Rückwandbau mit Hypertufa oder LTG (Latex-Torf-Gemisch) ?


  1. #1
    fifu91

    Frage Rückwandbau mit Hypertufa oder LTG (Latex-Torf-Gemisch) ?

    So erst einmal hallo Ihr Lieben,
    bin noch neu hier und bräuchte mal eure Hilfe, da ich über die Suche nichts hilfreiches finden konnte hoffe ich Ihr könnt mir so helfen.

    Also ich habe ich mich nun ein wenig eingelesen zum Thema Pfeilgiftfrösche und auch ein paar Laubfrösche die gerne in einem Regenwaldterra leben, also ein Teil Land und ein Teil Wasser mit evt. Bachlauf.
    Ich habe ein 80x40x50 (lxtxh) und würde dort nun gerne so eine Rückwand selbst gestalten.
    Leider gibt es anscheinend soviele Möglichkeiten dies zu tun, dass ich nun leicht den Überblick verloren habe.

    Ich selbst arbeite in einem Zoofachgeschäft und habe dort einen Kollegen in der Terraristik der mir zwar
    auch schon ein paar Fragen beantwortet hat, aber auch nicht ständig für meine, doch ziemlich vielen, Fragen zur verfügung steht.

    Anfangen würde ich jetzt mit dem Styropor meine Struktur und "Felswand" so zu formen wie ich es mir vorstelle. Zusammekleben und befestigen an den Scheiben würde ich es mit Aquarium-Silikon befestigen.
    In etwa der Mitte des Terras kommt eine "Trennscheibe" rein um den Wasserbereich vom Landbereich zu trennen.
    Wenn ich jetzt das Styropor zugeschnitten und geformt habe muss ich es mit Hartz oder Fliesenkleber versiegeln? Bei uns im Keller steht auch noch Modellbau-Gibs rum?
    Oder kann ich direkt darauf meinen Untergrund geben?
    Es soll ja Wasserdicht sein damit das Styropor kein Wasser zieht und außerdem möchte ich ja das Moos und andere Pflanzen darauf wachsen können.
    So gab es dafür jetzt im Internet drei hervorstechende Varrianten.

    Die erste ist das Rainforest Background, welches leider Aufgrund seines Preises schon wegfällt und auch viele geschrieben haben das es sich gerade in Bachläufen nach einiger Zeit wohl wieder löst.

    Die Zweite ist dieses Hypertufa, woraus genau besteht es und wie muss ich das Styropor vorher behandeln und wie danach? Wie verhält es sich gerade beim Reinigen und bei der ständigen Feuchte im Terra bzw auch hier im Bachlauf? Löst es sich auch ab? Wachsen hier auch andere Pflanzen?
    Dann natürlich der Preis und wo bekomme ich die "Zutaten" dafür her?

    Oder doch die dritte Varriante das LTG?
    Ich habe schon ein paar sehr positive Feedbacks und Bilder in der Verwändung als Rückwand in Feuchtterras gesehen/ gelesen.
    Aber ist das wirklich die "Ultmative" Lösung?
    Wie lange hält es und wie verhält es sich im Wasser? Welche Materialen brauche ich genau hier und wo bekomme ich diese her? Preis?

    So ich glaube das sind jetzt sehr viele Infos und viele viele Fragen

    Ich hoffe Ihr könnt mir helfen
    Hier noch ein paar Links und Bilder was ich mir vorstelle

    http://box-pet.com/wordpress/wp-cont...RfB-strech.jpg

    http://box-pet.com/wordpress/wp-cont...rarium_RFB.jpg


    so dachte ich mir das halt, nur das die drei Seiten wirklich zu sind. Dazu dann halt noch ein Bachlauf.
    CIMG0146.JPG

    terrarium1.jpg komplett_terrarium_mit_3_schoenen.jpg

  2. Anzeige

    Frage

    Hast du schon mal in den Ratgeber von Dieter geschaut? Vielleicht hilft dir das ja weiter?



  3. #2
    fifu91
    Kann mir den gar keiner dazu antworten?


    Keiner da? Nicht?

  4. #3
    Thomas1963
    Hypertufa benötigt generell eine Trägerschicht. Diese Trägerschicht muss aus mindestens zwei bis drei Schichten Flex-Fliesenkleber bestehend aufgebaut werden. Es funktioniert auch nicht, den Fliesenkleber einfach mit dem Torf zu mischen, um sich den Zement sparen zu wollen, da im Fliesenkleber immer diverse Kunststoffe für die Elastizität enthalten sind. Als Unterbau für das Ganze nimmt man für die Rückwand Styropor-Platten oder Styrodur-platten. Diese schneidet man passend auf die Rückwand zu. Mittels eines Heißluftföns verleiht man den Platten schon einmal eine Struktur. Auch das Aufkleben von Styropor-Stücken oder Styrodur-Stücken mittels eines Styropor-Klebers sind eine gute Alternative. Hier können auch schon Pflanzen-Nischen für Begleitpflanzen mit eingearbeitet werden. Dabei muss man allerdings darauf achten, dass auch Abzugslöcher in die Pflanzen-Nischen mit eingearbeitet werden, damit später die Pflanzen keiner Staunässe ausgesetzt sind. Die zugeschnittenen Styroporplatten oder Styrodurplatten werden dann mit Hilfe von Aquariensilikon auf die Rückwand aufgeklebt. Hierbei ist es vor allem sehr wichtig, auch die Ränder der Platten gut mit Aquariensilikon zu bestreichen, genauso auch wie die Platten selbst, um eine gute Haftung zu gewährleisten. Nahtstellen bzw. Fugen bei geteilten Platten kann man nachträglich auch noch mit etwas Aquariensilikon abdichten. Vor dem Auftragen des Flex-Fliesenkleber muss das Aquariensilikon sehr gut getrocknet sein (ca. 24h). Danach streicht man die Rückwand erst einmal mit einem dünnen Flex-Fliesenkleber (etwas mehr Wasser) mittels eines Pinsels 1-2 mal gründlich und satt ein und lässt das Ganze dazwischen immer wieder gut durchtrocknen. Anschließend können dann die zwei bis drei Schichten Flex-Fliesenkleber aufgetragen werden. Die einzelnen Schichten sollten vor dem nächsten Arbeitsgang immer gut durchgetrocknet sein. Der nächste Arbeitsschritt besteht im Auftragen der Hypertufa-Masse. Die richtige Zusammensetzung von Hypertufa besteht im wesentlichen aus drei Teilen Portland-Zement vom Typ I (oder Trass-Zement), aus 4 Teilen Weißtorf und 5 Teilen Perlit ("Teile" bezogen auf das Volumen, nicht auf das Gewicht). Nach diesen Vorgaben mischt man alles im angegebenen Verhältnis trocken und vor allem gründlich zusammen. Dann fügt man unter beständigem Rühren langsam kaltes Wasser hinzu, bis eine Pudding ähnliche aber noch etwas cremige gut formbare Substanz entsteht. Es empfiehlt sich immer beim Auftragen der Masse Einweghandschuhe zu benutzen, da sich die Masse mit den Händen einfach besser auftragen und formen läßt. Am Anfang haftet die Masse meist nicht so gut, aber das ist durchaus vollkommen normal und kein Grund nervös zu werden. Um eine etwas bessere Haftung auf dem Flex-Fliesenkleber zu erreichen, kann man diesen vor dem Auftragen der Hypertufa-Masse leicht anfeuchten. Am besten nimmt man erst einmal eine kleine Portion des Gemisches und trägt dieses auf die Rückwand auf und verteilt es etwas flächiger. Das Ganze wiederholt man so lange, bis die Rückwand feriggestellt ist und vor allem ein optisch schönes und gewünschtes natürliches Bild entstanden ist. Zwischen den Arbeitschritten des Auftragens der Hypertufa-Schichten, sollte man imme wieder die Masse gut durchtrocknen lassen. Wenn die Rückwand dann endlich fertiggestellt ist, so muss man durchaus mit einer Trocknungzeit und kompletten Aushärtung von gut vier Wochen rechnen. Für Hypertufa im Terrarienbau sollte man immer nach Möglichkeit Weisstorf nehmen. Es geht hierbei nicht etwa um die Farbe des Endproduktes, sondern um die Chemie. Torf ist sauer und somit entstehen kleine und kleinste Poren durch den Zersetzungsvorgang des Torfes in dem alkalischen Zement. Erst dadurch verwittert er und sieht am Ende eher aus wie Stein und nicht etwa wie Beton.

    EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

    Kleiner Nachtrag, für Laubfrösche ist das Terrarium nicht hoch genug.

  5. #4
    seven
    Thomas, Dein Eifer in allen Ehren, aber Du antwortest die ganze Zeit auf Beiträge, die schon mehrere Jahre alt sind - dieser hier z. B. über 4 Jahre... und die TE war seither auch gar nicht mehr hier...
    Vielleicht schaust Du in Zukunft, wie aktuell die Beiträge wirklich sind - denn nur in den seltensten Fällen macht es Sinn, hochgradig verstaubte Beiträge wieder hervorzukramen...

    LG seven

Diskussion zum Thema Rückwandbau mit Hypertufa oder LTG (Latex-Torf-Gemisch) ? im Forum Amphibien Forum bzw. Hauptforum Terraristik & Aquaristik:
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