Was hättet Ihr empfohlen?



  1. #1
    Barcelos

    Was hättet Ihr empfohlen?

    Das Thema ist an sich gegessen, die Entscheidung ist bereits gefallen und auch ausgeführt, aber mich würde doch sehr interessieren, was Ihr empfohlen hättet.

    Heute mittag stand meine Nachbarin vor der Tür und war total ratlos wegen ihrer Katze. Das Tierchen ist 6 Monate alt und wurde letzte Woche kastiert und gechipt, geimpft ist sie natürlich auch.

    Nun lässt diese Nachbarin ihre Katzen immer sehr früh raus (meist so mit 7 bis 8 Monaten), aber die Katze ist eben 6 Monate
    und das ist eigentlich sogar ihr noch zu früh.
    Dass ich sage, dass die Katzen eigentlich frühstens mit 10 Monaten, besser noch mit 12 Monaten raus sollten, das weiß die Nachbarin.

    Da ihr Kater Freigänger ist (mit ca. 7 Monaten rausgekommen) und sie die Katze schon ab und an mit in den Garten genommen hatte (da hab ich die Krise gekriegt, Katze war da noch nicht geimpft, nicht kastriert etc. pp.), macht die Katze natürlich Theater und will raus und die Nachbarin muss höllisch aufpassen, dass ihr die Katze nicht durch die Tür entwischt.

    Nun ist die Situation aber so, dass nächste Woche in ihrem Haus die Bauarbeiten für Küche, Bad und WC anfangen, welche insgesamt 3 bis 4 Wochen dauern werden und natürlich war ihre Sorge nun, dass die Katze in der Zeit mal rausflutscht, wenn die Handwerker rein und raus rennen und nicht auf die Katze achten und dass der Lärm (Fliesen abschlagen etc. ist ja nicht gerade leise) die Katze dann so verängstigt, dass sie nicht mehr nach Hause kommt.

    Also wollte sie nun wissen, was ich machen würde. Ob ich das Risiko eingehen würde, dass die Katze in der Bauphase entwischt und aus Panik nicht mehr nach Hause kommt oder ob ich die Katze dann heute schon raus lassen würde, damit sie in Ruhe die nähere Umgebung erkunden kann und das Haus noch als ruhigen sicheren Heimathafen erkennt.

    Welchen Rat hättet Ihr ihr gegeben?

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    Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Gerd zu werfen.



  3. #2
    seven
    Da Du direkt im Eingangssatz schreibst, dass die Entscheidung bereits getroffen und auch ausgeführt wurde, gehe ich davon aus, dass die Katze jetzt also rausgelassen wurde, richtig? (Sonst wäre ja noch nix "ausgeführt" )

    Ich finde die Situation sehr schwer zu beurteilen - denn einerseits hast Du natürlich absolut Recht, dass Katzen wirklich lieber bis zu 1 Jahr drinnen bleiben sollten, weil sie vorher viel zu unbedarft und unvorsichtig sind.

    Andererseits sind Handwerker, noch dazu an mehreren Baustellen gleichzeitig, immer ein Risiko, denn die achten da logischerweise einfach nicht drauf, da müssen die Türen auch mal länger aufbleiben, wenn Bauteile rein- oder raustransportiert werden müssen etc...
    Als mir hier z. B. die Terrasse repariert werden sollte, haben die anfangs auch Malervlies verlegt und sind ständig rein und raus gerannt, um Sachen zu holen oder wieder wegzubringen. Da hab´ ich immer Gewehr bei Fuß gestanden und auf die Katzen aufgepasst, damit mir keine entwischt (wobei die sich zum Glück meist eh verkrümelt hatten )
    Als sich dann später rausstellte, dass die Baustelle doch größer ist als erwartet und ich derweil nicht ständig daheim sein konnte, gab´s dann ein Gerüst, über das die Handwerker dann jederzeit von außen auf die Terrasse konnten - und die Katzen natürlich Ausgangssperre hatten. (OT: Sie haben bis heute nicht wieder gelernt, wie man die Katzenklappe benutzt )

    Letztendlich würde ich mich dann wohl auch (allerdings schweren Herzens und zur Nachahmung in meinen Augen nicht empfohlen) für die Variante entscheiden, sie jetzt schon rauszulassen...

    LG seven

  4. #3
    Barcelos
    Ja richtig, die Katze wurde dann heute mittag direkt rausgelassen.

    Ich hatte nämlich auch gesagt, dass ich unter diesen Umständen die Katze sofort rauslassen würde. Mich hat jetzt halt nur interessiert, ob ich einen total dämlichen Rat gegeben habe.
    Ich hoffe nur, dass das alles gut geht. Der Kater hat ewig gebraucht bis er gerlernt hat, dass man draußen vorsichtiger sein muss, teilweise auf die härtere Tour und teilweise nicht sonderlich nachhaltig. Hoffe die Katze ist ein wenig schlauer.

    Ich bin nur froh, dass wir keine Handwerker ins Haus kriegen. Hätten wir gesollt, aber wir haben das abgelehnt - eben wegen unserer Tiere.

  5. #4
    Simpat
    Wenn die Katze noch keinen Freigang bisher hatte, hätte ich sie auf jeden Fall bis nach den Bauarbeiten noch drinnen gelassen. Abgesehen vom Alter der Katze, ich persönlich würde auch frühestens mit 10-12 Monaten in den Freigang lassen. Die Katze hat doch in der kurzen Zeit, gar keine Gelegenheit, sich alles in Ruhe anzuschauen und vertraut zu machen, bevor die Bauarbeiter loslegen, da hätte ich große Bedenken, dass die dann bei dem Lärm und den vielen Arbeitern, die ja wohl kaum Rücksicht auf sie nehmen werden, dann wegläuft.

    Ich würde die Katze entweder drinnen behalten in einem Bereich, wo die Arbeiter nicht hinkommen oder ausquartieren. Bei mir wurde dieses Jahr das Bad komplett neu gemacht, da habe ich die Katzen dann schweren Herzens ausquartiert in eine Pflegestelle, weil es eben mit den Handwerkern nicht gewährleistet war, dass die nicht doch mal entwischen und ich wohn ja mitten in der Stadt also die kennen keinen Freigang. Selbst wenn ich sie ins Wohn- oder Schlafzimmer weggesperrt hätte, die hätten dann über 2 Wochen den ganzen Lärm (Fliesen sägen ist echt unzumutbar) und die vielen fremden Leute in meiner kleinen Wohnung gehört, die wären mir ja durchgedreht und ich hätte auch nicht bei ihnen sein können, weil ohne Wasser, ohne Klo da war ich natürlich in der Zeit auch nicht in der Wohnung.

    Ich weiß ja nicht, wie die Wohnungsaufteilung bei deiner Nachbarin ist und ob die während der ganzen Bauarbeiten in ihrer Wohnung bleiben kann.

    Im nachhinein würde ich es allerdings auch anders machen, ich würde meine Katzen nicht mehr in eine Pflegestelle geben, ich würde mir wenn eine Ferienwohnung für den Zeitraum anmieten wo Katzenhaltung erlaubt ist und mit den Tieren zusammen dort das Ende der Bauarbeiten abwarten.
    Geändert von Simpat (11.10.2017 um 18:20 Uhr)

  6. #5
    seven
    Wie gesagt, ich hätte sie auch lieber bis ca. 1 Jahr drin gelassen.
    Aber jetzt war die Katze schon mal draußen (dummerweise) und fordert das jetzt vehement ein. Wenn man sie jetzt nicht nur komplett in der Wohnung lässt, sondern sie auch noch auf ein paar wenige Zimmer reduziert (man weiß ja jetzt auch nicht, wie die Wohnung von der Freundin aufgebaut ist und ob die Katze dann nicht letztendlich gar auf ein Zimmer reduziert ist, weil die anderen Zimmer das Bad etc. sind oder Wege nach draußen bieten...), ist das - zumal dann mit dem Lärm dabei - sicher nicht das Gelbe vom Ei...
    Was das Ausquartieren betrifft - ich erinnere mich, Simpat, noch an Deine Schilderungen von der Pflegestelle - würde ich auch einer 6monatigen Katze nicht zumuten wollen.

    Und tja- Anmieten einer Ferienwohnung... ist ja grad´ auch mal ´ne ordentliche Kostenfrage, zumal dann aus den geplanten 3 Wochen womöglich doch 4 oder 5 oder 6 werden (meine Terrassengeschichte ist ja hinreichend bekannt )

    Fazit meines Sermons: Die ganze Situation ist, wie man sie auch dreht und wendet, einfach suboptimal

    LG seven

  7. #6
    Audrey
    Ich kann mich Simpat nur anschließen. Ich hätte sie auch noch nicht rausgelassen - eine Woche ist doch viel zu kurz, um sich draußen sicher zu fühlen und um gern wieder heimzukommen

    Du schreibst ja von "ihrem Haus", insofern geh ich nicht davon aus, daß sie in einer Wohnung wohnt? Da kommt's halt darauf an, wie man beispielsweise ein Stockwerk absichern kann. Bei mir wurden vor wenigen Jahren alle Fensterrahmen neu gemacht, da kamen die Katzen dann tagsüber ins Schlafzimmer mit Futter, Klo, und Wasser. Glücklich hat sie das nicht gemacht, aber da ging es nur um ein paar Tage. Wenn es was längeres wäre würde ich sie wohl bei meinem Bruder oder meinem Papa einquartieren.

    Aber nun gut, der Fehler wurde ja schon weit vorher gemacht, indem die Katze mit in den Garten genommen wurde - insofern war Dein Rat nicht der Fehler. Dann hoffen wir einfach mal, daß alles gut geht...

  8. #7
    A-Fritz
    Hallo,
    ich halte nichts davon, Katzen erst ein Jahr einzusperren und darum ist es natürlich auch in diesem Fall eine gute Lösung
    diese junge Katze an ihren Garten zu gewöhnen.
    Es wäre natürlich besser gewesen, mit dieser Übung schon früher zu beginnen,
    am besten, gleich nach dem sie sich an die Innenräume des Hauses gewöhnt hat.

    Natürlich ist dieser Umbau schon nach einer Woche, ein großer Eingriff, der die kleine Katze beunruhigen wird,
    darum wäre es vielleicht gut, wenn man dem Kätzchen irgendwo noch einen alternativen, ruhigen Unterschlupf anbieten könnte,
    ich denke da an Kellerräume, oder einen Schuppen im Garten, wo sie sich notfalls zurückziehen kann, wenn es im Haus zu heftig und laut wird.

    Es wäre natürlich auch eine Möglichkeit, wenn Du als besorgte Nachbarin helfen könntest und für die Zeit der Baumaßnahmen,
    dem jungen Tier ein Asyl anbieten würdest und Deiner Nachbarin vielleicht wirklich helfen könntest.

    Fritz.

  9. #8
    Barcelos
    Ja es handelt sich um ein Haus, aber Etagen abtrennen ginge nicht, weil die Arbeiten auf beiden Etagen durchgeführt werden. Im Endeffekt könnte die Katze dann wirklich nur in einem Zimmer "geparkt" werden.
    Irgendwelche anderweitigen Unterkunftmöglichkeiten hat die Nachbarin auch nicht (also weder die finanziellen Mittel, noch Familie/Freunde wo die Katze in der Zeit hin könnt. Und nein Fritz, zu uns kann die Katze auch nicht.).

    Ich bin halt nach den ganzen Umständen gegangen. Habe daran gedacht, dass die Katze schon draußen war und nun unbedingt und mit allen Mitteln immer raus will. Daran, dass die Katze nicht woanders hin kann und ehrlich gesagt daran, dass ich mir zu 100% sicher bin, dass es der Nachbarin nicht gelungen wäre einen Katzenausbruch während der Arbeiten zu verhindern.

    Irgendwie war also die Wahl zwischen Pest und Cholera.

  10. #9
    Barcelos
    Freitag mittag bekam die Nachbarin einen Anruf, dass sich der Anfang der Arbeiten um eine Woche verschiebt, d.h. es geht erst nächsten Montag los.

    Gut für die kleine Katze, 1 Woche mehr Zeit schadet bestimmt nicht. Bisher hält sie sich auch nur im Garten auf - hoffentlich bleibt das noch sehr lange so.

  11. #10
    Barcelos
    Kleines Update:

    Die kleine Katzendame macht das super, sie bleibt weiterhin in der Nähe und stört sich überhaupt nicht an den Arbeitern und ihrem Lärm. Völlig relaxt die Kleine.

    Probleme macht hingegen der 1 1/2jährige Kater. Der betritt das Haus inzwischen fast gar nicht mehr und wenn, dann flieht er sofort wieder panisch. Er frisst nicht mal mehr zuhause, der arme Kerl ist völlig durch den Wind.
    Glücklicherweise hielt er sich ja schon immer viel bei uns auf und so pennt er bei uns im Schuppen und er frisst auch hier. Gestern stand die Nachbarin verzweifelt mit einem gefüllten Katzenfutternapf vor der Tür und fragte, ob ich bitte den Kater rufe und fütter, weil er ums verrecken nicht zu ihr kommt und sich weigert dort zu fressen.
    Was für ein Glück, dass er uns schon immer als Zweitfamilie angesehen hat und so einen Rückzugsort hat, aber hoffentlich kehrt er nach den Arbeiten (eigentlich ist es nun die letzte Woche) auch wieder mehr in sein eigentliches Heim zurück.

  12. #11
    Simpat
    Ich fürchte fast da müsst ihr dann mithelfen, damit der Kater nicht dauerhaft abwandert, wenn die Baumaßnahmen vorbei sind, solltet ihr eure Gastfreundschaft zurückschrauben, auch Futter reduzieren bzw. weglassen je nachdem, sonst hat er kaum einen Anreiz die Situation wieder zu ändern.

  13. #12
    Luna & Artemis
    Auch sollte man drüber nachdenken ob man den Kater nicht zumindest ein paar Tage im Haus hält (halten kann, je nachdem wie er das mitmacht) nach den Bauarbeiten, um ihm das Haus wieder als sicherer Ort schmackhaft zu machen.

  14. #13
    Barcelos
    Wenn sie ihn einsperren würde, dann wäre er danach erst Recht wieder weg und käme erstmal überhaupt nicht mehr zu ihr. Er ist sehr freiheitsliebend und er liebt die Gewohnheit, d.h. mit einigen Umänderungsaktionen hat sie ihn schon mehr als einmal "verschreckt".

    Uns stört er ja auch nicht, auch unsere Tigris kann mit seiner Anwesenheit draußen und im Schuppen leben, so lange er es nicht übertreibt. Nur hat er z.B. heute das Problem, dass er nicht in den Schuppen kann, weil der vom Kater gegenüber besetzt ist und die sich zwar nicht bekämpfen, aber auf keinen Fall zu Zweit dort drin sein wollen. Die leben da nach dem Motto "Wer zuerst kommt....".

    Nur für unsere Nachbarin hätten wir es natürlich lieber, wenn er dann wieder mehr nach Hause geht, nur ist sie es auch selbst Schuld, dass er lieber hier rumdüst, da sie ihm ständig und dauernd Dinge aufzwingt, die völlig unnötig sind.
    Eigentlich tut er mir richtig leid, er möchte so gerne zu uns rein, aber das darf er nicht - wegen unserem Hund.

    - - - Aktualisiert - - -

    Der Kater kommt ab und an mal auch wieder ganz vorsichtig nach Hause.
    Er frisst daheim und er dreht auch einmal am Tag eine Runde durch das Haus.

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