Weimaraner aus zweiter Hand



  1. #1
    Schweinemama

    Weimaraner aus zweiter Hand

    Was sagt ihr zu diesem Thema. Einerseits habe ich Zeit, Erfahrung mit Hunden seit kleinauf, belg. Schäfer, Collie, Windhund Husky, Neapoletaner, cairn, und andererseits schreckt mich die Arbeitslinie der Hunde durchaus, dass ich ihn
    nicht müde kriege. Noch dazu, weil es eben hunde gibt die als grauer Labrador Verschnitt angepriesen wurde und dann auf beiden Seiten frust entstanden ist.

    Und ja, ich möchte gerne mit dem Hund arbeiten, Suchhundausbildung wäre etwas Fährte etc, um den hund auszulasten. Ich kenne nämlich auch Jagdhunde die von einem Familienhund genauso viel entfernt sind wie die Erde vom Mond, aber bei denen ist das auch so gewollt, da verdienen die Besitzer Geld damit nach Menschen oder Tieren zu suchen (und sind ausgebucht) , nur das sind keine Hunde mehr sondern hochqualifizierte Arbeitsmaschinen. Und das würde nur bedingt in die Erwartungen passen.

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    Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Heike zu werfen.



  3. #2
    Knopfstern
    Huhu

    Ich verstehe nicht ganz was du mit dem Thema sagen willst bzw wie genau deine Fragestellung ist?

  4. #3
    Roli2190
    Hallo!
    Ich denke hier wird um etwas Entscheidungshilfe gebeten. Entscheiden muss man so etwas trotzdem letztendlich immer selbst, aber es kann durchaus hilfreich sein mal andere Meinungen dazu zu hören. Meines Wissens nach gehören Weimaraner nicht gerade zu den sehr einfach zu handhabenden Hunden, auch wegen des meist starken Jagdtriebes, es sind ja eben auch Jagdhunde. Wie waren deine bisherigen Hunde vom Typ her? Beim Windhund-Husky Mischling könnte ich mir auch sehr starken Jagdtrieb vorstellen, da beide Rassen einen besitzen. Aber auch bei Hunden ist nicht jeder Hund gleich, darum wäre es hilfreich wenn du deine bisherigen Hunde näher beschriebst, wie sie Punkto Jagdtrieb, Führigkeit und im Alltagsleben waren oder auch sind. Was auch entscheident ist wie ich finde, hast du diese Hunde auch selbst geführt/erzogen oder kanntest du sie eben von deinem Umfeld bzw. deiner Familie?

    Ein Hund mit Jagdtrieb muss ja auch nicht zwangsweise ein Problem sein, je nachdem was man machen möchte (zB jagdliche Ausbildungen) kann es ja auch erwünscht sein. Wenn man allerdings einen Hund möchte mit dem man problemlos überall ohne Leine gehen kann ohne viel Arbeit zu investieren (eben um diesen Jagdtrieb kontrollieren zu können) und neben dem man unterwegs ein Buch lesen könnte, wäre man mit einem straktriebigem Jagdhund wahrscheinlich nicht glücklich. Das was du machen möchtest klingt für mich schon mal gut, allerdings weiß ich nicht ob er nicht auch Auslastung im jagdlichen Bereich oder eine ähnliche Ersatztätigkeit für diese braucht, dazu kenne ich mich zu wenig mit dieser Rasse aus. Wenn du schreibst er könnte gefrustet sein oder ähnliches, kann auch dieser Bereich unter Umständen viel Arbeit werden, je nach dem was genau damit gemeint ist, wie stark es ist und auch wie dieser Hund reagiert.

    Kannst du vielleicht vor einer fixen Übernahme mit ihm Gassi gehen und den Hund auch so etwas näher kennen lernen? Wenn es wirklich eine Arbeitslinie ist, kann er durchaus trotzdem ein Familienhund werden (aber auch nicht jeder Hund), allerdings muss er zusätzlich sehr viel und ihm entsprechend gearbeitet werden, und das könnte den Rahmen den man für einen klassischen Familienhund einplant oder eben zur Verfügung hat um einiges übersteigen. Ich merke es bei meinem Hund, er braucht eine Aufgabe die er erfüllen kann, allein Familienhund zu sein und spazieren gehen sind da zu wenig. Und das ist eben Zeit, die nur für den Hund da ist und die man auch aufbringen muss. Und ein Weimaraner von einer Arbeitslinie hat ein größeres Arbeitspensum als die meisten klassischen Familienhunde. Einige davon (Golden und Labrador Retriever zum Beispiel) waren ursprünglich auch Hunde die bei der Jagd eingesetzt wurden, und es gibt auch heute noch entsprechende Arbeitslinien mit hohem Arbeitspensum, sie sind allerdings Apportierhunde und keine meist wildscharfen Jagdhunde wie der Weimaraner.

  5. #4
    Schweinemama
    Ja ich brauche eine Entscheidungshilfe. Mehr oder jagdhunde waren sie alle, meine jetzige als Bauhund, der wir mit allen möglichkeiten der erziehungstechniken abgewöhnt haben, als Bauhund ihrer Arbeit nachzugehen. Feig war sie nie, aber als einzelner Hund mit Überbiss wäre sie nicht lebend aus dem bau gekommen. Mittlerweile eine alte Dame, jagdlich geführt, aber zu aufgeregt, am Hochsitz, konnte sie ihrer vokalen Aufregung nie einhalt gebieten, auch wenn sie wusste dass jedes noch so leises Wuff, dem schönen Treiben ein Ende setzt... Schön wars ja allemal mit der Brotzeit, eingewickelt in einer Decke da oben. Der Collie der in freier Natur nur an der Leine geführt werden durfte, da er bei mehreren Personen immer dabei war diese zusammenzutreiben. Im Garten konnte er das ausleben, Meerschweinchenkäfig hat er selbst entfernt, auf ein Meerli hat er aufgepasst, meist zwischen seinen Füssen, die anderen lebten ein Lotterleben, im schutze eines Hundes im Garten, passiert ist nie etwas, die meerlis hätte er mit seinem Leben verteidigt. Husky Windhund war äusserst schwierig, eine Diva, ihren eigenen Kopf durchsetzen zu wollen, der Mensch konnte sie nur geringfügig manipulieren (ihrer Meinung nach). Eine beleidigte Leberwurst, die beim Gassigehen nicht mal ein Hundekeks annahm in der Meinung, dass ihr damit ihr Wille gebrochen wäre. Blitzgescheid, bauernschlau, ein absoluter Verlasshund, nur durfte sie davon nix mitkriegen. Jagdlich nicht geführt aber sehr interessiert. Hat man ihr auf der Jagd nicht die Aufmerksamkeit geschenkt die ihr zugestanden wäre ist sie abgedampft, teilweise über Kilometer zurück bis zum letzten Haus wo sie menschen gesehen hat. Denn nach Hause hätte sie auch können, nur dort war ja niemand der ihr lieb zugetan gewesen wäre zu diesem Zeitpunkt. Lobt man so einen Hund, hasst man ihn a grundtief, wenn er einem gleichgültig entgegengetrabt komnt, nachdem man jeden stein der Umgebung umgedreht hat. Es war schwerstarbeit, aber hinbekommen haben wir es allemal.
    Geändert von Schweinemama (28.10.2017 um 10:42 Uhr)

  6. #5
    Midoriyuki
    Nimm´s mir nicht übel, aber wenn das Hüten des Collies schon solche Ausmaße angenommen hat, dass er quasi alles und jeden gehütet hat und auch das Verhalten eurer anderen Hunde jetzt nicht zwingend dafür spricht, dass ihr die effektiven Probleme (Aufgeregtheit, Jagen per se) etc. wirklich als solche betrachtet bzw. vernünftig händeln konntet rate ich persönlich euch dringend von einem Weimaraner ab.

    Der hütet dir nämlich nicht die Meerschweinchen, sondern der schützt.
    Und zwar das was er als schützenswert betrachtet.
    Was das ist entscheidest dann im Zweifelsfalle leider nicht du.

    Weimaraner sind sehr selbstständig, hochgradig jagdlich ambitioniert inkl. Wildschärfe, d.h. die jagen und finden nicht nur, sondern sie töten.
    Hat man also einen Hund bei dem man nicht klar über den bisherigen Hintergrunde im Bilde ist inkl. eventueller Unsicherheiten bzgl. dessen wie man die gewollten (!) Eigenschaften einer Rasse in den Griff bekommen könnte bzw. diese bei bisherigen Hunden als "Eigenheiten" hat durchgehen lassen dann bekommt man mit einem Weimaraner ein dickes fettes Problem.

    Und ja, es ist beabsichtigt ein möglichst drastisches Bild zu zeichnen, weil Weimaraner toll sind und sein können, aber eben Eigenschaften mitbringen, die nicht ganz ohne sind.

    Versteckter Text: Anzeigen
    Der letzte Weimaraner mit dem ich zu tun hatte hat übrigens das Problem Streunerkatzen sehr effizient gelöst. In der Nachbarschaft hat nachher einfach gar keine Katze mehr gelebt. Auch Marke "Zuhause darf er sich ausleben und ein bissen jagen, der ist ja eig. ein ganz Lieber!"

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