Schlechte Nierenwerte



  1. #1
    Shaina

    Schlechte Nierenwerte

    Hallo,

    ich war lange nicht mehr hier aktiv. Aber nachdem ich diese Woche nun schon viermal beim Tierarzt war, brauche ich grad mal etwas Zuspruch.

    Meine fünfjährige Katze hat von Freitagmorgen bis Montag nicht das geringste an Futter bei sich behalten und immer
    weiter erbrochen, auch wenn der Magen schon lange leer war. Erst nach zwei Infusionen, diversen Mitteln gegen Übelkeit und am Montagmorgen und vorhin nochmal Antibiotika geht es nun langsam bergauf.
    Sie frisst wieder, ohne dass es sofort wieder rauskommt und wirkt insgesamt schon viel fitter.

    Allerdings sind Nieren- und Kreatininwerte zu hoch, was auf eine eingeschränkte Nierenfunktion hindeutet. Die Thrombozyten sind zu niedrig, während das Hämoglobin sogar leicht erhöht ist. Laut Tierarzt wäre das eine ungewöhnliche Kombination (leider habe ich mir nicht alles behalten, was er dazu gesagt hat). Vielleicht kennt sich ja sogar jemand damit aus?

    In sechs Wochen soll nochmal ein Bluttest zur Überprüfung gemacht werden. Aber bis dahin ist es noch soo lange und ich mache mir große Sorgen

    Liebe Grüße

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    Hast du schon mal einen Blick in Notfälle bei Katzen geworfen? Wissen schaft Vorsprung... und das ist bei der Behandlung von Notfällen von Vorteil. Vielleicht hilft dir das ja weiter!?



  3. #2
    Audrey
    Hallo Shaina,

    schön Dich mal wieder zu lesen, wenn auch aus weniger schönem Anlass.

    Leider kenn ich mich damit so rein gar nicht aus, und kann Dir also tatsächlich nur Zuspruch und Trost und ganz viel gedrückte Daumen schicken! Alles Gute für die kleine Maus, die packt das! Und wenn es ihr wieder schlechter geht, kannst ("darfst") Du sicher auch vor den 6 Wochen beim TA vorbeischauen!

  4. #3
    Son-Gohan
    Huhu,

    wurde denn auch die Bauchspeicheldrüse mitgetestet?

  5. #4
    lucian
    Meine Lotta hat ebenfalls erhöhte Nierenwerte. Zwar nur leicht erhöht und ohne irgendwelche Symptome aber dennoch bin ich zur Tierklinik und habe ihre Niere schallen lassen und die Blase punktieren lassen um den sterilen Urin testen zu lassen und so ein genaueres Ergebnis zu bekommen.

    Ergebnis: chronische niereninsuffizienz

    Wenn die Nierenwerte erhöht sind, hat sie sehr sehr sehr wahrscheinlich eine eingeschränkte Nierenfunktion. Bis sich das in den Blutwerten bemerkbar macht dauert es auch eine ganze Weile, da die Nieren sich eine ganze Zeit gut ergänzen und unterstützen.

    Gerade im Hinblick darauf, dass es ihr ohnehin nicht besonders geht, würde ich an deiner Stelle zu einer Tierklinik gehen und das genauer Untersuchen lassen.

    Ich drück euch die Daume!

  6. #5
    Shaina
    Bauchspeicheldrüsenentzündung wurde ausgeschlossen, eigentlich wurde der Bluttest auch nur deswegen vorgenommen.

    Da Lilu momentan recht fit ist und ich ihr diese Woche eigentlich nicht nochmal einen Tierarztbesuch zumuten möchte, werde ich wohl nächste Woche mal bei der Tierklinik nachfragen. Bin grad einfach froh, dass das Erbrechen aufgehört hat und sie wieder frisst. Dünn war sie ja vorher schon, aber momentan sieht Lilu richtig abgemagert aus

    Danke für die gedrückten Daumen, Audrey und lucian

    EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

    Wir haben nun am Dienstag einen Termin zur Ultraschall- und Urinuntersuchung, weil es mir keine Ruhe gelassen hat.

    Wie fütterst du denn Lotta, Lucian? Ganz normal oder mit Nierenfutter? Die Auswahl sagt mir bisher nicht wirklich zu (Animonda Integra und Kattovit)..

  7. #6
    lucian
    Bisher füttere ich Lotta noch normal, da ich noch am Recherchieren bin. Von meinem TA wurde mir zu Vet Concept geraten, was mir von der Zusammensetzung her deutlich besser gefällt als Hills und RC. Mit freiverkäuflichen Spezialfutter habe ich mich noch nicht beschäftigt, da komme ich dann noch hin.

    Allerdings tendiere ich ohnehin zu einer 50-50 Ernährung als gekauften Spezialfutter und Barf. Zum einen würde ich mich da besser fühlen, weil ich genau weiß was drin ist. Zum anderen dürfte es kostengünstiger sein. Das Futter von Vet Concept kostet beispielsweise 1,30 pro 100 Gramm und das bei dem Sparpaket! Da belaufen sich die Futterkosten am Tag allein für Lotta bei fast 4 Euro, was wirklich heftig ist.

  8. #7
    Shaina
    Ich habe mir jetzt erstmal ne kleine Auswahl von dem zusammen gestellt, was auf die Schnelle im Zooladen zu finden war. Vorläufig tendiere ich erstmal zu beaphar, das hat von allen Marken mit Abstand die beste Zusammensetzung. VetConcept klingt auch nicht schlecht, aber das ist mir ein bisschen zu ungenau deklariert..




    Und es scheint Lilu auf jeden Fall schon zu helfen, das normale Katzenfutter kommt umgehend wieder raus, während das Nierenfutter drin bleibt. Auf die Dauer wird das aber sehr teuer (100 Gramm kosten durchschnittlich 0,90 € bis 1,00 €), zumal ich für Kira alleine jetzt auch keine 800-Gramm-Dosen mehr kaufen kann.

    Naja, mal sehen, was die Tierärztin am Dienstag sagt.

  9. #8
    lucian
    Hey, wie sieht es denn hier aus?

    Ich hab jezt eine neue Tierärztin. War eine Empfehlung für die ich sehr dankbar bin. Sie bietet sogar Beratung bei Barf an. Auch sonst ist sie keine Freund von diesen Spezielafuttern (sie mag Royal Canin und Hills überhaupt nicht, finde das mal bei einem TA), sondern mehr für eine angepasste Ernährung. Sie hat auch direkt gefragt, ob meine Katzen Trockenfutter bekommen, als ich dies verneinte, nickte sie zustimmend und meinte auch direkt, dass wäre der größte Schwachsinn überhaupt. Allein so einen Satz aus dem Mund eines TA zu hören hätte ich nie erwartet in unserer Gegend!

    Sie hat mir jetzt ein paar Futtermarken genannt, die ich gut bei Niereninsuffizienz füttern kann und auch ganz alleine die SUC-Therapie vorgeschlagen. Seit Samstag gibts das jetzt für Lotta, einmal pro Woche drei Milliliter übers Futter.

    Ich hab bei der Tierärztin wirlich ein gutes Gefühl. Selbst für die Folgeuntersuchungen und regelmäßigen Kontrollen werde ich Lotta wohl nicht mehr in die Tierklink schleifen müssen.

    Sie hatte letzte Woche auch angesprochen, dass Lottas PH-Wert viel zu hoch sei (3 Tierärzte haben sich vorher mit den Blut- und Urinwerten beschäftigt, keiner Verlor ein Wort darüber) und das dies bei meiner Fütterung mit hochwerigen Futter sehr untypisch sei. Das müssen wir weiter verfolgen.

    Alles in Allem werd ich in nächster Zeit wohl noch öfter beim TA sein, aber ich hab wirklich das Gefühl bei jemanden mit kompetenten Wissen und echten Interesse an der Lösungssuche gelandent zu sein.

  10. #9
    Shaina
    Huhu,

    vor zwei Wochen wurden ja Lilus Nieren geschallt und es sah gut aus, unauffällig und nicht vergrößert. Wir sollen das nur im Auge behalten und uns melden, wenn es ihr wieder schlechter geht. Lilu hat seitdem auch nicht mehr gebrochen und ist momentan zum Glück wieder ganz die Alte. Diesen oder nächsten Monat gehts nochmal zur Blutabnahme.

    Momentan füttere ich gemischt, sowohl Nieren- als auch normales Futter. Welches Futter hat dein Tierärztin denn vorgeschlagen? Und was bedeutet SUC-Therapie?
    Schade, dass du so weit weg wohnst Bei deiner TÄ wäre ich auch gerne.

    Wie geht es Lotta denn?

  11. #10
    lucian
    Aufgrund der Progredienz der Krankheit hat die Behandlung zum Ziel, eine weitere Schädigung der Niere zu minimieren und die Auswirkungen der eingeschränkten Nierenfunktion auf den Organismus abzumildern.
    Je frühzeitiger die Behandlung beginnt, desto besser ist die Prognose und desto länger ist das Allgemeinbefinden der Tiere nicht oder nur geringfügig beeinträchtigt. Bei konventionellen Therapien stehen neben der Nierendiät (phosphatarm und proteinreduziert) und dem Flüssigkeitsausgleich auch die Gabe von ACE-Hemmern und Phosphatbindern im Fokus.
    Eine weitere Behandlungsmöglichkeit stellt die sogenannte biologische SUC-Therapie der Firma Heel dar mit

    Solidago compositum ad us. vet. --> unterstützt die Nierenfunktion
    Ubichinon compositum --> Verbessert die Energieversorgung der Zellen
    Coenzyme compositum
    Sie hat ebenso das Ziel, den Organismus zu entlasten und die noch vorhandene Nierenfunktion zu erhalten. Dabei werden nach dem Multicomponent-Multitarget-Prinzip mehrere indikationsspezifisch zusammengestellte Einzelsubstanzen kombiniert, die gleichzeitig gezielt an zahlreichen Ansatzpunkten im Organismus wirken. Dabei entsteht laut Angabe des Unternehmens eine synergistische Gesamtwirkung, die stärker ist, als die Wirkung der Einzelkomponenten.
    Viele Katzen sind 1-2 Wochen nach Beginn der SUC-Therapie wieder deutlich vitaler und fressen mit Appetit. Auch die Fellqualität und das Verhalten verbessern sich merklich. Blutuntersuchungen zeigen, dass auch die erhöhten Harnstoff- und Kreatininwerte bei der Mehrzahl der Tiere deutlich sinken und zwar umso deutlicher, je höher die Ausgangswerte beim Therapiebeginn waren.
    Quelle


    Ob es wirklich etwas bringt, wird die Zeit zeigen. In ca. 6 Wochen wollen wir noch mal Blut abnehmen um das Ganze zu beobachten.

    Da Lotta aber ohnehin am Anfangsstatium ist, bemerk ich aktuell keine Veränderung. Sie bekommt heute aber auch erst die zweite Dosis. Darüberhinaus ist Lotta ohnehin fit. Sie hat keine Symptome.

    Gestern hab ich noch mal eine Urinprobe abgegeben. Der PH-Wert ist immer noch zu hoch und erklären können wir uns das nicht. Lt. Untersuchung der Tierklinik vor 6 Wochen hat Lotta eine chronische Blasenentzündung, wobei weder ich noch meine TÄin wusste, woran das die Klink fest macht. Da allerdings lt. Klinik der Urin auch eine kristalartige Struktur aufweist lassen wir den aktuellen Urin noch mal im Labor untersuchen, dann sehen wir weiter.


    Die Futtersorten die sie mir genannt hat sind folgende:

    Naturavetal
    Sanoro
    Anifit
    Vetconcept
    Terra Faelis (wobei das wohl nicht sooo geeignet ist)
    Almo Nature (allerdings nur nebenbei da Ergänzungsfutter)

    Die Futtersorten hat sie aufgrund des hohen Fleischanteils und der Zusammensetzung an sich empfohlen. Es ist kein Diätfutter. Für Vetconcept braucht man eine Empfehlung vom TA, bei Anifit muss man sich erst einen Vertreter ins Haus holen ( der einem wohl auch ein paar Probedosen dalassen würde).

    Ich hab das bisher noch nicht weiter verfolgt,weil ich erst abwarten möchte, was mit ihrem Urin ist und was ich da vielleicht noch zusätzlich beachten muss. Daher kann ich leider noch kein Erfahrungsberichte geben.

    Außerdem möchte ich mir von ihr bzw. ihrer Kollegin die darauf spezialisiert ist, ein Barfrezept ausrechnen lassen, dass auf Lotta zugeschnitten ist. Kostet zwar auch wieder etwas, aber bis ich mich da eingelesen haben dauert es deutlich länger mit der Futterumstellung.

  12. #11
    Shaina
    Ich will auch erstmal den erneuten Bluttest abwarten, vielleicht ist eine weitergehende Therapie (zurzeit) noch gar nicht notwendig. Aber ich behalte die SUC-Therapie auf jeden Fall mal im Hinterkopf.

    Mein Freund und ich wollen nächsten Monat auch noch zusammen ziehen, ich hoffe, das wird für Lilu nicht zu viel Stress. Sie beginnt ja schon zu zittern, wenn man nur in die Nähe der Transportboxen kommt

    Mit kristallartigem Urin meinst du Struvitkristalle? Würde doch auch zu dem hohen PH-Wert passen.

  13. #12
    lucian
    Das weiß ich leider nicht, da stand nur kristallartig. Deswegen untersuchen wir es noch mal genauer.

    Je mehr wir wieterforschen müssen, desto weniger begeistert bin ich von dieser Tierklinik

    Ich drück die Daumen, dass sie den Umzug gut übersteht!

  14. #13
    -Melody-
    Huhu, also jetzu melde ich mich auch nochmal hier zu Wort,
    ihr habt ja beide in dem Thread über das Nierenleiden meiner Katze geantwortet.

    Melody bekommt auch regelmäßig SUC, wobei wir da leider etwas nachlässig waren in letzter Zeit.. Wir erhöhen jetzt erstmal wieder auf zwei Mal die Woche.
    Zu Beginn ihrere Therapie letztes Jahr im Mai hat sie es wirklich oft bekommen und es hat ihr meiner Meinung nach auf jeden Fall geholfen. Ihr Nierenwerte hatten sich ja sogar verbessert im Zeitraum von Mitte 2015 - Anfang 2016.

    Ein Tipp von mir, bzw meiner Mutter, die Apothekerin ist, homöopathische Mittel helfen angeblich am Besten, wenn sie über die Schleimhäute aufgenommen werden. Es gibt ja oft diese homöopathisches Pastillen für uns Menschen die wir im Mund zergehen lassen sollen.
    Daher geben wir Melody die 3ml SUC mit einer kleinen Spritze (ohne Nadel versteht sich) direkt ins Maul, wenn sie grade bei uns auf der Couch liegt. So "vermischt" es sich nicht mit dem Futter und kann quasi besser über die Schleimhäut aufgenommen werden.
    Klar homöopathische Mittel sind in ihrer Wirkung umstritten, aber das muss wohl jeder für sich selbst herausfinden, und sie können zumindest mal keinen Schaden anrichten! Ein Versuch ist es meiner Mrinung nach also oft wert.

    Was mich bei euren Kätzchen ein wenig stutzig macht, ist dass sie noch so jung sind. Also Beides noch keine alten Katzen.
    Ich kenne die chronische Niereninsuffizienz nur von alten Tieren, bei Melody wurde sie im Alter von 15 Jahren diagnostiziert, jetzt ist sie ja knapp 17 Jahre alt. Haben eure Tierärzte da was zu gesagt, wie das kommt? Genetisch oder ist das garnicht so unüblich?

  15. #14
    Son-Gohan
    Melody, es sit gar nicht so unüblich, dass es Katzen gibt, die früh daran erkranken.
    Kenne jemanden, der einen 5 jährigen Kater hat, der CNI hat.
    Im Internet lese ich, dass es sogar schon in einem Alter ab 9 Monaten auftreten kann.

  16. #15
    lucian
    Meine Recherchen haben ergeben das manche Katzen bereits seit ihrer Geburt daran leiden. Es gibt scheinbar auch bestimmte Rassen, bei denen das wohl häufiger auftritt, unter anderem Russisch Blau. Meine Lotta hat definitiv einiges von einer Russisch Blau abbekommen, wenn nicht sogar ein Elternteil Russisch Blau war. Die schlägt bei ihr stark durch.

    Ich vermute daher, dass es bei Lotta wirklich angeboren ist.

    Sie lebt seit Dezember 2013 bei mir, damals war sie ca. 6 Monate hat, und bekommt seit dem nur hochwertiges Futter. Fütterungsbedingt kann es also wirklich nicht sein. Auch hat sie keine Nierenentzündung oder andere Vorerkrankungen gehabt, die eine Niereninsuffizenz zur Folge hätten.


    Das mit den Schleimhäuten ist wirklich gut zu wissen, wird so aber leider bei Lotta nicht möglich sein. Sie lässt sich nicht gerne anfassen und ich möchte die Situation für sie nicht noch stressiger machen als es ohnehin schon ist. Bisher gab es die Dosis mit etwas Thunfisch. Ich werde aber mal nächste Woche versuchen ob sie es auch so schlabbern würde

    Ist auf jeden Fall schön zu sehen, dass die Therapie bei Melody so gut angeschlagen hat. Ich hoffe, dass wird bei Lotta ebenfalls der Fall sein.

  17. #16
    -Melody-
    Okay das wusste ich nicht.. Ist ja heftig.. So jung und schon kann man sowas schlimmes bekommen..

    Okay, ja also Melody schlabbert das quasi aus der Spritze, schmeckt ja wie Wasser und nicht eklig oder so. Sie hat mal eine Zeit Traumeel aufgelöst in Wasser bekommen, gegen ihre entzündliche Arthrose, das hat sie total gern geschleckt, weil die Pastillen Zucker enthalten.

    Drücke euch Beiden die Daumen, dass ihr die Erkrankung in den Griff bekommt. Bzw dass die genaueren Ursachen noch geklärt werden..

  18. #17
    lucian
    Die SUC-Therapie scheint bei uns schon anzuschlagen.

    Vorletzte Woche Samstag hat Lotta die erste Dosis bekommen, letzten Freitag hab ich die Urinprobe beim TA abgeben. Heute rief sie mich an und meinte, dass die Nierenwerte im Urin im Vergleich von vor 4 Wiochen bei der Punktion in der Tierkinik schon besser geworden seien. Keine Auffälligkeiten, vermulich weil das SUC schon angeschlagen hat.

    Allerdings hat Lotta Struivit-Steine. Also die nöchste Baustelle um die ich mich kümmern muss.

    2016 ist wirklich kein gutes Jahr für mich und die Katzen

  19. #18
    Shaina
    Huhu,

    ich hoffe, euren Katzen gehts soweit gut?

    Bei uns gibt es momentan nichts Neues, Lilu ist immer noch topfit und ansonsten sind wir mit Umzug vorbereiten beschäftigt (soviel zu Erholungsurlaub ).
    Ich bin noch am Überlegen, ob ich Lilu vor dem Umzug zum Tierarzt schleife oder erst danach..

  20. #19
    lucian
    Ich mag nimmer.

    Die letzten Tage waren ein Auf und Ab.

    Wir waren zur Kontrolle zum Blutabnehmen da. Als Charlotta so halb in Narkose war, kam der nächste Hammer. FORL im fortgeschrittenen Stadium. Wir müssen alle Backenzähne entfernen. Zudem scheint einer schon abgebrochen zu sein, des bisher hatte sie noch keine Zahnentfernung. Die OP wird ca. 3 bis 4 Stunden dauern (was mir tierische Bauschmerzen bereitet, hatte ich in dem Umfang noch nie), Kostenpunkt ca 400 Euro.

    Während der ersten Feststellungen zur CNI lag Lotta mehrfach in Narkose und wurde von oben bis unten untersucht. Wenn überhaupt was gesagt wurde, dann nur es sei Zahnstein. Selbst die Tierklinik hat es nicht erkannt.

    Und das kotzt mich so tierisch an! Die Katze hat Schmerzen!

    Bei Karli war schon das gleiche Spiel, da sagte sie mir auch, dass sie FORL hat, zwar noch nicht so schlimm, dass die Zähne entfernt werden müssten, aber darauf läuft es irgendwann hinaus.

    Eigentlich müsste ich die drei andern Scheißerchen auch einpacken und noch mal komplett von ihr durchchecken lassen. Alle bisherigen TÄ waren ja offensichtlich pfeifen

    Tja und eben rief mich die TÄin an zwecks Ergebnis der Blutuntersuchung. Keine Auffälligkeiten mehr. Gar keine! Zitat: "Sie können sich jetzt aussuchen ob die Tierklinik beim Ultraschall etwas falsch gemacht oder aber mein Labor" o.O

    Finde ich total heftig.

    Ich vermute jetzt mal, dadurch dass wir ja ohnehin sehr am Anfang der Erkrankung sind, dass es wahrscheinlich rein von den Blutwerten her schon besser aussieht weil ich a) die Bierhefe weglasse, die es sonst täglich gab und b) einmal die Woche SUC gebe.

    Anders kann ich mir das nicht erklären. Ich war ja beim Ultraschall dabei, die Niere sah da für meine laienhaften Augen schon sehr unregelmäßig und "hügelig" aus. Und da sich eine CNI ja ohnehin erst recht spät in den Blutwerten zeigt, wird das vermutlich schon stimmen, dass wir ganz am Anfang sind. Anders kann ich mir das nicht erklären.

    Ich hab jetzt zumindest mit ihr vereinbart das ich wie bisher das SUC gebe und wir in 2 Jahren noch mal Blut kontrollieren, sofern sich jetzt in der Zwischenzeit ihr Zustand nicht verändern sollte.

    Das ist alles so ein Hin und Her.

    Nicht mehr lange und ich überlege doch noch ernsthaft Tiermedizin zu studieren

  21. #20
    Shaina
    Und, studierst du schon?

    Arme Lotta, geht es ihr nun wieder besser? 400 € sind ja auch schon eine Hausnummer..

    Ich füttere Lilu momentan ganz normal, muss demnächst noch einen Termin zur Blutuntersuchung vereinbaren (wo ist die Zeit nur hin? Haben den Umzug aber gut überstanden). Vielleicht lass ich dann bei beiden Katzen mal die Zähne untersuchen, sie sind ja jetzt auch schon fünf Jahre alt und wenn ich mir die Statistik so angucke, ist die Wahrscheinlichkeit von FORL schon recht hoch.

  22. #21
    lucian
    Noch nicht. Mir fehlt schlicht die Zeit. Und nur Katzen studieren funktioniert irgendwie nicht.

    Lotta gehts soweit gut, von ihren Schmerzen bekommt man nichts mit. Katzen eben! Ich werde jetzt demnächst nach nem Termin wegen der OP fragen, das Problem ist, die gute Frau ist Alleinunterhalter momentan in der Klinik. Keine Ahnung ob sie da so eine große OP überhaupt machen kann.

    Wir werden sehen.

    Zum Glück winkt mir eine kleine Gehaltserhöhung, das mildert die kommenden Kosten schon wieder etwas ab.

    Ich drück dir die Daumen, dass die Blutwerte im Rahmen sind und du von der FORL-Epidemie ausgenommen bist.

  23. #22
    Bollie
    Was mich wundert, ist, dass ihr von Schmerzen sprecht. Mein Katerle ist vor 3 Jahren mit knapp 16 Jahren an CNI gestorben; ihm war oft übel und er nahm ab, aber Schmerzen hatte er nie.

  24. #23
    Ina4482
    Zitat Zitat von Bollie Beitrag anzeigen
    Was mich wundert, ist, dass ihr von Schmerzen sprecht. Mein Katerle ist vor 3 Jahren mit knapp 16 Jahren an CNI gestorben; ihm war oft übel und er nahm ab, aber Schmerzen hatte er nie.
    Woher weißt du denn, dass er keine Schmerzen hatte? Katzen sind Meister im Verbergen von Erkrankungen und Schmerzen, eben weil es als potentielles Beutetier draußen ungünstig ist, so was offen zu zeigen. Wenn man deutlich mitbekommt, dass eine Katze Schmerzen hat, ist sie meist schon länger krank und leidet auch schon länger Schmerzen.
    Das ist ja oft das Problem bei Katzen: Man bekommt es viel zu spät oder nur zufällig mit, wenn sie was haben .

  25. #24
    Shaina
    Und außerdem haben Lucian und ich das Thema etwas zweckentfremdet; es geht nicht nur um CNI, sondern auch FORL (eine schmerzhafte Zahnkrankheit, die jede 2. Katze über 5 Jahre betrifft und oft nicht bemerkt wird). Denn wie Ina schon schreibt:

    Zitat Zitat von Ina4482 Beitrag anzeigen
    Katzen sind Meister im Verbergen von Erkrankungen und Schmerzen.

    -------

    Heute Abend werden beide Katzen zum Tierarzt geschleppt, mal gucken, was raus kommt.

    EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

    Die Tierärztin hat bei beiden Katzen Blutproben entnommen, aber ist außer ner kurzen Untersuchung auf die Zahnproblematik nicht weiter eingegangen ("Bei Lilu leichte Entzündung des Zahnfleischs, bisschen Zahnstein unten, aber das kann man ja nächstes Jahr immer noch eingehender untersuchen.."). Aber ich habe grade eben ne Tierzahnspezialistin ganz in der Nähe bei Google entdeckt, da werd ich nochmal anrufen. Sie kann mir bestimmt besser weiter helfen.

    Ich möchte ehrlich gesagt nicht mehr bis 2017 warten, vor allem weil Lilu in letzter Zeit doch sehr aus dem Mäulchen stinkt, mich haut es bald um, wenn sie gähnt..

    Bei Kira war oberflächlich betrachtet alles super, hat auch nur normalen Mundgeruch.

  26. #25
    Bollie
    Zitat Zitat von Ina4482 Beitrag anzeigen
    Woher weißt du denn, dass er keine Schmerzen hatte? Katzen sind Meister im Verbergen von Erkrankungen und Schmerzen, eben weil es als potentielles Beutetier draußen ungünstig ist, so was offen zu zeigen. Wenn man deutlich mitbekommt, dass eine Katze Schmerzen hat, ist sie meist schon länger krank und leidet auch schon länger Schmerzen.
    Das ist ja oft das Problem bei Katzen: Man bekommt es viel zu spät oder nur zufällig mit, wenn sie was haben .


    Ok, touché; aber ich habe es einmal erlebt - Jahre vorher, andere Situation -, als er Schmerzen hatte, daher bin ich sicher, er hatte keine. Das Schlimmste war die Übelkeit, die zwar - nein, ich will jetzt nichts vertiefen hier.
    Gemerkt habe ich es bei Tom am stumpfen Fell. Das war der Anfang.

  27. #26
    lucian
    Hallöchen,

    ich zitier mich mal aus dem anderen Thread:

    So, ich berichte mal, da mein Marathon sich dem Ende zuneigt.

    Als wir Blutwerte von Lotta genommen haben im November letzten Jahres wegen der CNI-Kontrolle hat meine jetzige Tierärztin ja direkt gesehen, dass die Katze Forl hat. Mehrere Tierärzte haben sich aufgrund der CNI Geschichte die Katze in den Monaten davor angesehen und da hieß es immer nur ein bisschen Zahnstein, mehr nicht. Tja und dann war es doch schmerzhaft mehr.

    Im Januar haben wir dann also angefangen.

    Zuerst haben wir Lotta unters Messer gelegt. Die Gute ist mir ihren fast 4 Jahren jetzt auch fast Zahnlos. Drinnen gelassen wurden die 4 Eckzähne sowie die vorderen Schneidezähne. Alle Backenzähne mussten entfernt werden. Teilweise waren die Wurzeln schon stark angegriffen, teilweise gingen die Zähne noch ganz gut raus, weil sie noch nicht sooo angeschlagen waren. Alles in Allem hat meine Tierärztin wohl schon schlimmere Fälle gesehen.

    Allerdings dachte sich Lotta zwischenzeitlich auch, nicht mehr aufwachen zu wollen. Aufgrund ihres Erregungszustandes und der Schmerzen brauchte sie etwas mehr Narkosemittel um überhaupt einzuschlafen, nachdem dann die schmerzenden Zähne entfernt waren, sackte sie dann richtig weg und es war kurzzeitig kritisch. Am Ende lief aber alles gut.

    Meine jetztige Tierärztin ist klasse. Hat Rödgenbilder gemacht und mir anhand dessen alles erklärt, hat mir die entnommenen Zähne gezeigt und genau erklärt was sie gemacht hat, total toll! Die Behandlung war natürlich nicht günstig, Kostenpunkt rund 460 Euro plus noch ein paar Euro für die Nachuntersuchung (Der Kostenvoranschlag belief sich auf 450 Euro, also sind wir absolut im Rahmen geblieben).

    Lotta hat die Zahnop gut überstanden und kommt auch gut damit klar, dass sie keine Backenzähne mehr hat. Die ersten Tage hat man ihr natürlich die Umstellung angemerkt, aber dadurch das es hier nur Nassfutter gibt, dass aufgrund ihrer CNI ohnehin sehr mit Wasser verdünnt wird, merkt man mittlerweile nur noch etwas davon, weil sie bei den Leckerchen länger braucht um sie zu fressen (was dem Dickerchen auch nicht schadet ).
    http://www.tierforum.de/t202361-das-...ml#post3180753

    So geht es Lotta super, sie bekommt weiter fleißig SUC, mit lecker Thunfisch atmet sie das auch zügig ein

    Wie sieht es denn bei dir aus Shaina?

  28. #27
    Martina91
    Zitat Zitat von lucian Beitrag anzeigen
    Blutuntersuchungen zeigen, dass auch die erhöhten Harnstoff- und Kreatininwerte bei der Mehrzahl der Tiere deutlich sinken und zwar umso deutlicher, je höher die Ausgangswerte beim Therapiebeginn waren.

    Quelle

    Ob es wirklich etwas bringt, wird die Zeit zeigen. In ca. 6 Wochen wollen wir noch mal Blut abnehmen um das Ganze zu beobachten.

    Da Lotta aber ohnehin am Anfangsstatium ist, bemerk ich aktuell keine Veränderung. Sie bekommt heute aber auch erst die zweite Dosis. Darüberhinaus ist Lotta ohnehin fit. Sie hat keine Symptome.

    Gestern hab ich noch mal eine Urinprobe abgegeben. Der PH-Wert ist immer noch zu hoch und erklären können wir uns das nicht. Lt. Untersuchung der Tierklinik vor 6 Wochen hat Lotta eine chronische Blasenentzündung, wobei weder ich noch meine TÄin wusste, woran das die Klink fest macht.
    Ich hoffe, dass sich Lotta inzwischen wieder erholen konnte.

    Ein Bekannter von mir arbeitet in einer Tierklinik. Er hatte mir einst berichtet, dass es wohl unter Umständen möglich ist, per Abtasten herauszufinden, ob eine Katze eine Blasenentzündung hat.

    Leider weiß ich nicht, wie präzise man das mit dieser Technik diagnostizieren kann. Eine weitere Möglichkeit bestünde darin, dass die Klinik Ultraschall zur Untersuchung eingesetzt hat.

    Bei meinem Kater hat die vermehrte Zufuhr von Proteinen helfen können, die Nierenwerte wieder auf die Bahn zu bringen. Viel trinken war darüber hinaus ebenfalls sehr wichtig.

    Ich hoffe, dass sich die betroffenen Samtpfoten wieder schnell erholen.

Diskussion zum Thema Schlechte Nierenwerte im Forum Katzen Gesundheit bzw. Hauptforum Katzen Forum:
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