Hund abgeben



  1. #1
    Margo S.

    Hund abgeben

    Hallo Zusammen,
    ich schreibe euch, weil ich euren Rat zu einer sehr wichtigen Entscheidung brauche.
    Vor 5 Jahren habe ich meinen Rüden als Welpe aufgenommen.
    Mein Lebensgefährte hat die Anschaffung zwar akzeptiert, aber die gesamte Pflege und Erziehung habe von Anfang an ich übernommen. Ich konnte ihn von Anfang an mit zur Arbeit nehmen, wir haben viel Zeit miteinander verbracht.
    Vor zwei Jahren musste ich mich beruflich verändern, mein Hund musste lernen alleine zu bleiben.Nun ist es so, dass ich vor einem Jahr Mutter geworden bin.
    Ich habe einen Haushalt zu führen,
    einen Vollzeit Job, ein kleines Kind und meinen Hund.
    Ich bin für alles Beschriebene allein verantwortlich und ich weiß, dass kann "Frau" auch schaffen. Ich habe mein Leben soweit durchorganisiert, dass alle versorgt sind.
    Nun ist es allerdings so, dass der Hund immer weiter in den Hintergrund gerückt ist, je mehr weitere Verpflichtungen dazu kamen und ich ihm nicht mehr die Aufmerksamkeit zu Teil kommen lasse, die er verdient hat und das schlimmste daran ist, dass ich ihm anmerke, dass er darüber sehr traurig ist. Wie er mich ansieht, sich verhält, er ist sehr geknickt, dass er nur noch nebenher läuft.
    Wie bereits beschrieben, alle sind versorgt, aber für mehr reicht die Zeit einfach nicht.
    Ich würde mir wünschen, dass er die Aufmerksamkeit und Liebe und Fürsorge und auch Freiheit bekommt die er verdient, weil er wirklich ein ganz toller Freund ist.
    Daher stellt sich mir die Frage, was für ihn das beste ist ,ohne dabei meine persönlichen Bedürfnisse in den Vordergrund zu stellen.
    Hat er ein besseres Leben bei einem Menschen, der den ganzen Tag zu Hause ist, hundeerfahren, liebevoll und alleinstehend, wo er rund um die Uhr versorgt und geliebt wird ( denn den gibt es und er würde sich freuen den Hund aufzunehmen ), oder ist es für ihn besser bei seinem bisherigen Rudel zu leben, aber mit den Abstrichen die ich bereits beschrieben habe?
    Ich denke, ich brauche nicht zu erwähnen, was für ein Gefühl es ist, über eine Abgabe nachzudenken, denn ich habe ihn wirklich sehr sehr lieb, aber genau aus diesem Grund erwäge ich überhaupt diese Entscheidung.
    Was denkt ihr ist das Beste für ihn?
    Vielen Dank für eure Ratschläge.

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    Hast du schon mal im großen Praxishandbuch für Hunde nachgelesen? Vielleicht hilft dir das ja weiter?



  3. #2
    Marrkus
    Gäbe es nicht die Möglichkeit, dass der Interessent den Hund zu sich nimmt während du auf Arbeit bist?

    Ansonsten hast du doch schon sicher vor Anschaffung des Hundes gewusst, dass da mal ein Kind kommen wird? Würde das so viel ändern, wenn du den Hund noch mit zur Arbeit nehmen könntest?

    Und den Vater kann man nicht dazu bewegen sich wenigstens finanziell um das Kind zu kümmern, wenn er schon keine Zeit opfern will?

    Meine persönliche Meinung: Ich würde generell mit einem Kleinkind nicht Vollzeit arbeiten gehen, erst recht nicht als alleinerziehende Mutter und dann auch noch mit Hund. Denn meiner Meinung nach kommt hier nicht nur der Hund zu kurz, sondern auch das Kind.

  4. #3
    HoundMan
    Hallo Margo,
    auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wieder mal unbeliebt mache, aber deinen Schilderungen entsprechend ist der Hund ja auch nur in diese Situation gekommen, weil deine Lebensplanung
    den Hund nicht mit einbezogen hat, oder er in seiner WICHTIGKEIT hinten dran stand.
    Vor zwei Jahren musste ich mich beruflich verändern, mein Hund musste lernen alleine zu bleiben.Nun ist es so, dass ich vor einem Jahr Mutter geworden bin.
    Ich habe einen Haushalt zu führen, einen Vollzeit Job, ein kleines Kind und meinen Hund.
    Das ist in der Tat so nicht zu bewältigen aber auch hausgemacht. Wie versorgst Du ein einjähriges Kind wenn Du Vollzeit arbeiten gehst?
    Ich denke, dass Du irgendwie für eine adäquate Versorgung deines Kindes gesorgt hast, weil es sicherlich auch eine gewisse Priorität hat.

    Ich will jetzt nicht weiter darauf eingehen, aber auch ist es möglich mit einer entsprechenden Planung für den Hund zu sorgen, sei es über Freunde oder Bekannten, oder eines zweiten Hundes usw.
    Eventuell auch jemand aus der Nachbarschaft, der Alt genug ist und eventuell keinen Hund halten darf (Eltern etc.) an Gassi, Spiel etc. zu beteiligen.

    LG HM

  5. #4
    BlumeW
    also ehrlich kann man denn nicht mal soweit denken bevor man sich einen Hund anschafft.
    Will ich die nächste 15 Jahre Kinder,
    will die nächsen 15 Jahre mich beruflich verändern.
    Sorry aber das liest man echt ständig und da schwillt mir echt der Kamm an. sowas weiß man vorher und der Hund war nun malzu erst da.. schrecklich!
    Natürlich hat er es woander besser wenn dort immer wer da ist der was mit ihm macht.

    weißt mein Typ hat mich auch verlassen und den Hund, eigentlich mal seiner, bei mir gelassen und er kann keine Minute allein bleiben... aber ich habe ihn nicht abgegeben sondern mein Leben drum herum gestaltet. einen Hundesitter der ihn bespaßt und auspowert wenn ich nicht kann.

  6. #5
    *Mischling*
    Jetzt haltet aber mal die Luft an oO.
    Wer kann denn bitte heute sagen, dass er die nächsten 20 Jahre genau den Beruf in genau dieser Situation haben wird? Hättet ihr alle vor 10 Jahren gewusst, dass ihr heute dort seid, wo ihr seid?

    Die TE hatte Veränderungen in ihrem Leben – welch Schande. Nun hat sie alles so organisiert, dass alle dennoch versorgt sind. Trotzdem macht sie sich Gedanken, ob das so für alle das Beste ist oder ob sie sich zum Wohle des Hundes nicht von ihm trennen soll. Ja, ein wahrer Unmensch muss das sein, der sich Gedanken um das Wohl aller in seiner Umgebung macht.

    @Margo:
    Ich würde die Entscheidung vorrangig davon abhängig machen, ob, wann und inwiefern sich vielleicht etwas ändern könnte. Das heißt zum einen, ob absehbar ist, dass der Hund vielleicht wieder mit zur Arbeit kann o.ä.. Zum anderen, ob du etwas ändern kannst, zum Beispiel einen Sitter für den Hund suchen. Gibt es diese Möglichkeiten denn? Oder musst du damit rechnen, dass die Situation für den Hund so bleibt, vielleicht sogar noch weniger Zeit für ihn da sein wird?

  7. #6
    Keisuke
    Mischling, besser hätte ich es nicht ausdrücken können!

    Ich finde, man sollte sich einen Hund niemals unüberlegt anschaffen und eine gewisse Stabilität im Leben haben. Also nicht unbedingt zu Beginn der Ausbildung/Studium, da man zu dem Zeitpunkt nicht weiß, wie sich das Leben verändern wird - Aber man weiß dann: Es wird sich 100% verändern. Irgendwann ist das Studium/die Ausbildung vorbei und dann ändert sich doch noch was.

    Hat man einen festen Job, eine passende Wohnung und eben die Zeit - tja dann darf man sich doch einen Hund anschaffen?!
    Und zum Zeitpunkt der Anschaffung war's wohl ideal für die TE, dass sich da mal was ändert kann keiner vorhersehen.

    Ich finde es sogar sehr gut, wenn man eher über eine Abgabe nachdenkt, als das Tier auf Biegen und Brechen behalten zu wollen - obwohl man ihm einfach nicht gerecht wird.

    @Margo:
    Ich würde die Entscheidung vorrangig davon abhängig machen, ob, wann und inwiefern sich vielleicht etwas ändern könnte. Das heißt zum einen, ob absehbar ist, dass der Hund vielleicht wieder mit zur Arbeit kann o.ä.. Zum anderen, ob du etwas ändern kannst, zum Beispiel einen Sitter für den Hund suchen. Gibt es diese Möglichkeiten denn? Oder musst du damit rechnen, dass die Situation für den Hund so bleibt, vielleicht sogar noch weniger Zeit für ihn da sein wird?
    Und schon wieder hätte ich es nicht besser sagen können.
    Ein Sitter ist mir auch direkt in den Kopf gekommen, vielleicht gibt's da ja eine Möglichkeit? Vielleicht der Interessent?

  8. #7
    Marrkus
    Mischling der Job ist doch gar nicht so sehr das Problem. Bevor das Kind kam hat sie doch auch schon in dem Job gearbeitet und der Hund war alleine zuhause.
    Aber ob man in den nächsten 15 Jahren mal Kinder haben will oder nicht sollte man als Erwachsener schon wissen. Damit dass sich der Mann dann nicht um das Kind kümmert und sich aus dem Staub macht muss man leider auch rechnen.

  9. #8
    Hexe76
    Ist es wirklich nötig, hier mit Holzhammermethode auf die TE einzudreschen, weil sie sich vor 5 Jahren einen Hund angeschafft hat und nun versucht das Beste aus der Situation zu machen?
    Mit hätte,sollte,wäre kommt man hier nicht weit.

    Margo S: gäbe es die Möglichkeit Deinen Hund mal für 2 Wochen zu dem Bekannten zu geben, der ihn gerne aufnehmen würde? Du solltest in der Zeit keinen persönlichen Kontakt zum Hund haben.
    Meine Hündin muss ab und zu für ein paar Tage (bisheriges Maximum waren 10 Tage) zu Bekannten/in Urlaubsbetreuung, wenn ich nach Deutschland fliege um die Familie zu besuchen und meine Hündin ist darüber zwar nicht sonderlich begeistert, aber sie leidet nicht, weil ich sie in gute Hände gebe, die sie nach Strich und Faden verwöhnen und viel mit ihr draussen unterwegs sind.
    Wenn Du Deinen Hund nun für 2 Wochen zu dem Bekannten geben könntest, hast Du die Chance rauszufinden, wie es Dir damit geht, welchen Einfluss es auf Deinen Alltag hat und ob Du es als Erleichterung empfinden oder ob Dir etwas fehlen würde.
    Dein Bekannter wiederum hat die Chance rauszufinden, ob Dein Hund wirklich zum ihm passt und ob er ihn in sein Leben integrieren kann.
    Nach den 2 Wochen solltet ihr gemeinsam entscheiden, ob der Hund nicht gleich bei Deinem Bekannten bleibt, oder ob Du ihn zurücknehmen kannst/möchtest und ob Du Dein Leben irgendwo im alltäglichen Miteinander mehr an den Hund orientieren kannst.

  10. #9
    Audrey
    Zitat Zitat von Marrkus Beitrag anzeigen

    Aber ob man in den nächsten 15 Jahren mal Kinder haben will oder nicht sollte man als Erwachsener schon wissen.
    Das klingt ja so als müßte man sich entscheiden "Hund oder Kind"

  11. #10
    Calimero
    Mit dieser hätte, wäre Mentalität ist weder der TE noch dem Hund geholfen. Zudem finde ich diese Vorwürfe unverschämt und nicht gerade erwachsen.
    Die Situation ist wie sie ist und die TE macht sich Gedanken um das Wohl ihres Hundes. Da ist es wirklich zielführend, wenn ihr jemand im Internet erklärt, wie völlig falsch sie ihr Leben lebt...
    Es soll Menschen geben, die erst sehr spät entscheiden, dass sie Kinder wollen. Und ich hab mal gehört, sowas passiert auch nicht nur nach jahrelanger Planung. Und dennoch sind sie willkommen

    Margo, ich denke auch ein paar mehr Infos zu deiner aktuellen Situation wären gut. Ich musste beim Lesen auch als erstes an einen Gassigeher oder so denken. Wenn du da jemanden in der Nähe hättest, der das gerne macht und dem du da zutraust, könnte ich mir vorstellen, dass das für alle eine gute Lösung wäre. Der Hund bleibst bei dir wohnen, bekommt aber wieder mehr Aufmerksamkeit.
    Wenn der Interessent nicht zu weit weg wohnt, könnt ihr ja auch einfach erstmal testen, wie die beiden sich verstehen. Die Situation ist ja kein Notfall und du kannst in aller Ruhe nach der besten Lösung für euch alle suchen.

  12. #11
    Hexe76
    Zitat Zitat von Audrey Beitrag anzeigen
    Das klingt ja so als müßte man sich entscheiden "Hund oder Kind"
    Genau.
    Und genau so sollte man mit 10 schon wissen, welchen Job man für den Rest seines Lebens ausüben will und mit 18 weiss man Bitteschön in welcher Stadt/in welchem Land man leben möchte und natürlich ist man sich zu dem Zeitpunkt auch schon sicher, dass man nieniemalsnicht ein Haus bauen/den Partner betrügen/Vegetarier oder Nicht-Vegetarier sein wird/mehr als 1 Katze aufnimmt/in ein Flugzeug steigt/die Religion ändert/die Haare färbt/20kg zunimmt/Alkoholiker wird....

    Leben bedeutet ständige Veränderung. Vor 5 Jahren hat der Hund prima reingepasst, nun halt nicht mehr.
    Immerhin macht sie die TE Gedanken um ihren Hund, statt ihn einfach nebenher mitlaufen zu lassen.

  13. #12
    Choupette
    Wenn ich hier rumlese werd ich bei einigen Postings echt wütend.
    Ich habe zwei Hunde und bin schwanger und NIEMAND kann vorher wissen wie eine Schwangerschaft abläuft und wie das Kind hinterher drauf ist. Mein Partner arbeitet momentan außerhalb und ich bin unter der Woche mit den Hunden allein und es ist verflucht anstregend sich um die Hunde zu kümmern während man eigentlich seit Monaten permanent kurz vorm kotzen ist! Das hat eher Respekt verdient als die rummotzerei von den männlichen Beteiligten hier im Thread!

    Marrkus, wenn du meinst dass Hund und Kind zu kurz kommen, weil die TE vollzeit arbeitet, dann sei doch mal sozial und überweise ihr was von deinem Gehalt! Ich bin sicher die TE wäre auch lieber bei ihrem Kind zu Hause und möchte die wichtigsten Entwicklungsschritte erleben als auf der Arbeit zu sitzen!

    TE, hast du denn das Gefühl es mit dem Hund und dem Kind und dem Job zu packen oder gehst du gerade auf dem Zahnfleisch? Du solltest dich nicht vergessen bei der Sache. Vollzeit mit Kind und Hund ist ein ziemlich krasses Programm und ich hätte auch Verständnis, wenn du auch an dich denkst. Gibt es denn Betreuungen in deinem Umfeld, die leistbar sind?

  14. #13
    Michse89
    Offtopic:

    du bist schwanger???? Uhhhhhh ich gratulierte wünsche euch eine wundervolle Zeit

  15. #14
    Marrkus
    @Audrey:
    In der Tat sehe ich es so, dass es mit einer Vollzeitstelle als Alleinerziehende kaum möglich ist noch einen Hund zu halten.

    @Choupette:
    Ich würde ihr gerne was von meinem Gehalt überweisen, nur leider habe ich kein Gehalt, denn ich bin gerade dabei mich den Hunden zuliebe selbstständig zu machen, damit ich von zuhause aus arbeiten gehen kann, denn auch bei mir war es irgendwann nicht mehr möglich die Hunde mit zur Arbeit zu nehmen. Also musste ein Plan B her. Dass ich in den ersten 1-2 Jahren nun praktisch nichts verdiene nehme ich den Hunden zuliebe gerne in Kauf.

  16. #15
    Audrey
    Zitat Zitat von Marrkus Beitrag anzeigen
    @Audrey:
    In der Tat sehe ich es so, dass es mit einer Vollzeitstelle als Alleinerziehende kaum möglich ist noch einen Hund zu halten.
    Dem widerspricht ja auch keiner, und letztlich geht's ja genau darum. Die TE wird aber nicht geplant haben, irgendwann mal alleinerziehend dazustehen. Also sagst Du letztlich "wer plant in den nächsten drölf Jahren ein Kind zu bekommen, der sollte sich keinen Hund zulegen, weil es könnte ja sein daß man ganz evtl. am Ende alleinerziehend da steht". Wenn Du solche Eventualitäten in jede Deiner Entscheidungen einbeziehst, dann weiß ich ehrlich gesagt nicht, ob ich das bewundernswert oder gruselig finden soll. Ich tendiere zu gruselig.

  17. #16
    Calimero
    Zitat Zitat von Marrkus Beitrag anzeigen
    @Choupette:
    Ich würde ihr gerne was von meinem Gehalt überweisen, nur leider habe ich kein Gehalt, denn ich bin gerade dabei mich den Hunden zuliebe selbstständig zu machen, damit ich von zuhause aus arbeiten gehen kann, denn auch bei mir war es irgendwann nicht mehr möglich die Hunde mit zur Arbeit zu nehmen. Also musste ein Plan B her. Dass ich in den ersten 1-2 Jahren nun praktisch nichts verdiene nehme ich den Hunden zuliebe gerne in Kauf.
    Offtopic:

    Kein Geld zu haben kann nun auch die Lebensqualität der Hunde gewaltig einschränken . Man kann eben nicht immer alles perfekt planen, muss man auch nicht, solange man sich bemüht, dass es für alle passt und das tut die TE.

  18. #17
    Margo S.
    Danke für eure Antworten, auch die kritischen. Wie viele von euch geschrieben haben, manchmal hält sich das Leben einfach nicht an den Plan und stellt dich vor Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Und das möchte ich wirklich, denn ich weiß dass ich immer für das verantwortlich sein werde, was ich mir vertraut gemacht habe.
    Der Interessent wohnt leider zu weit weg um als Gassi Geher in Frage zu kommen, aber mein Hund hatte bis vor ein paar Monaten einen täglichen Gassi Geher, der jetzt aus gesundheitlichen Gründen leider aufgeben musste.
    Einen neuen zu finden wird bestimmt nicht das Problem sein, aber reicht das?
    Viele Menschen würden vielleicht sagen, wenn der Hund dreimal täglich vor die Tür kommt. Fressen, trinken, einen Schlafplatz und gesundheitliche Versorgung hat reicht das um als Hund glücklich zu sein.
    Aber wenn ich mir meinen Hund so anschaue und daran zurück denke wie er war, als ich mit ihm die meiste Zeit verbracht habe, körperliches und geistiges Training gemacht habe, dann sehe ich einen großen Unterschied.
    Ich habe unter der Woche momentan leider nur die Zeit seine Grundbedürfnisse zu erfüllen.
    Er hatte den Gassi Geher so lieb, dass er garnicht mehr nach Hause wollte.
    Er war auch manchmal über Tag dort, damit er nicht so lange alleine ist, da kam es immer wieder vor, dass der Hund nicht mehr herein kommen wollte, sondern dem Gassi Geher hinterhergelaufen ist.
    Das tut dann auch weh, aber ich kann es ihm nicht verübeln.
    Ich bin auch gerne bereit einen neuen Gassi Geher für ihn zu suchen, es soll ihm ja gut gehen, aber ersetzt das wirklich die Zeit die ich nicht für ihn habe?
    Es bleibt dabei, ich muss arbeiten gehen um meine Familie zu versorgen. Ich bin auf der Suche nach einer beruflichen Veränderung aber es ist nicht absehbar wann ich das erfolgreich umsetzen kann.
    Natürlich gehe ich auf Zahnfleisch, aber darum geht's mir gar nicht. Ich habe mir Kind und Hund angeschafft und bin bereit dafür zu sorgen, auch wenn für meine Person keine Zeit mehr bleibt.
    Mir stellt sich wirklich nur die Frage, welcher Umstand für den Hund das Beste ist.

  19. #18
    McLeodsDaughters
    Ich habe eine Kollegin, die teilt sich ihren Hund quasi. An 3 Tagen ist der bei ihr, kommt auch mit zur Arbeit (wobei sie ihn m.M.n. auch zu Hause lassen könnte, sie arbeitet nur 6 Std. und allein bleiben kann er wohl auch... und am Anfang war die Rede davon, den Hund ab&zu mitzubringen... Ab&zu sind nicht 3x pro Woche, zumal der Chef mir gesagt hat, dass ein Hund gar nicht geht -.-) und an 3 o. 4 Tagen ist er bei Bekannten. Wäre das vielleicht eine Option, wenn du schon einen Interessenten hast?

    Ansonsten kann ich das ehrlich gesagt so gar nicht verstehen, dass dein Lebensgefährte dir gar nicht hilft. Nicht beim Hund ist eine Sache, aber auch bei dem Rest nicht?! Oder habe ich was überlesen, weil die anderen was mit Alleinerziehend schreiben? Ich kenne das ehrlich gesagt überhaupt nicht, dass alles nur an einem Hängen bleibt. Meine Eltern hatten alles aufgeteilt, jeder hat seinen gewissen Bereich, einiges wird zusammen gemacht oder abgewechselt und wir (meine Schwester & ich) sind ab einem gewissen Alter halt auch eingebunden worden.

    Aber mal darauf eingegangen mit Vorausplanen usw. Ich bin 25 Jahre alt und habe momentan nicht vor, bald ein Kind zu kriegen, aber momentan würde auch der passende Partner fehlen. Aber mal angenommen, in 5 Jahren habe ich den passenden Partner, man ist schon ne Weile zusammen und ich habe einen Hund oder meine momentane Tieranzahl noch. Ich würde erwarten, dass mein Partner mich zumindest im Haushalt und mit dem Nachwuchs unterstützt, das mit den Tieren steht auf einem anderen Blatt, je nach Tierart kann man auch schon planen zu reduzieren (bei Kleinnagern z.B., die wenn sie alt werden 3 Jahre alt werden). Was ich damit sagen will: Ich weiß nicht, was in 5 oder 10 Jahren ist. Wenn momentan alles so läuft wie geplant, fange ich nächstes Jahr eine zweite Ausbildung an, wenn alles schnell geht (wobei mir das zu schnell wäre) dann schon Ende September diesen Jahres.
    Ich bezweifle, dass jemand 5 oder 10 Jahre zu 100 % im Voraus planen kann. Da kann immer was dazwischen kommen; Kündigung, Trennung, etc.

  20. #19
    SoylentGreen
    Ich weiß nicht, ob das der richtige Rahmen für eine Grundsatzdiskussion ist, jedoch wirkst du auf mich ein bisschen kleingehalten.
    Ich kann es verstehen, wenn dein Lebensgefährte sagt: Wenn du einen Hund willst, dann kauf ihn dir, finde ich ok, aber kümmere dich dann bitte selber um ihn.
    Was ich überhaupt nicht verstehe, ist, dass obwohl du selbst Vollzeit arbeitest, die ganze Arbeit an dir hängen bleibt. Ein Kind bekommt man gemeinsam, da ist nicht einer verantwortlich, sondern alle Beteiligten! Der Haushalt wird gemeinsam genutzt, davon haben alle was. Was hindert deinen Parasiten daran, dir dabei zu helfen und wie kommst du auf die Idee, dass alle Last der Welt von deinen Schultern zu tragen ist? Dem würde ich was erzählen...

  21. #20
    Margo S.
    ich bin alleinstehend.

    EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

    Mittlerweile

  22. #21
    Luna & Artemis
    Offtopic:

    Zum Thema Kind oder Tiere und vorrausplanen, letztes Jahr zu meinem 24. Geburtstag hab ich noch laut gelacht, als jemand meinte so langsam könnte ich ja mal für die nächste Familiengeneration sorgen und gemeint vor dem 30. läuft da nix... Dieses Jahr hab ich glücklich im 5. Monat da gesessen... Manchmal kommen einfach auch quasi Veränderungen über Nacht. Letztes Jahr hätte ich auch noch gedacht, dass man doch alles planen kann und sich halt auch mal entscheiden muss und jetzt seh ich es ja selbst...

  23. #22
    seven
    Offtopic:

    Zum Thema Vorausplanen kann ich auch noch was sagen Vor 7 Jahren haben wir uns 2 Katzen angeschafft - nachdem wir bereits 7 Jahre zusammen waren und davon 1 Jahr verpartnert. Vor 6 Jahren kamen noch 2 Katzen dazu, vor 5 Jahren Nr. 5 und vor 3 Jahren Nr. 6. Nie kam uns in den Sinn, dass wir uns mal trennen würden - und ja, genau das ist jetzt nach 14 Jahren passiert. Man kann nicht immer alles durchplanen, oft kommt es (leider) anders, als man denkt... Zumindest konnten wir die Katzen jetzt aufteilen, denn 6 Katzen für eine Einzelperson (in dem Fall wäre das ich gewesen), die auch noch Vollzeit arbeitet und eine Wohnung abzuzahlen hat und dafür einen zusätzlichen Kredit aufnehmen musste, weil sie ihre Ex-Frau auszahlen muss, wären auch undenkbar gewesen. Glücklicherweise konnten wir da eine harmonische Lösung finden.


    @Margo, ich finde, Du machst Dir da durchaus sehr vernünftige Gedanken, Du hast da eine enorme Belastung, und irgendwo muss man die Reißleine ziehen, damit man nicht am Ende auch selber kaputt geht, denn damit ist niemandem geholfen - Dir nicht, Deinem Kind nicht und Deinem Hund nicht.
    Für mich klingt die Variante mit dem bisherigen Hundesitter gar nicht verkehrt - der Hund scheint sich dort wohlzufühlen, Du wärest entlastet und bräuchtest kein schlechtes Gewissen zu haben, denn Du würdest ihn in gute und zuverlässige Hände abgeben.
    Niemand weiß, was die Zukunft bringt, mag man sie auch noch so gut durchgeplant haben.
    Von daher - entscheide nach Deinem Bauchgefühl, und wenn Dir das sagt, dass der Hund bei dem Hundesitter gut aufgehoben ist, dann mach es. Der Hund fühlt sich dort wohl - er wird Dir nicht böse sein. In Kontakt bleiben könnt Ihr ja durchaus, und ich glaube auch, dass der Hund nichts dagegen hat, wenn Du ihn besuchen kommst.
    (Meine Nachbarin ist öfter mal Hundesitterin, die Hunde fühlen sich immer wohl bei ihr und einige wollen auch gar nicht sofort wieder mit nach Hause - ich weiß nicht, ob die sich da nicht z. T. auch wohler fühlen würden - eben weil die Nachbarin als Rentnerin einfach viel mehr Zeit für sie hat und sich viel intensiver um sie kümmern kann....)

    LG seven

  24. #23
    Audrey
    Zitat Zitat von Margo S. Beitrag anzeigen
    Er hatte den Gassi Geher so lieb, dass er garnicht mehr nach Hause wollte.
    Er war auch manchmal über Tag dort, damit er nicht so lange alleine ist, da kam es immer wieder vor, dass der Hund nicht mehr herein kommen wollte, sondern dem Gassi Geher hinterhergelaufen ist.
    Das tut dann auch weh, aber ich kann es ihm nicht verübeln.
    Aber ist das nicht so ähnlich wie mit Kindern, die unter der Woche halt die Mama haben, und am Wochenende ist "Papa-Zeit" immer was ganz besonderes?
    Oder anders gesagt: ich kenn das mit dem "Dog-Sharing" aus meiner Kindheit / Jugend. Meine Großeltern hatten einen Hund, der, wenn sie auf Geschäftsreise oder im Urlaub waren, bei uns war - ziemlich oft... aber trotzdem war er bei uns natürlich was besonderes und stand somit immer im Mittelpunkt. Also daheim war Alltag, und bei uns war "juchu, der Hund ist da" ... keiner der 3 Hunde, die es da im Laufe der Jahre gab, wollte wieder abgeholt werden.

    Aber ansonsten kann ich mich Seven nur anschließen - hör auf Dein Bauchgefühl! Wenn Du jemanden hast, der ihn tatsächlich nehmen würde (so jemanden findet man ja nicht so leicht, weil ein Hund das Leben freilich schon "einschränkt"), dann klingt das doch eigentlich total toll!

  25. #24
    Elkecita
    Also ich finde auch, dass man gewiss nicht immer gleich mit dem Holzhammer auf die Leute eindreschen sollte.
    Erstens mal, gerade in der heutigen Zeit ist KEIN Job mehr sicher und NIEMAND weiss, ob man am nächsten Tag auf der Strasse sitzt, versetzt wird oder was auch immer. Holt doch mal die Glaskugel raus, vielleicht seht Ihr da was. ich finde es toll, dass sie sich solche Gedanken macht, das tut gewiss nicht jeder. Und Vollzeit arbeiten mit Kleinkind geht allemal, es gibt sowas wie Kindertagesstätten, Tagesmütter, etc. Ich bin auch wieder Vollzeit eingestiegen, als mein Sohn 5 Monate alt war. Und? Hat es ihm geschadet? Gewiss nicht. Der Erhalt meines Jobs und die Zahlung meiner Hypothek war mich in dem Moment wichtig. Ob mans glaubt oder nicht.

    Die Idee mit dem Hundesitter ist gut. Es muss ja nicht immer gleich Abgabe sein. Dazu hat sie ja hier angefragt, um Ideen zu erhalten. Und nicht, um ausgeschimpft zu werden. Margo, ich hoffe, Du findest eine annehmbare Lösung, ohne dass Du Dich von Deinem geliebten Haustier trennen musst.

    Offtopic:

    Glückwunsch an Choupette, das ist ja eine tolle Überraschung. Ich freue mich so für Dich und wünsche Dir für Deine Schwangerschaft alles nur erdenklich Gute. Fühle Dich von mir umarmt

  26. #25
    19nini91
    HUHU
    Im enddeffekt kennst du deinen Hund am besten und du weist wie er sich fühlt. Erstmal respekt das du nicht egoistisch denkst und an deinen Hund denkst.
    Es gibt unterschiedliche Mittel und wege die zu deinem Ziel führen (den Hund gerecht werden)
    Ich würde an deiner stelle einen gassigeher suchen. Ich kenne viele die ihren Hund gut gläubig abgeben haben und annschließend das ganze bereut haben a) weil der Hund schlecht behandelt wurde und b) weil doch spontan sich was im Leben im positiven Sinne geändert hat.
    Mein Leben hat sich übrigens auch mehrmals unglaublich verändert seid dem ich meinen Hund bekam. Das kann man nicht planen!

  27. #26
    Margo S.
    Hallo Zusammen,
    ich möchte mich nochmal für eure Antworten bedanken und für das Verständnis, dass mir viele von euch entgegen gebracht haben. Ich habe viele Verbesserungsvorschläge von euch bekommen und bin dabei einige davon umzusetzen. Ich war so in meinem Alltagsstress eingebunden, dass ich selbst nicht auf die einfachsten Dinge kam. Ihr habt mir dabei wirklich sehr geholfen. DANKE dafür!
    Ich habe unseren Hund für ein paar Tage in eine Hundepension gegeben,um zu testen, wie sich das Leben ohne Hund so anfühlt. Ich muss gestehen, der erste Tag war stressfreier und auch erholsam. Der zweite Tag hat sich schon merkwürdig angefühlt und am dritten Tag ging es mir damit dann richtig schlecht.
    Es hat sich falsch angefühlt und mein Hund hat mir sehr gehfehlt. Ich bin sehr froh, dass er wieder da ist. Ich habe die Zeit dafür genutzt einen Gassi Geher zu suchen und bin auch schon fündig geworden. Ein Student aus der näheren Umgebung, der hundeerfahren ist, wird künftig mit ihm täglich Gassi gehen und ihn auslasten. Die weiteren Spaziergänge machen wir wie gehabt zusammen. Ich habe auch eine Hundeschule gefunden die Wochenendkurse anbietet, wo ich mein Kind auch gerne mitbringen kann.
    Ich werde mir die Option offen lassen, den Hund in Ausnahmefällen am Wochenende bei seinem Gassi Geher zu lassen, wenn sich alle gut verstehen.
    Das Ziel wird es sein, die Zeit die da ist, so schön wie möglich für uns alle zu gestalten.
    Liebe Grüße , eure Margo S.

  28. #27
    Elkecita
    Das hört sich gut an. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Auf diese Art und Weise hast Du Dich auch selbst ausgetestet und weisst nun, was Du willst. Ich glaube, diese Lösung ist das Beste, für Dich, für Dein Kind und für Deinen Hund.
    Freue mich für Dich

Diskussion zum Thema Hund abgeben im Forum Hunde Haltung bzw. Hauptforum Hunde Forum:
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