Mycoplasmen

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knabber

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Hey
Sorry es gibt gerade schon so einen ähnlichen Beitrag, aber da wollte ich es
nicht schreiben da es ja eigentlich nichts damit zu tun hat.

Was sind Anzeichen für Mycoplasmen?:|

Eine von meinen Mäusen (die habe ich aber schon seit 12.08. und war da 7 Wochen alt) piept oder niest?! "manchmal" aber wirklich selten!?
 
10.10.2006
#1
A

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Knopfstern

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Alles über Mäuse / Krankheitsberichte: Mycoplasmose / Text: Ingrid Rogalla

Vorab:
Mycoplasmen sind Microorganismen, und Bestandteil der chronischen Atemwegserkrankungen. Diese sind - wie bei den meisten Tierarten - Mischinfektionen aus Viren, Mycoplasmen und Bakterien. Laut Aussage erfahrener Tierärzte wahrscheinlich mittlerweise in jedem oder fast jedem Tier vorhanden. Dies ist aber nicht wissenschaftlich belegt.

Mycoplasmen müssen aber nicht der Hauptgrund einer Atemwegserkrankung sein, sondern können als Folge von anderen Seuchen und Erkrankungen ihre Vermehrung im vorgeschädigten Organismus finden. Ein geschwächtes Immunsystem, eine Stresssituation oder eine zusätzliche Bakterielle Infektion, kann also zur Vermehrung der Mycoplasmenerreger führen.

Um dies zu vermeiden sollte grundsätzlich jede Atemwegsinfektion behandelt werden!

Des Weitern ist es wichtig das Immunsystem des Tieres zu stärken indem, jegliche Form von Stress vermieden wird.

Es ist leider nicht möglich, den Erreger mycoplasma pulmonis abzutöten, eine Maus welches mit Mycoplasmen infiziert ist wird die Mycoplasmen ein Leben lang in sich tragen und übertragen.

Symptome und Verlauf:
Die Symptome sind:

* Im Anfangsstadium eine erschwerte Atmung, oft mit einer deutlich sichtbaren Flankenatmung, sowie auch mit knatternden Nebengeräuschen und vermehrtem Niesen.
* Im Spätstadium ist das Tier lustlos, hat einen gekrümmten Rücken und struppiges Fell, sowie deutliche Appetitlosigkeit.

Der Erreger führt zu einer Abszeßbildung sowie zu einer chronische Zerstörung der Lunge.

Oft sind es aber auch sogenannte Mischinfektionen, als sekundäre bakterielle Erreger, kommen hier meistens Pneumokokken, Streptokokken u. a. hinzu. (Diese treten aber auch in den Lungen gesunder also nicht vom Mykoplasmose Erreger befallenen Mäusen auf.)

Auch Mittelohrentzündungen, Sterilität, und vermehrtes Babysterben sind bei der Mykoplasmose keine Seltenheit. Der Erreger kann sich ebenfalls im Gehirn des Tieres festsetzten, dies führt dann zu einer Encephalitis bzw. zur gefürchteten Labyrinthiasis oder Rollkrankheit. Ein an dieser Krankheit leidendes Tier erkennt man daran, dass es sich krampfartig um die Längsachse seines Körpers dreht, ist dies eingetreten ist keine Hilfe mehr möglich und das Tier sollte schnellstmöglich erlöst werden.

Leider ist es bisher nicht möglich den Erreger vollständig zu eliminieren, allerdings sind die Chancen ein erkranktes Tier wieder Symptomfrei zu bekommen um so größer, wenn man so früh wie möglich mit der Behandlung beginnt.

Verbreitet wird der Mykoplasmose Erreger durch Luftübertragung, Tröpfcheninfektion und von Tier zu Tier.

Behandlung:
Da der Erreger gegen die meisten Antibiotika resistent ist, empfiehlt es sich erfahrungsgemäß vorrangig mit Baytril zu behandeln, sollten sich keine Erfolge zeigen, ist es möglich mit Tetracycline, Marbocyl, Tiamulin, Tylosin (Empfehlung Gesellschaft für Versuchstierkunde) zu behandeln.

In allen Fällen sollte die Behandlung 7 maximal 14 Tage erfolgen.

Erfahrungsgemäß kann innerhalb kürzester Zeit erneut eine Infektion auftreten , eine erneute Behandlung ist dann leider notwendig und muss durchgeführt werden!

Die Gefahr einer Resistenzenbildung, konnte nach einer Dauerbehandlung im 4 Wochen Turnus erst nach 22 Monaten bestätigt werden.

Weiterhin haben wir im späten Stadium mit einer Antibiotikatherapie kombiniert mit Kortison (subkutan injiziert) gute Erfolge erzielt, aber auch hier ist nur eine Symptomfreiheit zu erzielen, der Mykoplasmose Erreger ist nach wie vor vorhanden.

Sollte bei dieser Behandlung nach ca. 3 Tagen keine wesentliche Verbesserung zu erkennen sein, empfiehlt es sich die Behandlung abzubrechen, um der Maus weiteres Leiden zu ersparen.

Atemgeräusche trotz Behandlung:
Die Lunge einer Maus ist sehr klein, sie entspricht ungefähr dem 1 1/2 -2 fachen der Herzgröße, im vergleich eine Menschliche Lunge deren Größe ungefähr das 2 1/2 -3 fache der Herzgröße entspricht.

In einigen Fällen, vermehren sich die Mycoplasmen sehr schnell und beginnen Lungengewebe zu zerstören, das heißt: je später man mit dem Vorsprechen bei einem kundigen Tierarzt und einer AB Behandlung beginnt, oder je aggresiver die Vermehrung des Mycoplasmen Erregers ist, desto mehr Lungengewebe wird zerstört. Leider ist es nicht möglich dieses verlohrengegange Lungengewebe wieder aufzubauen.

Bei einigen Tieren kann man davon ausgehen das nur ein kleiner Teil der Lunge zerstört wurde , die Atemgeräusche bleiben, obwohl der Erreger durch die Antibiotikagaben wenigstens vorübergehend gestoppt ist. Diese Tiere machen trotz Ihrer erschwerten Atmung einen gesunden und mobilen Eindruck. Diese Tiere sollten sehr genau zu beobachtet werden und bei einer Verschlechterung gegebenenfalls erneut mit Antibiotika behandelt werden.

Es gibt leider auch immer noch die Möglichkeit das die Maus einfach auf bestimmte Antibiotika nicht anspricht, also sollten immer alle gängigen Antibiotika nach Absprache mit dem behandelten Tierarzt durchgetestet werden.

Sonstiges:
Außerhalb des Wirtes ist der Erreger nur für kurze Zeit, maximal einige Tage überlebensfähig.

Setzt man das Käfiginventar feuchter (10 min. auskochen) oder trockener Hitze (2 std. Backrohr 100°) aus, ist der Erreger abgetötet.

Ohne einen speziellen Test kann man leider eine Mykoplasmose nicht von einer "normalen" Atemwegserkrankung unterscheiden. Da es sich mittlerweile aber bei der Mycoplasmose um eine weitverbreitete Krankheit handelt, kann man im Prinzip bei jeder Atemwegsinfektion davon ausgehen, das das erkrankte Tier den Mykoplasmose Erreger in sich trägt.

quelle:http://www.maeusehilfe.de/index.html?allesuebermaeuse/krankheitsbericht_mykoplasmose.html
 
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knabber

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Danke für deine Mühe.
Ich denke nicht, dass meine Maus das jetzt hat nur weil sie ab und zu niest?!
Wie erkenne ich den Atemnot?
 
Tesschi

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Geh doch vorsichtshalber einfach mal zum TA ;)
 
Okapi

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Seh ich auch so - je länger du wartest um so eher wird es chronisch.
 
Knopfstern

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knabber

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hmm nee ganz normal, man sieht das fast gar nicht, außer das sich der Bauch halt bewegt.
 
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