Das ewige Leid mit Hund/Katze und Vermieter


  1. #1
    Sesshomarux33

    Das ewige Leid mit Hund/Katze und Vermieter

    Hallo liebe Community,

    ich habe jetzt schon öfters gelesen, dass Hunde - und Katzenhaltung nicht mehr generell verboten werden darf.
    Es muss dazu immer ein Grund angegeben werden. Was für Gründe sind dann geltend
    und welche nicht?

    Ich frage deswegen, weil ich vorletztes Jahr die alte Hündin meiner verstorbenen Tante aufnehmen wollte und unsere Genossenschaft sich quer stellte.
    Unsere Nachbarn und auch andere Mieter dieser Genossenschaft haben nach Gewohnheitsrecht noch Hunde, sie haben erst vor 3 Jahren ein generelles Verbot eingeführt.
    Die kleine Hündin ist inzwischen selber schon verstorben, ich habe also nicht vor irgendwie zu klagen oder Streit zu suchen. Aber das hätte ich getan, wenn ich das vorher gewusst hätte...

    Wie sieht es da jetzt wirklich aus? Ist es für einen Vermieter dann einfach Gründe geltend zu machen?

    Liebe Grüße

    Sesshomaru

  2. Anzeige
    Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Heike zu werfen.



  3. #2
    Cerridwen
    Hi Sesshomaru,

    Ich habe mal etwas recherchiert, vielleicht hilft dir das weiter?
    https://www.immonet.de/umzug/wissens...nung-hund.html

  4. #3
    cherry-lein
    Oh das Thema hatten wir mit unserer alten Vermieterin
    Also es ist so dass die Hundehaltung nicht pauschal verboten werden darf es sei denn es liegen wichtige Gründe vor. Das kann zum Beispiel sein dass es sich um einen gefährlichen Hund handelt, das der Hund die Nachbarn z.b. durch ständiges Bellen stört oder das er andere Bewohner des Hauses beeinträchtigt z.b. wenn dein direkter Nachbar eine schwere Allergie hat und im Haus überall Hundehaare rumliegen sodass er damit in Kontakt kommt.
    Gibt es keinen wichtigen Grund darf der Hund auch nicht verboten werden. Wichtig für dich ist nur dass du selbstverständlich für alle Schäden die der Hund in der Wohnung anrichtet aufkommen musst. Dazu zählt z.b. auch das teure Eichenparkett das durch die Krallen zerkratzt wurde, Türen und Türrahmen die Kratzer haben usw. Wenn dein Vermieter wirklich keinen Hund will wird er dir sämtliche Schäden in der Wohnung auf den Hund schieben und du musst das alles bezahlen denn es ist verdammt schwer nachzuweisen dass es nicht vom Hund kommt. Unsere alte Vermieterin war so hinterhältig das sie uns gesagt hat dass wenn wir uns einen Hund holen, wir bei Auszug das Parkett im gesamten Haus austauschen lassen müssen sobald da Kratzer drauf sind denn die besteht drauf das alles identisch ist und es keine Farbveränderungen zwischen den Räumen gibt. Laut Mieterbund hätte ihr das zugestanden und wir hätten rund 6000€ zahlen müssen also haben wir uns da noch keinen Hund geholt.
    Theoretisch kannst du dir also jederzeit einen Hund holen aber wenn dein Vermieter sich quer stellt wird er einen Grund finden dir eins rein zu würgen, das kann ziemlich teuer werden oder wenn sich tatsächlich Beschwerden über den Hund häufen kann der Vermieter auch die Abschaffung des Hundes fordern.
    Klär also am besten vorher mit den Nachbarn und dem Vermieter ob ein Hund ein Problem wäre, dann bist du auf der sicheren Seite und bekommst hinterher keine Schwierigkeiten.

  5. #4
    Sesshomarux33
    Interessant, ja. Das habe ich beim googeln irgendwie übersehen.
    Dann wäre das damals ja kein Problem gewesen, da es bei dieser Genossenschaft Hunde - und Katzenhalter in Wohnhäuser gibt. In unserem Haus leben sogar zwei Hunde. Aber wie gesagt, dass wurde als "Gewohnheitsrecht" abgetan. Von demher hätten sie eigentlich keine Gründe, die dagegen sprechen...

    Danke dir!

    - - - Aktualisiert - - -

    @cherrylein: Klingt wirklich interessant. Jetzt wo ich das alles erfahre, hab ich der kleinen Hundeoma gegenüber ein echt schlechtes Gewissen... Da sie sonst keiner nehmen konnte musste sie nämlich in eine Pflegestelle...
    Da wir zum Glück unser Laminat und PVC selbst rein legen mussten und im EG wohnen (das sind 4m bis zur Haustür), wäre das Problem schon mal weggefallen.
    Klingt ja mies, was ihr da mitmachen musstet Ihr seid erst ohne Hund eingezogen und das ergab sich alles als ihr euch einen anschaffen wolltet? Habt ihr es dann auch getan?

  6. #5
    Cerridwen
    Zitat Zitat von cherry-lein Beitrag anzeigen
    Klär also am besten vorher mit den Nachbarn und dem Vermieter ob ein Hund ein Problem wäre, dann bist du auf der sicheren Seite und bekommst hinterher keine Schwierigkeiten.
    Zum einen das... und zum anderen empfehle ich jedem die Mitgliedschaft im Mieterverein, alternativ eine Mieter-Rechtsschutz.

  7. Adbot

  8. #6
    Sesshomarux33
    Vielen Dank für euren Ratschlag

  9. #7
    Audrey
    Man muß das doch einfach mal realistisch sehen - wenn ein Vermieter Hund oder Katz nicht haben will, dann wird ihm auch ein "Grund" einfallen. Gefällt einem der Grund nicht oder sieht man den nicht ein heißt das Streit bis hin zur Klage... super Mietverhältnis, oder?

    Insofern bin ich da ganz bei Cherry-lein: vorher mit Vermieter wie Nachbarn abklären. Ich hab eine ETW und hab mir vor dem Kauf von den anderen Besitzern bestätigen lassen, daß sowohl Katzenhaltung wie Vernetzung vom Balkon ok ist. Hätte ich nicht machen müssen, aber da bin ich einfach auf der sicheren Seite und erspar mir im Zweifel Stress.

  10. #8
    Sesshomarux33
    Da hast du schon Recht, wobei ich ehrlich gestehen muss das mich das Verhältnis zu meiner Genossenschaft eher wenig interessiert. Zumal die ja auch von mehreren Leuten betrieben wird. Da sehe ich also einen Unterschied zum einfachen Vermieter.

  11. #9
    Midoriyuki
    Joa, und dann suchst du irgendwann nochmal eine Wohnung, die ist bei der gleichen Genossenschaft und haben einen lustigen Vermerk bei dir, dass du als Mieter eher nicht so geil bist.
    Dumm gelaufen?

    Zumal man auch aus anderen Gründen gekündigt werden kann, wenn man einfach auf entsprechende Vorgaben/Wünsche pfeift.
    Da findet man dann zur Not wohl was.

    Ich suche inzwischen seit über einem Jahr nach einer Wohnung in der sowohl der Hund als auch die Katzen ok wären- joa.
    Nö.

    Und wie oft mir schon gesagt wurde ich bräuchte das gar nicht angeben (unter anderem von einer Maklerin) ist schon cool.
    Genau wegen solcher Vormieter haben wir durchaus schon Absagen bekommen, eben weil ohne Absprachen Tiere angeschafft wurden/Tiere verschwiegen wurden usw. usf. und Tiere jetzt einfach überhaupt gar nicht mehr gewollt sind.

    Wenn Vermieter das nicht wollen ist das zwar rechtlich irgendwie zu erzwingen, aber letzten Endes versaut man sich damit das Mietverhältnis und gehört zumindest meiner Meinung nach einfach nicht zum guten Ton.
    Ein Mietverhältnis überträgt nicht das Eigentum und da kann man sich ruhig an den Wünschen des Eigentümers orientieren.

  12. #10
    Sesshomarux33
    @Midoriyuki: Nein. Wenn wir umziehen, dann würden wir uns nach dieser Erfahrung ganz woanders eine Wohnung suchen. Allerdings haben wir das nicht vor.

    Hier geht es auch nicht darum sich ohne Absprache Tiere anzuschaffen, sondern darum wie die Rechte eines Mieters auf Bezug Hunde - und Katzenhaltung aussehen und wie man gegen ein ausgesprochenes Verbot vorgehen kann. Holt man sich ohne jegliche Absprache Hund oder Katze, dann ist es selbstverständlich, dass man dann eine Kündigung erhält.

    Da magst du schon irgendwo Recht haben, habe auch nicht die Absicht mir das Mietverhältnis zu versauen. Sollte ich jedoch nochmal in eine solche Lage kommen, dann würde ich es trotzdem erzwingen, weil Familie (dazu gehören unsere Tiere nunmal) einfach vorgehen.

    Ich wünsche dir bei der Wohnungssuche viel Erfolg!

  13. #11
    Audrey
    "Rechte des Mieters" sind aber nunmal reine Theorie (und das von mir - ich bin Juristin!). Wenn man gleich daherkommt "es ist mein RECHT, da XYZ an Tieren zu halten", dann ist das von vornherein einfach... negativ. Rein theoretisch können wir da freilich gern drüber diskutieren, da mach ich mich dann auch gern mal schlau (seit ich in meiner ETW leb hab ich mich damit natürlich nimmer auseinandergesetzt), und hätte sogar Spaß dran (ich hatte sogar ins Auge gefasst, das für meine Bachelorarbeit zu verwenden, da war ich aber dann zu weit aus dem Thema raus und hab was für mich aktuelleres gefunden - also ne theoretische Diskussion, gerne!). Aber diese Rechte in die Praxis umzusetzen - das hat einfach ein Gschmäckle.

  14. #12
    Sesshomarux33
    So würde ich ja zu keinem Vermieter kommen.
    Also meine Kaninchenanzahl gebe ich jetzt z.B nicht an, da Kleintiere ja nicht verboten sind und es da nix zu reden gibt.
    Hunde und Katzen, wie gesagt nur wenn Angehörige versterben und das Tier bereits schon älter und krank ist, dementsprechend die Vermittlungschancen sehr schlecht sind, dann bin ich bereit da rechtlich vorzugehen. Zumal ja vor 3 Jahren die Haltung noch erlaubt war und einige Leute hier in der Nachbarschaft Hunde und Katzen halten, ist also nicht so als wäre das ein riesiges Problem für unsere Genossenschaft.

    Aber das war jetzt hoffentlich nur ein Einzelfall mit der Hündin meiner Tante. Von mir aus würde ich mir keine Hunde und Katzen anschaffen.

    Gerne können wir theoretisch darüber reden, aus reinem Interesse.
    Geändert von Sesshomarux33 (06.02.2018 um 21:52 Uhr)

  15. #13
    Cerridwen
    Zitat Zitat von Sesshomarux33 Beitrag anzeigen
    So würde ich ja zu keinem Vermieter kommen.
    Also meine Kaninchenanzahl gebe ich jetzt z.B nicht an, da Kleintiere ja nicht verboten sind und es da nix zu reden gibt.
    Auch wenn Kleintiere nicht per se verboten werden können, kann der Vermieter berechtigt Nein sagen, wenn die Anzahl über das normale Maß an Tierhaltung hinausgeht. Mit 15 Kaninchen bspw. (rein fiktiv) würde ich als Vermieter auch Veto einlegen.

  16. #14
    Audrey
    Ich wär ja am liebsten gegen meinen eigenen Makler vorgegangen - ich hab selber eine Wohnung vermietet. Es mußte alles recht schnell gehen, also hab ich gesagt ja machen Sie den Vertrag, paßt schon. Der wußte daß ich selber Katzen hatte, und schreibt aber in den Mietvertrag "Tierhaltung ist verboten. Die Haltung des Kaninchens ist ausnahmsweise gestattet". Hallo? Ein Einzelkaninchen hätte ich nie erlaubt (auch wenn ich da natürlich kein Mitspracherecht hätte)! Aber Katzen wie Hunde wären für mich kein Thema gewesen! Find ich eine ziemliche Unverschämtheit, das so ohne Absprache in den Vertrag zu schreiben - aber damals war ich noch jung und naiv , heute würd ich da wirklich was sagen!

    Wenn ich morgen wieder einen langweiligen Arbeitstag hab mach ich mich mal mit der aktuellen Rechtsprechung schlau

  17. #15
    Sesshomarux33
    @Cerridwen: Ja das ist logisch. Ab der Anzahl beeinflusst das schließlich auch durchaus die Nachbarschaft durch Geruch.
    Ich meine da z.B meine kleine Gruppe von 4-5 Kaninchen.

    @Audrey: Sowas hab ich schon öfters gehört. Gut das du es gleich gemerkt hast.
    Kenne von Bekannten einen Fall, da wurden sie richtig reingeleget: Es hieß, es stünde jetzt ja so im Vertrag, aber er gebe ihnen noch die schriftliche Erlaubnis. Tja die haben sie nie bekommen, das hat ihr Vermieter schließlich auch nie gesagt.

    Vielen Dank, dass ist lieb!

  18. #16
    ShadyLady
    Huhu,

    Bei uns in der Gegend ist mir aufgefallen, dass ab einer gewissen Preisklasse es mit Hund okay ist. Ich hab in meinem Mietvertrag drin stehen maximal 2 Hunde , was für mich völlig okay ist. Meine Insekten muss ich mir nicht genehmigen lassen und meine Vermieterin war aber auch schon da und hat die terras gesehen.

    Problem ist denk ich auch dass die meisten MFH und komplexe von Verwaltungen gesteuert sind, da es sich um Eigentümergemeinschaften handelt. Die halten sich dann für die aller Größten.
    Haben momentan das Vergnügen, dass es bei uns vom Dach in die Wände sifft und alles schön nass ist. Bis sich da was bewegt dauert es Wochen , da ja alle zustimmen müssen und bla...

    Wir ziehen nur noch einmal um und dann ins eigene Haus. Dann können mich alle Mal

    Lg

  19. #17
    Sesshomarux33
    Ohje Daumen und Pfoten sind gedrückt!

  20. #18
    seven
    Zitat Zitat von ShadyLady Beitrag anzeigen

    Problem ist denk ich auch dass die meisten MFH und komplexe von Verwaltungen gesteuert sind, da es sich um Eigentümergemeinschaften handelt. Die halten sich dann für die aller Größten.
    Haben momentan das Vergnügen, dass es bei uns vom Dach in die Wände sifft und alles schön nass ist. Bis sich da was bewegt dauert es Wochen , da ja alle zustimmen müssen und bla...
    Lg
    Das stimmt so nicht ganz
    Ich habe auch eine Eigentumswohnung, letztes Jahr gab es ein Riesentheater, weil meine Dachterrasse undicht war und es bei der Nachbarin unter mir auch feuchte Wände gab. Ich hab´ sofort die Hausverwaltung angerufen (und meine Nachbarin auch) - prompt kamen Handwerker, um meine Terrasse abzudichten - leider haben sie das Ganze total verschlimmbessert und meine Nachbarin saß komplett unter Wasser. Das war aber nicht der Fehler der Hausverwaltung, sondern der Handwerker. Es hat fast ein Jahr gedauert, bis sämtliche Schäden beseitigt waren - aber eben aufgrund des Fehlers der Handwerker.
    Da musste keine Eigentümerversammlung zustimmen; wenn irgendwo Wasser sickert, informiert man die Hausverwaltung, die schickt Handwerker, und wenn die halbwegs kompetent sind, ist der Schaden ratzfatz behoben.
    Eigentümerversammlungen braucht es z. B., wenn es darum geht, neue Terrassengeländer anzuschaffen (da kann man sich natürlich totdiskutieren) oder sonstige bauliche Veränderungen durchzuführen - oder ob ein neuer Gärtner für die allgemeinen Anlagen eingestellt werden soll und wie der bezahlt wird... und ansonsten eben 1-2x im Jahr für alle möglichen organisatorischen bzw. abrechnungstechnischen Dinge.

    LG seven

  21. #19
    Billane
    Zitat Zitat von ShadyLady Beitrag anzeigen
    Huhu,

    Bei uns in der Gegend ist mir aufgefallen, dass ab einer gewissen Preisklasse es mit Hund okay ist. Ich hab in meinem Mietvertrag drin stehen maximal 2 Hunde , was für mich völlig okay ist. Meine Insekten muss ich mir nicht genehmigen lassen und meine Vermieterin war aber auch schon da und hat die terras gesehen.

    Problem ist denk ich auch dass die meisten MFH und komplexe von Verwaltungen gesteuert sind, da es sich um Eigentümergemeinschaften handelt. Die halten sich dann für die aller Größten.
    Haben momentan das Vergnügen, dass es bei uns vom Dach in die Wände sifft und alles schön nass ist. Bis sich da was bewegt dauert es Wochen , da ja alle zustimmen müssen und bla...

    Wir ziehen nur noch einmal um und dann ins eigene Haus. Dann können mich alle Mal

    Lg
    Das kommt öfter vor das in der etwas höheren Preisklasse die Toleranz höher ist.

Diskussion zum Thema Das ewige Leid mit Hund/Katze und Vermieter im Forum Hunde Haltung bzw. Hauptforum Hunde Forum:
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