So werde ich Rudelchef…


  1. #121
    Michse89
    Offtopic:

    wenn man nur einen oder zwei Hunde hat.
    Selbst wenn er nur mit 2
    Hunden geht werden diese immer mit einem langem Stock nach hinten "gescheucht"
    Das seine Hunde auch vor ihm laufen habe ich bisher in den Serien noch nicht gesehen. Bzw eher weniger drauf geachtet, weil er selbst immer betont wie wichtig das sei

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    Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Heike zu werfen.



  3. #122
    Susanne Beate
    Ich halte das fuer irrelevant, auch die Anzahl des "Packs", solange das insgesamt harmoniert. Man kann nicht das Verhalten von Woelfen auf unsere domestizierten Haushunde projizieren, zumindest nicht meiner Meinung nach.

  4. #123
    suno
    Hallo,
    Theorien sind grundsätzlich das Ergebnis von Statistiken - sprich "Verallgemeinerungen" . Das "hinter sich führen" ist nichts anderes als eine Theorie.

    "Eine
    Theorie ist ein System von Aussagen, das dazu dient, Ausschnitte der Realität zu beschreiben beziehungsweise zu erklären und Prognosen über die Zukunft zu erstellen."
    Quelle:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Theorie

    Man beachte "Auschnitte der Realität" . Und nun kommt auch noch "Realität" ins Spiel. Es ist ein grundlegender unterschied ob ich im Outback 20 Hunde (oder einen führe), im (bayrischen) Wald, auf dem Land sonstwo oder in einer Großstadt.

    Harmonie ist sicher etwas das wir alle anstreben, aber auch diesen Begriff gilt es zu definieren. Meine Harmonie mag vollkommen anders sei als eure....

    Mir geht es, wie euch denke ich, aber darum daß das Anführen eines Rudels mehr beinhaltet als, beim Spaziergang voran zu gehen.


    LG Suno

  5. #124
    Susanne Beate
    Genau, das ist es eben. "Harmonie", das definiert jeder fuer sich selbst, nach seinen individuellen Bedurfnissen im taeglichen Umgang mit den Hunden und den daraus erwachsenen Beduefnisssen. Das kann man halt nicht verallgemeinern. Wenn das Zusammenleben mit Hund und Mensch zufriedenstellend ist, Spass macht, im Einklang ist, was will man dann mehr? Ob die Hunde dann am Ende auf der Couch liegen oder nicht, ist doch egal. Ich habe auch 2 Katzen neben meinen 2 Hunden, und wir alle 5 sind friedlich im Umgang miteinander, wenn es sein muss, im selben Raum und im selben Bett. So where is the problem of leadership?? Homemade???

  6. #125
    Pewee
    Man kann nicht das Verhalten von Woelfen auf unsere domestizierten Haushunde projizieren, zumindest nicht meiner Meinung nach.
    Mit freilebenden Wölfen wahrscheinlich nicht, da würde ich auf jeden Fall zustimmen. Die leben ja auch nicht so zusammengewürfelt wie Hunde. Mit Wölfen in Gefangenschaft gibt es zumindest ein paar Parallelen, wodurch ein Vergleich vielleicht eher funktioniert. Ansonsten stimme ich auch dafür, dass man Hunde eben mit Hunden vergleichen sollte, bei die Haltungsbedingungen auch dieselben sind.

    Ich hab "nur" zwei Hunde und die laufen häufig vor mir her. Ich kann verstehen, dass manche das nicht machen, wenn der Hund dann wirklich sein eigenes Ding abzieht. Aber meine Hunde achten zum Glück sehr gut auf mich. Wenn sie jemand oder etwas Fremdes sehen, schauen sie mich sofort an und warten auf meine Reaktion. Wenn sie Angst haben, kommen sie auch sofort zu mir. Gerade bei Hanna war das viel Arbeit, ist aber mittlerweile sehr entspannt Ich muss zugeben, dass ich mich sogar unwohl fühle, wenn die Hunde hinter mir sind. Eben weil ich sie dann nicht mehr sehe. Ich hab den Eindruck, dass ich die Situation besser unter Kontrolle hab, wenn die Hunde vor mir oder neben mir sind. Lenken kann ich sie trotzdem. Gerade bei etwas schreckhaften Leuten rufe ich sie immer auf die andere Seite und sie hören da auch recht gut.

    So richtig sehe ich den Sinn noch nicht, wieso jemand mit 20 Hunden befehlen sollte, dass alle hinter ihm laufen. Er könnte ja auch befehlen, dass alle vor ihm laufen Hat man wirklich mehr Kontrolle über so viele Hunde, wenn sie einfach hinter einem laufen? Kann es nicht auch passieren, dass einer nach hinten ausbüchst oder die sich hinter einem zanken? So richtig sinnvoll finde ich dieses gezwungene "hinter mir gehen" nicht. Aber vielleicht hab ich auch irgendein Argument nicht bedacht.

  7. Adbot

  8. #126
    suno
    Hallo,
    das "Anführen" einer Gruppe /Rudel / Familie oder was auch immer ist , denke ich schon in der Wortwahl missverständlich. Auch ich sehe keinen Sinn darin als Leiter / Anführer weder bei Menschen noch bei Hunden vorweg gehend zu sein.

    In meinem Beruf als AD beim Film, führe ich immer eine bunte Gruppe Freelancer an - und dabei stehe ich natürlich physisch und im Übertragenem Sinn immer hinter ihnen. Wie sollte man denn auch etwas anleiten, daß man nicht im Blick hat?
    Genauso sehe ich das bei meinen Hunden. Mir wichtig ist, daß egal ob Mensch oder Hund, sich die, die in meiner Verantwortung stehen in angemessenen Abständen umdrehen, Blickkontakt mit mir aufnehmen und meine "Zustimmung" oder oder "Kritik" annehmen.

    Bei einem Freilauf mit meinen Hunden bedeutet, dies für mich, daß ich als Rudelführer, meine Hunde immer im Blickfeld habe und unsere kleine Welt immer etwas weitsichtiger im Griff habe, um sie selbst schützen zu können oder ggf. andere vor ihnen zu schützen.

    Menschen machen es sich halt leider immer gerne einfach. Aber es gilt die Verantwortung und den Auftrag eines Leiters/Führers 24h zu übernehmen, was zu gegebener Maßen nicht immer einfach und eher eine Lebenseinstellung ist.
    Anstatt diesen Auftrag zu übernehmen, den Stand als Führer zu leben, wird halt lieber die ein oder andere schnell durch zu führende Maßnahme ergriffen, wie eben "runter vom Sofa / vor den Hunden zu essen / die Hunde hinter sich laufen lassen".

    Unter uns, das ist wirklich absurd und vollkommen sinnfrei. Kein Mensch wird von einem Hund deshalb als Ranghöher akzeptiert, dazu gehört schon einiges mehr.

    LG Suno

  9. #127
    Gini-Bieni
    Ich denke auch nicht, dass der Hund einen sofort als Rudelchef akzeptiert, wenn er hinter einem läuft. Ich denke da gibt es einfach Unterschiede wie der Hund hinter einem läuft. Ich glaube kaum das eure , hinter einem laufen wie es die Hunde bei Cesar tun? Da ist gar nicht die Zeit um zu schnüffeln und auf dumme Gedanken zu kommen. Da wird im schnellen Schritt gefolgt. Man kann es vielleicht mir dem laufen an der kurzen Leine vergleichen?
    Wenn seine Hunde dann frei laufen dürfen, strömen sie auch in verschiedene Richtungen, schnüffeln, es wird ein Ball geworfen etc.

    Aber eine gewissen Unterordnung ist wahrscheinlich schon. Wenn meine Gassihündin mal richtig Ärger aufm Gassi bekommt, dann läuft sie oft den restlichen Weg neben bzw. hinter mir.

  10. #128
    pinky3

    ,,bellen,,

    ein ganz schlauer hat mir als neuling auf mein problem folgendes deantwortet:

    Hallo,
    wir sind hier keine Hellseher und Warp-One Antwort ist mindestens genauso ausführlich wie Deine Problembeschreibung
    Und in Deutsch ist sie auch.

    aber dieser beitrag ist ausführlich und klar, sprich deutsch

  11. #129
    *Mischling*
    Pinky, was willst du uns damit sagen? Dass dir die Antworten nicht passen, die du bekommen hast, oder nur die eine? Und darf ich fragen, was das mit diesem Thema hier zu tun hat?

    Um ehrlich zu sein hast du Glück, dass man dir überhaupt helfen kann, wenn du weder Geld für ein Buch, noch für eine Hundeschule oder einen Trainer ausgeben willst.
    Um es auf Deutsch zu sagen: Keiner kann durch das Internet deinen Hund sehen und damit mehr als einen Denkanstoß geben. Wer den Hund nicht sieht, kann nicht mit Sicherheit das Problem ausmachen und eine Lösung empfehlen. Besonders, wenn es nicht ausführlich beschrieben wird.

  12. #130
    Susanne Beate
    Hallo,

    also das Vorausgegangene verstehe ich jetzt auch nicht so ganz.

    Ich habe bei meinen Hunden beobachtet, dass sie auf meinem Grundstueck (meist) hinter mir laufen, und wenn sie abends zum Kuscheln ins Haus duerfen, immer, d.h. ich muss vorgehen, nur dann folgen sie mir ins Haus, sonst wuerden sie draussen bleiben. Wenn ich tagsueber im Buero bin, lasse ich sie im hinteren Teil des Gartens wegen Vergiftungsgefahr, Hundediebstahl etc. Das ist bei uns in Namibia leider nicht selten.
    Beim Walk ist das dann wieder anders, sie laufen auch immer vor und ich denke, ich kann sie so besser kontrollieren. Nur gestern war es komisch. Da kamen uns 3 fremde Leute entgegen, und mein Sharbo fixierte diese sofort, blieb aber genau neben mir links auf meiner Oberschenkelhoehe, und da blieb er, bis die 3 Leute passiert haben. Er war ziemlich angespannt und ich habe ihn beruhigt, da ich keine Gefahr von den 3 Personen erkennen konnte, aber er war auf Alarm.

  13. #131
    Schattenseele
    Ich hab den Thread gefunden auf den Pinky anspielt.
    Am Ende

    https://www.tierforum.de/t181216-wie...gewoehnen.html

  14. #132
    *Mischling*
    Nur gestern war es komisch. Da kamen uns 3 fremde Leute entgegen, und mein Sharbo fixierte diese sofort, blieb aber genau neben mir links auf meiner Oberschenkelhoehe, und da blieb er, bis die 3 Leute passiert haben. Er war ziemlich angespannt und ich habe ihn beruhigt, da ich keine Gefahr von den 3 Personen erkennen konnte, aber er war auf Alarm.
    Das hatte ich bei meinem aber auch schon. Zu Anfang, als er noch sehr ängstlich war, ging er immer hinter mich, wenn er was gesehen hat, obwohl er sonst vorne draus marschiert. Seit sich das gebessert hat, bleibt er stehen und wartet, bis ich in seine Nähe komme, wenn es nur ein Müllsack o.ä. ist geht er auch selbst hin und vergewissert sich, dass das Ding nicht böse ist (nachdem ich ihm das entsprechend signalisiert habe). Wobei durchaus möglich ist, dass er nur deswegen stehen bleibt, weil er das, was ihn verunsichert, nicht aus den Augen lassen will .
    Vor ein paar Tagen hat er sich vor einem Jogger komischer Weise derart erschreckt, dass er wie ein Irrer gebellt hat, den Rücken hinter mich bringen und das Gesicht auf den Mann gerichtet haben wollte. Um ehrlich zu sein hab ich keinen Dunst, warum ausgerechnet der Mann ihn so verunsichert hat, er sieht oft genug Menschen und hat schon lange kein Problem mehr damit. Er kam auch nicht plötzlich um die Ecke o.ä.. Aber ich bin froh, dass er dann wenigstens noch den Schutz bei mir sucht und nicht einfach losstürmt.

  15. #133
    Sumo88
    Um nochmal auf das "über den im Weg liegenden Hund hinwegsteigen" zu sprechen zu kommen: ist es nicht auch eine Dominanzgeste, wenn ein Hund sich über den anderen drüber stellt? Insofern müsste es doch was die rolle als "Alphatier" angeht total egal sein, ob ich mich "über den Hund stelle" indem ich drüber weg steige oder meinen Platz beanspruche, indem ich darauf bestehe, dass er aufsteht, oder?

    Ich habe bei Günther Bloch (besagter Autor mit Beobachtungen an Wölfen und Hunden) gelesen, dass das Alphatier nicht immer umbedingt vorausgeht. Manchmal gehen auch andere Tiere vor. Allerdings halten sie dann bei Weggabelungen etc. an und schauen, was die Rudelführer signalisieren bzw wo die lang gehen. So können die Rudelführer entweder "von hinten absichern" oder auch mal Kraft sparen, indem sie in der vorgepflügten Schneespur der anderen Tiere gehen etc. Das wird dann je nach Situation entschieden.

    Wenn ich jetzt irgendwo unterwegs bin, wo viele Menschen sind (z.B. in der Stadt), oder wenn ich mit ihr Fahrrad fahre, dann erwarte ich, dass sie neben mir läuft. Bei uns im Dorf lass ich die Leine etwas länger, hab sie aber auch lieber vor mir- wer weiß was die sonst fressbares findet. Außerdem muss ich ja auch sehen, wo sie ihren Haufen hinsetzt, damit ich das brav einsammeln kann Auf dem Feld hab ich sie an der langen Schleppleine unnd wenn wir nicht grad irgendwas üben dann darf sie deren Radius auch ausnutzen und gehen wo sie will. Ebenso wenn sie mal Freilauf hat...

  16. #134
    *Mischling*
    Um nochmal auf das "über den im Weg liegenden Hund hinwegsteigen" zu sprechen zu kommen: ist es nicht auch eine Dominanzgeste, wenn ein Hund sich über den anderen drüber stellt? Insofern müsste es doch was die rolle als "Alphatier" angeht total egal sein, ob ich mich "über den Hund stelle" indem ich drüber weg steige oder meinen Platz beanspruche, indem ich darauf bestehe, dass er aufsteht, oder?
    Ja und Nein. Das Auflegen der Pfote auf den Nacken geht zum Beispiel in eine ähnliche Richtung. Das wirkliche darüber stellen kenne ich aus der Praxis nur als Abschluss oder während eines Kommentkampfes oder einer kleineren Auseinandersetzung, bei der einer sich freiwillig hinwirft und der andere noch einmal deutlich den größeren markieren will. Ich halte das für eine der Gesten, die ich als nicht mehr filigran, sondern eher im Kampf einordnen würde. Während ein Blick oder eine bestimmte Körperhaltung noch vor einem Kampf erfolgen und diesen sogar bei richtigem Verhalten meist unnötig machen, sind das für mich eher Gesten, die bei Auseinandersetzungen zum Einsatz kommen und eher einer Art gewaltsamem Überordnen folgen. Hier wird sozusagen ausdiskutiert, wer der stärkere ist, was für mich nie dieselbe Stabilität hat wie eine Rangfolge, in die sich beide Hunde von Anfang an freiwillig fügen, weil sie den anderen nur abschätzen und sofort anerkennen. Es fällt für mich aufgrund meiner Erfahrung unter erzwungene Unterwerfung, nicht freiwillige (also passiv durch einen anderen und nicht aktiv von sich aus).

    Außerdem kommt beim drüber stellen noch viel mehr Körpersprache dazu, meist ein nach unten gesenkter Kopf, ab und an gestellte Haare und gebleckte Zähne, allgemeine Anspannung. Das alles hast du ja nicht, wenn du über deinen Hund steigst. Und ihr habt zuvor auch nicht um die Position gerungen.^^ Von daher würde ich behaupten, dass der Hund beides vollkommen unterschiedlich wahr nimmt. Dasselbe gilt m.E. aber für das Wegschicken. Mein Hund denkt sich sicher nicht »wuhuuuuuuuuuuu, die dumme Nuss hat mich nicht zum Ausweichen gezwungen, ich bin jetzt der Gott – kniet alle nieder und erzittert vor meiner Maaaaaaaaaacht!!!!!«. Dem Gesichtsausdruck von Leo nach zu urteilen tippe ich eher auf »boah, hock dich endlich mal hin, ich will schlafen und du neeeervst!«.

    Ich hab meinen Hund auch lieber vor mir und solange er darauf achtet, ob ich noch da bin, ist für mich alles ok.^^ Nach dem, was Bloch sagt, hätten mein Hund und ich dann sogar ein optimales Verhältnis, weil er an jeder Abzweigung stehen bleibt und auf ein Signal wartet. Dann darf ich ja auch mal stolz auf mein Monster sein .

  17. #135
    Sumo88
    Ja stimmt, das mit den anderen Körpersignalen und der Stimmung hatte ich nicht bedacht. Ich hab das einmal gesehen, wie Trixie das bei Diego gemacht hat, weil es ihr nicht gepasst hat, dass Ice.age und ich Diego gestreichelt haben...

  18. #136
    suno
    Hi,

    Gegenseitige Demut, Respekt und Vertrauen, sind für mich die Basis einer grandiosen Beziehung zwischen meinen Tieren und mir.

    Voller Demut begreife ich die schier endlose Liebe, die Geduld und das bedingungslose Vertrauen, die mir meine Hunde entgegenbringen und ihrer gezügelten physischen Kraft mit der sie mir und anderen Lebewesen begegnen. Nicht Unterwürfig, sondern ihrerseits demütig begreifen sie mich als Anführer, der eben auch mal einen schlechten Tag hat...

    Mein Respekt gilt ihrer (Lebens-) Art ihren Ansprüchen, denen ich gerecht werden muss, ihrem Willen mir zu gefallen, aber auch ihren Wünschen auf Sicherheit und Wohlergehen.
    Dafür respektieren sie meine Ansprüche, folgen mir gerne und fröhlich und:

    So erarbeiten wir uns gegenseitig Vertrauen, welches immer größer von ihnen mir gegenüber ist, als meines in sie....wieder ein Grund für Respekt.


    Was das mit - über den Hund steigen...voraus gehen lassen - zu tun hat? Alles!
    Denn wenn ich über meine Hunde "steige" , bzw. sie gechillt liegen bleiben wenn ich schnell mal in ein anderes Zimmer muss...dann wissen sie - ich werde sie weder treten noch auf sie steigen - ich demütige sie damit nicht und spiele dadurch keine Machtspiele - ich muss einfach schnell von A nach B , ansonsten passiert gar nichts - und das spüren und wissen sie.

    Das gleiche gilt für den Freilauf. Sie haben gelernt zu vertrauen, daß ich weiß wo es lang geht, (wo es toll und sicher ist - soweit denken sie sicher nicht aber sie spüren es) ...Ich respektiere ihre Art, und muss einfach achten, weder sie noch andere zu gefährden (Anleinen, stoppen, umdrehen...absitzen lassen)...Dafür hören sie - kommen auf ruf freudig zu mir und denken: fein, was für ein nettes Spiel.

    Ich finde das ist Beziehung...und das bedeutet es Hunde Anzuführen.
    Ganz im Sinne von:


    Gut abgerichtet kann der Mensch der beste Freund eines Hundes sein.
    Corey Ford

    LG Suno

  19. #137
    Balou2014
    Also eure Aussagen sind top mein Hund darf jetzt auf jeden Fall aufs Bett schlafe gerne neben ihm oje werde morgen ein paar Fragen haben hier im Forum weil meinem Hundelehrer glaube ich jetzt auch nur noch die Hälfte :/

  20. #138
    Yoni-Bär
    ich pin mir die Worte von Suno und Dogma in großen Lettern an die Wand! 2015 GENAU SO gültig wie 2010 Bin gerade erst neu hier und dies ist mit einer der ersten Texte, die ich gelesen habe... und das dreimal hintereinander.... TOLL!

  21. #139
    Martl
    Find ich echt gut,was da steht. Fühl mich gleich besser.

  22. #140
    Benny2017
    Zitat Zitat von suno Beitrag anzeigen

    Echtes "Alphatum/Führungsquqalität",strahlt Ruhe , Sicherheit und souveräne Überlegenheit aus -und wird TÄGLICH 24h gelebt.
    Gemachte Dominanz kommt aus Unsicherheit und zeigt unter führungs- Anspruch übermäßige / unmäßige Autorität bis hin zur physischen Gewalt auf.
    Dies gilt für Mensch UND Hund.

    ...


    Ein 100% Alpha hat es nicht nötig, seinen Vorrangstatus immer und immer wieder zu bestätigen. Er ist und bleibt Alpha durch subtile, psychologische Kontrolle, durch rituelles Gebaren (eindrucksvolle Körpersprache, ausdrucksstarker Blickkontakt).

    Der wahre, gute Alpha vermittelt den anderen Gruppenmitgliedern Sicherheit und Geborgenheit. Sie fühlen sich zu ihm hingezogen und WOLLEN ihm gefallen.
    Das ist 100% realitätsfernes, ideologisiertes, modisches Gesülze von angeblich gut meinenden Menschen. Nicht jeder Mensch ist zum "Alpha" geboren und hat die entsprechende "Ausstrahlung" und ist deshalb unter Menschen eben stiller Mitläufer. Wenn ich relativ plötzlich an einen 8-wöchigen Welpen komme, dann kann ich nicht erst selbst eine 8-wöchige Schulung und Schauspieltraining besuchen (wo gäbe es die?) um dem Tier elegant zu imponieren.

    Aufwand und Nutzen: Bevor ich mich zum Affen machen lasse, beiße ich mich lieber durch - mit allen mir gegebenen Mitteln. Ich habe bisher auch nirgendwo eine durchgehende, umfassende Anleitung für ausschließlich "positive Verstärkung" gefunden.

    In einem Buch habe ich gelesen, dass es 3 Grundsituationen gibt: neutral, angenehm, unangenehm. Aber wie man unangenehm erzeugt, darüber findet man nichts. Soll ich meine Schuhe täglich mit Senf einschmieren? Wenn mein Welpe alle 10 Meter benutzte Papiertaschentücher in die Schnauze nimmt und auf NEIN nicht reagiert, dann muss das im gleichen Sekundenbruchteil auch mal richtig unangenehm sein = weh tun.

    Übrigens, wen stört es, wenn arme kleine Kälbchen und Lämmchen an den elektrischen Weidezaun kommen? Mein unfolgsamer Hund war auch schon mehrfach dran. 3cm lange Funken kamen aus Nase oder Schwanz.

  23. #141
    Tuuli
    Das klingt alles gut und schön und sogar logisch, hilft aber in der Alltagsbewältigund kein Stück weiter: "Ruhig und souverän die Führungsrolle übernehmen, Grenzen aufzeigen" - super! Aber wie genau das geht, wie ein "starker Blickkontakt" genau aussieht bzw. funktioniert, das erzählen die wenigsten der Feierabend-Theoretiker. Da hat man manchmal den Eindruck, dass es hier schlicht und ergreifend um "Revierkämpfe" geht: Man selbst weiß es halt am allerbesten, wer es anders macht, liegt falsch. Mich als Neu-Hundehalterin verunsichern diese vielen verschiedenen Auffassungen und oft mit unverhohlenem Dogmatismus vorgetragenen Erziehungstheorien einfach nur. Die eigentlich wichtigen Fragen wären doch hier eigentlich:

    Was ist aus Sicht MEINES Hundes "fair"? Was "souverän"? Was "liebevoll"? Woran genau muss ich arbeiten, wenn mein 18 Wochen alter Welpe eben nicht auf Blickkontakt und offensichtlich unwillige Körpersprache hin vom Sofa springt oder auf Ruf hin kommt?
    Im Übrigen bin ich der Auffassung, dass der Rudelführer natürlich begrüßt werden darf - allerdings heißt das nicht, dass die Begrüßung nach Gusto des rangniederen Mitglieds ausfallen darf. Anspringen geht z.B. einfach mal gar nicht. Macht er oder sie das dann nämlich auch beim 5-jährigen Nachbarskind, ist das Geschrei groß. Darf er/sie das aber beim Rudelführer, wird es ihm/ihr schwer verständlich zu machen sein, dass er/sie es hier darf, bei anderen aber nicht.

  24. #142
    Midoriyuki
    Tuuli, deine Beispiele sind reine Trainingsfrage.

    Und fair ist einschätzbares und verlässliches Verhalten.
    Schmerzzufügung ist übrigens nie fair.

    Ganz grundsätzlich sollte man einfach mal unterscheiden zwischen nicht korrektem Trainingsaufbau und generellen Beziehungsproblem.
    Es wird mir persönlich viel zu sehr darauf gepocht, dass nur gute aka perfekte Erziehung nach Lehrbuch eine gute Bindung bedeutet.

    Das ist Quatsch.
    Und gerade bei sehr jungen Welpen hat schlicht die Bindung Vorrang, grundlegende Regeln müssen immer gelten, sollten aber dem Alter des Tieres angepasst sein.

    Im Übrigen musste ich in keinem einzigen meiner Welpenkurse irgendjemandem Schmerz als Erziehungsmittel nahelegen.
    Das klappte umfassbarerweise auch ohne - auch bei "Nicht-Alphas".

  25. #143
    Yolanda
    Ich hab den thread jetzt nicht ganz gelesen, bin aber gerade etwas sprachlos. Ich dachte, dieses Dominanz- Rudelchefdings hätte sich schon allgemein als veralteter Blödsinn herumgesprochen. Habe da ziemlich viel darüber gelesen, als meine Hunde jung waren, also so vor 15 Jahren.

    Ich hab mal - aus einer Notsituation heraus - versucht, meine Hunde in einer Tierpension unterzubringen. Mir wurde eine Pension empfohlen, max. 15 Hunde, diese wohnten mit dem Betreiber ihm im Haus, also keine Zwingerhaltung oder Zimmer, der Herr hätte sehr viel Erfahrung und würde das schon sehr lange machen.

    Da beide Hunde aus dem Tierschutz waren, einer angstaggressiv - auch Menschen gegenüber - sowie mit anderen Hunden eher schlecht verträglich, der andere sehr unruhig, hatte ich bereits Bedenken, als ich telefonisch Kontakt aufnahm. Der Herr meinte aber, er wolle die Hunde sehen und dass er eine sehr starke Persönlichkeit sei und das schon klappen würde.

    Ich kam dort an, der Mann erklärte mir einiges über sein Zusammenleben mit den Gasthunden, sein Verhalten als Rudelchef, sowie über Cesar Milan. Da ich mich - aufgrund der schwierigen Vorgeschichte meiner Hunde jahrelang mit Hundeverhalten, allerdings durch positive Verstärkung, beschäftigt hatte - war ich nach diesem Vortrag geistig bereits dabei, das Haus zu verlassen, als er begann, mir zu erklären, dass ich meine Körperhaltung ändern sollte, lauter zu sprechen und anders aufzutreten, damit mich die Hunde respektieren.

    Er erklärte mir, ich solle ihn eine halbe Stunde mit den Hunden alleine lassen und dann wieder kommen. Er wolle sehen, was passiert, wenn ich nicht da bin, da er meinte, ich würde mein unsicheres Verhalten auf die Hunde übertragen. Da ich wusste, er würde meine Hunde nicht misshandeln, ging ich also 30 min weg. Als ich zurück kam, stand der eine Hund am Zaun, er hatte dort die ganze Zeit auf mich gewartet und nicht auf Rufe oder Ablenkungen reagiert. Den anderen hatte er in ein Zimmer ins Haus mitgenommen, um ihn dort mit einem anderen Hund bekannt zu machen. Dort hatte er die ganzen 30 Minuten durchgebellt. Der liebe Herr erklärte mir, er könne meine Hunde nicht übernehmen, da sie ihm zu anstrengend wären, und er für diese Art von Hunden ja auch nicht mehr bezahlt bekäme.

    Also bedankte ich mich, wollte die Hunde anleinen und sein Haus verlassen. Er aber meinte, sie könnten ruhig noch frei durch den Garten laufen, ich könne sie ja beim Ausgang anleinen. Ich verstand, dass er sehen wollte, ob sie mit mir mitkämen. Als ich aufstand und durch den Garten ging, trabten beide freudig neben mir her. Beim Ausgang blieben sie ruhig stehen, ließen sich anleinen und wir gingen.

    Und nein, ich bin nicht so super und weiß alles. Ich weiß auch, dass ein junger Hund vieles erst lernen muss, was ein alter von selbst macht. Ich weiß, es ist oft nicht einfach. Aber die meisten Probleme entstehen, weil ein Hund nicht versteht, was er tun soll, weil die Halter es ihm nicht kommunizieren können. Nicht nur der Hund muss den Menschen verstehen lernen, sondern in erster Linie der Mensch den Hund! Und das auf eine liebevolle, konsequente aber rein freundschaftliche Weise. Sobald ein Hund merkt, dass er verstanden und unterstützt wird, wird er den Hundehalter respektieren und ihm vertrauen. Bindung, Vertrauen und Geduld ist der Schlüssel, der Rest kommt von selbst.

    Jeder Hund hat einen Grund, warum er so reagiert wie er reagiert. Wenn er Stress hat, wird er diesen irgendwo ablassen. Es nützt nichts, einen Hund zu korrigieren wenn er in einer bestimmten Situation überreagiert, wenn er den Rest der Zeit mit anderen Dingen überfordert ist.

  26. #144
    Eifelkater
    Zitat Zitat von Tuuli Beitrag anzeigen

    Was ist aus Sicht MEINES Hundes "fair"? Was "souverän"? Was "liebevoll"? Woran genau muss ich arbeiten, wenn mein 18 Wochen alter Welpe eben nicht auf Blickkontakt und offensichtlich unwillige Körpersprache hin vom Sofa springt oder auf Ruf hin kommt?
    Hund notfalls am Halsband nehmen und zu seiner Decke bringen. Ablegen lassen und Leckerlie geben...

  27. #145
    Midoriyuki
    Eifelkater, dafür muss der Hund erstmal sauber die Ablage drauf haben.
    Erst Training des Verhaltens, dann Abfrage des Verhaltens.
    Das ist doch sonst Quatsch.

  28. #146
    Eifelkater
    Und bis er das sauber macht soll er auf der Couch bleiben? Zumal der Aufbau einer sauberen Ablage bei einem Welpen mit 18 Wochen durchaus noch dauern könnte.

  29. #147
    Midoriyuki
    Nö, hab ich auch nicht gesagt, nur, dass eine Ablage in dem Alter Quatsch ist
    Hund schlicht und ergreifend immer wieder runter vom Sofa und wenn's halt 1000 Mal ist.
    Unten kann er ja tun was er will, aber dann halt nicht hoch

  30. #148
    Tuuli
    Also - inzwischen springt sie zackig von alleine runter, wenn sie mich nur sieht und mal wieder heimlich nachts auf die Couch geklettert ist. Es scheint wohl doch alles auch mit der Zeit zu kommen Immerhin sind wir erst seit zweieinhalb Wochen zusammen.
    Sie springt offenbar besonders gerne rauf, wenn ich meine Decke abends dort liegen lasse. Räume ich sei weg, finde ich sie in der Regel morgens in ihrem Körbchen oder auf dem Teppich vor der Couch vor.
    Ich hab sie ein, zweimal runter geschoben und einen strengen Ton an den Tag gelegt. Das scheint nun langsam zu fruchten, sodass sie zumindest von selbst runtergeht, sobald ich auftauche.
    Wir haben auch so schon einige heiße "Rangkämpfe" hinter uns, die jedes Mal damit endeten, dass sie unten lag, sich auf den Rücken drehte und nachgab. Der Hundetrainer sagt, dass das manchmal sein muss in dem Alter, wenn sie anfangen, Dominanzspielchen zu spielen (Händebeißen, Leinebeißen und mit ihr im Maul die Richtung vorgeben wollen usw." Hinterher ist aber alles gut.

  31. #149
    Keisuke
    Hey,

    Darf ich mal fragen, wie so ein "Rangkampf" bei euch abläuft?

    Das klingt mir dann doch eher nach "alter Schule" - mit Alphawurf, Schnauzengriff usw. - oder irre ich mich da?

    LG

  32. #150
    Eifelkater
    Hände- und Leinebeissen sind aber keine Dominanzspielchen....

Diskussion zum Thema So werde ich Rudelchef… im Forum Hunde Verhalten und Erziehung bzw. Hauptforum Hunde Forum:
Offtopic: wenn man nur einen oder zwei Hunde hat. Selbst wenn er nur mit 2 Hunden geht werden diese immer ...