Hund und Fahrradfahren


  1. #1
    Smoothie

    Hund und Fahrradfahren

    Hallo,

    ich und Yuukan (Border Collie- Labrador Mix, 60cm und 25kg) haben den Radsport für uns entdeckt. Ich laufe immer zu derselben Radstrecke, dabei führe ich Yuukan bis dorthin zu Fuß. Eine Hand am Lenker, eine Hand an der Leine.

    Das Rad stand eine Weile im Garten wo Yuukan rumturnte, dann in der Garage. Ich bin da recht unbekümmert ran, hab an der Radstrecke den Hund an eine kurze 1 Meterleine gelassen, diese lsogelassen und bin losgefahren. Daher glaube ich das ich das schon falsch begonnen habe. Versteht mich nicht falsch; er macht toll mit. Er sprintet neben mir her mit etwa einem halben Meter Abstand, entweder neben mir, auf der linken Seite vor mir oder etwas hinter mir. Je nachdem.

    Zu dem Radweg muss ich noch folgendes sagen; er ist ungefähr 1km lang und führt in eine Sackgasse. Dort fährt eigentlich keiner Fahrrad und bisher habe ich nur ein einziges
    Mal dort ein Päärchen mit Hund gesehen außer mir. Links und Rechts ist Feld.
    Ich habe kein Problem damit das Yuukan einfach rumrennt, dass Tempo selber wählt und sich eben auch mal zum Häufchen machen hinsetzt. Kein Ding. Es soll einfach nur Spaß sein. Am Schluss des Weges spiele ich mit Yuukan, tobe, mache Tricks, werfe Frisbee, gebe Leckerlies und natürlich habe ich immer Wasser dabei für mich und Hund.

    Nur, manchmal führe ich ihn auch an der Leine. Leine ohne Schlaufe locker am Lenkrad in der Hand, Hund rennt rechts oder links neben mir und wenn was ist lasse ich eben los, nur eine Sache stört tierisch; ich muss wahnsinnig aufpassen was der gnädige Herr tut. Wenn ich es rechtzeitig bemerke kann ich ihn auf der rechten oder linken Seite per Kommando halten, bemerke ich es nicht rennt er mir einfach vors Rad. Es ist meistens den Umstand zu verdanken das ich nicht schnell fahre und ihn eben genau beobachte das ich immer abbremsen kann. Gestern hatte er mein Rad aber wortwörtlich im Hintern und es juckte ihn nicht, erst als ich bremste (natürlich fahre ich meinen Hund nicht an und bremse dann nicht!) und meine Bremse quitschte, gab er etwas Stoff, kniff kurz den Schwanz ein und schaute was ihn da hinten drückt. War aber sofort wieder Wurst und er lief weiter. Das macht er nicht nur wenn er an der Leine ist, auch wenn er frei läuft rennt er mega knapp vor meinen Rad auf die andere Seite oder er verlangsamt vor mir sein Tempo und ich muss ausweichen weil der Trampel sich tatsächlich eher anfahren lassen würde.

    Ich hab wirklich nicht vor das besonders ´ernst´ zu machen. An der Straße würde ich z. B. niemals Fahrradfahren mit Yuukan. Ich bin ein Angsthase und das ist mir einfach zu gefährlich. Aber ich würde halt schon gerne haben das Yuukan zumindest selber aufpasst. Wenn ich ihm sage vorsicht oder das er nach Rechts oder Links soll macht er das, aber er ist manchmal so unvorsichtig trampelig.

    Also der Hund kann freilaufen, manchmal üben ich das an der Leine, machmal zieht er auch ein bisschen (er trägt dabei ein Zughundegeschirr), aber hauptsächlich rennt er frei herum und ich hätte ja schon echt gerne das ich nicht dauernd Angst haben muss das mir ein Hund unterm Reifen klebt.

    Habt ihr Tips wie ich das ihm beibringen kann? Das einzige was er gruselig finde ist wenn ich bremse, die quischt nämlich und dann spurtet er auch aus dem Weg, doch meistens (meistens klingt übertrieben, ich fahre den Hund jetzt nicht alle Minute an....) geht alles so schnell das sein Hintern schon mit dem Rad bekannschaft macht bevor ich das Bremsen überhaupt vornehmen kann.

    LG

    Smoothie

  2. Anzeige
    Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Heike zu werfen.



  3. #2
    Susan&Lilly
    So Spontan würde ich sagen, dass es vielleicht besser wäre, wenn du dich für EINE Variante entscheidest. Ein Hund kommt allgemein ja gut mit Struktur klar, also warum nicht einfach Yuukan nicht ausschließlich an der Leine oder ausschließlich ohne Leine führen? Mein Hündin läuft mir im Freilauf auch vors Rad, daher bleibt sie im Prinzip an der Leine. Und an der Leine finde ich es saugefährlich, wenn du ihn dann noch vors Rad laufen lässt. Stell dir vor die Leine verfängt sich im Reifen. Dann fährst du nicht nur den Hund an, sondern fliegst selber noch mit über den Lenker.

    Also mein Tipp: Wenn du ihn an der Leine führst, dann halte ihn konsequent auf einer Seite. Keine eigenständigen Wechsel und kein vorm Fahrrad laufen, sondern brav neben dir. Ähnlich würde ich es im Freilauf versuchen. Vielleicht angefangen mit konsequentem Fuß Laufen. Ich kann mir gut vorstellen, dass er dann eine Seite beibehält, wenn er auch etwas freier laufen darf. Oder eben ein Kommando für eine Seite einführen und ihn damit immer verbal dort halten. Ich glaub hier spielt einfach viel Aufmerksamkeit und viel Lob eine Rolle. Ich bin sowieso der Meinung, dass man mit freilaufendem Hund am Rad immer die Augen auf halten muss.
    Wenn du ein Zuggeschirr für Yuukan hast, kannst du mit ihm ja mal "richtiges" Ziehen versuchen. Also, dass er wirklich (mit Bikeantenne) vor dem Rad läuft und ziehen muss, um voran zu kommen. Da würde ich aber definitiv eine Unterscheidung mach zwischen "Jetzt wird gezogen= Zuggeschirr" und "Jetzt brav nebenher laufen= normales Geschirr. Zugsport macht auf jedenfall voll Fun.

  4. #3
    Tompina
    Also ich würde das einfach aufbauen wie ein ganz normales Leinenführigkeitstraining nur eben mit speziellen Kommandos...

    Er kennt doch sicher das Gehen an der Leine und dass er dann auf einer Seite am Besten neben dir/schräg hinter dir bleiben soll (ob das nun "Fuß" / "Besen" oder "Gummibärchen" heißt ist ja egal), oder nicht? Und das hast du ihm ja auch beigebracht. Also das gleiche machen - Aufmerksamkeit bei dir, ein Achtungsignal wie z.B. "Aufpassen", Richtungswechsel, Geschwindigkeitsvariantionen und alles eben entsprechend mit Kommandos belegen - wie bei der Leinenführigkeit und dann sollte das am Rad kein Thema sein.

    Und wenn er dann frei ist, soll er schon auf das Rad aufpassen und nicht einfach quer laufen, so wie er ja auch im normalen Freilauf niemanden umrennt, oder?

    Meine Hunde haben eine feste Seite beim Fahrradfahren/Reiten (=rechts) und beim normalen Laufen (=links), was das Kommando "Bei" angeht und das heißt bleib schräg hinter/neben mir. Sie wissen, dass nach "Achtung" in der Regel eine Richtungs (rechts/links)- oder Geschwindigkeitsansage (langsam/hopp) kommt und dass "Stopp" bedeutet einfach und sofort stehen/sitzen bleiben. Das habe ich alles sowohl zu Fuß, als auch auf dem Rad trainiert und nutze es inzwischen auch am Pferd. Aber bei vier Hunden kann ich mir auch kein wahlloses Seitenwechseln oder sonst was leisten, da müssen alle funktionieren und keiner darf aus der Reihe tanzen, sonst gibt es Leinen-Rad-Hufsalat. Und deshalb war das auch einfach von Anfang an klar strukturiert und extra was trainiert habe ich in dem Sinne ja nicht...

  5. #4
    Smoothie
    @Topina: Jap, er kennt das gehen an der Leine, können tut er es gewöhnlich auch, ist derzeit etwas eingerostet. Ich hab allgemein das Training sehr schleifen lassen, neuer Job und so. Umrennen tut er uns nicht beim Spielen, Labrador typisch ist er aber ein Trampelvieh, so vertieft in düfte und co. das er den Maikäfer auf der anderen Seite gerne mal begutachten möchte und wups Rad im Po. Langsam, Schneller, Warte, links und rechts wie halt kennt er von Übungseinheiten. Sitzt noch nicht 100%, Grundlage ist aber da. Ich muss vielleicht einfach was konsequenter durchsethen was ich möchte.

    @Susan&Lilly: Ich weiß ich hab ein bisschen durcheinander gemacht. Im grunde möchte ich es jetzt so halten; auf den Hinweg frei und auf den Rückweg angeleint. Ich hab es versucht mit den Ziehen, aber ich habe noch keine Stange fürs Fahrrad und am Fahrrad will ich ihn eh nicht ziehen lassen. Möchte mir nen Scooter kaufen. Allerdings ist er ein echter Bummelzug, mal schauen ob Yuukan noch irgendwann anständig zieht...

    Vielen Dank ihr beide

  6. #5
    louiss
    hi,

    ich kenn das so, dass man laufen am fahrrad so aufbaut, dass man das rad erstmal nebenher schiebt. zum bsp links das fahrrad, halter in der mitte und hund rechts an der leine. will der hund das fahrrad überholen schlägt man den lenker ein und versperrt ihm den weg. wenn er gelernt hat, dass er das fahrrad nicht überholen darf kann man langsam das fahren und richtungswechsel aufbauen. die leine sollte locker befestigt sein, entweder mit druckknopf oder klettverschluss oder locker am lenker (wenn der hund rechts läuft, dann ist die leine am rechten lenker, rechts von der hand, dass sie einfach abfallen kann sobald er wo anders hinwill), damit er das fahrrad nicht umhaut falls er doch mal in ne andere richtung zieht

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