Von Hundehassern, ängstlichen Kindern und ignoranten Haltern...

Diskutiere Von Hundehassern, ängstlichen Kindern und ignoranten Haltern... im Hundehütte Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo zusammen, öfters mal kommt es vor dass man als Besitzer eines großen, besonders schwarzen Hundes, schief angeschaut, beschimpft wird. Hier...
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ZwanzigAugen

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Hallo zusammen,

öfters mal kommt es vor dass man als Besitzer eines großen, besonders schwarzen Hundes, schief angeschaut, beschimpft wird.
Hier kam das schon einige male vor und man fragt sich , da man ja eigentlich rücksichtsvoll im Umgang mit den Mitmenschen ist, warum ist das so..
Vielleicht, wenn es denn oft genug passiert, hört man sich irgendwann auf zu fragen warum das Gegenüber so extrem verhält.. man meidet bestimmte Wege.. oder eben, wie es einige auch tun, nimmt absichtlich diesen einen Weg.. Absichtliche Provokation, auf seine Rechte pochend- kein normales Miteinander mehr und die Gemeinschaft, der man ja nun mal angehört spaltet sich immer mehr.. Hundehaltergrüppchenbildung, man fühlt sich zu unrecht gehetzt... Hundegegner die sich in ihrer Abneigung bestätigt fühlen..

Mir ist ein Erlebnis in Erinnerung geblieben, eine Frau , Mutter zweier Kinder, von weitem schon schreiend, durchaus unter die Gürtellinie gehend und das vor meiner eigenen Tochter, Sätze wie "Ich sorge schon dafür dass Euch der Hund weggenommen wird, das ist ein Monster etc.. fielen und machten es nicht gerade leichter dem anderen Verständnis entgegen zu bringen.


Ausgelegte Giftköder, Hasstiraden auf Papier gegen Hunde ausgehängt , dort wo viele Hundeleute unterwegs sind, geschürte Ängste... es macht einfach keine Freude mehr, ein unbeschwertes Nebeneinander ist nicht mehr möglich .

Rücksicht nehmen... und ich stellte mir die Frage was wäre, wenn jemand eine riesige Spinne "Gassi" führen würde.. Das ist meine ganz persönliche Angst, Krabbeltiere.. Kann die Angst vor Hunden nicht nachvollziehen, empfinde ich doch tiefe Liebe für meine Pelznase und alle Wuffels die mir begegnen.


Das "Spinnenargument" gibt jenen zu denken die ihre Hunde absichtlich richtig schön eng an den Häusern der Hundegegner vorbei führen, sie nicht anleinen, trotz Leinenpflicht, die auf engen Wegen nicht selbstverständlich Platz machen um zu signalisieren "Alles ok, ich weiß um Deine Angst und Ablehnung, aber passiere ruhig zuerst den Weg, wir warten bis Du vorbei bist " .. ?!?



'Manchmal habe ich , auf beiden Seiten das Gefühl dass da so gar keine Bereitschaft mehr ist, aufeinander zuzugehen..
Besonders schade für die Kinder, die unter dieser vorgelebten Angst und Abneigung der Eltern groß werden.

Neulich beobachtete ich einen recht jungen Hundehalter der einem dieser extrem ängstlichen Kids begegnet. Sicherlich hat auch dieser Halter schon den ein oder anderen Spruch eben dieser einen vorhin angesprochenen Mutti zu hören bekommen, aber anstatt dem Jungen zu signalisieren dass alles ok ist
beginnt dieser, seinen Hund aufzuretzen, in Rauflaune zu bringen, der Hund bellt und springt sein Herrchen auffordernd an - der Junge brüllt und rennt davon...
Und ich frage mich , musds das denn sein ? Der Halter ist vielleicht selbst gerade dabei erwachsen zu werden, aber diesen jugendlichenTrotz an einem nicht mal zehn Jahre alten, eh schon panischen Jungen auszuleben finde ich mehr als daneben..

"Ob das nötig war ein Kind absichtlich dermaßen in Angst und Schrecken zu versetzen" fragte ich ihn.. Er lachte nur und argumentierte damit dass das ja eine öffentliche Strasse sei und er tun und lassen könne was er wolle..


Gekränkter Stolz.. Ein Kind das sich in seiner Angst bestätigt fühlt und eine Mutti die jetzt wohl noch mehr gegen alle Hunde vorgehen möchte.

Sie ist ne Mama, ich bin es auch .. und ich würde, um bei der Spinne zu bleiben, auch wütend werden, würde ein Spinnenhalter absichtlich meiner Tochter solch eine Angst einjagen..



Heute morgen dann, nach unser ersten Runde ,wir wohnen nur einige Häuser neben dieser Frau, eine ähnliche Situation. Ihr Sohn verlässt gerade das Haus um zur Schule zu gehen, sieht uns, wir waren bestimmt 20 Meter entfernt und brüllt aus lLeibeskräften" Mama- Hund!!!!! " - wir blieben wie immer sofort stehen, ich ließ Mara absitzen und wir warteten bis der Junge um die Ecke war..

Erschreckend allerdings, dass ihn das nicht beruhigen konnte, die Mutter, die meinen Hund wörtlich eh als einen "Teufel" ansieht, sieht uns und ruft ihrem Jungen von der Treppe aus zu "Lauf"... der Junge rannte kreischend davon..

Ein bisschen geschockt blieb ich noch einige Zeit stehen, weil ich nicht gerade Lust auf einen erneuten verbalen Angriff ihrerseits hatte..

Zuhause angekommen lies mir das keine Ruhe. Weiß denn nicht jedes Kind dass man vor Hunden niemals davon laufen sollte, schon gar nicht wild mit den Armen fuchtelnd und brüllend zugleich?

Wie groß muss die Angst des Kindes, aber auch die der Mutter sein um eine Situation so anzugehen ?

Die "Ablehnung" wäre wohl erst gekommen, hätte ich das Haus gleich passiert- die Angst war so spürbar dass sie mir selbst arge Bauchschmerzen machte.

Im Gespräch mit ner anderen Hundemutti die ich als recht kompetent und auch menschlich liebevoll kennengelernt hatte, spürte ich nach dem Berichten des Vorfalls wieder, wie tief der Grabenzwischen beiden Lagern bereits geworden ist. Da gab es kein Mitgefühl für das Kind das jetzt, so nach diesem Erlebnis in der Klasse sitzt und lernen soll.. Da gab es nur Hohn und "Selber Schuld"..

Und ich frage mich immer wieder wer steht denn nun in der Verantwortung?
Jene, die keine Hunde haben haben ebenso ein Recht auf ein ruhiges Leben ebenso wie wir Hundehalter.. Wir können nicht auf Verständnis hoffen wenn es immer wieder so Halterflaschen gibt die zusätzlich Angst und Unmut schüren..


Jemand mag keine Hunde, reagiert mit Wut ... Also wird ihm mal frech ein Häufchen vors Haus gesetzt.. Wie kann man es sich wagen Hunde nicht zu mögen...

Oder das Beispiel mt dem Jungen... und ich frage mich muss das denn wirklich sein..

Natürlich ist es nicht leicht seiner Wege zu gehen mit dem Gefühl , dass es da einige gibt die einen förmlich hassen und dies auch gerne lautstark kund tun...

aber ist es wirklich der richtige Weg absichtlich zu provozieren ? Wer sollte den wem zuerst die Hand reichen, aufklären und Rücksicht nehmen...


Dass der Junge so schreiend davon lief und die Mutti ihn dazu aufforderte- das war wirklich erschreckend.. Welche Angst muss da dahinter stecken?


Ich bin wahrlich kein Menschenfreund und doch hat es mir jetzt keine Ruhe gelassen..

"Bewaffnet Euch mit Wissen" hat Spongebob mal gesagt und ich weiß aus eigener Erfahrung dass der "Feind" gleich weniger angsteinflössend ist, wenn man seinen Namen kennt und weiß wer und wie er ist.


Also habe ich einige Bücher zusammen gesucht, besonders jene über die Körpersprache von Hunden, einige Kindgerechte von Ashley und eine aufklärungsbroschüre des VDH "12 Regeln im Umgang mit Hunden" und ging, ehrlich gesagt mit recht gemischten Gefühlen" zu dem Haus jener Frau..


Natürlich war es ein skeptischer Blick den ich erntete. Meine Mara habe ich natürlich zuhause gelassen.. "Lächeln", freundlich sein und Verständnis zeigen.. Das erste was ich sagte war dass ich eine scheis* Angst vor Spinnen habe und dass ich am liebsten auch immer kreischend davon laufen würde.. Und ich sagte ihr dass ich das eben war, dass ihr Junge vor meinem Hund davon gelaufen sei. Und dass sie ihn bitte nicht mehr dazu ermutigen soll zu rennen.

Langsam wurde das Gespräch auch freundlicher ihrerseits. Sie erzählte mir von einer situation in der ein großer schwarzer Hund ihren, damals 3 jährigen Sohn, den sie auf dem Arm hielt , attackieren wollte.. Sie schwitzte während sie das erzählte und man konnte die extreme Angst richtig fühlen..

Seither haben ihre Buben Angst vor Hunden und zugegeben , sie selbst auch ..

Wer mag es ihr verdenken ?

Ich erklärte ihr warum man niemals vor Hunden davon laufen sollte, nicht dass der Hund das als Aufforderung zum beissen verstünde, die meisten Hunde sind gut auf Menschen sozialisiert und wissen sich zu benehmen.. Aber alleine die Ansicht "Oh, das Kind will fangen spielen" kann das Kind in eine Situation führen in dem es das dann ganz anders und bedrohlich empfindet..

Sie erzählte wie schlimm es ist, den Alltag draussen mit so einer großen Angst zu bewältigen, sie erzählte von frechen Hundehaltern, sie absichtlich Situationen herbei führten die die Angst bestätigten..

Sie hat sich sehr gefreut über meinen Besuch , das merkte man zum Schluss ganz deutlich , und auch ich spürte nicht mehr diese Wut über das damals gesagte von ihr.

Ich sagte ihr sie solle ihrem Sohn bitte ausrichten dass er vor Mara nicht davon rennen muss. Ich werde auch weiterhin, gerne stehenbleiben um ihm zu zeigen dass keine Gefahr von ihr ausgeht..
Und wenn er möchte darf er uns gerne mal besuchen kommen oder der Mara ein Leckerchen zuwerfen..

Und ich empfand die Erleichterung als groß und toll. Das heißt nicht dass sie alle dadurch keine Angst mehr haben werden, wenn wir , oder ein anderer Hund ihren Weg kreuzt..
aber ich denke es war ein guter Anfang und ich bin froh dass ich mich getraut habe auf sie zuzugehen.

Letztendlich wollen wir alle doch nur in Frieden nebeneinander leben.

Und es liegt nunmal bei uns Haltern, Rücksicht zu nehmen.
Wie viele Leute kamen uns schon grummelig entgegen oder waren kurz davor die Strassenseite zu wechseln.

Hier gilt es ruhig zu bleiben, freundlich zu sein und zu zeigen dass alees ok ist und man Verständnis hat für die Angst.

Ich glaube nur so kann man viel dazu beitragen das Verhältnis zwischen Hundeleuten und Gegnern zu verbessern.

Und wenn die Wut auch manchmal recht groß ist, dann denke ich an die Riesenspinne an der Leine und wie froh ich über ein bisschen Rücksichtnahme des Spinnenhalters wäre :D


Warum ich Euch das erzähle ?
Weiß ich nicht, vielleicht ist das nur mein Appell an alle Hundeleute die auch so nen Griesgram in der Nachbarschaft haben..
Wenns mal wieder besonders nervig ist, denkt einfach an die Spinne, oder etwas anderes das Euch in Angst und Schrecken versetzt ;)

In diesem Sinne
auf gute Nachbarschaft


20Augen
 
14.07.2010
#1
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Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Heike zu werfen.
Marsepein

Marsepein

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Wow,ich hätte nicht gedacht,das Menschen manchmal so viel Hass und Wut in sich tragen um z.B. sowas wie das mit dem 10-jährigen Jungen zu machen.

Ich finde es sehr,sehr klasse von dir,dass du dich 'überwunden' hast und zu der Frau gegangen bist.Jetzt weiß sie mehr über Hunde und du mehr über sie,vielleicht wird sogar irgendwann mal die Angst vor Hunden überwunden....
Schön das es Leute wie dich noch gibt :)
 
Lepanuma

Lepanuma

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Hallo,

ich kann dir in allen Punkten nur zustimmen und bewundere deinen Mut, auf die Frau so zu zu gehen :clap: Vor allem, dass mit dem Material finde ich eine gute Idee :)
Vielleicht erzählt sie ja auch einigen anderen, dass nicht alle Hundebesitzer samt 'Monster' schlechte Menschen sind ;)

Ich kann verstehen, wenn Leute aus Angst vor Hunden die Straßenseite wechseln, oder einem vom weiten zu rufen, ob man den Hund anleinen kann, was ich auch gerne bereit bin zu tun.
Allerdings mache ich es viel lieber, wenn ein freundlicher Umgangston dabei ist und nichts à la 'Der sch*** Köter gehört an die Leine!' :roll:

Bei uns in der Gegend gibt es zum Glück kaum Hundehasser, die meisten beschweren sich nur über den Hundekot - zu Recht - obwohl es auch ein paar Extreme gibt (Kinder bewarfen mich und den Hund hinter der Hecke eines Spielplatz mit Steinen, ein älterer Herr raste mit dem Fahrrad auf uns zu und trat im vorbeifahren nach dem Hund...).
Eigentlich alle Hundehalter, halten ihren Hund hier bei uns an der Leine, oder rufen ihn ab, wenn ein Fahrrad oder Kinder kommen. Aber auch da gibt es wieder die ein oder andere Ausnahme, was hier aber wohl eher auf 'Ausnahmen bestätigen die Regel' zurückzuführen ist. ;)

Ich schätze mich glücklich in so einer Gegend zu leben und hoffe das das auch so bleibt und sich anders wo zum 'besseren' wendet.

lg
 
suno

suno

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Hallo 20 Augen,
ein sehr schöner Artikel. Klar würde man gerne selbst immer so dermaßen nett, diplomatisch und überlegt an solche Sachen ran gehen. Klar Erzeugt Aggression oft Gegen-Aggression und mit Freundlichkeit, einem Lächeln und Rücksichtnahme -Beiderseits- könnte ein Nebeneinander sogar oft ganz schnell ein nettes Miteinander werden.

Aber ich möchte ganz ehrlich und offen sein. Manchmal klappt das - doch es hängt von der eigenen Tagesform ab und vor allem wie genau und wo sich etwas ereignet, jedenfalls bei mir.

So saß ich letztens nach dem Spaziergang in einem Café ...Hund bei der Hitze neben mir im Schatten - angeleint aber eben nicht straff sondern mit Spiel.
Hund schläft wohlgemerkt. Da ruft so ein Typ mir einer hysterischen Anti-Hunde Tussi - "Hund enger an die Leine...blabla gefährlich"

Ehm ich merkte zunächst gar nicht, daß er mich meinte.

Nun muss ich dazu sagen, das Café ist sozusagen in meinen ehemaligen Hoods - einer eher angespannten etwas raueren Gegend (wo man sich überlegen sollte mit wem man Krach anfängt und mit wem besser nicht) liegt.

Naja ich habe es ignoriert - meine Homies natürlich nicht....DAS können und dürfen die sich in der Gegend gar nicht sagen lassen.
Nach einer leisen , sehr nett aussehenden aber in Wirklichkeit bedrohlichen Unterhaltung (Ich habe NICHT gefragt was er ihm ins Ohr geflüstert hat) - verließ der Stänkerer fluchtartig das Café.

Meine alten Gefilde liegen - wie kaum anders Möglich - natürlich in einem Viertel mit überdurchschnittlichem Ausländeranteil (die meisten meiner Freunde sind nicht deutsch).

Wenn ich sie besuche - und auf meinem Weg dort so gut wie jede Frau mit und ohne Kind hysterisch kreischen und versuchen vor mir zu fliehen - wohlgemerkt mein Schäferhund ist angeleint! Sei es aus schlechten Erfahrungen, sei es aus religiösen Gründen - ist mir das gelinde gesagt egal - gut dann kann ich schneller laufen. Ich habe auch keinerlei Ambitionen diese ewig gestrigen zu sozialisieren - was die Leute auch gar nicht wollen.

Damit will ich sagen, daß ein Miteinander auf Gegenseitigkeit beruht. Daß es auf beiden Seiten dumme aggressive und freche Menschen gibt - und daß man sich politisch Korrekt oder nicht - bei weitem nicht alles gefallen lassen sollte.

Auf keiner der Beiden Seiten.
 
Pewee

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Neben diesen Leuten, die dann absichtlich provozieren, lerne ich aber auch genug Leute kennen, die dann umso ängstlicher wegen einem Konflikt sind.
Bin neulich, ohne Hund, einkaufen gegangen. Auf dem Rückweg kam mir eine Dame mittleren Alters entgegen mit einem Schäfi Mix. Nichtsahnend geh ich an dieser Frau und ihrem Hund vorbei. Der Hund schnufferte im vorbeigehen bissl an mir habe mich bissl verheddert, weil ich ihm sonst fast auf die Pfoten getreten wäre (muss äußerst dümmlich ausgehen haben :roll:). Die Dame ließ ihren Hund absitzen und entschuldigte sich gefühlte 10x mal bei mir, sie dachte wohl, ich hätte angst vor dem Hund gehabt. Als ich ihr erklärte, dass ich selber Hundebesitzerin bin und selbstverständlich keine angst hatte, war sie sehr erleichtert und schilderte mir ihre Situation (Schäfi Halter, habens nunmal nicht ganz so leicht), dass sie hier regelmäßig angepampt wird und man ihren Hund als gemeingefährlich betitelt.
Nun wohne ich auch nicht gerade in der Kinder und Hunde freundlichsten Stadt, was man hat/macht es ist falsch. Aber, dass es schon so weit kommt, dass sich die Dame bei Menschen entschuldigt, weil der Hund Interesse gezeigt hat, hat mich sehr zum Nachdenken gebracht.
 
ZwanzigAugen

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Hallo Ihr Lieben,
herzlichen Dank für Euer Feedback :D

@Suno: Ich glaube das ist durchaus verständlich, dass man jmd, dem man eben mal zufällig begegnet und der dann so blöde kommt ganz anders entgegen tritt wie jemandem, dem man fast täglich auf der Strasse begegnet. Besonders dann wenn, wie bei Dir und Rosi, gar kein Grund da ist um zu Meckern.. Ein Hund der friedlich schlummert ?! Wie gut dass Du Leute hinter dir hast die für Dich und Deine Süße einstehen :D


Man kann nicht jeden Hundegegner firedlich stimmen oder gar zum Hundefreund machen, das stimmt.
Aber gerade in so einem Fall, wie jetzt bei mir und der Familie die ja nur ein paar Häuser weiter wohnt... Weißt, wie oft saß ich abends da und verfluchte sie innerlich , weil ich total angespannt war.. begegnete ich ihr, so wurde es laut. auch wenn ich noch so weit Abstand hielt; teilweise mit dem Körper schon halb in den Hecken stand.. ließ es sich nicht vermeiden.. Ich hielt es dann wie bei fremden agressiven Hunden.. Blickkontakt vermeiden den Kopf beschwichtigend zur Seite in der Hoffnung nicht wieder als "Halter des Satans" bezeichnet zu werden. :?

Aber dass dieser Bub heute so voller Angst davon lief, und wenn ich dann dran denke dass er als erwachsener Mann vielleicht noch immer solche Panik hat...
Ich weiß nicht ob es ein Schuldgefühl meinerseits war.. Gerne nehme ich die Schuld der Welt auf meine Schultern, das ist leider oft so ehe ich klarer sehen kann..

Einen Fremden würd ich sicher nicht bekehren wollen, freue mich wenn zu Anfang eher skeptische Leute auf Grund eines netten Plausches über Mara und Hunde im allgemeinen entspannter werden.. Dass es aber viele gibt die gar nicht wollen dass man sie darauf anspricht.. ja , das ist mit allem so wo Ablehnung und angst entstehen..

Aber ich bin froh diesen Schritt heute getan zu haben.. Vor allem auch weil ich es jetzt nicht mehr als persönlichen Angriff gegen mich und meinen Hund werte sondern wirklich als Reaktion auf Erlebtes ; auch , wenn mein Hund daran gar nicht beteiligt war.

Und ich merkte vorhin schon dass ich nun mit einem viel Besseren Gefühl die Strasse entlang gehen konnte.


Mit solchen Dummpöblern wie Du einen getroffen hast- nein, da muss man nicht diskutieren. Das sind solche Menschen die, so glaube ich , immer etwas finden woran sie sich hochziehen können.. Sei es der ach so gefährliche Hund der stört, das keifende Kind am Nachbarstisch, oder einfach nur der ja sooo blöde Blick den man ihm entgegen brachte .. seufz


Ich finde beide Extreme unpassend.. Wenn man als Halter immer und überall "beschwichtigt" oder wenn man , ganz "Leinenaggression" prinzipiell jeden anpöbelt..

@Pewee: Da war die Frau sicher erleichtert dass Du so nett warst.. Und ich kann es so gut nachempfinden wie sie sich fühlt.
Immer in der Verantwortung Rücksicht zu nehmen, zu erklären und zu vermeiden.

Ich selbst bin auch eher das Kaliber dass ich jedem, der mir entgegen kommt, Platz mache. Ich fühle mich da tierisch in der Verantwortung dass Leute wegen mir und Mara kein Unbehagen empfinden- Anfangs war das sehr schlimm. Mara kam frisch aus Ungarn, kannt so gut wie nichts und benahm sich daher auch recht, hm, rüpelig.. Fahrräder waren interessante Beute- ohje, der Radfahrer schreckt sicxh ja und fällt dann vielleicht hin...

Nordic Walking Leute machten Mara Angst wegen der Stöcke, also bellte sie.. Oh je, die Leute bekommen Angst vor ihr- schnell versuchen zu erklären dass es nicht gegen die Leute sondern nur gegen die Stöcke geht..

So könnt ich Dir noch viele Beispiele auflisten. Ob dieses Denken bei mir auf Grund des vielen Negativfeedbacks bezüglich meines Hundes kommt oder ob es eben so eine meiner Scheiß Angewohnheiten ist, weil man ja dafür zu Sorgen hat andere nicht böse zu stimmen weil man dafür eine schlimme Strafe bekommt- ich weiß es nicht..

Besser geht es mir einfach mit dem Mittelweg. Den versuche ich auch kontinuierlich zu gehen. Rücksicht, na klar, und das auch gerne.. Doch darf auch ich meine Rechte als Mensch einfordern..

Früher verlies ich , obwohl ich zu erst drin war den Aufzug weil jmd dazu steigen wollte der Hundeangst hat. Heute soll jener der nicht mit fahren will eben warten.. dieses Mensch- 2.er-Klasse-Image mag ich mir selbst nicht mehr antun.


OT: Warum um Himmelswillen sind Schäferhunde eigentlich so sehr verpöhnt bei einigen?
Ich seh es bei der Orga von der ich Mara habe, Schwarze Hunde und Schäfis haben kaum die Chance auf eine Vermittlung.
Warum ist das so ? Ist nicht gerade der Schäferhund das "Markenzeichen" für Treue , Fleiß und Anmut?

Ich erinnere mich dass, als ich noch ein Kind war, immer die Nachbarshündin zu unserer Dicken zum Spielen kam.. Eine wunderschöne Schäferdame, Lola hieß sie, eine Knutschkugel ohnes gleichen.. Und ich war so verliebt in sie.. Diese doofen vorurteile Schäferhunden gegenüber lernte ich erst die letzten Jahre kennen.. vorher war mir das nie bewußt gewesen.. Ich finde es äußerst Schade..
 
Pewee

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Denke die Schäfis haben aufgrund der Vergangenheit auch ein schlechtes Image, ich persönlich habe kein Problem mit ihnen. Sie sind nicht meine Favoriten, aber angst ist das letzte was ich habe, wenn ich sie sehe.
In anderen Ländern sind sie aber sehr beliebt. Sitzt ein Schäferhund in ner spanischen Tötung, verbringt er dort meist nur wenige Stunden. Reinrassige Schäferhunde sind dort das Größte. Ich glaube sie haben noch die Eindrücke von Treue, Fleiß und Anmut. Allerdings will ich nicht wissen, was mit ihnen passiert, wenn sie den Ansprüchen nicht genügen :(

Diese Unannehmlichkeinten sind mir auch nicht fremd. Jerry sieht nicht unbedingt gefährlich aus. Aber er ist schwarz, relativ abweisend gegenüber anderen und vor allem damals, sah er noch sehr schlimm aus mit seinem Fell. Man könnte fast ungepflegt sagen, obwohl wir soviel schon getan hatten.
Einmal hatte er einen Aussetzer (ca. 100 Jahre her :roll:) und ist zu einer Frau mit Kinderwagen. Er hat nichts getan, sich einfach nur vorsichtig hingewagt und geschnuppert. Aber mir war das so unangenehm. Ich habe mich auch oft entschuldigt, weil ich ja auch eine Frau verstehen kann, die vielleicht Angst vor Hunden und erst Recht um ihr Baby hat. Aber sie sah es sehr gelassen, worum ich sehr froh war.
Aber im Vergleich würde man das bei Hanna nie denken. Sie ist der typische "everybody's darling"- Hund. Klein, süß, blond, Kulleraugen. Niemand würde bei ihr denken, dass sie mal wirklich knurren, geschweigedenn beißen könnte. Dabei würde sie das eher machen, als Jerry. Sie ist eben Terrier und kann sich gut verbeißen, wenn sie das möchte, genauso wie sie deutlich zeigt, wenn sie nicht angefasst werden möchte. Jerry ist dagegen echt ein Gentleman :roll:

Ich kann auch nicht verstehen, was man gerade gegen schwarze Hunde hat. Ich liebe sie. Egal welches Tier, ich habs am liebsten in schwarz, ob Katze, Pferd oder Kanninchen. Aber ich hatte ja schonmal einen Thread eröffnet, wo sich zumindest bei den Hundehaltern gezeigt hat, dass schwarz begehrt ist, aber keiner konnte wirklich sagen, wieso sie in den Heimen sitzen bleiben.
 
Gina&Lucy

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OT: Das finde ich auch immer komisch mit den Schäferhunden,denn laut VHD Statistik sind die meist geborenen Welpen noch Schäferhunde. Ca 10 000 im Jahr,dagegen nur ca 2300 Labradore.

Aber ich kenne es auch,obwohl der Labrador ja "ach so beliebt" ist,da kommt ein schwarzer Hund und schwups...springen die Leute an die Seite und das schon als Maja 12 Wochen alt war...
 
Hundkatz

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Das kann ich bestätigen es liegt auch an der Fellfarbe.
Bei einem Golden Retriever sind viele entzückt und man hat Schwierigkeiten weiter zu kommen. Bei einem Labrador obwohl blond reagieren die Leute schon anders = es könnte ja ein Kampfhund mitdrin sein:roll: und bei einem schwarzen Labbi sieht man erst recht ängstliche Gesichter.
@ zwanzig Augen im Prinzip hande ich auch so für mich ist das normal.
Nur es gibt auch Tage da steckt man die Pöbelei ( Hund ist an der Leine ) wie Köter und dergleichen nicht so einfach weg und ab und zu platzt auch mir der Kragen.
Besonders mag ich dann die Radfahrer die zu zweit auf einem schmalen Weg fahren und von mir verlangen das ich samt Hund in den Graben springe.
 
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