Gesund Ernährung oder krankhafte Übertreibung ?



  1. #1
    A-Fritz

    Gesund Ernährung oder krankhafte Übertreibung ?

    Hallo,
    wenn ich hier im Forum so lese, kann ich mich nur wundern welche Formen es annehmen kann,
    wenn unterschiedliche Menschen einen scheinbar lebensnotwendigen Diätplan für ihre Hunde entwickeln,
    ohne den, wie sie glauben, ihr Hund wahrscheinlich nicht überleben würde.

    Ob Fertigfutter aus der Dose, als Trockenfutter und Selbstgekochtes, immer wird darum gerungen, welches das beste Futter ist,
    doch besonders bei den BARF - Futterfreunden nimmt das Ganze manchmal Züge an, die mir sehr bedenklich erscheinen.

    Kann es tatsächlich notwendig sein, einen
    Hund mit all diesen verschiedenen Nahrungsergänzungsmittel
    und einer auf das Gramm genauen Zutatenliste zu füttern, oder sind diese Bemühungen in einer übertriebenen
    und meistens unbegründeten ängstlichen Fürsorge begründet

    Meine Schwiegermutter verfällt auch öfter in so ein Verhalten und folgt jedem Gesundheitstrend, den sie irgendwo aufschnappt,
    oder der ihr als Geheimtipp zugetragen wird. Sie hat aber keine Haustier und nur die Möglichkeit so etwas selber einzunehmen.

    Schon in den Märchen gab es Jungbrunnen und Elixiere für die Gesundheit und eine ewige Jugend.
    Auch heute noch scheint die Sehnsucht nach Gesundheit und Jugend, eine ständige Suche nach einem wirksamen Präparaten,
    eine ewige Hoffnung der Menschheit zu sein, die natürlich besorgte Hundebesitzer auch auf diese Lieblinge übertragen.

    Es ist natürlich ein Segen, daß Hunde nicht besonders anspruchsvoll und empfindlich bei der Wahl ihres Futters sind
    und auch sehr anpassungsfähig auf die unterschiedlichste Nahrung aus der Hexenküche ihrer Besitzer reagieren.

    Ich habe den Eindruck, in unserer Gesellschaft, in der die Haustiere manchmal zum Kinder oder Familienersatz geworden sind,
    auch häufig die Liebe zum Haustier, von einem notwendige Verständnis zum Tier,
    in eine unreflektierte krankhafte Form wechselt, die den Tieren nur Schaden bringen kann.

    Das Bedürfnis vieler Menschen sich gesund zu ernähren, Lebensmittel zu essen, die eine für sie perfekte Qualität haben,
    führt bei immer häufiger auch zu Essstörung, vegane Rohkost, oder Getreide frei, jede neue Gesundheitslehre
    wird auch auf unsere Haustiere übertragen.

    Das krankhafte Gesundessen, wie kann man da unsere Haustiere vor ihren Menschen schützen

    Fritz.

  2. Anzeige
    Hast du schon mal im Ernährungsratgeber für Hunde nachgelesen? Vielleicht hilft dir das ja weiter!?



  3. #2
    seven
    Nuja, ich denke, man kann es in beide Richtungen übertreiben bzw. "schlecht" machen.
    Es gibt sicher mehr als genug Hunde- (und natürlich auch Katzen- und sonstige Tierhalter), die ihre Tiere schlichtweg mit dem billigsten Billigfutter ernähren, das ist dann das andere Ende dieser Skala
    Ich finde es gut, wenn man seine Tiere barft - ob man da wirklich aufs Gramm genau sein muss, bleibt dahingestellt, aber in meinen Augen ist es schon die gesündere Variante ggü. Dosenfutter oder gar Trockenfutter (und ja, ich weiß, bei Hunden hat TroFu nochmal eine andere Wertigkeit als bei Katzen).
    Ich denke schon, dass man seine Haustiere so gesund wie möglich ernähren sollte (es spricht sicher nichts gegen tierangemesseneLeckerchen zwischendurch - will z. B. für Katzen heißen, mal ein paar Krümel Trofu oder Käse- bzw. Milchdrops - ich meine damit natürlich keine "Menschenleckerchen" wie Schokolade oder Chips ) - was aber natürlich gar nicht geht, ist die Ernährungsweise der Tiere der der Menschen anzupassen, will heißen, z. B. eine Katze als Fleischfresser vegan zu ernähren, und auch bei Hunden würde ich das niemals machen, obwohl es da ja tatsächlich auch Menschen gibt, die das unterstützen...
    Die gesunde Mischung macht´s, und man sollte sich einfach an den natürlichen Bedürfnissen der Tiere orientieren und den gesunden Menschenverstand einsetzen... Extreme, egal in welcher Richtung, sind in der Regel nie ´ne gute Idee...

    LG seven

    (edit: sorry, dass ich jetzt ein wenig "katzenlastig" geantwortet habe, aber da gibt´s ja im Grunde die gleiche Diskussion )

  4. #3
    Kiwi
    Huhu!

    Ich finde dass du da durchaus zum Teil recht hast. Ernährung wird auch im Tierbereich gerne mal zur Religion gemacht. Bei Menschen habe ich damit weniger zutun, aber da bin ich der Meinung, dass man das Essen genießen sollte. Ich selbst esse unheimlich gerne und durchaus auch mal etwas "ungesundes". Solange das den Speiseplan nicht zum Großteil ausmacht, finde ich das nicht schlimm und man kann es sich durchaus mal gönnen.
    Warum also seinen Tieren nicht auch mal eine kleine Sünde gönnen?

    Was das Thema Barf (oder stinknormale Rofütterung bei Herbivoren) oder selbst kochen angeht, muss man ein Wenig differenzieren. Fertigfutter ist im Grunde wie Fastfood für unsere Tiere. Es ist nicht mehr frisch und hat demensprechend wenig Geschmack, Konsistenz und Form vom ursprünglichen Produkt übrig. Auch hochwertiges Futter kann ich da nicht so 100% rausnehmen, irgendwas ist halt immer drin, was man nicht wirklich braucht.
    Natürlich ist es mit Arbeit verbunden, wenn man die Nahrung für sein Tier zusammenstellen muss. Und auch immer damit, dass man die richtigen Informationen zum Bedarf der Haustiere einholt. Bei einigen ist das mehr bei anderen weniger schwer. Bei Kaninchen und Meerschweinchen ziemlich einfach, wenn man erst mal weiß, was rein muss, bei Hunden etwas schwieriger und bei Katzen regelrecht kompliziert, weil sie sich im Gegensatz zu Hunden nicht an Menschennahrung angepasst haben sondern immer noch idealerweise Mäuse fressen würden. Da es aus verschiedenen Gründen nicht umsetzbar ist, seine Katze nur mit Mäusen zu füttern, muss man diese beim Futter selbst machen mehr oder weniger aus Fleisch, brauchbaren Schlachtabfällen und Natürlichen oder künstlichen Zusätzen "nachbauen".

    Gerade bei Katzen können Fehler zu schweren Folgen führen wie Erkrankungen der Organe oder auch Blasen oder Nierensteine. Eine Überversorgung an Vitamin A kann bei Katzen z.B. Zu einer Vitamin-A-Vergiftung führen, die nicht gerade ungefährlich ist.
    Dabei muss man aber nicht unbedingt immer das Rad neu erfinden. Man kann im Internet jede Menge Rezepte finden, allerdings sollte man so viel Wissen haben, dass man diese auf ihre Tauglichkeit überprüfen kann.

    Ich persönlich habe schon den Anspruch an mich, meine Tiere und mich bestmöglich zu ernähren. Die Umsetzung klappt natürlich nicht immer zu 100% aber der Weg ist ja bekanntlich das Ziel.

    Ansonsten kann ich, was Seven schreibt unterm Strich so unterschreiben. Sich nahezu religiös an eine Überzeugung zu klammern, ohne irgendwie neue Ideen und Konzepte zuzulassen oder auch einfach mal zu "sündigen" ist immer ziemlich doof.
    Hunde vegan oder vegetarisch zu ernähren, finde ich einfach unsinnig, Katzen oder andere reine Carnivoren seine vegane oder vegetarische Lebensweise aufzudrücken, finde ich dagegen schon tierschutzwidrig.

    Ich schätze alles in allem muss man beim Thema Ernährung häufiger mal 5e gerade sein lassen. Da wird jeder seine eigenen Prioritäten setzen und das ist ja auch in Ordnung so. So kaufen die einen lieber Regional, die anderen Bio und wieder andere müssen einfach mehr auf den Preis schauen.

  5. #4
    Michse89
    Wie Kiwi schon sagt, beim barf gibt es mittlerweile Religionen!
    Da zoffen sich die preyer mit den Otto Normal barfer und und und...
    Und auch wenn ich zB in den barf Gruppen lese, muss ich teilweise schmunzeln wenn ich lese wie das Pulver und das Pulver und noch das lebensnotwendige Pulver dazu gegeben wird. Ja was denn nun? Natürlich oder aus Panik das ich was falsch mache mit zig Zusatz Mitteln?

    Ich hatte auch, da gibt es das in den Napf was ich aus den tk Schrank Fische... Ein schnick schnack gibt es bei mir nicht. Ich achte drauf das Abwechslung da ist und auch dieses ausgewogen gegeben wird. Fertig!

    Ich finde es aber auch nicht richtig sich keinen Kopf zu machen und dir billigste Supermarkt dose zu geben. Da kann ich auch gleich die umverpackung geben, hat wohl den gleichen Nährwert.
    Gedanken machen ist gut, und ich finde es auch gut das sich mittlerweile immer mehr Menschen Gedanken machrn und auch Mal die Deklaration durch lesen.
    Aber man kann eben alles übertreiben.

    Man kann ne Wissenschaft draußen

    EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

    Mein Tablett spackt grade rum xD
    Ich hatte soll ich barfe heißen

    Naja kurzum, soll doch jeder füttern wie er will, aber soll mich nicht versuchen zu bekehren

  6. #5
    Kiwi
    Offtopic:

    Ich finde es immer lustig, wenn Leute sich beschweren, dass ihr Hund so schrecklich pupst. Ein Blick auf die Zutatenliste vom Trockenfutter und man sieht Mais unter den ersten fünf Zutaten. Würde ich jeden Tag ne Portion Mais essen, würde ich wohl auch so viel Pupsen

  7. #6
    Bollie
    Ich kann dir nur zustimmen, Fritz - denke ich an unseren ersten Hund und seine Kumpanen, schaue ich heute auch entsetzt auf die Entwicklung.
    Und mache den Mist gleichzeitig mit, weil es meinem Hund einfach mit keiner Ernährung gut geht.
    Wobei ich echt denke, dass dies am Dosenfraß/TroFu liegt - genau wie bei den Menschen, denn nach der Konservengenereation kommt ja nun auch da das ebenso krasse Gegenteil.
    Eine Lösung hab ich noch nicht, aber ich werde sie hoffentlich bald finden für meinen Kleinen.

    Dein thread war und ist dringend notwendig! Danke.

  8. #7
    Mischpacha
    Sicher kann man es übertreiben und es gibt mit Sicherheit Leute, die ihre Tiere als Kinder oder Familienersatz sehen und diese zu sehr vermenschlichen. Meiner Meinung nach ist BARF aber sicher eine sehr gute Möglichkeit Katzen und Hunde zu ernähren, aber man muss nicht päpstlicher als der Papst sein ;-) Vor allem scheinen mir die meisten Zusätze eher dem Grundgedanken des Barfens zu widersprechen und nur Geldmacherei zu sei. Aber wer seinem Hund ein billiges Futter anbietet, das praktisch kaum etwas enthält, was ein Hund braucht und normal fressen würde, ist das mit Sicherheit noch schädlicher. Ich denke ein gesunder Mittelweg wäre die beste Lösung. Aber wie bei vielen Themen (Erziehung und Ausbildung des Hudes wäre z.B. eins davon) kann man da endlos streiten.

  9. #8
    Marrkus
    Ich finde auch, dass es die Barfer teilweise arg übertreiben. Ich würde das allein aus dem Grund schon nicht füttern, weil man mittlerweile gleich an einen fanatischen Spinner von PETA denkt, wenn jemand sagt er barft. Genauso nerven mich diese Zeugen Jehovas-Barfer die einem ständig vom Barfen überzeugen wollen und selber gar nicht merken, dass der Aldi-Trockenfutterhund schon 17 Jahre und kerngesund ist, während ihr eigener Barf-Hund mit 6 schon drei chronische Krankheiten hat.

    Trotzdem hält man weiterhin das Barf Zeugs für die einzig wahre Form der Hundeernährung, alle anderen Leute sind Tierquäler.

  10. #9
    Midoriyuki
    Fanatische Spinner von PETA halten gar keine Tiere, my dear.

    Aber ja, absolut sinnvoll wegen der Meinung anderer Leute nur X anstatt Y zu füttern.
    Spricht sehr dafür, dass man sich richtig gut mit der Materie befasst hat.

    Generell bin ich der Meinung, dass jeder selbst wissen muss was er in seinen Hund stopft.
    Ich habs über Jahre immer wieder mit freundlichem Erklären versucht, bin aber inzwischen so weit, dass es mir einfach egal ist.

    Wer seinen Hund mit Getreide und Geschmacksverstärkern füttern will soll das tun.
    Wenn er das Glück hat, dass der Hund alt wird: Toll.
    Wenn nicht: Pech.

    Mein Hund bekommt alles was ich als sinnvoll erachte und ich mir durch Fakten (ja, die gibt es durchaus) untermauert erklären kann warum dies das oder jenes sinnvoll ist.
    Simpel zusammengefasst: Hauptsächlich abwechslungsreiches Fleisch und dann einfach alles drum herum. Das kann auch mal n Pott Nudeln sein.
    Aber als physiologisch super wertvoll und notwendig betrachte ich das noch lange nicht.

    Nicht-Barfer sind Tierquäler: Nö.
    Aber Menschen, die aus purer Sturheit und ohne wirkliches Wissen geschweige denn offensichtlichem Interesse an einer vernünftigen Diskussion von "fanatischen Spinner" und "Zeugen Jehova-Barfern" sprechen und aus Trotz das Gegenteil füttern sind sehr infantil.

    Mir passen Menschen auch nicht, die ohne Rücksicht auf Verluste überzeugen wollen, aber das geht in beide Richtungen.

  11. #10
    Kiwi
    Marrkus, willst du damit sagen, dass du findest, man sollte einem Hund, der chronische Erkrankungen hat, Aldifutter geben, damit es ihm besser geht?

  12. #11
    seven
    Marrkus, Deine Ansichten sind aber schon ein bisschen verquer, oder?

    Ein Raucher kann auch 100 Jahre alt werden, während ein Nichtraucher mit 45 an Lungenkrebs stirbt. Was sind denn das für Argumente?

    Ich finde, in diesem Thread wurde bisher sehr schön deutlich, dass man es in alle Richtungen übertreiben kann.
    Fanatismus ist nie gut, egal in welche Richtung.
    Es klang hier doch schon sehr gut an, dass die gesunde Mischung und der gesunde Menschenverstand einen guten Weg ausmacht.
    Man muss weder Hardcore-Barfer sein noch Hardcore-Billigverfütterer - es gibt doch auch einen Mittelweg, oder?
    So wie es Mido z. B. beschreibt...

    LG seven

  13. #12
    Sini
    Marrkus schreibt doch immer ziemlich verquer...

    Trotzdem kann ich einen Einwand diesmal nachvollziehen. Ich finde es interessant, dass bei verschiedenen Trends in der Ernährung immer darauf beharrt wird, wie ungesund und lebensverkürzend die jeweils verpönte Nahrung sei und wie unheimlich gesund dagegen der jeweilige Trend ist. Egal ob es um Barf, Anti-Trockenfutter oder beispielsweise low carb beim Menschen geht.

    Trotzdem beruhen solche Aussagen eher auf Meinungen und Gefühlen anstatt auf Fakten. Denn tatsächlich haben ettliche Hunde Frolic gesund überstanden, sind genug Katzen auch mit Whiskas alt geworden und gibt es auch viele alte Menschen die schon immer Marmeladenbrote zum Frühstück und abends ihr Wurstbrot gegessen haben, mittags eine Sättungsbeilage, ebenfalls mit vielen KH.

    Wogegen man bei den jeweiligen Trends ja noch gar nicht sagen kann, welche Langzeitfolgen diese Ernährungsvorgaben haben. Ob Katze und Hund jetzt gesünder bleiben und älter werden weil ich ihnen das teuerste Dosenfutter gebe, die beliebtesten Barf-Rezepte nachbastle? Und welche Auswirkung hat es auf den menschlichen Körper wenn er über Wochen oder Jahre in Ketogenese gehalten wird?
    Geändert von Sini (10.12.2016 um 16:10 Uhr)

  14. #13
    Michse89
    Barfer sind peta Anhänger? Das peta auf vegane Kost drängt hast beim Überfliegen für deine Argumentation aber überlesen

  15. #14
    Schnitzi
    Offtopic:

    Zitat Zitat von Midoriyuki Beitrag anzeigen
    Fanatische Spinner von PETA halten gar keine Tiere, my dear.
    Jetzt bleibt mir nur noch die Frage ob ich nun kein fanatischer Spinner bin oder doch nichts mit PETA am Hut habe... ... ...

  16. #15
    Midoriyuki
    Naja, die konsequente Umsetzung der Leitgedanken sagt durchaus aus, dass die Haltung von Tieren per se abzulehnen ist.

    Bin jetzt davon ausgegangen, dass Marrkus auf eben diese "Fanatiker" abzielte

    Gesendet von meinem RAINBOW 4G mit Tapatalk

  17. #16
    Schnitzi
    Offtopic:

    Stimmt schon, allerdings brauchen Tiere in Not halt trotzdem ein Heim und haben das Memo nicht bekommen

    Gewöhnungsbedürftige Menschen gibt es ja überall. Manche behaupten, dass man montags zu lange in der Kälte stehen müsse wenn man zum Tierarzt gehen würde, andere leben vegan und wieder andere tun noch verquerere Dinge

  18. #17
    Hexe76
    Ich hab hier in Irland durchweg das Gegenteil von gut. Hunde bekommen was abfällt vom Tisch (irische Hunde haben keine Ahnung was sie mit einer Hühnerkeule anstellen sollen - mehrfach versucht...) und Katzen kriegen Trockenfutter oder Brot eingeweicht in Milch als Snack zwischendurch oder halt gar nichts. Sollen Mäuse fangen.
    Ich spreche mittlerweile sogar Leute im Supermarkt an, wenn ich sehe wie sie vorm Katzenfutter stehen, die Tüte Whiskas-Trockenfutter in der einen Hand und die Tüte Billig-Trockenfutter in der anderen....
    Ich versuche es bei meinen Tierchen besser zu machen und rede mit den Menschen, die bereit sind zuzuhören (was nicht viele sind).
    Extreme gibt es überall. In alle Richtungen.
    Für mich wäre ausschliessliches barfen nichts. Schon allein wegen der stattlichen Anzahl meiner Tierchen. (Und bestehender Dyskalkulie )
    Aber ich hab keine Probleme damit, sie alle so abwechslungsreich wie möglich zu ernähren.

  19. #18
    Marrkus
    @Michse89:
    Ne, ne Peta drängt darauf Schlachtabfälle aus Öko-Tierhaltung zu verfüttern. Soweit geht das bei vielen Barfern ja schon. Die Kinder kriegen Ravioli und der Hund Bio Lamm aus Neuseeland...

  20. #19
    Kiwi
    Natürlich kann ein Hund auch mit Trockenfutter vom Aldi alt werden, aber wie Seven so schön als Vergleich heranzog, es gibt auch Menschen, die ihr Leben lang rauchen und trotzdem alt werden.
    Man pokert eben mit dem Leben von seinem Tier wenn man sich nicht mit seinen ernährungstechnischen Grundbedürfnissen auseinandersetzt und einfach das reinkippt, was einem die Werbung empfiehlt. Hunde und Katzen sind nicht mehr nur Nutztiere sondern vollwertige Familienmitglieder und dementsprechend findet ein Umdenken statt. Natürlich gehört da auch dazu, dass man das Leben seines Tieres nicht unnötig verkürzt, indem man ihm minderwertiges Futter gibt.
    Für welche Art des Fütterns man sich im Endeffekt entscheidet, steht jedem selbst frei, man sollte sich aber einfach im Klaren sein, was man da ins Tier stopft und welche Folgen das eventuell haben kann.
    Das Argument "Der Hund/Die Katze von meiner Oma hat immer nur Aldifutter bekommen und ist 20 Jahre alt geworden!!!" Ist hier einfach zu schwach.

    EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

    Zitat Zitat von Marrkus Beitrag anzeigen
    @Michse89:
    Ne, ne Peta drängt darauf Schlachtabfälle aus Öko-Tierhaltung zu verfüttern. Soweit geht das bei vielen Barfern ja schon. Die Kinder kriegen Ravioli und der Hund Bio Lamm aus Neuseeland...
    Wenn das wirklich jemand macht, ist das natürlich ziemlich bescheuert. Aber da alle über einen Kamm scheren macht genau so wenig Sinn. Ich persönlich kenne niemanden, der das so handhabt. Du?

  21. #20
    Michse89
    http://*********.de/vegetarischehund...n#.WE1NO8Yxm2c

    Ne da steht nichts zu Reste von Öko Tieren... Sondern das jedes Tier ohne Fleisch klar kommt

    Und joar, ich pfeif mir auch mit Männe Mal ne Pizza rein und unser Hund bekommt Ziegen oder Lamm Fleisch. Ja und? Soll ich ihm jetzt auch junkfood vor de Nase setzen (was er ohne zu zögern inhalieren würde) damit wir Menschen uns nicht schlecht fühlen?
    Ich kann selber entscheiden was ich esse und bin mir dessen auch bewusst. Diese Entscheidungsmöglichkeiten haben meine Tiere nicht.

  22. #21
    Hackelberry
    Aus meiner Sicht ist das übertrieben. Früher zu Uromas Zeiten haben Hunde die Reste vom Mittagessen beommen und sind auch nicht daran gestorben sondern gesund und munter alt geworden. Bedenklicher finde ich dann eher, wenn man als Laie mit Barfen anfängt und der Hund dann irgendwelche Mängel bekommt weil man aus Unwissenheit was falsch gemacht hat. Da ist der Hund dann mit gutem Fertigfutter wesentlich gesünder ernährt. Mein Hund hat 7 Jahre auf der Straße gelebt und sich notgedrungen von Biomüll und was so zu klauen war ernährt. Ich stimme einigen anderen hier zu, das Übertreiben und der Fanatismus ist das Problem. Würde ich meinen Hund barfen wäre er entweder krank oder tot, weil er Barf partu nicht anrührt. Selbst nach 3 Tagen hungern, weil ich dachte spätestens wenn er Hunger hat frisst er es, keine Chance. Er ist nicht wählerisch was Fressen angeht, aber mit Barf kann er offenbar einfach nichts anfangen.

    Lieben Gruß, Hackelberry.

  23. #22
    *Mischling*
    Zu Uromas Zeiten wurde der Hund auch erschossen, wenn er nichts mehr getaugt hat oder krank war.
    Das Argument, dass es früher oder immer so gemacht wurde, zählt für mich daher nicht.

    Man kann es allerdings übertreiben, da kann ich mich einigen hier nur anschließen. Und das gilt nunmal für beide Richtungen.
    Auch schließe ich mich an, dass man lieber Fertigfutter füttern sollte, eher man halbherzig barft. Zumal ich nicht glaube, dass eine einigermaßen ausgewogene Ernährung mit Fertigfutter oder Barf irgendetwas an der Lebenserwartung des Hundes ändert. Achtet man drauf, was der Hund bekommt, dürfte die Art des Futters kaum einen Unterschied machen.

  24. #23
    Ina4482
    Offtopic:

    Zitat Zitat von Midoriyuki Beitrag anzeigen
    Fanatische Spinner von PETA halten gar keine Tiere, my dear.
    Antispeziesismus schimpft sich das, falls es noch jemanden weitergehend interessiert.


    Ich persönlich bin vom Barfen (bei unseren Katzen) absolut überzeugt. Man kann das allerdings auch tun, ohne eine Religion daraus zu machen und ohne jede Portion grammweise abzuwiegen und ohne zu jeder Mahlzeit ein eigenes Menü zu kreieren.
    Die Erfahrung beläuft sich auf 3 Jahre und 3 Monate und ich habe seit Beginn des Barfens keine Erkrankung mehr im Rudel gehabt, also keine Erkältung, keine beginnende Nieren- oder Harnwegserkrankung, keinen Durchfall oder sonst was. Die Blutwerte sind immer top, wenn wir mit einer Katze beim TA sind, da ich das bei Gelegenheit immer mal checken lasse. Ganz so verkehrt kann es also nicht sein.

  25. #24
    Sini
    Zitat Zitat von Ina4482 Beitrag anzeigen
    Die Erfahrung beläuft sich auf 3 Jahre und 3 Monate und ich habe seit Beginn des Barfens keine Erkrankung mehr im Rudel gehabt, also keine Erkältung, keine beginnende Nieren- oder Harnwegserkrankung, keinen Durchfall oder sonst was. Die Blutwerte sind immer top, wenn wir mit einer Katze beim TA sind, da ich das bei Gelegenheit immer mal checken lasse. Ganz so verkehrt kann es also nicht sein.
    Du wirst aber bei ziemlich jeder Ernährungsform Halter finden deren Katzen die letzten drei Jahre auch kerngesund waren.
    Genau so wirst du Halter von gebarften Katzen finden deren Katzen in den letzten drei Jahren auch krank geworden sind.

  26. #25
    Kompassqualle
    Aus meiner Sicht ist das übertrieben. Früher zu Uromas Zeiten haben Hunde die Reste vom Mittagessen beommen und sind auch nicht daran gestorben sondern gesund und munter alt geworden. Bedenklicher finde ich dann eher, wenn man als Laie mit Barfen anfängt und der Hund dann irgendwelche Mängel bekommt weil man aus Unwissenheit was falsch gemacht hat.
    Bei der Resteernährung zu Uromas Zeiten hat sich sicher niemand dafür interessiert, ob die Reste auch für den Hund geeignet waren, oder ob der Hund irgendwelche Mängel bekommt, wenn wochenlang nur trockene Brotränder und Gemüseabfälle in seinem Napf waren. Von daher widerspricht sich die Aussage, dass Hunde zu Uromas Zeiten mit Essenesresten 'gesund und munter alt geworden sind' mit der Aussage dass man dem Hund als "Laie" mit dem Barfen durchaus schaden könnte.

    Ich selbst habe meinen Hund sehr lange gebarft (ich glaube etwa rund 8 Jahre lang) und wenn man sich in das Wichtigste eingelesen hat ist es sicher keine Wissenschaft, man hat das einfach irgendwann im Gefühl.

    Barfen ist einfach, es schmeckt den meisten Hunden ausgezeichnet, es ist gesunde Hundeernährung, es ist eine sinnvolle Resteverwertung, es ist umweltschonend und es ist preislich gesehen nicht mal sonderlich teuer (sicher günstiger als gutes Dosenfutter).
    Angesichts dieser Punkte kann ich nicht ganz nachvollziehen warum man Barfen an sich als übertrieben empfinden sollte. Bloß, weil man unter Barfern auch Hard-Liner findet, die gleich allen Menschen Vorwürfe machen die selbst nicht barfen, ist doch die Ernährungsform mit Rohfleisch selbst deswegen nicht schlecht.

    Ich persönlich bin immer ein lockerer Barfer gewesen, Portionen hab ich nach Gefühl zusammengestellt und als Leckerchen gab es auch durchaus mal die billigsten Frolics aus dem Supermarkt, weil mein Hund die so gerne mochte. Da war ich immer entspannt, solange der Hund alles verträgt finde ich es darf als Leckerchen auch mal ungesunder Fertigkram sein, schließlich gab es durch das Barfen gesunde Hauptmahlzeiten und ich selber esse ja auch nicht immer nur gesund

    Auch wenn ich selbst überzeugter Barfer bin und sicher auch meinen zukünftigen Hund barfen werde möchte ich übrigens dennoch nicht als übertreibender Fanatiker bezeichnet werden, ich werde ja auch niemanden der Fertigfutter gibt als industrie-verblendet und gleichgültig bezeichnen. Von daher denke ich viel weniger als das was im Napf ist macht einen die Wortwohl drumherum zum 'Fanatiker'.

  27. #26
    Ina4482
    Zitat Zitat von Sini Beitrag anzeigen
    Du wirst aber bei ziemlich jeder Ernährungsform Halter finden deren Katzen die letzten drei Jahre auch kerngesund waren.
    Genau so wirst du Halter von gebarften Katzen finden deren Katzen in den letzten drei Jahren auch krank geworden sind.
    Völlig richtig. Aber im Vergleich zu vorher, war es bei meiner Bande halt ein Unterschied. Sonst war immer mal einer verschnupft oder es gab Verdauungsprobleme oder tatsächlich sogar Unverträglichkeiten mit Hausausschlägen. Dann beziehen wir das Beispiel mal nur auf meine 9 .

Diskussion zum Thema Gesund Ernährung oder krankhafte Übertreibung ? im Forum Hunde Ernährung bzw. Hauptforum Hunde Forum:
...

Ähnliche Themen Gesund Ernährung oder krankhafte Übertreibung ? Gesund Ernährung oder krankhafte Übertreibung ?

  1. Altdeutscher Mops - gesund oder nur Geldmacherei?
    Von tierfan_96 im Forum Hunderassen
    Antworten: 9
    Letzter Beitrag: 09.11.2014, 10:05
  2. Zähne - gesund oder zu lang
    Von Assindia im Forum Kaninchen Gesundheit
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 24.07.2014, 20:30
  3. Erdnussschalen: Gesund oder nicht gut??
    Von Lizzy2000 im Forum Hamster Ernährung
    Antworten: 13
    Letzter Beitrag: 28.12.2013, 15:30
  4. Traubenkernmehl? Giftig oder gesund?
    Von ZwanzigAugen im Forum Hunde Ernährung
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 19.08.2010, 09:20
  5. Krankhafte Scheue
    Von *Katha* im Forum Meerschweinchen Gesundheit
    Antworten: 10
    Letzter Beitrag: 18.05.2008, 19:40