Katze abgeben wegen Aggressivität


  1. #1
    AnnaZ

    Katze abgeben wegen Aggressivität

    Hallo liebe Leser!
    Ich bin hin und her gerissen...
    Mein Problem....
    Unser geliebter Charlie (8)Freigänger kastriert.
    Hat uns schon von Anfang an Probleme gemacht.
    Er greift Freunde und Familie an schon von Anfang an
    Wir hatten auch schon eine Therapeutin da die ein ausgeprägtes territorial verhalten und einen starken beschützer Instinkt zeigt
    Wir haben schon viel ausprobiert von duftstoff bis Rescue Tropfen clicken
    und Belohnungs Methoden
    Nichts hat gebracht !
    Bei uns ist er ein ganz ruhig schmust viel
    Trotzdem gab es einen Vorfall das er mich heftig gebissen hatte das ich in die Ambulanz musste das war kurz nach unserm Umzug
    Wir können keinen Besuch empfangen ohne ihn weg zusperren da er schon unzählige Male zugebissen hat und das nicht zart es kam.zu blutenden Wunden sowie Infektionen und Narben bei den Freunden/ Verwandten
    Er ist im.ersten Moment ruhig guckt sich alles an dann wie aus dem nichts springt er die Leute an uns verbeißt sich in ihnen
    Es ist ganz schlimm
    Jetzt mein größtes Problem wir heiraten demnächst und haben Kinderwunsch
    Die Therapeutin sagte das sich durch die Hormon Umstellung stark verschlimmern kann und ich im.schlimmsten Fall angegriffen werde das wäre eine Bedrohung für das Kind....
    Wir werden ihn abgeben müssen aber...
    Wenn er im Tierheim ist wer möchte so eine Katze das kann ich nicht über die Seele bringen das er dort für immer eingesperrt wird
    Wir lieben ihn aber wir möchten auch Kinder
    Was zur hölle soll ich nur tun?! :,(

  2. Anzeige
    Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Gerd zu werfen.



  3. #2
    Knopfstern
    Hallo Anna,


    Willkommen bei uns im Forum.

    Puuuh, das ist eine schwierige Entscheidung. Ich bin eher aus der Hundeecke. Aber auch ich kenne dieses "Kind bekommen und Haustier -abgabe Problem."
    Ich musste aufgrund von Umzug und zusammen Zug mit meinem Lebensgefährten meine Chinchillas abgeben. Hinzukam, das ich letztes Jahr im August unseren Sohn auf die Welt gebracht habe. Es war für mich auch absolut nicht leicht.

    Das der Kater nun negativ auf die Hormone reagiert, hmmm fraglich. Ich kenne einige Tiere, die sehr unruhig und aggressiv sind/waren und dann durch die Schwangerschaft der Besitzerin ruhiger und entspannter wurden und auch kuscheliger.
    Das kann man natürlich nicht sagen, wie sich das Tier verändert.

    Vielleicht magst du ja mal ein wenig Erzählen, woher ihr ihn habt? Hat er eine Vorgeschichte?
    Wie lange lebt er schon bei euch? Gibt es Krankheiten, etc?

    Am ende ist es natürlich eine schwere Entscheidung. Aber auch zum Wohle aller. Zum wohl von dir und dem Kind/ern und zum Wohle des Katers.
    Es bringt ja absolut nichts, wenn alle Parteien darunter leider. Weder ihr, wenn ihr ständig angegriffen werden, noch wenn die Kinder angegriffen werden und man in ständiger Angst leben muss. Noch für ihn, der evtl. unter permanenter Anspannung und Angriffslaune leidet.

    Habt ihr ihn mal richtig Untersuchen lassen? Nicht das sein Verhalten aus einer Krankheit oder schmerzen her kommt?

    Ich denke, das dir später noch einige KatzenUser schreiben werden.
    Ich wünsche euch jedenfalls alles alles liebe und gute und hoffe, das ihr für euch eine gute Lösung findet.

  4. #3
    AnnaZ
    Danke schon mal für die nette Antwort ♡

    Wie haben ihn bekommen da war er ca 10 Wochen von einer Familie die nicht gerade gut für ihn war viel zu viele Tier in einer Wohnung darunter 2 würfe kitten.
    Freunde von uns wohnten in der Nähe und hatten uns gesagt das dort Katzen wären da wir eine haben wollten.
    Seit dem an ist er bei uns.
    Er ist immer so quirrlig aber auch lieb
    Zuerst hat er meine Schwiegermutter angegriffen da war er noch kein Jahr er kannte sie zwar nur 3 mal gesehen aber hat nie was getan.
    Von einen auf den andern Moment hat er ihr ins Handgelenk gebissen weil sie an ihre Handtasche auf dem Boden gegangen ist.
    Im Jahr darauf hat er meine Schwägerin in den Oberschenkel gebissen weil die ihr Ladekabel ausstecken wollte.
    Danach Freunde von meinem Mann als sie in die Küche gingen
    Es war zum Glück nie richtig schlimm.aber dann kam der Umzug und er hat mich gebissen als ich mich zu ihm sitzen wollte
    Es blutete stark und ich musste ins Krankenhaus zum reinigen und nähen der Wunde
    Danach wurde alles nur noch schlimmer
    Der beste Freund von meinem man kam.zu Besuch und wollte ihn sehen da er sehr gut mit Katzen kann
    Im ersten Moment war alles ok dann kam er hinterrücks auf ihn zu gesprungen und wollte ihm uns Gesicht springen zum Glück hob er den Arm darin Verbiss er sich so stark das wir ihn fast nicht mehr abbekommen haben
    Der musste ins kh und die Wunde infizierte sich...
    Es war alles nicht mehr tragbar
    Seit 4 Jahren wird er immer weg gesperrt wenn jem kommt.
    Komischer wiese macht er dies draußen nicht er spielt dort sogar mit den nachbarskindern
    Wir haben ihn von oben bis unten durchchecken lassen und nichts gefunden sogar CT gemacht in ner tierklinik da sie dachten das es evtl etwas neurologisches ist
    Keine Befunde....
    Zu uns war er nie wieder so
    Er ist verschmust und lieb

  5. #4
    Sini
    Hallo Anna

    Wegen dem Verhaltensprobelm kann ich gar keine Ratschläge geben, damit habe ich keine Erfahrung.
    Ich frage mich aber, ob der Kater schon mal medizinisch wirklich auf den Kopf gestellt worden ist, also ob wirklich mal eine sehr ausführliche Diagnostik statt gefunden hat? Das kostet natürlich Geld und benötigt einen fähigen Tierarzt mit den erforderlichen Möglichkeiten, aber vielleicht besteht ja doch eine kleine Chance dass etwas gefunden wird? Bevor ich mich mit einem "der ist halt so" abfinden würde, würde ich wohl noch diesen Weg einschlagen.
    Zitat Zitat von AnnaZ Beitrag anzeigen
    Wir werden ihn abgeben müssen aber...
    Wenn er im Tierheim ist wer möchte so eine Katze das kann ich nicht über die Seele bringen das er dort für immer eingesperrt wird
    Deine Bedenken was das Tierheim betrifft sind berechtigt. Aber du bist doch nicht gezwungen, ihn ins Tierheim zu geben wenn du ihn nicht mehr halten willst? Und ja, es ist richtig schwer, für eine Katze ein gutes Zuhause zu finden, noch dazu für diesen speziellen Kater. Andererseits muss das offensichtlich auch nicht sofort über´s Knie gebrochen werden und das heißt, du hast keinen so starken Zeitdruck bei der Suche.

    Ich würde den Kater so inserieren, dass die Anzeigen ein möglichst breites Publikum erreichen. Wenn man etwas googelt findet man eine Menge Portale zur Tiervermittlung. Auch in der Lokalzeitung, auf Aushängen beim Tierarzt im Supermarkt usw. kann man den Kater ausschreiben. In möglichst vielen Tier- bzw. Katzenforen anmelden, viele haben eine eigene Rubrik zur Vermittlung.

    Du musst dir Mühe mit den Anzeigen geben, schöne, scharfe Bilder vom Kater, ihn und seine Bedürfnisse genau beschreiben und auch welche Erwartungen du an die neuen Besitzer hast. Außerdem die Anzeigen ständig aktuell halten, bei vielen Kleinanzeigenportalen bedeutet dass, alle paar Tage die alte Anzeige rausnehmen und eine neue reinsetzen.

    Die Rechnung ist ganz einfach- um so mehr Interessenten du erreichst, um so höher die Chance, dass auch der passende dabei ist. Noch höher wird die Chance einen passenden Besitzer zu finden, wenn du bereit wärst, den Kater auch über weite Strecken in sein neues Zuhause zu bringen (in dem er später natürlich auch wieder Freigang bekommen soll).

    Dann solltest du noch überlegen, wie du das mit den Schutzgebühren und einem Schutzvertrag händeln willst.

    Ich bin der Meinung, Geld und Verträge garantieren keine gute Heimat. Nach der Abgabe hast du aber keinen Einfluß mehr auf das Wohlergehen des Katers. Deswegen lange Gespräche mit den Interessenten führen, vorort die Situation anschauen und auf dein Bauchgefühl hören.

  6. #5
    Son-Gohan
    Hmm das könnte durchaus eine Verhaltensstörung sein, daraus resultierend, dass er a) zu früh von der Mama wegkam und kein Sozialverhalten gelernt hat und b) alleine aufgewachsen ist.
    Er sieht euch einfach als potenzielle Raufkumpel. Wenn Kater untereinander spielen und raufen kann das durchaus mal echt rabiat zugehen.
    Habt ihr mal drüber nachgedacht, zu versuchen, ihm einen gleichaltrigen Freund an die Seite zu stellen?
    Mit langsamer Zusammenführung versteht sich.

    Und so schlimm, wie du schreibst, sind Tierheime nicht.
    Dort wird er wahrscheinlich zu anderen Katzen kommen und nicht "eingespert".
    Finde es immer traurig, was manche für Ansichten deswegen haben.

  7. Adbot

  8. #6
    Sesshomarux33
    Hallo,

    ich hätte auch gesagt, dass die Ursache daran lag das er alleine aufwuchs. Eigentlich sind Katzen soziale Tiere, die grade als Kitten immer zu zweit gehalten werden sollten.
    Er hätte auch bis zur 12 Lebenswoche bei Mutter und Geschwister bleiben sollen, da lernen sie tatsächlich noch recht viel wie z.B die Beisshemmung - beisst ein Kitten seinen Bruder/Schwester zu doll, dann gehen diese schmerzenschreiend weg. Das fehlte ihm und hat sich dann wohl so in den Jahren entwickelt.
    Ich würde tatsächlich versuchen eine zweite Katze dazu zu gesellen. Und zwar eine gut sozialisierte Katze, aus einem Tierschutzverein oder Tierheim das euch bei der Vergesellschaftung unterstützt.

    Mich wundert es, dass die scheinbaren "Katzentherapeuten" nicht auf diese Idee gekommen sind....

    Hier sind alle Daumen und Pfoten gedrückt!

    Liebe Grüße

  9. #7
    Schweinemama
    Ich finde immer, dass ein Zusammenleben mit einem Tier für beide seiten passend sein sollte. Das ist es aber bei euch nicht mehr.

    Gibt es bei euch Katzenvermittler, möglicherweise kann er als Freigänger am Bauernhof, wo er jede Menge Fluchtmöglichkeiten hat weit besser leben wie ein Tier, das ständig "weggesperrt" werden muss, und somit vielleicht noch agressiver wird... Das sind ja Wellen die sich aufschaukeln, er wird agressiv - weil er nicht mehr dorthin darf - wo er normalerweise herrscht - somit sieht er vielleicht andere Leute als Konkurrenz... Und andererseits - wie will man da ganze unterbrechen, wenn die Gefahr besteht dass er die Krallen ausfährt und einem Besucher lockerflockig in die Schläfen haut (hatte ich mal bei einem Kater - das Blut ist in strömen geflossen).

    Ich wünsche euch auf jeden Fall alles liebe...

  10. #8
    Audrey
    Zitat Zitat von Schweinemama Beitrag anzeigen
    Ich finde immer, dass ein Zusammenleben mit einem Tier für beide seiten passend sein sollte. Das ist es aber bei euch nicht mehr.

    Gibt es bei euch Katzenvermittler, möglicherweise kann er als Freigänger am Bauernhof, wo er jede Menge Fluchtmöglichkeiten hat weit besser leben wie ein Tier, das ständig "weggesperrt" werden muss, und somit vielleicht noch agressiver wird... Das sind ja Wellen die sich aufschaukeln, er wird agressiv - weil er nicht mehr dorthin darf - wo er normalerweise herrscht - somit sieht er vielleicht andere Leute als Konkurrenz...
    Die Idee gefällt mir bisher mit Abstand am besten! Einerseits die Theorie bzgl. der Aggressivität, aber auch der Lösungsansatz!

    Tierheim: ja, nicht immer so schlimm wie der Ruf. Aber er wäre da als "schwieriger" Kater eingeordnet. Und daß jemand einen schwierigen Kater nimmt, da muß schon ein ganz besonderer Mensch daher kommen.

    Partner: ja, fehlt, definitiv, von Anfang an. Und ist sicher der Hauptgrund für sein jetziges Verhalten. Da er aber schon 8 Jahre alt ist wird da eine Vergesellschaftung eine vermutlich langwierige Angelegenheit, und noch komplizierter, da er Freigänger ist!

    Ärztlich auf den Kopf stellen: ja, ich dachte auch spontan an Gehirntumor oder Epilepsie oder so - aber da er das von Anfang an gemacht hat würde ich das eher ausschließen. Sonst wär er nicht so alt geworden, ohne weitere Symptome.

  11. #9
    AnnaZ
    Danke für die zahlreichen Antworten ♡
    Unsere Therapeutin geht auch davon aus das es zu schwer wäre ihn zu vergesellschaften
    Dies war auch schon mal eine Idee
    Zusammen suchen wir momentan schon lange eine Lösung...
    Es wird bestimmt nichts anders helfen als ihn in eine gute Familie zu geben wo seine Bedürfnisse erfüllt werden diese zu finden wird noch ein hartes Stück Arbeit

  12. #10
    Sesshomarux33
    Sicher ist es schwer, aber nicht unmöglich.
    Die Idee mit dem Bauernhof wäre aber auch nicht schlecht.

  13. #11
    Simpat
    Ich befürchte auch, dass man es kaum noch in den Griff bekommen wird, da hätte man viel früher ansetzen müssen und etwas ändern. Wenn der jetzt seit 8 Jahren Einzelkater, Freigänger und auch aggressiv ist, würde ich ehrlich gesagt, eher dazu raten ihn in ein neues Zuhause zu vermitteln, wo er einfach gut versorgt wird, kommen und gehen darf wie er will, bei katzenerfahrenen Leuten, die mit ihm und seinem Verhalten umgehen können. Ob der sich noch vergesellschaften lässt, vage ich zu bezweifeln, vermutlich würde er sehr aggressiv reagieren und als Freigänger auch nach draußen ausweichen, da wird auch keine langsame Vergesellschaftung mit Gittertür und Clickertraining funktionieren.

    Da hätte man einfach schon in jungen Jahren oder von Anfang an, wo das aggressive Verhalten aufgefallen ist dagegen steuern müssen und fachmännischen Rat dazuholen. Auf die schnelle wird man keine Verhaltensänderung bei ihm bewirken und mit einem Baby wäre mir das auch zu heikel, also fangt am besten so schwer es auch fällt, schon gleich an nach einem geeigneten schönen neuem Zuhause zu suchen.

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