absprechen, wie ihr das bei Auszug beheben könnt. Abschleifen und neu lackieren wäre günstiger als neu auslegen. Das würde ich dann schriftlich fixieren, nicht dass sie plötzlich meint, sie hätte lieber neues und gebt am Ende Geld für einen Anwalt aus...

  5. #5
    Chianti
    Oder ihr legt einen Teppich o.ä. aus um das Parkett zu schonen? Wir sind vor kurzem erst aus unserer Wohnung ausgezogen, wenn ich dran denke wieviel Kratzer auf dem Laminat entstanden sind.. und wir hatten keinen Hund. Ich finde in gewisser Weise sollten Vermieter Abnutzungserscheinungen hin nehmen.. man schwebt schließlich nicht durch die Wohnung. Übrigends hat unser Vermieter nichts bzgl der Kratzer gesagt.

    Solange sie nur Angst vor Kratzern hat und nicht vor angebissenen Türleisten etc. finde ich ist es kein Grund was gegen einen Hund spricht.

  6. #6
    cherry-lein
    Wir müssten wenn im ganzen Haus Teppich oder PVC auslegen und das wäre zu teuer.
    Unsere Vermieterin ist leider sehr pingelig und hat uns damals gesagt wir könnten einen Hund haben aber dann müssten wir beim Auszug das gesamte Parkett austauschen lassen damit es wieder einheitlich ist und das würde um die 5000€ Euro kosten und um uns das zu ersparen erlaubt sie uns großzügigerweise doch keinen Hund um uns Geld zu sparen

  7. #7
    *Mischling*
    Huhu,

    du schreibst, im Mietvertrag ist »Tierhaltung nach Absprache« vereinbart. Somit erübrigt sich die Frage eigentlich, ob und inwieweit der Hund Kratzer verursachen könnte, denn generell erlaubt ist es eurer Vereinbarung nach nicht. Auch muss ein Vermieter zwar übliche Abnutzungsspuren in Kauf nehmen, jedoch keine übermäßigen. Was nun übermäßig wäre, würde vermutlich in letzter Konsequenz erst ein Gericht entscheiden.

    Klar ist es scheiße, aber ich fürchte, wenn die Vermieterin keine Hunde will, lässt sich da nicht viel machen. Wenn sie jetzt schon Bedenken wegen dem Parkett hat, wird vermutlich immer wieder was kommen, sei es die Sorge, der Hund würde den Garten umgraben, die Nachbarschaft zusammenbellen usw.usf..

    Um aber noch auf die ursprüngliche Frage zu antworten: Wir haben Parkett im Wohn- und Arbeitsbereich. Mein Hund (über 40 Kilogramm) läuft, rennt, springt darüber, streckt sich und liegt darauf, hat sogar schon seinen Knochen darauf fallen lassen – und das einzige, was merkliche Kratzer hinterlassen hat, ist der Bürostuhl, weil sich wohl mal Dreckkrümel unter der Rollschutzmatte versteckt hatten (die nach dieser Erfahrung weichen durfte). Ich pflege übrigens nur mit Wachs und das maximal einmal im Jahr.

  8. #8
    Kompassqualle
    Unsere Vermieterin ist leider sehr pingelig und hat uns damals gesagt wir könnten einen Hund haben aber dann müssten wir beim Auszug das gesamte Parkett austauschen lassen damit es wieder einheitlich ist
    Mit dieser Forderung würde sie ganz sicher vor einem Mietgericht scheitern. Normale Abnutzungen am Boden sind vom Vermieter hinzunehmen und müssen auch nicht beim Auszug vom Mieter beseitigt werden. Ebenso wie man nicht das Bad neu kacheln muss weil an einer Kachel ein Stück abgeplatzt ist.
    Solche Sachen verlangen nur Vermieter die entweder selbst keine Ahnung haben oder hoffen, dass der Mieter dumm genug ist um seine Rechte nicht zu kennen.

    Letztendlich darf sie euch allerdings die Haltung eines Hundes untersagen (die Formulierung "nur nach Absprache" im Mietvertrag ist schon korrekt, ein generelles Verbot ist nämlich nicht mehr zulässig), dafür muss sie aber schon gute Gründe vorbringen, vielleicht hilft dir dieser Artikel, da gibt es auch einen Absatz über die Abnutzung der Böden:
    http://www.immonet.de/umzug/wissensw...nung-hund.html

    Ich würde erstmal noch versuchen mit der Vermieterin zu reden, auch sagen dass du zwar keinen Streit möchtest, aber natürlich auch nicht auf dein Recht verzichten möchtest. Ich würde wohl anbieten die Rechtslage klären zu lassen (geht wahrscheinlich relativ leicht mit Hilfe eines Mieterschutzbundes) und mich dann unter Berücksichtigung des Ergebnisses mit ihr hinsetzen und die Sache klären.

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