Getreidefreies Futter sinnvoll?


  1. #1
    Dackelfreundin001

    Getreidefreies Futter sinnvoll?

    Hallo

    Ich frage mich schon länger ob komplett getreidefreies Futter tatsächlich so sinnvoll ist? Ich hab schon so einiges gelesen und finde ständig unterschiedliche Meinungen

    http://www.tiermedizinportal.de/erna...efutter/463446 -->
    Pro und Kontra von getreidefreien Futter wird abgewogen

    http://www.welches-hundetrockenfutter.com/ --> scrollt weiter runter, dann findet ihr ein Paar Absätze über getreidefreies Futter

    http://blog.wunschfutter.de/blog/blo...s-hundefutter/ --> hier wird ausdrücklich ein getreidefreies Futter empfohlen

    Das sind nur einige der Artikel/ Texte die ich gelesen habe. Ich selber bin eher auf der Seite, dass komplett getreidefreies Futter nur bei einer Allergie zu empfehlen ist. Ansonsten ist Getreide in geringen (!) Mengen doch keinesfalls schädlich.

    Ich werde nicht so ganz schlau daraus. Wie seht ihr das?

    LG Dackelfreundin001

  2. Anzeige
    Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Heike zu werfen.



  3. #2
    Dondon96
    Wir füttern seit mehreren Jahren getreidefreies Futter von Wolfsblut.
    Allein schon, weil viele Hunde eine Allergie gegen Getreide haben, oder nach einigen Jahren entwickeln. Und das kann man ja auch ganz einfach umgehen, indem man getreidefrei füttert.
    Außerdem: was bringt einem das Getreide im Futter? Meiner Meinung nach ist es einfach ein billiger Füllstoff ohne Nutzen für den Hund, eher sogar noch ein "Dickmacher".
    Schädlich ist es in diesem Sinne nicht, aber eben trotzdem nutzlos.

  4. #3
    Lunimo
    Mein Hund würde auch getreidefreies Futter bekommen, da ich der Ansicht bin, dass es keinerlei Nutzen hat.

  5. #4
    Kompassqualle
    Hunde können Getreide verwerten, wenn es vorher entsprechend aufbereitet wurde (z.B. durch kochen), allerdings benötigen sie es nicht in ihrer Ernährung. Es stimmt zwar, dass auch Wölfe geringe Anteile pflanzlicher Nahrung zu sich nehmen, dabei handelt es sich allerdings in der Regel um Beeren, Kräuter oder Gräser (wohlgemerkt die Blätter der Gräser, nicht die Fruchtstände).

    Schaden tut Getreide im Futter den meisten Hunden nicht, allerdings enthalten viele Trockenfutter sehr hohe Getreideanteile, so dass es im Grunde zu einer dauerhaften Fehlernährung kommt. Das ein Tier einen Stoff verdauen kann, sagt übrigens auch nichts darüber aus, dass man diesen auch füttern sollte (man erinnere sich nur daran, dass man Kühe jahrelang mit Tiermehl gefüttert hat).

    Auch wir Menschen essen heutzutage sehr viel mehr Getreide (macht oft bis zu 60% unserer Nahrung aus) als wir eigentlich sollten, es wäre viel besser für uns, wenn wir mehr Kohlenhydrate mit verschiedenen Gemüsesorten zu uns nehmen würden, anstatt uns nur an Weizen satt zu futtern. Je nach Ernährungsphilosophie wird der großen Menge an Getreide (und vor allem den vielen Weißmehlen) auch eine Mitverantwortung an verschiedenen Erkrankungen oder Allergien zugeschrieben.
    Oft wird gesagt die schnellen Energielieferanten würden entzündlichen Prozessen im Körper Vorschub leisten, ob es stimmt ist soweit ich weiß nicht ausreichend wissenschaftlich belegt, aber ich kenne durchaus mehrere Menschen die durch Ernährungsumstellungen weg vom Getreide (und vom Zucker) ihre Probleme mit Rheuma oder Neurodermitis zumindest abmildern konnten.

    Außerdem: was bringt einem das Getreide im Futter? Meiner Meinung nach ist es einfach ein billiger Füllstoff ohne Nutzen für den Hund, eher sogar noch ein "Dickmacher".
    Schädlich ist es in diesem Sinne nicht, aber eben trotzdem nutzlos.

    Das trifft allerdings nicht nur auf Getreide, sondern meiner Meinung nach grundsätzlich auf große Mengen Stärke in der Ernährung des Hundes zu, egal ob diese nun aus Getreide oder Kartoffeln oder irgendwelchen Wurzeln kommt. Im jedem extrudierten Trockenfutter ist eine Menge Stärke drin, da man nur so den Futterbrei zu so kleinen, harten Kroketten verbacken kann.


  6. #5
    Elkecita
    Offtopic:

    Unsere Hunde fressen für ihr Leben gern trockenes Brot. Jetzt frag ich mich halt, ob das schädlich ist. Bei uns bleibt ja ófters mal Brot übrig, das dann hart wird. Was ich nicht zur Herstellung von Weckmehl oder Speckknödeln verwende, wird entweder weggeschmissen, oder die Hunde kriegen es. Die freuen sich dann wie Bolle, wird auch jeweils aufs hartnäckigste verteidigt.
    Soll ich das jetzt besser lassen in Zukunft?

  7. Adbot

  8. #6
    A-Fritz
    Hallöchen,
    schon vor 10.000 Jahren begannen die Menschen im Vorderen Orient mit dem Getreideanbau und aßen alles was man daraus herstellen konnte,
    es gab Brot, Kuchen, Gebäck und auch Bier.
    Auch schon im alten Ägypten, ca. vor 7000 Jahren, war des Getreide ein wichtiges Nahrungsmittel.

    Da die Hunde überall auf der Welt, wohl immer auch auf das Futter ihrer Herren angewiesen wahren,
    kann man sich vorstellen, wie lange sich Hunde schon an die Kost mit Getreide gewöhnen müßen.

    Die Genforscher um Erik Axelsson, von der Universität Uppsala in Schweden,
    haben bei den Unterschieden der DNA von Hund und Wolf herauszufinden, daß bei der Domestizierung der Hunde sich nicht nur Gene
    des Gehirns und das Nervensystems verändert haben, sondern auch der Fett- und Stärkestoffwechsel beteiligt sind,
    welches zur Erklärung einer geringeren Aggressivität des Hundes, im verglichen mit dem Wolf dienen kann,
    zum anderen, aber auch auf einen veränderten Verdauungsmechanismus hinweise, weshalb Hunde Kohlehydrate
    in pflanzlicher Nahrung deutlich besser verdauen können, als der Wolf.

    In zwischen werden diese Forschungen aber besonders von BARFern bezweifelt,
    doch ich glaube nicht, daß Hunde, die jetzt 10.000 Jahren Gelegenheit hatten sich an die Fütterung mit Getreide zu gewöhnen,
    sich nicht auch mit einer gemischten Kost und Getreide anfreunden haben sollen.

    Auch aus eigener Erfahrung kenne ich etliche Hunde,
    die auch mit Getreidefutter ein langes Hundeleben erreichen konnten.

    Fritz.

  9. #7
    Kompassqualle
    Soll ich das jetzt besser lassen in Zukunft?
    Aus meiner Sicht ein klares 'jein'.
    Grundsätzlich vertragen Hunde Kohlenhydrate (siehe die Gründe die A-Fritz oben aufgeführt hat), von daher ist ein gewisser Anteil an Kohlenhydraten in der Hundenahrung sicher nicht schlimm (Hauptbestandteil der Nahrung sollten Kohlenhydrate meiner Meinung jedoch nie sein). Falls deine Hunde zu Krankheiten neigen die mit Getreide assoziiert werden (Unverträglichkeiten, Allergien, Hautprobleme, Gelenkerkrankungen oder allgemein autoimmune Erkrankungen) würde ich jedoch das Getreide weglassen, einfach um auf Nummer sicher zu gehen.

  10. #8
    Dolldoggy
    Scheint bewiesen zu sein das kein Getreide besser ist, ich würde jetzt aber nicht auf Teufel komm raus keine getreidehaltiges Futter geben. Hauptsache der Hund hat guten Stuhlgang und keine Beschwerden, dann passt auch das Futter.

  11. #9
    Roli2190
    Hallo!
    Mein Hund hat wirklich eine Getreideallergie (mit Bluttest beim Tierarzt nachgewiesen) von daher füttere ich natürlich nur getreidefrei.
    Ich denke, ein gewisser Anteil im Futter schadet nicht, solang eben keine wirkliche Allergie vorliegt.
    Allerdings sollte der Getreideanteil nicht den Hauptteil des Futters ausmachen.
    Meines Wissens nach ist das der Fall, wenn Getreide als erstes bei den Zutaten aufgeführt ist.

  12. #10
    Anne-Katrin
    Ich denke auch das Getreide in geringen Mengen nicht unbedingt schädlich ist, auch weil Hunde auch ein gewisses Maß an Kohlenhydraten brauchen. Ich hab aber auch gelesen, dass es da durchaus bessere und nahrhaftere Substitute für Kohlenhydrate in Form von Obst und Gemüse gibt (siehe https://www.bestesfutter-deutschland...efreies-futter ). Zuviel Getreide ist zudem auch nicht nur schlecht, wenn schon Allergien vorhanden sind, sondern es kann evtl. auch ein Auslöser dafür sein.

Diskussion zum Thema Getreidefreies Futter sinnvoll? im Forum Hunde Ernährung bzw. Hauptforum Hunde Forum:
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