Verpaarung Mohrenkopfpapageien



  1. #1
    Jürgen61

    Frage Verpaarung Mohrenkopfpapageien

    Hallo,mein Name ist Jürgen und ich bin neu in diesem Forum!

    Vielleicht kann mir jemand bei meinem Problem helfen,bzw. ein paar Tips geben.
    Ich habe heute meine Henne (ca.6Monate alt) zu meinem Hahn (ca.1,5 Jahre alt) in den Käfig gesetzt.
    Als
    Käfig habe ich einen Montana XXL,also wohl groß genug für zwei Mohrenkopfpapageien.
    Die beiden Tiere haben auch sofort Kontakt miteinander aufgenommen.Im Laufe des Nachmittages viel mir auf
    das der Hahn der jungen Henne immer mehr zusetzte und sie bedrängte.Sie mußte ständig von einem Ende des Käfigs zum anderen fliegen um
    dem Hahn auszuweichen.Sie kommt nicht richtig zur Ruhe.
    Ist das normal oder muß ich etwas ändern?
    Vielleicht ist folgendes noch wichtig: der Hahn war schon 1,5 Wochen vorher in diesem Käfig.
    Ist das jetzt sein Territorium und er hat Heimrecht?
    Ich weiß im Moment nicht so richtig was ich machen soll und habe morgen ein etwas mulmiges Gefühl wenn ich aus dem Haus gehe.
    Wer kann mir einen Ratschlag geben?
    mfg
    Jürgen

  2. Anzeige

    Frage

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  3. #2
    Laura
    Hallo,

    hast du die Tiere vorher aneinander gewöhnt? Das ist unbedingt zu empfehlen. Mohrenkopfpapageien sind nicht so unkompliziert in der Partnerwahl und sollten auf keinen Fall einfach zueinander gesetzt werden.
    Ich hätte die Henne in einem seperaten Käfig in den gleichen Raum gestellt und die Türen zum Freiflug geöffnet, nachdem die beiden sich etwas begucken konnten. Im Freiflug können die Tiere selbst entscheiden, wann sie wie weit aufeinander zugehen, sich ausweichen, falls das nötig ist und die endgültige Voliere gemeinsam beziehen, wenn sie sich dafür gut genug vertragen.

    Dass der Hahn seine Voliere vorher schon kannte ist für die Vergesellschaftung wahrscheinlich eher nachteilig, da die Wahrscheinlichkeit, dass er seine Lieblingsplätze und -futternäpfe nun gegen sie verteidigt, größer ist.

    Ich würde das Ganze an deiner Stelle langsamer angehen, die Henne wieder rausnehmen und erst mal seperat zum Hahn halten, mit Sichtkontakt und wenn sie dabei beide entspannt sind, gemeinsamen beaufsichtigten Freiflug gestatten. Und dann erst mal sehen, wie lange es dauert, bis die beiden sich aneinander gewöhnt haben. Bedenke, dass so eine Vergesellschaftung keine Sache von Stunden, sondern eher Tagen und Wochen ist.

  4. #3
    Jürgen61
    Hallo und vielen Dank für deine Antwort!!

    Ich wollte es so machen wie Du mir geschrieben hast.Ein passender Käfig war auch vorhanden.
    Der Züchter von dem ich die Henne habe sagte mir dann ich soll die Tiere sofort in einen Käfig setzen.
    Die Tiere würden das untereinander regeln.Ich habe dann dem Züchter vertraut.
    Allerdings habe ich jetzt in die Mitte des Käfigs ein Handtuch gehängt damit die Kleine nicht immer im Visier des Hahns ist.
    Das scheint geholfen zu haben denn heute Nachmittag saßen sich beide unmittelbar gegenüber und es war bis jetzt sehr ruhig.
    Ich werde es noch ein bißchen beobachten und die Tiere gegebenenfalls noch mal trennen.

    Ich habe aber noch eine Frage:
    Vor ca.2 Jahren habe ich einen Hahn und eine Henne (auch Mohrenköpfe) bekommen.Beide acht Jahre alt und beide handzahm.
    Die Henne kannte überhaupt keine Scheu und saß schon nach ein paar Minuten auf meinem Kopf und meinen Schultern.Sie wollte auch beim Freiflug immer nur zu mir.Den Hahn,der etwas scheuer und vorsichtiger war hat sie immer aus meiner Nähe vertrieben.
    Nach ein paar Wochen hatte sich auch der Hahn eingelebt,fing von jetzt auf gleich an zu sprechen und legte jede Scheu ab.
    Dann wurde es plötzlich laut im Käfig,die Henne lag auf dem Boden und der Hahn biß auf sie ein.Ich habe die beiden so schnell wie möglich getrennt aber er hatte ihr schon ein Stück der Fußzehe abgebissen.Am gleichen Tag habe ich noch einen anderen Käfig besorgt und die Tiere getrennt.danach war selbst der Freiflug nur noch getrennt möglich.Der Hahn ist letztes Jahr um Weihnachten gestorben.
    Danach habe ich zwei mal versucht die Henne zu verkuppeln,es ist mir nicht gelungen.Sie scheucht alles was kommt weg und ist völlig auf mich fixiert.
    Kann ich dieses Tier alleine in einem Käfig halten (neben dem Käfig mit den beiden Jungtieren) oder wäre das Tierquälerei?
    Als ich die beiden damals bekam hatten sie mit ihren acht Jahren schon viermal den Besitzer gewechselt.
    Ich möchte nicht das dieses Tier immer weitergegeben wird weil es schwierig ist und irgendwann in einem Schuhkartonkäfig endet.Da hat sie es bei mir besser!!!
    Würde mich über Deine Meinung freuen
    Lg.Jürgen

  5. #4
    Laura
    Hallo,

    komisch, dass der Züchter zu so einer schnellen Vorgehensweise rät, dass das für die Vögel nicht so entspannt ist und auch schief gehen kann, hast du ja jetzt erlebt. Wenn sie sich jetzt erst mal eingekriegt haben, würde ich sie auch lassen, aber weiter unter strenger Beobachtung und bei erneuten heftigen Streit doch lieber noch mal einen Schritt zurück und vorrübergehend trennen.

    Hast du jetzt das Paar in Vergesellschaftung und die einzelne Henne? Schwierige Kombi. Mohrenköpfe sind nicht grade die besten Kandidaten für Schwarmhaltung, allein bleiben sollte die Henne dauerhaft aber nicht. Sie abgetrennt mit Sichtkontakt zu den anderen zu halten ist nicht die passende Lösung, das würde zu Stress auf beiden Seiten führen und die Henne nur frustrieren, weil sie im Endeffekt ja doch keinen Partner hat.
    Hast du den Platz zwei Paare seperat zu halten? Ansonsten musst du dir wirklich überlegen, wie du mit der Situation umgehst...

    Ist die Henne eine Handaufzucht? Sie scheint sehr stark auf Menschen (fehl)geprägt zu sein, was auch der Grund für die fehlgeschlagenen Vergesellschaftungen sein wird. Bei Handaufzuchten muss man sehr viel Geduld und vielleicht auch mehrere Versuche in die Partnerfindung investieren. Und du als Mensch musst dich völlig raushalten, damit die Henne die Möglichkeit hat, sich von dir zu lösen und einem artgleichen Partner zu öffnen.

  6. #5
    Jürgen61
    Hi
    auch die Jungtiere habe ich erst mal wieder getrennt und mache es jetzt so wie Du mir geraten hast.Das erscheint mir doch die bessere Lösung!!
    Sie können sich jetzt erst mal beschnuppern und beim Freiflug kennenlernen.
    Mittlerweile habe ich drei große Käfige im Zimmer für drei doch ziemlich kleine Papageien!
    Die ältere Henne ist das große Problem.Sie ist eine Handaufzucht,sitzt bei allem was ich mache neben mir,unterbindet Telefonate und will eigentlich
    immer nur zu mir.Selbst beim Freiflug reicht es ihr auf meiner Schulter zu sitzen oder sie läßt sich vorne auf meiem Schuh durch die Wohnung tragen.
    Kümmere ich mich um die beiden Jungtiere wird sie eifersüchtig und laut.
    Ich habe jetzt gelesen,das sich gelegentlich Handaufzuchten alleine wohler fühlen als mit einem Partner der ihnen Streß bereitet.
    Dummerweise kann sie es mir nicht sagen aber ich habe den Eindruck das sie sich pudelwohl fühlt.Auch die Tierärztin hat mir das bereits zwei mal bestätigt.
    Super Gefieder und auch sonst top in Schuß!
    Aber man macht sich ja auch so seine Gedanken!!
    Vielen Dank dafür das Du mir Ratschläge gibst
    mfg
    Jürgen

  7. #6
    Laura
    Das hört sich sehr fehlgeprägt an. Die Henne hat dich als Partner auserkoren, natürlich will sie dir nicht von der Seite weichen und wird eifersüchtig, wenn du dich mit jemand anderem beschäftigst. Auf der einen Seite ist es natürlich schön, wenn das Tier so an einem hängt und eine solche Fehlprägung muss auch erst mal nicht unbedingt gesundheitliche Folgen haben. Allerdings muss man auch sehen, dass das weder eine art- noch eine tiergerechte Haltung ist. Denn auch wenn die Henne glücklich scheint, kannst du als Mensch nicht ihre Bedürfnisse befriedigen, wie ein artgleicher Partner es könnte. Du kannst ihr nicht die Federchen einzeln kraulen oder die juckenden Hüllen von nachwachsenden Federn zupfen, kannst nicht mit ihr fliegen (und Papageien sind vielfliegende Vögel, fliegen ist eigentlich sehr wichtig für sie!), du kannst nicht so mit ihr sprechen, dass sie es versteht. Vor allem aber kannst du nicht immer bei ihr sein und mit dieser Situation ist sie dann sicher alles andere als glücklich. Ein einzelner Papagei braucht theoretisch 8 Stunden Beschäftigung am Tag, ein absoluter Fulltimejob also und auf Dauer gar nicht zu leisten.
    Stark fehlgeprägte Papageien entwickeln nicht selten Verhaltensstörungen, zum Beispiel selbstverletztendes Verhalten wie Federnrupfen oder Zehen abbeißen. Das muss nicht immer nur aus Langeweile passieren, es ist auch ein Weg um Frust abzubauen, denn der Mensch als Partner verhält sich nicht so, wie der Vogel es erwartet. Dadurch kann übrigens auch die große Liebe irgendwann in Aggression umschlagen. Und zudem sind fehlgeprägte Papageien oft sehr besitzergreifend ihrem Halter gegenüber. Du siehst es ja schon, wenn du dich mit den anderen beiden beschäftigst; das kann aber auch leicht auf Menschen übergreifen und ein Papagei, der Besucher angreift (oder weggesperrt werden muss und dann schreit) ist ziemlich anstrengend - und für den Vogel ist es ja auch nicht das Wahre.

    Aufgrund der Fehlprägung sind solche Einzelpapageien meist sehr schwer zu vergesellschaften. Vor allem die Anfangsphase ist für keine der beiden Seiten schön, denn damit der Vogel sich überhaupt auf Artgenossen einlassen kann, musst du die starke Bindung zwischen euch schwächen. Während der VG heißt das, nur füttern und sauber machen - keine Streicheleinheiten, kein auf der Schulter sitzen, keine übermäßigen Gespräche. Du musst dich von ihr abwenden, damit sie sich einem anderen Papagei zuwenden kann. Im Endeffekt kann eine Vergesellschaftung solcher Handaufzuchten Wochen dauern. Es ist vielleicht ein bisschen vergleichbar mit einem Entzug - am Anfang ist das für den Betroffenen schrecklich, aber später wird es ihm dafür umso besser gehen.

    Vielleicht gibt es irgendwo in deiner Nähe einen Papageienpark, eine Auffangstation oder einen guten Züchter, der sich mit Vergesellschaftungen auskennt. Dort könnte die Henne sich einen neuen Partner aussuchen (es passt ja auch nicht immer gleich der erste von uns auserwählte) und mit ihm zusammengebracht werden, ohne dass sie an dir hängt. Wenn sie dann mit ihrem Partner stabil ist, könntest du die beiden ja zurück nehmen, sofern du zwei Paare seperat halten kannst und willst. Ich denke so wäre es das einfachste für beide Seiten. Ansonsten müsstest du bei einer Vergesellschaftung sehr konsequent sein, denn solange sie dich als Partner hat, wird sie keinen anderen Papagei akzeptieren.

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