Märchen der Hundehaltung


  1. #31
    sternchen
    Ich habe auch mal was vor Jahren gehört, man
    soll den Hunde auf den Rücken drehen und ihm in dieser Postion lassen, auch wenn er sich wehrt damit man ihm zeigt wer der Herr im Haus ist-...

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    Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Heike zu werfen.



  3. #32
    Fini

    Huhu Sternchen,
    Die Alpharolle sollte endlich der Vergangenheit angehören. Aber erst vor ein paar Wochen habe ich im Fernsehen gesehen wie ein selbsternannter Hundetrainer einen Hund gepackt hat und ihn quasi auf den Rücken geschmissen hat. Der arme Hund hat fürchterlich geschrien. Das Vertrauen ist dann natürlich weg, sowas hat Null Lerneffekt und zerstört die Bindung. Schlimm, wenn die Zuschauer das glauben und dann zu Hause mal eben nach machen.
    Geändert von Fini (09.01.2008 um 15:40 Uhr)

  4. #33
    NcsF
    Zitat Zitat von Favole Beitrag anzeigen
    Eine Hündin "bestraft" ihre Welpen, indem sie sie leicht mit den Zähnen zwickt. Oder wenn sie zu aufdringlich werden geht sie einfach weg und ignoriert sie, bzw. leckt sie ab um sie zu beruhigen.
    Im Nacken schütteln ist eine Morddrohung ohne Folgen. Daduirch sagst du dem Hund "Ich bring dich jetzt um!" ohne wenn und aber. Wenn es erstmal so weit ist und ein Hund ein andre Tier oder was auch immer im Nacken packt und schüttelt gibt es keine Gnade mehr. Du machst das dann aber (hoffentlich) nicht, es bleibt also ohne Folgen und mal ganz abgesehen davon, was dein Hund innerlich durch macht und was er für Stress und Angst dadurch hat, zerstörst du dadurch nur sein Vertrauen und die "Glaubwürdigkeit" von dir.
    Die beste Art Hunde zu erziehen geht meiner Meinung nach immernoch übers Belohnen und nicht übers bestrafen. Gegen ein scharfes "Nein" spricht nichts, aber auf keinen Fall handgreiflich werden!

    Wie bitte soll man jemanden nur durch Belohnung erziehen????
    Man geht doch als Elternteil auch nicht zu seinen Kindern und sagt: Ja ist zwar ne 6, aber hast du doch toll gemacht, super mein Schatz ist alles in ordnung!!!
    Oder als Lehrer hängt man seinen Schülern doch auch keine Schokolade (oder in der heutigen Zeit ne Playstation) an die Tafel nur damit sie zu einem schauen...
    Wieso soll man nicht auch mal Körperlich werden? (in maßen grenzen setzten ist doch okay)
    Meiner Meinung lernen Hunde viel Besser und schneller wenn sie auch mal Kritik erntern, an dem Sprichwort "wer nicht hören will muss fühlen" ist schon irgendwie was dran, natürlich muss man in der Lage sein zu Dosieren, aber meinem hund hat es nie geschadet und viele hunde sind glücklicher durch eine konsequente Führung.

    Zum Nacken schütteln:

    Ich habe meinen Hund letztens mal beobachtet wie er mit einem Welpen gespielt hat. Als der kleine ihm so sehr auf die Nerven ging hat er ihn auf den Rücken geschmissen und mit seinem Maul den Hals umgriffen, dabei hat er dann auch mal als der kleine noch wild war auch mal ein bisschen nach links und rechts gebeutelt (aber von schütteln war das keine Rede). Der kleine war dann zwar ruhig hatte aber danach sofort wieder angefangen, dann hat mein Hund den Schnauzengriff angewendet, und dann war Ruhe.

  5. #34
    Chipi
    Zitat Zitat von NcsF Beitrag anzeigen
    Man geht doch als Elternteil auch nicht zu seinen Kindern und sagt: Ja ist zwar ne 6, aber hast du doch toll gemacht, super mein Schatz ist alles in ordnung!!!
    Aber es geht doch auch gar nicht darum, falsches Verhalten (oder schlechte Noten) zu belohnen. Man belohnt das richtige Verhalten, und Fehler werden "mit Verachtung gestraft", wie es so schön heißt.

    Für (Menschen-)Kinder, um den Vergleich weiter zu strapazieren, ist es sehr wohl schlimm, von ihren Eltern ignoriert und dadurch eben bestraft zu werden, weil Menschen eben soziale Wesen sind, genau wie Rudel- oder Herdentiere. Für diese Tiere ist es doch das schlimmste überhaupt, wenn ihr Rudel (ihre Familie) ihnen die kalte Schulter zeigt oder sie gar ausstößt (oder eben aufgrund von Fehlverhalten von der Herde wegschickt/ignoriert).

  6. #35
    melfreakz
    Ich belohne meinen Hund natürlich auch viel lieber, als dass ich ihn bestrafe, aber wenn sie etwas anstellt kommt von meiner Seite nur ein knallhartes "Raus!" und sie muss dann im Flur so lange verweilen, bis ich ihr erlaube wieder hereinzukommen... Wenn sie aber wieder so richtigen Mist angestellt hat, wie z.B. heimlich Sachen vom Tisch zu essen, während ich kurz in der Küche bin, sperre ich sie für 10 Minuten ins Bad... Für uns ist dies die beste Lösung...
    Von Gewalt an Hunden und Kindern halte ich so oder so nichts und wer einen Hund oder ein Kind handgreiflich bestraft hat den Begriff "Erziehung" eindeutig nicht verstanden...

    MfG
    Melly

  7. Adbot

  8. #36
    Mikki
    Tessa ist anderen Hunden gegenüber sehr skeptisch geworden, weil sie sehr oft schon angegriffen wurde. Aufdringliche Hunde mag sie gar nicht und ab und an kam es auch vor, dass sie gerade bei jungen Hunden dazu neigte übertrieben zu reagieren, indem sie dann plötzlich auf Angriff ging.

    Das passte mir nicht, weil ich keine Kampfmaschine haben wollte und machte ihr das dann ein paar Mal mit dem berühmten Griff ins Nackenfell verständlich.
    Wenn sie sich schuldig fühlte, dann warf sie sich dabei hin und drehte sich auf den Rücken sofort, wenn sie meinte sie sei im Recht gewesen, dann fiepte sie, als wäre ich ihr ans Leben gegangen und unterwarf sich nicht. Stattdessen guckte sie mich vorwurfsvoll an.
    Ich schimpfte sie dann aus und sagte ihr, sie solle lieb sein mit dem oder dem Hund... und nannte dann auch den Namen von dem anderen Hund. Das hat jedenfalls gewirkt.
    Ansonsten mache ich viel über Körpersprache mit brummen und knurren, so wie sie es halt auch mit mir macht, denn von einem Klaps oder so halte ich nichts.
    Ich hab ihr einmal eine auf den Popo gehauen, aber es war wirklich eine Reflexreaktion, Einer meiner damaligen Wellensittiche machte eine Tiefflug und sie wollte ihn mit einem großen Sprung sich greifen, in dem Moment brüllte ich ganz laut Nein und haute sie dabei noch im "Flug" halt auch... :-( das tat mir hinterher furchtbar Leid und war mit eine Lehre, aber ich kriege heute noch ein schelchtes Gewissen, wenn daran nur denke. :-(

    An einem See ich hab mal einen Mann gesehen, wie er seinen Schäferhund am Halsband hochhob, also richig bis über seinen Kopf (es war ein sehr kräftiger Mann) und ihn schüttelte, um ihn für irgend was Lapidares zu bestrafen... man sah dem Hund an, dass er regelrecht gewürgt wurde und verzweifelt nach Luft rang, ich war total entsetzt und hab den sofort angebrüllt, dass er sowas lassen solle, ansosten würde ich ihn anzeigen. Naja... klar, dass der sofort zurückgebrüllt hat und mir zu verstehen gab, dass es seine Sache sei und es mich einen Schei... dreck angehe. Ich wiederholte nur, dass ich, wenn ich sowas nochmal sehen würde oder er den Hund schlägt die Polizei darüber informieren würde. Er brubbelte noch irgendwas rüber, was ich nur noch in Wortfetzen verstand... es war nichts Gutes..*lach*

    LG Mikki

  9. #37
    Hermann-Johann
    Zitat Zitat von simone Beitrag anzeigen
    Hallo,

    das Sprichwort: Hunde die bellen, beissen nicht!, habe ich bisher auch immer so ähnlich interpretiert. In einem anderen Forum hiess es aber, das es schon richtig ist. Es bedeute nämlich, das ein Hund der gerade bellt, nicht gleichzeitig beissen kann . Was ist denn nun richtig?

    LG Simone
    Solange wie meine Tatras bellen werden sie dich nicht beissen, sie sagen dir eindringlich "geh nicht weiter". Gehst du weiter werden sie dich mit sehr tiefem Knurren und scheinangriffen eindringlicher warnen. Gehst du immer noch weiter werden sie dich niederwerfen. Gibst du dann immer noch nicht auf werden sie in allerletzter Konsequenz zubeißen. So ungefähr läuft der Angriff bei Herdenschutzhunden ab, Fini müsste es bestätigen können. Ich kenne das bis auf das beißen zu genau von meiner Hündin wenn fremde nicht auf mich hören wenn ich sage "lass sie einfach in ruhe".

  10. #38
    Sepp
    Zitat Zitat von Fini Beitrag anzeigen
    Märchen der Hundehaltung

    Leider gibt es über Hunde immer noch viele falsche Aussagen, wir wollen hier ein bisschen aufklären.


    „Der hat noch Welpenschutz, dem tut keiner was…“
    Einen Welpenschutz gibt es nicht. Daran sollte man immer denken, wenn man mit seinem Welpen auf fremde Hunde trifft, denn sollte der fremde Hund doch mal zu schnappen, kann es sein das der Welpe bei Hundebegegnungen demnächst unsicher reagiert oder Angst hat.
    Nur in einem „Hunderudel“ genießen die Welpen weitestgehend „Narrenfreiheit“.

    „Wenn er in die Wohnung macht, muss man ihn nur mit der Nase in seine Exkremente drücken und schimpfen, dann lernt er das“
    Das ist Unsinn! Das zerstört nur das Vertrauen, mehr nicht! Der Hund lernt daraus sicher nicht, dass er nicht in die Wohnung machen darf! Er versteht den Zusammenhang gar nicht, da er sein Verhalten nicht mit dieser Bestrafung verknüpfen kann.

    "Der weiss genau was er falsch gemacht hat"
    Viele Hundhalter sind der Meinung das ihre Hunde auch lange nach einer "Tat" (z.B. zerrissene Kissen, zerkaute Schuhe usw.) wissen was sie falsch gemacht haben. Das stimmt nicht! Oft spürt der Hund einfach von vornherein das wir aufgebracht und verärgert sind, um diesen Ärger aus dem Weg zu gehen versucht er zu beschwichtigen. Diese Beschwichtigung wird von vielen Hundehaltern falsch ausgelegt - man glaubt der Hund habe ein schlechtes Gewissen. In wirklich keit aber weiss der Hund nicht warum wir verärgert sind. Demnach darf man einen Hund dann auch nicht mehr für sein Fehlverhalten bestrafen!


    „Eine Hündin muss einmal in ihrem Leben Welpen bekommen haben“
    Leider ist dieses Märchen immer noch verbreitet! Warum sollte eine Hündin einmal Welpen bekommen haben? Die Hündin wird es nicht missen, da sie nicht weiß wie es ist Welpen groß zu ziehen. Es hat weder gesundheitliche- noch psychische Folgen, wenn eine Hündin keine Welpen bekommt. Im Gegenteil eine Trächtigkeit und die Aufzucht der Welpen bedeuten auch Stress.
    Viele vergleichen Hündinnen mit Menschen, die auch traurig sind, wenn sie keine Kinder in die Welt setzen können, vergessen dabei aber die Tatsache, dass die Hündin nach 6-7 Wochen die kleinen entwöhnt und sie weggegeben werden und die Hündin sie hinterher auch nicht mehr wieder erkennt, also wofür dann mind. einmal decken lassen? Um der Hündin Stress zu machen, weil man fälschlicherweise menschliche Gefühle und Bedürfnisse auf die Hündin projiziert hat?
    (in zusammenarbeit mit sweetroke)


    „Von Käse wird der Geruchsinn eines Hundes schlechter“
    Das ist natürlich Quatsch, Käse hat keinerlei Einfluss auf den Geruchsinn! Wie sollte der auch den Geruchsinn verderbe

    „Hundetrainer wissen immer genau was sie tun“
    Die Bezeichnungen "Hundepsychologe" oder "Hundetrainer" sind nicht geschützt, demnach kann sich jeder Hundepsychologe nennen. Wenn man Hilfe bei einem Hundetrainer sucht, sollte man sehr genau auf die Kompetenz eines Trainers achten. Der Trainer sollte auf jeden Fall gewaltfrei arbeiten!

    „Kastration hilft gegen Fehlverhalten“
    Falsch! Es können sich nur Verhaltensweisen verändern, die mit dem Geschlechtshormonen in Verbindung stehen, da diese nach einer Kastration kaum noch gebildet werden. Gegen Fehlverhalten hilft nur gute Erziehung.

    „1 Hundejahr entspricht 7 Menschenjahren“
    Falsch! Das Alter kommt auch auf die Größe des Hundes an. Kleine Hunde werden in der Regel älter als große Hunde. Ein großer Hund gilt schon ab ca. 8 Jahren als alt, ein Kleiner Hund erst ab ca. 10 Jahren. Und eine Hündin kann schon ab einem Alter von 6 Monaten das erste Mal läufig werden.

    „Hunde die bellen, beißen nicht“
    Das ist Unsinn!
    Ob ein Hund beißt oder nicht kann man nicht daran festmachen, ob er bellt oder nicht!




    Alle Informationen wurden von Fini dem Tierforum.de zur Verfügung gestellt. Die Weiterverwendung des Textes ist nur mit diesem Copyright und nur nach Absprache gestattet. Hinweise, Anregungen und weitere Informationen sind gerne willkommen.



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    Wenn ihr bei der Aufklärung über Märchen in der Hundehaltung helfen wollt, könnt ihr diesen Text gerne, unter Nennung der Quelle (mit Copyright), verbreiten!

    Wenn ihr auch noch ein paar Märchen zu bieten habt, dann her damit.
    Am besten ihr schickt es Elstertier, Ricalein oder mir per PN und wir fügen es dann direkt in die Liste ein, natürlich mit eurem Namen.
    Wenn etwas korrigiert werden muss, einfach bescheid sagen.


    Liebe Grüße

    Ein wirklich sehr guter Beitrag, den jeder Hundehalter lesen sollte.

    Beim Käse sollte man noch ein bißchen differenzieren, da es auch den guten Pfeffer - oder Knoblauchkäse gibt ( den esse ich sehr gerne ).

    Mit dem Nackenschütteln ist das so eine Sache .

    Tatsache ist aber, das Welpen " körperlich " von der Mutter gemaßregelt werden, wenn sie gegen instinktive Verhaltensregeln verstoßen.

    Das eigentliche Problem liegt aber nicht am Schütteln.

    Sondern an der motorischen Fähigkeit des Menschen.

    Denn der ist viel stärker als die Hündin.

    Deshalb setzen viele Hundebesitzer zu viel Kraft beim Nackenschütteln ein.

    Also bitte nur leichtes Unbehagen durch den Nackengriff erzeugen und keine rohe Gewalt.

    Und bitte nicht unmittelbar hinter den Ohren zupacken, denn Hunde sind da sehr schmerzempfindlich.

    Ein leicht verstärkter Griff am Hunderücken, zeitorientiert ( direkt während des Fehlverhaltens , später ist es unsinnig ) erkennt jeder Hund und assoziiert es direkt mit der Situation.

    Ein guter Hund muß seinen Halter als Rudelführer anerkennen.

    Führt man ihn zu weich, kann der Hund keine Sozialisierung erfahren.

    Führt man ihn zu hart, gehorcht er nur durch Angst.

    Arbeitet man aber konstruktiv , ohne rohe Gewalt, erkennt der Hund schnell an der Mimik seines Halters, ob er gegen Regeln verstößt.

    Es ist ein natürliches Bedürfnis jeden Hundes , sich zu unterwerfen oder zu führen.

    Lebt er unter Menschen , muß er sich unterwerfen.

    Der Mensch führt und gibt die Regeln vor.

    Das das vielen Hundehaltern nicht gelingt, ist ein Beweis dafür, das man mit den Bedürfnissen seines Tieres, nicht vertraut ist.

    Das führt leider dazu, das Hundehalter immer wieder negativ in den Medien definiert werden.

    Und das zum Nachteil der großen, verantwortungsvollen Gruppe der Hundehalter.

    MfG Sepp

  11. #39
    taddy
    stimmt es das sich ein hund ergibt wenn er sich auf den rücken legt?oder ist das auch ein märchen? gruss taddy

  12. #40
    Kompassqualle
    stimmt es das sich ein hund ergibt wenn er sich auf den rücken legt?
    Im Grunde schon, denn auf den Rücken legen ist ein sehr starkes "Calming Signal" mit dem der Hund z.B. in einem Rangkampf anzeigt, dass er dem anderen die größeren Rechte einräumt bzw seine ranghöhere Situation anerkennt.

    Allerdings gibt es noch eine ganze Reihe anderer Calming Signals, die Anerkennung eines Ranghöheren muss also nicht immer durch auf-den-Rücken-legen ausgedrückt werden.
    Hier sind viele Calming Signals anhand von Bildern erklärt:
    http://www.bordermix.de/Hundekunde/calmingsignals.html

    Auf den Rücken legen ist nur dann als eine richtige Unterwerfung zu verstehen, wenn der Hund sie freiwillig ausführt, untereinander zwingen sich Hunde niemals in diese Position (außer in Beschädigungskämpfen).

    Im Zusammenleben mit unseren Hunden müssen wir diese Geste nicht von ihnen fordern um uns sicher sein zu können der "Chef" zu sein, ob Mensch und Hund eine gute und gefestigte Bindung zu einander haben zeigt sich in vielen Alltagssituationen und hat nichts damit zu tun, ob der Hund sich regelmäßig durch Auf-den-Rücken-legen "unterwirft" oder nicht.
    Wenn Hunde zuhause entspannt sind und sich wohl fühlen, wird man aber häufig sehen, dass sie sich auf den Rücken drehen ohne das sie in der Not wären sich zu unterwerfen, einfach weil es bequem ist, oder weil sie möchten, dass wir ihnen den Bauch kraulen
    Diese Form von auf den Rücken drehen in gewohnter und entspannter Umgebung kann man als Vertrauensbeweis sehen, der Hund zeigt uns seine verwundbare Seite, weil er uns vertraut.

    Über die Bedeutung von Rangkämpfen und das Auf-den-Rücken-legen haben wir hier noch einen recht ausführlichen Thread:
    https://www.tierforum.de/t70096-kommentkampf-und-unterwerfung.html

    [

  13. #41
    mosate
    Wenn man Hunde an die Ohren packt und ein wenig ziept merkt er was er falsch gemacht hat

    Totaler Schwachsinn, das Ohr eines Hundes ist sehr empfindlich und hat nichts damit zu tun was er falsch macht oder nicht

  14. #42
    Kasary
    Zitat Zitat von Kompassqualle Beitrag anzeigen

    Auf den Rücken legen ist nur dann als eine richtige Unterwerfung zu verstehen, wenn der Hund sie freiwillig ausführt, untereinander zwingen sich Hunde niemals in diese Position (außer in Beschädigungskämpfen).

    [
    Die Betonung liegt hier vorallem auf freiwillig...

    Viele glauben, das man einen Hund mit dieser Geste unterwerfen kann.
    Es ist aber unabdingbar, das der Hund sich FREIWILLIG auf den Rücken legt.

    In Wolfskämpfen gibt es verschiedene Arten von "auf den Rücken legen". Der unten liegende Hund zeigt erst dann, das er sich unterwirft, wenn er nichtmehr zappelt oder hochschnappt. Gerade beim spielen tummeln sich Hunde manchmal auf dem Rücken, aber solange sie noch nach oben agieren, haben sie die Unterwerfungsgeste noch nicht akzeptiert. Der Hund der oben liegt ist also weder gestört, noch aggressiv, wenn er weiterhin versucht den unten liegenden Hund zu untergraben.

    Allerdings: Die Situation, das ein Wolf einen anderen Wolf gegen dessen Willen zu Boden drückt, gibt es nur in Ernstkämpfen und dabei geht es in den meisten Fällen um Leben oder Tod. Als Hundehalter den Hund nach unten zu drücken, ohne das dieser sich freiwillig auf den Rücken dreht, bedeutet also "Todeskampf"

  15. #43
    Susi08
    Ein schöner Thread Zum Lachen und Kopf schütteln...vorallem die Tatsache das noch so viele Leute glauben das sowas funktioniert: „Wenn er in die Wohnung macht, muss man ihn nur mit der Nase in seine Exkremente drücken und schimpfen, dann lernt er das“ ist doch wirklich traurig allerdings muß ich zugeben das ich das mit den Hundejahren auch lange geglaubt habe. Da hab ich schon wieder was dazugelernt! Danke Fini

  16. #44
    Vanessa vs. Nessi
    Wenn mein Hund etas anstellt was er eigentlich nicht hätte zun solln, z.B: ne Vase runtergeschmissen, dann geh ich hin zu der Vase sag " nein, nein . Pfiu" und das wars. Ich rede auch oft mit meinen Hund, so ziemlich über alles. Und wenn er mal was kaputt macht werde ich nicht gleich böse und schrei ihn an. Ich rede mit ihm. Den er macht auch fehler. So wie wir menschen auch.

  17. #45
    Kasary
    @Vanessa: Ich rede auch mit meinem Hund, allerdings muss man als Mensch schon tierisch aufpassen, dass man seinen Hund nicht "Vollschwafelt". Zuhause erzähl ich meinem Vierbeiner auch die dollsten Sachen, aber wenn man die Ausführung eines Kommandos erwartet, dann sollte man sich auch auf dieses beschränken und keinen Roman drumherum packen. Das führt nämlich nur zur Verwirrung und der Hund wird es vermutlich ignorieren.

    Beispiel: Hund soll sitz machen

    Besitzer: Sitz! Sitz! Hund mach doch Sitz! Sitz! Hab ich dir nicht gesagt du solst Sitz machen? Komm schon, davorne kommen Leute, die gehen sonst nicht vorbei, also mach fein Sitz! Bitte, bitte, du bekommst auch ein Leckerchen dafür! Komm mach Sitz!

    Solche Dialoge trifft man in der Realität wirklich recht häufig an und es ist kein Wunder, das der HUnd alles macht, nur nicht sitz.

    Das was wir unseren Hunden erzählen ist persönliches Vergnügen. Dem Hund ist es egal, denn er versteht es sowieso nicht. Auch brauch er keine Erklärung, warum er etwas so oder so machen soll, er spricht ja kein deutsch. Eine Tatsache die in den Köpfen vieler liebevoller Hundehalter leider noch nicht ganz angekommen ist...

  18. #46
    Pu3pPy
    „Hundetrainer wissen immer genau was sie tun“
    Die Bezeichnungen "Hundepsychologe" oder "Hundetrainer" sind nicht geschützt, demnach kann sich jeder Hundepsychologe nennen. Wenn man Hilfe bei einem Hundetrainer sucht, sollte man sehr genau auf die Kompetenz eines Trainers achten. Der Trainer sollte auf jeden Fall gewaltfrei arbeiten!
    das ist ja gut das ich das gelesen habe. wir haben uns nämlich eine hundetrainerin gesucht die mobil ist und eine gefunden.. wir hatten auch schon eine probestunde.. und so wie sie kam hab ich echt gedacht da käme ein admiral von der bundeswehr..
    ich denke meine hunde haben gesüprt das mit ihr was nicht stimmt..oki meine hunde bellen auch so die brauchen nämlich dringend erziehung aber bei ihr konnte ich das schon verstehen..so geheuer war sie mir auch nicht.
    die hunde haben gebellt wie blöd und haben sich nicht mehr einbekommen.. da nahm sie so ketten aus der tasche und wars die den hunden vor die füsse.. ich dachte ja zuerst sie will die hunde damit abwerfen..

    wie soll ich das verhalten von der frau einschätzen? darf sie sowas machen oder soll ich mich dann doch lieber umschauen nach jemand anderem?

  19. #47
    SusanneC
    Hunde mit was lautem, scheppernden zu erschrecken kann sinnvoll sein, muss aber nicht, und man sollte schon in einem vorgespräch klären, ob die Methode sinnvoll ist, bevor man sie anwendet - und einfach auch den halter fragen, ob er das möchte.

    Bei manchen Hunden ist es sicher nicht die schlechteste Methode, aber jetzt einfach so ohne vorher was dazu zu sagen finde ich nicht toll, das ist jetzt schon eher eine methode für wirklich schwierige Hunde, und nicht gerade für die ersten erziehungsversuche - und wenn man sowas zu oft macht hilft es sowieso nicht mehr.

    Such dir jemand, mit dem du dich auch wohl fühlst, schließlich musst vor allem Du lernen, wie Du die hunde erziehen kannst, und nicht die Hunde irgendwas. Was bringt es, wenn sie beim trainer gehorchen, dir aber weiter auf der nase rumtanzen, weil du nicht gelernt hast was zu ändern?

  20. #48
    Pu3pPy
    da hast du recht.. sie hat uns das erst gesagt nachdem sie das gemacht hatte.. fand ich auch zuerst komisch.
    ich mein unsere hunde sind zwar schon schwierig aber mit denen wurde bis jetzt auch nicht so trainiert und ich denke wenn man nach vielem üben immer noch keine erfolge hat dann muss man nach anderen sachen gucken aber nicht zuerst ..

    ja ich habe hier schon jemand gefunden der im ort ist..da werde ich einfach nachfragen.

  21. #49
    Schattenseele
    Mir wurde heute beim Spaziergang gesagt "Oh na da haben Sie aber Glück. Ein Dackel. Ein kleiner Hund braucht weniger Auslauf als meiner" (Labrador).
    Märchen oder nicht !?
    Ich würde das nicht pauschalisieren, denn meiner liebt lange ausgedehnte Spaziergänge. Ich mache aber auch mal Pause und hab immer was zu trinken für Maxi mit.

  22. #50
    birgit2010
    Das finde ich auch. Lg Birgit mit Virginia und unvergessen Jennj

  23. #51
    Flumina
    Huhu

    Gerade kleine Hunde sind offt viel ausdauernder als Große. Ok ein Husky ist schon eine Sportskanone aber auch ein Westi kann richtig viel fordern.

    Nur mal als Beispiel

  24. #52
    Löwin
    Zitat Zitat von Fini Beitrag anzeigen
    „1 Hundejahr entspricht 7 Menschenjahren“
    Falsch! Das Alter kommt auch auf die Größe des Hundes an. Kleine Hunde werden in der Regel älter als große Hunde. Ein großer Hund gilt schon ab ca. 8 Jahren als alt, ein Kleiner Hund erst ab ca. 10 Jahren. Und eine Hündin kann schon ab einem Alter von 6 Monaten das erste Mal läufig werden.
    Das überrascht mich jetzt doch total!

    Ich dachte immer, große Hunde werden wesentlich älter. War auch sehr bedrückt, als ich zum ersten Mal nachgegoogelt habe, dass die Lebenserwartung von Havanesern und Maltesern (Jogis Mix) nur etwa 12 Jahre beträgt.

  25. #53
    nudl
    nur 12? Das ist scho ordentlich Die höchste lebenserwartung haben meines wissens (klein/zwerg/toy) Pudeel und Chihuahuas, die bei ca 15+ Jahre liegt.
    Dobi, Dogge und co liegen bei nur 8 Jahren.
    Die meisten kleinen Hunderassen werden schon deutlich älter als die großen.

    Wobei es natürlich auch ausnahmen gibt.

  26. #54
    *Mischling*
    Ich kenne das aber auch so, je kleiner der Hund, desto älter wird er.... ein Dackel liegt glaube ich bei ca. 13 Jahren, unser Hovi nur bei ca. 10.....

    Dennoch erscheinen einem auch 20 Jahre schon zu wenig, wenn man seinen kleinen Schatz wirklich gerne hat... Am liebsten wäre es ja wahrscheinlich jedem, sein Hund würde mit einem gesund bis ins hohe Alter leben, leider ist das ja nicht so

  27. #55
    Löwin
    Zitat Zitat von nudl Beitrag anzeigen
    nur 12? Das ist scho ordentlich Die höchste lebenserwartung haben meines wissens (klein/zwerg/toy) Pudeel und Chihuahuas, die bei ca 15+ Jahre liegt.
    Dobi, Dogge und co liegen bei nur 8 Jahren.
    Die meisten kleinen Hunderassen werden schon deutlich älter als die großen.
    Wirklich? Ich bin jetzt echt baff, weil man doch so oft von Hunden liest, die ca. 16 Jahre alt geworden sind.

    Das Hundi, das wir hatten, als ich noch klein war (leider kann ich mich kaum noch daran erinnern!) ist 17 geworden. War aber auch eine eher Kleine, Pudel-Dackel-kreuz-und-quer-Mischung.

    Zitat Zitat von *Mischling* Beitrag anzeigen
    Dennoch erscheinen einem auch 20 Jahre schon zu wenig, wenn man seinen kleinen Schatz wirklich gerne hat... Am liebsten wäre es ja wahrscheinlich jedem, sein Hund würde mit einem gesund bis ins hohe Alter leben, leider ist das ja nicht so
    Ja, absolut...

    Ich habe Jogi ja noch nicht einmal ein halbes Jahr bei mir, trotzdem kann ich mir schon gar nichts mehr ohne ihn vorstellen. Heute z.B. ist er mit Papa in der Arbeit, weil ich später nach München fahren muss - und das Haus ist gerade so leeeeer!

    ...Naja, es liegen ja hoffentlich noch viele, viele schöne Jahre vor uns!

  28. #56
    nudl
    ich kenne auch ein paar Chis, die 18 Jahre alt sind, aber keinen einzigen großen Hund, der dieses alter erreicht.
    Liegt auch daran, dass viele große rassen prädestiniert für oft tödlich verlaufende Krankheiten sind.

  29. #57
    *Mischling*
    Das ist leider wahr... Der einzige größere Hund, der so alt geworden ist, den ich kenne, war der Mischling meiner Oma mit stolzen 18 Jahren. Sie hatte ein Stockmaß von ca. 55cm, wobei das ja jetzt auch nicht die Welt ist und beim Mischling ist das eben doch noch einmal anders. Sie musste aber leider eingeschläfert werden, weil es ihr die Arthrose langsam unmöglich machte, aufzustehen oder zu laufen... Dazu kamen dann eben noch Wasser in der Lunge und andere "Alterskleinigkeiten".... Beim großen Hund setzt das leider viel früher ein, als beim kleinen.

    LG

  30. #58
    Bingolo
    unser erster Hund war ein mallorquinischer "Schäferhund" Mix ... 68 cm Stockmaß...er wurde 16 Jahre alt.
    Und meine Brandy wird mit ihren 53 cm im Juni 13 Jahre.....(und hat auch noch ganz viele vor sich *festdranglaubt*)

    ich denke das kommt auch auf den Hund selbst an....auf das Erbgut und ein wenig wahrscheinlich auch auf die Haltung....
    (und Mischlinge scheinen tatsächlich robuster zu sein...da sie meistens von den "Rassetypischen" Krankheiten "verschont" bleiben.....)

  31. #59
    sara.michel
    Danke für diese interessanten Infos. Das bringt hier sicher einigen die nötige Klarheit.

    Ich hab noch eine Aussage bei der ich mirr nicht ganz sicher bin. Habe schon öfter gehört, dass Hunde keine gewürztes Essen zu sich nehmen dürfen, da das für sie ungesund ist. Das würde ja bedeuten dass man seinem Hund nie Essensreste geben sollte.
    Kann mir jemand sagen ob an dieser Aussage was dran ist oder ob es völliger Schwachsinn ist.

    Danke
    LG Sara

  32. #60
    *Mischling*
    Es kommt auf das Gewürz und dessen Menge an. Z.B. Salz füttert man beim Barfen auch zu, das braucht der Hund so wie der Mensch auch. An Petersilie und anderen Kräutern wird auch nichts auszusetzen sein. Du kannst dir ja mal hier die Liste zu den giftigen Dingen für Hunde anschauen, aber auch hier ist immer die Menge zu beachten: https://www.tierforum.de/t3773-fuer-...ensmittel.html. Z.B. steht Knoblauch auf der Liste, manche geben es in kleiner Dosis aber auch zur Zeckenabwehr. Ich würde meinem Hund aber nicht unbedingt Chili servieren, nicht nur wegen der Gewürze, auch wegen der "Gase" Ich würde eben vor allem bei scharfem Essen aufpassen.

    LG

Diskussion zum Thema Märchen der Hundehaltung im Forum Hunde Forum bzw. Hauptforum Tiere Allgemein:
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