Zweites Kätzchen zulegen


  1. #1
    newcomer96

    Zweites Kätzchen zulegen

    Hallo zusammen,

    also es geht um unsere 1 1/2 Jahre alte Luna.
    Ein bisschen was zur ihrer Vorgeschichte.. wir (meine Eltern & Geschwister) waren überhaupt nicht informiert über Katzen, dies habe vorallem ich erst im Nachhinein(leider) geändert. Ein Bekannter meiner Schwester hat ein paar Kitten gehabt und sie gefragt ob sie eine möchte. Luna war gerade mal 3-4 Wochen alt, als sie zu uns kam.. sie war total ängstlich & schüchtern und wir haben sie alle immer genervt, geknuddelt (vorallem meine Mutter behandelte sie wie ein Baby). Sie ist nach einer Weile immer abends knurrend durch die Bude gerannt, hat geknurrt alles mögliche... anfangs hatten
    wir alle viel Zeit, ich & meine Schwester haben beide angefangen zu arbeiten seit ca. 1 Jahr , meine Mama ebenso, nur mein kleiner Bruder geht noch zur Schule. Wir haben ein riesiges Haus direkt an der Hauptstraße(Freigang unmöglich), also sie war einfach schon immer unausgelastet & unsozialiert.
    Im letzten Urlaub hatte sie eine Bekannte, die 3 Katzen zuhause hat und Luna scheinte sich einfach nicht für die anderen zu intressieren, es gab keine Konflikte aber auch keine Annäherungsversuche. Ich hab es endlich geschafft nach über einem halben Jahr Arbeit, meine Eltern überredet uns eine/n zweite/n zuzulegen. Da wir dabei nichts falsch machen wollen, will ich mir ausführlichst darüber informieren.. bloß steh ich grad auf dem Schlauch. Da heißt es eine jüngere, gleiches Geschlechtes da dann mal gleiches Alter, anderes Geschlecht. Jemand riet uns Luna ins Tierheim mitzunehmen und sie dort mal zu den anderen Katzen zu bringen, dort wird sie sich dann bestimmt auf Anhieb mit einer verstehen. Luna war von klein auf ein bisschen "komisch" würde ich behaupten.. sie ist ein bisschen verpeilt und hatte komische Zuckungen mit dem Kopf (laut TA alles i.O).. sie hat sich noch nie wirklich streicheln lassen, sie beißt & kratzt aufeinmal ganz fest zu, kann nicht beurteilen ob es spielen oder angreifen ist. Ich hoffe wenn wir ihr einen Partner finden wird sie wieder lebensfreudiger, sie tut mit echt leid mit dem was wir ihr angetan haben.. manchmal kommt sie mir depressiv vor.. starrt aus einem Fenster zum anderen.. Spielen wie früher ist mit ihr nicht mehr möglich sie schaut einem nur zu.. nur wenn man die Hand unter die Decke bewegt geht sie ab.. bloß wenn sie einen erwischt dann tut es richtig weh.. hab teilweise Narben von ihr am Arm.

    Verurteilt nicht falsch wir lieben sie über alles, bloß waren wir einfach blöd & uninformiert.. und meine Eltern eine lange Zeit zu egoistisch.

    mfg newcomer

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    Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Gerd zu werfen.



  3. #2
    Hexe76
    Schön dass ihr euch nun nach einem passenden Partner umschauen wollt. Einsicht ist der erste Weg zur Besserung
    So, mein Senf nach vielen Jahren mit Katzen und derzeit Dosenöffner für 8 Katzen.
    Auf gar keinen Fall die Katze ins Tierheim mitnehmen damit sie sich was passendes aussucht! Das geht schief! Katzen sind Revierbezogen. Eure Katze würde schlichtweg einfach nur durchdrehen wenn ihr sie ins Tierheim bringt um dort nach einem passenden Kumpel zu gucken!
    So, zweitens: gleiches Geschlecht, gleiches Alter!
    In eurem Fall tendiere ich zu einer 1jährigen, gut sozialisierten Katzendame, die die vollen 12-14 Wochen bei Mama verbracht hat und auch danach Katzenkontakt hatte und sozial und verspielt ist.
    Drittens: langsame Zusammenführung mittels Gittertür! Auf gar keinen Fall die Katzen einfach zusammensetzen und machen lassen. Geht bei eurer verkorksten (Sorry) Katzendame schlichtweg schief.
    Viertens: ich denke dass eine Pflegestelle eurer Anlaufpunkt sein sollte. Dort sind die Katzen in häuslicher Umgebung und die Pflege-Dosis haben einen viel genaueren Einblick ins jeweilige Katzen-Seelchen und kennen ihre Schützlinge besser als die Mitarbeiter im Tierheim die dortigen Katzen und können euch somit die passende Katze vermitteln, während ihr im Tierheim ein Überraschungspaket kriegen würdet. Katzen verhalten sich im Tierheim anders als in häuslicher Umgebung und was im Tierheim sozial und verkuschelt ist, kann daheim unsozial und brachial werden um mal den worst case auszumalen.
    Also besser Pflegestelle. Die können euch gezielt beraten und nach der richtigen Mieze gucken.

  4. #3
    Audrey
    Ich stimme Hexe fast vollkommen zu. Keinesfalls die Katze ins TH mitnehmen, und auf jeden Fall eine Katze aus dem Tierschutz, wo sie auf einer Pflegestelle ist. Die Katzen wohnen dort ganz normal in Familien, so daß die eben den Charakter der Katze wirklich einschätzen können.

    Nur das Geschlecht seh ich als relativ egal an - ich hab Kater als sozialer als Kätzinnen kennengelernt. Aber das ist nur meine subjektive Auffassung.

  5. #4
    Jayjay!
    Auch ich gebe hier mal meinen Senf dazu. Stimme Hexe und Audrey zu. Nicht ins Tierheim mitnehmen. Das wird in die Hose gehen. Das ist nur Stress für die Katze und letztendlich führt es zu nichts. Eine Katze von einer Pflegestelle passt besser.
    Beim Geschlecht bin ich bei Audrey. Auch ich habe die Erfahrung gemacht, dass Kater sozialer als Kätzinnen sind. Ich würde eher nach Charakter als nach Geschlecht gehen.
    Ich drücke Dir die Daumen, dass Ihr die passende Mietze findet!

  6. #5
    Barcelos
    Wir haben zwar "nur" eine zugelaufene Katze, aber sie ist Freigängerin und trifft so doch häufig auf Katzen. Zudem halten sich der Kater von nebenan, der Kater von gegenüber und ein Streunerkater sehr gerne bei uns im Garten/Schuppen/Vorraum auf. Zwischendurch taucht noch ein Übernachtungskater auf.
    Mit keinen von denen hat unsere Katze ein großartiges Problem, aber wehe es taucht eine Katze hier auf. Dann wird aus meiner kleinen süßen Mietze ein Tiger. Sie hasst Katzen wie die Pest.

    Würden wir also über eine zweite Katze nachdenken, dann würde es definitiv ein Kater werden und zwar einer, der charakterlich wie der Streunerkater oder Kater von gegenüber ist - gemütlich, ruhig, souverän und absolut kein Funke Aggression.

    Soll heißen, auch wenn ich keine Erfahrung als Mehrkatzenhalter habe, so kenne ich meine Katze doch sehr gut und beobachte ihr Verhalten draußen mit den anderen Katzen sehr genau und kann somit doch bestätigen, dass das gleiche Geschlecht nicht immer die bessere Lösung ist.

  7. Adbot

  8. #6
    Sini
    ...und schlußendlich ist es doch auch einfach eine Sache der Sympathie. Wir können selbst bei unseren Mitmenschen nicht vorhersagen ob die sich nach dem Kennenlernen OK finden, nichts wirklich miteinander anfangen können oder sogar lieben werden. Und genau so entscheiden auch Katzen schlußendlich selbst und ohne dass wir es wirklich beeinflussen können ob sie die andere Katze gut finden oder nicht.

    Man muss sich nur im Klaren sein, dass es nicht in der Natur der Katzen liegt, so ein kleines Revier wie eine Wohnung nun mal ist, plötzlich mit einer anderen Katze teilen zu müssen. Es gibt Exemplare, die sind in der Regel schon in einer Katzengruppe aufgewachsen und kennen es gar nicht anders, die nehmen auch Neuankömmlinge ohne große Aufregung an. Aber bei einem Großteil der erwachsenen Katzen dauert es Wochen bis Monate bis der Neuzugang akzeptiert wird und bei manchen Katzen wird dann auch nicht mehr daraus. Es gehört schon eine gehörige Portion Glück dazu, ausgerechnet zwei Katzen zusammenzubringen die sich später dann auch rchtig gerne haben.

    Was man den Katzen erleichtern kann, ist die Art wie sie sich kennenlernen, zum Beispiel wenn man die Zusammenführung behutsam mit einer Gittertüre gestaltet. Und die Besitzer können es sich leichter machen wenn ihnen das oben geschriebene bewusst ist, sie nicht zu hohe Erwartungen in die Beziehung zwischen den neuen Katzen setzen und ihnen einfach auch die Zeit geben die sie brauchen um sich an die neue Situation zu gewöhnen.

  9. #7
    Audrey
    Generell geb ich Sini recht.

    Aber den Charakter der Katzen kann man schon einschätzen lernen, und damit auch den passenden Partner suchen. Ich hol mal ein bißchen aus, damit auch die, die uns noch nicht so kennen, mitkommen: Zuerst hatte ich ja Lilly und Ferdl, Geschwister, ein absolutes Dreamteam. Die hab ich mir in Hamburg angeschafft, und bin dann mit den beiden von HH in meine Heimat München zurückgezogen. Auf der Fahrt kurz Pause an einer Raststätte kurz vor Hannover. Läuft mir da ein Kater über den Weg, der auch noch genau wie Ferdl ausgeschaut hat. Kurz Herzinfarkt - nee, Ferdl ist noch im Auto. Also Kurschlussreaktion: neuen Kater in den Fußraum vom Beifahrersitz - bis Hannover wär's schon gegangen, bis entweder TH oder Zoogeschäft gefunden wäre. Wäre sicher gegangen - wenn da nicht Lilly gewesen wär. Die hat gefaucht wie blöd. Ferdl war das vollkommen egal. Der Fundkater ist vor der Giftspritze geflüchtet...

    Insofern: mein ursprünglicher Verdacht hat sich bestätigt. Lilly ist ein schwierigerer Fall, Ferdl war einfach eine Seele von Katze. Dem hätt ich wohl alles vor die Nase setzen können. Und Lilly könnte ich alles vor die Nase setzen - solang es nicht Ferdl ist ist es "bäh". Mein Neuzugang Quiekie und Ferdl hätten sich sicher verstanden - die nimmt einfach alles wie es kommt, und versucht nach wie vor an Lilly ranzukommen - eben auch eine Seele von Katze. Aber das kann man sich dann nicht aussuchen...

  10. #8
    newcomer96
    Ok als allererstes mal vielen Dank! Ja ans TH wollte ich mir eh nicht wenden, da darüber nichts gutes geredet wird. Ein Kollege hat letztes Jahr eine FIP infizierte Katze aus dem Tierheim bekommen (von der er und wahrscheinlich auch die Mitarbeiterinnen nichts wussten) er musste sie 3 Monate später einschläfern lassen.

    Und das es ein hartes Stück Arbeit wird weiß ich jedoch kann ich das jetzige Leben unserer Luna nicht für gut heißen.. wie wird sie in spätestens einem weiterem Jahr verhalten wenn sie weiterhin so unausgelastet ist?
    Werde mich mal über die Annäherung mit einer Gittertür schlau machen.

    Könnt ihr mir vielleicht sagen wie man an solche Pflegestellen kommt? Finde im Umkreis nicht arg viel..

  11. #9
    Sini
    Wenn du FIP und andere Infektionskrankheiten wie FIV vermeiden möchtest, solltest du nachfragen, ob getestet wurde. (Dann aber auch deine Katze testen lassen- falls das noch nicht gemacht wurde). Viele Katzen tragen übrigens den Coronavirus in sich aber nur bei 5 bis 10% der infizierten Katzen bricht FIP dann überhaupt aus.

    Manche Tierheime testen grundsätzlich, andere nie. Bei Pflegestellen ist das nicht anders. Wenn dir eine Katze aus dem Tierschutz gefällt und nicht getestet ist kannst du darum bitten, den Test dort noch auf deine Kosten durchführen zu lassen.

    Bei der Suche nach einem neuen Mitbewohner (und das ist ja eine Entscheidung für ganz viele Jahre) lohnt es sich, den Radius nicht zu eng zu setzen. Was ist schon ein halber Tag Fahrerei gegen ein tolles Haustier für eine lange Zeit?

    Meine Katze hat bei der ersten Begegnung mit dem Kater (und auch die Wochen darauf) gezittert, gejault und gefaucht wenn er auf sie zu gegangen ist. Inzwischen kuscheln sie täglich miteinander. Deswegen würde ich wirklich nicht zu sehr einen Kopf machen wenn die Katzen anfangs nicht freundlich zueinander sind. Katzen die grundsätzlich alle anderen Katzen freundlich begrüßen und mit denen dann auch dauerhaft friedlich zusammenleben, sind wirklich selten.

  12. #10
    Audrey
    Mein TSV, über den ich mein Quiekie bekommen hab, hab ich rein zufällig über Ebay (!!) gefunden - da hat eine Mitarbeiterin was bei mir abgeholt, was sie für den Verein ersteigert hatte, wir sind in Kontakt geblieben - und so kam das Quiekie zu mir. Die sind aber auch ca. 70 km von mir entfernt, hier in der direkten Umgebung wüsste ich auch nix. Vielleicht magst Du uns verraten, in welchem Bundesland Du wohnst? Vielleicht kennt da jemand einen Verein? Einige hier haben ihre Katzen auch von ANAA, einer Auslands-Tierschutzorga - vielleicht da einfach mal reinschauen?

    Meine haben heute zum ersten Mal (seit Oktober 2016!) friedlich miteinander gespielt. Ein absolut großartiger Moment!

  13. #11
    newcomer96
    Fahrerei ist kein Problem für mich.. ich wohne in Ba-Wü, werde mich mal im Internet umschauen nach Pflegestellen.

  14. #12
    pc.lieschen
    Unser Keks kommt aus dem TH und passt perfekt zu unserem Kater und das nur nach den Beschreibungen der Mitarbeiter, wir hatten Glück.

    Das Zierheim testet hier immer alle Infektionskrsnkheizen und hat eine Katze FIP wird sie sich nur zu FIP kranken vermittelt.

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