Buntspecht

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Noel

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Hallo,

meine Katzen haben vor ein paar Tagen einen Buntspecht in die Mangel genommen. Wir haben den Vogel dann gerettet und erst einmal in einen kleinen Käfig mit Wasser gesetzt und nach ein paar Stunden der Erholung und
nachdem wir die Katzen erst einmal weggesperrt haben, wieder frei gelassen.

Heute kommen unsere Kater wieder mit einem Buntspecht an. Meine Vermutung ist, dass es der gleiche Vogel ist.
Jetzt haben wir ihn wieder in den Käfig gesperrt.
Der Vogel ist logischerweise total aggressiv und versucht uns zu attackieren.
Er hat Wasser und ich werde ihn nach noch ein paar Insekten suchen.

Scheinbar kann der Vogel nicht fliegen, er hüpft immer nur herum und versucht das Fliegen nicht mal richtig. Von der Größe her, scheint es aber ein ausgewachsener Vogel zu sein.

Habt ihr ein paar Tipps wie ich schauen kann, ob er etwas an den Flügel hat?

Unser TA ist nicht erreichbar sonst würden wir ihn dahin bringen.
 
01.08.2010
#1
A

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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Heidi zu werfen. Vielleicht hilft dir das ja weiter.
Mariama

Mariama

Moderator
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Hallo Noel,

wenn die Katze den Buntspecht ein weiteres Mal gefangen hat, würde ich davon ausgehen, dass er nicht richtig fliegen kann.

Der Vogel sollte unbedingt ein Antibiotikum bekommen, weil sich im Speichel von Katzen Bakterien befinden, die für Vögel nach ca. drei Tagen tödlich sind.

Schau mal hier, ob Du eine Wildvogelauffangstation in erreichbarer Nähe findest: http://www.wildvogelhilfe.org/aufzucht/auffangstationen.html

Dort würde ich ihn begutachten und mit einem AB versorgen lassen.

Und bitte hänge den Käfig von drei Seiten mit einem Tuch ab, dann fühlt sich der Vogel sicherer.
 
Hella

Hella

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Nachdem er versorgt (mit Antibiotikum) wurde lass ihn bitte wieder frei, denn die Gefangenschaft ist für ihn nicht gut. Die Eltern sind sicher in der Nähe. Wenn es geht dann lass die Katzen im Moment nicht raus.
 
N

Noel

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Hi,
der Ta hat sich um ihn gekümmert, er wird sicher wieder frei sein
 
B

Buntspecht

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Ein freundliches Hallo an alle,

gerade habe ich exakt das selbe erlebt wie Noel:
Unsere Katzen brachten am letzten Wochenende einen jungen Buntspecht mit nach Hause. Nach zwei Stunden Ruhe in einem Karton sperrte ich die Katzen ein, setzte den Specht in den Garten und er flog davon. Glück gehabt!, dachte ich.
Gestern abend, also eine Woche später, brachten die Miezen wieder einen jungen Buntspecht mit. (Keine Ahnung, warum die das immer am WE machen :evil: , wo man keine Hilfe bekommt.) Ob es der selbe Vogel ist, weiss ich natürlich nicht. Aber der will dieses mal gar nicht fliegen.

Ich habe ihn erstmal in eine große Bütt, ausgelegt mit Küchenpapier, gesetzt und mit Handtüchern abgedeckt, und noch eine Schale Wasser und eine mit Vogelwinterfutter reingestellt. Dann das Internet nach "Spechtfütterung" durchforstet (viel habe ich nicht gefunden, aber immerhin ein wenig).

Tiefgefrorene Heimchen habe ich zum Glück für meine Fische vorrätig. Die habe ich heute aufgetaut, kleingeschnitten und vom Löffel verfüttert. Großartig! Wenn ich den Vogel mit der Hand umfasse, dann pickt er die Heimchen! Etwas Wasser habe ich ihm aus einer Spritze an den Schnabel geträufelt, hat er teilweise auch geschluckt!
Insofern bin ich heute guter Hoffnung, was sein Weiterleben angeht.

Aber:
-Erstens weiß ich nicht, ob er verletzt ist. Ich werde versuchen, morgen abend mit ihm zum TA zu fahren. Mein Mann meinte, Tierärzte müssten Wildtiere kostenlos behandeln. Weiss jemand, ob dem so ist?
- Desweiteren frage ich mich, ab wann / ab welchem Alter Spechte eigentlich richtig fliegen können. Habe im WWW noch nix darüber gefunden. Können sie sofort zuverlässig fliegen, wenn sie die Höhle verlassen? "Mein" Specht ist von Schnabelspitze bis Schwanzende ca. 18 cm lang und voll befiedert. "Müsste" er theoretisch fliegen können?
- Morgen muss ich wieder zur Arbeit. Wird er es aushalten, wenn ich ihn einmal morgends vom Löffel füttere, ihm Futter (habe zerhackte Erdnuss- und Walnusskerne sowie zerkleinerte Rosinen da) und Wasser hinstelle, und er dann erst abends wieder Heimchen bekommt? Ich konnte noch nicht beobachten, dass er selbständig an den Futternapf geht.
- Und zu guterletzt: Was wäre eine adäquate Behausung für das Tier während der Genesungsphase? Die schwarze Mörtelbütt erscheint mit zu duster (oder ist das gut für Höhlenbrüter?). Ein leeres 60er Aquarium hätte ich noch, aber ich denke, alle Seiten offen ist nichts für den Vogel. Okay, die könnte ich zukleben. Aber ist es gut, das Tier total im Dunklen zu halten? Außerdem erscheint mir das Becken zu klein.

Ergänzung: habe ihn gerade wieder gefüttert und gesehen, dass sein Schnabel mit Resten vom Winterfutter behaftet war! Das beutet ja, dass er es selbstständig gefressen haben muss.

Ach Leute, ich würde den kleinen so gerne durchbringen und wieder freilassen.
Er ist erstaunlich zahm. Er gibt keinen Mucks und macht keine Anstalten, wenn ich ihn anfasse.
Kann mir jemand irgendwelche Tipps geben? Ich wäre für jeden Hinweis dankbar, denn ich bin leider absolut kein "Vogelmensch".

Vielen Dank schon mal im Voraus für Eure Antworten!

Ach so, und für die, die jetzt schreiben wollen: bring ihn in eine Wildtierstation: Das wollte ich!!! Es erweist sich am WE aber nicht so einfach wegen der Öffnungszeiten, und die nächste Station ist 100 km entfernt. Nach der Arbeit (hier im Feierabendverkehr in NRW) schaffe ich das zeitlich auch nicht. Wir haben also keine Wahl.
 
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Urizen

Urizen

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Hallöchen!
Da dein Text recht lang ist, werd ich zitieren und einfach direkt darunter antworten.

Mein Mann meinte, Tierärzte müssten Wildtiere kostenlos behandeln. Weiss jemand, ob dem so ist?

Nein, müssen sie nicht.
Es gibt TÄ die Wildtiere für den Finder kostenlos behandeln, aber zwingen kann man sie nicht dazu.
Vorher einfach mal anrufen und fragen, dann weißt du es vorher.

Der TA sollte mindestens vogelerfahren sein, sprich eine Zusatzqualifikation besitzen.
Ein Standard-TA lernt im Studium kaum etwas über Vögel, schon gar nicht über Wildvögel.
Da sind schon die dollsten Sachen passiert und Diagnosen gestellt worden, die nicht selten das entsprechende Wildtier dann ins Jenseits befördert haben.

- Desweiteren frage ich mich, ab wann / ab welchem Alter Spechte eigentlich richtig fliegen können. Habe im WWW noch nix darüber gefunden. Können sie sofort zuverlässig fliegen, wenn sie die Höhle verlassen? "Mein" Specht ist von Schnabelspitze bis Schwanzende ca. 18 cm lang und voll befiedert. "Müsste" er theoretisch fliegen können?
Wenn sein Gefieder vollständig entwickelt ist, dann kann er auch fliegen.
Als Jungvogel vielleicht nicht so sicher und ausdauernd, aber hoch müsste er definitiv kommen.

Morgen muss ich wieder zur Arbeit. Wird er es aushalten, wenn ich ihn einmal morgends vom Löffel füttere, ihm Futter (habe zerhackte Erdnuss- und Walnusskerne sowie zerkleinerte Rosinen da) und Wasser hinstelle, und er dann erst abends wieder Heimchen bekommt? Ich konnte noch nicht beobachten, dass er selbständig an den Futternapf geht.
Wenn er nicht selbstständig frisst, dann reicht zweimal am Tag füttern nicht aus.
Dann würde ich je nach Ernährungszustand und Stressanfälligkeit sogar alle 2-4 Stunden was reingeben.
Das über's Internet zu beurteilen ist aber mehr als schwierig.
Es ist auch wichtig- sollte er selbstständig fressen- wie viel er frisst.
Futter von der Menge eines Teelöffels wird ihn da den ganzen Tag über nicht weit bringen.

- Und zu guterletzt: Was wäre eine adäquate Behausung für das Tier während der Genesungsphase? Die schwarze Mörtelbütt erscheint mit zu duster (oder ist das gut für Höhlenbrüter?). Ein leeres 60er Aquarium hätte ich noch, aber ich denke, alle Seiten offen ist nichts für den Vogel. Okay, die könnte ich zukleben. Aber ist es gut, das Tier total im Dunklen zu halten? Außerdem erscheint mir das Becken zu klein.

Während der Genesungsphase ist eine solche Kiste schon ok.
Sollte er jedoch lebnhaft werden (und Spechte werden verdammt lebhaft), dann muss er dringend raus in eine Außenvoli, die möglichst naturnah eingerichtet ist.

Das Verhalten des Vogels irritiert mich.
Auch fast fertige Ästlinge sind eigentlich eher wild und panisch.

Dass er so ruhig ist, ist kein gutes Zeichen und könnte für Schock sprechen.
Pasteurelleninfektion durch den Katzenspeichel ist da auch nicht unwahrscheinlich.
In solchen Fällen muss so schnell wie möglich prophylaktisch ein Antibiotikum verabreicht werden, sonst gibt der Vogel in den nächsten 72Std. den Löffel ab.
Morgen ein Antibiotikum wäre da im Übrigen schon zu spät.
Eigentlich hätte er es wenige Stunden nachdem die Katzen ihn angeschleppt haben erhalten müssen um ihm eine Überlebenschance zu ermöglichen.
Entweder habt ihr nun Glück und er hat sich nicht an euren Katzen infiziert oder ihr habt in ein bis zwei Tagen Gewißheit darüber.

Da Spechte reine Insektenfresser sind, würde ich auch nichts anderes reingeben.
Heimchen und Drohnenbrut sind da aber schon ein guter Anfang.

So.
Ich hoffe, ich hab nix vergessen.

Gruß

Urizen
 
B

Buntspecht

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Vielen Dank für die Antwort.
Ja, seine "Zahmheit" macht mir auch Sorgen.
Ich kann nur hoffen, dass ein prophylaktisches Antibiotikum morgen nicht zu spät sein wird.
Hoffentlich kennt sich unser TA wenigstens ein bisschen mit Vögeln aus.
Gerne berichte ich weiter über seine Entwicklung.
Ach, und ich hab denn kleinen Buntspecht gerade in unser Gästebad, genauer gesagt in die Duschkabine umgesiedelt. Die Seiten mit Leinentüchern verhängt, damit er nicht dagegen fliegt. Aber das ganze ist oben offen, also wenn er flegen wollte, dann könnte er..
 
Urizen

Urizen

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Naja, die Duschkabine kriegt man wenigstens leicht wieder sauber.:mrgreen:
Zum Drüberfliegen könnte ihm das zu hoch sein, der kann ja nicht abheben wie ein Hubschrauber.

Spielt aber für heute auch keine Rolle mehr.
Hast du schonmal beim Tierschutzverein eures Ortes/Kreises angerufen?
Ein normales Tierheim ist fast immer überfordert mit Wildvögeln, aber meist hat jeder Tierschutzverein eine Handvoll Privatleute, die mit Volieren und Kenntnissen dienen können.
Jäger, Falkner oder einfach Privatmenschen, die das noch nebenher machen.

Ich würde dort einfach mal anrufen und fragen, ob es da jemanden in der Nähe gibt.
Dann wäre zumindest schonmal eine Voliere vorhanden, sollte Spechti sich entschließen wieder wild zu werden.
Denn wie gesagt: Gerade Spechte (die ja auch in der Natur eher scheue Waldbewohner sind) gehen in Gefangenschaft schonmal ab wie 'n Zäpfchen und zeigen erst annähernd natürliches Verhalten, wenn sie schön versteckt in einer Voliere mit viel Grünzeugs und Baumstämmen sitzen.
 
B

Buntspecht

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Hallo Urizen,

leider wollte der Specht gestern abend weder Wasser aus der Spritze noch Heimchen vom Löffel nehmen, und auch heute morgen verweigerte er alles angebotene.
Ich kam mit den schlimmsten Befürchtungen von der Arbeit. Ich rechnete damit, einen toten Vogel vorzufinden.

Aber nein! Die paar Heimchen, die ich ihm heute morgen noch aufgetaut hatte, waren weg. Das Wintervogelfutter mit der Extraportion Nüsse zur Hälfte aufgefressen (war insgesamt `ne halbvolle Katzenfutterschale), das Wasser aus dem Napf fast leer!
Ach, was habe ich mich gefreut!

Bin gleich mit ihm zu unserer TA gefahren, die natürlich KEIN Vogelspezialist ist. Trotzdem: Sie meinte, das Tier sei topfit. Kein Flügel oder Bein gebrochen, keine Verletzung zu sehen, klare Augen, aufgewecktes Verhalten. Er hat sie mehrfach kräftig gehackt :065: und ist etwas im Behandlungszimmer rumgehüpft. Ein paar Federn fehlen kurz hinter dem Flügelansatz auf einer Seite. Er müsste theoretisch vom Alter her fliegen können, meinte sie. Ich solle ihn noch 2-3 Tage aufpäppeln.

Sie hat mir zwei Rufnummern mitgegeben, an die ich mich wenden könnte, falls der Vogel nicht innerhalb von wenigen Tagen wieder fliegen will.

Hast du schonmal beim Tierschutzverein eures Ortes/Kreises angerufen?
Ein normales Tierheim ist fast immer überfordert mit Wildvögeln, aber meist hat jeder Tierschutzverein eine Handvoll Privatleute, die mit Volieren und Kenntnissen dienen können.
Jäger, Falkner oder einfach Privatmenschen, die das noch nebenher machen.
Was ich hier am WE telefoniert habe, geht auf keine Telefonrechnung! (Zum Glück haben wir Flatrate.) Keine Hilfsangebote, und die Info-Ausbeute war frustrierend negativ.

Da Spechte reine Insektenfresser sind, würde ich auch nichts anderes reingeben.
Hmm, da wurde ich durch meine Recherchen aber anders informiert. Und ich erinnerte mich, wie oft ich Buntspechte an meinen selbstgemachten Wintervogel-Futterbeuteln naschen sah! Deshalb hatte dem kleinen Specht ja auch davon angeboten, was er offensichtlich auch gerne frisst. Rein vegetarisch ist natürlich nicht ausreichend. Die aufgetauten Heimchen vergammeln aber einfach zu schnell, als dass ich größere Portionen davon hinstellen mag.
Ich bin einfach heilfroh nun zu wissen, dass er tatsächlich selbständig Futter aufnimmt!

Denn wie gesagt: Gerade Spechte (die ja auch in der Natur eher scheue Waldbewohner sind) gehen in Gefangenschaft schonmal ab wie 'n Zäpfchen und zeigen erst annähernd natürliches Verhalten, wenn sie schön versteckt in einer Voliere mit viel Grünzeugs und Baumstämmen sitzen.
Das ist eine super Idee! Naja, `ne Duschkabine ist zwar keine Voliere, aber einen großen Ast, den könnte ich durchaus hineinstellen.
---> schon auf dem Weg in den Garten, Bäume absägen....

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Kleines Edit zum Lachen:
Die TA scherzte, der kleine Specht würde sich hier vielleicht zu wohl fühlen um fliegen zu wollen.
Daraufhin habe ich meinem Mann erzählt, dass die TA sagte, das Tier sei eigentlich fit, und seine Antwort: "dann fühlt er sich vielleicht wohl hier".
Ist natürlich alles nicht wahr, aber lachen musste ich trotzdem!
 
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Urizen

Urizen

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Hmm, da wurde ich durch meine Recherchen aber anders informiert.
Da wurdest du richtig informiert.
Ich bin immer so schnell dabei mit meinem "reine Insektenfresser" und betone das immer wieder auch für Arten, auf die es nicht 100%ig zutrifft, weil auch gerne Hackfleisch- und Katzenfutterexperimente angestellt werden.
Der Specht frisst in seiner Not im Winter auch Meisenknödel und Winter- oder Weichfutter.
Aber eigentlich ist er ein Insektenfresser.

Wie geht es ihm heute?
 
B

Buntspecht

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Hallo,

es geht ihm noch immer offensichtlich sehr gut!
Obwohl mich das Thema Fütterung immer mehr irritiert.

Eine Dame, die privat viele Wildvögel aufzieht (nach noch mehr Telefoniererei habe ich tatsächlich solch eine Person hier in der Nähe ausfindig machen können -die meinen Buntspecht aber auch nicht aufnehmen mag-!), meinte auch, ich solle viele Insekten anbieten. Also bekommt er jetzt morgends immer eine Portion aufgetaute Heimchen und ein paar Bienenmaden. Er frisst den Tag über nie alles auf. Verkaufsstellen für anderes Futter, das nicht gleich wegfliegt, konnte ich hier in der Umgebung noch nicht ausfindig machen.
Die gute Dame nannte mir noch einen Futterladen hier in der Nähe, wo sie für ihre Aufzuchten einkauft. Also ich da hin, die kennen die Dame auch auf Anhieb, aber Lebendfutter verkaufen sie nicht. Na gut, also habe ich noch Futterpellets für Wildvögel mitgenommen.

Dann meinte die Frau noch, ich solle dem Specht einen Baumstamm zur Verfügung stellen. Ha! Nichts leichter als das! Wir haben noch ein altes, vermoderndes Stammstück im Garten, also ab damit in die Duschkabine.

Heute abend dachte ich, der Häcksler hätte zugeschlagen, die Dusche war voll Holzstückchen. Offensichtlich hat der Specht wirklich Spaß an dem alten Stammstück. Er sitzt jetzt auch nicht mehr immer nur in seiner Höhle, dem Pappkarton, sondern auch gerne am Stamm zwischen den Blättern des großen Haselastes. Das sieht dann auch richtig hübsch aus :).

Ich bin guter Dinge, dass er überlebt.
Nur, wie ich seine Flugfähigkeit testen kann, weiß ich noch nicht. Alle unsere großen Räume sind natürlich möbliert, wo sich so ein kleiner Vogel schnell unter oder hinter Schränken verstecken kann.
Ihn im Garten aus zu setzen, könnte, wenn er nicht fliegt, sondern weg hüpft, sein Todesurteil sein.

Noch ein Nachtrag zu den vorigen Beiträgen:
In solchen Fällen muss so schnell wie möglich prophylaktisch ein Antibiotikum verabreicht werden, sonst gibt der Vogel in den nächsten 72Std. den Löffel ab.
Die, wie sie selbst sagte, nicht auf Vögel spezielisierte TA, verweigerte am Montag eine prophylaktische Antibiose.
Am Dienstag konnte ich mit einem Vogel-TA sprechen, der ebenfalls von einer Prohpylaxe abriet.
Vielleicht lag es daran, dass der Specht ja am Samstag Abend von den Katzen gefangen worden ist und am Dienstag abend noch lebte, was dann gerade 72 Stunden waren....
Auch die freundliche Vogelaufzuchtsdame empfahl mir eine antibiotische Prohylaxe besonders bei Spechten. Aber wie soll das gehen, wenn es kein TA macht? Ich glaube in diesem Fall mal den TA, das es ohne besser ist.
 
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Urizen

Urizen

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Was meinst du mit Bienenmaden?
Drohnenbrut?

Die wäre für Spechte nämlich klasse, weil sie darin selber pulen können.
Imker verschenken die Dinger eigentlich ganz gerne.
Ein Stück Bienenwabe an einen in den Stamm geschlagenen Nagel gehängt und der Specht pult sich die Larven da genüsslich selbst raus.
 
B

Buntspecht

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Sorry, ich habe keine Ahnung was Drohnenbrut ist.
Dann muss ich morgen wohl mal nach Imkern in meiner Nähe googeln....
.. ganz schön anstrengend, so ein junger Specht...
 
Urizen

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Drohnenbrut sind die männlichen Bienenlarven, die ein Imker meist übrig hat.
Du könntest allerdings schon etwas spät dafür dran sein, aber anrufen und fragen kostet nichts.

Jedenfalls hat ein Imker meist mehrere Rahmen mit Waben, in denen eben diese Larven drin sind, für welche er allerdings keine wirkliche Verwendung hat.

Das wäre zumindest eine billige Möglichkeit um an proteinreiches Futter zu gelangen und wenn du freundlich erklärst, dass du gerade einen verunfallten Specht da hast, der gutes Futter braucht, dann geben die meisten eigentlich ein paar Stücke ab.
 
B

Buntspecht

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Danke für den Tipp, dann ist mei morgiger Feierabend ja schon verplant!

Ich WILL den Kleinen durchkriegen!
 
B

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Huhu,

nachdem der Specht mir eben demonstiert hat, dass er unseren Flur entlang fliegen kann, habe ich das Fenster geöffnet und er ist hinausgeflattert.

Hoffentlich bleibt er in Zukunft auf den Bäumen, wo keinen Katzen hinkommen!
 
Urizen

Urizen

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Na, guck.
Joa..dann hat sich die Suche nach 'nem Imker wohl erledigt.

Besser hätte es ja nicht laufen können.
 
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