Join Up



  1. #31
    Trullas
    Zitat Zitat von Sunna Beitrag anzeigen
    Ich kann nur von meinen eigenen Beobachtungen sprechen, bis jetzt habe ich noch kein Tier in einem Round Pen nass gesehen oder anders artig sehr nervös erlebt, allerdings hatte ich schon etliche Menschen beobachten können Besitzer/Reitlehrer/Reitbeteiligungen die die Pferde auf dem Circle herum jagten.

    So eine Behauptung lässt sich immer leicht in den Raum stellen... Hast Du mal nachgefragt, wieso so etwas praktiziert wurde?
    z.B. nutzt man Tritte/ Galoppsprünge verlängern auf dem Zirkel oft um die Hinterhand zu aktivieren. Ist kein Rumgescheuche


    Wie arbeitest du mit einem Pferd an einer Longe? Also ich spreche von einer einfachen Longe.
    Ist es nicht Ziel des Longierens das dass Pferd alle 3 Gangarten absolviert?

    Sinn und Zweck des Longierens ist der selbe wie Reiten:
    Die Arbeit mit dem Pferd hinsichtlich der Ausbildungsskala.


    Der Großteil der Pferdeleute longieren ihre Tiere vor dem Reiten ab, damit die Power verpufft, stimmt doch, oder?

    Nein, stimmt nicht.
    Ablongiert werden oft junge Pferde oder Pferde die eine lange Pause hatten. Somit kann das Pferd sich diese ersten Minuten auf sich und seine Energie konzentrieren und der Reiter muss später nicht in Wohnungsnot geraten.


    Entferne ich die Longe und laufe von A nach B, dann folgt mir doch das Pferd (?), wenn ich mir hingegen das Join Up ansehe, sehe ich doch deutliche Parallelen.

    Auch wenn sich Join up so romantisch anhört, es wird mit Druck gearbeitet. Mit physischem und psychischem. Dies kann auch in anderen Bereichen im Umgang mit dem Pferd geschehen, jedoch sehe ich es kritisch, wenn dies ohne Anleitung eines Fachmenschen passiert und einfach mit gefährlichem Halbwissen aus Büchern angewendet wird.

    Ich sehe einfach wenig positives an dem dauerhaften Weggeschicke. Für das Pferd gibt es nur eine Möglichkeit darauf zu reagieren, wenn es endlich seine Ruhe haben will. Das macht einen immensen psychischen Druck und oft werden die Signale des Pferdes falsch gedeutet.

    Nur weil es kauend hinter einem her geht, heißt das noch lange nicht, dass dieses Pferd jetzt entspannt ist.
    Es ist in dem Fall einfach ein Eingeständnis des Pferdes, dass es sich dem Druck fügt. Nicht mehr und nicht weniger.

    Wenn ein grundsätzliches Autoritäsproblem besteht, mag es eine Möglichkeit sein sich Gehör zu verschaffen. Aber aus Spaß an der Freude dies zu praktizieren ist in meinen Augen eine Verharmlosung der Gewalt die man in diesem Moment auf das Tier ausübt.



    Edit: Die Benutzung der Peitsche wird hier auch sehr fragwürdig hingestellt.
    Die Peitsche wird nicht dazu benutzt hinten drauf zu hauen, damit vorne besser gezogen werden kann


    Sie ist ein Rahmen und treibende Hilfe zugleich.

    Damit wird auch hier wieder die Aktivität durch den gesamten Pferdekörper gefördert und dadurch, wie immer bei richtiger Benutzung, der positive Spannungsbogen des Pferdes erhalten.

    Es gilt, wie auch beim Reiten, zu vermeiden, dass das Pferd auf der Vorhand latscht, hinten raus ist und der Rücken durchhängt. Wenn dies passiert ist eine Förderung der falschen Muskelgruppen die Folge.

    Dies wollen wir ja nicht, weil Herr und Frau Pferd doch gesunderhaltend gearbeitet werden sollen

  2. Leon
    Hallo Trullas,

    Hast du schon mal einen Blick in Pferde verstehen geworfen? Mit Achtung und Respekt Vertrauen zu deinem Pferd herzustellen, kann dir vielleicht helfen.



  3. #32
    Sunna
    Hallo Trullas,

    So eine Behauptung lässt sich immer leicht in den Raum stellen... Hast Du mal nachgefragt, wieso so etwas praktiziert wurde?
    z.B. nutzt man Tritte/ Galoppsprünge verlängern auf dem Zirkel oft um die Hinterhand zu aktivieren. Ist kein Rumgescheuche
    Wie kann ich das am besten verbildlichen .... Die meiste Zeit sah ich Tiere an einer Longe die nervös waren, auskeilten, mit dem Schweif schlugen/um sich peitschten und von jetzt auf gleich losrannten, die betreffenden Personen mussten die Tiere dann oft zurück in den Circle 'reißen/ziehen'.
    Diese Tiere bzw., diese Art von 'Longierer' habe ich auf etlichen Höfen und auch Reitschulen angetroffen.
    Meiner Meinung nach kann ein nicht unerheblicher Teil der Reitersleute nicht vernünftig longieren, bzw., hat es nicht gelernt. Ich finde das aber sehr wichtig, denn sonst haben wir ein Tier das unter Stress und psychischem wie auch physischem Druck steht.

    Nein, stimmt nicht.
    Ablongiert werden oft junge Pferde oder Pferde die eine lange Pause hatten. Somit kann das Pferd sich diese ersten Minuten auf sich und seine Energie konzentrieren und der Reiter muss später nicht in Wohnungsnot geraten.
    Warum sieht man es in fast jedem Reitstall und so häufig? Gut, das mag verschiedene Gründe haben.

    wenn dies ohne Anleitung eines Fachmenschen passiert und einfach mit gefährlichem Halbwissen aus Büchern angewendet wird.
    Das ist doch ein sehr menschliches Denken. Wie viele Menschen wollten nach den bekannten 'Blitz-Büchern' einen schwarzen Araberhengst, schlimmstenfalls noch einreiten.
    Wie viele wollten nach dem ersten Harry Potter Film eine Eule?

    Ich denke hierbei ist der Verstand des Menschen gefragt, man kann nicht etwas in 5 Minuten einläuten was Jahre braucht - Vertrauen.
    Und wie viele reiten und haben keinen Fachmann (Reitlehrer) der ihnen etwas zeigt und üben Druck und Stress auf das Pferd aus, dass muss nicht mal absichtlich sein.

    Fachleute sollte m. E. immer konsultieren wenn man in eine bestimmte Richtung gezielt Arbeiten möchte, in der man noch keinerlei Erfahrung hat oder sammeln konnte.

  4. #33
    Trullas
    Zitat Zitat von Sunna Beitrag anzeigen
    Hallo Trullas,



    Wie kann ich das am besten verbildlichen .... Die meiste Zeit sah ich Tiere an einer Longe die nervös waren, auskeilten, mit dem Schweif schlugen/um sich peitschten und von jetzt auf gleich losrannten, die betreffenden Personen mussten die Tiere dann oft zurück in den Circle 'reißen/ziehen'.
    Und was waren das für Pferde? Waren dies junge Tiere? Immer das selbe Pferd in einem langen Zeitraum?

    Wie gesagt: Manchmal gibt es Momentaufnahmen. Szenario: 4 Jähriger soll in die Arbeit, ist das erste/zweite/dritte Mal an der Longe. Im Hintergrund knallt es/ ein anderer Reiter ist unaufmerksam und Galoppiert einfach an dem Pferd vorbei. Klar rennt der dann gleich mit los, ist ja ungewohnt und erst mal beängstigend. Dann hängt der Longenführer auch erst mal in den Leinen und versucht das Pferd wieder unter Kontrolle zu bringen.

    Zitat Zitat von Sunna Beitrag anzeigen
    Tiere bzw., diese Art von 'Longierer' habe ich auf etlichen Höfen und auch Reitschulen angetroffen.
    Meiner Meinung nach kann ein nicht unerheblicher Teil der Reitersleute nicht vernünftig longieren, bzw., hat es nicht gelernt. Ich finde das aber sehr wichtig, denn sonst haben wir ein Tier das unter Stress und psychischem wie auch physischem Druck steht.
    Richtig. Nicht umsonst gibt es Longierkurse die angeboten werden. Leider scheuen sich viele davor, weil das Pferd doch auch so irgendwie im Kreis läuft. Ist ja das selbe wie mit dem Reitunterricht. Da wird einfach am falschen Ende gespart. Auch wenn ich "nur" im Freizeitsegment unterwegs bin, muss ich doch in der Lage sein ein Pferd so zu arbeiten, dass es keinen Schaden davon trägt und Muskeln entwickelt die ihm helfen mich zu tragen.

    Stattdessen werden dann schärfere Gebisse genommen und/ oder behauptet, dass Pferd sei "sooo speziell, dass würde eh nie besser laufen, weil der hat ja das und das erlebt".

    Das Reiterleben hat einfach wenig bis gar nichts mit Wendy oder Bibi& Tina zu tun.
    Wir haben die Verantwortung für ein Lebewesen und sind verpflichtet ihnen das bestmögliche Leben zu geben. Dazu gehört nun mal eine gescheite Ausbildung von Reiter UND Pferd, da dieses sonst den kürzeren zieht.



    Zitat Zitat von Sunna Beitrag anzeigen
    wieso sieht man es in fast jedem Reitstall und so häufig? Gut, das mag verschiedene Gründe haben.
    Das dies häufig passiert, kann ich jetzt aus persönlicher Erfahrung nicht behaupten. Bei uns sind viele Menschen die sich gerne weiterbilden und die Kinder werden von Anfang an auf solche Prüfungen vorbereitet um nachher fit im Umgang mit den Tieren zu sein. Klar gibt es da den ein oder andern der nicht so schnell lernt, aber immerhin ist der Wille da.

    Wenn allerdings den Kids es falsch beigebracht wird, von vermeintlichen Fachleuten ( ein Trainerschein macht niemanden zum Experten. Bei weitem nicht) dann können sie es nun mal nicht besser.

    Was da hilft: nicht kritisieren, sondern Hilfe anbieten. Wenn die Leute sehen, dass es anders viel besser klappt, und wieso man das ganze überhaupt macht sind sie bereit zu lernen und wollen in den meisten Fällen doch nur das beste für ihr Tier.



    Zitat Zitat von Sunna Beitrag anzeigen
    ist doch ein sehr menschliches Denken. Wie viele Menschen wollten nach den bekannten 'Blitz-Büchern' einen schwarzen Araberhengst, schlimmstenfalls noch einreiten.
    Wie viele wollten nach dem ersten Harry Potter Film eine Eule?
    Sag ich doch: Wendy gibts im Zeitschriftenladen aber nicht im Stall.

    Zitat Zitat von Sunna Beitrag anzeigen
    denke hierbei ist der Verstand des Menschen gefragt, man kann nicht etwas in 5 Minuten einläuten was Jahre braucht - Vertrauen.
    Und wie viele reiten und haben keinen Fachmann (Reitlehrer) der ihnen etwas zeigt und üben Druck und Stress auf das Pferd aus, dass muss nicht mal absichtlich sein.
    Und deswegen sollten die Leute nicht nur schauen ob sie Geld für den Kauf eines Pferdes haben, sondern auch ob noch was übrig ist für qualifizierten Unterricht.

    Zitat Zitat von Sunna Beitrag anzeigen
    sollte m. E. immer konsultieren wenn man in eine bestimmte Richtung gezielt Arbeiten möchte, in der man noch keinerlei Erfahrung hat oder sammeln konnte.
    Meine Rede

  5. #34
    _jack_09
    Also ich kann Sunna voll und ganz nachvollziehen und bin auch voll deiner meinung.
    Ich habe auch noch kein Pferd im RP Schwitzen oder extrem abgehetzt gesehen, vor allem weil es EIGENTLICH nur gemacht wird bis die aufmerksam keit des pferdes bei einem ist danach sollte mlan eigentlich aufhören. Da hab ich das beim Longieren schon oft genug anders gesehn. Pferd verschwitzt und dann wird sich noch drauf gesetzt. Ich weiß es gibt in jeder reitweise und erziehungs methode solche und solche. Deswegen finde ich es auch schade das alles immer über einen Kamm geschoben wird.

    Fazit: Wenn JU technisch und aus dem richtigen grund durchgeführt wird finde ich das eigentlich keine schlechte sache.

  6. #35
    ***jacqueline***16
    bei einem join up ist das ziel das pferd so vertig zu machen das es freiwillig zu einem kommt ! was im roundpen oder beim longieren nicht der fall ist ! was ist also ein richtiger grund dafür ? das pferd gehorcht nich oder wie ? dann muss man es aber vertig machen !
    wenn man das pferd nur aufwärmen muss reicht normale roundpenarbeit da braucht man kein jon up um die aufmerksamkeit seines pferdes zu holen !

    was ich auch immmer wieder in reitstellen sehe : einer machts der andere machts nach und schon ist es das richtige ohne mal drüber nachzudenken was man da eigtl. macht !
    Zb. eine pferdebesitzerin , mit einem wunderschönen Haflinger hat mit ihrer TRAINERIN das kompliment geübt ! also ein bein auf boden kopf zwischen die beine ! naja was macht sie - die trainerin - bindet dem pferd das linke bein hoch , am sattel fesst, den strick zwischen die beine und reisst den kopf nach unten ! tada ein kompliment ! also da kann man doch nur den kopfschütteln oder !

    lg

  7. #36
    _jack_09
    Der Mensch signalisiert dem Pferd durch Augenkontakt, hochgehaltene Hand und Werfen der longe: "Ich bin einverstanden mit deiner Entscheidung zu fliehen. Geh weg! Geh nicht nur ein bisschen weg sondern mach', dass du schnell wegkommst!" So wird es vor die Wahl ständiger Flucht vor dem Menschen oder Unterordnung unter ihn gestellt. Da Pferde Fluchttiere sind und somit allein in freier Wildbahn dem Tod ausgeliefert, wird dieses Pferd als herdentier deshalb meist bald Kontakt zum Menschen suchen. Anzeichen für die Unterordnungsbereitschaft sind das Senken des Kopfes, Ohrenspiel, Schlecken und Kauen und ein enger werdender Zirkel. Sobald das Tier diese Gesten zeigt, dreht der Mensch dem Pferd die Seite zu, lässt die Schultern hängen, hält den bisher hoch erhobenen Arm mit geschlossener Hand eng vor der Gürtelschnalle und sieht auf die Hufe des Pferdes. Mit dieser Körpersprache signalisiert er dem Pferd, dass eine Beziehung durch Unterordnung möglich ist. Will das Pferd den Menschen nun als Leittier betrachten und ihm vertrauen, kommt es zu ihm und der Mensch streichelt es auf der Stirn. Dies ist der Moment des Join-Up.

    Anschließend folgt der Follow-Up, bei dem das Pferd dem Menschen nun auf Schritt und Tritt durch den Round-Pen folgt. Um es zu belohnen, bleibt der Mensch zwischendurch stehen und krault seine Stirn. Das Pferd hat die Führungsposition des Menschen akzeptiert und sucht seine Nähe, um in den Schutz der vermeintlichen Herde zu gelangen.
    Kritiker der Methode bemängeln, dass dem Pferd hier kein freiwilliger Anschluss an den Menschen ermöglicht wird, sondern dass dieser durch die ausschließliche Wahl zwischen permanenter Flucht oder Unterordnung verhindert wird. Erkennt der Mensch nicht, dass das Pferd noch nicht bereit ist, dem Menschen zu folgen, kommt es in den Status der learned helplessness.

    Auch benötigt der Trainer ein gutes Gespür für den Punkt, an dem das Pferd bei den ersten Trainingseinheiten nicht erkennt, was von ihm verlangt wird. Beide Punkte sind wichtig, um den Status der "learned helplessness" zu vermeiden. Befürworter dieser Methode führen dagegen an, dass das Pferd nicht zur Unterordnung gezwungen wird, sondern dass das 'Fortjagen' unter gegebenen Umständen abgebrochen wird, etwa wenn das Tier noch nicht bereit ist, die Führung durch den Menschen zu akzeptieren.

    Also wenn ich das was in meinen mehreren Büchern und so in der form auch im internet gefunden habe richtig interpretiert habe dann wird das Pferd nicht gescheucht bis es kaputt gemacht wird.

    Aber wie gesagt jemand der es wirklich kann sollte es auch machen ich weiß das viele Leute lesen und denken sie können es aber das JU an sich ist nicht so schlimm wie ihr es darstellt!

  8. #37
    Serinka
    Ich finde, dass beim JU nicht von einer "sanften" Methode gesprochen werden kann.
    Denn ein Pferd zu scheuchen, bis es sich unterordnet, ist keinesfalls eine sanfte Methode!
    Es gibt etwas das nennt sich "Bodenarbeit". Ich wette das viele Reiter, die JU machen, nicht einmal wissen was Bodenarbeit ist.
    Ich habe den Wunsch, mit meinem Pferd auf Vertrauensbasis zu arbeiten. Ich kann es mir nicht vorstellen, JU zu machen. Da traue ich mich nicht dran.
    Bei diesen "bekannten Pferdeflüsterern" gewinnt einfach meist der Ruhm und das ganze Geld die Überhand, ganz egal wie harmlos man begonnen hat oder wie die Absichten waren.

  9. #38
    _jack_09
    Dann seid doh froh das dein pferd kein JU braucht
    Wie gesagt nur wenn benötigt und von leuten die es wirklich können

  10. #39
    Serinka
    Ja bin ich auch Da hast du recht

  11. #40
    ~Strong-passion~
    Join up mag von Monty Roberts erst bekannt geworden sein, doch gegeben hat es das auch schon vorher. Ich habe bisher nur positives dadurch Erfahren.
    Mein Pferd war Jahre lang respektlos am Boden. Longieren?Unmöglich..Führen auf längere Zeit/Spazieren gehen, der Horror. Ständig hatte man Huf oder Bein irgendwo, oder er ist gestiegen. Nach einigen Jahren, nachdem es mit Zisch versuchen mit blauen Flecken oder Prellungen gescheitert ist,das ganze mit verschiedenen Maßnahmen abzustellen versuchte ich es mit Join Up.
    Nicht alleine, sondern mit einer Freundin, die Jahre lang Bücher/Videos studiert hat und Kurse mitgemacht hat. Sie hat mir das gezeigt und schon währenddessen erfolge erzielt! Nachdem ich dann übernommen hatte und so glücklich war endlich keinen Steiger mehr zu haben,ließ sich mein Pferd ohne Probleme longieren,Führen usw.
    Es gibt Pferde bei denen bringt auch ein Join Up nix. Natürlich soll man das nicht machen wenn man den Sinn davon nicht versteht. Es bedeutet aber nicht das man den Willen damit direkt bricht! Es kommt auch immer auf das Tier an.

  12. #41
    DyingDream
    Zitat Zitat von ~Strong-passion~ Beitrag anzeigen
    Nach einigen Jahren, nachdem es mit Zisch versuchen mit blauen Flecken oder Prellungen gescheitert ist,das ganze mit verschiedenen Maßnahmen abzustellen versuchte ich es mit Join Up.

    Was waren denn das für andere Methoden? *neugier*
    ~§~

  13. #42
    ~Strong-passion~
    Rückwärts gehen, Scheuchen, am Strick ziehen und wenn er mal meinte zubeißen zu müssen gabs natürlich nen Klatsch mit der Hand auf die Nase, denn das geht garnicht!
    Allerdings bist du auch Hilflos wenn du versucht dein Pferd mit 15 und ner Körpergröße von 1,50m zu Longieren und es rennt Zähne fletschend auf dich zu und bäumt sich vor dir auf. Aber zum Glück gehörte das in die Vergangenheit und wir haben es in den Griff bekommen

    Aufgrund dessen das mein Pferd aus schlechter Haltung kam ( Pferdehändler, der ihn vom Schlachter hatte) hatte er Anfangs panik vor Gerten und allem was aussah wie eine. Ich gehe davon aus, auch weil er eine Narbe am Bein hatte, das er mal etwas nicht so schönes erlebt hatte. Da er auch Trakehner halt, sehr Stur war und seinen Kopf immer durchsetzen wollte, kam es beim Metzger oder Händler sicher mal zu der ein order anderen Ausseinandersetzung ... wenn man dann mal oben drauf saß hat Ihn die Gerte allerdings nicht gejukt, habe allerdings auch nie Gerteneinsatz gebraucht, daher habe ich Sie sowieso selten genutzt.

  14. #43
    ***jacqueline***16
    seht mal das habe ich grad gelesen ! trifft es ziemlich gut , auch wenn ich das mit dem auto krass fand !
    http://www.pferdplus.com/news/neue-s...thode-wirklich

  15. #44
    ponnyfreundin
    Hey Leute,

    ich habe einen Join Up Kurs mal besucht und ich kann euch sagen, ALLE die dabei Ihr Pferd scheuche nur damit es rennt und ihm Stress macht ALLE die machen es auf jeden Fall falsch!!

    Join Up heißt ja nicht wie oben erklärt scheuchen!! Ich hab das mit meinem Pony mal versucht er vertraut mir sowieso und wir haben eine super Basis, die wir uns einfach durch Zeit und viel Arbeit erlangt haben.
    Ich hab Ihn 2 mal von mir weg gescheucht, beim ersten mal hat er garnicht verstanden was er tun sollte und was es für einen Sinn macht, hat sich nach dem zweiten mal sofort "ergeben" Lippen geleckt Kopf runter und so weiter. Da habe ich sofort aufgehört!! Und er ist dafür nicht mal gallopiert, das wegschicken war für ihn schon schlimm genug..!! Er kam sofort zu mir als ich aufgehört hatte und war ganz verwirrt. Ich hab ihm das nie wieder angetan, der war völlig niedergeschmettert hat sich garnicht getraut wie sonst kuscheln zu kommen und so. Er tat mir soooooo Leid.

    Dann hatten wir ein selbst gezogenes Hengstfohlen, dieser hat die beste Erziehung genossen, hat sich immer gut benommen, bis er zum Hörner abstoßen auf eine Hengstwiese gekommen ist.....
    Anfassen ohne Stress?? Fehlanzeige! Ruhiges an anderen Pferden vorbeiführen?? Ging garnicht!!
    Geschweige denn Einreiten.....

    Mit unserem zu der Zeit dann 3 1/2 jährigen Hengst Join Up. Und es hat wunder bewirkt!!!
    (großes Rounpen 25m Durchmesser, ohne Peitsche nur mit langem Strick)
    Es hat fast 2 Stunden gedauert und viel viel Geduld meinerseits. Bocken, Buckeln, Steigen, austreten, beißen, drohen alles war dabei. Immer wieder kam es so weit das er mir signalisierte ok ich ergebe mich, ist aber nie zu mir gekommen erst nach fast 2 Stunden.

    Zu den Gangarten (bevor das auch wieder jemand falsch versteht)
    Am Anfang natürlich im Schritt einfach nur von mir weg nur damit er weiterläuft, so wie beim longieren.
    anschließend je nach dem wie er sich benommen hat....
    War er lieb durfte er Traben war er Böse wurde er vorwärts geschickt im Gallopp. UND NICHT GESCHEUCHT!! ANGETRIEBEN!!!
    So bald er wieder ohne zu bocken gelaufen ist durfte er wieder Traben.

    und das 2 Stunden lang zum Schluss...

    Ergebnis:
    Ruhe im Pferd ohne Stress, genervt war nur ich weils so lange gedauert hat.
    Pferd: Keine Probleme mehr, hier und da zwar immer noch, aber anschließend wurde er geritten ist lieb unterm Sattel, führt sich aber trotzdem noch auf wie ein Hengst wenn er an einer Stute vorbei kommt was ganz normal ist.

    Jetzt ein Jahr später wurde er gelegt und das Hengstgehabe ist auch vorbei...
    Geändert von ponnyfreundin (05.10.2012 um 08:50 Uhr)

  16. #45
    QueenofShadows88
    Hallo alle zusammen,

    ich bin durch Zufall auf das Forum gestoßen, weil ich eigentlich was suche, was mir hilft mich auf mein eigenes Pferd vorzubereiten. Hier mal mein Problem und ein paar Gründe wie das Problem entstanden ist:

    Ich bin 24, reite seit 16 Jahren (Araber) und habe eine Gehbehinderung, mit GdB 70. Ich bin passionierter Freizeitreiter habe aber Grundkenntnisse in Dressur und Springen (was im Wald im Weg ist wird halt mal Übersprungen).

    Die Stute die ich normalerweise reite ist von und für Nichtbehinderte ausgebildet, was an und für sich kein Problem ist, nur das es das Aufsteigen etwas schwerer macht. Auf Grund meiner Behinderung wird mir allerdings nicht gestattet, alleine ins Gelände oder auf den Platz zu gehen, wofür ich Verständnis habe, schließlich liegt beim Besitzer ja die Verantwortung für Pferd und Reiter. Leider schränkt es meine Möglichkeiten und die Zeit ein, die ich aufs Pferd kann. Jetzt spiele ich schon seit fast 2 Jahren mit dem Gedanke mir ein eigenes Pferd zu zulegen, stehe aber vor dem Problem nicht zu wissen, wie und was ich mit ihr machen kann bzw. sollte, damit ich sie sozusagen auf meine Behinderung einstellen kann und mich eben auch auf Sie. Literatur gibt es so gut wie keine, hab mich schon umgeguckt aber die meisten Bücher die sich mit behinderten Reitern auseinandersetzten sind Ratgeber fürs reiten selber und nicht für das Trainieren von Pferden.

    Vielen Dank im Voraus für eure Hilfe und euren Rat.

    Liebe Grüße

    QueenofShadows88

  17. #46
    honeyleschoki
    Der Text ist sehr informativ und ich finde es gut, das so etwas mal angesprochen wird! Ich selber habe auch eines gemacht, weil meine RB kein bisschen auf mich regiert hat, habe allerdings bewusst peitsche weg gelassen und nur ab und zu die Hand in der ich den strick hatte gehoben.
    Es hat sehr geholfen, jedoch werde ich kein weiteres durchfrühren, da es meine allerletzte Option war. Ich werde weiter mit T Touch arbeiten und mit ihr spazieren gehen, doch die erfolge zeigen sich jetzt schon... Habe aber, muss ich sagen, von viele gehört, die anderen raten ein JU zu machen, mit Peitsche, ordentlich treiben, bis Pferd nicht mehr kann. Das ist meiner Meinung nach nicht der richtige weg....

    Vielen Dank für den interessanten Beitrag LG
    HoneyLeSchoki

  18. #47
    Bettina7
    Hallo!
    Ich möchte kurz auf dieses Thema antworten, weil ich hier oft gelesen habe, dass Methoden wie JU die letzte Option für manche sind. Und so etwas zu lesen trifft mich sehr! Ich weiß, dass es gerade im Umgang mit Pferden die landläufige Meinung ist "gewinnen zu müssen!" Das wurde mir auch selbst von meinen unterschiedlichen Reitlehrern so erklärt. Viele Jahre lang dachte ich deshalb, dass ich nie mit Pferden umgehen könnte, denn ich gehöre nicht zu denen, die ihre Interessen ohne Rücksicht auf Verluste durchsetzen. Erst mein erstes eigenes Pferd, das mir mein Reitlehrer schenkte, weil er selbst nicht mit ihm zurechtkam, änderte alles, was ich dachte über Pferde zu wissen. Und eigentlich ist es meiner Meinung nach auch ganz einfach, wenn man 2 Dinge beachtet: Die eigene Meinung und die seines Pferdes! Die Methoden in denen man Druck aufbaut um das Pferd zu unterwerfen oder gefügig zu machen klappen bei 90% aller Pferde. (Wobei man solche Mittel bei diesen Tieren gar nicht bräuchte!) Die restlichen 10 % wehren sich gegen all diesen Druck bis zu ihrem Untergang. Ich habe 3 solche Pferde Zuhause in meinem Stall stehen. Sie alle hätten keine Chance mehr gehabt, weil ihre Vorbesitzer dachten, dass sie sich mit möglichst viel Druck durchsetzen müssen. Ich liebe jedes meiner Pferde für seine Charakterstärke, dafür, dass sie sich zu nichts zwingen lassen und zugleich alles für einen tun, wenn man sie nur freundlich darum bittet!
    Letztlich muss sich jeder von uns Menschen die Frage stellen, was er von seinem Pferd will! Soll es ein funktionierender Roboter sein, der auf Knopfdruck funktioniert, oder will man einen Freund, der seine Meinung äußern darf, selbst wenn diese nicht immer mit meiner eigenen übereinstimmt. Mit negativer Verstärkung und Methoden die auf negativem Druck basieren, wie dem JU bekommt man einen Sklaven, aber sicher keinen Freund. Das ist zumindest meine Erfahrung und die, meiner Pferde.
    Und was soll man nun mit einem „schwierigen“ Pferd tun? Werden jetzt vielleicht manche denken? Ganz einfach! Immer das, was man tun kann und was dem Tier angenehm ist! Kann man es nicht reiten, dann geh mit ihm spazieren. Kannst du es nicht führen, dann arbeite frei mit ihm auf dem Reitplatz. Wenn ihr euch in dem, was ihr mit einander könnt eine ehrliche Basis erarbeitet habt, folgen viele kleine Zwischenschritte bis zum angestrebten Ziel! Druck oder Rangordnung klären ist nicht nötig! Denn egal wie sehr du dich bemühst, dein Pferd weiß, dass du kein Pferd bist! Zum Glück!!

Diskussion zum Thema Join Up im Forum Pferde Ausbildung und Reiten bzw. Hauptforum Pferde Forum:
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