Gegen Hundegebell in Nachbarschaft vorgehen?



  1. #1
    Marrkus

    Gegen Hundegebell in Nachbarschaft vorgehen?

    Hallo,
    ist hier schon mal jemand gegen nerv tötendes Hundegebell in der Nachbarschaft vorgegangen? Hat man da überhaupt Chancen ohne Anwalt?

    Kurz zu meiner Situation: Ich wohne im letzten Haus im Ort. Dahinter beginnt gleich ein Industrie/Gewerbegebiet. Auf einem Grundstück leben 2 Labradore. Das Grundstück ist im Grunde genommen
    leer. Also da steht nur eine Halle. Ich sehe aber kein Firmenschild, Büro oder sowas. Auch nicht, dass da regelmäßig Leute rumlaufen. Da steht weder was am Briefkasten noch konnte ich jetzt bei Google den Namen der Firma/Spedition oder was auch immer das ist ausmachen.

    Ich behaupte also mal, dass da nur jemand zum Füttern kommt, die Hunde aber praktisch nur sich selbst überlassen sind und der Besitzer gar nichts mitbekommt vom Gebelle.

    Und anscheinend können sich die Hunde so gar nicht leiden oder sind von der Haltung schon verhaltensgestört. Denn der eine Hund bellt den anderen Hund ununterbrochen an.

    Das nervt wirklich.

    Wisst ihr ob und was ich dagegen tun kann? An wen müsste ich mich wenden? Ich weiß, dass Hunde in einem Gewerbegebiet mehr Lärm machen dürfen als in einem Wohngebiet, aber irgendwo muss doch auch da eine Grenze sein?

    MfG Markus

  2. Anzeige
    Hast du schon mal einen Blick in das Praxishandbuch für Hunde geworfen? Dort steht alles Wichtige zur Auswahl, Grundausstattung, Ernährung und Pflege sowie zur Erziehung und Beschäftigung drin. Vielleicht hilft dir das ja weiter!?



  3. #2
    McLeodsDaughters
    Ich würde das erstmal dem Veterinäramt melden. Wenn die Hunde kaum versorgt werden, können die da schon was machen. Da musst du schauen, welches für deinen Ort zuständig ist.

    Wie sehen die Hunde denn aus? Wenn sie schlecht aussehen, ist das noch ein Grund mehr, da was zu machen. Nicht nur wegen dem störenden Gebell sondern auch wegen der Hunde.

    Wenn die Hunde sich allerdings gar nicht mögen würden, würden sie sich eher beißen oder können sie gar nicht zueinander?

  4. #3
    Marrkus
    Ich denke nicht, dass das Veterinäramt was machen wird. Laut Tierschutzgesetz muss ein Hund doch im Grunde nur mit Wasser, Futter und einem trockenen/warmen Schlafplatz versorgt werden, aber nicht mit Fürsorge, Auslastung und Zeit. Die Hunde sehen aus wie jeder andere Labrador auch. Also gepflegter sind meine/andere Hunde auch nicht, wobei ich mir jetzt auch nicht vorstellen kann, wie ein kurzhaariger ungepflegter Hund überhaupt aussieht. Ich kenne das nur bei langhaarigen Hunden, dass dann das Fell eben irgendwann verfilzt.

    Die Hunde leben zusammen. Sie gehen auch aufeinander los, aber eben nicht so, dass sich einer dabei verletzt.

  5. #4
    Midoriyuki
    Doch, mind. 1 Std Kontakt zum Menschen.

    Lärmprotokoll und dann zum Ordnungsamt und Vet-Amt.

    Es nicht zu melden bringt naemlich auch nichts.

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  6. #5
    Sini
    Die Anrufe mit Beratung dauern doch auch nicht länger als das Spekulieren im Forum?

    Wie kommst du denn auf diese Stunde Midoriyuki? Kannst du da bitte mal die entsprechende Quelle verlinken?

  7. #6
    Midoriyuki
    Im entsprechenden Gesetzestext ist von "ausreichendem Kontakt" die Rede, was natürlich sehr breit angelegt sein kann, ich weiß allerdings von 2 Vet-Amt - Mitarbeiterinnen aus verschiedenen Landkreisen, dass in der Regel knapp eine Stunde gerechnet wird.

    Ist aber Auslegungssache des jeweiligen Amtes.

    Gesendet von meinem RAINBOW 4G mit Tapatalk

  8. #7
    Nadja1
    Es gibt ein Richtlinie, nach der die Justiz verfährt die da ist: 30min am Tag
    und nicht länger als 10 min am Stück. Sehr viel länger dürfte es in einem
    Gewerbe/Wohngebiet auch nicht sein.

    Der Weg wäre zur Gemeinde und Schlichtungsstelle und einen Termin geben
    lassen. Die wissen auch den Eigentümer des Grundstückes.
    Erst wenn ihr 3 mal vor der Schlichtungsstelle verhandelt habt und kein Erfolg
    zustande kam, nehmen Gerichte das zur Verhandlung an, über Anwalt natürlich,
    vorher nicht. Das zählt im weiteren Sinn zu den Nachbarschaftsstreitigkeiten, die
    an unseren Gerichten die Nr.1 sind und um die etwas zu koordinieren wird versucht,
    ein Teil vor den Schlichtungsstellen schon zu klären, sonst würde solche Dinge in's
    Unendliche boomen und Gerichte wären schlicht überfordert.

    Was die Haltung angeht, interessiert sich sehr wohl das Vet.-amt dafür. Hier genügt
    ein anonymer Hinweis oder auch nicht. Der Winter steht vor der Tür und da sollte die
    Haltung OK sein, ebenso wie die Beschattung bei Sommerhitze.

    Bei der Schlichtungsverhandlung kann auch da so etwas angesprochen werden.
    Idealerweise sollte man die Hundeverordnung, TschG u.ä. nochmals nachlesen.

    Das ganze kostet so 30-50 € und ist natürlich wesentlich günstiger als Anwalt und
    Gericht.

    Woher ich das weiß ? Mich hat mal ein Nachbar über 15 Jahre damit genervt, heißt
    wegen meinen Hunden, nicht weil sie viel gebellt haben, sondern weil sie bellten.
    Letztlich habe ich ein Kontakt-und Belästigungsverbot aussprechen lassen.
    Der zog mich 3 mal vor die Schlichtungsstelle, danach hätte er vor Gericht gehen
    können, da es keine Einigung gab. Meine Hunde störten nicht nach o.g. Richtlinie.
    Nur Gericht kostete Geld und ob er durch kam, stand in Sternen. Der Junge nervte
    einfach nur. Kein Kind, kein Kegel und 'ne Menge Langeweile, welchen Richter will
    man so einen VP antun ? Daher weiß ich, wie es läuft. Alles Gute.
    Geändert von Nadja1 (25.09.2016 um 17:08 Uhr)

Diskussion zum Thema Gegen Hundegebell in Nachbarschaft vorgehen? im Forum Hundehütte bzw. Hauptforum Hunde Forum:
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