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Boxenhaltung, wie kann das artgerecht sein?
28.02.2010, 18:35
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#31
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Ort: Hannover
Alter: 27
Beiträge: 5.164
Tiere: 1
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Jein - also ich empfinde "Pferde bewegt WERDEN" nicht auf Paddock, Weide und Co bezogen sondern aufs reiten, longieren, führen, was auch immer. Wenn du's anders gemeint hast ist ja gut.
Ja, mit letzterem hast du wohl leider recht. Solange die Pferde trotzdem ihre Leistungen bringen und die Kassen klingeln wird sich definitiv nichts ändern.
Mit meinen Stallbesitzern würd ich mich auch nicht anlegen, das ist es nicht wert. Boxenhaltung heißt ja auch nicht automatisch die Pferde werden schlecht gehalten. Ich mach da immer noch nen kleinen Unterschied zwischen "schlecht" und "artgerecht". Man kann auch Pferde in Offenstallhaltung schlecht halten.
LG
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28.02.2010, 18:39
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#32
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Klarer Fall von "aneinander vorbei geredet". *g*
Zitat:
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Boxenhaltung heißt ja auch nicht automatisch die Pferde werden schlecht gehalten. Ich mach da immer noch nen kleinen Unterschied zwischen "schlecht" und "artgerecht". Man kann auch Pferde in Offenstallhaltung schlecht halten.
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Oh, ja - und wie!
Bei einer Bekannten steht ein Pferd im Offenstall, das tut mir wirklich nur noch leid. Kaum bemuskelt, ungepflegt: Es ist schlichtweg furchtbar.
Aber solange der Besitzer die Miete zahlt, wird sich da auch nichts ändern. Zum Glück haben in unserer Haltergemeinschaft alle ein Veto-Recht, was das angeht (vermutlich denken die Stallbesitzer vermutlich, dass es dem Tier woanders noch schlechter ginge).
Naja - man kann leider nicht die ganze Welt retten, aber solange man seine eigenen Pferde "gut"/artgerecht hält, trägt man zumindest ein stückweit dazu bei.
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10.03.2010, 11:18
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#33
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Ort: Hannover
Beiträge: 156
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Hey... also im Sommer ist ein Offenstall bzw. 24 Std. Weidegang ein Muss - finde ich!
Allerdings finde ich die Boxenhaltung im Winter zur Nacht auch ok, denn unsere Boxen sind groß, sauber und haben immer offene Fenster zum raus schauen. Es ist einfach einfacher ein Pferd seinem Bedarf entsprechend zu füttern, und wenn draußen ein totales Sauwetter ist dann denke ich ist mein Pferd ganz dankbar, da es sich in seiner Box ausruhen kann und nicht von Tieren die ranghöher sind hinaus gescheucht wird. Also meine steht immer abends um die entsprechende Zeit am Tor und möchte dann auch rein, nicht nur weil dort ja Futter wartet sondern weil ich einfach merke sie fühlt sich dort total wohl. Morgens kommen sie ja wieder raus.
Sich ein Pferd zu halten ist immer egoistisch, klar - aber wenn ich ein Pferd halte und vernünftig! reite und ihm im Gegenzug ein artgerechtes leben biete dann denke ich ist das ok....
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10.03.2010, 20:57
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#34
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Ort: Ratingen
Beiträge: 341
Tiere: 4
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Unsere Herde steht im Sommer Tag und Nacht draußen, im Winter oder bei elend schlechtem Wetter dürfen sie nachts in ihre Boxen. Diese sind sehr groß und nur halbhoch. So haben auch rangniedere Tiere Ruhe und Erholung ohne weggescheucht zu werden. Aufgrund Unruhe in der Herdenführung und einem zusätzlichen neuen Pferd (rangnieder) mussten wir auch schon mal im Sommer nachts einstallen, da das rangniedere Pferd dauernd weggescheucht wurde und nicht mal unter den Unterstand durfte (der Unterstand ist groß und 2 geteilt).
Meine 3 Reitpferde sind in eingestallt. Sie leben in Boxen, haben im Sommer Weidegang (1/2-tags) und im Winter Paddock -jedoch nur ca. 3 Std, ein Pferd kommt im Sommer allein morgends für 2 Std. und abends für 2-4 Std. raus. Diese Pferde sind also absolut auf Bewegung meinerseits angewiesen. Sei es Training, Ausritt, Longieren, Bodenarbeit oder Laufen lassen.
Sicher ist das nicht optimal, jedoch muss ich Kompromisse machen.
- Hier in der Umgebung sind Ställe, wo die Pferde mehr rauskommen mit Halle, großem Gelände und entsprechenden Trainingsmöglichkeiten sehr teuer. 3 Pferde wären nicht zu bezahlen. Weiter weg sind die Ställe günstiger, jedoch war ich nicht willens und in der Lage täglich über 60Km (einfacher Weg) zu den Pferden zu fahren -Fahrkosten, Zeit.
- Ich könnte zwar 2 Pferde in einen anderen Stall stellen, kann aber zeitlich nicht auch noch von Stall zu Stall fahren.
- Die Pferde befinden sich im Training. Ein Pferd ist ein fertiges Turnierpferd, die anderen beiden werden für größere Prüfungen vorbereitet.
- Eines der Pferde ist ein Hengst und ich bin froh überhaupt einen Stall gefunden zu haben, in dem ein Hengst eine vernünftige Hengstbox hat (Fenster auf den Hof), Einstaller, die den Hengst in Ruhe lassen und wo der Hengst eben auch Sommer wie Winter raus kommt.
- Da wir den Wallach noch nicht sehr lange besitzen kommt er nur mit der eigenen Stute raus, zuvor hatte er jahrelang keinen Weidegang, Freilauf o.Ä., daher muss er vorsichtig sozialisiert werden.
- Die einzigen Leute im Stall, die ihre Pferde mit meinem Hengst zusammen rausstellen würden, habe Pferde, die entweder unverträglich oder total nervend sind. Der Hengst ist jedoch sehr gut sozialisiert und artig. Ich lasse ihn mir nicht zusammentreten oder gehen das Risiko ein, dass er sich mal wirklich wehrt (das gäbe richtig ärger, denn er ist ein ranghohes Tier). Dafür geht der Hengst ca. alle 1-2 Jahre für einige Monate zu einem befreundeten Bauern komplett auf die Weide in Pferdegesellschaft (leider auch weiter weg).
Klar hätte ich die Pferde gern in einer Herde, so wie es in unserem Zuchtbetrieb ist (auch der andere Hengst, der schon seine Körung und entsprechend erfolgreiche Nachzucht hat, hat immer eine gerade tragende Stute bei sich).
Leider ist das bei Reitpferden nicht immer möglich.
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12.03.2010, 14:09
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#35
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Irgendwie wird das hier wieder so verallgemeinert...
Boxenhaltung vs. Offenstallhaltung... warum muß es immer nur das eine, oder das andere sein?
Eine sinnvolle individuell auf die einzelnen Pferde angepasste Mischung ist meiner Meinung nach besser als nur das eine, oder nur das andere Extrem.
Da ich sehr viel im Tierschutz zu tun habe sehe ich auch oft sogenannte Offenstallhaltungen, die genauso wie die reine Boxenhaltung alles andere als Pferdegerecht sind.
Das fängt schon mit unseren Weiden hier in Deutschland an. Man sieht so gut wie nirgens vernünftige Weidewirtschaft bei einer Offenstallhaltung, in den meisten Fällen ist einfach ne Wiese eingekoppelt, es steht nen Offenstall/Unterstand drauf und fertig.
Die meisten Pferde die sich z.b. mit Hufrehe rumschlagen müssen kommen von so einer Haltung. Unser Gras hier ist viel zu fett um ein Pferd 24 Stunden darauf zu halten, wenn man bedenkt das man für 1 Pferd ca. 2 Hektar Weidefläche berechnen müsste um seinen Bewegungsdrang zu stillen. Aber 2 Hektar fettes Gras für 1 Pferd und das mit 24 Stunden freien zugang... da sind Krankheiten vorprogrammiert. Die wenigsten haben befestigte, großflächige Plätze, wo die Pferde sowol ihren Laufdrang befriedigen können, als auch eine sinnvolle Fütterung geniesen.
Mein Pferd steht im Offenstall, heißt deshalb für mich noch lange nicht, mein Pferd steht artgerecht.
Im endeffekt sind wir in unseren Regionen gar nicht in der lage, ein Pferd wirklich artgerecht zu stellen. Man muß immer abwägen, verträgt mein Pferd das futter, kommt es mit den artgenossen klar die ich ihm zur verfügung stelle, kann ich seinen bewegungsdrang ausgleichen in dem ich Zeit genug habe mich mit dem Tier ausreichend zu beschäftigen und ihm so seine fehlende Bewegung zu verschaffen usw.
Bei diesen ganzen sachen solle man auch in betracht ziehen, das jemand, der sein Pferd vielleicht Nachts in einer Box hält, sich aber tagsüber ausgiebig mit dem Tier beschäftigt und ihm selbst die bewegung verschafft die es braucht, vielleicht sogar besser ist, als jemand der sein Pferd 24 Stunden am Tag im Offenstall hält, es dann einmal in der Woche rauszerrt, 3 Stunden durch den Wald reitet und es dann wieder sich selbst überlässt.
Also bitte nicht mit dem Finger auf jemanden Zeigen der sagt er hält sein Pferd so, oder so, wenn man gar nicht weiß, wie mit diesem Tier umgegangen wird. Auch wenn man in dem Moment solch eine Haltung für sich selbst nicht vorstellen kann.
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12.03.2010, 23:25
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#36
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Ort: Ratingen
Beiträge: 341
Tiere: 4
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@ Kjeria
Stimme dir voll und ganz zu!
Wir haben zwar eine Riesenweide, die auch zu 3/4 sehr schnell abtrocknet, groß und flach ist, jedoch haben auch wir ein Pferd, das uns anfangs Rätsel aufgab. Dieses Pferd hat seit seiner Geburt den Hof nie für längere Zeit verlassen (1x 14 Tage Klinik, letztes Jahr 3 Monate zum decken). Die Stute ist 7 Jahre alt. Sie liebt ihre Box. Sie liebt es bei großer Kälte und schlechtem Wetter drinnen zu sein.
Im Sommer sind unsere Pferde Tag und Nacht draußen und kommen nur 1x täglich für 1 Std. zum fressen rein. Manchmal kommen sie aber auch dann nicht. Im Winter kommen die Pferde um ca. 8:00 Uhr raus und um ca. 21:00 Uhr rein. Die Boxen sind sehr groß und die Abtrennung ist nur halb durch Stangen -der Minishetty sauste damals auf seiner Boxenseite einfach frei hin und her wir haben seine Box daher entfernt und die anderen nochmals vergrößert.
Diese eine Stute fühlt sich nachts im Stall einfach sicherer obwohl wir zwei große Unterstände hatten, damit auch rangniedere Pferde eine Unterkunft finden. Es gibt einfach Pferde, die ihre Box lieben - auch wenn sie frei auf der Wiese aufgewachsen sind.
Als wir ein verletztes Pferd hatten, welches Boxenruhe vom TA verschrieben bekam (Meniskusschaden) musste immer ein Pferd bei ihm bleiben, damit er nicht allein ist. Seine Lieblingsstute nahm diese Aufgabe gern auf sich, allerdings war ihr Bewegungsdrang auch entsprechend hoch, so dass sie ihn nach einiger Zeit gern verließ und draußen auf der Wiese auf ihn wartete. Die Stute, die gern in der Box ist hatte eine gute aber nicht übermäßige Beziehung zu ihm (war Nr.2) sie musste aus der Box getrieben werden, da sie nicht freiwillig ging. Eigentlich genügen ihr ca. 7 Std. draußen, dann mag sie wieder rein.
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13.03.2010, 01:13
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#37
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Ort: Uetze
Alter: 22
Beiträge: 55
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Huhu, also ich muss mich da auch mal einklinken ... 
Unsere Pferde stehen das ganze Jahr auf großen Weiden. Im Sommer wie im Winter.
Ich hatte meine Stute einen winter lang im stall ohne gitter nur halbhoch wegen kontakt und co und für zwei stunden sind die auf nen zugefrorenen paddok gekommen und das tat ihr absolut nicht gut... das würde ich ihr NIEMALS wieder antun. Ich habe meine stute nun 7 jahre und selber aufgezogen und in dem zweiten winter hab ich sie absolutnicht mehr wieder erkannt. Über die boxenwand springen war da noch das kleinste problem... anbinden war nicht drin, führen nicht, absolut gar nix...
jetzt steht sie mit 2 shettys einem hafi und ihrer mutter ganzjährig draußen und obwohl ich sie letztes jahr 6monate nicht reiten konnte, wegen einem weideunfall mit offener fessel und wildem fleisch und seeehhhrrr hohen ta kosten für 6 behandlungen
(den rest haben wir selber gemacht mit ner freundin die ta helferin ist) kann ich auch jetzt einfach satteln und los reiten.  das wär bei boxenhaltung nicht möglich...
bin nach ihrer verletzung erst 2 mal geritten, wegen dem wetter (das ist der nachteil wenn keine halle zur verfügung steht).
Aber sonst haben wir auch gesundheitstechnisch nie probleme gehabt. Im Sommer stehen sie auf weiden mit vielen bäumen und auf der einen mit offenstall und im winter hatten wir anfangs eine riesen plane zwischen die bäume gespannt (es darf kein offenstall gebaut werden, und wär auch nicht möglich), dann haben wir einen treibewagen für rinder von drei seiten mit plane bespannt, der als unterstand dient. Aber selbst da haben sie nicht das interesse dran.
Will nur mal anmerken, das die weiden alle auch für rinder genutzt werden und die deshalb nie lange auf der selben sind. Der fahrbare stall ist noch in arbeit.
Also ich würde alles andere vorziehen, als mein pferd jemals wieder in eine box zu sperren, obwohl ich in den letzen 12 jahren auch vieles anderes vom Bauern bis zum tunierstall über isi haltung, die mittags und nachts ohne heu auf nen sandpaddok standen,damit sie für den verkauf nicht zu dick sind  kennengelernt habe.
Ein pferd sollte meiner meinung nach immer die möglichkeit haben sich frei zu bewegen, wenn es denn dem besitzer irgendwie möglich ist. Leider können das viele nicht einfach so realisieren, weil der "Neue Trend" auch so seinen Preis hat...
LG Jenny 
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13.03.2010, 23:14
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#38
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Ort: Deutschland
Alter: 14
Beiträge: 314
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Ich finde Boxenhaltung akzeptabel.
Für Vereine ist Boxenhaltung das beste, weil die Vereinsmitglieder dann nru in die Box müssen und das Tier putzen und fürs reiten fertig machen müssen.
Unsere Pferde sind aber eigentlich nur Abends in der Box. (Bin auf einem Privaten Hof)
Tagsüber stehen sie etwas länger auf dem Paddock.
Jede Haltung hat Vor und Nachteile.
Boxenhaltung Vorteile
- Sportpferde, niedriege Verletzungsgefahr
- Die Pferde bleiben sauber
- man hat die Pferde sofort am Halfter
-man hat einen besseren Überblick , wie sich das Pferd benimmt , wie es frisst ...
- ....
Nachteile
-die Boxen sind meistens klein
-das Pferd kann sich nicht so gut bewegen
- hat öfters langweile in der Box
- ....
naja ich schließe mich den anderen an , ich finds akzeptabel.
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13.03.2010, 23:53
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#39
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Ort: Ratingen
Beiträge: 341
Tiere: 4
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Boxenhaltung bedeutet für mich, dass die Pferde überwiegend ihre Zeit in der Box verbringen und täglich Freigang auf der Weide oder einem Paddock haben.
Ein Pferd, das den ganzen Tag draußen ist und nur nachts eingestallt wird, würde ich nicht als Boxenpferd bezeichnen.
Die Pferde in unserem Zuchtbetrieb sind beispielsweise im Sommer Tag und Nacht draußen. Zum Füttern werden sie 1x täglich in die Boxen gebracht, damit Ruhe herrscht und auch rangniedere langsamfressende Pferde in Ruhe fressen können. Bei tagelangem Dauerregen werden die Pferde auch nachts eingestallt.
Es wird auch nachts eingestallt wenn der Abfohltermin einer Stute naht (gerade wenn sie rangnieder ist). Wir haben zwar auch auf der Weide eine Kamera, jedoch kann man damit nicht die komplette Wiese überblicken. Im Stall haben wir 2 Kameras, die dann auf die tragende Stute ausgerichtet werden.
Im Winter kommen die Pferde morgends raus und spätabends in die Box.
Ich würde diese Haltung nicht als Boxenhaltung betitteln.
Die 3 Reitpferde habens da schon schlechter. Sie sind in Boxenhaltung. Was mich dabei am Meisten stört ist die geringe Größe der Weiden. Ein Rennen ohne an irgendeinem Zaun gebremst zu werden, ist nicht möglich.
Wenn irgendjemand einen Stall in der Nähe von Ratingen mit guten Trainingsmöglichkeiten weiß, wo Hengst den ganzen Tag draußen sein dürfen (bitte unter 450€) dann bitte sofort melden. Bisher habe ich hier nichts gefunden, daher der Kompromiss mit 6 Std. Weidegang für alle. Allerdings achte ich bei diesen Pferden penibel darauf, dass permanent Heu zur Verfügung steht.
Ansonsten finde ich auch Boxenhaltung (wenn sie nicht ausschließlich ist), akzeptabel. Man muss eben nur wirklich täglich das Pferd bewegen und ihm auch einen psychischen Ausglich bieten.
Ein Weidepferd kann ich täglich voll durch trainieren, es bleibt motiviert. Einem Pferd in Boxenhaltung muss ich sehr viel Abwechslung bieten um es bei Laune zu halten.
Übrigens finde ich, dass sich auch Sportpferde eher verletzen, an Sehnen und Atemwegserkrankungen und Verspannungen leiden, wenn sie in Boxenhaltung sind. Bei der Weidetruppe fallen deutlich weniger TA Besuche an, Zahnarzt und Ostheopath müssen seltener kommen. Angelaufene Beine oder gar nächtliches Wickeln ist unbekannt, auch Oldies sind deutlich fitter.
Dagegen kenne ich auch mehrere Pferde, die durch Offenstallhaltung wirklich krank geworden sind. Es handelt sich dabei immer um rangniedere Tiere, die unter Stress leiden. Gerade bei Pferden in Offenstall oder Weidehaltung muss man sehr auf die Zusammensetzung der Truppe achten und evtl. Einstaller kündign, was nicht jeder Stall macht. Genau aus diesem Grunde werden rangniedere Stuten oder die Cheffin aus der Herde genommen und zu dem Althengst gestellt. Der Zeitpunkt wann die Stute die Herde verlässt richtet sich nach ihrem Verhalten, dem Verhalten der Herde ihrgegenüber und ob der Hengst sonst allein wäre oder noch ein Pferd bei sich hat.
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14.03.2010, 07:38
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#40
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Ort: Niedersachsen
Alter: 43
Beiträge: 429
Tiere: 10
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Was heißt denn " nur nachts " ?
Im Grunde doch mindestens 12h stehen in einer kleinen Box, das ist doch mal Tatsache!
Als ich mein Pferd noch in Boxenhaltung untergebracht hatte, stand der auch schon immer am Zaun wenn die Zeit zum reinstellen gekommen war, auch Pferde haben eine innere Uhr!
Da gibt es Futter, sie kennen nichts anderes und wo die anderen hingehen gehen sie automatisch mit. Pferd=Herdentier.
Den konnte man mit Strick um den Hals easy über den langen Weg zum Stall begleiten, der ging zügig und sicher in seine Box! Macht doch fast jedes gut erzogene Pferd.
Seit September 2009 halte ich ihn allerdings im Offenstall mit der Möglichkeit, das er 24h frei wählen kann drinnen zu stehen, oder sich zu bewegen...
tja, jetzt mal an alle Boxen - Fans: Warum bleibt mein Pferd, welches doch soooo gerne und fix in seine " geliebte " Box ging nicht auch jetzt 12h drinnen stehen?
Wieso tobt der bei Wind und Wetter draussen herum?
Warum wälzt er sich mehrmals täglich nach Möglichkeit in Dreck und Schlamm?
Warum steht er sogar wenn es spät abends stürmt und schneit draußen?
WEIL ES IN DER NATUR DES PFERDES LIEGT UND JEDES PFERD SOFORT SEINE " GELIEBTE " BOX IN DEN WIND SCHIESSEN WÜRDE!!!!
Ein Pferd ist doch keine Käfighenne!
Ich kann aus meiner persönlichen Erfahrung heraus jedem nur anraten sein Pferd aus den Einzelhaft Knästen zu befreien und aufzuhören, sich das schön zu reden!
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14.03.2010, 21:27
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#41
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Ort: Ratingen
Beiträge: 341
Tiere: 4
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Zitat:
Zitat von Brändelman
Was heißt denn " nur nachts " ?
Im Grunde doch mindestens 12h stehen in einer kleinen Box, das ist doch mal Tatsache!
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'Nur Nachts' bedeutet bei uns ca. 6-7 Std. (je nach Schicht).
Und nein unsere Boxen würde ich nicht als Klein bezeichnen. Es handelt sich ausschließlich um Boxen in Abfohlboxgröße (wir haben nunmal 3 Zuchtstuten zufälligerweise viel Platz. So muss eine tragende Stute zum Abfohlen nicht das 'Schlafzimmer' wechseln).
Die Stuten behalten ihre Fohlen ca 12 Monate bei sich und sie stehen dann noch immer gemeinsam in der Box - die Dinger sind also echt groß, außerdem sind es Kontaktboxen (2 abgepolsterte Rundstangen, damit sich kein Pferd festlegen oder verletzen kann), die Herde würde sonst Amok laufen.
Zitat:
Zitat von Brändelman
Als ich mein Pferd noch in Boxenhaltung untergebracht hatte, stand der auch schon immer am Zaun wenn die Zeit zum reinstellen gekommen war, auch Pferde haben eine innere Uhr!
Da gibt es Futter, sie kennen nichts anderes und wo die anderen hingehen gehen sie automatisch mit. Pferd=Herdentier.
Den konnte man mit Strick um den Hals easy über den langen Weg zum Stall begleiten, der ging zügig und sicher in seine Box! Macht doch fast jedes gut erzogene Pferd.
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Stimmt. Da unsere Pferde nicht immer zur gleichen Zeit gefüttert werden, ist auch die innere Uhr nicht so drin. Sie haben ja durch die Weide und Heu sowieso permanent ihre Sättigungsgrenze erreicht, daher geht das Füttern bei uns sowieso sehr ruhig ab.
Zitat:
Zitat von Brändelman
tja, jetzt mal an alle Boxen - Fans: Warum bleibt mein Pferd, welches doch soooo gerne und fix in seine " geliebte " Box ging nicht auch jetzt 12h drinnen stehen?
Wieso tobt der bei Wind und Wetter draussen herum?
Warum wälzt er sich mehrmals täglich nach Möglichkeit in Dreck und Schlamm?
Warum steht er sogar wenn es spät abends stürmt und schneit draußen?
WEIL ES IN DER NATUR DES PFERDES LIEGT UND JEDES PFERD SOFORT SEINE " GELIEBTE " BOX IN DEN WIND SCHIESSEN WÜRDE!!!!
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Leider nicht ganz. Wie schon gepostet gibt es Pferde, die im Offenstall echt Stress haben.
Man sollte daher nicht nur Schwarz und Weiß sehen, sondern auch die Grauzone. Ein Pferd mit ausreichend Weidegang auf einer ausreichend großen Wiese und täglichem 'Menschenprogramm' kann genauso glücklich sein oder sogar glücklicher. Ein Pferd ist nunmal nicht DIN-Genormt. Gerade die Zucht hat das Urpferd doch sehr verändert. Unsere Pferde lieben Sicherheit. Ist diese Sicherheit nicht gegeben (schlechte Integration in der Herde - Stress), ist das Pferd STUNDENWEISE in der Box sehr gut aufgehoben.
Zitat:
Zitat von Brändelman
Ein Pferd ist doch keine Käfighenne!
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Auch Hühner sind lieber draußen und scharren, haben Bedürfnisse und Gefühle auch wenn du diesen Tieren das augenscheinlich absprichst.
Zitat:
Zitat von Brändelman
Ich kann aus meiner persönlichen Erfahrung heraus jedem nur anraten sein Pferd aus den Einzelhaft Knästen zu befreien und aufzuhören, sich das schön zu reden!
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Stimmt. Meine 3 Reitpferde sind insofern schon arme Säue, sie stehen mehr in der Box als draußen - obwohl die Boxen groß sind aber ein Laufbedürfnis kann keine noch so große Box befriedigen.
Hier also mein Aufruf an Alle, die Boxenhaltung komplett ablehnen:
Suche Offenstallplatz für 3 Pferde mit entsprechenden Trainingsmöglichkeiten:
- 13j Wallach, Dressurpferd, Stm 1,75m (viele Offenstallplätze haben nicht die Möglichkeit so große Pferde mit entsprechender Übersetzung zu halten), sehr sozial. Barhufgänger.
- 5j Stute, Stm 1,50, Quarter, sehr zickig, tritt. Wird auf Stutenleistungsprüfung und größere Turniere vorbereitet. Für Trainingszwecke hinten mit Sliders beschlagen.
- 7j Hengst, Stm 1,48, Quarter, sehr sozial gegen Wallache. Wird auf Hengstleistungsprüfung und Körung vorberietet, Turnierpferd im Bereich Pleasure, Reining, Working Cowhorse, natürliche Cowsence (entsprechendes Aggressionspotential), daher treibt er andere Tiere wenn ihm danach ist. Beschlagen, vorne Alu, hinten Sliders.
Wer keine Lösung hat, erst denken, dann posten.
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14.03.2010, 21:45
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#42
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Ort: Niedersachsen
Alter: 43
Beiträge: 429
Tiere: 10
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Tja, das ist dein Beitrag mal wieder der beste Beweis schwarz auf weiß, das Ergeiz, Karriere und Ego des Menschen immer Vorrang vor dem Wohl des " Sportgerätes " Pferd haben!
Keine Angst, ich denke! Zuerst ans Pferd! Da sei dir sicher! 
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14.03.2010, 22:26
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#43
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Ort: Ratingen
Beiträge: 341
Tiere: 4
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Zitat:
Zitat von Brändelman
Tja, das ist dein Beitrag mal wieder der beste Beweis schwarz auf weiß, das Ergeiz, Karriere und Ego des Menschen immer Vorrang vor dem Wohl des " Sportgerätes " Pferd haben!
Keine Angst, ich denke! Zuerst ans Pferd! Da sei dir sicher! 
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Selbstverständlich können wir jetzt 9 Pferde verkaufen und eines dann in den Offenstall stellen. Nur darf das naütrlich keinen der Hengste treffen, das wäre fatal, denn für die gibt es ja so was wie Offenstall nicht -woher kommen bloß die Fohlen?
Als Züchter muss man eben leider seine Pferde erst Leistungsprüfungen etc. unterziehen bevor sich die Fohlen überhaupt verkaufen lassen - du hast sicher von unserem Althengst noch nichts gehört, da der auf der Wiese (in Pferdegesellschaft) steht und nicht promotet wird, dabei hat er schon über 60 nachkommen und mehrere hocherfolgreiche Pferde bis hin zu 2 Europameistern gebracht (huch Erfolgreich? Wie werden die bloß gehalten?)
Unsere Zuchtstuten und Hengste werden alle geritten, da wir keine Vermehrer sondern Züchter sind. Ein Pferd muss sich vom Exterieur und vor allen Dingen vom Interieur schon so zeigen, dass es es wert ist, sich forzupflanzen. Das bedeutet natürlich, dass die Pferde nicht nur vom Exterieur her gut sind, sonder auch verschiedenen Pfrüfungen unterzogen werden und auch einen gewissen Leistungsstand erreichen müssen. Wir züchten nur mit gesunden, langlebigen und psychisch einwandfreien Pferden.
Da unser Junghengst (na ja jung, er ist 7 Jahre und wird erst jetzt seine erste Decksaison haben) am Schwierigsten ist was Weidehaltung angeht, bekommt er jedes Jahr 4 Monate Pause auf einer großen Wiese in Pferdegesellschaft.
Die Stute ist ein Zukauf, wie war 3,5 jährig noch vollkommen Roh, damit meine ich, dass sie nichtmal eine Box oder Anbinden kannte. Sie wurde schonend angeritten und hat nach 6 Monaten unterm Sattel schon den Bayrischen Vizeimeister ihrer Altersklasse (immerhin gegen Pferde, die teilweise schon 2-jährig angeritten wurden - sie wurde Ende 3 angeritten, da sie erst an viele Dinge gewöhnt werden musste) gestellt.
Diese Saison wird zeigen ob sie sich für den int. Sport qualifiziert. Nach spätestens 2 Jahren jedoch wird sie in die Zucht gehen. Entweder als int. erfolgreiches Pferd oder als sicheres und talentertes Pferd mit Qualität zum guten Allrounder (wir züchten ausschließlich Allrounder). Je nachdem wie sich die Stute in diesem Jahr zeigt wird ein entsprechender Hengst für sie ausgesucht (für junge Stuten nehmen wir immer Althengste, bei denen bekannt ist, wie sie sich mit unterschiedlichen Stuten vererben).
Das Dressurpferd (erfolgreich bis St. Georg) war ein ungeplanter Kauf, denn das Pferd kannte seit Jahren keine Weide, kein Ausreiten, keinen Freilauf oder nur Longieren am Halfter. Er muss langsam wieder an ein normales Pferdeleben gewöhnt werden. Er ist auf L/M Dressur abtrainert und hat jetzt für seine Verhältnisse ein tolles Leben. In einer Herde wäre er total überfordert und hätte nur Stress.
Jeder will ein Pferd mit einer tollen Abstammung aber woher kommen die denn? Jedes Pferd ohne tolle Eltern wird leider dermaßen unterbezahlt, dass der Züchter nichtmal seine Kosten raus hat (wir verdienen nichts an der Zucht, da wir die Tiere nicht an Jeden abgeben, selbst Angebote von 45.000€ haben wir schon abgelehnt, da der Weg des Pferdes -damals der Junghengst- vorgezeichnet war).
Ein Decksprung von einem guten, gesunden Hengst kostet zwischen 600 und 3000€ zzgl. Unterstellkosten und TA für die Stute. Dazu kommen Kosten für Impfungen und TA für die Stute, dann noch die Kosten für das Abfohlen und die Tierärztliche Versorgung des Fohlens. Da wir unsere Fohlen erst mit ca. 12 Monaten von der Mutter trennen (sind dann meist schon von selber abgesetzt, sind wohlerzogen und sind selbstsicher und cool) benötigt die Stute enorme Futtermengen.
Wer also meint, ein Freizeitpferd für 2000€ zu bekommen, kann nur Pferde bekommen, die entweder physische oder psychische Mankos haben, durch viele Hände gegangen sind, aus einer Massenzucht stammen oder schlecht geritten sind.
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14.03.2010, 22:56
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#44
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Ort: Hannover
Beiträge: 156
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Also ich denke auch wenn die Pferde viel draußen sind und gut von ihrem Menschen umsorgt werden ist gegen eine Box nichs einzuwenden.
Und mein Pferd ist bei richtig schlechtem Wetter nicht wirklich gern draußen. Dann wartet sie nur das sie rein darf.
Klar, bißchen Regen macht nichts. Aber in diesem Winter war ich heilfroh eine Box zu haben.
Und ich finde die Haltung von "Machtnix" hört sich super an. Manch ein Pferd kann im Offenstall auch verwahrlosen, außerdem kann in der Box individuell gefüttert werden und keiner muß Angst haben von einem ranghohen Tier aus dem Stall gescheucht zu werden. Abgesehen davon scheint das Hengstleben bei "Machtnix" ein Luxus zu sein, denn in 99% der Fälle (meiner Erfahrung nach) stehen Hengste nur in der Box.
Ich denke wenn man jemanden angreifen will dann bitte auch die Ställe wo die Pferde wirklich immer in der Box sind und max. 1 Std. zum reiten rauskommen. Ich denke mein Pferd fühlt sich pudelwohl nachts in seiner eigenen großen Box. Im Sommer ist sie allerdings 24 Std. draußen!
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15.03.2010, 07:53
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#45
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Ort: Niedersachsen
Alter: 43
Beiträge: 429
Tiere: 10
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@Julez30: Ich greife doch niemanden an 
Tatsache ist, das die meisten Pferde platt geritten werden und sich die Beine kaputt stehen in den Boxen. Ob nun 3 X 3, oder 4,50 X 4,50, das macht keinen Unterschied.
Öhm, unsere Pferde verwahrlosen ganz sicher nicht in ihren Offenställen.
Die sind immer knackig drauf, wach, können quasi selbst bestimmen ob sie drinnen oder draussen umherwandern.
Ihr Futter bekommen sie getrennt voneinander, das ist natürlich klar.
Meiner ist so futterneidisch, der hat vorher in der Boxenhaltung den Beton von den Wänden gekloppt und gebissen wenn Futterzeit war. Schrecklich!
Nee nee, so geht es ihm viel besser.
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15.03.2010, 11:16
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#46
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Ort: Wien
Beiträge: 1.377
Tiere: 18
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also ich finde boxen STUNDENWEIßE ok... aber nur so.
in einem ehemaligen stall (da wollte ich eigentlich mein pferd kaufen, habe es aber aus zeitgründen lassen müssen, ich kann einfach keine 5-6x in der woche rausfahren) stehen ALLE pferde draußen. tag und nacht....
aaaaaber: die "weiden" sind fast nicht bewachsen, eher nur normaler boden (erde/sand?), etwas gras drauf. also keine möglichkeit sich mit fettem gras kugelrund zu fressen. die pferde dürfen am tag für 2-3 stunden auf eine echte weide, gras fressen. danach gehts wieder zurück. es gibt 2 unterstände, immer heu, stroh und wasser.
boxen werden nur genutzt wenn ein pferd stehen MUSS (beinverletzungen,...) und für allergiker gibts eigene große boxen (für 2-3 pferde mit paddock) wo nur gewässertes heu gegeben wird.
dagegen ein anderer stall: 2-3 shettys (je nachdem ob die ältere stute ein fohlen hat oder nicht) in einem umgebauten heustadl... nur: das ding ist total dunkel, die einzige offene seite ist wetterseitig (es zieht ständig rein), es ist staubig drin (daneben wird das heu gelagert und die kutsche steht drin).
die kleinen haben zwar massig platz (können darin herumlaufen ohne irgendwo dagegenzulaufen), aber ansonsten? da ginge es ihnen in boxen sicherlich besser...
an und für sich würde ich mein pferd aber nie in reine boxenhaltung geben. und ich möchte auch einen hengst nehmen (oder eine stute, das hängt vom tier selber ab). wenn ein stall nicht bereit ist meinem pferd das zu bieten was es braucht suche ich einen neuen. und wenn mir das zu teuer ist....... dann wäre ein neuer besitzer wohl besser.
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15.03.2010, 12:27
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#47
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Ort: Solingen
Alter: 22
Beiträge: 16
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Sorry, ich habe hier nicht alle Beiträge super gründlich gelesen- also seid nicht böse, falls ich was schreibe, was schon jemand zum Ausdruck gebracht hat...
Ob Boxenhaltung artgerecht ist- wenn man an das Wildpferd denkt, sicher nicht... Aber man kann die domestizierten Pferde heutzutage nicht vergleichen mit den Pferden, die in Freiheit leben...
Da gibt es gewaltige Unterschiede.
Mein Pferd stand bis vor zwei Monate sein halbes Leben lang im Offenstall. Ich habe das auch immer für das Ultimative gehalten und wollte nichts anderes.
Dann habe ich ihn eines Tages in eine der fünf Boxen gestellt, die wir dort hatten, damit er dort trinken konnte weil unsere Behälter draußen gefroren waren.
Und ich merkte- er fühlte sich gar nicht mal unwohl.
Als ich dann umzog mit ihm, "musste" er in die Box. Er steht aber auch nur nachts drin.
Ich kann nun aber nicht sagen, dass er unglücklich wirkt- im Gegenteil.
Er weiß, in seiner Box hat er sein Futter, da ist es warm und sicher.
Er geht von sich aus, ganz freiwillig, in die Box.
Im Offenstall hatte er das Problem, dass er immer sehr schnell gefressen hat, weil er Angst hatte, er bekommt nicht genug ab.
Nun, da er sein Futter für sich hat, frisst er viel ruhiger und macht auch mal Pausen, was für den Magen ja viel angenehmer ist.
Klar ist Offenstall toll... Aber solche Ställe, wo die Pferde den ganzen lieben langen Tag draußen stehen, kaum geritten werden und wenn doch, dann nur halbherzig... Ich weiß nicht, ob es denen dann wirklich viel besser geht, nur weil sie draußen stehen.
Ich würde mein Pferd niemals tagelang in eine Box stellen- denn das finde ich wirklich unangebracht.
Aber solange sie nur nachts drin stehen- was ist daran so schlimm?
Ich denke, wenn ein Pferd sich dann wirklich unwohl fühlen würde, würde man das merken.
So ein Pferd würde sicherlich nicht freiwillig in seine Box gehen...
Bei uns stehen sie auch nur im Winter nachts drin- im Sommer sind sie alle 24 Stunden draußen.
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15.03.2010, 14:10
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#48
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Ort: Hannover
Beiträge: 156
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@Brändelman
Ich habe doch nicht Dich und Deinen Offenstall gemeint, so engagiert wie Du den Offenstall vertrittst bin ich sicher das Dein Pferd gut versorgt ist.
Aber leider kenne ich auch Offenställe wo die Pferde wirklich teilweise verlottern, es kümmern sich manche Leute eben leider nicht, und dann denke ich wäre eine Box zur Nacht und dafür eine bessere Umsorgung besser....
Wobei ich Boxenhaltung allein als Tierquälerei sehe. Aber wenn die Tiere tags draußen sind und nachts drinnen dann denke ich ist es ok...
Am Wichtigsten ist einfach das die Pferde sich jeden Tag ohne Reiter so wie sie wollen bewegen können. Auch wenn sie dann zur Nacht reinkommen hatten sie ja den ganzen Tag Zeit sich aus zu toben und gehen dann entspannt in ihre Box. Unsere Pferde wissen ja ganz genau das sie morgens wieder raus dürfen.
Ich habe außerdem ein Vollblut das ich aus einem Rennstall gekauft habe und die gar nichts ab kann. Dafür kommt Offenstall einfach nicht in Frage weil sie tatsächlich zittert. Sie hat auch einen anderen Futteranspruch als ein Warmblut da sie extrem schwerfuttrig ist. Natürlich wird sie sich irgendwann auch ein wenig anpassen da sie ja überwiegend draußen ist, aber ich glaube im Winter behalten wir beide mal die Box...
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15.03.2010, 14:40
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#49
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Ort: Ennetach
Alter: 18
Beiträge: 1.590
Tiere: 6
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Also ich muss sagen ich stimme Brändelmann 100% zu.
ich selbst reite in einem Stall der auf der einmal Padokks hat
und dann noch einen Offenstall.
Was soll ich sagen in beiden Unterbringungsmöglichkeiten werden die Pferde artgerecht versorgt und bekommen nach möglichkeit immer soviel Freilauf wie möglich.
D.h. Offenstall mit riesen Weide im anschluss ist eig immer 24h offen (auser wetter und Bodenverhältnisse lassen es nicht zu)
Und in dem Paddoks kommen die Pferde auch so oft wie möglich raus.
Allerdings dch man muss da auch bei den Pferden unterschiede machen.
Z.B. sieht in einer Paddokbox bei uns ein Wallach (23 jahre)
Der garnicht in offenstallhaltung stehen kann. Er kommt aus schlechter haltung und hat absolut kein Herdenverständniss.
Es ordnet sich immer unter (was soweit ja nichts schlimmes ist) und das problem ist wenn ein ranghöeres pferd ihn z.b. vom Heu wegscheucht (wir haben 5 heustellen für 8 Pferde) kommt er nicht auf die Idee an eine andere Stelle zu gehen sonder dreht sich beleidigt um.
Folge war ein föllig verstörtes und abgemagertes pferd.
Dazu kommt auch noch, das er krank ist und ab uns zu anfähhe hat in denen er einschläft und dann umfällt.
Und das bekommt man in der Box schneller mal mit wie in dem Offenstall.
Aber wenn ein Offenstall gut geführt ist (und da denke ich müsste wir uns fast alle einig sein)
ist es die absolut beste haltung.
Das Pferd lebt in einem Gesunden herdenverbund und kann sich auch wenn die weide mal zu ist viel viel besser bewegen als die Boxenpferde...
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EDIT (automatische Beitragszusammenführung):
Zitat:
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Klar ist Offenstall toll... Aber solche Ställe, wo die Pferde den ganzen lieben langen Tag draußen stehen, kaum geritten werden und wenn doch, dann nur halbherzig... Ich weiß nicht, ob es denen dann wirklich viel besser geht, nur weil sie draußen stehen.
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Ja aber ich meine was machen die Wildpferde (wenn man die haltung eh schon dauernd damit vergleicht...)
Gut okey die haben eine größere Fläche als nur einen Offenstall + Weide abr trotzdem.
Ich sehe es zum teil auch an unseren Pferden zum einen an unserer Shettystute dir kaum geritten wird (wegen der größe) und an unserer Tinkerstute (noch zu jung zum reiten)
Denen 2 geht es auch wunderbar in ihrem offenstall.
Wenn sie mal bewegung brauchen rennen sie selbstständig die große weide rauf und runter und zwar wann sie wollen (wenns sein muss auch mal nachts)
Und wenn ein Pferd witklich wenig geritten wird ist offenstall ja nochmal besser als in der Box weil sie wiegesagt doch noch etwas mehr bewegung haben...
Geändert von molledaisy (15.03.2010 um 14:45 Uhr).
Grund: Antwort auf eigenen Beitrag innerhalb von 12 Stunden!
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16.03.2010, 00:21
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#50
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Ort: Ratingen
Beiträge: 341
Tiere: 4
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Zitat:
Zitat von Brändelman
@Julez30: Ich greife doch niemanden an 
Tatsache ist,...
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Echt nicht? Na dann erklär mir armen miminderbemittelten Menschen doch mal wie das gemeint ist wenn man als Mensch tituliert wird, der aus Ergeiz, Krrieresucht und Ego seine Pferde so hält wie ich es mit meinen 3 Reitpferden mache. Ich habe selber gesagt, dass diese Haltung meiner Meinung nach nicht ideal ist, jedoch gibt es keine Alternative. Die Gründe dafür habe ich angeführt:
1. Ich bin Alleinerziehend und habe 2 Jobs, daher habe ich keine Zeit ewig lange zum Stall zu fahren oder jeden Tag mehrere Ställe anzufahren.
2. Das eine Pferd ist ein Wallach, der seit Jahren (bis vor einem Jahr-eben seit wir ihn haben) noch komplett eingewickelt in der Box stand und erst an eine 'normale' Pferdehaltung gewöhnt werden muss.
3. Das eine Pferd ist ein Hengst, der auch Hengst bleiben wird, da er als Bereicherung unseres Zuchtbetriebes decken soll.
4. Der Hengst und die Stute (Pferd Nr.3) müssen trotz hervorragendem Exterieur und Abstammung erst selber zeigen, dass sie vom Interieur, Rittigkeit und Leistungsbereitschaft her auch wert sind in die Zucht zu gehen. Wir sind eben züchter und keine Vermehrer.
Zitat:
Zitat von Brändelman
Tja, das ist dein Beitrag mal wieder der beste Beweis schwarz auf weiß, das Ergeiz, Karriere und Ego des Menschen immer Vorrang vor dem Wohl des " Sportgerätes " Pferd haben!
Keine Angst, ich denke! Zuerst ans Pferd! Da sei dir sicher! 
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Das war deine Antwort auf mein Post. Wenn du schon solche Dinge über eine bestimmte Person (in diesem Fall ich) schreibst, solltest du auch so viel Hintern in der Hose haben, dazu zu stehen.
Da mein Freund und ich allein Jobbedingt in viele Ställe kommen, kenne ich mind. so viele Offenställe die entweder zu klein, zu matschig, zu viel Grasbewuchs, zu wenig Unterstellmöglichkeiten für rangniedere Pferde... haben, wie gute Offenställe. Offenstall ist eben nicht gleich offenstall, so wie Boxenhaltung eben nicht gleich Boxenhaltung ist.
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16.03.2010, 06:50
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#51
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Ort: Niedersachsen
Alter: 43
Beiträge: 429
Tiere: 10
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Eben, deshalb sollte man sich soviel Mühe geben, den Idealzustand für sein Tier zu erreichen und nicht tausend und einen Grund dagegen zu haben. Somit macht man es sich leicht und redet sich die derzeitige Unterbringung schön.
Vorschlag: Wie wäre es mit 1-2 Pferden weniger?
Irgendwie klingt es vorwurfsvoll was du so als Rechtfertigung anbringst. Ist ja nicht mein Problem, es sind nicht meine Pferde und nicht meine Haltungsbedingungen!
Ich kann für mich sagen, das ich froh bin, mein Pferd umgestellt zu haben, ich habe halt so lange gesucht, bis es passt!
Der beste Beweis dafür ist, die Veränderung an meinem Pferd wahrzunehmen.
Ich behaupte hier ja nicht irgendetwas, sondern berichte aus eigener Erfahrung. DAS kannst du mir nicht widerlegen, schlechtreden oder schlechte Haltungsform vorwerfen.
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16.03.2010, 07:37
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#52
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Ort: Wolfenbüttel
Beiträge: 67
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Also ich muss sagen das Offenställe klar die besten Ställe sind. Wir sind gerade am umstruktrien und unsere Pferde stehen in Außenboxenu und kommen von morgens bis abends auf den Paddock... stehen also nur Nachts im Stall. Außerdem haben sie genügend Kontakt zu ihrem Nachbarn und können die anderen Pferde alle sehen. Wenn ich die Wahl hätte würden alle Pferde im Offenstall stehen... vielleicht bekomm ich es noch hin, das wir für die Großen auch noch umbauen.... aber das dauert noch ein wenig... zum Thema: Generell hab ich nix gegen Boxen, wenn die Pferde täglich raus kommen, Kontakt zum Nachbarn haben und nicht in so engen, vergitterten Boxen stehen. An sich ist die Boxenhaltung in der Nacht auch nicht schädlich da, wie ihr alle wisst, das Pferd ein Fluchtier ist und wenn es draußen ist, immer mit einem Auge wach bleiben muss, um im Notfall schnell genug flüchten zu können. In der Box können sie wenigstens abschalten. Ich merke es bei meinen. Unsere Pferde stehen auf Grund der Fliegen im Sommer meistens tagsüber drinne (denkt euch was ihr wollt, war Tipp von unserem Tierarzt, da das sonst echt bei uns an Tierquälerei grenzt) und über die Nacht draußen.... im Frühjahr stehen sie tags und nachts draußen und mein DIcker wird dann immer richtig launisch, weil er schlicht und einfach nicht genug schlläft.,... er pennt dann immer Nachmittags aufn Padock... das sieht echt lustig aus, aber sowas macht er nicht, wenn er im Winter nachts in die Box kommt...
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16.03.2010, 10:52
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#53
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Ort: Hannover
Beiträge: 156
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Also ich weiß nicht.... irgendwie artet das hier komplett aus. Ein guter Offenstall und eine gute Boxenhaltung (damit meine ich wenn die Pferde viel draußen stehen) sind gleich gut.
Man muß auch individuell entscheiden ( Rasse, Leistung, Futteranspruch etc....)
Es gibt sowohl schlechte Offenställe als auch schlechte Boxen.
Boxenhaltung verurteile ich nur wenn die Pferde immer drinnen stehen ( gibt es leider auch alles noch ). Wenn sie rauskommen und gut umsorgt werden ist das gar kein Ding.
Gleiches gilt für Offenstall (auch nicht ideal wenn nicht genug Platz zum Unterstellen ist oder Futterneid - Streß etc...)
Wenn Box klappt und Offenstall klappt ist doch alles gut.
Ein weiterer Punkt ist auch das ein Pferd vernünftig geritten werden muß, kenne auch Reiter die ihre Pferde ganz schlimm zusammenziehen usw... da nützt dann auch der beste Offenstall nichts, da die Pferde sicher mit der Reitsituation nicht glücklich sind.
Wenn von allem eine gute Mischung da ist, etwas drinnen, etwas draußen, gute Versorgung und verantwortungsvolles Reiten dann ist doch alles gut. Man kann Pferde sowohl in guter Boxen- sowie in guter Offenstallhaltung artgerecht halten.
Es darf eben nicht in das extreme gehen, nur so oder so.
Oftmals gibt es eben mehrere Möglichkeiten. Man sollte nicht zu schnell urteilen.
Das einzige was ich wie gesagt auch als Tierquälerei ansehe ist ausschließlich Boxen stehen und brutales Reiten.....
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16.03.2010, 12:07
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#54
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Ort: Wolfenbüttel
Beiträge: 67
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Da stimme ich dir zu...
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16.03.2010, 12:18
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#55
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Gesperrt/Gelöscht
Alter: 20
Beiträge: 1.038
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Also ich kenn mich mit Pferden an sich nicht aus.
Aber ich muss mal was loswerden.
Wenn meine 3 Kaninchen rund um die Uhr mind. 6 qm brauchen (was sie auch haben) und ein "normale" Box, wie ich hier gelesen habe, 12 qm hat dann hat das für mich nichts mit artegerechter Haltung zu tun.
Im Kaninchenforum wird immer gesagt das zwei Kaninchen mind. rund um die Uhr 4 qm brauchen, was ich auch richtig finde bloß da kann ich nicht verstehen, warum sich ein pferd mit 12 qm zufrieden geben muss, auch wenn es nicht den ganzen Tag ist.
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16.03.2010, 12:40
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#56
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Ort: Osnabrück
Alter: 21
Beiträge: 145
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Fakt ist, dass die Boxenhaltung in so ziemlich jedem Aspekt dem natürlichen Verhalten des Pferdes widerspricht. Es kann sich die meiste Zeit des Jahres nicht frei bewegen (AUCH wenn man es tagsüber im Sommer rauslässt), kann sich oft nicht die frische Luft um die Ohren blasen lassen, hat weniger Kontakt zu seiner Herde, kann sich nicht aussuchen, wann wie und wo es fressen möchte...
Ob das dann trotzdem funktioniert oder nicht hängt von der Art der Boxenhaltung und vom Pferd ab. Manchmal gibts ein Fenster, manchmal nicht - manchmal reichen die Gitterstäbe bis zur Decke, manchmal können die Pferde über die Boxenwand hinweg Kontakt aufnehmen - manchmal steht genügend Rauhfutter zur Verfügung manchmal nicht. Das sind alles Punkte wo man die Boxenhaltung verbessern und schönreden kann.
ABER: Niemals wird dem Pferd bei Boxenhaltung soviel Auslauf bekommen wie es will, sondern immer nur soviel wie der Reiter oder Stallbesitzer entscheidet. Das ist der springende Punkt.
Und mal ganz ehrlich, jeder der behauptet er wüsste was sein Pferd haltungstechnisch am liebsten mag ohne alles ausprobiert zu haben und dabei jede kleinste Verhaltensänderung zu notieren, sollte noch mal drüber nachdenken, ob das Pferd sich nicht einfach nur mit dem momentanen Zustand abgefunden hat und deshalb so zufrieden scheint.
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16.03.2010, 12:51
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#57
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Ort: Eifel
Alter: 40
Beiträge: 4.754
Tiere: 18
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Ich glaube, zum Teil gibt es hier auch sehr unterschiedliche Definitionen der Boxenhaltung. Ich persönlich verstehe darunter eine vorwiegende Haltung in der Box - wie sie leider zumindest im Winter - in unserem Reitstall praktiziert wird und somit natürlich alles andere als artgerecht ist.
Hier sind nun aber auch etliche andere Haltungsweisen im Bereich Boxenhaltung aufgeführt worden und da lässt sich nunmal nicht alles über einen Kamm scheren. Julez30 hat ja schon Gründe aufgeführt.
Meine beiden Rentner stehen im Offenstall. Der Bau eines neuen Stalles auf eigenem Grund ist geplant. Momentan gefällt mir die Größe des Paddocks nicht. Wenn ich diesen bei sehr regnerischem Wetter einzäunen würde, hätten die Pferde recht wenig Platz (ich empfinde es als zu klein), so dass ich sie zur Zeit dann doch lieber zusätzlich über einen Teil der relativ matschigen Wiese mitlaufen lasse.
Zitat:
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Zitat von Brändelmann
Eben, deshalb sollte man sich soviel Mühe geben, den Idealzustand für sein Tier zu erreichen und nicht tausend und einen Grund dagegen zu haben. Somit macht man es sich leicht und redet sich die derzeitige Unterbringung schön.
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Da stimme ich dir zu. Nur manchmal lässt sich das nicht von heute auf morgen realisieren. Für das Pferd, das ich reite, habe ich längerfristig gesehen auch andere Pläne, so dass er in den Offenstall kann.
Manche Pferde zeigen ja sogar sehr deutlich, wenn sie mit der gewählten Haltungsform nicht zurecht kommen. Allerspätestens dann muss etwas geändert werden.
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16.03.2010, 12:58
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#58
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Ort: BW
Beiträge: 4.423
Tiere: 5
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Hi!
Pferde sind, trotz der Domestikation, noch immer vorallem eines: Lauftiere!
Darauß folgt für mich logischerweise, dass Pferde sich idealerweise 24 h am Tag bewegen können - vorzugsweise so wie SIE möchten (ausgenommen beim 'arbeiten').
Boxenhaltung ist niemals artgerecht. Sie kann es nicht sein, weil Pferde sich ständig langsam vorwärtsbewegen. Sie stehen selten still und sie stehen NIEMALS in ihrem eigenen Mist - wenn sie die Wahl haben.
Das Pferde heutzutag noch (zeitweise) in Boxen stehen ist traurig aber teils nicht vermeidbar (siehe Machtnix' Beispiel) ich denke aber, dass man da unterscheiden muss.
So wie ich Machtnix verstehe, würden ihre Pferde, gäbe es die Möglichkeit, alle nicht in Boxen stehen.
Hengsthaltung ist da ein schwieriger Punkt, daher habe ich da auch die feste Meinung: ausschließlich Zuchthengst sollten Hengst sein/bleiben. Jedem Pferd zuliebe.
Idealerweise könnte man auch einen Hengst in einer entsprechenden Herde halten, aber es ist sehr aufwendig.
Wenn ein Pferd sagen wir 6 Stunden am Tag zum 'Ruhen' in einer Box steht, den Rest der Zeit aber auf der Koppel verbringt finde ich das nicht 'gut' aber besser als 20h Box 2h reiten und 2h Koppeln.
Allerdings finde ich, dass 8 Stunden Boxen'haft' (ich drücke es jetzt mal so hart aus) das absolut Maximum sein dürfen... Und ich finde, dass es alle Pferdebesitzer ihren Pferden schuldig sind, ihre Haltung so ideal wie möglich zu gestalten.
Hier jetzt anzufangen, zu versuchen 'Regeln' aufzustellen die allgemeingültig sind (wie meine Meinung mit den 6/8h) führt sicher zu keinem Ergebnis.
Allerdings appelliere ich an ALLE Pferdebesitzer, ihr(e) Pferd(e) so wenig wie möglich zu 'inhaftieren'  Jede Minute auf der Koppel, im Auslauf etc ist um ein vielfaches besser als die Boxen'haft'.
Zudem denke ich, dass es Menschen eher zum Umdenken bringt, wenn man sie positiv Bestärkt und ihnen positive Aspekte aufzeigt als wenn man ihnen vorwirft was sie 'falsch' machen.
Kritik muss immer konstruktiv sein, damit sie angenommen und umgesetzt werden kann.
In dem Sinn - auf die Koppeln mit den Pferden!
Lilly
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16.03.2010, 15:58
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#59
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Ort: Hannover
Beiträge: 156
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Also da muß ich "unsere Boxenhaltung" nochmal in Schutz nehmen....
Ich denke wenn die Pferde sich von früh morgens bis abends frei bewegen können reicht das, wie gesagt nur im Winter, im Sommer sind sie immer draußen.
Sie kommen in dieser Zeit ihrem Bewegungsdrang nach und stehen auch oftmals mehrere Std. und dösen...
In der Natur ist mehr Bewegung notwendig da die Pferde permanent auf der Suche nach Futter sind. Unsere Pferde, die ja genug Futter bekommen bewegen sich quasi nur noch aus Spaß auf der Weide, nicht mehr weil es unbedingt nötig ist viele Kilometer zu laufen um Wasser und Nahrung zu finden. Das haben sie ja vor der Nase.
Also reichen einige Std. Auslauf auf einer großen Wiese aus um den reinen Bewegungsdrang zu stillen. Offenstallpferde (bei uns ist ein Offenstall mit auf dem Hof) stehen bei strömenden Regen beispielsweise auch die ganze Zeit unter dem Dach, ebenso habe ich beobachtet das mein Pferd und auch viele andere sich bei echtem Sauwetter lieber in der Box aufhalten. Ich kenne mein Pferd am Besten und merke an seinem Verhalten und an seinem Gesichtsausdruck ob es sich wohl fühlt oder nicht.
(Mit Sauwetter meine ich den letzten Winter, keinen warmen Sommerregen)
Was ich damit sagen wollte war nur das unsere Pferde tagsüber ihrem Bewegungsdrang meines Erachtens nach voll und ganz nachkommen.
Unsere Boxen sind übrigens sehr schön.
Große offene Fenster nach draußen, Kontakt zum Nachbarn und total hell und geräumig. Bessere Boxen hab ich noch nicht gesehen ;-D
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16.03.2010, 16:15
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#60
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Ort: Nördliche Illusionen
Alter: 27
Beiträge: 1.572
Tiere: 12
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...
Ich würde mein Pferd nie wieder in einer Box einsperren, wenn es nicht gerade aus gesundheitlichen Gründen (z.B. Beinbruch und Boxenruhe) notwendig ist.
Weder sollen meine Kaninchen in einem 1m²-Käfig noch mein Pferd in einer 10m² Box. Wenn es kurzfristig für ein paar Stunden ist ist es vielleicht noch vertretbar aber regelmäßig oder auf Dauer? Nein Danke.
Mein Pferd hat dann eine gute Unterkunft, wenn es auch mal Traben kann, wenn es Lust dazu hat. Ebenso sollen meine Kaninchen auch jederzeit mal einen Harken schlagen können und meine Vögel fliegen können, statt nur von Stange zu Stange zu hüpfen.
Klar steht das Pferd ruhig und artig in seiner Box - was bleibt dem Tier auch anderes übrig?
Und natürlich geht auch so ziemlich jedes Pferd freiwillig in seine Box, wenn da sein Futter wartet.
Aber hui - bei meinem alten Stall war es da auch nicht groß anders. Wenn die Pferde von der Weide kamen sind die meisten von sich aus ruhig und gesittet schon in ihre Box gegangen und wir brauchten nur noch die Tür schließen. Aber wenn es denn wieder raus ging - was meint ihr, wie die alle aus den Boxen gestürmt sind. Und da war es den Pferden ganz egal, wie lange sie zuvor schon bewegt wurden oder auf einem Platz standen - Raus aus der Box war für sie immer besser als rein (selbst wenn da das tollste Futter der Welt gestanden hätte).
Nun lebt mein Pferd inzwischen im Winter in einem Offenstall und im Sommer komplett auf einer großen Weide.
Klar geht sie im Moment auch mal rein - aber die meiste Zeit lässt sie sich lieber den Wind durch ihre dicke Mähne wehen. Ob nun Schnee oder Regen.
Dazu ist sie wesentlich ausgeglichener seit dem sie in Offenstall/Weide-Haltung lebt als zuvor, wo sie ja auch schon ihre 12-16 Stunde Weide hatte. Also genug Bewegung hatte sie mit diesem halben Tag Weide + 2 Stunden Reiten noch lange nicht, wenn ich sie mir jetzt so anschaue.
~§~
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