Pferd legt sich in den zügel-was tun?



  1. #1
    Ivy-maire1

    Pferd legt sich in den zügel-was tun?


    Hallöchen,

    ich wende mich mit einem problem an euch, das mich echt fertig macht.

    zur vorgeschichte: ich reite seit jetzt 12 jahren (dazwischen immer wieder pausen), seit 4 jahren bin ich in diesem einem reitstall.

    nun musste ich ein jahr pausieren (ja, mit einer kaputten kniescheibe reitet es sich nicht so gut...)

    die reitschüler bekommen mehr oder weniger ein einzelnes pferd zugeteil dass sie immer reiten. das wird eigentlich nach können des reiters gemacht.

    mein letztes pferd wurde leider während meiner pause verkauft, nun habe ich ein neues zugeteilt bekommen...

    und hier fangen die probleme an.

    der ca 6 jahre alte Isländer-wallach krapi ist so ein stures vieh, dagegen sind schafe und ziegen gar nichts...

    von der weide runter ist regelmäßig ein trauerspiel (weil ich ihn einfach nicht eingefangen bekomme!)
    auf die weide rauf kann ich nur mit zaumzeug führen, mit einem halfter würde der mich ungesehen hinter sich her zerren...

    hufe auskratzen ist auch so ne sache. er lehnt sich ständig gegen mich...

    beim satteln hält er nicht still...

    und das reiten... naja...

    eine rakete ist nix gegen dieses pferd... sobald er kann startet der durch dass ich fast rückwärts absteige.

    außerdem wirft er ständig den kopf hin und her.

    im gelände ist es besonders schlimm, da ist sein trab und tölt schon so schnell dass er fast alle pferde überholen würde.

    wenn er das nicht darf legt er sich sofort extrem in den zügel. dann darf ich 2 stunden lang das gewicht seines dickkopfes halten.

    auf dauer machen das meine armmuskeln logischerweise nicht mit...

    sobald ich den zügel ein bisschen lockere rennt er wieder los.

    an gallopp ist mit ihm nicht zu denken, da ist er nicht mehr lenkbar, weder in richtung noch geschwindigkeit. dann gibts nur noch renngallopp geradeaus...

    in der bahn ist er genauso anstrengend, liegt im zügel oder spielt rennpferdchen.

    ach ja, in der bahn zwickt er das vorderpferd auch noch ins hinterteil sobald er nah genug rankommt....

    ein anderes pferd will ich mir aber eigentlich nicht geben lassen, eher mit ihm arbeiten.

    ich dachte schon daran ihn zu mieten (also dass nur ich ihn reiten kann) und dann täglich mit ihm zu arbeiten.

    aber was kann ich denn alles mit ihm machen?

    SO ein patent ist mir in 12 jahren reiten nicht untergekommen.

    sogar das zureiten eines jungpferdes war leichter dagegen.

    habt ihr eine idee?


  2. #2
    Ronja11
    So, einmal Ziegen sind kein bisschen stur!
    Dann, er ist erst 6 Jahre alt. Er ist gerade mal reif fürs Reiten. Ich denke, er ist noch nicht richtig ausgebildet - wäre auch richtig, ein Isi mit 6 Jahren. Das hat nichts mit Sturheit zu tun, sondern mit Unerfahrenheit, mangelndes Gleichgewicht. Das auf den Zügel legen kommt daher, wenn er noch auf der Vorhand latscht, er muss lernen, dass Gewicht von hinten auf zu nehmen. Wichtig, richtiges Treiben, viele Wendungen reiten, Stangenarbeit bringen auch einen Isi auf die Hinterhand.

  3. #3
    Silberfeder
    Hallo!

    Ich schließe mich Ronja an, außerdem:
    Das sonstige Verhalten (biestig, unwillig) könnte auf Missmut oder Schmerzen hinweisen. Häufig haben Pferde in einem Reitstall nicht unbedingt die beste Versorgung und Ausrüstung.
    Mitunter könnte der Sattel unpassend sein, oder die Zähne tun ihm weh.

    Gegen das in den Zügel legen hilft nur vernünftig vorwärts reiten, sodass er sich garnicht reinlegen kann. Ihn einfach am langen Zügel latschen zu lassen verhindert das legen auf den Zügel, mitunter dehnt er sich aber v/a und wölbt den Rücken auf.
    Dazu schreiben aber die anderen gerne noch mehr!

    Liebe Grüße
    Feder

  4. #4
    ShiGi
    Ich finde es eigentlich unverantwortlich einem Reitschüler ein solches Pferd zuzuteilen. Unverantwortlich gegenüber dem Reitschüler und dem Pferd.
    Er gehört eigentlich zu einem Profi, der ihn ordentlich ausbildet. Mal ganz abgesehen davon, dass er m.E. noch viel zu jung ist, um im Schulbetrieb zu laufen.

    Das hört sich so an, als hätte er überhaupt kein Vertrauen zum Menschen, weder am Boden, noch im Sattel.
    Er muss zuerst Vertrauen zu dir fassen. Beschäftige dich viel mit ihm, putze ihn ausgiebig, führe ihn spazieren, mache einfache Bodenarbeit. Versuche dabei immer ruhig aber konsequent zu sein. Du musst ihm vermitteln, dass er sich bei dir wohl fühlen kann und er bei dir sicher ist.

    Reiten würde ich mit ihm eigentlich überhaupt noch nicht, aber dafür bezahlst du ja, also willst du wohl kaum darauf verzichten.
    Wenn du ihn reitest, dann wenn möglich erstmal nur im Schritt mit relativ langen Zügeln. Viel Biegung und Stellung auf großen Kreisen. Er soll Vertrauen zum Reiter fassen - auch zur Reiterhand.
    Du kannst auch Paraden üben. Wichtig ist nur, dass du möglichst wenig mit der Hand machst. Wenn er 10 halbe Paraden braucht, bis er steht, ist das auch in Ordnung, hauptsache er verspannt sich dabei nicht.
    Wenn er im Schritt gut läuft kannst du auch mal traben. Ebenfalls im möglichst ruhigen Tempo (aber trotzdem die Hinterhand vortreiben), schön v/a.

    Was nun nicht so ganz rausgekommen ist: Bekommst du Unterricht oder nur das Pferd? Wenn du Unterricht bekommst, was sagt dein RL dazu?

    Du hast auch das "Mieten" angesprochen. Ich bin eigentlich kein Fan von vermieteten Pferden, aber wenn dann nur noch du in Reiten würdest, wäre das für euch wahrscheinlich sinnvoll. Denn ansonsten besteht die Gefahr, dass einzelne Reiter "gegeneinander" arbeiten.
    Allerdings musst dir klar sein, dass du mit diesem Pferd nochmal ganz von vorne anfangen musst bzw. es noch schwerer hast als wenn du von vorne anfangen müsstest, denn er hat nicht das Vertrauen zum Menschen, das junge Pferde normalerweise haben.


    Übrigends Feder, du hast dich wahrscheinlich nur etwas unglücklich ausgedrückt, aber ich will das trotzdem nicht so stehen lassen: Wenn man ein Pferd am langen Zügel einfach latschen lässt, kann es sich zwar nicht mehr auf den Zügel legen (logisch, der ist zu lang), aber daraus entsteht kein richtiges v/a. Zum v/a reiten, muss das Pferd mit der Hinterhand aktiv sein, was sie ganz sicher nicht ist, wenn das Pferd herumlatscht

  5. #5
    Ronja11
    Das Gleiche habe ich auch gedacht. Ein 6 jähriges Pony als Schulpferd.

  6. #6
    Skuld
    Dem schließe ich mich an...der kleine brauch noch ne Menge an Erfahrung, und das von Profis und nicht von Reitschülern! Ich kann dir nur empfehlen, fang an mit ihm zu Arbeiten und zwar vom Boden aus an...geh einfach ein wenig früher zu deiner Reitstunde und verbring etwas mehr Zeit mit dem Isi, lobe ihn, schon für die kleinsten Erfolge (zBsp. wenn er auf der Weide einen Schritt auf dich zu geht)...
    ...Motiviere ihn, wenn möglich!

  7. #7
    Silberfeder
    Zitat Zitat von ShiGi Beitrag anzeigen
    Übrigends Feder, du hast dich wahrscheinlich nur etwas unglücklich ausgedrückt, aber ich will das trotzdem nicht so stehen lassen: Wenn man ein Pferd am langen Zügel einfach latschen lässt, kann es sich zwar nicht mehr auf den Zügel legen (logisch, der ist zu lang), aber daraus entsteht kein richtiges v/a. Zum v/a reiten, muss das Pferd mit der Hinterhand aktiv sein, was sie ganz sicher nicht ist, wenn das Pferd herumlatscht

    Danke ShiGi
    Ich muss echt noch lernen beim reden über Pferde besser zu erklären. Die ganzen Missverständnisse sind echt ätzend.
    Natürlich muss man auch nachtreiben, das Pferd muss mitmachen. Nur Kopf runter ist kein v/A

  8. #8
    Trullas
    Hi,

    Ich würde dir raten, dir ein anderes Pferd zuteilen zu lassen, da dieses Tier sich so unrittig zeigt, dass es wohl erst mal von einem Profi gearbeitet werden muss.

    Oder, wenn du wirklich darauf bestehst mit ihm noch weiter zu arbeiten, brauchst du einen zuverlässigen und sehr erfahrenen Trainer der dir bei der Arbeit hilft. Ihr müsst dann nochmal ganz von vorne mit der Arbeit anfangen. Der Kleine muss erst mal wieder den Grundgehorsam lernen und jegliche Stufe der Ausbildungsskala von neuem durchlaufen. Anders hat das ganze keinen Sinn und du und das Pferd sind am ende des Tages nur noch frustriert.

  • #
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