Belgien/Frankreich Kastration bis 2016

Diskutiere Belgien/Frankreich Kastration bis 2016 im Katzenkörbchen Forum im Bereich Katzen Forum; Huhu zusammen http://www.shortnews.de/id/845383/Belgien-Saemtliche-Katzen-im-Land-sollen-sterilisiert-werden Wollte das mal so in den Raum...
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blackmagic82

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Huhu zusammen

http://www.shortnews.de/id/845383/Belgien-Saemtliche-Katzen-im-Land-sollen-sterilisiert-werden

Wollte das mal so in den Raum werfen ;) Gefunden habe ich nichts über die Suchfunktion sollte doch schon ein Thread vorhanden sein bitte den hier schließen :)

Ich persönlich finde diesen Weg irgendwie richtig .... irgendwie falsch ...

Punkte warum richtig:
  • das
    Katzenelend ist furchtbar
  • verantwortungslosen Tierhaltern und Vermehrern ist das Handwerk gelegt
  • die Unwissenheit, auch in deutschen Haushalten, ist faszinierend "oooch die Babys sind ja soo süß, auch meine Katze soll ... nun ja ihr kennt es ja ;)
  • die Tierheime quillen vermutlich nicht nur in DE über mit Katzen ;)
  • vielen herrenlosen Tieren wäre somit evtl die Möglichkeit gegeben ein zu Hause zu finden ;)
diese Liste könnte man endlos erweitern, ich habe es auch nur in grob in Stichworten aufgeschrieben ....

Punkt (e) "falsch", ja ihr lest richtig, da komme ich irgendwo nur auf einen Punkt, nehmen wir mal an, alle Länder würden diesen Weg wählen ... und denken wir nun mal einige Jahre vorraus ... wo bleiben uns dann unsere Feld-Wald-Wiesen Katzen? Klingt vielleicht naiv ... aber irgendwo mag doch nicht jeder eine Rassekatze haben ... hoffe ihr versteht was ich meine

LG
 
22.08.2010
#1
A

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Guest

Ich kann dir empfehlen, mal einen Blick in den Ratgeber von Gerd zu werfen.
Renate*

Renate*

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Punkt (e) "falsch", ja ihr lest richtig, da komme ich irgendwo nur auf einen Punkt, nehmen wir mal an, alle Länder würden diesen Weg wählen ... und denken wir nun mal einige Jahre vorraus ... wo bleiben uns dann unsere Feld-Wald-Wiesen Katzen? Klingt vielleicht naiv ... aber irgendwo mag doch nicht jeder eine Rassekatze haben ... hoffe ihr versteht was ich meine
...genau dieser Gedanke kommt bei mir immer hoch wenn man von Kastrationspflicht spricht.:?
Edit:
Ich habe grade gelesen die wollen auch die Katzen von Züchtern "sterilisieren"
 
AngelLou21

AngelLou21

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wenn doch alle katzen iwan kastriert/stereliesiert werden sollen dann wird es doch bald keine mehr geben oda nich?!
die katzen leben ja auch nich für immer und wenn doch keine katzen mehr da sind...?! wäre doch schon blöd
 
blackcat

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Ähm, ich persönlich glaube, dass es noch lange, lange, lange, lange, lange, lange dauern wird, bis unsere Wald- und Wiesenkatze vom Aussterben bedroht ist.

Und ihr glaubt doch nicht ernsthaft, dass so eine allgemeine Kastrationspflicht durchführbar ist?!
Wer soll das denn bezahlen? Wer durchführen? Wer soll kontrollieren, ob niemand dagegen verstößt?
Solche und ähnliche Zeitungsartikel sieht man doch ständig, ich kann euch beruhigen, leider ist da mit Sicherheit nichts oder jedenfalls nicht viel dran.

Theoretisch kann eine einzige Katze (mit Kater) in fünf Jahren 8000 Nachkommen haben.
In manchen Ländern werden überzählige Katzen immer noch vergast.
Ich würde alles begrüßen, was auch nur annähernd in Richtung Kastrationspflicht geht.
 
AngelLou21

AngelLou21

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haste eig auch recht
aber das müsste man sich mal vorstellen wenn alle katzen kastriert wären und es dann keine mehr geben könnte weil keine mehr nachwuchs haben kann wäre doch auch blöd...also ich bin kein riesen katzen fan aber ohne katzen könnte ich niemals leben wäre iwie voll komisch und blöd
 
S

Substantia Nigra

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Wenn wir hier in Deutschland noch in diesem Jahr eine Kastrationspflicht (samt Umsetzung!) einführen würden, dann würden unseren Tierheimen vermutlich in mehreren Jahren die Katzen ausgehen - denn die vielen wildlebenden Katzen müssten auch ersteinmal eingefangen und kastriert werden. Das dauert.
Dann gibt es immernoch das nähere und ferne europäische Ausland, v.a. am Mittelmeer und im Osten Europas gibt es Millionen? Milliarden? von herrenlosen, unkastrierten Katzen, um die sich niemand kümmert und die sich weitervermehren.
Dass diese Länder noch in diesem Jahrhundert eine Kastrationspflicht einführen und auch so durchsetzten, dass wirklich ALLE wildlebenden Katzen kastriert sind, halte ich für ausgeschlossen.
Und selbst WENN die im Jahre 2200 wirklich keine Katzen mehr haben sollten (was ich für unmöglich halte...), dann werft mal einen Blick nach Asien... das Katzenelend ist dort so immens groß, das ist jenseits aller gebräuchlichen Zahlen und aller Vorstellungskraft.

Ich bin definitiv und absolut für eine Kastrationspflicht in Deutschland. Die Tierheime wissen in diesem Jahr alle nicht mehr aus und ein vor lauter Katzen. Für jede, die kastriert und vermittelt wird, kommen dennoch drei neue nach. Da muss unbedingt ein Gesetz her. Und wenn man sich vor Augen führt, dass das global gesehen nur ein Tropfen auf dem heißen Stein wäre: Die Gefahr, dass der Welt die Wald-und-Wiesen-Katze ausstirbt, besteht definitiv nicht.
 
LillyHidomi

LillyHidomi

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Ich bin abgestoßen, zerrüttet, entsetzt.
Davon, dass jemand so etwas auch nur denken kann und davon, dass die Idee jemandem gefallen kann.

Harte Worte, die sicher nicht überall auf Zustimmung stoßen werden, aber ich sage es mal so: Wieso kastrieren wir nicht einfach die Menschen? Ständig werden Babys in Babyklappen gegeben, Überbevölkerung, zu wenig Nahrung, Umweltverschmutzung...

... Hallo?

Die Katze hat keine natürlichen Feinde (zumindest fallen mir im Moment bis auf "Autos" keine ein - wenn man die als natürlich ansieht... naja) deshalb verbreitet sie sich unkontrolliert. Den Menschen geht es da ähnlich.

Jetzt sagt ihr: Ja, der Mensch kann sowas aber planen! Er handelt nicht rein instinktiv!
Der Mensch kann auch planen, ob seine Katze Junge bekommt oder nicht und das sollte er verdammt noch mal auch tun! Genauso wie einige Menschen das nicht hinbekommen, wissen sie teilweise auch nicht, wie viel Nachwuchs gut für sie selbst ist.
Aber deshalb Zwangskastration? Also ich weiß ja nicht.


Jetzt sagt ihr: Du kannst doch nicht Menschen und Katzen gleichsetzen!
Oh doch, ich kann! Sie sind genauso Lebewesen auf diesem Planeten wie wir auch.

Ich sehe es ein, dass streunende Katzen kastriert werden sollten und allgemein alle Freigänger. Aber wieso denn bitte auch Haushalte und Zuchten?
Wobei das ja ohnehin - wie bereits angesprochen wurde - nicht umsetzbar ist. Alle Streuner kastrieren? Eine Lebensaufgabe.

Aber nehmen wir an, wir schaffen es doch und kastrieren alle Katzen - dann sind sie nämlich irgendwann weg und unsere Enkelkinder werden kein Flauschewollkneul mehr auf dem Schoß sitzen haben.
Die Menschen früher haben von so manchen anderen Tieren sicher auch gedacht, dass sie nie aussterben würden...

Oder habt ihr wirklich Lust, eure Katze aus Shanghai zu importieren?
Also ich ! nicht !
Wie viele Zuchten, vor allem in bestimmten Ländern gehäuft, aussehen, wissen die meisten sicher (da habe ich neulich erst wieder eine Reportage über Spanien gesehen, grausig, sage ich euch!). Ich möchte keine Zucht unterstützen, die Tiere so schlecht hält, dass psychisch gestörte, körperlich kranke Katzen dabei heraus kommen und diese dann noch 10 Stunden mit dem Flugzeug einfliegen lassen.

Abgesehen davon, dass ihr so ne Mieze sicher nicht einfach so durch den Zoll kriegt^^
Vielleicht ist die Zukunft der Tierheime dann ja eine Auffangstation für importierte Katzen, die ein halbes Jahr in Quarantene ausharren müssen, bevor ihre Dosis sie abholen dürfen.
 
blackcat

blackcat

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Worüber regst du dich auf, Lilly?
Es hat herzlich wenig Sinn, so viel Aufregung in ein Thema zu stecken, dass nie Wirklichkeit werden wird. Haushalte und Zuchten werden niemals unter eine Kastrationspflicht fallen und es wird niemals gelingen alle Freigänger oder auch nur alle Streuner zu kastrieren.
Unsere Enkelkinder werden unter Garantie mit einer noch viel schlimmeren Katzenüberpopulation konfrontiert werden als wir und die Katzen aus Shanghai werden nicht importiert sondern vergast oder ähnliches.
Unsere Katzen werden also auch in Zukunft auf Deutsch und nicht Chinesisch miauen und in unseren Dörfern werden auch in Zukunft überzählige Kitten ertränkt und erschlagen werden. Es wird weiterhin Katzenzuchten geben, die noch mehr Wert auf noch extremere Ausprägungen von eingedellten Nasen, rückgebildeten Fell und Stummelbeine legen.
Die Auffangstationen für Straßenkatzen aus ärmeren Ländern und die Tierheime werden weiterhin am Existenzminimum arbeiten und nicht einmal einen Bruchteil der Katzen retten können, die ein schönes Leben verdient hätten.

So sieht die Wirklichkeit aus.
Zum Glück haben wir keine Kastrationspflicht…?

Ich bin kein Feind von verantwortungsvollen Katzenzüchtern und für mich würde eine Welt untergehen, wenn es keine Katzen mehr gäbe.
Aber solange es so viel Katzenelend weltweit gibt, stehe ich voll und ganz hinter allem, das Richtung Kastrationspflicht geht, auch wenn es, wie gesagt, niemals soweit kommen wird.

Katzen und Menschen möchte ich weder Gleichsetzen noch Vergleichen. Eine Katze ist kein Mensch und das Problem der Überbevölkerung hat nichts mit dem Problem der Überpopulation bei Katzen zu tun. Es gibt keine Komplettlösung für alle Probleme dieser Welt.

LG
by blackcat
 
S

Substantia Nigra

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Das Problem der Katzenüberpopulation besteht ja nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Und weltweit werden wir das NIE in den Griff bekommen. Aber gerade diejenigen, die immer brüllen, wenn es um Auslandstierschutz geht, und argumentieren: Wir müssen erstmal bei uns helfen, sollten für eine Kastrationspflicht sein, weil dies der einzige Weg ist, das Elend hier bei den streundenden Katzen und vor allem in den völlig überfüllten Tierheimen in den Griff zu bekommen. Die deutschen Tierheime sind nicht nur voll mit Katzen, sondern überfüllt. Im Berliner Tierheim sitzen z.Z. 650 Katzen, nahezu alle Tierheime haben Aufnahmestopp (der natürlich nicht durchzusetzen ist, weil täglich wirkliche Notfälle reinkommen). Die Haltung der Katzen in den Tierheimen ist schon nicht mehr artgerecht, aber niemand weiß, wohin mit all den Katzen. Die Tierheime sind alle nur für eine bestimmte Anzahl Katzen gebaut, aber die ist gerade im Frühjahr in fast allen Tierheimen weit überschritten. Das hat auch zur Folge, dass die Tierheime kaum noch wissen, wie sie all diese Tiere versorgen sollen. Immense Tierarztkosten, Futter, Arbeitsaufwand... Und vermittelt werden nur die niedlichen Babies, wenn überhaupt, denn viele Leute weigern sich immer noch 80 oder 100 Euro Schutzgebühr zu zahlen, wenn man doch beim Bauern nebenan Katzenbabies umsonst kriegt...
Fakt ist, dass es viel zu viele Katzen gibt, auch in Deutschland, und dass dringend etwas getan werden muss. Und da hier niemand auch nur im Entferntesten in Erwägung zieht, gesunde Tiere auf die ein oder andere Weise zu töten, wie es in anderen Ländern gang und gäbe ist, ist die Kastration von so vielen Tieren wie nur irgend möglich die einzige Möglichkeit. Und da viele Menschen aber immernoch nicht einsehen, warum sie denn bloß ihr Tier kastrieren sollten, "wir wollen einmal Babies", "das ist zu teuer", "Kater kriegen ja keine Kinder".... etc., muss die Politik da eingreifen und einen Zwang zur Kastration einführen. Sonst werden es immer nur mehr und mehr Katzen...
 
N

nule

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da muss ich schmunzeln ;) glaubt hier wirklich jemand dass die Katze aussterben könnte durch eine weltweite Kastrationspflicht? Wo wir es hier im *industrialisierten* Deutschland noch nicht mal schaffen dass alle ihren Hund anmelden? ...
 
T

Teufelshuhn

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Ok, sie wollen erst alle Streuner kastrieren - wenn sie mit den Züchtern und Privatpersonen erst danach anfangen, kommen die eh nie dran, man erwischt einfach nicht sämtliche Streuner. *g*

Übrigens ist die Katzen-Überpopulation ein eher geringes Problem gegenüber dem, das passieren würde, hätten wir sie nicht. Unsere Hauskatze ist weniger ein Waldbewohner (anders als die Wildkatze, aber besonders Füchse machen ihnen dort zu viel Konkurrenz), sondern lebt in der Stadt. Hier haben wir sonst keine Jäger von kleinen bis mittleren Nagern. Sprich, würden wir die Population von Katzen drastisch reduzieren, würden hier Ratten und Mäuse weiter Überhand nehmen. Die freilaufenden Schmusetiger halten die nämlich ganz hübsch im Zaun. Überhaupt haben wir hier in Europa so viele Katzen, weil das Nahrungsangebot an Ratten, Mäusen und Wildkaninchen - die in Australien übrigens auch eine Plage sind - so groß ist.

Die Kastration ist im Sinne des Tierschutzes trotzdem sinnvoll. Nur hierzulande weniger, als in den Ländern, in denen nie eine Kastrationspflicht kommen würde. Wenn wir hier ganz Deutschland zusammennehmen, muss man sagen, wir sind ein recht Katzen-freundliches Land, und dasselbe gilt wohl auch für die anderen mittel- und westeuropäischen Länder; in anderen Ländern ist die gängiste Methode, mit einer Katzen-Überbevölkerung klar zu kommen, ein Knüppel. Man zäunt die Hühner auch nicht anständig ein, sondern richtet einen Hund ab. Dort wäre eine Kastration natürlich sehr sinnvoll, aber wenn man damit ankäme, würden sie einen nur schief angucken.

Aber insgesamt bin ich auch gegen eine Pflicht, das ist nur wieder so ein Gesetz, das nicht durchgesetzt werden kann. Insbesondere bei den Züchtern halte ich das für bedenklich.
 
N

Noel

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Ok, sie wollen erst alle Streuner kastrieren - wenn sie mit den Züchtern und Privatpersonen erst danach anfangen, kommen die eh nie dran, man erwischt einfach nicht sämtliche Streuner. *g*

Übrigens ist die Katzen-Überpopulation ein eher geringes Problem gegenüber dem, das passieren würde, hätten wir sie nicht. Unsere Hauskatze ist weniger ein Waldbewohner (anders als die Wildkatze, aber besonders Füchse machen ihnen dort zu viel Konkurrenz), sondern lebt in der Stadt. Hier haben wir sonst keine Jäger von kleinen bis mittleren Nagern. Sprich, würden wir die Population von Katzen drastisch reduzieren, würden hier Ratten und Mäuse weiter Überhand nehmen. Die freilaufenden Schmusetiger halten die nämlich ganz hübsch im Zaun. Überhaupt haben wir hier in Europa so viele Katzen, weil das Nahrungsangebot an Ratten, Mäusen und Wildkaninchen - die in Australien übrigens auch eine Plage sind - so groß ist.
Da bin ich absolut deiner Meinung. Wenn ich schon sehen was alleine meine Katzen täglich an Mäusen anschleppen und die bekommen bei mir gutes Futter.

Eine Kastrationspflicht halte ich aber für falsch. Wichtiger wäre es die katzenbesitzer aufzuklären.

Unser Tierschutz hat von einem Bauernhof 14 Kitten und 12 erwachsene Katzen geholt. Alle krank und verwahrlost. Der Bauer hat noch 10 Katzen rumlaufen. Diese Leute sind der Meinung, dass sie der Katzen bestand eh von alle regelt. Die meisten sterben, werden überfahren oder laufen weg und da ja kastrierte Katzen keine Mäuse fangen, werden sie auch nicht kastriert. Wie elend es den Katzen dabei geht sieht niemand.
Mal davon abgesehen, dass das absoluter Schwachsinn ist, dass eine kastrierte Katze keine Mäuse fangen.

Ich bin dafür, dass die Menschen aufgeklärt werden und sich dadurch dann das Katzenelend verringert.
Zudem sollten die Tierheime ihre Anforderungen an Katzeninteressenten ein bisschen herabschrauben.
Wir bekommen aus dem Tierheim keine Katze, weil unser Hund nicht katzenfreundlich ist. Ich bin Katzenpflegestelle und mein Hund zieht die Kitten mit auf, er interessiert sich für die Katzen und spielt mit ihnen und zwar auf Katzenart.
Aber weil er im Tierheim nicht total uninteressiert durch das Katzenhaus ist und zappelig und sehr aufmerksam den Katzen gegenüber war, bekommen wir aus dem Tierheim keine Katze.
Es gibt so einige Menschen, die ein Tier aufnehmen würden, aber keins bekommen und da müssen sich die Tierheime nicht wundern, dass sie soviele Katzen haben.
Viele Pflegestellen fallen weg, weil sie als ungeeignet abgestuft werden.
Züchter, die sich als Pflegestelle anbieten, wird abgesagt, selbst Futterspenden wird nicht angenommen.
Und da muss ich dann sagen, das ist dann doch verkehrt und die Tierheime und Tierschutzvereine haben dann wohl noch nicht genug Arbeit.

Es muss viel mehr Aufklärungsarbeit geleistet werden und kein Gesetz durchgesetzt werden.
 
blackcat

blackcat

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Mit Sicherheit ist Aufklärungsarbeit etwas vom Wichtigsten. Aber ein paar Punkten muss ich hier doch wiedersprechen.

1. Ratten- und Mäuseplagen mögen Katzen im Zaum halten. Dass sie aber (besonders in ländlichen Gegenden) eine zunehmende Bedrohung für heimische Wildtiere sind, ist die Schattenseite dieses Argumentes. Singvögel, Reptilien, Amphibien... natürlich ist die Lebensraumzerstörung für diese Tiere noch viel schlimmer, aber dass unsere Katzen - die in Europa nicht heimisch sind! - auch nicht gerade unschuldig sind, ist nicht von der Hand zu weisen.
Ratten stehen übrigens nur bei den wenigsten Katzen auf der Beutetierliste. Die Tierchen sind verdammt wehrhaft und schlau.
Wildkaninchen sind für die meisten Katzen ebenfalls zu groß. Wobei es mir ohnehin neu wäre, dass Wildkaninchen bei uns ein Problem darstellen. Dass die nicht auf dem Speiseplan stehen finde ich ziemlich gut.

2. Tierheime: Zugegeben, manche haben schon etwas seltsame Abgaberegeln. Hat eben auch jeder seine Vorstellungen, die einen halten Freigang für zwingend notwendig, die anderen eine sichere Wohnungshaltung.
Wenn jemand bei mir Katzen abholt und der Hund ganz offensichtlich reichlich Interesse an den Kitten zeigt, wäre ich auch erst einmal skeptisch.
Was ich aber eigentlich sagen will: Egal wie streng die Abgaberegeln in einem Tierheim sind, jeder der eine Katze will, bekommt auch eine. Wenn nicht vom Tierheim X, dann eben vom Tierheim Y oder vom Tierschutz Z. Und wenn er bei allen dreien keine Katze erhält, sollte er sich mal Gedanken um das Warum machen. Und wenn er dann immer noch der Meinung ist, eine Katze wäre das richtige Haustier, an Unfallwürfen in Privathaushalten haben wir auch keinen Mangel.
Somit holt sich der Halter dann im Notfall eben die Tiere, bevor sie im Tierheim landen. Dass Tierheime an ihrer Überfüllung Schuld sind ist jedenfalls schlicht nicht wahr.

3. Futterspenden und Pflegestellen: Das unterscheidet sich wohl von Tierheim zu Tierheim, aber:
Nicht jede Katze verträgt jedes Futter, auf plötzliche Futterumstellung reagieren manche Katzen mit Durchfall oder sie geht in Hungerstreik. Außerdem, was, wenn eine dieser tollen Spenden einmal mit Rattengift versetzt ist? Dass dieses Risiko nicht jedes Tierheim eingehen will, ist für mich mehr als verständlich.
Pflegestellen haben eine große Verantwortung. Die meisten Menschen stellen sie das viel einfacher vor, als es in Wirklichkeit ist. Grundsätzlich habe ich aber noch nie erlebt/gehört, dass jemand ohne sehr triftigen Grund abgewiesen worden wäre.

Die Arbeit von Tierheimen und Tierschutz ist extrem wichtig und die Leute dort tun normalerweise alles in ihrer Macht stehende um den Tieren zu helfen. Es ist nicht alles perfekt, aber den Institutionen, die seit Jahren für Kastration und Aufklärung arbeiten die Schuld in die Schuhe zu schieben – da fehlen mir die Worte!
 
blackmagic82

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da hab ich ja was losgetreten :eusa_eh:
 
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Noel

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Hi,

ich ahbe die Erfahrung gemacht und von sehr vielen Leute gehört, gerade von Züchtern, dass ihnen als Pflegestelle abgesagt wurde, weil sie Züchter sind und auch aus genau diesem Grund wurden ihre Futterspenden nicht angenommen.
Und das finde ich ja nun mal so überhaupt kein Grund!

Natürlich reagieren manche Katzen auf Futterumstellung. Machen meine und zwar sehr heftig.
Für meine Pflegekatzen besorge ich beim Tierschutz schon gar kein Futter mehr, weil sie durch das unterschiedliche Futter immer Durchfall bekommen.

Und sicher ist es auch ok, wenn die im Tierheim etwas skeptisch sind, wenn ein Hund an der Katze interessiert ist, aber (!) da sollten sie dann doch auch den Besitzern etwas vertrauen entgegen bringen.
Als wir im TH mit dem Hund waren hatten wir 2 Katzen (jetzt sind es 3) und wir waren/sind uns 100% sicher, dass unser Hund Katzen liebt und ihnen nichts tut, auch wenn er manchmal etwas ruppig oder hibbelig ist. Deswegen war es uns damals wichtig, dass er mit dabei ist, wenn wir eine Katze holen, denn beide müssen miteinander klar kommen. Und wir wollten nicht unbedingt ein Kitten.

Ich könnte die so einige Beispiele nennen, von Leuten die keine Katze bekommen haben oder auch keine Hund. Klar kommt man immer irgendwie an ein Tier. Aber man geht doch aus einem bestimmten Grund ins Tierheim. Wenn ich mich entschliesse sind Tierheim zu gehen, dann doch bewusst und gerade weil ich keinen dieser Ups-Würfe unterstützen will.

Ich sag nicht, dass die Tierheime oder der Tierschutz keine gute Arbeit macht oder Schuld ist.
Ich bin ja selbst Pflegestelle und geben meine Katzen nicht jedem.
Aber wenn ich höre, dass eine 50-jährige Frau, die halbtags arbeitet keine ältere Katze bekommt, weil sie nicht 24/24 Stunden für die Katze da sein kann und zu alt sei, sorry das kann ich dann nicht mehr verstehen. Und solche Beispiele kenne ich mehrere und da sind die Tierheime dann meiner Meinung nach selbst Schuld.
Ist ist ganz klar, dass sie nur das beste für die Tiere wollen und sicher manche Menschen abweisen müssen, weil sie falsche Vorstellungen haben aber manche übertreiben es einfach total und gerade diese Tierheime schreien, dann am lautesten wenn sie überfüllt sind.
 
T

Teufelshuhn

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1. Ratten- und Mäuseplagen mögen Katzen im Zaum halten. Dass sie aber (besonders in ländlichen Gegenden) eine zunehmende Bedrohung für heimische Wildtiere sind, ist die Schattenseite dieses Argumentes. Singvögel, Reptilien, Amphibien... natürlich ist die Lebensraumzerstörung für diese Tiere noch viel schlimmer, aber dass unsere Katzen - die in Europa nicht heimisch sind! - auch nicht gerade unschuldig sind, ist nicht von der Hand zu weisen.
Die heimische Hausratte wurde auch durch die Wanderratte (ich glaube, Vorderasien) fast vollständig verdrängt. Das ist übrigens die natürliche Beute der Falbkatzen, daher auch der Trieb mit dem Totspielen - so lange die Ratte unter Stress setzen, bis sie stirbt.

Heute fressen Katzen selten die Ratten, allerdings werden sie dennoch gejagt und getötet.

Wildkaninchen sind für die meisten Katzen ebenfalls zu groß. Wobei es mir ohnehin neu wäre, dass Wildkaninchen bei uns ein Problem darstellen. Dass die nicht auf dem Speiseplan stehen finde ich ziemlich gut.
Na, wenn Du wüsstest, wie oft ich von Katzen zerfletterte Wildkaninchen gesehen habe...

Meine Eltern wohnen neben einem Friedhof, auf der anderen Straßenseite ist ein ehemaliges Fabrikgelände mit großen Freiflächen. Dort gibt es eine ordentliche Kaninchen-Population (oder gab es vielmehr, aber das war eine Krankheit vor ein paar Jahren...), und ein Dutzend Katzen, die sich praktisch nur von denen ernähren.

Allerdings sind gerade wegen der hiesigen Räuber - Katzen und Füchse, vor allem - die Kaninchen kein so großes Problem. Unser Öko-System ist vollkommen durcheinander, da darf man sich auch keine Illusionen machen, und wir sind daran schuld. Ob jetzt unsere Katzen so ein Problem bei anderen Wildtieren sind... ist ja schön, auf einen zeigen zu können (und typisch deutsch), aber wir haben erst ermöglicht, dass es so schlimm kommt, und das, nachdem die Hauskatze längst hier war. Wir haben - ohne es zu wollen - kleine Räuber stark bevorzugt. Ist es nicht die Katze, ist es der Fuchs oder Mader, der den Wildvogel jagt. Reduzieren wir die Katzen-Population, erhöhen wir zwangsläufig die Population eines anderen Räubers. Reduzieren wir auch deren Populationen, nehmen die Beute-Tiere überhand.

Das Beste ist, keine rabiaten Lösungen zu suchen. Als historischer "Beweis" soll man sich mal die letzten hundert Jahre angucken, in denen man immer wieder so etwas rabiates getan hat - und erst mit dem Naturschutz hat sich das Ganze etwas stabilisiert, in den letzten... vielleicht 40, 50 Jahren.

Ok, die Zwangskastration ist zum Scheitern verurteilt und ist dementsprechend keine rabiate Lösung...

Die Arbeit von Tierheimen und Tierschutz ist extrem wichtig und die Leute dort tun normalerweise alles in ihrer Macht stehende um den Tieren zu helfen. Es ist nicht alles perfekt, aber den Institutionen, die seit Jahren für Kastration und Aufklärung arbeiten die Schuld in die Schuhe zu schieben – da fehlen mir die Worte!
Ach, Noel war nur etwas enttäuscht über ein Tierheim, dass sie da abgewiesen hat, und wollte dem Frust etwas Luft verschaffen. Nicht so ernst nehmen. ;)
 
S

SusanneC

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habt ihr eigentlich eine Ahnung, wie viele Katzen die sich unkontrolliert vermehren Krankheiten zum opfer fallen? wir impfen unsere Stubentiger nciht zum spaß, in jedem bauerndorf grassiren katzenschnupfen und Katzenseuche.

ich kenne so ein dorf wo niemand kastriert, von 50 Kätzchen die da auf einem einzigen Hof jedes jahr auf die welt kommen überleben meistens nur eine hand voll das erste jahr, der rest krepiert elend an katzenschnupfen und Katzenseuche, ein paar werden auch überfahren, aber die meisten sterben an krankheiten.

ich finde es doch deutlich humaner die katzen gleich kastrieren zu lassen als zuzusehen, wie die kleinen elend sterben müssen...
 
T

Teufelshuhn

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habt ihr eigentlich eine Ahnung, wie viele Katzen die sich unkontrolliert vermehren Krankheiten zum opfer fallen? wir impfen unsere Stubentiger nciht zum spaß, in jedem bauerndorf grassiren katzenschnupfen und Katzenseuche.

ich kenne so ein dorf wo niemand kastriert, von 50 Kätzchen die da auf einem einzigen Hof jedes jahr auf die welt kommen überleben meistens nur eine hand voll das erste jahr, der rest krepiert elend an katzenschnupfen und Katzenseuche, ein paar werden auch überfahren, aber die meisten sterben an krankheiten.

ich finde es doch deutlich humaner die katzen gleich kastrieren zu lassen als zuzusehen, wie die kleinen elend sterben müssen...
Das ist aber eine moralische Verantwortung den Katzen auf dem Bauernhof gegenüber - nicht eine Pflicht für die Gesamtpopulation. Ersteres haben wir immer, und wir kastrieren unsere Katzen, damit diese Hand voll sich nicht vermehrt - und wenn es auf der Welt keine weiteren Katzen geben würde. Wir bringen die wilden Katzen zur Kastration, weil gerade in diesem Ort, an dem sie sind, zu viele herumstreunen.

Würde das in Belgien aber funktionieren, würde die Katzenpopulation im ganzen Land innerhalb von zwanzig Jahren drastisch reduziert werden - und das ist eben genauso wenig richtig, wäre ein harter Eingriff in das ohnehin stark misshandelte Ökosystem. Also, es ist einfach die Frage der Dimension.
 
blackcat

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Für mich klingen die Argumente zunehmend nach Ausreden, tut mir Leid.
Sollte sich aus der Kastration von Katzen jemals ein ernsthaftes Problem ergeben oder ein Mangel an Katzen auftreten, dürft ihr mich persönlich dafür zur Verantwortung ziehen.
*seufz*
Ich komme mir gerade vor, als würde ich mit einem Bauern über die Kastration seiner Katzen diskutieren.

Was spricht dagegen, ein paar Katzen vor einem qualvollen Tod in einem Wassereimer oder einer Gaskammer zu retten?
Was spricht dagegen, ein Projekt zu unterstützen, das nie zu Ende geführt werden wird?

Die Population an Katzen würde nicht abnehmen, wenn schätzungsweise 99% der Katzen kastriert würden. Die Nachkommen der restlichen 1% hätten dann nämlich endlich einmal realistische Überlebenschancen.
Ich glaube, ich habe es oben schon geschrieben: eine einzige Katze hat in fünf Jahren etwa 8000 Nachkommen.
 
blackmagic82

blackmagic82

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soweit hatte ich noch gar nicht gedacht ... bei meinem Grund dagegen ... richtig, es wird vermutlich unmöglich sein, ALLE Katzen in einem Land zu kastrieren ... logisch, die welche bei Menschen leben kann man kontrollieren und auch verlangen, dass diese kastriert werden ...
Ich hätte soweit denken MÜSSEN, dass es zig tausende ( das ist vermutlich niedrig ) freilebende und wilde Katzen gibt ...
Wieviele das sind sehe ich jedes Jahr beim Tierschutz ... die Fundkatzen sind in den seltesten Fällen Katzen die von Bauern o.ä. kommen ;) logisch es werden Katzenfallen aufgestellt um freilebende Katzen zu fangen und zu kastrieren, aber das sind so minimal wenige ...
 
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