Ich glaube nicht direkt an Geister, denke aber schon dass es für jeden so etwas wie "Schicksal" oder ähnliches gibt. Davon bin ich überzeugt. Alles hat irgendwo einen Sinn, auch wenn es der Tot eines geliebten Menschen oder Tieres ist. Es ist für allen und jeden etwas vorbestimmt, in welche Richtung es gehen soll. Auch wenn es den Meisten nicht auffällt oder selbstverständlich erscheint, alles hat irgendwo einen Grund, warum es passiert.
Als ich noch klein war, habe ich zwei Katzen bekommen. Lucy und Lilly. Ich war jung, die Mietzen waren da und, kindisch wie man ist, habe ich die Beiden mehr gestänkert als lieb gehabt. Sie waren eben da und ich war, als Kind, sicher die nächsten 15 Jahre bleiben Beide bei mir. Darauf freute ich mich einfach. Nur 9 Monate später kam eine Nachbarin eines Morgens aufgeregt zu uns, "das ist doch eure Katze". Lilly wurde angefahren und halbtot an den Straßenrand gekehrt. Den Anblick meiner Katze, die mit abgetrennten Bein blutüberströmt und voller Ameisen die lange Fahrt bis zum TA noch überlebt hat, werde ich niemals vergessen. Sie war richtig stark und sagenhaft tapfer. Das schlimmste für mich war, dass ich die Zeit mit Lilly eigentlich nie richtig genossen habe, sie war da und es war für mich selbstverständlich. Ohne zu wissen, wie viel sie mir bedeutet hat. Gerade als Kind nimmt man den Verlust eines Tieres viel intensiver wahr und es hat Jahre gedauert bis ich über meine erste Katze hinweg war. In den ersten Nächten nach ihrem Tot habe ich sie auch im Halbschlaf durch mein Zimmer laufen sehn, in diesem Moment war ich einfach nur froh und glücklich. Und ganz und gar nicht verängstigt oder so etwas. (Übrigends wurde unsere 2."Lilly" auch angefahren! Wir hatten schon sehr viele Katzen, jedoch wurden außer unseren zwei Lilly's keine von Auto's getötet. Seitdem gibt es bei uns diesen Namen nicht mehr)
Seitdem ist mir das ganze eine Lehre und ich genieße jeden Tag an dem mir meine Tiere gesund und munter entgegen hüpfen. Es könnte schon morgen zu spät sein. Leider, muss ich dazu sagen, hat sich diese ganze "Verlustangst" auch auf die Leute in meiner Umgebung übertragen. Jedesmal, wenn mein Freund, vorallem jetzt im Winter, den ganzen Tag mit dem Auto unterwegs ist, denke ich morgens, dass ich ihn das letzte Mal sehe und er heute einen Unfall hat. Bescheuert..
Dann noch so etwas irgendwie eigenartiges. Ich bin jetzt 21 und schon lange, lange Jahre rede ich mit meiner Freundin auch über eigene Kinder. Erst vor ca. 1, 2 Jahren meinte ich zu ihr, die Namen wie ich mein Kind nennen würde, wenn es ein langersehntes Mädchen wird. Der schönste Name für ein Kind ist schon seit Jahren auch der Name des Hundes meiner Tante. Doch gleich darauf sagte ich auch "Ich kann doch mein Kind nicht so nennen, wie der Hund meiner Tante heist". (Die Hündin hat einen sehr menschlichen Namen) Kurz gefasst... ich habe am 17.09. erfahren dass ich schwanger bin und eigentlich nur gedacht "ach, ich habe so oder so eine Fehlgeburt. Das ganze geht nicht gut, es kann so viel passieren". Am 06.10. ist der Hund meiner Tante (welcher auch den Namen hat) ganz plötzlich mit jungen 9 Jahren an einem Milzriss verstorben. Mein Baby wird ein Mädchen und wird definitiv den Namen des Hundes erhalten, wie ich es mir schon seit Jahren ausmale. Und ich bin jetzt auch überzeugt, dass ich sie SS gut überstehe und alles gut verläuft. Seitdem denke ich, gibt es so etwas wie Schicksal...
Auch einbisschen was mystisches hab ich schon erlebt.. aber jetzt hab ich schon so viel geschrieben, da kommt das dass nächste Mal.

