Wie lange Hund alleine lassen?



  1. #1
    jamy4ever

    Wie lange Hund alleine lassen?


    Hallo zusammen,

    was würdet ihr denn sagen, wie lange kann ein Hund täglich alleine bleiben?

    Wie in meinem anderen Thread schon geschrieben, würde ich mir gerne einen Hund zulegen. Allerdings haben sich bei den Arbeitszeiten meiner Mutter nun doch einiges geändert, so dass sie im Moment mehr als nur ein Tag arbeitet.
    Ich werde ab November allerdings auf 80% reduzieren und würde dann Mo, Di und Fr von 8 bis 13 Uhr, Mi von 9 Uhr bis 12 Uhr und Do von 7-13 Uhr arbeiten und Monachmittags noch von 15 bis 17 Uhr. Meine Mutter hat Do und Fr den ganzen Tag frei . Monachmittags würde ich den Hund in den Kindergarten mitnehmen.

    Somit wäre er Mo und Di fünf Stunden und Mi 3-4 Stunden alleine? Ist das machbar? Oder wäre ein Hundesitter noch eine Option? Oder ein Zweithund?

    Wie geschrieben ich möchte mich nur mal informieren, um zu sehen ob es gehen würde mit eigenem Hund.

    LG



  2. #2
    seven
    Als Nicht-Hundehalterin, aber dafür Viel-im-Forum-Leserin würde ich sagen: 5 Stunden sind machbar, auf jeden Fall! Ich gehe mal davon aus, dass der Hund in der übrigen Zeit hinreichend beschäftigt und ausgelastet wird
    Ich glaube, wenn man einen Hund nicht 5 Stunden allein lassen kann - dann könnte sich wohl kaum jemand überhaupt einen Hund anschaffen...
    LG seven

  3. #3
    jamy4ever
    Hallo seven,

    vielen Dank für deine Antwort. Er wäre auf jeden Fall die übrige Zeit ausgelastet. Mit Gassi gehen, Hundeschule, Hundespiele und ähnlichem.

  4. #4
    Midoriyuki
    Ich greife mir mal das raus was mir als Erstes aufgefallen ist:

    Monachmittags würde ich den Hund in den Kindergarten mitnehmen.
    Das hast du genau wie vor?
    Einfach so den Hund mitnehmen und Kontakt mit den Kindern kann böse nach hinten losgehen.
    (Hygienebestimmungen, Eltern, die das richtig scheiße finden, usw. usw....sowas muss alles vorher wirklich peinlich genau geklärt sein).

    Zumal nicht jeder Hund das verkraftet in einer KiTa herumlaufen zu "dürfen".
    Selbst nur im Büro ist das für manche Hunde zu viel.

    Ansonsten:

    Ein Zweithund ist eine hinfällige Idee- Hunde sind auch gemeinsam allein, wenn der Mensch nicht da ist
    Die brüllen euch dann, wenn einer es nicht kann, beide die Bude zusammen, wenn sie allein sind.
    Ausnahmen bilden Hunde, die fast nur auf Hunde sozialisiert wurden, da kann das funktionieren, aber sowas will man eig. nicht unbedingt als Traumhund für die Familie

    Zur Zeit:

    4-5 Stunden sind mMn locker machbar, wenn der Hund wirklich zuverlässig und entspannt allein sein kann.
    Welpen, Junghunde und Hunde, die das nicht können sind dabei dann bei der Suche raus, aber es gibt doch recht viele Hunde, die es gewohnt sind während der Arbeitszeiten allein zu sein

  5. #5
    Knopfstern
    Hey,

    Meine Hunde sind manchmal bis zu 10 Stunden alleine.
    Kommt selten vor, aber sie sind es. Und stecken es locker weg.
    Wenn ich Heim komme, pennen die beiden oder sind noch total verschlafen, wenn sie in Flur kommen.

    Wenn der Hund vernünftig ausgelastet wird, sehe ich darin keinerlei Probleme und er sollte es vernünftig gelernt haben.

    Das mit der Kita sehe ich ebenfalls Skeptisch.
    Das muss alles wirklich gut durchdacht und geplant werden und der Hund sollte schon dafür geeignet sein.
    Ebenso muss das mit der Leitung und Eltern besprochen und auch Schriftlich einiges geklärt werden.

  6. #6
    jamy4ever
    Hey,

    vielen Dank für eure Antworten. In meiner Kita ist es von der Chefin und vom Träger angedacht Tiergestützte Therapie mit Hund einzuführen. Deswegen hab ich das dazu geschrieben natürlich würde ich ihn erst mitnehmen wenn alles geklärt ist und er dafür ausgebildet ist.

    LG

  7. #7
    Knopfstern
    Na das ist dann natürlich etwas anderes.

    Ich Arbeite auch mit Hund und schreibe über das Thema jetzt meine Facharbeit. Damit solltest du dich dann schon jetzt richtig Auseinandersetzen. Es ist ein grosses, sehr interessantes Thema.

    Hast du schon eine Rasse, welche du dir vorstellen kannst?

  8. #8
    jamy4ever
    Hey Knopfstern,

    ich könnte mir verschiedene rassen vorstellen: westie, Labrador, golden retriever , spitz oder ein Mischling. Über was genau schreibst du deine Facharbeit?

  9. #9
    Midoriyuki
    Hoppla, das ist aber eine verdammt breite Palette...da solltest du dir definitiv nochmal Gedanken machen.
    Spitz und Labrador sind z.B. von ihren Grundtendenzen schon wirklich verdammt weit auseinander.

    Therapie kann eure KiTa nur anbieten, wenn ihr jmd. vor Ort habt, der therapeutisch arbeiten darf/kann.
    Ansonsten habt ihr da Tiergestützte Aktivitäten im generellen Sinne.

    Zudem dauern solche Ausbildungen recht lange (unter einem Jahr ist eig. nicht möglich), ist sehr teuer und sehr arbeitsintensiv für dich, wenn man es richtig macht.
    Hast du da schon etwas Näheres ins Auge gefasst?
    Da gibt es nämlich auch sehr viele Ausbildungen, die leider nachher das Papier nicht wert sind auf dem sie gedruckt sind.

    EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

    Einfach, weil es mir im Nachhinein noch aufgefallen ist:

    Meine Hunde sind manchmal bis zu 10 Stunden alleine.
    Kommt selten vor, aber sie sind es. Und stecken es locker weg.
    Wenn ich Heim komme, pennen die beiden oder sind noch total verschlafen, wenn sie in Flur kommen.

    Wenn der Hund vernünftig ausgelastet wird, sehe ich darin keinerlei Probleme und er sollte es vernünftig gelernt haben
    10 Stunden ist verdammt lange und ich persönlich würde es außer in einer Notsituation keinem Hund zumuten.
    Nur weil es geht, muss man es nicht zwingend auch tun.

    Das sollte definitiv nicht eingeplant sein, wenn man sich einen Hund holen will (auch nicht 1 Mal im Monat oder so - daraus wird, wenn man mal ehrlich ist, doch schnell häufiger als nur 1 Mal).
    Auch 8 Stunden finde ich persönlich hart an der Grenze des Zumutbaren und würde dabei immer irgendwie dafür sorgen, dass der Hund zumindest zum Lösen zwischendurch raus kommt, sei es, dass man selbst nach Hause fährt oder jmd. anders den Hund kurz raus lässt.

    Das hat dann auch nicht viel mit Auslastung zu tun, sondern damit, dass die Hunde eben nicht wie nachts z.B. durchpennen, sondern im Zweifelsfalle auch einfach mal raus müssen.
    Stubenreine Hunde halten ein bis zum Platzen, andere machen dann halt in die Wohnung.

    Beides keine wirklich begrüßenswerten Optionen.

  10. #10
    jamy4ever
    Also im Moment machen wir in der Kita "Nur" tiergestützte Aktionen. Aber im nächsten Kigajahr kommt eine Erzieherin aus der Elternzeit zurück, die mit Tieren auch therapeutisch arbeiten darf, sie ist Heilpädagogin und hat dann eben eine Zusatzquali für diese Tiergestützte Therapie.
    Und ich würde nächstes Jahr auch gerne die Tiergestützte Therapieausbildung machen.

    Ich persönlich denke, dass es von der Rasse her, sowieso auf einen Mischling hinauslaufen wird. Da ich einen Hund aus dem Tierheim haben möchte und die die ich mir angeschaut habe, sind alles Mischlinge. Aber natürlich werde ich mich über die einzelnen Rassen noch genauer informieren.

  11. #11
    schrodi
    Das ist wirklich unterschiedlich. Es gibt Hunde die werden verrückt. Andere sind ruhiger. Ich würde es eher nach Rasse ausmachen

  12. #12
    Marrkus
    Ich würde meine Hunde regelmäßig maximal 5 Stunden am Tag alleine lassen. Sehe ich bei dir also grenzwertig, je nachdem wie viel Fahrtzeit noch dazu kommt und ob du irgendwann wieder Vollzeit arbeiten gehst.

  13. #13
    SoylentGreen
    Offtopic:

    Zitat Zitat von Midoriyuki Beitrag anzeigen
    Das hat dann auch nicht viel mit Auslastung zu tun, sondern damit, dass die Hunde eben nicht wie nachts z.B. durchpennen, sondern im Zweifelsfalle auch einfach mal raus müssen.
    Stubenreine Hunde halten ein bis zum Platzen, andere machen dann halt in die Wohnung.

    Beides keine wirklich begrüßenswerten Optionen.
    Mal so ne ganz unqualifizierte Frage am Rande: Könnte man dem Hund nicht prinzipiell beibringen ein Katzenklo zu benutzen? Dann muss er nicht platzen, wenn man 10 Stunden seiner Arbeit nachgeht und bekommt abends und morgens Auslastung...

  14. #14
    FaraO
    Fünf Stunden bleibt unser Hund auch allein Zuhause, aber mehr würde ich ihm nicht zumuten.

  15. #15
    Midoriyuki
    Offtopic:

    Theoretisch: Ja.

    Praktisch ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass der Hund nie wirklich stubenrein wird, da er ja gelernt hat, dass man sich drinnen lösen kann (Katzenklo hin oder her) und vor allen Dingen vergraben Hunde nicht.

    Ob ein Labbi-Haufen mehrere Stunden offen in der Wohnung liegend so der ultimative Bringer ist wage ich da doch zu bezweifeln.

    Davon abgesehen:

    Wenn man nicht mal die Grundbedürfnisse eines Tieres befriedigen kann sollte man einfach dieses Tier nicht halten.
    Ist mMn einfach keine vernünftige Grundlage.

  16. #16
    Hackelberry
    Hallo,

    ich sehe das etwas kritischer. Machbar okay, Hunde stecken viel weg und die meisten sind sehr tolerant. Die Frage die ich dabei stelle ist eher, ob es sein muss. Meinen lasse ich nicht mehr wie mal 2 Stunden alleine und das auch nur seltenst, ich sehe nicht ein mir ein Rudeltier zu kaufen und das dann alleine zu Hause zu lassen. Was ich ernsthaft nicht nachvollziehen kann, weshalb meint man unbedingt einen Hund haben bzw. sich kaufen wollen zu müssen, wenn man vorab schon weiß dass der Hund täglich längere Zeit alleine sein muss.

    Es gibt auch andere Möglichkeiten, man kann sich in der Nachbarschaft einen Hund zum Gassie gehen suchen, oder im nahegelegenen Tierheim. Hundesitter wäre eine Option, aber macht es dich zufrieden wenn dein Hund später mehr Zeit mit dem Hundesitter verbringt als mit dir? Zweithund keinesfalls, zwei sich langweilende Hunde machen es nicht besser. Teilweise gibt es auch Tierpensionen/Tagesstätten wo man den Hund hinbringen kann. Dennoch verstehe ich trotzdem nicht, weshalb man einen Hund braucht wenn man weiß, dass man nicht genügend Zeit für ihn hat.

    Lieben Gruß, Hackelberry.

  17. #17
    seven
    Hackelberry,
    Deine Einstellung in allen Ehren - und ja, ich meine das ernst, ich find´s toll, wenn man das so durchziehen kann - aber jetzt mal ganz realistisch gesprochen:
    Wer kann dann noch einen Hund halten, wenn der wirklich nur 2 Stunden allein gelassen werden kann?
    Dann müssten wahrscheinlich 80% der Hundehalter ihre Tiere postwendend wieder abgeben.
    Du hast natürlich Recht - wer sich ein Tier anschafft, muss auch Zeit haben - aber wer schafft es, wenn er berufstätig ist, den Hund nur 2 Stunden allein zu lassen?
    Ich denke, mit 5 Stunden ist der Hund schon recht gut dran - ich glaube, viele Hunde sind noch deutlich länger allein (und ja, ich weiß, nur weil´s "schlimmer" geht, ist das "gerade noch Mögliche" nicht wesentlich besser...)

    LG seven

  18. #18
    Hackelberry
    Hallo,

    von wieder abgeben spreche ich nicht. Nur, wenn man noch keinen hat, sehe ich einfach keinen Sinn darin einen zu kaufen wenn man vorher weiß ihn nicht halbwegs optimal halten zu können. Aus meiner Sicht ist alleine gelangweilt stundenlang warten zu müssen keine angemessene Hundehaltung. Das ergibt sich schon logischerweise daraus, dass Hunde Rudeltiere und im Normalfall keine Einzelgänger sind. Es muss doch dann nicht zwingend ein Hund sein, die Auswahl an geeigneteren Tierarten ist recht groß.

    Wenn man die Bedürfnisse eines Tieres wissentlich nicht erfüllen kann, hat der das Tier nichts davon wenn man es sich irgendwie schönredet und dann trotzdem eins kauft. Was man selbst will wird dann erfüllt, aber was das Tier wollen würde wird dann dabei an zweiter Stelle gesetzt.

    Lieben Gruß, Hackelberry.

  19. #19
    demona
    Hi,

    Ich frage mich gerade ernsthaft wer sich dann noch einen Hund holen darf? Berufstätige sind nicht oft genug daheim, Arbeitslose haben kein Geld. Schwierig.

    Eine Bekannte von mir arbeitet Vollzeit mit langer Mittagspause. Der Hund wird früh ausgepowert, ist dann 4 Stunden allein, dann kommt Frauchen zur Mittagsrunde mit Spiel und Spaß und dann ist der Hund wieder 4 Stunden allein. Eingekauft wird am Wochenende für die ganze Woche, da ist ihr Freund daheim.

    Aus Spaß hat sie mal eine Kamera aufgestellt, weil sie wissen wollte was ihr Hund in der Abwesenheit macht. Joah, der hat sein Knabberteil gefressen und sich dann auf die Couch gelegt. Der schlief die ganzen vier Stunden durch, teilweise pennte der sogar noch als sie nach Hause gekommen ist. Wenn sie Urlaub hat, hat ihr Hund gar keinen Bock in dieser Zeit etwas zu machen. Der liegt rum und pennt.

    Die dürfte dann auch keinen Hund mehr haben.

    Also 2 Stunden finde ich schon arg übertrieben. Was macht man den ganzen Tag mit dem Hund? 22 Stunden Beschäftigung? Das kann irgendwo auch nicht gesund sein. Gab es nicht mal so einen WErt, quasi, ein gesunder Hund schläft soundsoviele Stunden? Das kann er auch allein - natürlich nach einem passenden Training.

    Lg Demona

  20. #20
    Hackelberry
    Man kann es soweit keinem verbieten, es wurde oben gefragt, ich habe meine persönliche Ansicht dazu geschrieben. Es muss jeder für sich, und seinen Hund, selbst wissen und entscheiden können. Mir ist auch klar, dass es Menschen gibt die es anders sehen wie ich, meine Ansicht sehe ich auch nicht als die einzig wahre, ich habe einfach nur meine persönliche Ansicht dazu mitgeteilt. Hunde von ihrem Ursprung her sind auch keine 8 Stunden durchweg beschäftigt, auch Wölfe verbringen einige Zeit des Tages mit herumliegen und es ist auch nicht so dass ein Hund gequält wird wenn er ein paar Stunden alleine bleiben muss. Die meisten Hunde haben nichts dagegen den halben Tag mit dösen zu verbringen.

    Und ja, ich bin durchaus der Ansicht dass viele Besitzer ihre Tiere streng genommen nicht artgerecht halten, ob nun Hund, Katze, Vogel, Fisch oder was auch immer. Die Kernaussage meiner Ansicht war, ob so was sein muss. Ob man sich ein Tier, welcher Art auch immer, aus welchen Gründen kaufen muss wenn man weiß dass man es nicht gerecht halten kann. Meine Antwort darauf wäre nein, aber das ist eben der Punkt wo jeder Besitzer das mit seinem eigenen Gewissen vereinbaren muss.

    Es muss sich auch kein Besitzer gegenüber anderen dafür rechtfertigen, dem einzigen wogegen man sich rechtfertigen müsste wäre gegenüber dem jeweiligen Tier. Pauschalisieren kann man das auch nicht, es gibt selbst Obdachlose die ihren Hund gerechter halten als so mancher finanziell gut situierte Besitzer. Eine allgemeingültige pauschale Antwort gibt es auf diese Frage sowieso nicht, dafür viele verschiedene persönliche Ansichten. Letzten Endes muss es jamy4ever dennoch selbst entscheiden.

    Liebe Grüße, Hackelberry.

  21. #21
    Midoriyuki
    Also 2 Stunden finde ich schon arg übertrieben. Was macht man den ganzen Tag mit dem Hund? 22 Stunden Beschäftigung? Das kann irgendwo auch nicht gesund sein. Gab es nicht mal so einen WErt, quasi, ein gesunder Hund schläft soundsoviele Stunden? Das kann er auch allein - natürlich nach einem passenden Training.
    Hunde sollen zwischen 17 und 20 Stunden ruhen.
    Das heißt nicht, dass sie diese Zeit im Tiefschlaf verbringen, sondern eben rumliegen, dösen usw. usf.

    Davon abgesehen- dabei sein halt.
    Non-stop beschäftigen ist Murks, das ist logisch, aber den meisten Hunden reicht es ja nun auch schon schlicht und ergreifend, wenn ihr Mensch da ist.

    Zu dem Beispiel mit 2 x 4 Stunden: Das ist durchaus etwas Anderes als 8-10 Stunden komplett gar nicht da zu sein.
    Könnte man auch optimieren, klar, aber trotzdem einfach immerhin nicht durchgehendes Alleinsein ohne Möglichkeit sich zumindest mal eben zu lösen.

  22. #22
    Tova
    Hallo,

    das Schlafbedürfnis eines Hundes ist individuell, aber durchschnittlich wesentlich höher als das des Menschen. Angaben variieren zwischen durchschnittlich 16 - 20 Stunden pro Tag. Tiefschlaf sollen davon ca. 4 - 8 Stunden ausmachen. Zum Vergleich: Beim Menschen macht der Tiefschlaf ca. 2 Stunden aus. Das sollte man daher m.E. nicht unterschätzen, ein Hund hat ein höheres Ruhebedürfnis als die meisten Menschen.
    Schlafmangel schadet Hunden genauso wie Menschen und kann letztendlich nicht nur psychischen, sondern auch zu physischen Problemen führen.

    Insofern halte ich die Tendenz Hunde nicht alleine zu lassen, sondern sie teilweise sogar den ganzen Tag irgendwohin mitzunehmen oder den Hund ganztags in eine "Hundetagesstätte" zu geben für höchst bedenklich. Gerade im Zusammenhang mit dem "Beschäftigungswahn" mancher Hundehalter ist das für viele Hunde mit Sicherheit nicht mehr positiv zu werten.

    Zusätzlich ist es ein Trugschluss ein Gruppen- oder Rudeltier müsse 24 Stunden am Tag mit seinen Sozialpartnern verbringen. Gerade viele Wölfe oder auch Hunde sind trotz einer stabilen Gruppe in der sie Leben und auch ihr Sozialleben führen nicht selten alleine unterwegs. Das ist nichts ungewöhnliches und auch nichts unnatürliches.

    Es ist letztendlich abhängig auch mit abhängig vom Charakter des Hundes. Erfahrungsgemäß haben unsichere Hunde wesentlich häufiger Probleme damit alleine gelassen zu werden - allerdings kann bei solchen Hunden häufig ein Zweithund Abhilfe schaffen, dafür müssen diese auch keineswegs nur oder hauptsächlich auf Hunde sozialisiert worden sein. Ein weiterer Faktor ist natürlich die Beziehung zwischen Mensch und Halter, denn sieht sich ein Hund gezwungen die Verantwortung für seinen Menschen zu übernehmen wird es nicht selten auch zum Problem wenn dieser allein bleiben muss.

    Wie man das Ganze letztlich löst muss man einfach individuell entscheiden. Es gibt Hunde für es nicht das geringste Problem ist mehrere Stunden täglich alleine zu sein - wenn dafür sonst die Auslastung stimmt. Es gibt Hunde die sind glücklich ihren Menschen überall mit hin begleiten zu dürfen - wenn sie trotzdem genug Ruhe finden. Auch Hundetagesstätten oder Hundesitter können für einen Hund eine gute Lösung sein - sind es aber sicher nicht immer.

    Prinzipiell sehe ich keinen Grund warum man sich keinen Hund anschaffen sollte, nur weil dieser täglich ein paar Stunden alleine bleiben muss. Die Auswahl eines passenden Hundes und ein passendes Drumherum sind aber Voraussetzung.

  23. #23
    Arolec
    Ich finde die Zeit völlig in Ordnung, absolut legitim

    Meine Hunde sind 4 Tage die Woche ca. 6 1/2 Stunden alleine.
    Sie schlafen, spielen, fressen, beobachten die Nachbarn/Katzen/etc. und dösen einfach rum.
    Wenn ich nach Hause komme, gehen wir direkt raus.
    Sie wirken sehr ausgeglichen, ich denke nicht, dass es sie stört.
    Huta, Nachbarn, etc. sind nicht immer eine Option.
    Unter den richtigen Umständen (Wohnsituation) würde ich auch jederzeit einen dritten Hund dazu nehmen.
    Am Wochenende und im Urlaub sind wir dann sehr viel unterwegs, der Kleine kommt viel mit, er genießt es, ist aber auch froh irgendwann wieder im Bett zu liegen. Der Große bleibt lieber Zuhause, für den ist vieles einfach Stress. Dann gibts für ihn eben eine extra große Runde danach

  24. #24
    Hundefreundin1988
    Also bei 3-4 Stunden sehe ich überhaupt kein Problem, wenn der Hund ausgelastet ist. Und wenn er als Therapiehund ausgebildet und auch eingesetzt wird, hat er sicherlich mehr Beschäftigung als die meisten anderen Hunde ;-)
    Man muss den Hund halt schrittweise ans Alleinsein gewöhnen, aber dazu gibt es auch super Ratgeber etc.
    Wenn der Hund viel beschäftigt wird, ist er sogar "ganz froh" wenn er mal etwas abschalten und runterfahren kann (so ist es zumindest bei meinen)

  25. #25
    Hackelberry
    Hallo,

    nichts für ungut Tova, das ist aus meiner Sicht Unsinn. Nehmen wir mal als Beispiel einen Behinderten-Begleithund. Nach deiner Ausführung wäre es höchst bedenklich, dass ein Blindenhund den ganzen Tag mit seinem Besitzer irgendwo unterwegs ist. Es wäre höchst bedenklich, dass ein Bordercollie den ganzen Tag mit dem Schäfer unterwegs ist und sich um die Herde kümmert anstatt dösen zu dürfen. Ebenso bedenklich wäre dann auch der Jagdhund der den Jäger zur Jagd begleitet. Hier wurden Westie (Ratten- und Kleintierjagd), Labrador (Entenjagd), Retriever, Spitz (Wach- und Alarmhund) als gewünschte Rassen genannt. Das hieße, diese Rassen dürften ihren ursprünglichen Aufgaben nicht nachkommen, weil es höchst bedenklich wäre wenn der Hund den ganzen Tag was zu tun hat.

    Wo hast du denn die Info her, dass Wölfe nicht selten alleine unterwegs wären? Das würde ich gerne nachlesen.

    Es gibt auch Hunderassen, die von Haus aus eher zum gemütlichen Typ gehören. Was eher höchst bedenklich ist, sich aus Unkenntnis die falsche Rasse auszusuchen und den Hund dann dadurch zu quälen (ja ich habe dieses Wort bewusst gewählt) dass man dem Hund nicht ermöglicht seine natürlichen Eigenschaften nachgehen zu können. Und am Ende ist dann immer der "blöde" Hund Schuld, wenn er die Wohnung zerlegt, kläfft oder sonst irgendwas macht, das eigentlich nur in der Natur seiner jeweiligen Rasse liegt. Oder der Hund irgendwann aus Unzufriedenheit mit Fehlverhalten reagiert.

    Wenn man sich also bewusst ist dass der Hund täglich mehrere Stunden alleine bleiben muss, sollte man dann wenn es trotzdem ein Hund sein muss, zumindest eine Rasse wählen der das weniger ausmacht. Wenn einem selbst das auch egal ist, dann tuts mir an der Stelle nur leid für die betreffenden Hunde.

  26. #26
    Marrkus
    @Hackelberry:
    Da musst du aber schon sozial sehr isoliert leben, wenn du nie länger als 2 Stunden weg bist. Da nicht nur der Hund ein Rudeltier ist sondern auch der Mensch dürften die allermeisten Menschen auch regelmäßig länger als 2 Stunden außer Haus sein um ihren Sozialbedürfnissen nachzugehen.
    Und ich glaube auch nicht, dass es für einen Hund wichtig ist, dass er nun 24 Stunden am Tag seinem Halter an den Hacken klebt.

    Sicher kommt von dir jetzt wieder so eine Antwort wie "Ich gehe nur da hin, wo ich meinen Hund auch mitnehmen kann". Das ist schön und gut, aber ich finde es bedenklich und übertrieben, wenn man dem Hund zuliebe auf Weihnachtsfeiern, Sportvereine, Ehrenamt, Kinobesuche, etc. verzichtet. Dann ist vielleicht der Hund glücklich, aber Herrchen/Frauchen vereinsamt. Das ist dann auch nicht Sinn der Hundehaltung.

  27. #27
    Tova
    Hallo Hackelberry,

    Nehmen wir mal als Beispiel einen Behinderten-Begleithund. Nach deiner Ausführung wäre es höchst bedenklich, dass ein Blindenhund den ganzen Tag mit seinem Besitzer irgendwo unterwegs ist. Es wäre höchst bedenklich, dass ein Bordercollie den ganzen Tag mit dem Schäfer unterwegs ist und sich um die Herde kümmert anstatt dösen zu dürfen. Ebenso bedenklich wäre dann auch der Jagdhund der den Jäger zur Jagd begleitet. Hier wurden Westie (Ratten- und Kleintierjagd), Labrador (Entenjagd), Retriever, Spitz (Wach- und Alarmhund) als gewünschte Rassen genannt. Das hieße, diese Rassen dürften ihren ursprünglichen Aufgaben nicht nachkommen, weil es höchst bedenklich wäre wenn der Hund den ganzen Tag was zu tun hat.
    Ich kenne keinen Blindenhund der den ganzen Tag mit seinem Besitzer unterwegs ist ohne Ruhepausen zu haben. Diese Hunde werden zusätzlich sehr genau ausgewählt und ausgebildet, so dass sie auch in fremder Umgebung problemlos zur Ruhe kommen können. Darauf wird bei guten Vereinen auch sehr genau geachtet.

    Der Border Collie ist selten den ganzen Tag mit dem Schäfer unterwegs. Es handelt sich beim Border Collie um einen Koppelgebrauchshund, der bei bestimmten Aufgaben wie dem Umtreiben von einer Weide zur anderen, Schafschur oder dem Verladen dem Schäfer behilflich ist. Solche Aufgaben gibt es nicht jeden Tag zur erledigen. Schäfer die Beispielsweise auf "echte" Hütehunde an einer Wanderschafherde angewiesen sind halten in der Regel aus gutem Grund mehrere Hunde, welche regelmäßig ausgewechselt werden. Zwar arbeiten die Hunde dann durchaus auch ganztägig, haben dann aber anschließend mehrere Tage Pause. Ich kenne in Deutschland nur wenig Schäfer die ihre Hunde öfter als 1-2 mal pro Woche arbeiten. Gleiches gilt für Jagdhunde, auch diese werden, sollten sie tatsächlich mehere Stunden arbeiten, keineswegs jeden Tag eingesetzt. Wachhunde finden ebenso wie Herdenschutzhunde regelmäßige Ruhezeiten. Keine der dir genannten Rassen hat generell (Ausnahmen gibt es natürlich) den ganzen Tag ohne Pause etwas zu tun.
    Mit Sicherheit gibt es genug Hunde, sei es im Arbeitsbereich oder in der Hobbyhaltung die ihre Ruhezeiten nicht einhalten können oder dürfen. Das ist aber durchaus bedenklich.

    Wo hast du denn die Info her, dass Wölfe nicht selten alleine unterwegs wären?
    Über 70% aller Wölfe die ich bisher beobachten durfte waren alleine unterwegs und dennoch feste in ein Rudel integriert. Das Wölfe nicht selten alleine unterwegs sind deckt sich auch mit den Erfahrungen vieler anderer Beobachter. Ob es Literatur gibt die sich mit solchen Themen befasst kann ich dir nicht sagen, da habe ich nie explizit drauf geachtet. Aber in den USA kann ich dir gerne ein paar Örtlichkeiten nennen, wo du vielleicht selbst mit etwas Glück solche Beobachtungen machen kannst . Für Hunde empfehle ich in entsprechende Länder mit hohen Straßenhundpopulationen reisen.

  28. #28
    seven
    Jetzt war Tova schneller... Zu "Schäfer"hunden, Jagd- und Blindenhunden hätte ich genau das Gleiche geschrieben, mit Wölfen kenne ich mich allerdings rein gar nicht aus...
    Die "Schäfer"hunde, die ich in meiner Heimatstadt Düsseldorf am Rhein z. B. kennen gelernt habe, dösten ganz entspannt neben dem Schäfer, während die Schafe gemütlich grasten... Und hier im Sauerland gibt es überall eingezäunte Weidegebiete, da sind die Hunde dann zur Stelle, wenn die Weidefläche gewechselt wird (teilweise muss dazu eine Landstraße überquert werden, da haben die Hunde dann schon was zu tun - aber dann sind sie im nächsten eingezäunten Bereich und haben erstmal wieder Pause...)
    Joar - und ein blinder Mensch wird seinen Hund sicher nicht 12 Stunden am Tag durch die Gegend scheuchen, der wird durchaus auch wissen, was er seinem Hund zumuten kann und wofür genau der Hund ausgebildet ist...

    LG seven

  29. #29
    Hackelberry
    Es soll auch Menschen geben, die kein Interesse an div. Großveranstaltungen haben. Seltsam dass meine Beobachtungen anders waren, aber vielleicht habe ich andersartige Tiere gesehen. Die Übertreibungen finde ich auch ein Bisschen arg, weder geht es darum einen Hund 22 Stunden zu beschäftigen, noch ist ein sehbehinderter 12h am Tag unterwegs. Aber da wir darüber wohl sowieso auf keinen gemeinsamen Nenner kommen würden, überlasse ich an der Stelle euch das Feld. Meine persönliche Sichtweise zur ursprünglichen Frage habe ich mitgeteilt, mehr war nicht relevant. Mir gegenüber rechtfertigen dass es okay wäre seinen Hund viele Stunden täglich alleine zu lassen braucht sich keiner, wie gesagt wenn dann nur seinem Tier gegenüber.

    Wünsche euch trotzdem ein schönes Weihnachtsfest und danke für die Anregende Diskussion.

    Lieben Gruß, Hackelberry.

  30. #30
    Marrkus
    Naja aber auch wenn man nicht zu Großveranstaltungen geht dann geht man doch regelmäßig länger als 2 Stunden weg? Ich stand ja heute schon gefühlte 2 Stunden bei Edeka an der Kasse...

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