Pferdesteuer 2016 ?! Immer mehr Gemeinden erheben Pferdesteuer



  1. #1
    mayke

    Daumen runter Pferdesteuer 2016 ?! Immer mehr Gemeinden erheben Pferdesteuer

    Hallo zusammen,

    habe heute in der Zeitung gelesen, dass es jetzt schon langsam immer mehr Gemeinden gibt, die Pferdesteuern erheben, aktuell passiert in Norderstedt: http://www.abendblatt.de/region/nord...rdesteuer.html

    Ich kann das überhaupt nicht nachvollziehen, denn anders als bei der Hundesteuer,
    dieeine ordnungspolitische Maßnahme ist, die den Hundebestand in den Gemeinden begrenzen soll,
    gibt es ja keinen allzu großen Bestand an Pferden, vor dem geschützt werden müsste.

    In Bad-Sooden Allendorf (noch nie gehört ) muss man ja 200 € pro Pferd zahlen? Finde das schon ziemlich heftig. Und ja wenn man sich nicht dran hält, auch super : "Wer sein Pferd nicht ordnungsgemäß meldet, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße von bis zu 5.000 Euro geahndet werden kann."http://www.financescout24.de/wissen/...r/pferdesteuer

    Wohnt jmd. von euch in so einer Gemeinde, wo man das zahlen muss? Was haltet ihr davon? Gibt es irgendwen der das GUT FINDET? Ich kann die positiven Seiten nämlich nicht wirklich nachvollziehen.

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    Daumen runter

    Hast du schon mal einen Blick in Pferde verstehen geworfen? Mit Achtung und Respekt Vertrauen zu deinem Pferd herzustellen, kann dir vielleicht helfen.



  3. #2
    Choupette
    Ich melde mich mal als Hundebesitzer: An Hundesteuer ist nichts ordnungspolitisch, sondern es ist Willkür, die einem zusätzlich zu den normalen Steuern das Geld aus den Taschen zieht. Sonst gäbe es nicht von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedliche Beträge, die zwischen 20 und 1200 Euro jährlich schwanken. Und keiner dieser Beträge wird für etwas ausgegeben, das mit den Hunden zu tun hat. Es gibt kaum Kotbeutelspender und wenn dann sind sie leer. Wenige Mülleimer für die befüllen Kotbeutel usw. Ausnahmen gibt es sicherlich, aber die sind rar.

    Da Pferde ebenso wie Hunde beim Ausritt die Umwelt mit Kot verschmutzen und die wenigsten Besitzer dies wegzumachen scheinen, kann man meinetwegen eine Pferdesteuer einführen. Und eine Katzensteuer für Freigänger.

    Oder einfach alle unnützen Luxussteuern für Haustiere abschaffen, das wäre noch besser.

  4. #3
    Kompassqualle
    Naja, einer Steuer muss ja keine direkte Gegenleistung folgen (also Hundesteuer gegen Kotbeutel und Mülleimer), insofern ist die Hundesteuer für die Gemeinden auch nur eine Möglichkeit Geld einzunehmen das dann wiederum für allgemeine Zwecke verwendet werden kann.

    Die Hundesteuer ist zwar eine Lenkungssteuer (ich glaube so nennt man es wenn durch die Steuer ein bestimmtes Verhalten erreicht werden soll) wie es sie z.B. auch bei Autos und Tabak gibt, allerdings denke ich nicht dass das ihre Hauptaufgabe ist. Gerade in den Städten kann ich mir nicht vorstellen, dass die Leute dann eben 3 oder 4 Hunde in ihren Wohnungen halten würden nur weil es keine Steuer gibt (genauso wie die Raucher ja z.B. in der Regel auch nicht deswegen aufhören zu rauchen weil sie die Tabaksteuern nicht zahlen wollen ).

    Eine Besteuerung von Pferden finde ich genauso gerecht oder ungerecht wie eine Besteuerung von Hunden.
    Allerdings habe ich mich als Zahler von Hundesteuern schon ein paar Mal gefragt warum meine Tierhaltung als Luxus angesehen wird für die ich zahlen soll, aber die Tierhaltung vieler Pferdebesitzer (die oft erheblich mehr Geld zur Verfügung haben als ich) nicht zur Kasse gebeten werden, noch dazu weil Pferde wahrscheinlich höheren Schaden an öffentlichen Wegen verursachen als Hunde (hauptsächlich durch Vertritt und Kot).
    Nicht das ich für eine Pferdesteuer bin, aber ich bin auch nicht für eine Hundesteuer, vor allem weil ich denke ein Hund ist für viele Menschen nicht unbedingt Luxus sondern auch oft der einzige Freund den sie haben.

    Das Thema kann man sicher leicht totdiskutieren und wie man es dreht, wer zahlen soll fühlt sich natürlich ungerecht behandelt

  5. #4
    Chianti
    Offtopic:

    ..Katzensteuer für Freigänger..

    .. war bei uns auch schonmal im Gespräch, ist m.E. aber totaler Humbug. Bzw kann nur von Leuten erschaffen werden die von Katzen nicht sonderlich viel Ahnung haben (ok, so ist die massive Geldmacherei durch Sokas ja auch entstanden) Aber eine Freigänger Katze zu besteuern.. wie soll das kontrolliert werden wem die Katze tatsächlich gehört? Es gibt leider sehr viele, verwilderte Hausmietzen die einfach gefüttert werden.. wird auf diese auch eine Steuer erhoben? Noch dazu wechseln Freigänger auch öfters mal den Besitzer und bleiben wo es ihnen gefällt. Also eine Steuer für die Freigänger Katzen ist völlig unbrauchbar, lieber sollte es eine Kastrationspflicht für alle Freigänger geben

  6. #5
    ShiGi
    Ich finde die Pferdesteuer auch kein bisschen ungerechter als die Hundesteuer - zumal bei Pferden zumindest nicht nach Rassen unterteilt wird und einige um ein vielfaches höher besteuert werden, DAS finde ich extrem unfair. Deshalb kann ich den großen Aufschrei und die Empörung auch nicht ganz nachvollziehen.
    100-200 Euro Pferdesteuer sind im Verhältnis zu den Gesamtkosten eines Pferdes deutlich weniger als im Verhältnis zu den Kosten eines Hundes. Daher sollte man eigentlich davon ausgehen, dass es Pferdebesitzern leichter fällt, diese Steuer zu finanzieren (750 Euro, die im Artikel als Maximalwert genannt werden sind aber natürlich schon heftig, aber selbst die dürften im Verhältnis zu den Gesamtkosten nicht mehr ins Gewicht fallen als bei Hunden).

    Wo ich allerdings schon von Problemen gelesen habe und diese auch nachvollziehen kann, sind Reitschulen. Die haben meist mehrere Pferde und arbeiten oft gerade so kostendeckend. Wenn da die Pferdesteuer dazu kommt, ist das für viele nicht mehr finanzierbar.
    Da wundere ich mich allerdings ein wenig, dass es scheinbar noch keine Steuerbefreiung für gewerblich genutzte Pferde gibt. Bei Hunden gibt es so etwas in die Richtung ja auch, wenn ich richtig informiert bin.

  7. #6
    mayke
    Zitat Zitat von ShiGi Beitrag anzeigen
    Die haben meist mehrere Pferde und arbeiten oft gerade so kostendeckend. Wenn da die Pferdesteuer dazu kommt, ist das für viele nicht mehr finanzierbar.
    Da wundere ich mich allerdings ein wenig, dass es scheinbar noch keine Steuerbefreiung für gewerblich genutzte Pferde gibt. Bei Hunden gibt es so etwas in die Richtung ja auch, wenn ich richtig informiert bin.
    Echt? betrifft das dann Blindenhunde? welche hunde kann man da gewerblich absetzen?

    und ja @Kompassqualle du hast recht, das Thema kann man wahrscheinlich wirklich tot reden

  8. #7
    Syn
    Ich zitiere mal sinngemäß einen Freund, der in der Politik ist und das genau so gesagt bekommen hat:

    Möglichkeiten für die Gemeinde an Geld zu kommen? Hundesteuer. Kann willkürlich erhoben werden und ist nicht zweckgebunden. Super Sache.



    Also: Ich finde Pferdesteuer sowieso Hundesteuer absolut veraltet und ungerecht.

  9. #8
    ShiGi
    Ja, ich habe es gerade nochmal gegoogelt ( http://www.meldebox.de/Hundesteuer/befreiung.php ): Hunde die einen "Verwendungszweck" haben, können von der Steuer befreit werden. Also Blindenhunde, Rettungshunde usw. Eben Hunde, die nicht als Luxus zum privaten Vergnügen gehalten werden.
    Und da wundert es mich eben, dass es so etwas für Pferde nicht gibt. Zumindest konnte ich dazu nichts finden und habe schon Berichte von Reiterhöfen gelesen, die ihre Schulpferde aufgrund der neu eingeführten Pferdesteuer aufgeben mussten.

    Edit: Ich hab nochmal weiter gegoogelt
    Pauschale Steuerbefreiungen gibt es nur wenige. Hierzu gehören zum Beispiel Holzrückepferde für Waldarbeiten und Polizeipferde. In den Pferdesteuersatzungen ist ferner als Befreiungsgrund angeführt: „Pferde die nachweislich zum Haupterwerb eingesetzt werden“. Diese Formulierung lässt erheblichen Interpretationsspielraum und wird von jeder Kommune nach eigenen Vorstellungen ausgelegt. Es muss nachgewiesen werden, dass man ausschließlich davon lebt. Dieser Nachweis ist für viele Betriebe kaum zu führen. Es muss dann jeweils im Einzelfall ein Widerspruch gegen die Kommune geführt werden.
    Je nach kommunaler Entscheidung werden auch Schulpferde von Reitvereinen und Therapiepferde besteuert (z.B. in Bad Sooden-Allendorf). In Schlangenbad/Nähe Wiesbaden hat man aber z.B. Gnadenbrotpferde von der Steuer befreit. Das sind zwei Beispiele für die immer individuellen Lösungen in jeder einzelnen Kommune.
    http://www.pferd-aktuell.de/pferdest...-und-antworten
    Das heißt, es gibt wohl die Steuerbefreiung auch für Pferde. Die Regelung lässt sich aber sehr zu Gunsten der Gemeinde auslegen. Jemand der einen Beruf hat und nebenher einen kleinen Schulbetrieb führt, wird scheinbar nicht befreit. Auch Leute mit Pensionsstall und zusätzlichem Schulbetrieb dürften es schwer haben...

  10. #9
    demona
    Hi,

    würde eine Pferdesteuer bei uns erhoben werden, wäre ich wohl arbeitslos weil sich meine Chefin mich dann nicht mehr leisten könnte. Wir haben knapp 25 eigene Pferde, darunter Fohlen, Jährlinge und ausgediente Zuchtstuten, die ihren Lebensabend bei uns verbringen dürfen. Dazu noch knapp 10 Einsteller.

    Ich finde eine Pferdesteuer genauso sinnbefreit wie die Hundesteuer und sehe es als reine Geldmacherei. Ich dächte sogar mal irgendwo gelesen zu haben, dass eine GEmeinde die Pferdesteuer erheben wollte weil es im Einzugsbereich einige große Höfe gab, darunter auch ein Stall mit Turnierpferden und sehr einflussreichen Leuten. Die haben sich wohl sehr erfolgreich dagegen gewehrt, die Steuer wurde dann nicht erhoben. Ich wüsste aber jetzt nicht wo das gewesen ist, müsste ich mal suchen gehen.

    Lg Demona

  11. #10
    Kompassqualle
    knapp 25 eigene Pferde, darunter Fohlen, Jährlinge und ausgediente Zuchtstuten, die ihren Lebensabend bei uns verbringen dürfen. Dazu noch knapp 10 Einsteller.
    Die Einsteller müssen selbstverständlich selber zahlen, aber würde eine Pferdesteuer in ähnlicher Höhe erhoben werden wie eine Hundesteuer so wären das pro Pferd ja wahrscheinlich so um die 100 Euro im Jahr, wer davon pleite geht sollte vielleicht ohnehin lieber kein Tier halten. Das soll kein Argument für die Steuer sein, denn die finde ich auch blöd und willkürlich, aber eine Mehrausgabe von etwa 10€ pro Tier im Monat sollte klein genug sein um nicht gleich dazu zu führen, dass man die Tierhaltung komplett aufgeben muss.
    einige große Höfe gab, darunter auch ein Stall mit Turnierpferden und sehr einflussreichen Leuten. Die haben sich wohl sehr erfolgreich dagegen gewehrt, die Steuer wurde dann nicht erhoben.
    Mit anderen Worten, die waren reich genug um nicht bezahlen zu müssen Gerade bei solchen Leuten sollte der Staat die Hand aufhalten, denn die haben es doch meistens

  12. #11
    demona
    Hi,

    bei 100 Euro im Jahr vielleicht, aber was ist wenn die gleich mal auf die Idee kommen 500 Euro pro Jahr zu erheben? Die Pferdesteuer wäre ja genauso willkürlich wie die Hundesteuer, die eine Gemeinde sagt vielleicht 100 euro, die nächste 200 und die Nächste 500 Euro. Und bei 25 Pferden? Mei, ich glaube keiner hätte so einfach mal 12500 Euro nebenbei.

    Bei uns kostet ja ein Listenhund schon mehr Geld, vielleicht geht die Pferdesteuer dann gleich mal in die vierstellige Richtung? Oder es geht nach Rasse? Ponys 300 Euro, Warmblüter 500 und Kaltblüter 700 - je größer umso teuerer und Hengste gleich nochmal 200 drauf weil die ja nochmal so gefährlich sind.

    Mit anderen Worten, die waren reich genug um nicht bezahlen zu müssen Gerade bei solchen Leuten sollte der Staat die Hand aufhalten, denn die haben es doch meistens
    Nein, die haben sich das einfach nicht gefallen lassen. Die haben Unterschriften gesammelt, haben protestiert und etwas auf die Beine gestellt, die haben der Gemeinde gegenüber klar gemacht, dass sie das nicht dulden und dagegen protestieren und zur Not auch klagen.

    Und nein, ich bin nicht der Meinung, dass "solche" Leute es verdient haben nur weil sie mehr Geld haben. Ich finde eine Tiersteuer immer ungerecht, egal ob Hund, Katze oder Pferde, egal ob reiche Leute oder arme Leute. So eine Steuer ist einfach nur sinnbefreit und dazu da um Geld in die Kassen der GEmeinden zu spülen. Und da die meisten Tierhalter es nicht gebacken kriegen sich zusammen zu schließen und als Gemeinschaft aufzutreten, sind sie ein leichtes Ziel.

    Tiersteuer - egal in welcher Art und Weise - ist einfach nicht mehr zeitgemäß - meiner Meinung nach.

    Lg Demona

  13. #12
    cherry-lein
    Ich komme aus der Nähe von Bad Sooden Allendorf (da wurde die Steuer als erstes eingeführt). Betriebe werden genauso besteuert wie Freizeitreiter was zur Folge hatte das bis heute viele Betreiber pleite gegangen sind weil die sich das einfach nicht leisten konnten auf Dauer. Ca 70-80% der Freizeitreiter haben ihre Pferde ein paar Orte weiter gestellt um der Steuer zu entgehen wodurch die Ställe in der Stadt immer leerer und leerer wurden und teilweise geschlossen werden mussten weil es einfach keine Einsteller mehr gab die Geld rein bringen konnten.
    Selbst der Bürgermeister gibt jetzt zu das es dumm war diese Steuer einzuführen weil die Stadt durch nur Verluste gemacht hat wenn man es hochrechnet. Auch andere Gemeinden haben das hier mal hochgerechnet ob sich das lohnt und haben durch die Fluktuation und Schließung der Betriebe nur Minusbeträge rausbekommen.
    Die Theorie damit mehr Geld zu machen ging bei uns in der Gegend so richtig nach hinten los.

  14. #13
    Kompassqualle
    @cherry-lein: wie hoch war denn die Steuer bei euch angesetzt?

  15. #14
    Nienor

    Ich kann das überhaupt nicht nachvollziehen, denn anders als bei der Hundesteuer, dieeine ordnungspolitische Maßnahme ist, die den Hundebestand in den Gemeinden begrenzen soll,
    gibt es ja keinen allzu großen Bestand an Pferden, vor dem geschützt werden müsste.
    Bei euch vllt nicht, aber hier wäre das schon sehr sinnvoll. Hier im kleinen Ort gibt es mindestens 3 Reitställe und überall - selbst im Ort - werden die Wege vollgeschissen und das liegt dann, bis der Regen es nach Wochen endlich in die Kanalisation gespült hat.
    Anderenorts gibt es so viele Pferde, dass ganze Wanderwege matschig zertrampelt sind, sodass man zu Fuss eigentlich nur noch abseits der Wege laufen kann.

    Von daher wäre ich nicht unglücklich, wenn sich ein paar der Leute keine Pferde mehr leisten können und somit das Umfeld geschont würde. Und der Rest kann ruhig auch mal in die Tasche greifen. Allerdings würde ich das weniger als Steuer ansehen, sondern eher als Kompensation für Schäden und Belästigung des Umfelds.

  16. #15
    cherry-lein
    Ich glaube die müssen 200€ oder 250€ zahlen, ich bin nicht mehr ganz sicher aber so um den Dreh war das. Mein Pferd steht ja zum Glück noch steuerfrei *klopft auf Holz damit das so bleibt*

  17. #16
    demona
    Hi,

    Entschuldige aber solche Aussagen


    Von daher wäre ich nicht unglücklich, wenn sich ein paar der Leute keine Pferde mehr leisten können und somit das Umfeld geschont würde. Und der Rest kann ruhig auch mal in die Tasche greifen. Allerdings würde ich das weniger als Steuer ansehen, sondern eher als Kompensation für Schäden und Belästigung des Umfelds.
    machen mich traurig.

    Genau so wird für die Hundesteuer plädiert, die Köter scheißen ja auch alles voll, kläffen den ganzen Tag, belästigen ständig Menschen und beißen kleine Kinder, also machen wir die Steuer noch höher damit sich keiner mehr solche Viecher leisten kann und sie vielleicht bald ganz aus unserem Stadbild verschwinden.

    Ja,. Pferdeäpfel auf Wegen stören. Ja, zertrampelte Wege stören auch. Versteh ich völlig. Aber eine Pferdesteuer würde halt auch Leute treffen, deren Tiere nie einen Huf auf öffentlichen Grund setzen. Gnadenhoftiere. Aufzucht wie bei uns - die Tiere stehen nur auf unserem Gelände und trotzdem müsste meine Chefin für die "Belästigung des Umfelds" Geld bezahlen? Was ist mit Reitern, die nie das Stallgelände verlassen? Müssen die auch zahlen oder nur anteilig, weil... Baum.

    Als nächstes kommt dann die Katzensteuer, erst für Freigänger und dann für Wohnungskatzen. Es könnte sich ja jemand gestört fühlen weil das Tier am vernetzten Fenster sitzt. Und dann kommt die Kleintiersteuer, weil sich der Nachbar am Geräusch des Laufrades gestört fühlt.

    Nienor, das geht definitiv nicht gegen dich aber ich höre diese Aussage so oft und ich finde es einfach traurig. Genau wie die Aussage "Ich muss Hundesteuer zahlen also können alle anderen auch eine sinnlose Steuer zahlen."

    Finde ich einfach sehr schade.

    Lg Demona

  18. #17
    Calimero
    Sinnlos würde ich nicht sagen. Steuern sind ja genau dafür da, dass der Staat Geld bekommt. Aber ich finde die Argumentation schwach (übrigens ebenfalls bei Hunden). Das sind Luxusgüter und deshalb soll man dafür Steuern zahlen. Warum dann bitte keine Reichensteuer? Oder allgemein Gehälter stärker verteuern? Dann trifft es alle gerecht, jeden nach dem was er verdient.

    Es gibt so viele Reiter, die würden ihr letztes Hemd für ihr Pferd geben und sind beiweitem nicht reich. Die Pauschalisierung finde ich hier schlicht und einfach falsch. Wenn es darum geht, dass Leute mit viel Geld mehr Steuern zahlen sollen, sollen sie das tun. Aber dann bitte Leute mit viel Geld und nicht Leute mit Pferd. Denn mit kurzem Nachdenken sollte man darauf kommen, dass weder jeder Mensch mit viel Geld ein Pferd hat, noch jeder Mensch mit Pferd viel Geld .

    Die Aussage von Nienor macht mich ehrlich gesagt auch etwas traurig. Gut klar, ich bin Reiterin, aber ich habe mich im Leben noch nicht von einem Pferdehaufen belästigt gefühlt. Ich denke die Hauptunterschiede zum beliebten Thema Hundehaufen sind wohl - ganz klar - die Größe. Allerdings richen Pferdhaufen beiweitem nicht so streng (und das ist keine Ansichtssache sondern Fakt, da Pferde sich rein pflanzlich ernähren ) und die meisten Hundehaufen tauchen wohl in der Stadt oder auf viel benutzen Wegen auf, wohingegen Pferdehaufen wohl eher mal auf einem Waldweg oder so liegen. Weiß nicht, mir hat es noch nie etwas ausgemacht.
    Klar, Pferde lassen Wege gerade bei feuchtem Boden nicht gerade besser werden. Aber ist es nicht auch ein Stück weit Natur? Zumindest hier bei uns richten die großen schweren Traktoren deutlich mehr Schäden an den Wegen an als unsere Pferde (und hier stehen einige). Die meisten Wege sind ohnehin zumindest leicht mit Schotter oder Sand aufgeschüttet, denen passiert gar nichts.

    Schade, wenn man Reiter nur als Belästigung des Umfelds ansieht . Aber wie auch immer, eine Steuer wird das trotzdem nicht ändern, denn davon wird keiner her gehen und anfangen, alle Wege zu verbessern und Haufen weg zu sammeln .

  19. #18
    ShiGi
    Ich finde so etwas auch sehr schade. Aber das betrifft ja alle Personengruppen, die das selbe Gebiet unterschiedlich nutzen wollen. Ob es nun die Pferde sind, die alles zertrampeln, oder die Mountain Biker, die zu schnell fahren, oder die Wanderer, die auf Downhill Wegen entlang laufen. Ein vernünftiges Miteinander erfordert eben ein gewisses Maß an Rücksichtsnahme und Toleranz von allen Seiten. Und das ist offenbar zu viel verlangt (das geht jetzt auch nicht gegen dich, Nienor, das Thema kommt ja in verschiedensten Bereichen häufig auf).

    Und das Problem der zertrampelten Wege könnte man auch recht einfach mit Plaketten lösen. Die gibt es hier in manchen Orten. Man muss eine Plakette kaufen, die man an den Sattel hängt und nur damit dürfen die Wege benutzt werden. Wobei ich hier da auch das Gefühl habe, dass diese Plaketten nur eingeführt wurden, damit die Reiter der Nachbarorte die Wege nicht mehr nutzen können (man bekommt die nämlich nur, wenn das Pferd auch in diesem Ort steht).

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