So werde ich Rudelchef…


  1. #31
    Lilly-Walker
    Klasse geschrieben und kann ich absolut unterschreiben.

    Bis auf ein klitzekleines aber. Ich zitiere dich mal eben.

    Offtopic:

    Somit sollte der Mensch niemals einfach über seinen Hund hinweg steigen oder
    gar um ihn herum gehen, wenn dieser mal im Weg liegen sollte


    Über dieses niemals bin ich gestolpert und ich denke da muß man als Mensch differenzieren.

    Als meine Hündin alt und gebrechlich wurde, habe ich von ihr nicht mehr verlangt das sie aufsteht wenn ich vorbei wollte.

    Sie hatte mittelschwere HD und Arthrose in beiden Vorderläufen, zudem einen so tiefen Schlaf das sie einfach nicht mehr mitbekam das ich vorbei wollte.

    Sie wäre immer und ohne murren sofort aufgestanden jedoch wollte ich ihr das mit den schmerzenden Knochen nicht mehr zumuten.

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    Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Heike zu werfen.



  3. #32
    Dogma
    Danke für den zahlreichen Zuspruch und ebenso fürs Anpinnen. Ich hab mir einfach gedacht, es ist weniger Arbeit, wenn man es einfach einmal grob zusammenfasst und nicht immer wieder aufs neue einzeln runterbeten muss.

    Danke auch dir, Lilly-Walker, denn ich gebe dir absolut Recht. Ich habe mich da wirklich etwas unglücklich ausgedrückt, zumal ich vergessen habe zu erwähnen, dass man nicht permanent jeden Punkt immer zu 100% befolgen muss. Wenn man sich an die Mehrheit der Punkte hält, kann man auch über mal den ein oder anderen zwischendurch "gnädig" hinwegsehen.

    Obendrein erhebe ich hier auch absolut nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Ich hab den Post mal eben neben dem Fernsehen her geschrieben und bestimmt auch noch nennenswerte Dinge vergessen. Aber dazu sind Threads ja da... man kann sie korrigieren und/oder mit eigenen Ideen bereichern. Und ich würde mich freuen, wenn noch ganz viele Gedanken und Ideen dazu kommen, eben so wie der Post von dir, Lilly-Walker, dem ich absolut zustimme.

    Offtopic:

    Auch ich bin schon über meinen Hund hinweg gestiegen, wenn ich es eilig hatte und meiner Stellung als Chefin im Haus hat es keinen Abbruch getan, weil ich ansonsten meinen Job in der Führungsetage gewissenhaft erledige.

  4. #33
    haeckse
    Hallo, dazu mal noch zwei Fragen:
    Wenn der Hund im Weg liegt oder auf dem Sofa und ich da hinwill, soll ich sagen "Auf!" oder gar nichts und stehen bleiben, bis sie geht?

  5. #34
    Dogma
    Ich habe es zu Beginn immer so gemacht, dass ich, wenn einer meiner Hunde im Weg lag, ich ihn vorsichtig mit dem Fuß "angeschoben" habe. Zuhause bin ich eh Sockenläufer, wodurch ich sicher sein konnte, dem Hund dabei nicht weh zu tun. Männer, die nach der Arbeit mit Sicherheitsschuhen das Haus betreten, sollten natürlich lieber von dieser Methode Abstand nehmen. Ein Kommando dafür kannst du natürlich gerne ebenso einführen, doch merkt der Hund in der Regel sehr schnell, dass sein Mensch auf sein Wegerecht besteht und wird nach kurzer Zeit in der Regel von selbst aufstehen.

    Ähnlich habe ich es auch gemacht, wenn mein Hund den "Chefplatz" auf der Couch in Beschlag genommen hat. Eigentlich hab ich immer so getan, als hätte ich ihn überhaupt nicht gesehen und mich langsam hingesetzt. Da ich bisher immer den Vorteil der größeren Masse für mich verbuchen konnte, konnte ich mich zur Not auch so auf die Couch schieben, dass der Hund mir jeweils unweigerlich Platz machen musste, wollte er auch nur noch halbwegs bequem liegen und dabei atmen können. (Auch hier gilt das Prinzip, dass der Hund auf den Menschen zu achten hat und nicht umgekehrt). Da Hunde sehr schnell lernen, werden sie dieses Kräftemessen bald beenden und freiwillig vor dem großen, sich beängstigend auf sie zu bewegenden Popo reißaus nehmen (Zumindest die Dimensionen meines eigenen Popos haben dazu bisher immer ausgereicht - Schoki sei Dank).

    Wichtig ist auch hier eigentlich wieder, dass dies absolut in Ruhe geschieht. Man braucht dazu keine hektischen Bewegungen und auch nicht einmal zwingend ein Kommando. Zur Sicherheit, dass man den Hund nicht gleich zerquetscht, kann man sich ja besonders langsam hinsetzen, um ihm somit genug Zeit zu geben, sich auch wirklich aufrappeln zu können. Auch hier wird der Hund nach einiger Zeit schon vorher das Feld räumen und man braucht dieses vorsichtige Drücken und Schieben dann nicht mehr.

  6. #35
    Morastbiene
    Kann mich den lobenden Worten hier nur anschließen.
    Ganz toller Text, Dogma und auf logischer Ebene gut nachzuvollziehen, auch für Laien.

    Ich bin kein Freund pseudopsychologischer Machtkämpfe, die auf veralteten Ideen beruhen ("Der Hund erkennt dich nur als Alphatier an, indem du beweist, dass du stärker bist - Also wirf' ihn ruhig auf den Rücken, wenn er...") und der gern leichtfertig gestellten Diagnose "Dominanzproblem"...

    Beiträge wie dieser dabei helfen hoffentlich dabei, dass der ein oder andere Mensch "Hund" besser versteht.

  7. Adbot

  8. #36
    Pewee
    Wobei ich den Beitrag schon eher als "sollte man immer so machen" einstufen, gerade bei Haltern deren Rangfolge mit dem Tier nicht geklärt ist. Zumindest so lange, bis die Rangfolge klar ist.
    Ich bin auch die letzte, die im Haus ständig mit hocherhobenend Hauptes den Hunden zu verstehen gibt, dass sie jetzt sofort weggehen sollen und dennoch wissen sie, wer hier Chef ist Aber wenn das nicht eindeutig ist, wäre ein mal so mal so eher kontraproduktiv und letztendlich richtet sich dein Post ja auch die Leute, die das noch nicht wissen.

    Im Übrigen mag ich auch deine Darstellungen... sehr plastisch Habe es eigentlich ähnlich gemacht. Früher habe ich unbewusst immer dabei gesagt "stehst du mal auf?!" und Jerry versteht diesen Satz immer noch, scheinbar spreche ich immer in der selben Sprachmelodie Habe es einmal zu einer Freundin gesagt und lustigerweise ist er dann direkt aufgestanden

  9. #37
    Fini

    Finde den Text auch schön geschrieben!
    Gerade die Souveränität fehlt so einigen Hundebesitzern, dass kann ich leider öfter feststellen. Das ist einfach eine Sache die schnell unterschätzt wird. Unsere Hunde sind Meister im beobachten und sie kennen uns teilweise sogar besser als wir uns selbst. Eine vorgespielte Sicherheit nimmt ein Hund nicht ernst. Oft müssen Hundehalter zuerst an sich selbst arbeiten. Es fehlt an Ruhe und Gelassenheit, an Sicherheit und Führung.

    Ich sag statt Rudel-Chef gerne "Rudel-Manager". Denn wir treffen die Entscheidungen und managen unsere Hunde.

    Zum Thema Alphawurf (wie sich das schon anhört), ich dachte eigentlich das selbst die letzten, die ihn praktizieren und ernsthaft empfehlen mittlerweile ausgestorben sind. Ich wurde vor kurzem eines besseren belehrt. Wie konnte ich nur annehmen, dass sich das nun auch zum letzten herumgesprochen haben sollte. Und die Begründung dazu... naja lassen wir das. Hoffen wir nur, dass die Hundebesitzer, die das von einem Trainer (!) hören, kritisch genug sind, das als Schwachsinn zu erkennen.

  10. #38
    Saphi09
    Ja, das hört sich alles logisch an und schön erklärt :-) Dennoch habe ich eine Frage.
    Ist aufdringliches Betteln des Hundes nicht auch eine "Frechheit" dem Alpha gegenüber? Wie unterbindet man das mit Körpersprache? Ein "Nein" finde ich dafür zu weich.

  11. #39
    Kasary
    Klasse geschrieben und wirklich sehr nachvollziehbar.
    Was ich noch ergänzen würde wäre Folgendes: Man kann noch so souverän und gelassen daher kommen, wenn der Hund die Ausführung eines Kommandos nicht richtig gelernt hat, dann kann man es auch nicht einfordern.
    Alles rund um das Thema SITZ; PLATZ, BLEIB ist vom Menschen gewollt und kommt auf diese Weise nicht im Rudel vor. Der Hund brauch hier also auch eine etwas andere Lernmotorik und kann, selbst wenn er möchte, nicht alles immer zu unserer Zufriedenheit ausführen, solange das Kommando nicht vollständig im Kopf plaziert ist.

    Und es zeichnet einen souveränen Rudelführer auch nicht aus, immer und in jeder Situation Forderungen an den Hund zu stellen. Der Hund muss nicht funktionieren wie eine Maschine, er darf in seiner Rolle auch Hund sein und man rückt sich selbst in ein wesentlich besseres Licht, wenn man seine Kommandos und Aufforderungen bedacht gibt und damit auch darauf achtet, das der Hund in diesem Moment das Eingeforderte auch befolgen kann.

    Viele Menschen neigen dazu in Umgebung von Bekannten den Dicken raushängen zu lassen und zu zeigen, wie toll ein Hund das oder das kann. Das ist aber weder nötig noch förderlich, wenn man den Hund mit einer Aufforderung in Stress versetzt.
    Der Hund sollte gerne ein Kommando befolgen, einfach weil die Arbeit mit dem Alpha Spaß macht und er bereitwillig und aus Hundeverstand folgt und nicht, weil wir in jenem Moment etwas Besonderes erwarten. Also immer schön in den Grenzen des Hundes arbeiten, alles andere hilft nämlich ebenfalls dabei, die Hierarchie ein wenig ins Wanken zu bringen.

  12. #40
    suno
    Hallo Dogma ,
    "so werde ich Rudelchef"...danke für den Beitrag.

    Den ich inhaltlich top finde - und es ist immer wieder wunderbar deine korrekt ausformulierten und strukturierten Texte zu lesen.


    Zwar weiß ich was du in dem Absatz- "Beispiel Firmenchef -Weihnachtsfeier" meintest, ich würde da aber gerne noch einen drauf setzten.
    Richtig, souverän und in der Oberliga der Führungsqualitäten mitspielend, sind die Menschen, die freundlich und herzlich sein können -ohne auch nur ein Fitzelchen ihres Ansehens zu verlieren.

    Wahrer Respekt und freudige "Folgsamkeit" resultieren aus erarbeiteter Ehrfurcht, vertrauensbildenden und erfolgreichen Anweisungen und vermittelter Liebe.

    Ein Diktator wird gefürchtet,ein Anführer geliebt.
    Geändert von suno (10.12.2010 um 15:38 Uhr)

  13. #41
    Kiki&Kevin
    Hallo meine lieben...

    Also mein Freund "rangelt" oft mit Ami also richtig toben .. Ist das ok als rudelführer?

  14. #42
    suno
    Offtopic:

    Huhu,
    was meinst du mit rangelt...spielen ,balgen?
    Klar ist das ok...solange ER die Regeln aufstellt, ER anfängt und ER es beendet.
    Rudelbalgen, Rudelschmusen.....gehört doch dazu.... Ich ganz persönlich lass meine Hunde sich auch freuen ,wenn ich komme -ich freu mich ja auch -alles eine Frage der Balance. Ich finde man sollte das, wie Dogma schon sagte, imGroßen sehen -also der alltägliche Ablauf ist wichtig.....Klar mein Hund stammt vom Wolf ab -ich aber nicht

  15. #43
    Hundkatz
    Da ich einen Labrador habe ( die sind eben anders ) , sehe ich das mit dem Alphatier eh anders als manche Hundehalter.Es war mir immer ein Greuel wenn Hundehalter ihren Hund auf den Rücken warfen um Chef zu sein.
    Das ich Chef bin das weis mein Hund auf andere Art, da ich der Futterbeschaffer und der Tippgeber bin damit mein Hund beim Suchspiel weis wo was zu finden ist .
    Man kann bei uns eher von einem Freundschaftsverhältnis ausgehen, da brauche ich kein Komando das geht auch anders. Ein aufmerksamer Labbi folgt auf den leisesten Wink, Machtkämpfe ums Sofa oder Bett gibt es nicht.
    Das kann ich aber nicht bei allen Hunderassen machen das ist eben die Art eines Retrievers.

  16. #44
    Lilly-Walker
    Ein Hund ist in erster Linie ein Hund, dabei spielt es keine Rolle welcher Rasse oder Nichtrasse er angehört.

    Souveräne und sichere Führung auf der Basis von Liebe und Geduld schadet keinem Hund und eine gute Körpersprache versteht auch jeder Hund.

    Es gibt noch einen Aspekt den ich gerne hinzufügen möchte.

    Wenn man sich auf einen Hund eingelassen hat, ist es wichtig das dieser Hund seinen Führer vertrauen kann, aber der Hundeführer sollte auch seinem Hund vertrauen. Ein Hund spürt das ganz genau.

    So wie ein Hund sich auf seine Instinkte verläßt so sollte das ein HF auch tun. Den Hund beobachten, in sich reinhorchen und auch einmal auf sein Bauchgefühl verlassen. Individualität gibt es eben auch beim Hund und das sollte berückichtigt werden.

    Zeigt ein Hund also Angstverhalten ist es nicht unbedingt richtig seine Angst zu ignorieren. Vielmehr ist es förderlich dem Hund zu zeigen (indem man hergeht und den Angstauslöser ausmacht, begutachtet und womöglich schmackhaft macht) das er sich nicht zu fürchten hat. Er kann seine Angst nicht allein bewältigen wenn er allein mit seinem "Problem" gelassen wird.

    Auch das ist ein Zeichen souveräner Rudelführung.

  17. #45
    Pewee
    Da kann ich Hundkatz in Sachen Labbi nur zustimmen. Die benehmen sich so richtig wie der beste Freund, man hat auch gar nicht das Gefühl Chef sein zu müssen, der Hund begleitet sowieso gern

  18. #46
    Bounty 123
    Zitat Zitat von suno Beitrag anzeigen
    Offtopic:

    Huhu,
    was meinst du mit rangelt...spielen ,balgen?
    Klar ist das ok...solange ER die Regeln aufstellt, ER anfängt und ER es beendet.
    Offtopic:

    Aber was macht man wenn der Hund irgendwann einfach wegläuft, man kann ihn ja dann nicht zwingen weiter zu spielen, nur damit man das spiel Beenden kann?

  19. #47
    Hundkatz
    Offtopic:

    So verbissen muß man das auch nicht sehen.Ich gestehe meinem Hund das Recht zu, wenn er keine Lust mehr hat das er aufhören kann.

    Auch bei Zerrspielen muß nicht immer der " Chef " gewinnen der Hund darf auch ab und zu. Da wird dann kein Druck aufgebaut der evtl. eine Agression fördern würde.

  20. #48
    Kasary
    Es geht auch garnicht darum IMMER und IN JEDER SITUATION den Chef heraus zukehren. Ein souveränder Chef lässt auchmal zu, gibt auchmal Zugeständnisse...

    Wichtig ist einfach, das diese Zugeständnisse sich auf Ausnahmen beziehen.

    Rütter hat es in seiner Bühnenshow ganz manierlich dargestellt.
    Wenn du 20x mit deinem Hund spielst und beim 21x interagiert dein Hund als erstes, dann ist das völlig unproblematisch.
    Geht das Ganze aber immer von Hundeseite aus, dann hat sich da ganz schnell ein Umdenken eingebürgert, denn:

    *Hund beginnt das Spiel
    *Hund sucht Spielzeug aus
    *Hund sucht Spielort und Spielart aus
    *Hund beendet das Spiel
    *Hund ignoriert Herrchens Aufforderung "doch bitte weiterzuspielen"

    5x erfolg in 1 kurzen Sequenz. Sowas wird auf Dauer problematisch werden.

  21. #49
    Dogma
    Offtopic:

    Suno, ich gebe das Lob zurück. Für das, was du (und nicht nur in diesem Thema) in einem Satz verfasst, benötige ich meist eine halbe Rede.


    Um es hier vielleicht noch einmal klarzustellen und bevor jetzt Diskussionen um Kleinigkeiten entbrennen. Der ursprüngliche Artikel bezieht sich auf das Thema, wie man zum Rudelchef wird, ist also für diejenigen gedacht, die vielleicht Probleme in der Erziehung haben oder aber noch immer ein falsches Bild von Rudelführung haben. Ich denke, jedem von uns ist klar, dass man nach Erreichen seines persönlichen Erziehungslevels auch mal ab und an die Zügel ein wenig schleifen lassen kann, wobei der eine Hund noch immer recht kurze Zügel benötigt, der andere dagegen an langer Leine geführt werden kann, ohne gleich wieder auszubrechen zu drohen.

    @Saphi
    Ich weiß jetzt nicht, auf welches Betteln du dich beziehst und auch nicht, was genau du unter "aufdringlich" verstehst. Generell kann ich aber sagen, dass konsequente Ignoranz noch immer die leichteste und dabei effektivste Möglichkeit ist, einem Hund das Betteln abzugewöhnen. Jede Form der Aufmerksamkeit, ob positiv (Erreichen seines Willens) oder negativ (Ablehnung des Willens), bedeuten für den Hund, dass er mit seiner Bettelei in gewisser Weise Erfolg hat. Konsequenz bedeutet aber auch, dass er nicht nur in einem Fall der Bettelei keinen Erfolg haben darf, sondern in keinem Fall der Bettelei.

    Wenn also z.B. ein Hund nicht bei Tisch betteln soll, darf er nie was vom Tisch bekommen. Es reicht nicht, wenn er nur nicht im Restaurant betteln soll und dann dort nichts bekommt und ignoriert wird, zuhause aber fliegt dann doch das ein oder andere Stück Fleisch untern Tisch.

  22. #50
    Nicole711
    Dogma, du hast es mal wieder perfekt und für jeden verständlich geschrieben... Deine Sachen les ich eh gern, aus eigener Erfahrung kann ich sagen, du kannstnimmer so super erklären, dass es auch wirklich weiter bringt...

    Danke dir dafür!!! War grad auf der Suche nach ner guten Rudelführer-Beschreibung für ne Freundin, die sich letzte Woche nen Rotti ausm Tierheim geholt hat - und genau das ist der perfekte Text!!! Is mir tausend mal lieber als ihr alles oberlehrerhaft runterzubeten...

    ...Dein Text beinhaltet genau das was ich gesucht habe... bin begeistert!!!

    Liebe Grüße Nici und Aro

  23. #51
    florett
    Huhu,
    bis auf einige Stellen finde ich es auch ganz gelungen.
    Was mich immer so ein wenig "stört" ist das man immer Souverän sein soll.
    Ich habe mit vielen Hundemenschen gesprochen,die genau wie ich in Situationen wo man völlig überfordert, krank oder was auch immer ist nicht souverän sein kann!
    Mensch ist ein Lebewesen,und neigt auch zu unkontrolliertem Handeln,ob gewollt oder nicht.
    Was nicht heißen soll das man das Tier schlägt,aber man wird Ungerecht und nicht souverän.
    Ich bin der Meinung das Hunde das durchaus gut wegstecken wenn dieses mal passiert.
    Niemand kann mir erzählen das er immer ausgeglichen und gerecht ist.



    Weiterhin finde ich es gut wenn man sich auf den Hund einstellt,und auch Verhaltensweisen der Tiere nutzt,ABER ich finde das sich die Tiere an unsere "Sprache" gewöhnen sollten.
    Ich will damit sagen das ich mich nicht dem Hund "anpassen" will, sondern der Hund sich
    mir anpasst. Wobei mir natürlich die Sprache der Hunde helfen soll.
    Ich möchte kein Alpha Hund sein,sondern eine Menschliche Führungsperson .
    Ich möchte ja zB. zur Begrüßung den Hund auch nicht am Hintern schnuppern,was ja eigentlich für das Tier Vorrausetzung der Kommunikation ist.
    Versteht Ihr was ich meine?
    Ich glaube das ein extremes Einstellen und Verstehen wollen und in "Hündisch" erziehen und zusammen leben große Probleme mitbringt .
    Eine klare Ansage (ohne Gewalt) ein geregelter Tagesablauf,und ein Anpassen des Hundes an den Menschen (nicht Umgekehrt) halte ich für "besser".

    Liebe Grüße aus Berlin

  24. #52
    Kasary
    Florett, natürlich ist niemand 365 Tage im Jahr souverän und gelassen. Da stimme ich dir absolut zu. Jeder verliert mal die Geduld oder das Bewusstsein für das was richtig ist. Aber es geht ja auch nicht darum, dass man sich selbst zum Hund macht, sondern es geht darum, das man dem Hund vermittelt, das der Mensch die Führungsposition hat. Einem Kind kann man das erklären, das spricht zumindest die eigene Sprache, unabhängig davon, ob es versteht um was es geht oder nicht.

    Der Hund hat aber nicht nur eine andere Sprache, er besitzt auch ein komplett anderes Verhaltensrepetoir und von daher finde ich es schwierig zu erwarten, dass sich der Hund dem Menschen anspassen soll. Gewisse Dinge kann jeder Hund lernen, auch wenn es in seiner Sprache eine durchweg andere Bedeutung hat. (Ein Beispiel wäre z.B Zähne zeigen, also Lächeln beim Menschen, was ja durchaus positiv ist, unter Hunden jedoch eine ganz andere Bedeutung hat).
    Im Grunde ist der Hund aber nicht so intelligent wie du. D.h. du musst ihm dein Anliegen auch so vermitteln, das er es versteht.

    Die Forderung, das ein Hund sich dir anpasst, setzt vorraus, dass er dich versteht und deine Forderungen annehmen kann. Wenn du es ihm aber nich richtig erklärst- und an dieser Stelle setzt Dogmas Posting ein- wird er es nicht kapieren.

    Liebe Grüße

  25. #53
    danijassi
    @Dogma: danke für diesen wirklich hilfreichen Text!!! Ich persönlich finde, ich kann immer noch was dazu lernen und meinen Horizont erweitern! Denn niemand ist perfekt. Im Grunde ist das auch nicht mein Bestreben. Wichtig ist mir, das mein Hund und ich ohne Unsicherheiten glücklich miteinander sein können. Er soll einfach sicher sein, wo sein Platz in unserem Rudel ist. Sich einfach sicher sein können, das ich unsere Angelegenheiten schon regeln kann!!!

    LG danijasii

  26. #54
    ZwanzigAugen
    schön geschrieben! Vielen Dank dafür :-)

  27. #55
    EsthersHerrchen
    Super Text und super Erklärung, stehe ich auch voll hinter.

    Im Umkehrschluss heißt das für mich aber trotzdem dass ich, souverän und konsequent, den Hund aus dem Bett schmeiße, wenn er mich nicht mehr ins Bett lässt. (Allerdings ist dann ja auch schon insgesamt und vorher was schief gelaufen an dem man arbeiten sollte, oder der halbstarke wollte einfach mal probieren ob es klappt)

  28. #56
    Wackeldackel
    Auch wenn ich jetzt wieder jemanden in die Suppe spucken muss: Meiner Meinung nach trifft das nicht für jeden Hund zu. Natürlich kann ich mit meinem Hund schmusen und kuscheln, der Dackel kann das ab. Ab und zu mal ein deutlicheres Wort und es funktioniert wieder. Mach ich das mit der Großen, habe ich sofort verloren. Die gräbt solange bis sie die Oberhand hat. Also, hier sind hier gewisse Grenzen besonders nötig.
    Ich kann Euch ein Beispiel nennen: Die Große gehorcht mir gut, keine Probleme und dann passierte es, Sturz, Handgelenk gebrochen ( natürlich die Rechte). Ich war nicht mehr so fit und Madam? Klar, die nutzte das sofort aus. Hat ihr natürlich letztlich nichts genutzt
    Aber ich war erstaunt, wie schnell sie darauf reagiert hat

  29. #57
    Merlin2009
    Besser kann man es nicht beschreiben
    L. G.
    Elvira

  30. #58
    jamie<3
    Guter Text

    Aber ich hab da auhc noch mal eine Frage.
    Man soll als Rudelführer dem Hund ja Sicherheit geben und aus Hundesicht immer die
    Situationen unter Kontrolle haben.
    Aber wenn ich z.B. im Dunkeln mit Robbi rausgehe,und er dann irgendwo hinguckt und anfängt das "etwas",wovon ich nciht weiß was es ist,
    anzuknurren und anzubellen,krieg ich voll Angst und das merkt Robbi auch,also knurrt er dann noch mehr,um mich vllt zu beschützen.
    Aber eig. sollte er mcih ja nciht beschützen,weil cih als Rudelführer eher ihn beschützen müsste,statt ihm seine Angst zu bestätigen.
    Ist das mein Verhalten denn dann so schlimm?Und würde er vllt anfangen,meine Führerposition irgendwann in Frage zu stellen?

    Ich hoffe ich hab mich so ausgedrückt,dass man es versteht

  31. #59
    *Mischling*
    Hi,

    nur wiel er knurrt heißt das nicht, dass er dich in Frage stellt. Viele unserer Hunde sind Wachhunde, die sich in vermeindlich gefährlichen Situationen eben auch so verhalten. Ich bin ja sowieso der Meinung, dass das Rangverhältnis zwischen Hund und Mensch nicht exakt dasselbe ist, wie zwischen zwei Hunden oder Wölfen, denn dann könntest du als Mensch nie Chef sein

    Knurren bei Nacht hat mehrere Ursachen: Viele Hunde sind "dämmerungsaggressiv", sprich einfach wachsam und reagieren auf jedes Geräusch, dazu kommt deine eigene Unsicherheit, die jeder bei Nacht hat und durch das Knurren des Hundes verstärkt wird (man hat ja immer Angst vor dem "Monster" aus dem Horrorfilm XD) und vielleicht noch Unsicherheit des Hundes, wie er sich verhalten soll.

    Wo läufst du denn nachts und hast du eine Taschenlampe dabei? Ich habe das so geübt, dass ich nachts eine beleuchtete Straße lang bin, sodass ich sicher sein konnte, dass da wirklich nichts ist und später habe ich dann auch Leute gebeten, vorbei zu laufen etc. Erst dann bin ich in die Nacht hinaus, aber eben auch nicht in Waldnähe (da hab ich zu viel Schiss, hier gibts Wildschweine). Wichtig ist aber einfach, dass du ruhig bleibst, so schwer es auch fällt. Ist dein Hund dann eig angeleint?

    LG

  32. #60
    jamie<3
    Danke für die Antwort

    Ich gehe eig. meistens beleuchtete Wege,naja auf jedenfall sieht man da noch ein bisschen was.
    Nee,eine Taschenlampe hab ich nicht dabei,aber damit könnte ich auch nicht in die Büsche gucken (wo ich mich,wenn
    Robbi knurrt,gar nicht erst hintraue^^),und zu sehen ob da was ist,bzw. was da ist.
    Angeleint ist er eigentlich schon,außer ich gehe abends nur kurz 2 Minuten zum Pinkeln lassen auf die andere
    Straßenseite.
    Und ruhig bleiben ist leichter gesagt,als getan ^^.Ich bin sowie so ein sehr änstlicher Mensch,der auch schnell Panik bekommt.
    Auch wenn Robbi nicht knurrt,hab schon Angst,und sein knurren bestätigt mir halt das da irgendwas ist,und dann krieg ich richtig Panik und
    gehe dann so schnell wie möglich nach Hause ^^

Diskussion zum Thema So werde ich Rudelchef… im Forum Hunde Verhalten und Erziehung bzw. Hauptforum Hunde Forum:
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