Kater kratzt und beisst



  1. #1
    chikow

    Kater kratzt und beisst


    Morgen zusammen,

    ich und meine Freundin haben Seit gut 1,5 Jahren einen Kater namens Caspar. Dieser ist dementsprechend auch ca. 1,5 Jahre alt.
    Caspar war schon immer relativ aufgedreht und hat viel scheiss gemacht hielt sich aber alles noch in Grenzen.
    Relativ früh ca. im Alter von 3 Monaten haben wir Ihm eine Spielgefährtin geholt und haben seit dem unseren Kater Casper und unsere Katze Cookie. Beide sind fast auf die Woche gleich alt.

    Wir sind im laufe der Zeit einmal umgezogen und Wohnen nun seit fast einem Jahr in einer 3 Zimmer Maisonette Wohnung.
    Die Küchen Tür ist zu. Die Schlafzimmer Tür ist zu und ein weiteres Zimmer ist zu. Das bleibt auch so.

    Die Katzen können sich im Flur, Esszimmer, Wohnzimmer, Treppe nach oben, oberen Flur, Bad und Balkon frei bewegen.

    Der Kater drängt immer enorm in jedes Zimmer was ich nachvollziehen kann.

    Das Problem ist jedoch, dass er immer schlimmer wird.

    Es ging los das er morgens um 6 Uhr am der Schlafzimmer Tür kratzt und miaut (sehr laut) und das solange bis jemand zwangsweise aufstehen muss wegen der Arbeit wir ignorieren es bis dahin so gut es geht.
    Kratzen tut er allerdings ohne Krallen. Mittlerweile springt er gegen die Tür oder an den Türgriff und hängt dann dort und kratzt während er am Griff hängt.
    Das hat er nach langem ignorieren nach einiger Zeit eingestellt, fängt aber nach paar Tagen oder Wochen immer wieder mal an.

    Pflanzen sind unmöglich, da er die Erde umgräbt oder die Blumen kaputt macht oder frisst.

    Er hangelt sich am Sofa unten entlang oder kratzt hinter dem Sofa oder an der Seite das Leder kaputt.

    Er wirft jegliche Deko von der Wohnwand oder den Schränken.

    Sobald ich wegsehe hängt sein Kopf in meinem Trinken. Abends wird durch die Wohnung gefetzt übers Sofa und alles mögliche Umgeworfen.

    Zu guter letzt Kratzt er ohne Krallen an einem Vitrinenschrank wo unser Geschrirr drin steht.
    Er kann genau sehen das sich dort nichts sonst befindet. Mittlerweile beißt er in die Holzgriffe welche schon total kaputt sind. (Macht er über Nacht, sonst gehen wir "dazwischen").

    Wenn ich Ihm sage er soll etwas nicht tun oder im lauten und bestimmten Ton "Nein" sage und ihn versuche z.B. aus der Küche zu tragen oder von der Couch wegzutragen beißt und Kratzt er.
    Er krallt sich so an meiner Hand fest das ich nicht mehr los komme.


    Cookie hingegen ist schüchtern zurückhaltend und macht eigentlich nichts. Sie gibt auch kaum einen Ton von sich. Sie kratzt nur hinter dem Sofa das Leder auf, aber auch nur wenn Caspar wieder auf Sie losgeht oder mit Ihr "Spielen?" will. Vielleicht wird Sie auch unterdrückt?

    Sie haben genug Platz. Er hat einen Spielkameraden und einen Großen Kratzbaum unten und einen kleinen Kratzbaum oben. Sachen zum spielen welche aber meist nur kurzzeitig interessant sind. Einen Balkon auf den Sie oft raus dürfen.
    Er ist Abend sehr liebebedürftig und kuschelt mit uns auf dem Sofa. Cookie dagegen eher weniger.

    Wir wollen Ihn auf keinen Fall hergeben, aber ich fühle mich nur noch gestresst.

    Habt ihr irgendwelche Tipps?

    Grüße

    Nico
    Geändert von chikow (08.11.2016 um 09:46 Uhr)



  2. #2
    lucian
    Hallo,

    Wie viele qm haben die Katzen denn genau platz? Ist der Balkon katzensicher vernetzt und kann ein dauerhafter Zugang möglich gemacht werden?
    Für mich klingt das eindeutig nach chronischer Unterforderung, insbesondere wenn die Kätzin eher zurückhaltend ist. Das der Kater abends durch die Wohnung fetzt ist logisch. Katzen sind von Natur aus dämmerungs- und nachtaktiv, meine Scheißerchen bekommen hier abends ebenfalls ihre „5 Minuten“ wobei sie da zum Teil allein durch die Wohnung fetz-ten zum Teil eben viel miteinander rumbalgen und meine Katzen sind 5 und älter.
    Eure sind gerade im besten Flegelalter, voller Tatendrang etc.
    Das sie ans Leder gehen ist nicht ungewöhnlich, Leder verleitet leider viele Katzen zum Kratzen. Auch die Geschichte mit unter der Couch langkrallen kenne ich sehr gut, als ich noch in einer kleineren Wohnung lebte und meine Katzen ca. im Alter eures Katers waren. Mittlerweile hab ich ein Sofa, wo sie nicht mehr drunter können um eben das zu vermeiden.
    Wie beschäftigt ihr die Katzen denn, insbesondere den Kater?
    Ich denke man könnte sicherlich auch noch deutlich mehr Ruhe rein bringen, wenn die vielen Tabuzonen aufgehoben würden, insbesondere das Schlafzimmer, in dem ihr euch ja einen Großteil der Zeit aufhaltet, die ihr zu Hause seit. Da das aber für euch kein Thema ist, muss man eben anders gucken, was man machen kann.
    Deko würde ich übrigens so verstauen, dass die Katzen nicht rankommen. Heißt in einem verschlossenen Schrank, nur so kann nichts passieren.
    Ganz vorsichtig möchte ich das Thema dritte Katze in den Raum werfen. Ich denke mit einem aufgeweckten Kater hätte euer Kater deutlich bessere Beschäftigung und Auslastung als mit der vorhandenen, zurückhaltenden Katze.

  3. #3
    Threnodia
    Ich kann lucian nur in allem Bestätigen. Ich musste teilweise bei den Beschreibungen schmunzeln, weil mich das an meinen Terrorkater Muffin erinnert, der gerade ca. 2,5 Jahre alt ist, sogar 3 Kumpels hier zum Spielen hat, und es trotzdem drauf hat uns durch diverse Dinge tierisch zu nerven.

    Manche Kater sind scheinbar so ... Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom oder so .

    Ich plädiere auch für mehr Beschäftigung, entweder tägliche Spielestunde mit den Menschen oder ein Katerkumpel zum fröhlichen Raufen, Jagen, Spielen, etc.

  4. #4
    chikow
    Hallo und danke für die Antworten,

    scheint also alles "normal" zu sein und nicht nur uns zu betreffen, dass beruhigt mich schonmal etwas.

    Können wir also damit rechnen das er wenn er älter wird auch noch ruhiger wird? Das ist nämlich unser einziger Hoffnungsschimmer den wir noch haben
    Er ist übrigens auch Kastriert was an dem Verhalten auch nichts geändert hat.

    Eine dritte Katze kommt nicht in Frage, da uns zwei wirklich ausreichen. Da hätten wir wohl eher einen zweiten Kater holen sollen statt einer Katze aber wir haben uns gedacht so vermeiden wir eventuell Revierkämpfe oder ähnliches.

    Ich versuche schon immer wieder mit ihm zu spielen wobei das relativ schnell in Kratzen und Beißen ausartet.
    Ich werfe gerne irgendwelche kleinen Papierkügelchen vom Sofa in den Raum welcher er nachjagt und dann auch zu mir zurück bringt, das macht er dann so 10-20 mal bis er keine Lust mehr hat. Auspowern tut ihn das aber auch nicht wirklich.

    Der Balkon ist komplett mit einem Katzennetz gesichert und da kann auch nichts passieren. Sie können im Sommer die ganze Zeit über raus. Im Winter eher weniger, da ich nicht die Tür den ganzen Tag offen lassen möchte aber können durchaus immer wieder mal raus.

    Das mit dem Schlafzimmer hatten wir in unserer alten Wohnung versucht allerdings hat er uns nicht schlafen lassen. Er ist nachts über uns drüber gesprungen und ging auf jede kleine Bewegung unter der Bettdecke los. Eine ganz schlimme Angewohnheit von Ihm ist, dass er jede Gelegenheit nutzt um freie Körperstellen abzulecken. Sprich auf der Couch leckt er eine halbe Stunden lang am Arm rum und das kann auf Dauer echt unangenehm werden. Das macht er natürlich dann auch im Schlafzimmer, deshalb bleibt die Tür zu.


    Insgesamt haben Sie in der Wohnung denke ich mal mit Balkon gute 40 qm Platz.

  5. #5
    Son-Gohan
    Huhu,

    ich glaube bei euch besteht das typische Kater-Katze Problem.
    Und da Casper ja scheinbar schon seit Geburt (?) an bei euch ist, hat er ja keine Erziehung von der Mama lernen können.
    Cookie, schreibst du, ist schüchtern und zurückhalten.

    Mir klingt das einfach, dass Casoaer unterfordert und ihm langweilig ist.
    Schade, dass da keine Drittkatze zur Auswahl steht.

    40qm sind für zwei schon recht eng

  6. #6
    chikow
    Hallo,

    Caspar war noch ziemlich jung als wir ihn bekommen haben und er hatte auch keine Bezug zu seiner Mutter das ist richtig (leider).

    Ich denke der Platz ist ausreichend vorallem da Sie ja Balkon und die Treppe auch zur Verfügung haben. 40qm war auch jetzt nur Geschätzt eventuell sind es auch etwas mehr. Wenn du aber sagst das ist für 2 zu wenig macht eine dritte auch wenig Sinn.

    Meine Freundin hatte die Idee mit dem Kater an der Leine spazieren zu gehen, was haltet Ihr davon? Ich möchte ihm ungern die "Freiheit" zeigen und vor Augen führen wenn er es dann nicht nutzen kann bzw. wieder zu Hause bleiben muss.

  7. #7
    Son-Gohan
    Das mit der Größe hab ich erst hinterher gelesen, als ich den Satz schon geschrieben hatte und hatte vergessen, den Satz mit der Drittkatze wieder zu löschen, mein Fehler.

    Eine Idee wäre noch, was in die "Höhe" zu bauen, also solche Catwalks, damit auch die Katze sich mal zurückziehen kann.

    Und das mit der Leine, würde ich lassen.
    Denn wenn er es einfordert, du aber grad keine Zeit hast, dann kannst blöd ausgehen.
    Und Freigang anbieten geht nicht bei dir? Oder wohnst du direkt an einer Straße?

  8. #8
    chikow
    An solche Laufwege unter der Decke haben wir auch schon gedacht nur noch keine passende Lösung gefunden wegen der Dachschrägen aber sind noch am tüfteln.

    Würden Ihm liebend gern rauslassen aber wir wohnen in einem Wohnblock 2tes und 3tes OG direkt an der Hauptstrasse.

    Aber danke für die Anregungen!

  9. #9
    seven
    Ich würde auch noch versuchen, mehr Kratzfläche zu schaffen - Du hast zwar zwei Kratzbäume, aber evtl. gibt es noch die Möglichkeit, Kratzmatten an die eine oder andere Wand zu hängen (die nehmen ja auch keinen Platz weg ) - es gibt Kratzbretter zu kaufen, günstiger sind aber z. B. Sisalteppiche, die man auf die gewünschte Größe zurechtschneiden kann - davon hängen hier etliche, weil hier auch ein Tapetenspezialist wohnt und gern mal mit seinen Krallen zeigt, welches Stück Tapete ihm gerade besonders zusagt

    Du schreibst in Deinem Eingangspost, dass Schlafzimmer, Küche und ein weiteres Zimmer zu sind und zu bleiben. Schlafzimmer kann ich verstehen, Küche auch - darf ich fragen, was sich in dem weiteren Zimmer verbirgt, weshalb die Katzen da nicht reindürfen?

    LG seven

  10. #10
    chikow
    Ja wir haben uns ein paar zusätzliche Teile ausgesucht für die Wände welche höher angesiedelt sind und eben auch wie von dir beschrieben solche Kratzwände beinhalten. Hier wollen wir nach und nach etwas ausbauen. Alles auf einmal wird uns zu teuer.

    In dem dritten Zimmer ist das Gästezimmer. Hier übernachtet ab und zu jemand mit Katzenallergie. Zudem steht dort drin meist unser Wäsche zum trocknen und ein neues Schlafsofa. Das mit der Allergie erklärt sich von selbst nehme ich an. Der Wäscheständer würde nicht lange stehen und das neue Sofa möchte ich ungern Ihrem Schicksal überlassen so wie es unserer Sofa im Wohnzimmer ergangen ist .. :/

    Wir haben jetzt überlegt ob wir die Küche Katzen sicher machen und Sie hier eventuell noch reinlassen. Ist zwar nicht groß und spektakulär aber immerhin eine Barriere weniger in dem Katzenleben.

  11. #11
    lucian
    Habt ihr mal Klickern mit dem Kater versucht?

    Die Küche würde ich an eurer Stelle auch öffnen, dann haben die beiden zum einen mehr Platz zum anderen auch mehr Möglichkeiten sich aus dem weg zu gehen.

    Das ganz große Problem könnte es nämlich auf Dauer zwischen den beiden geben. Von deinen Schilderungen her sind die beiden vom Charakter und Aktivitätslevel her sehr unterschiedlich. Und das kann auf lange Sicht zum Problem werden, wenn ihr für den Kater keine adäquate Möglichkeit findet ihn auszupowern. Denn dann besteht das Risiko das er früher oder später seine Energie vermehrt an ihr auslässt und dann wird es erst richtig unschön.

    Kann natürlich sein, dass es gar nicht erst soweit kommt. Allerdings befürchte ich das es langfristig eben schlecht aussehen könnte, wenn sich an seiner unausgeglichenheit nichts ändern.

    Man kann auch nicht sagen, dass er mit den Jahren ruhiger wird. Kann passieren, muss aber nicht. Meine Scheißerchen sind immer noch sehr aktiv, nicht deutlich weniger Aktiv als früher, haben aber eben auch entsprechende Gesellschaft, die das Raufen und Jagen gut verträgt.

    Auch das er an der Schlafzimmertür kratzt ist nur logisch. Er kennt es anders und für viele Katzen ist es schwierig, zu aktzeptieren wenn die Tür plötzlich zu ist. Manchmal hilft es das nach einem Umzug einzuführen, wie ihr das gemacht habt. Der Schritt war gut. Leider hilft aber selbst das nicht bei jeder Katze, die geschlossene Tür zu aktzeptieren. Sie wissen ja trotzdem das ihr auf der anderen Seite der Tür seit.

    Das mit den Ablecken und Füße unter der Decke angreifen, kenne ich gut, wenn auch vermutlich nicht in dem geschilderten Ausmaß. Zumindest das Füße angreifen habe ich aber rausbekommen können, in dem ich meine Kater angefaucht habe. Kann bei euch ebenfalls funktionieren, ist aber nicht 100 %ig sicher.

    Ich bin weiterhin der Meinung, dass größte Problem ist, dass er nicht ausgelasstet ist und daran solltet ihr zu aller Erst arbeiten.

  12. #12
    chikow
    Klickern haben wir noch nicht veruscht nein.

    Wir haben jetzt die Küche aufgemacht und uns Abends intensiver mit ihm beschäftigt. Die erste Nacht war angenehmer und er hat auch nichts angestellt. Mal sehen ob das so bleibt.

    Wir werden wie gesagt noch ein paar Kratz und Kletter Möglichkeiten organisieren. Ich werde euch dann Berichten wie es aussieht.

    Danke für die ganzen Kommentare und Anregungen

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