Schwieriger Kater und Baby



  1. #1
    TwinkleTinker

    Schwieriger Kater und Baby

    Hallo zusammen,

    ich mache mirim Moment sehr grosse Sorgen, wie es bei uns weitergehen soll. Hier mal der Hintergrund:

    - Kater 5 Jahre, kastriert
    - Katze 6 Jahre, kastriert
    - Balkonkatzen
    - vor 4 Wochen in eine neue Wohnung umgezogen

    - unser Baby kommt im November

    Zu erst einmal, der Kater ist seit der Schwangerschaft EXTREM anhänglich und lässt mir KEINE ruhig Minute, es ist manchmal so schlimm, dass er mich mehr stresst als alle Komplikationen und ich
    könnte ihn manchmal im übertragenen Sinn an die Wand klatschen!
    Er ruft permanent, will ständig Aufmerksamkeit und wenn er sie nicht bekommt, weil ich ihn ja nicht 24h am Tag bespielen kann, dann greift er die Katze an oder macht etwas verbotenes, weil er weiss, dass ich dann aufstehen muss. Ich komme nicht zur Ruhe, dabei muss ich mich schonen.

    Er konnte sich noch nie selberbeschäftigen und Winter sind immer grausam, weil er nicht viel Ablenkung über den Balkon bekommt. Er greift dann immer die Katze an aus Langeweile und Frust an.

    Seit jeher pinkelt er in alles, was nach Kiste aussieht (Einkäufskörbe, Taschen, Kisten.....)

    Ich mache mir Sorgen, wie das nach der Schwangerschaft weitergehen soll, wenn das Kind und dessen Bedürfnisse natürlich zu erst kommen.....Schreien,Tragen, Windeln, Füttern.....
    Zu unserem Horror ist es dann auch noch wieder Winter!!!!!

    Selbst wenn er nach der Geburt dann nicht mehr unter dem Bann meiner Hormone steht, die ihn wohl so extrem beeinflussen, mache ich mir grosse Sorgen, wie das gut gehen soll.

    Ab Mai 2017 gehen wir beide wieder Vollzeit arbeite.

    Irgendwelche Erfahrungen? Wird er wieder normal nach der Schwangerschaft? Und haben wir irgendwann mal man einen Winter, an dessen Ende wir (Mein Mann, die Kate, ich nicht nervlich am Ende sind, wegen ihm?

    Und NEIN, eine dritte Katze ist keine Option!!!!!!

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  3. #2
    Lunimo
    Wie war das Zusammenleben zwischen euch und den Katzen denn vor der Schwangerschaft?
    Was hat sich in der Schwangerschaft alles geändert?

  4. #3
    TwinkleTinker
    Der Kater war schon immer mehr auf mich fixiert als auf meinen Mann, er ist ein verschmuster kleiner Kerl.
    Aber, er war schon immer schwierig, wenn ihm langweilig ist, wenn er gefrustet ist (schlechtes Wetter reicht schon), wenn die Katze nicht so spielen wollte wie er, wenn er JETZT Aufmerksamkeit wollte und nicht in 5min. Er kann sich schlecht selbstbeschäftigen.

    Bis zur 20 SSW war ich wie vorher vollzeitbeschäftigt. Dann kamen die Blutungen und ich musste ein paar Wochen zu Hause bleiben, seitdem arbeite ich 50%.
    Ansonsten hat sich für ihn nicht viel geändert, nur, dass ich jetzt eben öfters da bin und dass unser normaler Rhythmus geändert hat. Montag bis Freitag war immer gleich.
    An schlimmen Tagen ist es ein Teufelskreis, ich komme erledigt nach Hause, er will betüddelt werden bekommt er aber nicht oder nicht sofort. Er wird genervt und fängt an sich wie Rambo aufzuführen, das stresst mich dann, ich werde wütend, weil ich nicht mal in ruhe Essen kann, dann wird er noch gestresster, weil ich gestresst bin und dann werde ich noch gestresster.....die Katze ist gestresst, weil er sie drangsaliert und sie angreift.

    Wir haben nach dem Umzug wieder angefangen zyklene zu geben (1 Tablette für beide pro Tag), weil sie sich vor Stress Fell ausgeleckt hat. Und er eben vermehrt ausgetickt ist. Aber ich kann ihnen ja nicht die nächsten zwei Jahre Tabletten geben, auch wenn sie helfen....

    Wenn er sie nicht angreift, dann wird geschmust und geputzt....bis er wieder Frust schiebt.

    Es haben sich beide durch die Hormone verändert, aber er weicht mir seitdem nicht von der Seite, sie ist nur verschmuster geworden.

    Es macht mir eben Angst, weil zu Hause im Wochenbett ja nicht automatisch um ihn geht und auch ein Baby kann viel Stress bedeuten für die Eltern.
    Ich habe das Gefühl, er setzt meine Anwesenheit gleich mit 24h Daueraufmerksamkeit.
    Aber gesagt, schwierig war er immer und Winter schon immer eine Zerreißprobe.
    Geändert von TwinkleTinker (14.10.2016 um 13:16 Uhr) Grund: Vergessen.....

  5. #4
    Chianti
    Hallo, zuerst einmal würde ich dir raten.. setz dich in Ruhe hin und atme mal tief durch! Dein Text klingt unheimlich gestresst und das ist dass letzte was du und dein ungeborenes Baby jetzt brauchen. Ganz ehrlich? Meine Meinung ist, gib den Kater, solang du noch schwanger bist, in eine Pension, zu Freunden etc. es bringt absolut nichts wenn du dich weiterhin nur fertig machst und nur die Gedanken im Kopf greisen wie es weiter gehn soll. Meiner Meinung nach, steht dein ungeborener Zwerg an allererster Stelle und gerade, wenn du dich schonen solltest, dann tu das bitte auch. Deinem Baby tust du mit dieser Hektik absolut keinen Gefallen. Letztendlich wirken sich solche Sorgen, Ängste und vorallem großer Stress auch auf den Charakter des Babys und die ersten Wochen nach der Geburt aus (so war es zumindest bei mir!).

    Und vorallem.. das soll kein Vorwurf sein, aber warum möchtest du schon wieder Vollzeit arbeiten wenn dein Zwerg gerade erst 6 Monate alt ist? Gibt es denn keine Möglichkeit die Arbeitszeit wenigstens auf Teilzeit zu beschränken? So baut sich doch nur noch mehr Stress auf. Und dabei ist gerade die Ruhe und die Gelassenheit der Mutter/Eltern das wichtigste was ein kleiner Mensch braucht. Ein Baby groß zu ziehen ist ein Vollzeitjob ohne Pause oder Wochenende.

    Wünsche dir viel Kraft. Es geht immer irgendwie weiter.

  6. #5
    TwinkleTinker
    Danke für deine Antwort.

    In der Schweiz ist der Mutterschutzurlaub auf 16 Wochen begrenzt. Ich nehme schon 1 Monat Urlaub dazu und einen Monat unbezahlt, damit ich auf sechs Monate komme. Sonst müsste ich kündigen und bekomme auch kein /sehr wenig Arbeitslosengeld, weil ich dem Arbeitsmarkt ja nicht zur Verfügung stehe ohne Krippe....

    Ich hoffe, dass sich der Grundstress reduziert, sobald die alte Wohnung nächste Woche übergeben ist. Dann kann ich nämlich wirklich jeden Nachmittag liegen und schonen. Wenn bei mir der Stress raus ist, dann beruhigt er sich vielleicht auch. Er versteht eben nicht, warum sich Dinge ändern und Aufruhr da ist....

    Ich hoffe, dass uns nach der Geburt ein Rhythmus, ein Alltagsleben gelingt an das sich alle gewöhnen können.

    Wenn mir der kleine Kerl nicht so am Herzen liegen würde, dann würde ich mir jetzt nicht solche Sorgen machen, dass es vielleicht schiefgeht.
    Im Moment scheint er sich noch gut zu verstehen mit dem Baby. Er liegt auf dem Bauch und schnurrt, das Baby reagiert darauf und er findet das ganz toll.

    Hoffentlich geht das so weiter, wenn der Schreihals da ist.

  7. #6
    Keisuke
    Huhu,

    hast du es schonmal mit Feliway probiert?
    Oder vielleicht findest du einen Katzensitter? Jemanden, der normalerweise Katzen im Urlaub betreut, aber jetzt eben für die Bespaßung vorbei kommt und mit dem Kater spielt, tobt, evtl. clickert oder, oder oder....? Gibt's da evtl. sogar wen im Freundes-/Bekanntenkreis (Nachbarn, auch Kinder evtl)...?

    Generell: Wie beschäftigst du den Kerl? Evtl. wäre Clickern was für euch (kann man ja auch schonend im Sitzen^^) oder du baust/kaufst ihm ein Fummelbrett (paar Leckerchen rein und viel Spaß!) ...?

  8. #7
    Lunimo
    Ich könnte eins meiner Tiere nicht wegen einer Schwangerschaft rausrücken.

    Keisuke´s Vorschlag finde ich gut.
    Meine Kleinen lassen sich zum Beispiel super mit Intelligenzspielzeugen beschäftigen.

  9. #8
    TwinkleTinker
    Klar, ich kann ja einfach das Kind weggeben, wenns nicht funktioniert

    EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

    Also Jagdspiele sind am beliebtesten.

    Fummelbretter ignoriert er, LED Bälle in der Schiene (ähnlich wie ne Modelleisenbahn) ist nur interessant, wenn jemand anderes damit spielt. Laserpointer ist auch ok, aber da übernimmt sie dann die Oberhand und er trollt sich dann. Nach versteckten Futter suchen ist nur die 5min interessant, die er sucht.
    Kartons, Rascheltunnel und sonstige Verstecke sind nicht so seines, es sei denn er kann darin eine Katzenangel jagen.
    Klickern interessiert ihn nicht. Ich müsste ihn dazu auch separat in einem Zimmer haben, aber dann ist er abgelenkt, weil sie an der Tür bettelt um rein zu kommen. Das ist gescheitert bei ihm.
    Spielzeug, dass im Türrahmen hängt wird ignoriert, es sei denn Mensch bewegt es.
    Bälle, Mäuse und dergleichen sind nur interessant, wenn mensch sie wirft, wieder aufhebt wohin er sie auch geboxt hat und dann wieder wirft...also mehr Sport für uns als für ihn.
    Tierfilme sind nur manchmal erfolgreich um seine Konzentration zu halten

    Wirklich interessant ist für ihn nur das Jagdspiel. Alles, worein man sich krallen und festbeißen kann, es muss sich nur sehr schnell bewegen, kämpfen und "flüchten"

    Feliway hatten wir vorm Umzug, während des Umzugs und jetzt immer noch. Ich merke ehrlich gesagt keinen Unterschied, auch bei früheren Gelegenheit nicht.
    Das feliway Notfallspray hassen sie beide, an die besprühten Stelle sind sie nicht wieder ran. Haben das vor Jahren mal probiert, ein paar Wochen bevor wir die Transportkisten damit besprühen wollten für den Umzug....Gott sei Dank haben wir das nicht an den Transportkisten probiert

  10. #9
    Audrey
    Zitat Zitat von TwinkleTinker Beitrag anzeigen
    Ich müsste ihn dazu auch separat in einem Zimmer haben, aber dann ist er abgelenkt, weil sie an der Tür bettelt um rein zu kommen.
    Das klingt für mich so, als würden die beiden schon sehr aneinander hängen, oder zumindest er sehr an ihr - allein deswegen wär für mich eine vorübergehende Abgabe gar keine Option. Dann würden wohl beide leiden, und zusätzlich müßte man sie am Schluß - bei all dem Baby-Stress - sogar neu vergesellschaften, weil er dann halt einfach anders riecht.

    Vertrau ihm, er "kennt" das Kind ja scheinbar schon, er wird ihm nix tun. Also entspannen ist angesagt!

  11. #10
    TwinkleTinker
    Ich werde die beiden unter keinen Umständen trennen, auch nicht temporär. Bei aller Klopperei hängen sie sehr aneinander. Sir an ihm, er an sie. Wenn einer ruft, weil er/sie in der Transportkisten sitzt für den Tierarzt, dann kommt der andere gerannt um zu sehen, was passiert ist....
    Er hat sich gerade eingewöhnt in der neuen Wohnung, da kann ich ihn nicht ausquartieren, er ist sensible und wie man merkt sehr empfänglich für alles, was sich ändert.
    Sind wir verunsichert, verunsichert es ihn sehr.

    Ich hoffe, dass wir den Teufelskreis durchbrechen und er sich beruhigt

  12. #11
    Threnodia
    Warum müsste er beim Clickern alleine sein? Das habe ich noch nicht verstanden. Wenn ich die Leckerlies und den Clicker raushole, sitzen alle interessiert vor mir und warten darauf, dran zu kommen. Versuch doch mit beiden gleichzeitig, auch wenn es vielleicht mit ihr besser klappt, schaut er zu und lernt dabei. Das ist auch schon Auslastung.


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  13. #12
    Simpat
    Es ist einfacher, wenn man mit den Tieren zumindest am Anfang erstmal einzeln trainiert. Bei mir hat dass aber gar nicht geklappt, weil die Wohnungstüren bei mir immer offen sind und wenn ich die Türe zu mache und die eine Katze allein bei mir ist, ist sie schon mal durch die geschlossene Tür verunsichert und irritiert, sobald ich dann zum Clickern anfangen machen die beiden anderen an der Tür Radau und wollen rein und sorgen für weitere Ablenkung. Ich habe dann auch mit allen zusammen geclickert, aber dass ist mit 3 Katzen gar nicht so einfach und der Anfang hat deutlich länger gedauert als wenn man mit den Tieren einzeln trainiert. Inzwischen klappt es aber recht gut. Meine drei sind übrigens sehr unterschiedlich, also ich passe die Übungen immer den einzelnen Tier an, was es mir anbietet und man muss die Frustrationsgrenze berücksichtigen. Felix zum Beispiel ist sehr verfressen und total wild auf Leckerlis, daher ist er auch übereifrig beim Clickern dabei, ich muss ihn immer klar machen, dass er jetzt nicht dran ist , wenn er sich bei den anderen einmischt, kann aber mit ihm nur ganz einfache Übungen machen und nur in sehr kleinen Schritten arbeiten, weil seine Frustrationsgrenze sehr niedrig ist.

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