Unser kleiner Streuner...


  1. #1
    Schweinemama

    Unser kleiner Streuner...

    Uns ist vor fast 1 Jahr ein Streuner aufgefallen, fast 9 Monate hat es gedauert bis er endlich nicht sofort weggelaufen ist und sich sogar berühren ließ. Mittlerweile wird es kalt, heute hatte
    es nur noch 8 Grad und als ich heute aufgestanden bin, lag der rote Kater auf dem Küchenfensterbrett und tatzte mit der Pfote als er mich sah... Er bittet um Einlass. Ein wunderschönes Tierchen mit braunen Augen und rotgetigerten Fell. Leider hat er es mit der Erziehung nicht so - die Krallen werden ausgefahren sobald es ums Essen geht, wohl aus Gier, teilweise aus überschwänglichem Lebenssinn... Wir arbeiten noch daran.

    Mittlerweile lässt er sich angreifen, kommt aufs Sofa, lässt sich streicheln. Hochnehmen funktioniert auch schon, wenn man von den Krallen fernbleibt (sooo gerne mag er diese Fixation nicht).

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  3. #2
    seven
    Und was möchtest Du uns mit diesem Beitrag jetzt sagen?
    Wenn er sich doch jetzt hochnehmen lässt - wart Ihr mal beim Tierarzt und habt ihn durchchecken lassen bzw. v. a. überprüfen lassen, ob er z. B. einen Chip hat oder tattowiert ist und jemandem gehört?
    Und was wollt Ihr weiter mit dem Kater tun?
    Hier in Deutschland ist es so, dass Fundtiere im TH abgegeben werden müssen und dort eine gewisse Zeit verbleiben müssen - und wenn bis dahin (ich weiß die Frist leider nicht mehr) sich der Besitzer nicht gemeldet hat, kann man das Tier übernehmen - so hat es eine Freundin von mir mit einer ihr zugelaufenen Katze jedenfalls gemacht...

    Und was das Hochnehmen betrifft: das mögen die meisten Katzen nicht. Mein Pold lässt es sich gefallen, die Netty auch (aber die nehme ich auch nur alle paar Tage mal wirklich für wenige Sekunden hoch und lasse sie sofort wieder runter - einfach nur, damit sie das kennen, falls ich sie mal in die Transportbox packen muss. Die Dinah lässt das gar nicht mit sich machen, die faucht und schlägt sofort um sich. Wenn die mal zum TA muss, brauche ich definitiv mindestens 2 weitere Hände, um sie einzupacken...)

    LG seven

  4. #3
    Sini
    Offtopic:

    Nein, auch in Deutschland muß man Fundtiere nicht zwangsläufig im Tierheim abgeben. Aber man muß den Fund bei der Gemeinde unverzüglich melden und darf, wenn man das möchte in der Regel als Pflegestelle fungieren. Nach einem halben Jahr in dem sich der alte Besitzer nicht gemeldet hat kann man dann zum Besitzer des Tieres werden.


    Was ich aber ganz wichtig finde: In Deutschland fällt demjenigen die Verantwortung für ein herrenloses Tier zu, wenn er wie in deinem Fall die Katze anfüttert. Das ist dann aber eine vollumfängliche Verantwortung die beinhaltet eine regelmäßige Fütterung, (falls vorort vorgeschrieben) die Umsetzung der Kastrationspflicht, das Tier wenn nötig zum Tierarzt zu bringen und auch die Behandlungskosten zu tragen.

    Keine Ahnung, wie das in Österreich gesetzlich geregelt ist. Aber ich finde, so was ist auch eine moralische Verpflichtung die man mit dem Anfüttern einer Katze eingeht.
    Und ja, es ist echt schwer, so einen Wildfang zum Tierarzt zu schaffen. Aber dies sollte keine Ausrede sein, es nicht zu tun.

  5. #4
    Son-Gohan
    Offtopic:

    Stimme Sini zu. So haben wir es mit dem Fundkater meiner Eltern gemacht. Wir haben ihn überall gemeldet, wo es ging und in der Zeit blieb er bei uns, wurde auch kastriert und geimpft. (Und leider auch Leukose positiv getestet). Jetzt im September sind die 6 Monate Frist rum und er darf sogar bei uns bleiben. Wichtig ist aber wirklich, dass er, zumindest in Deutschland, bei der Gemeinde, im Tierheim, bei Tasso, ggf Polizei und bei den Tierärzten gemeldet wird, falls sich doch jemand melden sollte.


    In Österreich herrscht, soweit ich weiß, strikte Kastrationspflicht für die Katzen, vor allem für Freigänger.
    Hast du dich darum gekümmert?

  6. #5
    Audrey
    Herzlich Willkommen im Club der von-Katzen-Auserwählten Darf er denn bei euch bleiben? ich würd gern Fotos sehen! Und das mit TA etc. kriegst ja eh hin, bist ja kein Tier-Neuling!

    (mal ehrlich "was willst du uns sagen?" "Ausrede um nicht zum TA zu gehen" -ich hab hier rein gar nix von TA gelesen, auch keine Ausreden?! Und auch "hast du dich darum gekümmert" - für mich steht da, daß der Kater vor 5 Tagen (!) um Einlass gebeten hat - da würd ich auch nicht sofort den Kater schnappen und zum TA fetzen, sondern erstmal Vertrauen aufbauen?!)

  7. Adbot

  8. #6
    Schweinemama
    nein, er bleibt nicht bei uns - eine Nachbarin hat sich seiner erbarmt und ihn aufgenommen. Was jedoch nicht heisst, dass er bei der alleinstehenden alten Dame die Bespassung kriegt die er braucht... Also, er kommt trotzdem vorbei, er hat einige Male bereits bei der alten Dame übernachtet, blieb sogar des REgens wegen bei ihr zu Hause.

    Sieht so aus als ob er sesshaft werden würde, trotz allem ist er ein Freigänger - und sterilisiert wird er auch, Chip bekommt er auch. Wobei der Tierarzt erklärt hat, das Entmannung und das Chippen noch Zeit hat. Der Kater ist extrem sensibel und da will er nicht riskieren, dass er sich schnell vom Acker macht. Dass man ihn heute angreifen kann, dass er heute mit hocherhobenen Schwanz auf einen zukommt wenn man ihn ruft - das hat 1 Jahr gedauert, vor einem Jahr hat man hin und wieder einen getigerten Schatten im Garten gesehen - das Tier aber in den seltensten Fällen zu Augen bekommen - maximale Annäherung war damals 10 Meter.

  9. #7
    Son-Gohan
    Der Tierarzt empfiehlt also, das Tier unkastriert draußen rumlaufen zu lassen?
    Damit er schön mal weiter für Nachwuchs sorgen kann, ja?
    Toller TA.

  10. #8
    Schweinemama
    Nun gibt es wieder einmal ein kleines Update von uns. Der Kater ist kastriert (er war bereits kastriert), er kommt nach wie vor immer mal wieder, gestern schlief er an unserer Terassentüre - es hatte Minusgrade, in der Früh war das arme Tier fast steif vor lauter Kälte. nass... Hereinmarschiert, aufgewärmt, aber sein Verhalten ist sehr sehr schwierig, auch die Dame die ihn sozusagen "aufgenommen" hat klagt ständig dass er nicht zur ruhe kommt, er ist ständig auf 180, in der Nacht will er teilweise im 20 Minutentakt rein und raus (Katzenklappe ist keine Option - da das nur durch die Terassentüre durch möglich wäre). Wann er kommt, wann er geht, er hat keine Fixen Zeiten, mir tat das Tier so leid, als es draussen an der Scheibe klebte weil es so windig und kalt war, nass war es auch noch. Ich befürchte so geht es nicht weiter. Die Adoptivdame hat ihm ein Katzenhaus gekauft für draussen, sogar beheizt, da geht er nicht rein, wir haben einen Karton hier stehen - da geht er nicht rein...

    Was meint ihr zu der Sache, bei uns ist immer "High-Life" wir haben Kinder, wir haben einen Hund der Katzen jagt, der Kater kommt trotzdem, fühlt sich aber anscheinend nicht wirklich wohl (er ist immer sehr verschreckt, egal ob ich alleine zu Hause bin, ob die Kinder dabei sind, der Hund), oder die Dame die ihn aufgenommen hat, alleinstehend, eine ältere Dame, Ruhe was geht, er ist ständig aufgedreht, läuft rum, sucht, will rein, will raus, Katzentoilette kennt er nicht, Katzenfutter frisst er nicht, da verhungert er lieber, Extrawurst nimmt er (wir füttern ihn mittlerweile gar nicht mehr). Ob so ein Tier bei einem Katzenfachkundigen besser aufgehoben ist (Die Dame die ihn "adoptiert" hat, hatte von kleinauf Katzen - erzählt sie zumindest, aber so ein unruhiges Tier, das nicht mal einen Tag oder Nachtrhytmus hat hat sie noch nicht erlebt).

    Natürlich ist er ein Streuner, aber nun im Winter sucht er anscheinend vermehrt Anschluss, aber er ist eben sehr sehr speziell (ob man so ein Katzentier erziehen kann? Alter ist geschätzt zwischen 2-3 Jahre).

  11. #9
    Audrey
    Also ehrlich gesagt - solang ihr ihn weiter reinlasst ist das überhaupt gar keine Frage, wo er besser aufgehoben ist. Er sucht sich das ja scheinbar selber aus. Also wenn er sich weder von Hund noch von Kindern verschrecken lässt, dann hat er euch ebenso auserwählt wie die Dame. Wenn das für euch so ok ist, dann "teilt" ihr euch den Kater halt - ist doch so pauschal ok? Nur wenn's dann mal um TA-Kosten geht müßte man sich halt einigen.

    Und Katzen...erziehen? Puh. Lilly hab ich nach glaub ich 8 Jahren erfolgreich beigebracht, daß sie nicht auf die Küchenanrichte darf wenn ich da was mache. Bei Ferdl war's sein Leben lang ein Kampf gegen Windmühlen. Und den Kampf fechte ich mit dem Quiekie jetzt grad auch aus... Wobei bei nächtlichem Terror ignorieren helfen kann. Aber in dem Fall könnte der Schuß auch gewaltig nach hinten losgehen und in einem zerlegten Wohnzimmer enden

  12. #10
    Barcelos
    So einen Katzen jagenden Hund hatte bzw. habe ich auch. Trotzdem stand vor über einem Jahr eine kleine Katze verzweifelt vor der Tür und bettelte um Hilfe. Eigentlich wollten wir sie dann im Schuppen leben lassen, aber Katze war damit nicht so ganz einverstanden und wollte rein. Also standen wir dann da mit einem Hund, der Katzen als reines Jagdobjekt ansah und einer Katze, die rein wollte, aber doch Angst vor dem Hund hatte.
    Wir haben den Hund dann im Haus an die Leine genommen (sobald die Katze drin war) und die Katze das Tempo bestimmen lassen. Tja und nach ca. 6 Wochen konnten wir die Leine abnehmen, mussten Hund zwar ab und an noch ermahnen und haben auch vorsichtshalber zum schnelleren Zugriff das Halsband dran gelassen, aber es funktionierte. Inzwischen sind die beiden zwar keine dicken Freunde, aber sie leben damit, dass der andere eben auch hier lebt. Schnüffeln ab und an kurz aneinander, ignorieren sich aber ansonsten.

    Also mit dem Hund, könnte das durchaus klappen. Bei uns hatte es zweitweise den netten Nebeneffekt, dass unser Hund sogar draußen andere Katzen nicht mehr als Jagdobjekt ansah. Leider ist das wieder vorbei, seit er und der Nachbarskater in unserem Garten eine Begegnung hatten, die wohl beiden nicht sonderlich gut tat. Aber unsere Katze, die wird weiterhin akzeptiert als Familienmitglied.

    Ich hatte vorher nie wirklich was mit Katzen zu tun, aber eins hab ich sehr schnell gelernt. Wenn Katze Dich auswählt, dann findet Katze einen Weg um mit den Umständen zurecht zu kommen.

  13. #11
    Dr. Watson
    Hallo, also wir haben eine Widkatze, die kommt und geht wie sie möchte. Sie war gezwungen, fast 1 Jahr im Tierheim zu leben, da man sie gefangen hatte zur kastration und sie wurde dann nicht mehr dorthin zurück gebracht. Mittlerweile schläft sie bei uns auf dem Sofa, ißt mit den beiden anderen Katzen etc. und sie kann raus und rein wie sie möchte. Dafür sind Katzenklappen da und unsere drei, einschließlich die Widenutzen sie ausreichend. Schlafen tun sie Naxchmittags aber sonst ist ständig Bewegung bei uns. Zum essen sei anzumerken, wenn es ein Streuner ist, er eventuell kein Fertigessen mag, sondern eher Rohfleisch, zumindest würde ich es so verstehen... Barf ist eh dass beste Essen....

  14. #12
    Schweinemama
    Kater kommt nach wie vor immer mal wieder zu besuch, teilweise gegen 3 Uhr morgens, teilweise am Frühen abend, wenn es dunkel ist... Er will durchaus den Kontakt, ist aber sehr grob - also die Krallen werden sofort und bei jeder Bewegung ausgefahren, es nervt... Er mag wohl die Kinder, er mag ein bisserl Aktion, bei der fast 80 jährigen Dame ist wohl weniger los wie bei uns zu Hause wo es in der früh ein ständiges kommen und gehen ist (mitunter geht er sogar in die Kinderzimmer und setzt sich aufs Bett um die Kinder zu erwachen.... )

    Wie es so weitergeht - ich kann es gar nicht sagen. die Dame bei der er wohnt- bringt er zur verzweifelung, kennt kein katzenklo, ist er drinnen will er raus, ist er draussen will er rein. Teilweise verschwindet er im Schneeregen um Minuten später bei uns vor der Terassentüre zu stehen, durchgeweicht und bibbernd , wir haben schon ein eigenes Handtuch zum Katzentrockenrubbeln...

    Und trotzdem, er wird nicht heimisch der Kerl, und andererseits ist es auch gut, wir fahren oft weg, haben teilweise tagelang keine Zeit das Tierchen zu erwarten und dann schlechtes Gewissen, wenn wir wieder einmal die Fusstapser draussen vor der Türe stehen - er läuft dann ja sogar ums Haus und will auch zum Vordereingang rein...

    Hund und katze gehen sogar mittlerweile, ausgenommen wenn die Katze als Eindringling gesehen wird, dh. der Hund hat verpennt, dass sie hier ist... Und natürlich der Futterneid, aber das ist meine Hündin... die Frisst sogar rohe Karotten, wenn sie sieht - dass die Meerschweinchen welche bekommen... Wenn man die ihr so gibt - schaut sie sie nicht an, oder sie beisst sie in stücke und spuckt sie sofort aus... (die Karotte natürlich, keine Katze oder kein Meerli).

  15. #13
    Audrey
    Das erinnert mich sehr an die frühere Nachbarskatze meiner Eltern: wir wußten wo die Katze hingehört, aber die Leute haben sich einfach schlecht um sie gekümmert. Sind mal übers verlängerte WE weggefahren ohne jemanden Bescheid zu sagen und solche Geschichten... insofern hat diese Katze also halb bei meinen Eltern gewohnt. Meine Eltern haben etwa 2 km von mir entfernt gewohnt, also was hab ich gemacht, wenn die auf Urlaub waren? Genau - bin abends mal rübergefahren, ob's der Katze auch gut geht Mehrmals hab ich eine tropfnasse Samira vor der Terrassentür gefunden, die ich dann erstmal heimgebracht hab (wir hatten einen Schlüssel) und trockengerubbelt hab... trotz allem war sie bei ihren eigentlichen Besitzern aber halt "daheim".

    Also was ich sagen will: die sind zäh. Und die suchen sich jemanden, wenn ihr nicht da seid. Also wenn er merkt ihr seid nicht da, dann geht er ganz bestimmt zu der alten Dame. Genau wie Samira halt zu meinen Eltern ist.

    Also soweit geht das schon so mit dem quasi-Aufteilen. Schwierig wird's dann halt eben nur, wenn's um Tierarztbesuche geht...

    Hat er denn eigentlich einen Namen?

  16. #14
    Schweinemama
    Wir nennen ihn Garfield. Wenn wir ihn mit diesem namen rufen kommt er schreiend angelaufen. Teilweise wartet er bei unserem parkplatz bis wir heimkommen.

Diskussion zum Thema Unser kleiner Streuner... im Forum Katzen Verhalten bzw. Hauptforum Katzen Forum:
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