Welpe hat angst vor anderen Welpen


  1. #1
    BouncingB

    Welpe hat angst vor anderen Welpen

    Hallo zusammen

    Ich habe eine kleine Frage die ich in die Runde schmeissen möchte.

    Ich habe mir einen Border Collie Welpen gekauft der sich bereits super in mein Leben eingelebt hat. Wir sind eine Seele und er lernt mit seinen 3 Monaten sehr schnell und ist schon komplett stubenrein. Gesundheitlich ist alles Tip top. Er versteht sich auch blendend mit den anderen Hunden im Quartier (Chihuahua, Golden Retriever, Berner Sennenhund, Dalmatiner und ein rumänischer Mischlingshund). Diese Hunde sind alle schon älter.

    Wir waren nun letzten Sonntag zum ersten Mal (endlich) in der Welpenschule. Ich habe mich riesig gefreut. Als wir ankamen war er auch sehr interessiert an den anderen Welpen, als wir dann aber in eine Gruppe zugewiesen wurden, fanden wir
    mit den Trainer heraus, dass er nicht geeignet war für diese Gruppe, da er völlig überfordert war mit den aktiven Welpen. Sie gingen auf ihn zu und wollten direkt spielen und ich habe das Gefühl, dass unser Welpe sich zuerst beschnuppern wollte, was er von den älteren Hunden gelernt hatte. Er flüchtete zu mir zwischen die Beine, zog den Schwanz ein und zog die Lefzen an wenn sie ein Welpe zu schnell näherte.

    Nach dem kleinen Informationsteil, Reinigung der Ohren usw. , gingen wir wieder auf die Wiese um zu spielen. Dann hatte er einen Freund gefunden, einen Entlebucher Sennenhund. Ab dann ging es wunderbar auch mit den anderen Welpen.

    Heute Morgen als ich spazieren ging kam mir eine Nachbarin entgegen mit einem Neuankömmling in unserer Gemeinde: Ein Golden Retriever Welpe. Wieder genau das gleiche, der Welpe wollte gerade zu mit unserem Welpen spielen und der fühlte sich wieder überrumpelt und kam verängstlich zwischen die Beine und zog die Lefzen wieder hinauf.

    Meine Frage ist nun, ob das möglich sein kann, dass er wie ein bisschen voraus ist im Kopf und die Gepflogenheiten der Begrüssung scho kennt, aber noch nicht weiss wie er auf energetische Welpen reagieren soll?

    Mein Vorgehen sieht wie folgt aus: Ich suche den Kontakt mit anderen Welpen und habe auch schon die Nachbarin gefragt, ob wir nicht ein Spielstunde machen könnte, sod ass mein Hund lernen kann und sich befreunden. Den Hund erst Belohnen, wenn er sich ruhig verhält und die Stresssituation nicht bestätigen. In der Welpenschule wird er sowieso wieder in Kontakt mit den anderen Welpen sein, eine Gruppe kennt er ja schon.

    Falls ihr irgendwie noch Ideen habt oder Vorschläge, Einwände oder vielleicht noch Fragen habt die mir helfen könnte, bitte ich einfach drauf los zu schreiben.

    Ich bedanke mich jetzt schon um Feedback von euch.

    /Edit: Möchte noch hinzufügen, dass mein Fokus auf Zeit liegt, sprich ich bin mir bewusst dass der kleiner Zeit braucht um alles zu lernen. Wollte mit diesem Post eigentlich Bestätigung suchen was ich richtig machen und/oder was ich besser machen könnte, was ich anders tun sollte. Denn ich will nur das beste für meinen Kleinen.
    Geändert von BouncingB (09.10.2017 um 12:47 Uhr)

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  3. #2
    Roli2190
    Hallo!
    Es kann natürlich sein, das dein Welpe sich deswegen unsicher fühlt, weil er eben erwachsene Hunde kennt und Welpen nicht. Deswegen wäre auch eine Welpenschule/Gruppe oder wie man es auch nennen mag das Mittel der Wahl. Was man hier allerdings beachten muss, die Gruppe sollte nicht nur zusammen spielen und sich von selbst regeln, der Trainer sollte das ganze jederzeit im Auge haben und auch eingreifen wenn eben ein Welpe Angst hat oder auch anfängt, andere zu mobben. Beschreib doch mal, wie sieht der Alltag in deiner Welpengruppe genau aus? Man muss bei so einem jungen Hund auch bedenken, das man ihn zeitlich auch nicht überfordern darf, dann könnte es auch sein das es ihm zuviel wird.
    Ich kann jetzt keine genaue Zeitempfehlung geben, habe mal gehört pro Lebensmonat 5 Minuten, hängt aber sicher auch vom Hund ab bzw. was man eben mit ihm macht. Wie lange dauert eine Einheit in der Welpengruppe ca.?

  4. #3
    fusselbuerste
    Mein damaliger Welpe hat in der Welpengruppe nur gelernt das andere Gemobbt werden und hat mit seinen 10 Wochen selber eingegriffen , bis eine andere Trainerin das sah und mit ihren Hund in das Gehege kam. Der Hund hat dann aufgeräumt unter den Hunden und die Trainerin wurde erst mal angewiesen das es so nicht geht. Mit 12 Wochen habe ich meinen Hund da rausgeholt. Leider hatte er da schon gelerntGroße mobben Kleine muß ich schützen. Bei meiner anderen Welpin habe ich immer nurmit einen oder zweien spielen lassen. Und mein Jetziger wird keine Welpenstunde erleben. Er darf Hundekontakt haben und auch mit Welpen spielen aber ich schaue genau wie er sich verhält und greife zeitig genug ein.
    Welpenstunde ist nicht gleich Welpenstunde habe ich gelernt.

  5. #4
    Roli2190
    Man muss natürlich nicht zwingend in eine Welpengruppe, wenn man das auch selbst machen kann. Und wenn dann auch nur in eine wirklich gut geführte, sonst wird es so werden wie von fusselbuerste beschrieben. Die 5-Minuten-Regel ist auch nur ein ungefährer Richtwert, an den man sich natürlich nicht exakt halten muss.

  6. #5
    A-Fritz
    Hallo,
    ich denke, wenn die Alters und Größenunterschiede bei den Welpen in einer Gruppe nicht so gravierend sind,
    wird sich auch Dein Border Collie Welpe nach anfänglicher Unsicherheit langsam eingewöhnen und seinen Platz
    in der neuen Gemeinschaft behaupten können.
    Natürlich sollte man sehr ängstliche Welpen nicht gleich überfordern, wenn sie neu in eine Welpengruppe kommen
    und in die Rolle des von allen verfolgten, gemobbten Schwachen geraten, dann sollte man ihnen unbedingt helfen, hier vorsichtig Fuß zufassen.

    Aber ich bin der Meinung, wenn Welpen nicht die Möglichkeit bekommen, sich auch in einer solchen Gruppe zu behaupten,
    ist dieses ein Nachteil, der später die Entwicklung, aus diesem Tier auch einen souveränen Hund zu machen erschweren, oder verhindern kann.
    Hunde kann man nicht zum Selbstbewusstsein erziehen, wenn man als Halter allen Problemen ausweicht, oder ständig versucht solche zu vermeiden.

    Fritz.

  7. Adbot

  8. #6
    Roli2190
    Zitat Zitat von A-Fritz Beitrag anzeigen
    Aber ich bin der Meinung, wenn Welpen nicht die Möglichkeit bekommen, sich auch in einer solchen Gruppe zu behaupten,
    ist dieses ein Nachteil, der später die Entwicklung, aus diesem Tier auch einen souveränen Hund zu machen erschweren, oder verhindern kann.
    Hunde kann man nicht zum Selbstbewusstsein erziehen, wenn man als Halter allen Problemen ausweicht, oder ständig versucht solche zu vermeiden.
    Das mag stimmen, nur manche Welpen (gerade größere und kräftigere als die anderen) gehen dann schnell über normales behaupten hinaus und können in richtigem "Mobbing" enden. Und gerade wenn es sich um große und kräftige Hunde handelt, kann das später zum Problem werden, wenn er nicht nur normales Hundeverhalten (wozu auch sich in gewissen Situationen behaupten gehören kann) zeigt, sondern regelmäßig richtig "aufräumt" ohne Rücksicht auf Verluste unter anderen Hunden. Man sollte meiner Meinung nach auch nicht bei jeder Kleinigkeit eingreifen, allerdings wenn es dann extrem in so eine Richtung geht. Bei Hunden ist es durchaus normal, wenn einer den anderen kurz in der Hals/Nackengegend packt und zu Boden befördert.
    Nicht normal ist finde ich, wenn der Hund Unterwerfungssignale des anderen Hundes nicht mehr wahrnimmt und einfach weitermacht oder gezielt und fast ausschließlich solche Attacken startet.

    Anmerkung: Das mit nicht normal meine ich nicht beleidigend, sondern einfach das es eben von einem Verhalten, das der Hund normalerweise zeigen würde, abweicht. Auch ich habe so ein ähnliches Exemplar, nicht generell aggressiv, aber bei Rüden deswegen mit Vorsicht zu behandeln. Mit entsprechendem Management ist das auch kein Problem finde ich, aber natürlich besser, man schaut das es gar nicht soweit kommt, was bei meinem Hund hinfälig war da ich ihn so übernommen hatte.

  9. #7
    Schweinemama
    Ich denke es ist schwierig zu sagen warum der Hund so reagiert. Meine Hündin hat auch den Welpenkurs gehasst, sie wollte dort absolut nicht spielen, sie war es gewohnt, dass es älter Hunde gab, die kontrollierbar auf sie zugegangen sind, sie beschnuppert haben - und mit denen man gegebenenfalls spielen konnte. Wollten die anderen Hunde das nicht, hatte sie eben Pech gehabt. Im Welpenkurs war es ihr zu wild, ein Dutzend unkontrollierbare Welpen - teilweise wurde sie angerempelt - von 3-5 Hunden schlichtweg über den Haufen gerannt - weil es diese nicht derbremsen konnten, ausserdem gabs keinen Hund der meiner Windhunddame einfach nachgekommen sind (das wird mit der Zeit fad - wenn man 2-3 Sekunden vorsprung hat und die anderen Welpen abbrechen weil sie ihre Chancen schwinden sehen)- die hatte aber Zeit ihres Lebens Probleme damit - dass sie niemanden gefunden hat - der sich mit Ihrer Geschwindigkeit hätte messen können, die letztendlich von einem ausgewachsenen Rottweiler in unterbauch gebissen wurde- damals ein Welpe von 16 Wochen, obwohl sie eh schon auf Demutshaltung war (der Rotweiler war der Hund des Hundeschulbesitzers - weitere Fragen habe ich mir erspart).

    Nicht jeder Hund ist für so einen Welpenkurs geeignet, und nicht jeder Hund endet als nicht sozialisierbarer Hund, nur weil er nicht von kleinauf in der Hundeschule war.

  10. #8
    A-Fritz
    Es ist natürlich eine Gefahr, wenn das Kräfteverhältnis in solchen Welpengruppen zu ungleich ist,
    daß ständig unterlegene und gemobbte Tiere dann auch Ängste entwickeln können.
    Darum ist es wichtig, in einem Welpenkurs immer für ein Gleichgewicht der Kräfte zu sorgen
    und besonders schwachen Hunden, extra vorsichtig und langsam in die Gruppe ein zu gewöhnen,
    ihm vielleicht sogar anfangs, gesondert einige noch schwächere Spielkameraden zur Verfügung zustellen.

    Es wäre aber wohl ein Fehler, mit schwachen Hunden völlig auf die Begegnungen in einer Welpengruppe zu verzichten.

    Fritz.

  11. #9
    Hundefreundin12
    Fritz, du weisst aber schon, dass man draussen selten 7 oder mehr Hunde Babys trifft,oder??
    Von daher hats nix mit Problemen ausweichen zu tun und schadet sicher nicht, wenn man das meidet.
    Wichtig ist viel Hundekontakt, zu ALLEN Altersgruppen, aber nicht zwingend so viele Babys auf einmal..

  12. #10
    A-Fritz
    Zitat Zitat von Hundefreundin12 Beitrag anzeigen
    Fritz, du weisst aber schon, dass man draussen selten 7 oder mehr Hunde Babys trifft,oder??
    Von daher hats nix mit Problemen ausweichen zu tun und schadet sicher nicht, wenn man das meidet.
    Wichtig ist viel Hundekontakt, zu ALLEN Altersgruppen, aber nicht zwingend so viele Babys auf einmal..
    Hallo,
    der Kontakt zu anderen Welpen ist für die Entwicklung eines Welpen sehr wichtig und nur ein Ersatz,
    denn eigentlich wachsen Caniden mit ihren Geschwistern in einer Gruppe gemeinsam auf und erlangen so wichtige soziale Kompetenz.
    Die Begegnungen mit fremden adulten Tiere, sollte lieber mit der nötigen Vorsicht erfolgen.
    Gerade Hündinnen sind bei Welpen manchmal sehr ungnädig und bestrafen deren plumpe Annäherung mit strenger, gnadenloser Unterwerfung,
    so etwas kann natürlich auch manchmal eine lohnende Erfahrung sein, aber auch zu einem unnötigen Trauma führen.

    Fritz.

  13. #11
    Hundefreundin12
    Hi.
    Das weiss ich, aber der Hund der TE hat diesen Entwicklungsschritt bzw. Erziehungsschritt schon durch und wird jetzt mit einer Horde Kinder zusammen getan, die das eben noch nicht drauf haben.
    Daher waere der Kontakt zu 2 oder 3 Welpen doch okay, wenn die nicht zu aufgedreht sind.
    Alles andere macht ihren Hund doch nur wurschtig im Kopf, dass sind ja 2 Kontraste sonder gleichen.

  14. #12
    Leika01
    Bin Fritz seiner Meinung.

    Hab bisher sehr wenige Welpenspielstunden gesehen wo gezielt auf die Welpen geachtet werden und wo soziale, souveräne Hunde mit in der Gruppe dabei waren.

    Meiner Meinung sind solche Gruppen für Welpen mehr Stress wie alles andere.
    Ein reines gemobbe und Stärkengetuhe unter den Welpen.. Menschen können nicht gerecht eingreifen und Spielen unter den Welpen wird falsch eingeschätzt.
    Ich bekomme bei vielen Gruppen die Krise wenn der Welpe lernt richtig schön körperlich zu werden, Menschen seelenruhig zuschauen oder wenn Welpen, die deutlich zeigen das sie auf solche Sozialkontakte gerne verzichten können, trotzdem ständig weggescheucht werden und sie am Ende nur lernen alles selber zu regeln anstatt sich an seinen Menschen zu binden.

    Sorry, meiner Meinung nach würde ich das deinem Welpen nicht antuhen.
    Ich würde mir soziale, souveräne Hunde suchen und 1-2 ausgesuchte Welpen mit denen du eine kleine Runde spazieren gehen kannst und gezielt drauf achtest was dein Welpe dir Körpersprachlich vermitteln möchte.

    Viele Welpen entwickeln erst in solchen Welpenspielgruppen Fehlverhalten und die Probleme kommen im späteren Alter ganz schnell hervor.
    Meine Meinung!

  15. #13
    fusselbuerste
    Das kann ich nur unterschreiben. Mein Rüde at auch sein Fehlverhalten in der Welpengruppe gelernt.

  16. #14
    Windhundliebe
    Mein damaliger Hund hatte als Welpe auch keinen Kontakt zu Welpen, da wir nicht in die Hundeschule gegangen sind. Er hatte immer Kontakt zu erwachsenen Hunden und das hat seiner Entwicklung nicht geschadet. Er war immer souverän und war einfach nur super in seiner Kommunikation.
    Damit möchte ich einfach nur sagen, nur weil ein Hund nicht zur Welpenstunde geht, heißt das nicht, dass er nicht gut sozialisiert ist und andersherum wenn ein Hund zur Welpenstunde geht, muss er zwangsläufig gut sozialisiert ist.
    Nach deiner Beschreibung nach glaube ich auch, dass dein Welpe sich dort nicht wohl fühlt und wahrscheinlich braucht er es nicht und fühlt sich wohler mit den Hunden, die ihr trefft.

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