Hund bellt, wenn er alleine ist



  1. #1
    Pelzpopo

    Hund bellt, wenn er alleine ist


    Huhu

    Ich hatte schon einmal das Problem, dass mein Hund gebellt hat, sobald ich das Haus verlassen habe. Ich dachte, das hätte sich mittlerweile erledigt, aber von den Nachbarn erfahre ich jetzt wieder öfter, dass er mitunter ganz schön laut ist.
    Das Problem dabei ist, dass er erst nach etwa einer halben bis einer Stunde zu bellen anfängt, aber wieder aufgehört hat, wenn ich wiederkomme. Ich weiß also selber nicht, wann der Hund gebellt hat und erfahre das nur im Nachhinein von Nachbarn.
    Der Kleine ist nie länger als drei Stunden alleine und das auch nur einmal in der Woche. Ansonsten mal eine halbe Stunde zwischendurch, aber das klappt zumindest ganz gut.
    Vorher hat es immer ganz gut geklappt, wenn ich so getan habe, als müsste ich nur mal eben einkaufen gehen. Wenn der Hund sieht, dass ich meinen Einkaufskorb mitnehme, weiß er wohl, dass ich nicht lange wegbleiben werde und bellt dann auch nicht - Selbst wenn ich dann doch länger als eine halbe Stunde wegbleibe.
    Mir ist aufgefallen, dass er wohl immer dann bellt, wenn ich mit Besuch das Haus verlasse. Anfangs klappte es ganz gut, wenn der Besuch dann vor mir das Haus verlassen hat und ich eine Minute später mit dem Einkaufskorb raus gegangen bin. Mittlerweile versteht er aber wohl, dass ich mit dem Besuch weggehe und gerade dann bellt er.
    Ich ziehe bald um und habe die Befürchtung, dass er in der neuen Umgebung erst recht loslegt. Ich weiß auch gar nicht, wie ich darauf reagieren soll, wenn ich selbst vom Bellen nichts mitbekomme, nach Hause komme und nicht weiß, ob er lieb war oder nicht.
    Wie gesagt, wenn er kurz alleine ist, dann klappt das. Eben immer dann, wenn er weiß, ich bin alleine weg und ich komme relativ zügig wieder.
    Ich muss dazu noch sagen, dass mein Hund und ich eine sehr innige Bindung haben. Ich habe ihn quasi als Therapiehund angeschafft, als meinen treuen Begleiter und auch ich finde es furchtbar, von ihm getrennt zu sein. Trotzdem versuche ich, kein Drama daraus zu machen, wenn ich weggehe und verhalte mich, als würde ich nur das Zimmer verlassen. Auch die Begrüßung fällt von meiner Seite aus nicht stürmisch aus.
    Und vielleicht ist es noch erwähnenswert, dass der Hund nie ganz alleine ist, sondern auch meine Katzen und Kaninchen in der Wohnung sind.

    Ich hoffe, das ist nicht zu viel Text und jemand hat einen guten Tipp für mich



  2. #2
    HoundMan
    Ich denke hier liegt die Ursache auf der Hand, fühlt sich einsam, Katze und Kaninchen sind halt kein Ersatz für ihn.
    Die einfachste Lösung ist immer ein Artgenosse in meinen Augen.

    LG HM

  3. #3
    A-Fritz
    Hallo,
    wenn der Hund bellt, sollte man ergründen was der Auslöser ist.

    Fühlt der Hund sich allein gelassen, kann man in kleinen Schritten die Zeit langsam verlängern, die der Hund alleine bleibt,
    vielleicht kann auch helfen, wenn der Hund irgendwo extra abgesperrt wird, mein Hund ist in der Box im Auto am ruhigsten.

    Wird das Bellen durch irgendwelche Störungen ausgelöst , sollte man genau die Ursache feststellen, so kann man,
    durch ein Training versuchen den Hund an diese Störungen zu gewöhnen, bis die Aufregung nachlest und ohne Bellen ertragen wird.

    Welche Schritte im speziellen Fall erfolgreich sind und wie lange es dauert,
    ist bei jedem Hund unterschiedlich, es gibt kein allgemeines Vorgehen für alle Hunde.
    Ob der Hund müde und satt sein sollte, oder er beim alleine sein erst Futter bekommt, muß man probieren.
    Ich habe meinem Hund z.B. überall T-Futter versteckt, damit er abgelenkt ist, wen ich fortgehe.
    Die Möglichkeiten sind vielfältig, hier ist auch Fantasie gefragt.

    Fritz.

  4. #4
    Kiwi
    Zitat Zitat von HoundMan Beitrag anzeigen
    Ich denke hier liegt die Ursache auf der Hand, fühlt sich einsam, Katze und Kaninchen sind halt kein Ersatz für ihn.
    Die einfachste Lösung ist immer ein Artgenosse in meinen Augen.

    LG HM
    Gute Idee, dann bellen 2 Hunde

    EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

    So sorry, noch etwas konstruktives:
    Wenn das Training mit dem Einkaufskorb gut funktioniert hat, damit ihm das Alleinbleiben leichter fällt, dann mach das selbe Spiel noch mal mit Besuch.
    Aber ich würde wohl noch eine Kamera aufstellen um zu sehen, ob er wirklich entspannt ist. Er muss ja nicht lärmen um immer noch Stress zu haben. Und du müsstest so lange mit verschiedenen Rausgeh-Situationen üben, bis er bei jeder einzelnen stressfrei zuhause bleiben kann.

  5. #5
    Bollie
    Da hilft nur striktes training. Sprich: Du musst dich im Treppenhaus postieren, bis dein Hund zu bellen beginnt.
    Rein, Hund zurechtweisen, auf seinen Platz schicken, gehen.
    Und dann wieder warten - und ggf das Gleiche nochmal.
    Und nochmal und nochmal und.....
    Bis es ihm klar ist.

  6. #6
    Midoriyuki
    Falsch. Man geht rein BEVOR der Hund bellt.
    Sonst ist er nur still hat aber weiter Angst.

  7. #7
    Chat_Sauvage
    So, dann möchte ich auch noch was dazu sagen.

    Zweiter Hund, draußen positionieren und zurecht weisen bei bellen....wow, das sind für mich einfach absolut keine kompetenten Ratschläge und Tipps.

    Wie genau habt ihr denn das Alleine sein aufgebaut? Was ist der Hund für eine Rasse und wie alt ist er?

    Das Alleine bleiben sollte in ganz ganz kleinen Schritten aufgebaut und dann gesteigert werden. Sprich, man wechselt erst mal die Räume ohne Hund etc., bis ihn so etwas gar nicht mehr stresst. Dieses bellen, teils Zerstören oder auch urinieren/koten beim Alleine bleiben sind im Normalfall nämlich genau das. Purer Stress inkl. Verlustängste und kein Protest, wie der Mensch es gerne nennt. Wozu also den Hund maßregeln, dafür dass er Panik hat, sein 'Rudel' geht ihm abhanden? In meinen Augen völliger Quatsch.

    Dem Hund muss langsam gezeigt werden, dass alleine sein total okay ist. Bei einigen wird das nie 100%, aber man kann bestimmt eine Besserung erzielen. Jedenfalls steigert man das Ganze in 'mal kurz vor die Tür' oder 'mal kurz den Müll rausbringen' zu 10, 20, 30 min usw. Vor allem bei sehr sensiblen Hunden sind diese winzigen Schritte einfach wichtig. Sollte der Hund während des Trainings bellen oder jaulen, wartest du, bis es kurz still ist und gehst erst dann wieder zu ihm zurück. Meine Hunde wurden im Training beim zurück kommen immer ignoriert. Das nach Hause kommen soll für sie allgemein nichts Aufregendes / Spektakuläres sein, sondern völlig normal.

    Da bei uns dieses Thema auch lange an oberster Stelle stand, hier mal die Dinge, die uns beim alleine bleiben geholfen haben:

    - Kamera aufstellen, um erst mal zu sehen, wie gestresst sich der Hund tatsächlich verhält
    - Begrenzter Raum. Sprich Hund kann nicht mehr in den Flur und in andere Teile des Hauses, sondern ist ausschließlich im Wohnzimmer
    - Radio /Fernseher anlassen
    - Jalousien runterlassen, um Außenreize abzuschotten, die m. u. auch zum Bellen animieren
    - Etwas zum Kauen geben
    - Beim nach Hause kommen nicht begrüßen
    - Vor dem alleine bleiben ruhiger, etwas ausgedehnter Spaziergang mit etwas Kopfarbeit

    Dass ein zweiter Hund irgendetwas an diesem Problem löst, stimmt leider nicht. Im Endeffekt hat man dann einen Hund, der immer noch bellt und einen, der super alleine bleibt...oder aber im worst case zwei Hunde, die leiden. Der Hund vermisst seine Bezugsperson, daran ändert auch ein Hundekumpel nichts. Sehe ich bei unseren zweien mehr als gut

  8. #8
    Pelzpopo
    Tut mir leid, dass ich erst jetzt wieder antworte...

    Ich versuche, das alles mal ausführlicher zu erklären:
    Mein Hund ist fast zwei Jahre alt und ein Terrier-Mix. Das Alleinsein habe ich mit ihm von Anfang an in kleinen Schritten geübt, aber er fing dann irgendwann trotzdem mit dem Bellen an. Dann hatte ich auch den Tipp bekommen, dass ich vor der Tür darauf warten soll, bis er bellt und dann darauf reagieren sollte. Damit hat das alles tatsächlich vorerst geklappt. Seit ein paar Monaten bellt er aber nun wieder. Darauf kann ich nicht reagieren, weil er nicht unmittelbar nach dem ich weggehe mit dem Bellen anfängt.
    Wenn er weiß, dass ich nur einkaufen gehe, ist er in der Regel ruhig. Merkt er allerdings, dass ich länger wegbleiben werde oder mit Besuch das Haus verlasse, dann legt der Kleine los. Ich hatte auch in diesen Fällen immer versucht, ihm vorzugaukeln, dass ich nur einkaufen gehe, aber der Hund weiß mittlerweile schon was Sache ist. Er ist einmal in der Woche 2-3 Stunden alleine - das ist dann der Tag, an dem er bellt. Ansonsten kommt nur ein- bis zwei mal in der Woche ein Alleinbleiben von unter einer halben Stunde hinzu - das klappt.
    Ich kann mir auch gut vorstellen, dass die Dynamik zwischen mir und meinem Hund eine sehr große Rolle spielt. Ich habe den Hund bekommen, als ich an einem Tiefpunkt war und ihn quasi als meinen Lebensretter angesehen, der mir wieder Lebensmut gegeben hat. Der Hund liegt 24 Stunden neben mir und man merkt ihm an, dass er Verantwortung für mich übernehmen will. Er hat mich von klein auf verletzt und traurig erlebt. Natürlich war ich zu ihm immer gut - er ist mein Sonnenschein. Aber ich denke, dass er immer noch meint, ich könnte ohne ihn nicht klar kommen.
    Wenn ich außer Haus war und wieder zur Tür hineinkomme, dann ignoriere ich ihn erst einmal, ziehe Schuhe und Mantel aus, usw. Aber er krabbelt mir auf den Arm und knutscht mich -unübertrieben- eine halbe Stunde ab. Vielleicht spürt der Kleine auch, dass ich selbst traurig bin, ohne ihn gehen zu müssen. Aber das zeige ich ihm nicht offensichtlich.

  9. #9
    Hundefreundin1988
    Also ich finde die Tipps von Cat_Sauvage super!

    So ähnlich mache ich das bei meinen Hunden auch. Bevor ich länger weg bleibe bekommen sie noch Kopfarbeit (Suchspiele, Apportierspiele, Tricks etc.) und dann oftmals auch noch was zum Kauen (z.B. Rinderkopfhaut). Die fressen dann den Snack und sind dann ausgelastet und satt und bleiben friedlich bis ich wieder nach Hause komme. Gerade ein Terrier benötigt ja wirklich viel Kopfarbeit und will gefordert werden. Probier doch das mal aus. Eventuell hilft das ja :-)

    LG

  10. #10
    Pelzpopo
    An sich ist das eine gute Idee, allerdings habe ich das auch schon versucht. Sogar richtig lange Spaziergänge inklusive toben mit anderen Hunden lasten den kleinen Mann nicht aus :-/ Er hat einfach sooooo viel Power, dass ich mich selbst immer noch und immer wieder darüber wundere. Vielleicht sollte ich mir mal ein besonders tolles Spielzeug für ihn anschaffen, welches er nur bekommt, bevor ich weggehe. Vielleicht klappt das ja. Dann verbindet er vielleicht mein Weggehen nicht nur als negativ, sondern kann auch etwas Positives darin sehen. Leider überleben die Spielzeuge in der Regel nicht mal ne Stunde, werden direkt zerpflückt. Aber irgend eine Lösung wird es sicher geben - es kann ja nicht sein, dass mein sonst so toller Hund da ein hoffnungsloser Fall bleibt. Ich gebe nicht auf, bis er wirklich dauerhaft Ruhe gibt :-)

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