Leider kein schönes Thema, Katze nach Unfall

Diskutiere Leider kein schönes Thema, Katze nach Unfall im Katzen Gesundheit Forum im Bereich Katzen Forum; Hallo, habe mich hier angemeldet, da wir gestern leider unseren Kater bergen mußten. Am Sonnabend stand eine Nachbarin vor der Tür, die meinte...
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tau

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Hallo,

habe mich hier angemeldet, da wir gestern leider unseren Kater bergen mußten. Am Sonnabend stand eine Nachbarin vor der Tür, die meinte, daß sie ihn gefunden hat (ihr Hund spürte den Kater auf). Wir gingen los, ihn suchen, fanden aber nichts, weswegen wir Aushänge im Park anbrachten, woraufhin sich noch mal jemand meldete, der meinen Partner (gestern) zu der Katze führte.

Es war leider kein schöner Anblick, da ein Hinterbein fehlte, das andere ... Scheinbar hat der Kater nach dem Unfall noch gelebt, und sich in die Büsche geschleppt. Meine Frage ist nun, wie lange kann er mit einer solchen Verletzung überleben? Oder anders ausgedrückt, weiß jemand, ob sich die Tiere nach einer solchen Verletzung noch lange rumquälen, oder ob sie schnell daran sterben?
Hätte man ihm helfen können, hätte man ihn eher gefunden?

Mich macht das ziemlich fertig, da mir immer durch den Kopf geistert, wie er sich in die Büsche schleppte, und sich dort womöglich noch ewig rumgequält hat. Aber vielleicht stehen die Katzen dann ja auch unter Schock und spüren keinen Schmerz?

Er sah jedenfalls friedlich aus, als würde er schlafen. Dennoch... Mir läßt das keine Ruhe.

Zum anderen hat der Kater eine Geschwisterkatze hinterlassen (sie ist ängstlicher und läuft nur selten draußen rum). Bisher ist sie normal, scheint nicht zu wissen, daß ihr Bruder nicht wieder kommt. Oder weiß es schon (ich weiß nicht, ob Katzen sowas spüren) und nimmt es hin. - Ich hoffe, daß dies so bleibt. Gibt es ansonsten etwas, was man für sie tun kann? Außer Zuwendung? Ist das schon mal einer Katze von euch passiert? Hat sie sich an das Alleinsein gewöhnt? Oder macht es Sinn, eine neue Katze zu holen? Wobei ich das nicht möchte, denn ich mag nicht noch einmal sowas erleben müssen... Das tut einfach zu sehr weh.

Das Katzen ihren Tod erahnen - hat jemand sowas schon erlebt? Unser Kater war die Tage vor seinem Unfall echt seltsam. Er hatte immer mal Phasen, die ich als "depressiv" bezeichnen würde. Wo er traurig in der Ecke lag, fast ein wenig aphatisch. So war es die Tage vor seinem Verschwinden auch. Auch soll er sehr schreckhaft gewesen sein (sagt mein Partner, mir ist es nicht aufgefallen).
Ich finde das ungewöhnlich, vielleicht ist es auch nur Zufall. Oder ich gebe den Dingen jetzt zuviel Gewicht. Allerdings ist da ein Traum, den ich zwei, drei Nächte zuvor träumte. In diesem Traum hatte jemand die Vorderpfote von unserem Kater verletzt, und er schleppte sich Hilfe suchend zu mir. - Mich macht das alles wahnsinnig. Und es klingt sicher fast schon verrückt. Sind das jetzt alles Zufälle? Oder habe ich es erahnt? Aber wie soll sowas möglich sein? Bzw. werfe ich mir jetzt vor, ich hätte besser aufpassen sollen, oder ihn nicht mehr raus lassen sollen, usw. Als wenn dies eine Warnung gewesen ist.

Fühle mich jetzt unglaublich mies und erschöpft. Vielleicht weiß ja jemand irgendwas, oder mag etwas schreiben.

Hoffentlich klingt das alles nicht zu wirr.

eine traurige Tau
 
02.08.2010
#1
A

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Guest

Hast du schon mal einen Blick in Notfälle bei Katzen geworfen? Wissen schafft Vorsprung... und das ist bei der Behandlung von Notfällen von Vorteil. Vielleicht hilft dir das ja weiter!?
eifelbiene

eifelbiene

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Hallo tau,

erst einmal herzlich Willkommen im Forum, auch wenn der Anlass sehr traurig ist. Dafür mein Beileid.

Es war leider kein schöner Anblick, da ein Hinterbein fehlte, das andere ... Scheinbar hat der Kater nach dem Unfall noch gelebt, und sich in die Büsche geschleppt. Meine Frage ist nun, wie lange kann er mit einer solchen Verletzung überleben? Oder anders ausgedrückt, weiß jemand, ob sich die Tiere nach einer solchen Verletzung noch lange rumquälen, oder ob sie schnell daran sterben? Hätte man ihm helfen können, hätte man ihn eher gefunden?
Es ist schwierig, das zu beurteilen, da es sehr vom Ausmaß der Verletzungen abhängig ist. Abgesehen von den sofort ersichtlichen, können ja auch innere Verletzungen aufgetreten sein.

Mich macht das ziemlich fertig, da mir immer durch den Kopf geistert, wie er sich in die Büsche schleppte, und sich dort womöglich noch ewig rumgequält hat. Aber vielleicht stehen die Katzen dann ja auch unter Schock und spüren keinen Schmerz?
Die Adrenalinausschüttung, die in der Regel bei Unfall, Verletzung, Angst auftritt, wird einen Großteil der Schmerzen nehmen und befähigt Tiere (wie auch Menschen) manchmal noch erstaunliches zu leisten.
Verständlicherweise machst du dir nun sehr viele Gedanken, aber wirklich beantworten, kann es letztlich niemand. Du hast nur die Gewissheit, was mit ihm passiert ist, um so besser um ihn trauern und alles mit der Zeit verarbeiten zu können. Stell dir vor, er wäre gar nicht gefunden worden...

Gibt es ansonsten etwas, was man für sie tun kann? Außer Zuwendung? Ist das schon mal einer Katze von euch passiert? Hat sie sich an das Alleinsein gewöhnt? Oder macht es Sinn, eine neue Katze zu holen? Wobei ich das nicht möchte, denn ich mag nicht noch einmal sowas erleben müssen... Das tut einfach zu sehr weh.
Lass dir und deiner Katze Zeit. Du wirst sicher später eine Entscheidung treffen können, wenn du z.B. siehst, dass sich deine Katze vielleicht alleine nicht wohl fühlt oder du wieder für eine neue Katze bereit bist.

Das Katzen ihren Tod erahnen - hat jemand sowas schon erlebt? Unser Kater war die Tage vor seinem Unfall echt seltsam. Er hatte immer mal Phasen, die ich als "depressiv" bezeichnen würde. Wo er traurig in der Ecke lag, fast ein wenig aphatisch. So war es die Tage vor seinem Verschwinden auch. Auch soll er sehr schreckhaft gewesen sein (sagt mein Partner, mir ist es nicht aufgefallen).
Ich finde das ungewöhnlich, vielleicht ist es auch nur Zufall. Oder ich gebe den Dingen jetzt zuviel Gewicht.
Ich denke, letzteres ist der Fall, aber es ist absolut nachvollziehbar, dass man sich mit solchen Dingen herumschlägt. Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Vielfach werden Tiere zu sehr vermenschlicht.
Ein Tier lebt in der Gegenwart, für den Augenblick. Es macht sich keine Gedanken über seine Zukunft und von daher glaube ich nicht, dass das Tier ein noch nicht vorhersehbares Ereignis wie einen Unfall Tage vorher spüren kann, selbst wenn Katzen eine wirklich sehr feine Antenne für vieles haben.

Plage dich bitte nicht mit zu vielen Vorwürfen, du hättest das nicht verhindern können. Du hast deinem Kater eine schöne Zeit beschert und er konnte seine Freiheit genießen. Ich wünsche dir viel Kraft für die nächste Zeit.:056:
 
C

charm

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Hallo Tau,
ich habe mich angemeldet nachdem ich deinen Beitrag gelesen hab.
Es tut mir furchtbar leid, was du erfahren musstest.

Ich habe im Mai ähnliches erlebt.
Meine Katze ist am 7. Mai bei uns vor dem Haus überfahren worden.
Mein Freund und ich waren im Garten und wurden aufmerksam, weil eine junge Frau hinter dem Unglücksauto fuhr und anhielt.
Sie beobachtete, wie unsere Kleine angefahren wurde und ins Grundstück gegenüber flüchtete.
Als wir rüber gingen hatte ich schon ein flaues Gefühl im Bauch, fanden wir sie tot unter einem Fliederbusch. Keine 5 Minuten waren vergangen...

Wir sind noch zum Tierarzt, obwohl mir eigentlich klar war, dass sie tot war.
Die Zeit danach war die Hölle. Ich trauerte wochenlang und machte mich fertig. Warum der Unglücksfahrer nicht anhielt? Hätt ich sie nicht rauslassen sollen? und und und...

Mit der Zeit wird es leichter und man muss versuchen, die quälenden Fragen loszuwerden, das Gegebene hinzunehmen.
Mittlerweile hab ich meinen Frieden einigermaßen gefunden.

Keiner war schuld! Es war Schicksal! Sie musste nicht leiden und ich konnte sie am Stück begraben. Das konntest du leider nicht.
Wenn du dich fragst, ob deine Katze leiden musste...du wirst es nie wissen und du kannst es nicht mehr ändern. Du warst nicht schuld. Und dein Liebling hat jetzt seinen Frieden!

Meine Katze hatte ein kurzes aber glückliches Leben. Ob sie was geahnt hat? Ich weiß es nicht. Aber eins ist klar. Katzen sind zwar zäh, aber nach einem Unfall denk ich nicht, dass sie sich noch lang quälen müssen.
Bedenke wie klein eine Katze gegen ein Auto ist.

Meine Kleine ist auch im Affekt weggesprungen und unmittelbar danach tot zusammen gebrochen.
Auch meine hat eine Geschwisterkatze zurückgelassen, ihren Bruder.
Im Gegensatz zu deiner Mieze hat er alles mitbekommen, aber seine tote Schwester ignoriert. Er vermisst sie auch nicht sichtlich.
Ich würde auf jeden Fall warten mit einer zweiten Katze.
Kümmer dich um ihn wie immer. Er wird sich holen, was er braucht.

Für mich kommt das immer noch nicht in Frage, weil ich es auch nicht mehr erleben will.
Ich wollte anfangs sogar Lenny weggeben, damit er sicher ist. Total blöd.
Er ist ängstlicher und ich hoffe, er bleibt der Straße fern.

Besser aufpassen? Nicht raus lassen. Nein liebe Tau.
Eine Katze kann man nicht wegsperren. Und sie folgt auch nicht. Sie hat ihren eigenen Kopf und ist selbständig. Und wir Menschen dürfen sie manchmal ein Stück ihres Lebens begleiten. Ob wir sie beim Sterben begleiten dürfen? Kann sein, dass die Mieze das entscheidet. Kann aber auch sein, dass es das Schicksal macht.
Ob dein Kater überlebt hätte? Mit einem Bein? Hätte er das gewollt? Hättest du die Entscheidung fällen können, ihn zu erlösen?
Für mich wäre das schlimmer gewesen.

Es überkommt mich eine unbändige Trauer, wenn ich das schreibe und ich werde meine Süße nie vergessen...Aber ich bin froh, dass ich sie begleiten durfte, wenn es auch nur kurz war, so wie ihr Leben. Ich habe alles getan, dass sie es gut hatte. Sie hatte ihr Körbchen und ihr Fressen, durfte raus wann sie wollte und konnte die Freiheit genießen. Abends lag sie mit auf dem Sofa und hat sich stundenlang schnurrend kraulen lassen.

Wenn ich, wie jetzt am PC saß, setzte sie sich demonstrativ vor die Tastatur und sabberte diese voll.
Sie war so eigensinnig, lieb, schmusig, hübsch......und die beste Katze der Welt und ich werde sie nie vergessen.
Vergiss die quälenden Gedanken, ob es eine Warnung gab...
Wenn es nicht jetzt passiert wäre, dann vielleicht morgen oder in 4 Wochen.
Mach dir keine Vorwürfe. Dein Kater hatte ein glückliches Leben bei dir. Über den Tod entscheidet jemand anders.
Ist sicher auch wirr was ich alles schreibe, aber gehört immer noch mit zur Trauerarbeit bei mir.

Ich wünsche dir alles Liebe und glaub mir: Es wird leichter mit der Zeit. Und dein Kater spielt jetzt bei der Regenbogenbrücke mit meiner Kleinen.

Machs gut, eine traurige Charm
 
Linda82

Linda82

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Hallo Tau, herzliches Beileid auch von mir.:056:
Letztes Jahr wurde der Kater von meiner Mutter überfahren, er war aber sofort tot, da der Kopf abgetrennt war. Ein schreckliches Bild, zumal sie erst dorthin gezogen ist und der Kater erst einige Wochen Freigang hatte.
Ich habe ständig Angst, das soetwas auch unseren Katern passiert, aber ändern kann man leider daran nichts. Wenn die Zeit gekommen ist, dann passiert es so oder so.
Bei Freigänger sind die Risiken viel höher als bei Wohnungskatzen und trotzdem sterben auch öfter diese durch einen unnatürlichen Tod, weil man nicht immer alle Gefahrenquellen erkennt.
Du darfst dir nicht die Schuld geben. Ich habe schon oft Träume gehabt, in denen meinen Tieren etwas passiert und ich dadurch beunruhigt bin.
Ab und zu wird ein Traum auch mal Wirklichkeit, aber man darf sich deshalb nicht verrückt machen. Schließlich kann man nicht hellsehen, sondern es ist die allgemeine ständige Angst, die wir in unseren Träumen verarbeiten und es ist Zufall, wenn man gerade einige Tage vorher soetwas in der Art träumt.
Ob Katzen ihren Tod vorraussehen? Ich glaube es eigentlich nicht. Allerdings habe ich mal eine wahre Geschichte in einer Zeitung gelesen, die von einem Kater handelt, der wohl auch geahnt hat, daß er überfahren wird. Leider kann ich mich nicht mehr genau daran erinnern, ist schon eine Weile her.
Ich kann mir vorstellen, welche Vorwürfe du dir machst und mir kamen die Tränen, als ich deinen Beitrag gelesen habe.
Quäl dich aber nicht damit. Ihr habt alles getan, was ihr konntet. Sicher hat euer Katerchen ein schnelles Ende gehabt.

Liebe und mitfühlende Grüße Linda.
 
rotekatze

rotekatze

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Das tut mir echt leid für Deinen Kater! Versuch die Gedanken abzuschütteln und glaub daran der er nicht lange leiden musste! Und es ist doch auch gut das ihr ihn gefunden habt und nicht noch wochenlang nach ihm suchen musstet, so kannst Du trauern und dann damit abschliessen!
Ich wünsch Dir viel Kraft und mach dir nicht so viele Gedanken! Kümmer Dich um Deine andere Katze und wenn Du magst hol Dir wieder eine 2. Katze, sie freut sich bestimmt über einen Katzenkumpel!
Komm gut über die Regenbogenbrücke Katerle!
 
T

tau

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Hallo Eifelbiene,

Du kommst aus der Eifel, dann sind wir ja fast sozusagen Nachbarn.


Hallo tau,

erst einmal herzlich Willkommen im Forum, auch wenn der Anlass sehr traurig ist. Dafür mein Beileid.
Danke sehr.


Es ist schwierig, das zu beurteilen, da es sehr vom Ausmaß der Verletzungen abhängig ist. Abgesehen von den sofort ersichtlichen, können ja auch innere Verletzungen aufgetreten sein.
Hatte er auch. Das Bäuchlein war auch nicht mehr intakt. Insofern hoffe ich wirklich, daß es schnell ging. (ich habe meinen Partner vorhin noch mal gefragt. Hatte den Kater nur von der Seite gesehen, die halbwegs erträglich war. Der Rest blieb mir zum Glück erspart).


Die Adrenalinausschüttung, die in der Regel bei Unfall, Verletzung, Angst auftritt, wird einen Großteil der Schmerzen nehmen und befähigt Tiere (wie auch Menschen) manchmal noch erstaunliches zu leisten.
Verständlicherweise machst du dir nun sehr viele Gedanken, aber wirklich beantworten, kann es letztlich niemand. Du hast nur die Gewissheit, was mit ihm passiert ist, um so besser um ihn trauern und alles mit der Zeit verarbeiten zu können. Stell dir vor, er wäre gar nicht gefunden worden...
Das wäre auch schrecklich gewesen, ja. Man hätte sich zwar einreden können, daß er woanders untergekommen ist, aber wahrscheinlicher wären wohl Gedanken in Richtung Versuchslabor gewesen. Insofern bin ich wirklich froh. Auch ausschließen zu können, daß es womöglich ein Nachbar war, der den Kater vergiftet hat. Denn dann wäre die zweite Miez auch gefährdet (was das betrifft).


Lass dir und deiner Katze Zeit. Du wirst sicher später eine Entscheidung treffen können, wenn du z.B. siehst, dass sich deine Katze vielleicht alleine nicht wohl fühlt oder du wieder für eine neue Katze bereit bist.
Ja, das klingt vernünftig.


Ich denke, letzteres ist der Fall, aber es ist absolut nachvollziehbar, dass man sich mit solchen Dingen herumschlägt. Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Vielfach werden Tiere zu sehr vermenschlicht.
Ein Tier lebt in der Gegenwart, für den Augenblick. Es macht sich keine Gedanken über seine Zukunft und von daher glaube ich nicht, dass das Tier ein noch nicht vorhersehbares Ereignis wie einen Unfall Tage vorher spüren kann, selbst wenn Katzen eine wirklich sehr feine Antenne für vieles haben.

Plage dich bitte nicht mit zu vielen Vorwürfen, du hättest das nicht verhindern können. Du hast deinem Kater eine schöne Zeit beschert und er konnte seine Freiheit genießen. Ich wünsche dir viel Kraft für die nächste Zeit.:056:
Ich werde versuchen, mich nicht zu sehr fertig zu machen.

Danke für Deine Worte,

Tau
---
EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

Hallo Charm,

ohje, daß klingt ja auch alles furchtbar. :(

Ich weiß nicht, mir ist es noch nie passiert, daß ein Tier vor das Auto gelaufen ist. Ich habe mich jetzt gefragt, was ich getan hätte. Weitergefahren wäre ich sicher nicht. Aber was macht man, wenn man (vor allem, wenn es nachts geschieht) ein halbtotes Tier vor sich findet? Zum Tierarzt wäre sicher das naheliegendste (in unserem aktuellen Fall mit dem Kater, wäre ein Tierarzt gleich um die Ecke gewesen - doch das hat der Autofahrer sicher nicht gewußt oder es war ihm egal, bzw. ist es wohl auch nachts passiert). Und wenn es ganz arg ist? So blöd es sich anhört, sollte man dann noch mal mit dem Auto... ??? Um das Tier zu erlösen? Könnte ich das? Ich weiß es wirklich nicht, und ich hoffe, daß ich nie in eine solche Situation komme. Und wenn doch, dann den Mut finde, dem Tier zu helfen - und wenn es zu spät ist, den Besitzer dennoch ausfindig zu machen, um ihm mitzuteilen, was passiert ist und wie.

Das es leichter wird, weiß mein Verstand. Es ist leider nicht meine erste Katze gewesen mit einem häßlichen Ende. Der Kater davor mußte am Ende eingeschläfert werden, weil er ein Krebsgeschwür hatte (wurde einige Male operiert und vegetierte am Ende nur noch dahin). Da habe ich mich auch ewig verrückt gemacht, und tu es auch heute noch manchmal (das ist nun schon 7, 8 Jahre her), ob die Entscheidung richtig war usw. Ja, leichter wird es, vergessen wird man es wohl nie wirklich können. Oder ich brauche einfach sehr lange dafür.
Meine Gefühle spielen momentan dennoch Achterbahn und widersprechen dem verstand. :(

Unsere zweite Katze (eine Dame) ist vorsichtiger. Sie traut sich nur selten raus, und geht momentan auch nicht weit. Da brauche ich mir noch keine Sorgen zu machen. Beide waren anfangs reine Stubentiger, und durch einen glücklichen Umzug konnten sie dann raus. Der Kater hat sich extrem schnell und gut an die Freiheit gewöhnt. Brachte dann (leider) auch oft Geschenke mit. Ein richtiger Draufgänger, der sich weit vom Heim entfernt hat. (wo wir ihn fanden, war nicht grad nah am Haus)
Die Katze ist ängstlicher.

Die Entscheidung, ob ein Bein... Nein, möchte ich nicht fällen. In seinem Fall wäre das zweite sicher auch kaputt gewesen. In diesem Sinne, ist es gut, daß er es nicht länger überlebt hat. Aber vielleicht hätte man ihn eher erlösen können. Aber naja, diese Gedanken sind wirklich quälend, da es zum einen nicht mehr rückgängig zu machen ist, und zum anderen niemand weiß, wie lange er vielleicht dort gelegen hat.

Wie gesagt, der Verstand weiß dies alles ja, aber das Gefühl sagt etwas ganz anderes. Das wird sicher noch eine Weile dauern. Jedenfalls ist er jetzt wieder bei uns (im Garten) und liegt nicht irgendwo am Strassenrand.

der Gedanke, daß unsere Katzen womöglich jetzt woanders miteinander rumtollen, hat etwas schönes. Vielleicht ist es ja tatsächlich so.

Tau
---
EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

Hallo Linda,

scheinbar ist es besser, die Beiträge zusammenfassend zu beantworten?! Wußte ich nicht. Darum antworte ich jetzt dann mal nacheinander an dieser Stelle.

Mit den Träumen hast Du wohl recht. Darum habe ich mir dieses mal auch nichts weiter gedacht. War zwar froh, daß der Kater am Tag danach wieder da war, doch ansonsten hatte ich auch schon Träume in dieser Richtung, wo nichts passierte. Dieser letzte war zwar besonders erschreckend, aber naja. Es kam irgendwie so vieles auf einmal...

Das mit dem Kater Deiner Mutter ist auch nicht schön. :(


Hallo Rotekatze,

ich werde mein bestes versuchen. Werde mich jetzt in den Garten setzen und versuchen auf andere Gedanken zu kommen.

Vielen Dank an euch. Darüber zu schreiben, hat mir auf jeden Fall schon mal geholfen. Und mal sehen, wie unsere andere Katze sich jetzt entwickelt.

Liebe Grüße an alle,
Tau
 
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