rumänischen Straßenhund (12 Jahre) erziehen und an Katzen gewöhnen?


  1. #1
    Linda82

    rumänischen Straßenhund (12 Jahre) erziehen und an Katzen gewöhnen?

    Hallo liebe Hundefreunde,

    meine Mutti möchte gern einen Hund aus dem Tierheim adoptieren. Wir haben uns für eine alte Hündin entschieden, die wir schon mehrfach besucht haben. Sie ist ein rumänischer Straßenhund (mittelgroß, kastriert, 12 Jahre alt), vom Wesen her ruhig und ausgeglichen, Fremden gegenüber sehr misstrauisch. Sie ist nicht mehr ganz gesund, hat HD und Arthrose.

    Da dies unser erster
    Hund ist, möchten wir nicht zu viele Fehler machen und uns im Vorraus informieren.
    Sie ist noch vollkommen untrainiert, muss alle Grundkommandos lernen und Stubenreinheit.
    Mit welchen Kommandos sollten wir beginnen und wie bringen wir das am besten bei? Sitz und Platz würden wir aufgrund ihrer Krankheit erstmal weglassen.
    Unsere größte Angst ist, dass sie sich nicht mit den Katzen versteht, die mit im Haushalt leben und sehr ängstlich sind. Wie sollten wir die Hündin an die Katzen heranführen, zumal wir absolut nicht wissen ob sie überhaupt mit Katzen klar kommt? Die Probezeit beträgt leider nur 3 Tage, wir haben also nicht allzuviel Zeit um herauszufinden, wie sie in Zukunft mit ihnen klar kommen wird.

    Es wäre schön wenn ihr Tips hättet. Wir möchten die Hündin gerne Ende nächster Woche holen, sofern wir das OK vom Tierheim bekommen.
    Ein besonderes Problem ist, dass sie kaum Gassi geht. Sie läuft nur wann sie will und bleibt oft einfach stehen. An der Leine ziehen bringt bei ihr garnichts, dann bockt sie nur noch mehr und wirft sich schließlich einfach hin.

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    Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Heike zu werfen.



  3. #2
    Midoriyuki
    Hey,

    das mit den Katzen würde ich, wenn überhaupt, nur per Gittertür testen.
    Ist bekannt wie genau sie gelebt hat?

    Wisst ihr welche Rassen da mitgemischt haben könnten?

    Zum Gassigehen:

    "Bockigkeit" ist das mit Sicherheit nicht.
    Entweder ist sie (für einen Straßenhund sehr clever) sehr revierbezogen oder aber sehr ängstlich.

    Weder in Fall a) noch in Fall b) wäre an der Leine ziehen sinnvoll oder zielführend.

    Habt ihr grundsätzlich Erfahrung mit Hunden?
    Müssen ja nicht zwingend eigene gewesen sein.

    Stubenreinheit mit 12 ist auch durchaus eine Herausforderung, würde ich mir aber erstmal vor Ort anschauen.
    Manche Hunde sind einfach per se stubenrein, wenn sie etwas als Zuhause betrachten, andere werden es nie wirklich.
    Könntet ihr damit leben?

  4. #3
    Linda82
    Danke für die Antwort, über den Hund ist leider nichts bekannt. Er lebt seit einem knappen halben Jahr in dem Tierheim und kam vorher aus der Smeura aus Rumänien. Zur Rasse können wir nichts sagen, ist ein Mischling, sieht bisschen wie ein Miniwolf aus(wildfarben, vielleicht bisschen Schäferhund drin?).
    Die Hündin scheint nicht ängstlich zu sein, da sie keine Rute mehr hat, kann man das aber schlechter einschätzen. Wir haben den Eindruck sie ist sehr intelligent und weiß was sie will.
    Hundeerfahrung ist nur in Form vom Gassigehen mit anderen Hunden vorhanden. Wir schauen natürlich auch jegliche Form von Trainingssendungen, aber ich glaube sie helfen uns nicht wirklich weiter, weil es doch ein wenig zu speziell in dem Fall ist.

  5. #4
    Midoriyuki
    Wer 12 Jahre auf der Straße überlebt ist extrem intelligent, ja, und das ist im Zweifelsfalle nicht unbedingt gut für den Besitzer

    Nur um dich nicht allzu sehr zu verunsichern:
    Ich bin eine Unke.
    Das heißt ich werde dir jetzt gemeinerweise alle möglichen worst case-Szenarien ausmalen.
    Das ist nicht böse gemeint, sondern das sind Dinge, die man durchaus bedenken sollte, wenn man ohne größere Erfahrung einen Hund aufnimmt, der mit Sicherheit bereits ganz eigene Strategien entwickelt hat.

    Wenn sie seit einem halben Jahr im Tierheim ist, ist das erstmal "gut".
    Hunde befinden sich nach einem Umzug in einer Übergangsphase in der sie nicht einmal ansatzweise ihr eigentliches Verhalten zeigen.
    Das Tierheim ist natürlich nicht mit einem echten Zuhause zu vergleichen, aber grundlegende Dinge wie z.B. Territorialaggressivität hätten sich dann idR inzwischen gezeigt.

    Wenn sie nie bei Menschen gelebt haben sollte käme ein riesiger Haufen Arbeit auf euch zu.
    Nicht zwingend in dem Sinne, dass sie euch die Bude zerlegt (auch das ist möglich), sondern dahingehend, dass ihr ihr vermitteln müsst, dass sie nicht mehr im Alleingang entscheiden kann und darf.

    Straßenhunde ab einem gewissen Alter sind für gewöhnlich entweder sehr clever und haben sich dadurch über Wasser gehalten oder aber sind extrem rücksichtslos und können sich mit entsprechender Vehemenz durchsetzen.

    Stubenreinheit ist zunächst einmal Glückssache wie kooperativ sie hierbei ist.
    Ansonsten Aufbau wie beim Welpen und mit Pech wird sie nie melden, dass sie raus muss.

    Wenn ihr grundsätzlich nicht viel Erfahrung habt, würde ich mir an eurer Stelle definitiv gute (!) Fachliteratur besorgen.
    Nicht im Hinblick darauf wie man Sitz/Platz/Hottehüh vermittelt, sondern wie man Körpersprache vernünftig erkennt und einordnet usw.

    Dazu gibt es glaube ich auch bereits einen Empfehlungsthread.

    Grundsätzlich, nicht nur bei Auslandstieren, sondern allgemein bei Hunden, deren Hintergrundgeschichte vollkommen unklar aber vermutlich eher ungeil ist, würde ich mir einen Trainer mitnehmen, der sich den Hund im Umgang mit euch anschaut.
    Und das nicht bei euch, sondern auf bekanntem Terrain im Tierheim.

    Dann aber wirklich jemand, der eine Spezialisierung auf Verhalten etc. hat und eine gut nachvollziehbare Ausbildung durchlaufen hat.
    Das ist natürlich auch keine Garantie dafür, dass nachher alles fluppt, aber bestimmte Verhaltenstendenzen lassen sich dann durchaus einschätzen.

    Wie werden ihre Erkrankungen momentan behandelt?
    Schmerzmittel etc.?

  6. #5
    Knopfstern
    Sie ist nicht mehr ganz gesund, hat HD und Arthrose.
    Sie läuft nur wann sie will und bleibt oft einfach stehen.
    Die Frage ist, warum bleibt sie stehen? Hat sie schmerzen? Wurde dies mal vom Tierarzt richtig abgeklärt? Bekommt sie schmerzmittel?
    Läuft sie tatsächlich, weil sie keinen bock hat? Weil sie was stört? oder, weil sie schmerzen hat?

  7. Adbot

  8. #6
    A-Fritz
    Hallo,
    es mag sehr vorbildlich und anerkennenswert sein, wenn Ihr diese Hündin adoptieren und aufnehmen wollt,
    doch ist so ein Hund auch eine sehr große Herausforderung und kann schnell zu einer Übervorerdung werden.
    Besonders als Hundeanfänger ist es kaum möglich die möglichen Folgen, den Aufwand und die Kosten mit so einem kranken,
    ehemaligen Straßenhund zu Beurteilen, der bisher weder die passende Sozialisation, Konditionierung, oder eine Erziehung erfahren hat.

    Ich würde Euch von diesem Vorhaben dringend abraten.

    Die 1. Frage ist, ob dieser schon 12 Jahre alter Hund die Katzen tolerieren kann, das Gleiche gilt auch die Katzen.
    Gibt es eine räumliche Möglichkeit, für Euch, den Hund vielleicht auch dauerhaft getrennt von den Katzen zu halten ?
    Manchmal sind Hunde nicht nur nicht Stubenrein, sondern auch inkontinent, kastrationsbedingt , kann dieses ein Problem bei Hündinnen sein.
    Welche Möglichkeiten gibt es bei Euch, auch einen Hund zu pflegen, der ständig unter sich macht ?

    Ich möchte mir jetzt nicht noch weitere unangenehme Folgen und Szenarien ausmalen, die Haltung dieser Hündin mit sich bringen kann,
    doch es gibt noch einiges.


    Fritz.

  9. #7
    Linda82
    Auch wenn ich mehr auf Ermutigung und Tips gehofft hatte, lasse ich mich von diesem Vorhaben nicht abbringen und bin vorsichtig optimistisch. Ich habe bei dieser Hündin ein gutes Bauchgefühl und das hat mich bisher nie enttäuscht.
    Natürlich können alle diese Szenarien, die ihr beschreibt auftreten. Auch eine Gassigeherin aus dem Tierheim meinte, die Hündin wäre ein hoffnungsloser Fall, aber gerade deshalb wollen wir es mit ihr probieren.
    Wir haben bei jedem Besuch einen deutlichen Vortschritt im Verhalten uns gegenüber bemerkt. Am Anfang zeigte sie deutliches Desinteresse, doch nun nimmt sie immer öfter Blickkontakt mit uns auf und ist aufmerksam. Beim letzten Besuch hat sie uns ihren Bauch zum Kraulen hin gehalten, was uns sehr gefreut hat.
    Wollte sie am ersten Tag keinen Schritt mit uns laufen, so ging sie beim nächsten Besuch mit uns hundert Meter, beim übernächsten Besuch zweihundert Meter. Mit ihrer Stammgassigeherin läuft sie besser, aber auch diese hat ein paar Wochen gebraucht um das zu erreichen.
    Sie ist sehr verschmust, genießt die Streicheleinheiten, hat keine Berührungsängste und lässt sich am ganzen Körper bürsten. Sie hat ihren eigenen Kopf und das sie nicht laufen will hat nichts mit ihren Krankheiten zutun.
    Tierärztlich wurde sie komplett durchgecheckt und auch eine zeitlang mit Schmerzmitteln behandelt, die aber keinen Unterschied ausmachten. Mit anderen Hunden tobt sie wie ein Welpe umher. Insgesamt macht sie noch einen sehr fitten Eindruck.
    Wir würden sie erstmal an der Leine mit einer selbstbewussten hundeerfahrenen Katze zusammenführen, um zu schauen, ob sie generell viel oder wenig Jagdtrieb zeigt.

    - - - Aktualisiert - - -

    Was ich noch vergessen hatte zu schreiben, meine Mutti hat ein Haus mit Grundstück und natürlich sollen sich die Katzen wie auch die Hündin frei bewegen können. Ein Einsperren oder Trennen einer Tierart bringt niemandem etwas.

  10. #8
    McLeodsDaughters
    Besteht im Tierheim vielleicht die Möglichkeit mit ihr an den Katzen vorbei zu gehen? Dann könnte man doch zumindest schon mal sehen, ob da Interesse ist und wenn ja, in welche Richtung das geht. Das bieten viele Tierheime doch auch an, weil es ja auch in deren Interesse ist, dass es klappt.

    Ansonsten drücke ich euch die Daumen und kann dich/euch absolut verstehen. Ich würde mir wahrscheinlich genau so einen Hund auch "anlachen"

  11. #9
    Midoriyuki
    Nur fürs Protokoll:

    Ich bin durchaus der Meinung, dass das funktionieren kann, man sollte halt realistische Erwartungen haben.
    Als Anfängerhund gibt es bestimmt "einfachere" Ausgangslagen, aber man wächst ja an seinen Aufgaben.

    Nur sollte man bei bestimmten Punkten auch ehrlich zu sich selbst sein.
    Was wäre z.B. wenn sie wirklich nie richtig stubenrein würde.
    Wäre das für euch tolerierbar oder langfristig ein Abgabegrund?

    Solche Fragen sollte man sich durchaus stellen, ich muss darauf auch hier im Thread keine Antwort haben, das müsst ihr schließlich entscheiden

  12. #10
    Linda82
    In diesem Tierheim wird das leider mit den Katzen nicht getestet, das war ja auch unsere Hoffnung. Ich hab zwar nicht genau verstanden warum die sich da so quer stellen, aber nun müssen wir es halt zuhause ausprobieren.
    Wegen der Stubenreinheit, also mein Kater den habe ich seit 16 Jahren und der ist nie zu 100 Prozent stubenrein gewesen, trotzdem habe ich ihn nie deswegen abgegeben. Allerdings sind bei einem Hund auch die Pfützen größer und man möchte sich natürlich kein Tier ins Haus holen, das permanent irgendwo hinmacht. Auf Dauer gesehen könnte der Hund dann nur den gefließten Flur nutzen, weil alle anderen Räume mit Holzdielen und Teppich versehen sind. Ich vermute mal, wenn dann würde es wahrscheinlich eher mal nachts passieren, das der Hund irgendwo hinmacht, tagsüber kann er ja oft genug raus. Ich lasse mich überraschen. Die ersten Tage bleibe ich bei meiner Mutti und helfe ihr bei der Eingewöhnung.
    Wir haben zwar jetzt nicht so die Hundeerfahrung, aber ich denke trotzdem, dass wir intuitiv mehr richtig als falsch machen werden.
    Anfängerhunde liegen halt nicht besonders viele auf der Straße rum und warum einfach, wenn es schwer geht. Ich kenne außerdem auch einige die hundeerfahren sind, sich nur Welpen vom Züchter holen und dann trotzdem Probleme mit dem Tier haben.

  13. #11
    Linda82
    So heute ist es soweit, wir dürfen die Hündin mit nach hause nehmen. Drückt uns die Daumen, dass alles klappt. Wir sind schon so aufgeregt und freuen uns total. Als wir vorgestern noch einmal dort waren um sie zu besuchen, kamen wir auch mit einigen Leuten ins Gespräch und haben festgestellt, dass die Hündin doch schon einige Interessenten hatte, aber alle nach dem ersten Gasssigehversuch sofort das Interesse an ihr verloren haben. Schade eigentlich, sie hat sonst nur gute Eigenschaften. Wir hoffen, dass sie bei uns das richtige Zuhause findet.

  14. #12
    Windhundliebe
    Das ist ja spannend. Ich finde es toll, dass ihr der alten Hündin eine Chance gibt.
    Ich glaube übrigens nicht, dass "keine einfachen Straßenhunde auf der Straße rumliegen". Genauso wie schwierige Fälle, gibt es auch genug total anspruchslose und einfache Hunde. Von den 8 Pflegehunden + meine Zwei inklusive, waren 3 dabei, die ich als schwierig eingestuft hätte.
    Berichte auf jeden Fall weiter. Ich bin gespannt.

  15. #13
    McLeodsDaughters
    Wie war denn der erste Tag?

    Ich denke auch, dass viele Straßenhunde ungeschliffene Diamanten sind (grade erst das Buch "Arthur" fertig gelesen, war ja auch ein Straßenhund). Zwei Nachbarn haben auch Hunde aus dem Ausland und die sind beide super. Ich würde mir allerdings nie einen direkt von dort "holen". Ich würde den Hund einfach vorab gerne kennen lernen (TH, PS,...) wollen, grade wenn es der erste ist.

  16. #14
    Midoriyuki
    Offtopic:

    Je nach Herkunftsland und "Herkunftsgeschichte" muss nicht jeder Straßenhund schwierig sein, ja, aber mal ehrlich- anspruchslos und einfach ist Auslegungssache.

    Wenn ich nur den Anspruch "nett" an den Hund habe und ansonsten zufrieden bin, wenn er mich nicht frisst (ja, das ist jetzt überspitzt) kann ich mit sehr vielen Hunden glücklich werden.
    Nicht zuletzt ist der Anspruch an viele Auslandstiere ja auch durchaus nochmal etwas anders als an hier aufgezogene Tiere.

    Entweder leider überhöht oder aber eine absolute Narrenfreiheit für die Hunde aufgrund eben ihrer Herkunft.

    Auch nicht allgemeingültig und immer und überall, das ist mir bewusst, ich fasse jetzt einfach meine bisherigen Eindrücke von Auslandshunden (und deren Haltern) zusammen.

    Grundsätzlich ist das mir persönlich total egal woher sich jemand einen Hund holt, die Erwartungen sollten einfach realistisch sein.

  17. #15
    Linda82
    So ihr Lieben heute berichte ich mal. Ich war seit Donnerstag bei meiner Mutti, um sie die ersten Tage bei der Eingewöhnung zu unterstützen und bin heute erst wieder gekommen.
    Es war alles sehr aufregend. Als wir die Hündin am Donnerstag holen wollten, wurde sie gerade zum Tierarzt gefahren weil es einen Beißvorfall gab. Sie wurde von einem anderen Hund in die Nase gebissen. Wir konnten sie dann aber doch mit den ganzen Medikamenten mit nach hause nehmen. Ich hatte ein bisschen Bammel, wie sie die Autofahrt nach einem so stressigen Tag übersteht, da sie bereits in den Tierheimbus gebrochen hatte, als sie zurück vom TA kam, aber es ging alles ohne Probleme.
    Ich kann nur sagen die Hündin ist ein absoluter Hauptgewinn, ich wollte mich heute gar nicht mehr trennen von ihr. Die Katzen hat sie ab der ersten Sekunde respektiert und sie frisst ihnen auch nichts weg. Autofahren ist für sie auch kein Problem mehr, schon beim zweiten Mal versuchte sie alleine einzusteigen, traute sich aber noch nicht richtig, das Aussteigen war dann aber kein Problem für sie. Sie muss ja auch nirgendwo hoch oder runterspringen.
    Im Haus ist sie sehr lieb und ruhig, schläft viel, am liebsten will sie ständig den Bauch gekrault bekommen. Ihren Platz hat sie sich selbstständig direkt vor dem Sofa ausgesucht. Wir konnten sie auch schon ein paar Stunden alleine lassen, sie hat in der Zeit geschlafen und freute sich sehr über unsere Rückkehr.
    Sie ist sofort stubenrein gewesen und hält sehr lange an. Wenn sie nicht muss will sie auch nicht raus, ich habe den Eindruck sie fühlt sich draußen nicht sicher, deshalb geht sie ungern Gassi und nie weit weg von ihrem Ausgangspunkt. Das heißt sie bleibt nahe beim Haus, oder aber bei einem Ausflug in der Nähe vom Auto. Wenn ihr etwas nicht geheuer vorkommt, dann läuft sie nicht weiter, sondern möchte zurück. Meist passiert das schon nach 200 oder 300 Metern. Das kann man entweder aussitzen oder aber man geht zurück, dann rennt sie teilweise sogar und setzt sich vor die Haustür.
    Im Moment ist es am Wichtigsten, dass sie Vertrauen zu uns aufbaut. Manchmal läuft sie mir schon hinterher wenn ich mich etwas weiter von ihr entferne und wenn ich mich hinhocke, kommt sie mit leicht gesenktem Kopf auf mich zu, als ob sie bei mir Schutz sucht, aber meistens kommt sie nicht, wenn man es möchte, gerade beim Gassi gehen. Wie kann man das Problem denn lösen? Irgendwelche Ideen?
    Beim Futter müssen wir uns noch durchtesten, obwohl sie im Tierheim alles gefressen hat, mäkelt sie ziemlich rum. Sie frisst im Moment nur Nassfutter und Fleisch und ab und an mal ein Leckerli. Fressneid kennt sie überhaupt nicht, man kann ihr sogar das Futter wegnehmen. Sie ist sehr geduldig und wartet einfach bis sie etwas bekommt.
    So das war es erstmal, ist lang genug geworden.

    - - - Aktualisiert - - -

    Was ich noch vergessen habe zu schreiben, seitdem sie gebissen wurde verhält sie sich anderen Hunden gegenüber ängstlich, im Tierheim war das nicht so, vielleicht auch weil sie den Großteil der Hunde kannte? Wir müssen ihr Selbstbewusstsein wieder stärken.

  18. #16
    Knopfstern
    Hallo Linda,

    Das klingt doch erstmal alles sehr gut.

    Autofahren ist für sie auch kein Problem mehr, schon beim zweiten Mal versuchte sie alleine einzusteigen, traute sich aber noch nicht richtig, das Aussteigen war dann aber kein Problem für sie. Sie muss ja auch nirgendwo hoch oder runterspringen.
    Ich möchte nur kurz erwähnen, das es bei einem 12 Jahre alten Hund ernom wichtig ist, das dieser auf keinen Fall irgendwo rauf oder runter springt. Gerade in dem alter sind die Knochen sehr anfällig und begünstigen Krankheiten der Gelenke. Super, das ihr darauf achtet, das sie da nirgends springt.

    Zu euren Gassi problemen, gebt ihr erstmal Zeit. Ich denke, das wird sich dem nächst nach und nach legen.
    Füttert sie aus der Hand und zeigt ihr, das sie euch vertrauen kann.
    Ich denke, man muss ihr erstmal eine Eingewöhnungszeit geben um dann zusehen, was sie wirklich gefestigt hat.

    Gibt es Bilder? Ich bin ja schon neugierig.
    Schön, das sie sich auch mit euren Katzen versteht.

  19. #17
    HoundMan
    Hallo,
    Strassenhunde sind überlebenskünstler und i.d.R. sehr sozial, allerdings wird es kaum bis gar nicht möglich sein, 12 Jahre Strasse auszuradieren.
    Ich warne vor zu großer Erwartungen hinsichtlich umerziehung etc. Wer in der Lage ist einem Strassenhund den Lebensraum zu bieten in dem dieser sich ausleben kann ohne ihn zu verbiegen und zu brechen sollte es tun, wer es nicht kann, sollte die Finger von so einem Hund lassen. Das ist ein Riesen Überaschungspacket und nicht jedermanns Sache.

    My2cnts

  20. #18
    Midoriyuki
    Nur ganz kurz:

    Hunde brauchen Monate um sich endgültig "Zuhause" zu fühlen.
    Wenn es bis jetzt alles gut ist, ist das gut, aber nicht zu sehr darauf verlassen, dass es alles easy bleibt

    Das ist wie bei Kleinkindern, die bei Fremden zu Besuch sind - erst superlieb und erst wenn man sich auskennt werden Grenzen getestet

  21. #19
    ShadyLady
    Huhu,

    Es ist zwar schön, dass alles auf Anhieb so klappt aber bitte interpretiert da nicht zu viel rein.
    Wäre nicht der erste Streuner der sich nach der Eingewöhnung auf einmal benimmt wie König von ihr könnt mir nichts.

    Würde auch direkt n guten Trainer suchen, der euch unterstützt. So ganz ohne Chaos-Arsch***-Hundeerfahrung (ich mag das Wort Problemhundeerfahrung einfach nicht mehr hören ) kann es noch sehr anstrengend werden. Außerdem könnt ihr mit einem erfahrenen zusätzlichen paar Augen vlt Marotten entgegen wirken , welche ihr so noch gar nicht wahrgenommen hättet.

    Finde es vom TH aber auch sehr kontraproduktiv, dass kennenlernen nur 3 Tage geht....

    LG
    Shady

  22. #20
    Windhundliebe
    Toll, wenn alles so erstmal klappt.
    Gebt ihr Zeit! Viel Zeit sicherlich.
    Eigentlich kann ich mich den anderen nur anschließen. Jetzt ist sie noch neu, muss sich orientieren. Mit dem Gassi gehen würde ich erstmal nicht überbewerten. Kleine Runden am Anfang ist ja auch völlig in Ordnung. Sie ist ja nun auch nicht mehr die Jüngste. Aus der Hand füttern würde ich auch raten. Und ansonsten erstmal ankommen lassen ohne gleich diverse Kommandos zu üben. Grenzen setzen aber auf jeden Fall schon. Dann wird es nach der Eingewöhnungszeit auch keine größeren Probleme geben. Im Gegensatz: weiß ein Hund genau, in welchem Rahmen er sich bewegen darf, gibt das Sicherheit und Vertrauen.

    Bilder würde ich auch gern sehen. 😁

    Einen Hundetrainer würde ich erstmal nicht gleich zu Rate ziehen. Humdeerziehung ist auch immer noch eine Gefühlssache und wenn jetzt alles erstmal gut läuft, warum da jemanden anderen hinzuziehen und sich vielleicht verrückt machen lassen und irgendwas machen, was man vielleicht gar nicht machen möchte und dann erst entstehen die Probleme, weil man selbst eigentlich nicht dahinter steht, aber man es macht, weil es ja der Trainer gesagt hat. Und vor allem als Anfänger ist man noch unsicher. Man sollte auch erstmal die Zeit haben, sich aneinander zu gewöhnen und die "Romantik" genießen. Dann kann man immernoch jemanden fragen.

  23. #21
    Linda82
    Danke für die Antworten.
    Natürlich geben wir ihr die Zeit, die sie braucht und wir haben auch keine hohen Erwartungen an sie. Sie benimmt sich von selbst schon so als ob sie alles richtig machen möchte und blüht jeden Tag mehr auf und wird aktiver. Ich glaube ihr geht es richtig gut und sie fühlt sich wohl. Gestern waren wir mit ihr lange unterwegs, erst in die Stadt zum TA, dann in ein Geschäft ein Sicherheitsgeschirr fürs Auto kaufen und danach an den See spazieren gehen und Mittag essen. Am See hat sie dann noch mit einem kleinen Hund gespielt. Wir konnten sie problemlos überall mit hin nehmen, auch in der Gaststätte hat sie sich super verhalten und sich entspannt hingelegt.
    Ich fänd es jetzt übertrieben gleich einen Hundetrainer zu engagieren, das kann man dann immernoch machen, wenn es später wirklich Probleme geben sollte. An der Leine läuft sie auch schon besser und längere Strecken mit uns.
    Ist ja auch nicht so, dass sie bei uns Narrenfreiheit hat. Mittlerweile funktioniert auch die Kommunikation schon ganz gut.
    Das ist die Kleine Wölfin.

    - - - Aktualisiert - - -

    Danke Windhundliebe, das ist genau das was ich eben auch denke bzgl. des Hundetrainers. Manchmal schadet soetwas mehr, als es nützt. Aus der Hand wird sie eh schon von Anfang an gefüttert. Das haben wir schon im Tierheim mit den Leckerchen gemacht und auch zuhause bekommt sie fast alles aus der Hand.
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  24. #22
    DerMarley
    Hallo Linda,
    ich finde es sehr toll das ihr euch so einen Hund genommen habt und ihm die Chance gegeben habt, ich persönlich hätte mich das nicht getraut.
    Und eure Einstellung ist super!

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