Pferdekauf, warum nur selten aus dem Tierschutz?



  1. #1
    Marrkus

    Pferdekauf, warum nur selten aus dem Tierschutz?

    Hallo,
    ich habe mich schon oft gefragt warum nur so selten Pferde aus dem Tierschutz gekauft werden. Oder kenne ich einfach nur die falschen Pferdebesitzer? Ich würde mal sagen 90% der Pferdehalter die ich kennengelernt habe kommen nicht mal auf die Idee sich im Tierschutz umzusehen, geschweige denn, dass sie dann tatsächlich dort ein Pferd kaufen.

    Wir haben hier 2 Pferdeschutz-Vereine. Verein Nr. 1 beherbergt rund 40 Pferde, davon die Hälfte meist alte/kranke Großpferde, das kann ich auch verstehen, dass hier die Vermittlung einfach nicht läuft. Die andere Hälfte sind aber Shetland Ponys in allen Farben, meistens jünger und fast alle gesund. Außerdem ohne größere Macken.

    Vermittlungsbilanz des Vereins:

    2016: 0 vermittelte Pferde
    2015: 1 vermitteltes Pferd
    2014: 1 vermitteltes Pferd
    2013: Rekord: 5 vermittelte Pferde
    2012: 0
    vermittelte Pferde
    usw.

    Verein Nr. 2 beherbergt meist 5-10 Pferde. Der Verein nimmt bewusst nur vermittelbare Pferde, also reitbare größere Pferde auf. Aktuell leben dort vom Isländer bis zum Warmblut Pferde von 4 bis 12 Jahren, weitestgehend gesund und ohne größere Macken. Der Ausbildungsstand wird bei fast allen Pferden mit roh bis angeritten/Grundausbildung angegeben, können aber vor der Vermittlung entsprechend vor Ort ausgebildet werden.

    Die Vermittlungsbilanz sieht deutlich besser aus. Es werden mehrere Pferde pro Jahr vermittelt. Dennoch dauert es auch hier meist länger als 1 Jahr bis ein Pferd vermittelt wird.

    Aber warum ist das so? Sicher, man findet im Tierschutz in der Regel kein spitzen Sportpferd, aber der Durchschnittspferdehalter sucht doch auch nur ein Freizeitpferd. Für mich hat ein Pferd aus dem Tierschutz sogar deutliche Vorteile:

    Mal abgesehen davon, dass man etwas Gutes tut nehmen die Vereine ihre Pferde auch lebenslang wieder zurück. Gerade bei Tieren die sehr alt werden können und eine Menge Geld kosten finde ich das absolut sinnvoll sich vor dem Kauf zu überlegen, was man macht, wenn man in 25 Jahren mal verarmt. Und was macht man dann, wenn man dann wirklich ein altes nicht reitbares Pferd abgeben muss, dass vielleicht noch Medikamente braucht? Da bleibt doch nur noch das Tier bei ebay zu verscherbeln... Nicht nur für den Halter finde ich das gut, der sein Pferd im Zweifelsfall dann wieder gut unterbringen kann, sondern auch für das Pferd selbst das nicht X Mal rumgereicht wird oder zum Schlachter geht.

    Ferner sehe ich es als großen Vorteil an, dass man sich beim Tierschutz viel Zeit lassen kann. Man kann/muss die Pferde ausreichend testen, es werden keine Krankheiten verschwiegen, es stehen Fachleute zur Seite, etc. Ich kenne genug Pferdehalter, die sich ein Pferd gekauft haben, welches beim alten Besitzer dringend weg musste, sodass keine Zeit für eine AKU oder großartig Probereiten da war. Am Ende hat man dann vorschnell ein Pferd gekauft und stellt nach einiger Zeit fest, dass es doch nicht das richtige war.

    Ok, sicher werden solche Vereine keine Pferde in Boxenhaltung vermitteln, aber es wird doch auch hoffentlich Menschen geben die Interesse daran haben ihr Pferd artgerecht zu halten.

    Also was sind die Gründe wieso kaum Pferde im Tierschutz vermitteln werden?

    LG

  2. Anzeige
    Hast du schon mal hier geschaut? Eventuell ist ja auch was für dich dabei?!



  3. #2
    cherry-lein
    Häufig tarnen sich Pferdeschutzorganisationen als Händler um die Tiere einfacher wieder verkaufen/vermitteln zu können. Es gibt mittlerweile extrem viele Orgas und Privatpersonen die sich zur Aufgabe gemacht haben Pferde vorm Schlachter zu retten. Häufig sind das Fohlen, nicht selten Kaltblüter die extra für die Fleischproduktion gezüchtet wurden oder "Überschussfohlen" die der Züchter nicht verkauft bekommt aber auch ausgewachsene Pferde mit Verhaltensstörungen oder chronischen Erkrankungen die in der Wurst bzw beim Abdecker landen wenn sich niemand für sie findet.
    Es blüht das Geschäft mit dem Mitleid denn immer mehr Leute wollen ein Schlachtfohlen/pferd haben um sich als Retter zu fühlen oder um ein vermeindlich günstiges Pferd zu kaufen und merken gar nicht das die Pferdefleischzucht dadurch extrem boomt und immer weiter angekurbelt wird. Nicht selten liegt der Verkaufspreis eines solchen Pferdes weit über dem Schlachtpreis um noch möglichst viel Gewinn zu erzielen und in Einzelfällen hab ich auch schon von Pferden gehört die weitaus teurer waren als Fohlen von guten Züchtern. Als Beispiel: Mein Pferd (Rh-D. Kaltblut also eine Rasse der Roten Liste und damit selten und begehrt) hat als Jährling (bereits mit Fohlen ABC und schmiede- sowie verladefromm) beim Züchter 1000€ gekostet, ein Schlachter nimmt mittlerweile für einen komplett rohen Jährling bis zu 1800€, für seltene und begehrte Rassen sogar noch mehr. Die Leute zahlen diese Preise weil sie sonst ein schlechtes Gewissen haben. Bei F*cebook gibt es unzählige Gruppen wo solche Pferde angeboten werden, natürlich immer mit Schlachtdatum.

    Durch diese Masche haben es Tierschutzorgas die Pferde wie ein Tierheim aufnehmen deutlich schwerer zu vermitteln. Wenn jemand zur Wahl hat ein Pferd langsam kennenzulernen und einen langen Vermittlungsprozess durchzumachen oder ein Fohlen zu kaufen was sonst übermorgen angeblich geschlachtet wird kaufen die Leute aus Mitleid lieber das Schlachtpferd.
    Dazu kommt oft das Pferde die in solchen Orgas landen häufig schon diverse Baustellen haben, sei es Alter, Krankheiten oder Verhaltensstörungen, nur selten gibt es völlig gesunde, klare Tiere. Viele Leute trauen sich das Pferd dann nicht zu weil hohe TA-Rechnungen oder schneller Tod bei hohem Alter befürchtet werden oder keine Sachkenntnis für Verhaltensgestörte Pferde vorhanden ist.
    Ich hab aus Interesse auch immer mal auf Seiten von Pferdeschutzorgas gestöbert und da gab es kaum Tiere die gesund waren und wenn dann wurden die zu normalen Verkaufspreisen abgegeben, es gab sogar welche die als gar nicht mehr vermittelbar eingestuft waren weil sie schon zu alt oder zu krank waren um ihnen nochmal einen neuen Besitzer zuzumuten. Häufig fehlt den Orgas auch das Geld um ordentlich Werbung für sich selbst zu machen und so mangelt es auch oft einfach an potentiellen Kunden weil die Reichweite der Neuigkeiten einfach eingeschränkt ist, stolpert man da nicht zufällig mal bei G*ogle drüber fällt es häufig auch einfach nicht auf das es die Organisation/Verein überhaupt gibt.

    Lange Rede, kurzer Sinn: der Trend geht derzeit einfach stark zum Mitleidskauf eines Schlachtpferdes vom Schlachter

  4. #3
    Luna & Artemis
    Lange Rede, kurzer Sinn: der Trend geht derzeit einfach stark zum Mitleidskauf eines Schlachtpferdes vom Schlachter
    Und die Schlachter bzw. Züchter freuen sich leider ein Bein ab... Ist schon länger her, da hatte ich einen Bericht über das Geschäft mit den Haflingern und co gelesen, die eben für Fleischproduktion vorgesehen sind, dass die Züchter durch Tierschützer heute teils das 3fache des Schlachtpreises bekommen durch Mitleid. Einige meiner FB Freunde sind in solchen Pferdegruppen von Vereinen, die in der Saison nach Italien und co gefahren wird um da Pferde freizukaufen. Da wird dann immer fleißig geteilt das man doch bitte spenden möge, damit die möglichst viele Fohlen freikaufen können. Danach stehen die Pferde teils monatelang zusammen auf einer Wiese mit Bretterverschlag, weil das ganze Projekt selten durchdacht ist oder es kommen weitere Spendenaufrufe damit die Pferde zum Tierarzt können und einen Hufschmied sehen und man ein paar Halfter und co kaufen kann... Nicht wenige dieser Gruppen enden dann damit das die Tiere später an Hinz und Kunz weiterverkauft werden, weil kein Geld mehr da ist. Ob den Pferden damit einen Gefallen getan wird sei dahin gestellt, zumal ich auch nicht viel davon halte, da dabei mit zweierlei Maß gemessen wird (Pferd muss unbedingt vor Schlachtung gerettet werden, beim Schwein/ Kuh ist das eben so...)
    Wie schon gesagt, sind vieler dieser Pferde Kaltblüter und dazu roh, Kaltblüter sind eben Liebhabertiere und die meisten die ein Pferd kaufen suchen ja schon ein fertig ausgebildetes mit dem man arbeiten kann... Solche Tiere sind im Tierschutz schwer zu finden. Im Tierschutz wird man eher an Beistellern fündig...

  5. #4
    SoylentGreen
    Ich würde mir nie ein Pferd aus dem Tierschutz zulegen (das gleiche gilt für den Schlachter). Warum landen Pferde beim Tierschutz? Sie sind krank, alt, psychisch durch oder alles auf einmal. Ich kaufe mir nicht wissentlich ein altes, krankes und/oder gestörtes Pferd.
    So Leid mir diese Tiere tun, bei mir gibt's da keine Chance.

    Pferde kosten auch ohne Manko Zeit und Geld. Noch mehr, wenn sie einer der 3 oben genannten Kategorien angehören.

    Es ist etwas anderes, wenn das Pferd, dass mich Jahre lang begleitet hat, krank oder alt wird. Da häng ich deutlich mehr dran, als an irgendeinem fremden Tier.

  6. #5
    Schweinemama
    Heute geht es nicht mehr um das Tier - Pferd, sondern um ein Sportgerät.

    Ich verkaufe mein Dressurpferd /Springpferd / VIelseitigkeitspferd, weil ich beschlossen habe mein Hobby auf ein anderes Terrain des Pferdesports zu verlegen... Und dann steht da - ein frustiertes, mitgenommenes Pferdchen im Stall - lieblos geworden und hofft dass es von jemanden anderen mitgenommen wird. Hier vor 2 Jahren selbst gesehen, ein Friesenpferd, die Besitzerin ein Teenager wäre runtergefallen und das Interesse an dem Tier verloren. Seit Wochen stand das Tier im Stall und wurde von verschiedenen mitfühlenden Menschen auf die Koppel gestellt und am Abend wieder reingeholt, wenn niemand drauf vergessen hat. Das Tier war seelisch kaputt, die Augen traurig, die Energie kaum zu bündeln, bei Eis und Schnee auf der Koppel hat sich das Tierchen im Probebetrieb ohne Sattel in der freien Halle mal 20 Minuten weggebuckelt und hat dabei gedampft wie ein Kohlenmeiler . Es waren schon einige Interessenten hier, aber die haben sich alle sofort draufgesetzt und sind nach der Reihe runtergepurzelt, wann das Pferd das letzte mal unter dem Sattel gezielt gelaufen und trainiert worden ist, es sollte fast 6 Monate her gewesen sein - so der hoffentlich bald Ex-Besitzer... EIn Pferd für den Schlachtbetrieb - für was sonst. So wird heute aussortiert, das Pferd war gesund, hatte keine Beschwerden - nur eben ein seelisch vernachlässigtes Wesen, weils unlieb geworden ist.

  7. #6
    Marrkus
    Ist das tatsächlich so? Ich habe eher das Gefühl als wenn die allermeisten Pferdehalter nur in ihrer Freizeit reiten und kein Interesse an echtem Pferdesport haben.

  8. #7
    cherry-lein
    Es gibt sehr viele Freizeitreiter mit Turnierambitionen die sehr viel Wert auf eine gute Ausbildung legen aber trotzdem Freizeitreiter sind. Aber auch wenn nicht sind Freizeitreiter nicht weniger wert als Turnierreiter, ich finde bei dir klingt das immer sehr abwertend.

    EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

    Im übrigen braucht jeder Reiter eine solide Grundausbildung und jeder der anständig reiten gelernt hat betreibt "echten" Reitsport. Du wirst in solchen Foren sehr wahrscheinlich keine Profi-Turnierreiter finden denn diese Reiter machen das seit Kindesbeinen an und verdienen ihr Geld damit jeden Tag X Pferde auf Turniere vorzubereiten und dort vorzustellen. Du bist garantiert auch nur ein Freizeitreiter der sich vielleicht für Dressur oder Springen interessiert aber wenn du das nicht gerade Hauptberuflich machst, und davon gehe ich mal nicht aus wenn du sagst das du seit einiger Zeit mal Unterricht nimmst, bist du auch nur ein Freizeitreiter

  9. #8
    Schweinemama
    Ja es klingt leider abwertend und es ist abwertend. VIelleicht ist es auch das Stadt - Land Gefälle. Hier im ehemaligen Stall gab es 80 Pferde - wovon einige wirkliche Sportreiter dabei waren, 2 Pferde wurden extra gecoached - die konnten alle Stückchen - Spanische Hofreitschule - eine Augenweide - eine Vergewaltigung der Tierseele... Die haben nun aber nicht dressurreiter gehört diese zwei Hochedelen Rösser die von Levade, Piaffe alles konnte was im Lehrbuch steht... EIn Pferd ist zumindest in der Stadt Prestige - ich kann mir leisten, dass mein Pferd vom Bereiter bis hin zum Physiotherapeut alles hat was es braucht... denn ich gehe dafür arbeiten - dass mein Pferd im stall steht (ja es steht dort - weil der Besitzer arbeiten muss um sich seine Prestige auch leisten zu können). Total verkehrte welt - zumindest hier...

    Eine ehemalige Bekannte - selbst Stallbesitzerin stelle nach ein paar Wochen ihr Pferdchen in den Stall, welches sie per Hand grossgezogen hat. Das hat bei den SPringwettbewerben in der Höchsten Springstufe immer wieder versagt... Tags drauf stands zum verkauf und sie erwartete ein neugezogenes Pferchen - 5 Jahre alt - der Papa ist xyz - die Mama ist xyz - und der Bruder schafft 2 Meter sprünge auch mit Reiter .


    Dass so ein Pferchen eine Seele hat - ist leider ein hochwertiger Betriebsunfall - weil eigentlich - ausser dass sie 4 Beine haben müssen, einen tragen können und dann noch das eine andere kunststück können - mehr braucht man nicht als Reiter.

  10. #9
    SoylentGreen
    Ich glaube nicht, dass es die meisten Pferde so sehr stört, wenn sie den Besitzer wechseln. Das problematische ist der Stallwechsel, die neue Umgebung und die Eingliederung in eine fremde Herde. Man sollte sich als Mensch nicht immer so wichtig nehmen. Natürlich nimmt ein Pferd einen Menschen, wenn er sich entsprechend verhält, wohlwollend wahr, aber es wird sicherlich nicht in Depressionen verfallen, weil sich nun ein anderer Mensch um es kümmert.

    Ich bin auch nicht der Meinung, dass es "heute nicht mehr um das Tier, sondern um das Sportgerät geht."
    Das Pferd war schon immer als Arbeitstier oder Reittier im Gebrauch, da hat sich mit Sicherheit nicht jeder Soldat Gedanken gemacht, was das Streitross unter ihm fühlt, wenn sie gemeinsam in den Krieg ziehen. Genau so gings bestimmt auch dem Bauern mit seinem Ackergaul. Es ging immer schon um Funktion, dem einen mehr, dem anderen weniger. Früher war nicht alles besser und heute ist es auch nur anders.

    Davon ab sind diese "Freizeitreiter" ja nun auch nicht immer das gelbe vom Ei. Ich habe spontan zich Beispiele im Kopf, die sich darum drehen, wie sich diese selbst ernannten Pferdenarren gegen jede Vernunft wenden und ihr Pferd systematisch zu Grunde richten, Hauptsache sie selbst haben ungeheuer Spaß, ob das nun gut für das Pferd ist oder nicht.

    Aber mal zurück zum Thema: Nö ich brauche kein super Turnierpferd, keine besondere Abstammung. Trotzdem lache ich mir kein zu Grunde gerichtetes Pferd an. Ich möchte ein gesundes, freundliches Pferd - was ist falsch daran?

  11. #10
    gowmiuso
    Pferde kosten auch ohne Manko Zeit und Geld. Noch mehr, wenn sie einer der 3 oben genannten Kategorien angehören.

  12. #11
    Trullas
    Ich kann mich der Mehrheit nur anschließen, insbesondere SoylentGreen.

    Ich gehöre ja zu diesen pösen, pösen Turnierreitern. Meine armen Esel müssen mich auch bis zur schwersten Klasse durch die Prüfung tragen und hin und wieder wird einer verkauft, wenn es passt.

    Und erstaunlicher Weise sind sie ganz glücklich mit ihrem Dasein

    Die allermeisten Pferdebesitzer, sei es reiner Gelände- und "Spaß"-Reiter oder auch der ambitionierte Sportler, haben einen erheblichen Wandel in der Haltung und dem Umgang ihrer Pferde durchlaufen. Das Thema "Artnahe Haltung" tritt immer mehr in der Vordergrund und ich persönlich kenne niemanden mehr, welcher seinem Pferd zb keinen regelmäßigen Weidegang mit Kumpeln ermöglicht.

    Und um mal auf das Thema Pferdekauf zu kommen:

    Wenn ich reite will, kaufe ich mir auch ein Pferd welches belastbar ist.

    Die Pferde aus dem Tierschutz stehen da, weil sie einfach nicht für die Zielgruppe geeignet sind, an die sie sich richtet.

    Lieschen Müller möchte einen Kumpel, mit dem sie ein bisschen ausreiten, auf dem Platz, über dem Sprung und am Boden ein bisschen Spaß haben kann wenn sie vom Job nach Hause kommt. Sie kann und will nicht ein unreitbares, ggf gefährliches Tier im Stall stehen haben, welcher neben der Normalen Boxenmiete auch noch unter Umständen Medikamente braucht und einfach tierisch ins Geld geht ohne nutzen.

    Das mag sich egoistisch anhören, aber wir reden hier von erheblichen Geldbeträgen, die ich mir nicht sehenden Auges antue. Das auch mein gesund gekauftes Pferd mal krank werden kann und das dramatisch enden kann ist klar, aber tausende Euros ausgeben für etwas was andere zu verantworten haben?
    Das macht niemand. bzw nur in absoluten Ausnahmefällen.


    Ich habe mal auf ein Paar Seiten gestöbert und da waren viele Tiere bei denen sich die Personen lieber Gedanken über den letzten Gang machen sollten und den Pferden nicht noch einen Umzug zumuten müssten.

  13. #12
    Lunimo
    Aber ist es denn tatsächlich so, dass überwiegend kranke, verstörte oder alte Pferde im Tierschutz warten?
    Ich dachte, dass dort vielleicht auch wie bei anderen Tierarten ungeliebte oder beschlagnahmte Tiere landen, die durchaus noch reitbar sind?
    Sorry, ich kenne mich da wirklich nicht allzu sehr aus und bin für jegliche Aufklärung dankbar.

  14. #13
    SoylentGreen
    Ungeliebte und beschlagnahmte Tiere haben gern mal nen psychischen Knacks weg. Ich kenne solche beschlagnahmten Tiere. Die haben so viel Elend und Hunger erlebt, dass die völlig bekloppt sind.
    Ein Wallach ist extrem am Koppen und Zähnewetzen. Er hat sich die Schneidezähne dermaßen in den Kiefer gedrückt, dass er bei geschlossenem Gebiss zwischen den Zähnen des Oberkiefers und Unterkiefers ne so breite Lücke hat, da kann man mit dem Zeigefinger durch.
    Der Tierarzt sagt, dass der wohl nicht alt wird. Irgendwann wird der verhungern, wenn er so weiter macht und man ihn nicht eher erlöst.
    Zudem ist er asozial. Er hat Panik vor anderen Pferden, nur mit seiner Mutter kam er zurecht, vor allen anderen ist er geflohen, aber wie... der ist über Holztore gefallen in kopfloser Flucht, wenn das andere Pferd nur näher kam. Ich hab ziemlich viel Zeit darin investiert ihn mit anderen Pferden zu vergesellschaften, manchmal ging es ne Zeit lang gut, aber irgendwann legte da im Kopf immer ein Schalter um und er rannte wie bekloppt davon, egal was er dafür einreißen oder überwinden musste.

    Ein weiterer Wallach ist noch kurz nach der Rettung eingeschläfert worden, der war durch...

    Die besagte Mutter des oben erwähnten Wallachs ist im Grunde genommen auch psychisch krank. Sie ist Freikopper, bei Futter ist mit ihr nicht zu spaßen, wahrscheinlich weil sie vorher Hunger leiden musste. Die Box wird beim Füttern fast auseinander genommen, und wenns dann so weit war, hat sie das Futter regelrecht attackiert, so schnell kann man die Forke fast nicht rausziehen, die hat da reingebissen wie in einen Feind...
    Auch die hatte asoziale Tendenzen, allerdings immerhin noch genug Respekt vorm Stromzaun... man merkt ihr den Stress aber deutlich an.

    Beide Pferde sind natürlich reitbar, aber unter Einschränkungen zu halten und krank...

  15. #14
    Lunimo
    Das klingt ja furchtbar.
    Die armen Tiere.

  16. #15
    SoylentGreen
    Ja, das ist traurig. Aber um das nicht so negativ hier stehen zu lassen: Der Wallach ist inzwischen in Privatbesitz. Er hat da wirklich Glück gehabt, die Besitzer haben das nötige Feingefühl, Geld und die Zeit.
    Dieses Pferd hätte aber nie diese Chance bekommen, wenn es nicht zuvor dem Reitbetrieb gehört hätte.

  17. #16
    Marrkus
    @gowmiuso:
    Kannst du das näher begründen, wieso ein Pferd aus dem Tierschutz teurer sein soll als eines aus dem Internet oder wo auch immer her?

    @Trullas:
    Deinen Beitrag habe ich so nicht verstanden. Gerade weil doch Lieschen Müller nur ein bisschen freizeitmäßig reiten will und ein gesundes Tier sucht reicht doch das normal ausgebildete Pferd vom Tierschutz. Da muss es doch nicht das 20.000 Euro Sportpferd vom Züchter sein, dass Dressur und Springen ausgebildet ist oder das 1000 Euro Pferd von ebay Kleinanzeigen das dann eben tatsächlich unreitbar und krank sein könnte.

    @Lunimo:
    Ich schrieb ja bereits im Eingangspost: Der eine Verein bei uns nimmt grundsätzlich nur gut vermittelbare Pferde auf, also gesunde reitbare mittelalte Pferde. Der andere Verein hat immerhin zur Hälfte Shetlandponys im Bestand, meist ausrangierte Kinderponys, Ponys aus insolventen Reitställen oder ehemalige Beistellpferde. Ich wüsste nicht wieso diese verhaltensgestört oder krank sein sollten.
    Zumindest bei den beiden Vereinen die wir hier haben landen so gut wie nie beschlagnahmte Pferde.

  18. #17
    Trullas
    Wie viel Pferde vom Tierschutz sind denn gut ausgebildet und gesund?
    Wären sie das, würden sie nicht dort stehen sondern könnten ganz normal verkauft werden. Die Entscheidung ein Pferd zu verschenken trifft man für gewöhnlich, wenn das Pferd eben nicht mehr verkaufbar ist. Und der Tierschutz wird die Pferde wohl nicht gegen Bezahlung aufnehmen.

    Ich bin definitiv dafür ein Pferd aus einer guten Zucht zu kaufen, welche die Pferde vernünftig aufgezogen hat und Zeit und Geld in die Ausbildung gesteckt hat. Die schwimmen nicht im Geld, sondern stecken viel Herz in ihre Pferde.

    Das verstehe ich unter praktizierten Tierschutz: Unterstützung der Menschen denen das wohl ihrer Tiere am Herzen liegt.

    Und wie kommt denn Euer Verein an gesunde, reitbare Pferde für lau ran? Solche Pferde werden ja ständig gesucht und können dementsprechend mit einem Plus vermarktet werden. Das hat für mich dann wiederum nicht mehr viel mit Tierschutz zu tun, welcher sich ja im Grunde die Pflege für Tiere, die keiner haben will, auf die Fahnen schreibt.

    Und habe ich das richtig verstanden, dass Beistellpferde wieder geritten werden und als Reitpferde verkauft werden?
    Es hat immer einen Grund warum man ein Pferd als Nicht-Reitpferd abgibt.... Komisch.

  19. #18
    A-Fritz
    Hallo,
    ich frage mich auch immer, was sollen Pferde, die keiner mehr haben mag in einem Tierschutzprogramm,
    ist es nicht eigentlich besser, diese Pferde kommen zum Schlachter ?
    Was kann es auch nutzen, wenn zur Schlachtung vorgesehene Tiere, wieder frei gekauft werden, um sie zu gerettet ?
    Ich esse auch gerne Pferdewurst und würde wohl keine Wurst weniger kaufen, wenn noch mehr solcher Pferderetter tätig werden.
    Ich denke, es werden immer so viele Pferde vorhanden sein, wie sich vermarkten lassen, mit oder ohne Tierschützer und Pferderetter.

    Besser ist es nach meiner Meinung, wenn nur für ihren Zweck geeignete Pferde am Leben bleiben und die weniger Guten kommen in die Wurst,
    oder werden im Hundefutter verwendet


    Fritz.

  20. #19
    Midoriyuki
    Ich finde diese Thematik generell eher schwierig...de facto wird es bei dem großen Markt immer auch viel "Ausschuss" geben und solange Pferde häufig vorrangig Gebrauchsgegenstände sind und eben auch so behandelt werden wird sich das wohl kaum aendern.

    Mit Reiten habe ich nun wirklich nichts am Hut, hatte ja "nur" ein ziemlich krankes und verhaltensoriginelles Shetty unter meiner Fuchtel und frage mich immer wieder wie Nothilfen usw. es schaffen solche Tiere finanziell ueberhaupt abzudecken.

    Grundsätzlich denke ich schon, dass auch "ungeeignete" Tiere theoretisch das Recht auf ein gutes Leben haben sollten, allerdings sind diese Plätze so rar gesät, dass es nicht viele Alternativen gibt.



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  21. #20
    SoylentGreen
    Die Frage dabei ist wohl: Was ist ein "gutes, für seinen Zweck geeignetes" Pferd? Es gibt durchaus Züchter, die eine Menge Fohlen produzieren und diejenigen, die nicht 1000%-ig (wir sprechen hier echt von Nuancen) dem Züchterideal entsprechen, gehen zum Schlachter. Das sind Pferde, die durchaus Potential haben und tolle Reitpferde werden könnten, aber nicht den hohen Ansprüchen des Zuchtideals genügen.

    Ehrlich gesagt bin ich mir gar nicht so sicher, ob die Pferdewurst, die du im Laden kaufst, tatsächlich von deutschen Pferden stammt.

  22. #21
    Marrkus
    @Trullas:
    Hier ist das so, dass die Pferde von den Ehrenamtlichen ausgebildet werden. Wie gut die Ausbildung ist weiß ich nicht, aber da die Pferde ja durchschnittlich 1-2 Jahre dort bleiben sollte schon eine vernünftige Grundausbildung da sein. Und die Pferde dürften bei Weitem wesentlich besser ausgebildet sein, als die 4 Jahre alten eingerittenen Pferde vom Bereiter/Züchter....
    Naja und bei den kleinen Shettland-Ponys denke ich nicht, dass die Halter viel wert auf eine Ausbildung legen. Man holt sich so ein kleines Pony ja vermutlich eher, weil man selber viel mit dem Tierchen machen will oder es einfach nur lieb haben möchte.

    Ich bin definitiv dafür ein Pferd aus einer guten Zucht zu kaufen, welche die Pferde vernünftig aufgezogen hat und Zeit und Geld in die Ausbildung gesteckt hat. Die schwimmen nicht im Geld, sondern stecken viel Herz in ihre Pferde.
    Nach solchen Züchtern habe ich auch schon oft gesucht, aber bis heute so gut wie keinen gefunden. Die paar wenigen die ich finden konnte züchten fast ausschließlich Quarter und nehmen um die 20.000 Euro. Das dürfte nicht im Interesse des durchschnittlichen 75kg Freizeitreiters sein.

    Und wie kommt denn Euer Verein an gesunde, reitbare Pferde für lau ran?
    Veterinäramt, insolvente Reitställe, Züchter die "minderwertige" Fohlen bringen, wo sich eine Aufzucht nicht lohnt, Privatpersonen, die sich finanziell/zeitlich/gesundheitlich nicht mehr kümmern können, Privatleute, welche junge Pferde auf dem Pferdemarkt freikaufen, damit sie nicht zum Schlachter gehen, Privatleute die überfordert sind mit ihrem Pferd, etc.

    Nicht jeder der ein Pferd abgeben muss will damit einen möglichst hohen Gewinn erzielen. Es soll auch noch Leute geben denen das Wohl des Pferdes an erster Stelle steht.

    Und habe ich das richtig verstanden, dass Beistellpferde wieder geritten werden und als Reitpferde verkauft werden?
    Nein hast du falsch verstanden. Jedenfalls denke ich nicht, dass man ein Shetland Pony reitet.

    @A-Fritz:
    Was soll daran besser sein, wenn das Pferd zum Schlachter kommt? Und für wen soll das besser sein? Für die Spender, welche die Pferde finanzieren? Für die Ehrenamtlichen die ihre Zeit opfern? Nun das soll doch jedem selber überlassen sein, was er mit seiner Zeit und Geld anfängt.
    Klar ist es dumm ein Pferd freizukaufen, aber ganz ehrlich ich kann es verstehen, wenn nun Lieschen Müller mit dem freigekauften Pony vor der Stalltür steht und um Aufnahme bittet, dass man dann niemanden wegschickt. Das Kind ist da ja bereits schon in den Brunnen gefallen und Lieschen Müller hat das Pferd gekauft. Da kann man nur noch aufklären und darum bitten, dass Lieschen Müller eben kein Pferd mehr freikauft. Aber Lieschen Müller dann mit dem Pferd wegzuschicken obwohl sie es ja nur gut gemeint hat und selber gar kein Platz/Geld hat finde ich nun auch nicht richtig.

    Besser ist es nach meiner Meinung, wenn nur für ihren Zweck geeignete Pferde am Leben bleiben
    Naja selbst das 50 jährige kranke Shetland Pony hat noch einen Zweck, wenn sich jemand daran erfreut, dass so ein Tierchen glücklich hinter dem Haus auf dem Paddock steht und sich seines Lebens freut.

  23. #22
    Calimero
    Wenn das wohl meines Pferdes an erster Stelle steht, wenn ich es abgeben muss, verkaufe ich es in verantwortungsvolle Hände, die auch wissen, dass ein Pferd Geld kostet und es wert ist und drück es nicht an einen Schutzhof ab und überlasse denen die Vermittlung .

    Und wenn ich ein Reitpferd möchte, helfen mir ja auch 30 kerngesunde Shettys nichts...

  24. #23
    A-Fritz
    Natürlich kann jeder selber entscheiden was er mit seinem Geld, seiner Freiheit, oder seinem Arrangement macht
    und es ist auch sehr menschlich, wenn Frau Müller als Pferdeanfängerin sich ein ungeeignetes Pferd anschafft,
    aber anschließend Verantwortung übernimmt und sich aufopfernd um deren Pflege, Erziehung und Gesundheit bemüht.
    Wenn aber der Tierschutz so etwas zum Prinzip erheben, und oft dieses als humanen, gesellschaftlich Maststab setzen möchte,
    dann empfinde ich dieses als Übertreibung und große Fehlentwickelung.
    Was vielleicht dem einzelnen Individuum helfen mag, ist für die Arterhaltung der Pferde bestimmt kein Gewinn.

    Fritz.

  25. #24
    Marrkus
    @Calimero:
    Und wie wahrscheinlich ist es, dass du auf die Schnelle ein gutes Zuhause für ein Pferd findest, dass vielleicht auch noch roh ist? Oder du hast vielleicht nicht ein Pferd sondern gleich mehrere? Mal ehrlich ich sehe hier zu 90% Pferde die nicht artgerecht gehalten werden. Leute die ein tolles Zuhause bieten werden nicht gerade Schlange stehen.

    @A-Fritz:
    Was davon war jetzt die Antwort auf meine Fragen?

  26. #25
    Midoriyuki
    Und wie wahrscheinlich ist es, dass du auf die Schnelle ein gutes Zuhause für ein Pferd findest, dass vielleicht auch noch roh ist? Oder du hast vielleicht nicht ein Pferd sondern gleich mehrere? Mal ehrlich ich sehe hier zu 90% Pferde die nicht artgerecht gehalten werden. Leute die ein tolles Zuhause bieten werden nicht gerade Schlange stehen.
    Tjoa, das sollte einem aber auch durchaus klar sein, dass sowas nicht in 3 Tagen erledigt ist.

    Ganz ehrlich:
    Dieses ständige Herum-Gerette von allen möglichen Tieren hat selten etwas mit wirklichem Tierschutz zu tun.
    Schlachtfohlen gerettet...joa. Und jetzt?
    Freuen sich Züchter und Schlachter, weil Absatz ist ja so oder so da.

    Das bringt rein gar nichts außer klingelnde Kassen bei genannten Personengruppen.
    Gut, der Retter in der Not kann vllt. ein bisschen besser schlafen.

    Die Zukunft für das Pferd sieht aber in den seltensten Fällen so aus, dass es in fähigen Händen landet.

    Zum 50jährigen Shetty, dass noch jmd. erfreut:

    Ja, aber der sich freuende Mensch sollte dann viel Zeit, viel Ahnung und viel Geld haben.

    Diese romantische Idee von Pferdehaltung á la "Da hoppelt die frohe Rentnergang in den Sonnenuntergang und fällt irgendwann einfach tot um" ist sowas von fatal...

    Das gibt es nicht.

    Das wird aber nur aufhören, wie bei allen Tierarten übrigens, wenn nur noch aus seriösen Quellen Tiere bezogen werden.
    Alles andere ist eine schlichte Unterstützung dieses durchaus vorhandenen Geschäftes mit Tierelend.

  27. #26
    Calimero
    Naja das sind dann meistens nicht mehr die privaten Liebhaber-Halter. Ein Reiterhof ist schließlich auch ein Gewerbe. Muss den Pferden da ja nicht zwangsläufig schlecht gehen, aber vielleicht gehts da dann eben doch auch eher um schnell los werden als um das beste Zuhause suchen . Möchte ja niemandem was unsterstellen und ist garantiert nicht immer so. Aber es ist umgekehrt absolut falsch, zu sagen, dass jeder, der sein Pferd ganz normal verkauft, nur aufs Geld aus ist und nicht auf das Wohl des Tieres. Das ist in meinen Augen eben genau umgekehrt, genauso wie es bei Kleintieren eine Schutzgebühr gibt.

  28. #27
    Marrkus
    Nun es spricht doch aber nichts dagegen, wenn ein insolventer Reitbetrieb seine Pferde an einen Tierschutzverein abgibt, wenn sie schnell weg müssen.

  29. #28
    Calimero
    Natürlich nicht, aber dann sind wir vor allem beim möglichst schnell und nicht beim möglichst gut. Dafür ist der Tierschutz ja quasi auch da, denn wer Zeit hat, versucht ja erstmal, das Tier direkt wieder an einen festen Besitzer zu vergeben und das ist nunmal meistens ein ganz normaler Verkauf.

  30. #29
    Marrkus
    Wieso? Viel besser als beim Tierschutz kann es ein Pferd doch nicht haben.

  31. #30
    Midoriyuki
    Klar, jeder Tierschutzverein hat nämlich Wissen, Mittel und Leute um alles und jedes Tier supergut zu versorgen und den bestmöglichen Platz zu finden.

    Außerdem sind Tierschützer staatlich qualifiziert und wissen genau was sie tun und handeln natürlich niemals aus reinem Gutmenschentum oder falsch verstandener Tierliebe.

    Gute, seriöse Tierschutzvereine zu finden ist fast genau so schwer wie seriöse Züchter.

    Manchmal würde ich wirklich supergerne mal in deiner Realität leben.

Diskussion zum Thema Pferdekauf, warum nur selten aus dem Tierschutz? im Forum Pferde Forum bzw. Hauptforum Tiere Allgemein:
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